Schlagwort-Archive: anschlag

klau|s|ens schreibt über die halbwertzeit von trauer und betroffenheit und überhaupt wahrnehmung bei anschlägen – www.klausens.com

klau|s|ens, die welt wird mürbe.

wir alle werden zermürbt. wir menschen. wir kaltherzigen.

das mitgefühl scheint weniger zu werden.

es ist diese „gewöhnung“ an anschläge, so scheint es.

der „große“ anschlag in deutschland: am 19.12. der … da war ein kleiner ruck, nach dem motto: nach ansbach und münchen haben wir jetzt endlich auch einen „dicken“ anschlag oder ein „großes“ attentat mit mehr als 10 toten.

dann kam die silversternacht von istanbul: 37 tote.

da war es wieder weniger. an allem.

die türkei ist weiter weg, weiter als frankreich so scheint es.

die berichte sind weniger, auch weniger oft.

kaum sondersendungen zur türkei und jenem 31.12.2016 auf 1.1.2017.

die redaktionen war ja auch ausgedünnt, über silvester.

aber man regt sich nicht so richtig viel auf.

es scheint so, in unserer medialen glocke scheint es: da sind anschläge und attentate, und manchmal sind sie besonders „schlimm“, in wahrnehmung und darstellung, dann wieder fast schon „normal“, in wahrnehmung und darstellung.

auch wir stumpfen ab.

die iraker kennen das gefühl in aller bedrohlichsten höhe: dauernde anschläge, zugleich abstumpfung, weil man ja auch durch den tag kommen muss. auch nach attentat 298721.

und nun stumpfen auch wir europäer allmählich ab.

sie berichten über ein attentat und wir heben kaum noch den kopf.

attentate in nigeria sind eh weit weg.

in der türkei scheinen sie auch noch eher weit weg.

aber in paris oder nizza sind sie nah. in unserer hauptstadt berlin furchtbar nah.

aber auch die deutschen werden, bezogen auf attentate in deutschland selbst, „gewöhnender“.

was für ein wort: die menschen werden „gewöhnender“.

aber ist es nicht so? ist es nicht so?

man kann sich an solche dinge nicht gewöhnen.

aber wir tun es: 37 tote in istanbul. bitter, aber …

es ist also noch das wort „aber“ dabei.

das „aber“ sagt: so ist die welt, so ist die welt geworden, wir werden es nie ändern, wir müssen weiterleben, auch mit videokameras, dauernden gesetzesverschärfungen, dazu ausnahmezuständen. es wird nix besser, alles schlechter, und dennoch sollen wir leben und leben und leben.

in frankreich und in der türkei übertrifft man sich mit den verlängerungen des ausnahmezustandes.

das eine land ist eher autokratisch, das andere behauptet, demokratisch zu sein: aber es verfließt ja alles. die länder scheinen sich anzugleichen, die systeme.

durch die straßen laufen bewaffnete männer: a) attentäter b) soldaten und polizisten.

alle visionen sind alles andere als schön.

aber die 37 toten in istanbul gingen deutlich schneller „an uns vobei“ als die 12 aus berlin.

du, frage mich allein nach den schlimmen attentaten von 2016: ich würde sie nicht aufzählen können. selbst münchen ist bei mir nur noch als schemenhafte wolke irgendwo in der erinnerung.

wie der mensch tickt!

ja, das wäre ein „schöner“ romantitel: sogar eine reihe denke ich mir. – BAND 1) wie die bombe tickt BAND 2) wie der mensch tickt BAND 3) wie der autor dieser zeilen in die überwachung seines schreibens durch die obrigkeit hineingeriet und deshalb nun anders tickt

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klau|s|ens sieht allüberall den vulkan um den islam – www.klausens.com

klau|s|ens, nun also der islam. in aller munde. in aller schreibe.

die soße ist gekocht. (man wartet geradezu bittend darauf, dass auch mal ein fanatiker einer anderen religion es in die nachrichten schafft, um das alles abzufedern, was in eine richtung federn springt, derzeit.)

nun fürchten sich die menschen vor allerlei orten des öffentlichen raumes. auch in europa, nicht nur in nordnigeria oder im irak oder in afghanistan oder wo.

früher war es immer das flugzeug. aber: vor dem fürchtet man sich jetzt zuerst, weil es einfach so abstürzen kann: unwetter, meer, weg, aus, vorbei. (teils auch ganz auf dem meeresboden verschwunden.)

nun aber rückt alles an „locations“ in das auge der angst.

die züge, die bahnhöfe, die theater, alle straßen, plätze, orte. überall droht das drohende.

aber eigentlich hätte man immer schon da und dort böses tun können. seitens bösartiger attentäter dieses oder jenen glaubens.

gewiss, aber es wird nun wahrscheinlicher. (man fragt sich überhaupt, warum um flugzeuge immer noch so viel aufwand betrieben wird. denn: ein selbstmordattentäter kann schnell mal nach KAUFHOF oder KARSTADT rein. oder in einen vollbesetzten zug oder bus.)

eigentlich „warten“ wir in europa noch auf die klassischen selbstmordattentäter des arabischen raumes, die dann mit allem mitexplodieren.

auch das, auch das. — zugleich wissen wir, auch nach verviers, belgien, dass man nun die polizeiwachen auch überfallen will, das lasen wir zuvor meist aus anderen teilen der welt.

jeder kann alles überfallen.

aber man hat uns auch so verunsichert, dass wir nun auf lange bärte gucken und dann immer überlegen, ob dahinter ein mensch steckt, der uns gutes oder böses will.

aber der katholische kirchenmann anselm grün hat auch einen bart. und der schreibt einen bestseller nach dem anderen.

danke, dass du mich daran erinnerst: auf jeden fall kochen wir im thema islam. jeden tag werden mehr neue islamisten und salafisten an zahl genannt, die böses zu tun gedenken. — da sind hunderte in jedem land europas, die dieses oder jenes aushecken können und könnten und offenbar auch wollen. morgen werden sie uns tausende nennen. alle innenminister und polizeifachmenschen nennen nur noch zahlen und noch mehr zahlen.

und damit wird dann wahr, was aus deren (der fanatiker-terroristen) sicht immer wahr werden sollte.

was?

den krieg zu uns nach europa bringen. im nahen osten wurde jahrzehnte geschossen und gebombt, staaten lösten sich auf oder wurden aufgelöst … und immer wieder fühlte man sich dort (oft auch zu recht!) von den amerikanern, den europäern, von israel, oder auch von anderen groß-staaten nur fast gleichen glaubens (z.B. saudi arabien: wahabiten — iran: schiiten) unterdrückt. eine einzige lange geschichte von kriegen und kriegereien. jetzt aber will man alles zu uns nach europa zurückbringen.

hass as hass can.

alles ist unlogisch in solchen welten. da hört jede einsicht auf. das war schon immer so, und das wird immer so sein.

der papst ruft nun verdammt oft zu frieden und toleranz auf.

nun gut, das war früher anders, in der der geschichte der katholischen kirche, gewiss. auch evangelen rufen in deutschland ja gerne zum frieden auf.

na also!

aber nimm es mal so: hätte es die ganzen religionen nie gegeben, hätte die menschheit den ganzen ärger nicht gehabt.

und es ist wirklich so: (stichwort multikulti) — sobald sich probleme formieren, benutzen diese gerne die religionen, um sich daran entlang zu blöcken des gegensatzes und des hasses aufzubauen. eine multikulturelle gesellschaft hört sich gut und schön an, aber sobald ein kleines problem auftaucht und alles etwas wankt, sind die religionsgruppen schon da … und alles wird nur noch entlang der religion gedacht und getan.

derzeit mit dem islam.

und wir tun es ja auch. wir behandeln dieses omnipräsente thema „islam“.

da sieht man, wie sehr unsere köpfe und herzen für alles und jedes offen sind. auch manipulateure wissen das: der mensch ist anfällig für alles. der mensch ist selten fest. wenn er aber „fest“ ist, dann meint er nur den schrecklichen dogmatismus.

auch PEGIDA-menschen, auch die. die meisten sind wohl auch nur dümmliche dogmatiker.

wir werden an unseren ängsten ersticken. ja, das werden wir! (herr jauch, übernehmen Sie! heute um 21:45 uhr, ARD, geht es bestimmt mit allem weiter.)

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klau|s|ens hält nichts von der geradezu manischen tabu-bruch-bewegung, mohammed abbilden zu müssen – www.klausens.com

klau|s|ens, in diesen tagen wird mohammed abgebildet, fast allüberall.

das kommt schon, wenn zeitungen das titelbild von der neuen ausgabe von „charlie hebdo“ ab- bzw. nachdrucken.

viele muslime aber sind dadurch und davon aufgebracht.

ich denke, es ist eine besonderheit (nicht nur, aber besonders) dieser religion, dass man (gerade auch gott und mohammed) nicht abbildet. (abbildungsverbote kennen aber auch andere religionen: übersieh das nicht!) — erinnert sei: deshalb sind ja auch moscheen voller muster, aber ohne bilder. (eigentlich geht es um alle abbildungen, die da nicht gewünscht sind: menschen, tiere, gegenstände … nichts soll im religiösen zusammenhang abgebildet sein. denn gott ist der schöpfer, nicht der mensch. so denkt man wohl.)

ganz anders als christliche kirchen.

ja, ganz anders: es ist eine besonderheit des islam … auch wenn sie nicht im koran formuliert ist (aha!), sondern aus der religion selber entstanden ist. (aber zeitungen mit bildern und fernseher mit bildern kennt man in diesen ländern ja auch.)

soll man dieses bilderverbot durchbrechen?

im stark religiösen zusammenhang eher nein. denn wenn man von „respekt“ redet, dann gehört das zum respekt dazu, dass jeder jeck anders ist. also lassen wir ihn anders sein, sofern es nicht andere menschen einschränkt. das ist ja auch immer zu begucken.

darf ich keine karikaturen machen?

doch, über den islam ja, du wirst auch bilder und abbildungen einbringen müssen … aber du kannst versuchen, es ohne mohammed-abbilder und gottes-abbilder zu schaffen. das wäre die idee: kritisieren ja, satire ja … und doch auch noch religiöse gefühle beachten, anerkennen, respektieren.

ich erinnere mich an wilde nackttänze von pussy riot, auf dem altar einer christlich-orthodoxen kirche.

auch da gilt: muss nicht sein. zugleich: es gibt immer mal wieder ausnahmesituationen, wo etwas sein kann, was nicht unbedingt muss. (wenn man eine ordentliche rechtssprechung hat, kann man solche sachen dann über die gerichte behandeln.)

und mohammed auf der aktuellen ausgabe von „charlie hebdo“?

in diesem (dramatischen) fall nach einer dramatischen und bösartigen mordattacke kann man es verstehen … und auch anhänger des islam sollten das hier hinnehmen können. wenn ich aber jede woche das abbildungsverbot einer religion durchbreche, dauerprovozierend, dauerprovokoant, und meine: das sei dann revolutionär, dann funktioniert die gesellschaft ja auch nicht richtig.

toleranz und respekt.

eben: es gibt ja bestimmte auslegungen und ideen von blasphemie, was dann sowieso in deutschland verboten ist. paragraf 166 strafgesetzbuch: „Wer (…) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

in frankreich?

in frankreich soll es wohl lockerer sein. also: diese dinge sind nie eindeutig. im zweifelsfall sollen gerichte urteilen.

es gibt keine totale freiheit?

nein, denn dann würde ich jeden menschen jeden tag „du arschloch“ nennen dürfen.

dann gibt es also auch in der freihesten gesellschaft etwas wie zensur?

jedes gesetz ist eine einschränkung und damit, wenn du so willst, auch eine „zensur“ unseres lebens. es gibt also nicht DIE FREIE gesellschaft, sondern immer nur eine ZIEMLICH FREIE GESELLSCHAFT.

und was möchtest du?

ich möchte, dass man die religiösen gefühle des islams respektiert … und zugleich dort kritisiert, wo es nötig und notwendig ist. das gilt natürlich dann für alle religionen. (… auch wenn ich gar kein freund von religionen bin.)

und deshalb soll man nicht manisch mohammed abbilden?

genau das. dieser tabubruch muss von den anhängern dieser religion als nichtakzeptanz eine religion verstanden werden … und schon wird neuer hass gesät … wozu? (geht es nicht etwas anders!?!?!?)

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klau|s|ens denkt in 11 punkten über den islam und die aktuelle lage nach – www.klausens.com

klau|s|ens, es gäbe so viel zu sagen und zu denken.

eben: man muss die aufgewälzten dinge dennoch ruhig betrachten, dann sachlich und besonnen diskutieren … und nachdenklich und umsichtig alles weitere auch angehen.

was fällt dir so ein?

1. man sollte nachdenken: bei vielen anhängern und gläubigen des islam scheint ein gigantischer minderwertigkeitskomplex aufgestaut worden zu sein, der sich nach dem gefühl jahrhunderterlanger unterlegenheit gegen über dem westlich-christlichen system und seiner armeen nun ins gegenteil umkehrt. bedingungslose radikalität entstand bei einigen als ausdruck von wut und ohnmacht. das wird aber alles vergessen: der gesamte kontext, die geschichte, der nahe osten, die gesamte gefühlslage, die da in jahrhunderten herangekocht ist. (und warum das geschah und geschehen konnte.)

2. man sollte von allen anhängern des islam erbitten oder auch fordern, dass eine innere diskussion im islam einsetzt, die aber auch nach außen kommuniziert wird, wie es kommen kann und konnte, dass es scheinbar und offenbar derzeit auf dem globus so viele sich auf den islam berufenden gruppen und gruppierungen gibt, von nigeria bis afghanistan, die in schlimmster radikalität und brutalität vorgehen und so ein zerrbild des islamischen glaubens verbreiten, das wiederum dem islam insgesamt schadet. an dieser diskussion des islam im islam geht kein weg vorbei.

3. man sollte alle staaten befragen, die in ländern wie irak oder syrien oder libanon oder sonstwo agieren, kriege führen, bewaffnet sind, welchen sinn und welche folgen dieses tun haben wird und haben kann. (der irak ist nachweislich nicht „besser“ oder „befriedeter“ geworden. afghanistan auch nicht. der westen macht nichts besser als der osten, wenn er mit seinen teuren waffen aufläuft und dann letztlich ebenso mordet, wie diejenigen, die wir so gern in diesen tagen kritisieren.)

4. man sollte den islam befragen, ob und inwiefern sein religionskonzept vielleicht noch mehr als bei anderen religionen (vom christentum haben wir ja den belehrungsbrutalismus auch schon zur genüge erlebt) dazu geeignet ist, begriffe wie „ausschließlichkeit“ und „rache“ und „kampf“ zu befördern und nach vorne zu stellen. jede religion muss davon wegkommen, von „einzig“ und „einzigste“ zu sprechen. jede religion sollte den zutritt und den abtritt vom glauben erlauben, ohne dass dieses irgendwelche folgen für den einzelnen haben wird.

5. man sollte klar sagen: die multikulturelle gesellschaft ist kein paradies, sondern etwas ganz schwieriges und ganz komplexes. sobald unterschiedliche gruppeirungen und religionen beieinander leben und aufeinandertreffen, ist dauernd die gefahr gegeben, dass sich alles in „gegenseitige bekriegungen“ umwandeln lässt, gerne auch von gewissenlosen führern. insofern sind alle ängste vor solchen multikulturellen überforderungen zu verstehen und zu diskutieren. das gebot der meinungsfreiheit einer demokratie sieht das ausdrücklich für alle vor … und insofern können das auch vielfältigste gruppen (stichwort: PEGIDA-demonstrierende) für sich in anspruch nehmen, derart äußerungen zu treffen und ängste zu äußern. solange nicht rassismus und hass propagiert werden, müssen viele fragen und nachfragen erlaubt sein. von eher rechtsorientierten und auch von eher linksorientierten menschen … und von allen menschen aus der mitte der gesellschaft natürlich auch.

6. wer menschen zu gruppen verdichtet, die nach nationen und religionen „geordnet“ chaotisch in ghettos, vororte und banlieues abgeschoben werden, der darf sich über nichts und gar nichts beklagen, was nachher dann dort herangebrütet wird und sich im hass des abgeschobenseins dann wiederum gegen diese mehrheitsgesellschaft (der scheinbar erfolgreichen) wendet. es ist naiv, immer dieses und jenes als ideal heraufzuphantasieren, zugleich aber dauernd verhältnisse zu schaffen, die all dem realiter total zuwiderlaufen. das ist doppelt- und dreifachmoral und am ende zu gar nichts nütze. wenn man sich nicht mit den wohn-, arbeits- und lebensverhältnissen (und dauerhaften problemen) der multikulturellen gesellschaft ernsthaft befasst, kann man sich auch nicht darüber beklagen, wie verwahrlost und gewalttätig viele verlorene menschen dann aus dieser in diese gesellschaft zurückagieren. (bis hin zu gemeinsten überfällen und attentaten.)

7. es wird kein weg dran vorbeigehen, dass man die lage des palästinensischen volkes existentiell verbessert, diesem einen eigenen staat gibt, der leben kann und wirtschaftlich erfolgreich werden möge, und israel sich mehr und mehr (unter der garantie einer friedlichen und gesicherten existenz) abrüstet. leider liegt auch in dieser frage der religiöse untrrschied wie eine bleijacke über dem gesamten konflikt, sodass sich das religiöse auch dauernd in gewalt entlädt und entladen muss. zugleich wirkt dieser konflikt in die gesamte welt hinein und beinflusst auch terroristische minderheiten.

8. alle religiösen führer (egal ob weltweit, landesweit, regional, lokal agierend) sollten auf dem gesamten erdball dazu gezwungen werden, sich von jeglicher gewalt und von jeglichem „alleinstellungsanspruch“ ihrer religion bezogen auf einen oder auch die götter zu verabschieden … und sie sollten gezwungen werden, jene kleingruppen und guerillatruppen zu ächten, die nicht gewillt sind, sich solchen gedanken von „friedlicher koexistenz“ aller religionen zu beugen.

9. die idee der missionierung, selbst wenn diese expressiv verbis nicht formuliert werden sollte … schon die idee … sollte für jede religion abgeschafft werden. auch etwas wie „missionswerke“ und „missionaree“ sollte es nicht mehr geben. in keiner religion, selbst wenn diese das wort als solches gar nicht kannte und benutzte.

10. wir brauchen den gr0ßen dialog aller religionen … und noch mehr aktionen wie die heute geplanten mahnwachen, wo sich demonstrativ muslimische verbände und vereinigungen öffentlich von jeglicher gewalt und von den jüngst geschehenen anschlägen in paris distanzieren. in dieser hinsicht sollte man die sprecher (auch sprecherinnen?) aller muslime noch viel mehr zu solchen statements drängen. schweigen hilft auf allen seiten nicht weiter, hetzen aber auch nicht. nur dialog, und eben auch viel an öffentlichem dialog. aber gesagt sei auch: ein paardies auf erden wird nie und nimmer kommen, weder mit viel einwanderung … noch ohne viel einwanderung.

11. männer und frauen sind gleich. per recht. per status. auch daran darf niemand rütteln. keine religion hat das recht, die rechte der frauen mit verweis auf welche religiösen schriften auch immer zu begrenzen oder diese zu unterdrücken.

klau|sens, das ist schon viel stoff.

ich könnte noch etwas mehr und länger schreiben. aber diese gedanken hier sind schon schwer genug — auch nur in kleinsten prozentanteilen — umzusetzen. der islam dominiert in der wahrnehmung im westen derzeit alles. man müsste in andere länder der welt sich begegeben, ob es da auch so ist. in sri lanka? in südafrika? in mexiko? und sonstwo …?  auch vom buddhismus weiß man ja, dass es radikale kräfte gibt, auch von den hindus.klausens-foto-rahmen-collage-mit-2-mal-je-suis-charlie-auf-arte-k-werk-13-1-2015-

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klau|s|ens fordert die abschaffung des wortes “islamistisch” – www.klausens.com

klau|s|ens, warum forderst du das? die abschaffung vom wort „islamistisch“?

ich denke „islam“ und „islamistisch“ sind sprachlich sehr nah. und so wird der eindruck verstärkt, alles im und am islam sei per se terroristisch.

was falsch ist!

eben! das wort „islamistisch“ hat eine generalisierung in sich, die man mit anderen religionen so nicht macht.

es geht um den „…tisch“. also den TISCH.

wir müssen reinen tisch machen: man nehme „christlich“ und erzeuge nun bei jedem radikalen christen ein „christlistisch“ oder „christlitisch“ daraus … was würden die christen denken?

die würden denken: was macht man da mit uns und mit unserer religion?

so ist es mit dem islam auch. deshalb sollte man die radikalen und bösartigen und gemeinen täter mit dem (zudem ja nur behaupteten) hintergrund des wahren und echten und reinen islam anders nennen.

hast du schon eine idee?

vielleicht sollte man den glauben weglassen und dann von „gefährlichen radikalfanatikern“ sprechen.

aber dann fehlt eine wichtige information: der glauben ist schon bedeutsam.

migrationshintergrund ist auch bedeutsam.

wenn man dann noch das land oder die nationalität erfährt, zu dem migrationshintergrund … gibt es noch mehr erkenntnisse. und der glauben natürlich.

ich weiß, aber wenn ich immer nur den glauben nenne, bei jedem attentat, dann wird der als „generalterroristisch“ allzu schnell diskreditiert.

eine ideale lösung habe ich auch noch noch nicht.

vielleich sollte man auch noch das wort „pseudo“ einbringen: „radikalfanatiker einer bösartigen pseudoglaubensrichtung, die sich fälschlich auf den islamischen glauben und den koran beruft.“

das ist verdammt lang.

ich weiß, ich weiß: aber verdammt kurz ist nicht immer verdammt gut.

es muss über unsere sprache nachgedacht werden. (PRESSE! MEDIEN! POLITIK! DENKT NACH!)

dringend!

klausens-fordert-abschaffung-des-wortes-islamistisch-10-1-2015

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klau|s|ens verarbeitet den x-ten gemeinen anschlag in einer bösartigen welt – www.klausens.com

klau|s|ens, nach gestern, 7.1.2015, paris, gemeines attentat, auf menschen, auf charlie hebdo, zeitschrift, 12 tote, zudem schwerverletzte … nach diesem bösartigen anschlag sagen viele vieles … und vieles ist dann irgendwie gleich.

dem brauchen wir nichts hinzuzufügen.

vielleicht diese gedichtzeilen noch:

FANATISCH-DOGMATISCHE
ALLMACHTS-WEISHEIT

Erst wenn
ALLE ALLE

ALLEgeMACHT
Haben MACHT

ALLEs Leben
Einen Sinn

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, am 7.1.2015, Mittwoch, gegen 22:48 Uhr MEWZ, und am 8.1.2015 gegen 9:10 Uhr MEWZ, Donnerstag, Königswinter.

in jemen war übrigens gestern auch ein schlimmer anschlag.

solange noch ein einziger mensch auf dieser erde lebt, wird es …

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klau|s|ens denkt an die opfer von solingen – www.klausens.com

klau|s|ens, du sollst nicht denken!

aber „gedenken“ klingt so formal. man will ja wirklich etwas mehr ausdrücken, als es das rein routinierte „gedenken“ nahelegt.

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klau|s|ens ist über RTL-nachrichten mit promi-twitter-tweets zu boston empört – www.klausens.com

klau|s|ens, wie tief ist diese welt gesunken?!

erst das schlimme attentat in boston und dann die schlimme berichterstattung auf RTL.

die zeigen und bringen in den hauptnachrichten twitter-tweets von promis als „wichtige“ „nachrichten“, zum thema „boston-attentat“.

das ist unverstehbar und unglaublich.

da ist irgendwo boris becker und haut was in sein smartphone, was er direkt so auch an twitter postet.

und für uns soll es eine nachricht sein!

oder lukas podolski. das ist doch unvorstellbar!

ist es eben nicht. das merkst du ja.

becker schrieb: „A Sad day today in Boston. RIP“ (UND DANN NOCH EINEN LINK-VERWEIS AUF EIN BILD.)

das ist doch lächerlich und peinlich und alles dazu.

überall sitzen promis und schreiben unwichtige 140 twitter-zeichen … oder weniger.

vielleicht sitzen sie gerade vor einem dicken steak und einem schönen salat.

dann schreiben sie „en passant“ irgendetwas zu irgendwas, was auf der welt passiert.

der informationswert ist null.

aber RTL bringt es in den hauptnachrichten. der stets murmelnd-kauende sprecher herr kloeppel trägt es dann vor.

ja, wo sind wir denn?!

wir sind in einer welt, die sich selbst verloren hat. geschehen und kommentar verfließen zu einer einzigen soße. nachricht ist, was A-promis und B-promis mal so eben schnell zu diesem oder jenem ablassen. per twitter! – ich kann es immer noch nicht glauben.

du musst es nicht glauben, du musst es nur wahrnehmen. es ist eine welt der belanglosigkeiten.

3 tote und viele, viele verletzte, verdichtet in einen twitter-tweet ohne jeglichen tieferen informationswert.

man könnte auch direkt sagen: „milliarden menschen haben heute gesagt: ach, das ist aber schlimm!“

das könnte man auch in den hauptnachrichten bringen.

und das jedesmal gleich. jahrzehntelang. bei jedem krieg, bei jedem unglück, bei jedem attentat, bei jedem leid könnte man diese meldung bringen: „milliarden menschen haben heute gesagt: ach, das ist aber schlimm!“

oder den neuen becker-tweet. der ist auch verdammt bedeutsam. becker hat so wichtige und brisante sätze und so großartige informationen in seinen worten!

der ist so bedeutsam, dass ich eben mein krabbencocktail im hotel „excelsior“ etwas nach hinten geschoben habe.

warum?

weil mich die qualität der RTL-nachrichten einfach umhaut.

du hast eben kein mitgefühl für die opfer! das ist es doch! und RTL soll jetzt an deiner herzenskälte schuld sein! das ist es doch.

dann schreib das doch schnell bei twitter: „klau|s|ens ist herzenskalt“. vielleicht bringt es RTL heute in den abendnachrichten.

die welt verliert jegliche relation.

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klau|s|ens und nun diese bombe von damaskus – www.klausens.com

klau|s|ens, gestern schrieben wir noch über syrien und den unvermeidlichen kampf bis zu einem bitteren ende.

heute dann diese eskalation, die man so nicht genau voraussehen konnte. eine bombe ins herz der macht. der verteidigungsminister tot, der stellvertreter, der zudem auch noch der schwager vom höchsten mann ist, auch tot. andere tot. verletzte.

man denkt an den 20. juli 1944, wolfsschanze, wo jene bombe hitler dann aber nicht traf.

hier in syrien war es ja auch nicht assad, der starb, aber es war ganz nah dran an assad, das sterben durch ein attentat. es waren höchste vertreter des regimes, die getroffen und getötet wurden. (außerdem nur 1 km vom präsidentenpalast entfernt, wie immer wieder in den medien betont wird.)

so eskaliert die lage vor sich hin. was wird sich daraus nun in den nächsten stunden in damaskus entwickeln? welche dynamik bekommt der bürgerkrieg, der natürlich auch von außen angetrieben wird?

und in new york diskutieren sie über immer neue resolutionen … bis russland dann endlich mal zustimmt. auch eine seltsame abarbeitung einer politischen-militärischen dramatik. als ob der kern der (er)lösung für das syrische volk eine russische zustimmung zu einem ganz bestimmten text wäre!

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Jenseits der Mohammed-Karikaturen sieht KLAUSENS die Kraft des Bildes und die Gewalt der Welt

klau|s|ens, da war der versuchte anschlag auf den zeichner der mohammed-karikatur.

der zeichner westergaard überlebte nur, indem er sich in sein speziell als schutzraum ausgebautes badezimmer flüchtete. in dänemark. in aarhus.

man wollte ihn ermorden.

ja, mit axt und mit messer. man wollte seinen tod. es war ein mann von 28 jahren, der den 74-jährigen zeichner töten wollte. man bringt den täter mit al-quaida in verbindung.

warum nur? diese tat? diese versuchte tat?

weil er (westergaard) vor jahren eine karikatur gezeichnet hat, in welcher mohammed mit einer bombe als turban oder im turban zu sehen ist.

und deshalb sollte er sterben. wegen einer zeichnung?

man unterschätzt immer, welche kraft welche sachen haben … und haben können.

wie meinst du?

diese ganze karikaturengeschichte hat ja noch ganz andere auswirkungen gehabt. das geht dann weiter und weiter und überzieht die welt, bis in kleinste diskurse, mit großen folgen für die meinungsfreiheit.

zum beispiel?

da gibt es den wissenschaftsbetrieb der USA. und dort wollte eine wissenschaftlerin namens jytte klausen (GENITIV: KLAUSENS !!!) die besagte zeitungsseite abdrucken, praktisch als quelle für eine untersuchung, die sie getätigt hatte. der titel der untersuchung lautet: „the cartoons that shocked the world.“

und?

yale university press kam zu dem schluss, man solle diese zeitungsseite nicht als quelle in das buch drucken.

das heißt: die wirkung bzw. die entstehung bzw. die ganzen verwirrungen um die karikaturen durfte in der wissenschaft noch besprochen werden, aber nicht mehr bildlich dokumentiert werden?

genau! das gremium, welches über die herausgabe von schriften bei der universität zu yale entscheidet, sah wohl die sicherheit des lehrbetriebes gefährdet.

dann haben also die bilder eine verdammt große macht und kraft.

bilder und worte, beides. mal alleine, mal zusammen. und dann gibt es leute, die beides als „gefahr“ oder als „gotteslästerung“ ausrufen … und dann gibt es aber auch leute, die bild und wort bewusst als provokation gebrauchen und missbrauchen.

dann haben wir also beides?

ja, wir haben die übertreiber auf beiden seiten: auf der seite der produzenten … und auf seite der bewertenden. irgendeiner macht schnell etwas falsch. und heutzutage ist die lage explosiver als zuvor. der streit der kulturen wird ja auch in den westlichen ländern drin ausgetragen. denke allein an die niederlande und den mord an filmemacher theo van gogh. danach dann dieser schlimme aufstieg des rechtspopulisten geert wilders. in den einst als so „tolerant“ gerühmten niederlanden ist das gebräu derzeit sehr gefährlich geworden. in deutschland kann es auch so werden, wenn wir nicht aufpassen.

was sagt uns das?

wenn die welt so zerrissen ist, dass täglich dutzende oder hunderte von menschen ihre existenz als „lebende bombe“ für irgendwelche ideale und ziele wegschmeißen, weil sie meinen, dieses leben sei unwichtiger als eine gotteslästerung … dann muss man überlegen, wie es so weit hat kommen können. bei aller verdammung muss man dann auch den gründen der verzweiflung auf die spur kommen wollen.

aber in deutschland ist der gott doch auf dem rückzug.

deutschland ist so „zivilisiert“, dass es vieles einfach nicht mehr glaubt. die „zivilisation“ bedeutet im kern auch: „eigentlich glaube ich an gar nichts mehr. alles sind konstrukte der menschen. menschen betrügen sich gegenseitig mit ihren lehren und ideen und religionen. nichts ist wahr. alles ist ein spiel. bisweilen ein grausames. und es formt unser schicksal. – lasst mich damit in ruhe.“

aber dieses spiel ist in anderen religionen der welt noch überaus aktiv.

ja, es scheint, dass man dort noch ganz anders mit den wahrheiten verknüpft ist: „was da steht, das steht da. und so ist es richtig für alle zeit.“ so scheinen da menschen zu denken.

dann gibt es die auslegenden.

das ist auch richtig. es gibt diejenigen, die mit den wörtern der götter und ihrer boten und ihrer gesandten und ihrer propheten dann noch zusätzlich schindluder betreiben. dasselbe gilt für thesen und theoreme und ansichten aus der politik oder der philosophie … oder was es so alles gibt. da wird jedes wort bewertet und neu umschrieben und in seinen zwingenden folgen so oder so hochgeschraubt. auch das geht hin zu mord und krieg und totschlag und so weiter.

das alles wird dann leicht eine radikale soße.

es kommt ja noch hinzu, dass ich (oder man) da und dort eine wahl gewinnen will, oder meine ziele erreichen will, und dann greife ich auch auf die religion schnell zurück, und auf die denunziation.

was forderst du?

ich fordere mehr „achtsamkeit“, was immer das heißt.

das sprach schon unser bundespräsident in diesen tagen.

es wird dadurch nicht falsch.

und wer legt diese religion nun aus? die religion der achtsamkeit?

ich weiß: du denkst jetzt schon daran, wie dereinst scharen von bewaffneten die „religion der achtsamkeit“ in aller welt durchsetzen werden.

leider, leider: kein wort bleibt ohne folgen. jesus soll ja sogar das „fleischgewordene wort gottes“ sein. man stelle sich das mal vor!

und du?

ich bin nur eine karikatur allen lebens. ich als mensch! ja, ich als mensch bin eine karikatur. dieses geschöpf schon! lächerlich, diese erfindung! mensch !!!

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