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klau|s|ens entdeckt, wie sehr die meisten APPs spionieren – www.klausens.com

klau|s|ens, nun also die APPs!

man muss sich mit allem befassen, die moderne technik der vernetzung von jedem gerät wird uns jedenfalls noch umbringen.

sie wissen alles.

genau das! im smartphone wird einem das dann noch deutlicher als im internet: es ist schlicht ein einziger wahnsinn.

alles wird mit allem abgeglichen, und noch synchronisert, und dann weiß man noch besser, wie A zu B und zu C zusammengehört.

das schöne ist, dass diese APPs (ich nehme jetzt erst mal kostenlose) auf alles und jedes zugriff haben wollen.

schön, fangen wir heute mal klein an.

ja, rechts siehst du den moderaten SPIEGEL ONLINE, also dessen APP.

und links sehe ich die kaum moderate FAZ NET.

genau das: wieso braucht die FAZ NET zugriff auf die „geräte-ID“, zudem auf „anrufinformationen“ und „WLAN-verbindungsinformationen“? wieso?

was für eine zeitung wird und muss das sein?

genau das frage ich mich auch. – mir ist auch nicht klar, warum SPIEGEL ONLINE zugriff auf „Fotos, Medien, Dateien“ braucht … aber diese APP will ja immerhin nur auf einen bereich den zugriff (und der zugriff auf „bloß“ einen bereich scheint überhaupt das minimum und damit das BESTE, was ich bislang in und unter den apps finden konnte.)

also: die FAZ NET erscheint mir dann sofort als sehr dubios, mit diesem breiteren wunschzugriff auf mein smartphone. sehr dubios.

ja, aber warte ab, was FACEBOOK als APP von dir und deinem samrtphone- oder tablet-gerät haben will.

noch mehr?

noch viel, viel mehr. aber das bringen wir dann später.

diese welt ist so durchtrieben, man muss immer so sehr aufpassen, man darf eigentlich nichts benutzen.

eben: in der vernetzten welt darfst du nichts mehr „anwenden“, weil alle dich ausspionieren wollen (mehr oder weniger) und weil alles so viele tücken hat, dass du es gar nicht alles durchschaust.

je mehr du tust, desto schlimmer wirst du erfasst, beobachtet, analysiert und dann instrumentalisiert.

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Um die neue e-Paper-Zeitung-als-App des Bonner General-Anzeigers weiß KLAUSENS

klau|s|ens, der bonner general-anzeiger als app.

alle haben eine „app“, eine application.

alle?

nein, aber bald alle … alle zeitungen, zeitschriften, und … ach, was weiß ich?!

warum, warum?

du liest nicht mehr auf dem papier, oder nicht nur, du liest eben auch auf deinem smartphone oder tablet-pc oder blackberry oder wie diese geräte heute alle heißen. bei apple haben sie immer das „i“ im namen davor.

aber warum?

es ist billiger: für dich und für die zeitung.

sie müssen kein papier mehr bedrucken.

richtig. sie müssen auch nicht mehr so viel mit dem papier herumfahren. das ist der vertrieb. alles ändert sich.

elektronisch kostet die zeitung aber auch geld!

gewiss, aber man spart dann doch, auch wenn man an anderer stelle geld für die computertechnik braucht, und die arbeitskräfte zum erstellen der e-paper-ausgabe. – außerdem: die leser hauen ja ab, vom papier. die zeitung hechelt also den neuen geräten der leser hinterher.

nun also auch der bonner general-anzeiger!

man sollte es kaum glauben! aber es ist so. seit dem 12.5.2012, dem samstag vor der wahl – da hatten sie es dick in der papierausgabe mit einem extra-halb-groß-papier-zusatz-umschlag um das titelblatt der ausgabe. „Abonnenten des GA können diesen Service kostenlos nutzen. Nicht-Abonnenten zahlen für ihr Digital-Abo 22,00 Euro im Monat. Möglich ist auch der Einzelbezug über den App-Store,“ schreiben sie.

ODER:

– Einfaches Blättern mit Wischen, Vergrößern und Verkleinern mit Fingertipp

– Schnellnavigation über Vorschauseiten

– Alle Ausgaben werden auf das iPad geladen und stehen offline voll zur Verfügung

– Beim Download Wahl zwischen Vollversion mit hochauflösenden Bildern oder Lightversion

damit verändert sich alles.

ich las, dass es in den USA zeitungen gibt, die mehr elektronische leser haben … als papierleser.

was denkst du?

ich denke, dass beides sinn macht. du kannst überall, wo du dich langweilst, deine zeitung lesen, und sie ist dann immer recht aktuell, wenn du so ein elektro-lese-dingens hast … aber internet braucht man ja auch.

ist das denn lesen?

nein, eigentlich sollten die apps ganz anders sein. sie müssten ganz neu entwickelt werden, mit neuen möglichkeiten, die die e-technik bietet.

was aber machen die meisten zeitungen?!

sie hauen den text in den computer, stellen zwei video-öd-filme und drei bunte fotos hinzu und meinen, dass das schon eine echte „app“ sei.

dabei ist es eigentlich nur die leicht aufgehübschte zeitung auf einem elektrogerät.

so sieht es derzeit aus. aber die dinge werden und können sich noch ganz anders bewegen. eine revolution dauert nicht einen tag, auch nicht einen monat, manchmal kann sie sich auch über jahre und jahrzehnte hinziehen.

die „digitale revolution“.

so nennt man sie bisweilen.

und der general-anzeiger zu bonn?

der erscheint jetzt digital schon um 5:00 uhr früh, also lange bevor die abonnenten ihre papierausgabe vor der haustür oder im briefkasten finden.

und wenn icjh beides habe?

damit wirbt der general-anzeiger: aktuell bekommst du die app kostenlos zum papierabo hinzu. so sollen die leserinnen in die neue zeit hinüberwachsen. und so soll verhindert werden, dass sich die menschen von der papierausgabe abwenden.

sie bekommen also die „app“ quasi kostenlos, wenn sie ein abo haben?

so sieht es derzeit aus. derzeit.

dann kann ich also alles lesen, überall, und in der jeder beliebiger form des haptischen.

die idee des workflow sieht eben auch den „content“ vor, und jeder content kann ja auch tausendfach an den leser kommen … vielleicht wird einem in zukunft so ein lesegerät einoperiert, noch im säuglingsalter. in jeder klobrille könnte sich auch die tageszeitung eingebeamt lesen lassen. hauptsache, du hast content. (oft ist content ja nur wortmüll!)

die welt ist wahnsinn!

meinst du? ist es nicht besser zu sagen: die welt ist wahnsinnig?! wird nicht ein unglaublicher leidensinformationsdruck auf uns alle ausgeübt?!

tolles wort: „leidensinformationsdruck“, von klau|s|ens und zweitklausens am 15.5.2012 erschaffen, angesichts der app des bonner-general-anzeigers, die im mai 2012 in die welt kam.

„app-laus“, jetzt verstehe ich auch dieses wort: applaus.

 

 

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Die hohe Zahl der Apps und ihrer Downloads vergaß KLAUSENS

klau|sens, du hast etwas vergessen.

ja, was denn?

die zahl!

welche zahl?

die hohe zahl der apps, die man sich auf das smartphone, den iPad, das iPhone und alle diese dinger laden kann. und dann, damit verknüpft, die noch höhere zahl der downloads.

„Im vergangenen Jahr luden Smartphone-Nutzer nach Schätzung des Marktforschungsunternehmens Gartner weltweit 8,2 Milliarden Apps herunter. Apples App Store stellte laut den Marktforschern knapp 90 Prozent dieser Downloads. Der iOS-App-Store zählte nach Apples Angabe jüngst den zehnmilliardsten Download – gut 7 Milliarden Apps installierten Nutzer allein innerhalb der letzten zwölf Monate auf ihren iOS-Geräten.“ (QUELLE: heise online 27.1.2011)

zehn milliarden downloads von APPs bei APPLE? 7 milliarden allein im letzte jahr?

ich habe dir doch gesagt, dass es eine gigantische entwicklung ist.

und unsere zeichnung.

die heißt „app und apps“ und ist vom 31.1.2011. wieso?

sie wirkt so seltsam schlicht und entspricht ganz und gar nicht dem, was sich da in der welt gerade abspielt.

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Die Inflation von APP und APPs sieht KLAUSENS

klau|s|ens, bei all deinem „getwitter“ und „gefacebooke“ der letzten zwei einträge und bei all den „buttons“ und „social bookmarks“ hast du die APPs vergessen?

nein, habe ich nicht.

hast du doch!

ich habe schon vor monaten aufgefordert, APP zum unwort des jahres zu machen. hast du das vergessen? „klau|s|ens schlägt APPS und APP als unwort des jahres vor – http://www.klausens.com klau|s|ens, du hast jetzt schon ein „unwort des jahres“ vorgeschlagen.ja.aber das jahr hat erst begonnen?aber APPS breiten sich schneller aus als jede grippe. APPS vermehren sich rasanter als viren. APPS erobern die welt. was schriebst du?ich schrieb: Hiermit möchte ich schon jetzt ein Wort vorschlagen, welches vielleicht auch schon 2009 vorzuschlagen gewesen wäre. (Oder auch …
8.01.2010 Zum Eintrag“

offenbar ja. APP ist es auch nicht geworden. das unwort 2010.

ich weiß, ich weiß: aber diese dinger vermehren sich unendlich. nicht nur in ihrer zahl, sondern auch in der wahrnehmung im öffentlichen leben in deutschland.

wer keine APPs hat, existiert nicht.

APPs laufen aber von der uridee auf apple-dingern wie iPhone oder iPad. … jetzt kommt ja google auch mit APPs für ihr eigenes system. (android-plattform! du verstehst!)

oh ja, ich verstehe – allerdings nur grob. android? alles hat jedenfalls mit mobilen endgeräten zu tun.

eben. und nur wer eines hat, braucht APPs. für APPs braucht man programmiersprachen, um diese zu schreiben. bei apple andere als bei google.

wer keine APPs braucht, nimmt aber nicht mehr am öffentlichen leben teil.

den eindruck muss man haben, nach alledem was über APP und APPs geschrieben und geworben wird.

und dabei steht APP nur für APPLICATION.

eben: anwendung. man kann sie anwenden, man weiß aber nicht, wozu.

das haben die leute früher vom kühlschrank oder vom auto auch gesagt. wenn sie aber erst einmal da sind, dann …

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