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Kunstaktion: KLAUSENS tütet GOOGLE (nicht nur wegen STREETVIEW) ein

klau|s|ens, dein kampf gegen GOOGLE geht weiter?

aber ja. heute habe ich GOOGLE eingetütet.

echt?

ich nahm das logo von GOOGLE, druckte es aus, und tat diesen ausdruck in eine folie, die ich dann einschweißte. so habe ich GOOGLE eingetütet. eine kunstaktion.

aber wieso?

als protest. künstler und künstlerinnen wehren sich nun gegen GOOGLE, unter anderem durch solche kunstwerke. klau|s|ens und zweitklausens sind dabei, also wir beide. wir haben diese proteste begonnen.

du hast ja auch andere vorschläge gemacht.

gewiss: ich hatte auch gesagt, man soll GOOGLE auffordern, die häuser aller GOOGLE-mitarbeiter binnen 7 tagen farblich zu markieren, damit man im realen straßenbild weiß, wo GOOGLE-mitarbeiter wohnen. (anderenfalls müssten wir es wohl machen. dieses markieren.)

du willst GOOGLE mit den eigenen waffen schlagen. — und du hattest die BELAUSCHTEN GEDICHTE erfunden: http://www.klausens.com/belauschte-gedichte.htm

und du siehst ja, dass diese aktionen bereits erfolg hatten.

inwiefern?

GOOGLE hat gestern erklärt, dass die einspruchsfrist bezüglich der platzierung eines hauses in deutschland bei STREETVIEW von 4 auf 8 wochen verlängert wird, bevor die ganze chose ans netz geht.

aha – so klein ist GOOGEL schon!

ich sehe es anders: sie hatten das von vorneherein so geplant.

echt?

sicher: jetzt gelten sie als milde und weich. sie gehen von 4 auf 8 wochen. es ändert aber gar nichts an den tatsachen. es wird STREETVIEW geben, so oder so. und darum ging es GOOGLE. das also wird wahr werden. es sind schon kleine cleverles, die für GOOGLE arbeiten. sie geben sich milde und hatten diesen rückzug immer schon eingeplant, um ihre ziele durchsetzen zu können.

warum lässt du dich nicht von GOOGLE kaufen?

stimmt: das werden sie sich auch schon überlegt haben. dann geht sogar der widerstand als konzept in die GOOGLE-philosophie mit ein. sie haben dann immer YING und YANG als eine einheit.

sie können dann auch den widerstand gegen die eigenen projekte steuern, wodurch die eigenen projekte noch glaubwürdiger werden.

stimmt: es wäre ja verwunderlich, wenn nicht da und hier ein künstler seine proteste zeigen würde.

vielleicht haben sie dich schon längst gekauft, klau|s|ens?!

oder dich, zweitklausens. wen denn nun? oder uns beide?

am ende siegt GOOGLE immer, so oder so.

aber unsere eintütungsaktion … die war so nicht von GOOGLE geplant. das ist bestimmt ein ganz schwerer schlag für die.

psst, die durchsuchen gerade unseren computer … durch und durch, online, aus der ferne. sie wollen wissen, was der künstler noch so alles auf seiner festplatte hat.

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Mit den „Belauschten Gedichten“ bietet KLAUSENS GOOGLE STREETVIEW Paroli

klau|s|ens, google dominiert die welt.

das wissen wir doch! kalter kaffee!

aber sie tun es wirklich. sie können alle informationen zusammenfügen. das ist doch kern: viele kleine dinge wie STREETVIEW, aber im ganzen dann ein großes bild von dir, von uns … und von der ganzen welt.

ich weiß: sie haben da die MAP und dort das STREETVIEW und da GOOGLE EARTH; hier die MAIL, dann noch den BLOG … und meine bilder bei PICASA usw. usf. – und sie können alle diese informationen zusammensetzen. ganz abgesehen von meinen suchbegriffen. nicht eine information macht es, sondern die kombi.

aber so machen wir es doch auch!

eben: wir wissen, wie GOOGLE tickt, weil wir diese strukturen begreifen und ergreifen. jeder / jede ist ein kleiner / eine kleine sherlock homes. man muss mur puzzeln und kombinieren.

aber du willst nicht mehr?! du verweigerst dich nun! endlich!

ja, genau! ich lasse mich nicht mehr einmachen. ich protestiere laut gegen GOOGLE. ich hatte ja schon gestern vorgeschlagen, dass wir nun den mitarbeitern von GOOGLE selber fristen setzen, z.b. 7 tage, in welchen sie ihr haus markieren können, damit wir wissen, wo GOOGLE-mitarbeiter und -mitarbeiterinnen wohnen.

eine tolle idee.

und ich gehe noch weiter: ich setze mein eigenes projekt in die welt.

welches ist das?

das sind die „belauschten gedichte“: http://www.klausens.com/belauschte-gedichte.htm

was soll das sein?

überall wo ich bin, kann ich aufschnappen, was menschen sagen. dialoge. kurze dialoge.

und?

diese werde ich ich nun als reale texte des wahren lebens ins netz stellen. diese kurzen knappen texte beleuchten die welt neu als BELAUSCHTE GEDICHTE.

das hat GOOGLE noch nicht.

ich glaube nicht. wir rufen also die ganze welt zur spionage auf … und nennen es aber kunst.

jeder belauscht jeden, jeder beobachtet jeden.

alles und jedes wird nun ins netz gestellt: der klogang am 7.8. oder die fahrt zum meer am 9.8., das gespräch mit tante berta am 12.8. und der beischlaf mit hanni und nanni am 14.8. — nichts soll dem netz verborgen bleiben.

dann sind deine BELAUSCHTEN GEDICHTE erst der anfang?

die revolution geht immer weiter und weiter. aber wir werden uns einen teil von diesem markt holen. wir werden GOOGLE endlich paroli bieten.

und der anfang sind deine belauschten gedichte.

und kunstwerke wie „streetview“(siehe unten), entstanden heute. mit allem werden wir GOOGLE in die knie zwingen, bis niemand mehr weiß, wer was gedacht oder nicht gedacht hat. bis alles öffentlich und wahr ist, oder auch halböffentlich und unwahr. ein großes projekt. wir zerschlagen die menschheit, indem wir sie, die GOOGLER und die menschheit, mit den eigenen waffen schlagen.

toll. ich schreib jetzt mal, dass du eben einen gelben becher voller kaffee getrunken hast, handaufguss.

danke für deine radikale ehrlichkeit. GOOGLE wird das zu schätzen wissen. und die nachwelt erst recht.

und soben hast du noch laut gepupst.

das stimmt gar nicht. das war in der wohnung über uns. so geht der ganze mist doch los. wenn du schon was preisgibst, dann muss es doch halbwegs stimmen.

wieso denn? — na gut: du bist ein weltgroßer dichter und autor, zudem ein wahnsinniger künstler, gerühmt, berühmt, und immer wieder für den nobelpreis nominiert.

na also: das hört sich doch schon viel besser an. man sollte es GOOGLE mal in einem extra schreiben so klar und deutlich mitteilen. man sollte GOOGLE eine frist setzen, diese dinge dann auch schnellbaldigst weltweit und nachdrücklich über uns beide (klau|s|ens und zweitklausens) zu veröffentlichen. was hältst du von drei tagen?

du bist immer so anständig. viel zu anständig!

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Die Unkenntlichmachung als Antrag bei Google Streetview schaut sich KLAUSENS an

klau|s|ens, du hast dir das geklicke angeguckt?

vier wochen zeit: klick, klick, klick, klick, klick, füll-aus, füll-aus, füll-aus.

und?

ich kam nur bis schritt drei, dann hätte ich etwas konkret eingeben müssen.

warum hast du das nicht?

weil ich nicht zu den 20 städten gehöre, um die es derzeit geht. außerdem schicken die noch einen brief mit einem code, wenn man alles eingegeben hat. der brief muss ja auch ankommen. alles sei erfasst. alles! alles sei „stimmig“!

aha – und sonst?

hätte ich es ausfüllen sollen? es dauert lange – und ich mache mich ja als „stänkerer“ bekannt.

wer ausfüllt, ist ein stänkerer?

oh ja! und google kann nun eine weitere datenbank beginnen: stänkerer. mit allen, die sich eintragen, für die unkenntlichmachung.

google hat viele daten.

eben: sie machen dies und jenes, machen einfach – und wir dürfen uns dann unter druck anmelden, damit wir von diesen orwell-spielchen ausgenommen werden. entweder wir sind dumm … oder wir sind erfasst. das ist die absurde google-logik.

was wäre deine idee?

man könnte ankündigen, dass man ab morgen alle häuser von google-mitarbeitern farblich markieren wird.

aha.

aber die mitarbeiter können der aktionen entgehen, indem sie dann selber ihre häuser farblich markieren. dafür haben sie dann 7 tage zeit. – wir sind ja fair!

das ist wirklich fair.

eben: und ob ich rote farbe an die haustüre der google-mitarbeiter pinsele … oder ob es die mitarbeiter/-innen selbst tun:  das ist doch dann wieder eine andere sache.

deine ideen sind groß und genial.

ich könnte mich als „google-welt-künstler klau|s|ens alias zweitklausens“ neu positionieren … und mich selber unkenntlich machen.

und wenn du endlich einmal in einer der besagten städte bist, dann können wir auch noch dein haus farblich markieren: „da wohnt der fiese künstler-kerl!“

die welt ist schön.

wo ist denn der zugang zu diesem google-scherz-einspruchs-murks-getue-hohn?

http://www.google.de/streetview … und dann wird sofort auf eine maps-seite weitergeleitet. unten (!) ist dann der button für „Unkenntlichmachung beantragen“. 3 schritte machte ich. 3 von noch wie vielen? wie soll unser leben eigentlich werden?

1)

2)

3)

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Die umstrittenen neuen Internetadressen der DENIC wie www.1.de und KLAUSENS

klau|s|ens, heute vergeben sie die neuen adressen. zweistellig oder einstellig. von der DENIC aus. ab und um 9.00 uhr konnte man sich bewerben.

ich weiß, ich weiß: ein einziger scherz.

wieso denn? ist es nicht schön, wenn VW endlich www.vw.de bekommt?! bislang gab es doch adressen mit einer oder zwei stellen gar nicht. (huch!!! die ist schon in betrieb. da stelle ich gerade um 10.16 uhr fest. huch!!! was ist das denn? wie funktioniert die welt? wielange dauern anträge und deren beweilligung? wer zaubert wo? welches geld fließt wie?)

aber wie viele adressen werden nun frei?

ich weiß es nicht!

überlege doch mal: allein für die zahlen: 1- 99. also 99 neue adressen. nur 99. bei den buchstaben ist kaum anders von a über aa bis zu z oder zz.

na und – die sollen doch auch vergeben werden. ist doch besser, als das es sie nicht gibt.

ja, ja, aber wie viele interessenten gibt es auf der welt oder in deutschland?

ich denke tausende, wenn nicht gar zehntausende, vielleicht gar millionen.

na also, na also – und weißt du, wie das vergabeverfahren läuft?

nein, wie denn?

„FIRST COM – FIRST SERVED“.

und was heißt das?

wer zuerst kommt, frisst zu erst.

du meinst: bei der beantragung?

ja, sie wollen das dann bis auf die millisekunde genau ergründen. sie sagen: „Ein elektronischer Zeitstempel, der im Millisekundenbereich arbeitet, gilt als Nachweis über die Reihenfolge der Eingänge.“

das ist doch ein scherz!

originalton der DENIC von ihrer homepage: „Da es sich um eine beschränkte Anzahl potenzieller neuer Domains handelt, und weil sich „First come – first served‘ als Verfahren bei der Domainregistrierung bewährt hat, entschieden wir uns bewusst wieder dafür“, begründet Sabine Dolderer die Vorgehensweise bei der Einführung. Im Interesse der Internet Community sollen die Registrierungsaufträge schnell, sicher und vor allem unter Wahrung größtmöglicher Chancengleichheit und Transparenz umgesetzt werden. Die Einführungsphase der neuen Domains beginnt am 23. Oktober 2009 9:00 (MESZ). Der Übergang in den normalen Regelbetrieb erfolgt voraussichtlich ab 26. Oktober 2009.

Das Registrierungsverfahren wurde in einer mehrtägigen Testphase unter realistischen Bedingungen getestet. Damit das Verfahren so sicher wie möglich umgesetzt werden kann, müssen alle DENIC-Mitglieder die von der DENIC eG definierten Vorgaben genau einhalten. So wird es für die Einführungsphase ein separates System geben. Die eingehenden Aufträge werden über eine E-Mail-Registrierungs-Schnittstelle verarbeitet. Ein elektronischer Zeitstempel, der im Millisekundenbereich arbeitet, gilt als Nachweis über die Reihenfolge der Eingänge. Derjenige Auftrag, der für eine Domain als erster eingeht, erhält den Zuschlag. Dabei kann die Anzahl der bereits erfolgreich registrierten Domains in Form eines Online-Monitorings auf http://www.denic.de beobachtet werden. Während der Einführungsphase können über das reguläre, produktive Registrierungssystem keine Domains unter Berücksichtigung der neuen Richtlinien registriert werden.

Für Domains unter der TLD .de gelten ab dem 23. Oktober 2009 folgende Regeln:

* Auch ein- und zweistellige sowie reine Zifferndomains können jetzt registriert werden.
* Domains, die einem Kfz-Kennzeichen oder einer TLD entsprechen, sind frei gegeben.
* Erlaubte Zeichen für Domains sind die Ziffern 0 bis 9, der Bindestrich, die lateinischen Buchstaben a bis z und die weiteren Buchstaben aus der aktuell gültigen Anlage zu den Domainrichtlinien.
* Eine Domain darf mit einem Bindestrich weder beginnen, noch enden. Auch Bindestriche an dritter und vierter Stelle der Domain sind nicht zulässig.
* Die Mindestlänge einer Domain liegt bei einem Zeichen.
* Die Maximallänge einer Domain beträgt 63 Zeichen (bezogen auf den Domain-ACE) – jeweils exklusive .de.

das ist es ja: da sitzen überall programmierer und überlegen, wie sie heute um neun uhr als erste an den server der DENIC rankommen, mit ihrem antrag, und wie zugleich andere daran hindern.

dann bekommen also die klügsten programmierer diese domains. oder die geldmächtigsten.

davon kannst du ausgehen. die ganze welt ist ein irrenhaus. und deutschland gehört gerne dazu. lächerlich, welche ungerechtigkeiten dann noch als „gerecht“ oder „demokratisch“ oder „nachvollziehbar“ oder so ausgegeben werden.

ich schreibe jetzt mal was. eine kunstaktion !!!

was denn?

ich schreibe jetzt mal:

www.1.de

www.1.de

www.1.de

www.1.de

www.1.de

www.1.de

www.1.de

www.1.de

www.1.de

www.1.de

aber diese domain gibt es doch noch gar nicht. du kannst sie heute beantragen, d.g. du konntest.

ich weiß, ich weiß: da sitzt um 10.18 uhr noch die TELEKOM drauf, als umleitung. aber VW war ja schon belegt mit VW, wie wir eben feststellten. – also: wir werden dann eines tages, wenn wir in unserem blog(g) auf diesen LINK klicken, wissen, wer sich in dem schäbigen „demokratischen“ rennen, um diese neuen domains durchgesetzt hat.

du bist aber klug!

aber für eine neue domain reicht es trotzdem nicht.

wieso denn eigentlich?

mit fehlt der apparat – und ohne apparat bist du nichts. da kannst du keine millisekunde besser sein als die internet-domain-konkurrenten. es ist alles ein mieses spiel. ein mieses DENIC-spiel.

hättest du verlosung besser gefunden?

vergabe, von einer kommission, die von unbestechlichen richtern besetzt ist. in diese richtung etwas – aber nicht diese millisekunden in ihrer scheindemokratie. lächerlich!

dann nimm doch deinen fotoapparat und knips dir eine schöne, moderne, künstlerische EINS. anstatt der domain www.1.de – vielleicht hilft das.  – oder auch zwei.

klausens-kunstfoto-die-eins-23-10-2009 003 [800x600]

klausens-kunstfoto-die-eins-23-10-2009 003 [800x600]

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Am Tag des Insolvenzantrages besucht KLAUSENS KARSTADT

hallo, klau|s|ens, du warst gestern noch da?

ja, ich war noch bei KARSTADT in bonn, um meine solidarität mit den mitarbeitern und mitarbeiterinnen zu zeigen.

es ist die größte nachkriegsinsolvenz der BRD.

ich weiß, ich weiß: das leben geht ja immer weiter.

die frage ist nur: wie?

sicher, das vergessen alle die, die immer von der „chance der insolvenz“ reden.

was denn?

nach einem jahr kommt HARTZ IV.

was meinst du damit?

die leute, die arbeitslos werden, werden nicht einfach arbeitslos. nach einem jahr werden sie aus ihrem leben gestoßen. wenn sie pech haben, müssen sogar aus ihrer wohnung heraus. sollten sie sich eine immobilie auf pump gekauft haben, können sie diese vielleicht nicht mehr abbezahlen.

ist HARTZ IV schlimm?

sehr schlimm! da stürzen leute, die 20 oder 30 jahre brav gearbeitet haben, binnen ein/zwei jahren in die armut. dieses HARTZ IV hat ja führend die SPD über uns geschüttet … und weiß jetzt nicht, wieso ihr keiner mehr traut. müntefering gehört ja auch zu den HARTZ-IV-lern.

und die CDU?

die sowieso – aber das ist ein extra thema. frau merkel findet, dass insolvenzen chancen sind, aber sie vergisst eben die schicksale der arbeitslosen.

du weißt, dass die statistik gefälscht ist?

ja, ja, sie rechnen alle leute raus, die in frührente sind, oder in „maßnahmen“.

und was ist eine maßnahme?

wenn du zweimal im monat zu einem privaten arbeitsvermittler gehst, dann ist das eine „private maßnahme“, und das amt rechnet dich aus der statistik.

das ist ja skandalös!

sicher, sicher, aber du siehst ja, wie es läuft. man hört kaum davon. MONITOR oder REPORT oder so ein magazin hat sich in seiner letzten sendung mit diesem skandal beschäftigt. ansonsten …

dann ist die welt falsch und voller betrug?

das war sie immer schon! – das problem ist nur: man darf nicht zu den verlieren gehören, die den betrug erleiden, sondern man muss zu den gewinnern gehören, die betrügen.

das ist aber böse gesagt.

es ist leider immer noch wahr. der betrug darf allerdings nicht „ungesetzlich“ sein, dass man dafür ins gefängnis kommt. ansonsten aber, der „legale betrug“, das ist in unserer herrschenden moral eine feine sache.

deshalb gibt es auch diese CALL-IN-SENDUNGEN, wo man angeblich geld gewinnen kann.

das ist auch eine dieser sauereien. aber wir kommen vom thema ab.

was ist denn das thema?

die beschäftigten bei KARSTADT, QUELLE … ARCANDOR, und welche firmen noch von diesem gigantischen middelhoff-konstrukt nun in die insolvenz rauschen.

was war eigentlich gestern?

alles ruhig. einer stand im eingang und verteilte ein flugblatt, was ich hier als dokument abdrucke. ich bekam es gestern gegen 17.14 uhr bei KARSTADT bonn.

und dein gedicht?

ich schrieb gestern LIVE vor ort sehr schnell das folgende (es sind doch unsere gedichte, zweitklausens!):

BONN OHNE KARSTADT

Bei KARSTADT
Ist alles ruhig

Normal gehen
Die Geschäfte

Und ihre Gänger
Ein und aus

Sieht so die
Zukunft aus?

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als KlauHERTIEsHERTIEens oder KlauWOOLWORTHsWOOLWORTHens oder KlauKARSTADTsKARSTADTens, am 9.6.2009 geschrieben, am Tag des Insolvenzantrages, vor der Filiale von KARSTADT Bonn, Poststraße, 53111 Bonn.

toll, wie du dich für die beschäftigten der welt einsetzt.

künstler müssen das tun. dichter auch. und autoren wohl auch.

alles ist politik, auch das scheinbar unverfänglichste wort.

dafür sind wir da. anscheinend tun wir wenig, dabei sind wir ein tropfen der flutwelle. ach ja: du vergisst, dass ich auch ein FLAGGENFLATTERVIDEO http://www.myvideo.de/watch/6544540/Klau…
machte, gestern, bei KARSTADT.

hey, auch das noch. und dann ist da auch noch deine homepage, wo die kunstaktion http://www.klausens.com/kunstaktion-klau… „KLAU|S|ENS RETTET KARSTADT“ dokumentiert ist.

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