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Von der PLAN09 und Albert Speer berichtet KLAUSENS

also, klau|s|ens, PLAN09 oder PLAN 09?

was das ist? architektur und so.

wie genau?

eine vielzahl von veranstaltungen und ausstellungen, einmal im jahr, gestreckt über ein paar tage … und das in köln.

noch genauer?

du kannst einen ganz schön nerven. lies doch etwas von dem architekturüblich „geschwollenen“ originalton der macher/-innen der „plan09“:

Zum 11. Mal lädt das Architekturfestival plan zu einem Ausstellungs- und Veranstaltungsparcours quer durch Köln ein: Insgesamt 42 Projekte und 117 einzelne Termine bietet das diesjährige Programm an vielen unterschiedlichen Schauplätzen der Stadt.Das zentrale Thema ist, in Fortsetzung von plan07 und plan08, zum dritten und vorerst letzten Mal Urbanismus. Die plan-Triologie begleitet den Beginn des wahrhaft „urbanen“ Jahrhunderts: Seit 2007 leben erstmals in der Geschichte mehr Menschen in den Städten als auf dem Land. Wir stellen also aus gutem Grund erneut die Frage nach den aktuellen wie den zukünftigen Verhältnissen in den Städten, hier und weltweit. Dabei ist eine neue Form des „Stadtmachens“ zu beobachten. Mehr und mehr findet urbanistisches Handeln in undeterminierten Prozessen und in Selbstorganisation statt. Stadtplanung „von unten“, Initiativen wie „City from Below“ und andere offene Netzwerke sind heute treibende Kräfte. Und es zeichnen sich international deutliche Schwerpunkte ab: die globalen ökologischen Herausforderungen, die Integration von Natur in urbane Strukturen, der Ausgleich unterschiedlicher Interessen im Gemeinwesen Stadt sowie die Entwicklung zeitgemäßer Strategien und Methoden für das Weiterplanen und -entwickeln urbaner Räume.

und du?


ich war bei einer veranstaltung zum campus der universität köln, und zwar bei den humanwissenschaften: gronewaldstr., nähe dürerstraße.

und?

die haben da bauten aus den 50er jahren, von dem bekannten hans schumacher, die stehen auch unter denkmalschutz … aber die haben keinen echten campus.

wieso?

man hat damals fein gebaut, und es sollte eine PH sein, eine pädagogische hochschule, mit eigenem campus, aber dann hat man diese aufgelöst, alles wurde teil der großen universität köln, und dann sind die pläne nicht mehr so ausgeführt worden, wie sie gedacht waren.

sondern?

nur teile davon: wir haben da gebäude, aber wir haben nicht den zentralen bezug aufeinander.

und darüber wird diskutiert?

ich bitte dich: die uni köln ist riesig, da muss man doch wissen, wo man platz braucht, und wo man baut, wo man auflöst, wo man verändert: alles das.

also ein masterplan?

du kennst das wort?

du nicht?

oh doch. jetzt kommt ja speer ins bild. der hat nämlich für die stadt köln einen masterplan gemacht. und deshalb war er bei der diskussion dann auch dabei.

speer ist also ein großer stadtplaner?

er darf ja u.a. in china ganze gebiete und städte neu machen. er ist ein wichtiger mann. und sein büro natürlich. das sind viele, viele menschen.

und das alles wurde nun diskutiert?

wie man das so macht: man holt ein paar leute zusammen, diskutiert und geht wieder auseinander.

was bleibt?

meinungen oder auch „impulse“. man hofft dann, dass sich in den köpfen der leute etwas verändert.

ist es geschehen?

also: in diesem gebäude, da haben sie mal das ganze foyer leergeräumt. für ein paar wochen, damit man wieder „sehen“ kann. damit die architektur von schumacher überhaupt erkennbar ist.

das gefiel dir?

ja, aber es ist nur eine vorübergehende maßnahme. dann kommen wieder die automaten zurück und die schließfächer, weil ja das studium jetzt wieder beginnt. wintersemester.

und was soll es alles?

es soll dein bewusstsein für deine umwelt schärfen. auch die gebaute umwelt. auch die einer universität. diese wiederum prägt dich und dein denken. das sind wechselbeziehungen.

haben denn die leute auf dem podium frei gedacht?

ich würde sagen, sie haben es versucht. aber die grenzen im kopf sind beachtlich.

was meinst du damit?

wenn man wirklich „frei“ denkt, dann muss man erst mal alles in frage stellen. und dann neu denken. und dann erst intellektuell alles durchkauen. und dann erst kann man an visionen für eine universität der nächsten 30 oder 50 oder 100 jahre denken.

dafür bist du doch da.

ja, die schriftsteller und künstler sind für so etwas immer gut. ich nenne dir nur ein beispiel: wir saßen in einem hörsaal, der modernisiert war: aber es war der klassische hörsaal mit klappstühlen, der fokussierung nach vorne und der aufsteigenden treppe und alles das. (und: man kann nicht vorzeitig weg, wenn man in der mitte sitzt, weil man sonst alle und alles stört.)

was stört dich daran?

wer wirklich „neu“ denkt, der muss auch die art der ausbildung in frage stellen. der hörsaal ist der kern davon, der kern unserer „ausbildungskultur“.

ja, und?

den hörsaal stellt niemand in frage, dieses dumpfe sitzen, nach vorne starren, auf sein blatt kritzeln und irgendwelchen eminenzen zuhören.

das hat dich gestört?

sicher, denn da finge die freiheit des visionären denkens doch an. man kann nicht über den campus von morgen nachdenken, aber die art der bildungsvermittlung als auf ewig gegeben ansehen. hörsäle !!! pah !!!

wie kommst du darauf?

der herr heide aus frankfurt, der den neuen uni-campus rund ums alte IG-farben-haus entwickelt, der war z.b. besonders stolz auf sein hörsaalgebäude, weil da viel licht reinkommt. aber es ist eben doch ein „klassisches hörsaalgebäude“, und es wurde nagelneu gebaut. wie kann man da von einem „neuen denken“ sprechen?

so sind die menschen: neu und doch alt. was hast du gekritzelt?

gedichte und eine zeichnung.

schön. auch das zeigt beständigkeit an. immer weiter in den eingetretenen pfaden dahinirren. ganz der schreiber und künstler.

danke. aber welche alternativen gäbe es denn?

GELDQUADERSEELUNG

Gebäude haben
Unterschiedliche
Charaktere

Sie können gut
Sein oder böse
Oder auch schlicht

Zu teuer

©  Klau|s|ensĦķΩ7 Klau’s’ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens

Copyright Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klausens oder Klau?s?ens oder Klau!s!ens, LIVE geschrieben am Mittwoch, 30.9.2009, gegen 20.20 Uhr, Albert Speer spricht, Diskussion „Universitätsbauten als Spiegel universitären Selbstverständnisses. Wie entwickelt sich der Kölner Universitätscampus?“ (Im Rahmen der plan09) … mit Jörg Jung, freier Journalist, Moderation, Gäste: Dr. Reto Naef, Firma Novartis, Basel, Prof. Dr. Wolf Dietrich Bukow, Soziologe, Ferdinand Heide, Frankfurt (Architekt, Masterplan CampusWestend Uni Frankfurt), Prof. Dr. Thomas Kaul, Dekan der Humanwissenschaftlichen Fakultät (Pädagogik und Didaktik hörgeschädigter Menschen), Dr. Ulrich Soénius, Geschäftsführer IHK Köln, und Prof. Albert Speer, Architekt und Stadtplaner, Frankfurt, Masterplan für Köln, Holger Schmieschek, Abteilungsleiter, Abteilung 51, Bauangelegenheiten, Universität Köln, Begrüßung: Professorin Dr. Heidi Helmhold, Professur für ästhetische Theorie und Praxis der Textilwissenschaft

Ort: Uni Köln, Hörsaal der Humanwissenschaftlichen Fakultät, Gronewaldstr. 2, Köln-Lindenthal. Der 50-Jahre-Bau steht unter Denkmalschutz und wurde von dem Architekten Hans Schumacher (*1891 +1982) geplant. (Siehe dazu auch: „Zurück auf Los“, Räumliche Versuchsanordnung im Foyer der Humanwissenschaftlichen Fakultät, Universität zu Köln, 6.7.-5-10.2009)

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Bei Bonner BDA-Veranstaltung und der Kunst ist KLAUSENS – www.klausens.com

klau|s|ens, ist der BDA nicht der Bund Deutscher Architekten?

richtig!

und der macht veranstaltungen?

aber ja doch – unlängst im bonner universitätsclub in der konviktstraße. (am 15.4.2009)

und was war da?

da war der herr stefan schmitz, städteplaner, architekt, und seines zeichens vorsitzender des kölner BDA zu gast beim bonner BDA (vorsitzender ist joachim klose, er moderierte auch), um seinen siegerentwurf vorzustellen.

wo hat er denn gesiegt?

sein städtebaulicher entwurf für den bereich bahnhof, bahnhofsvorplatz … in bonn … wurde bereits prämiert. und nun stellte er seine ideen für den BDA nochmals vor.

was fiel dir auf?

architektur für große flächen, die stadtplanerisch zu entwickeln sind, ist immer ein gedachter entwurf. aber sie ist nicht bindend. alles wird noch anders werden. im verlauf der jahre. es gibt absprachen, änderungen, neue versionen, abspeckungen, verzerrungen – der architekt muss sich dann oft den fiesen realitäten anpassen.

was ist denn bindend?

das geld, das kapital, die immobilienbesitzer, deren immobilien, deren wunsch nach mehr kapital, dazu die ganzen spieler in der stadtverwaltung, in den verbänden, in der öffentlichkeit, in den parteien … und auch bei den architekten.

aha. bonn wird also schön!

bonn könnte etwas schöner werden, wenn die südüberbauung am bahnhof wegkommen würde, aber die gehört eben leuten, die nun wissen, dass sie weg soll, und die nun wissen, dass sie geld machen können, und dann findet sich der investor, der fast alle diese besitzer versammelt oder auskauft, und dann tritt der an die stadt, und so weiter, und so fort. preise treiben! das ist das spiel!

es siegt also im leben und im städtebau nicht „das beste“?

das beste kann und wird es nie geben, sondern immer nur einen kompromiss, mit dem man halbwegs leben kann.

und dieser stefan schmitz und sein büro?

die werden nun in diesen mühlen zerrieben, weil der entwurf zerrieben wird, weil nichts so kommt, wie es kommen könnte, weil eben alle interessen …. usw. usf.

ich verstehe, ich verstehe: ein minenfeld.

sicher – aber so ist das leben. stefan schmitz bleibt immer ruhig und sachlich. so kann er sich durchsetzen.

ist er der große künstler?

ich denke, er ist eher ein kluger diener und macher – und die wilden dinge überlässt er den wilden architekten. mit wildheit kommt man in bonn nicht voran. es wurden die entwürfe bevorzugt, die schlicht waren … und die nicht selber durch großartig neues und großartig neue bauten die wirkung des bahnhofes zum beispiel dann überlagern wollten. aber das sind lange diskussionen, die extra zu führen wären. hier ist nicht der platz.

und nun?

sie zeigen pläne und schaubilder und modelle. alles sieht immer schön aus. es gibt ja viele techniken, die dinge schön aussehen zu lassen.

stört dich das?

nein, auch das ist menschlich. mich stört nur, wenn sie die ganze zeit von oben auf die gebäude schauen, wie auf eine playmobillandschaft, aber man nie sieht, wie sich die dinge aus der perspektive des menschen gestalten, der unten an diesen gebäudekomplexen entlanggehen wird. oder dort gar leben soll.

ja, sie spielen aus der luft heraus. sie haben dann ein besonderes gefühl.

vielleicht liebte hitler deshalb die architektonischen spielereien mit speer. du schaust als herrscher von oben auf die pläne; und erst wenn alles fertig ist, begreifen die menschen, wie grauslich es ist.

könnte es so in bonn auch werden?

ich weiß es nicht. ich sah nur diese pläne und projektionen, und ich ärgerte mich, dass man alles aus der vogelperspektive diskutiert. (bisweilen auch seitensicht / schnitt.) so wird alles doch verzerrt. die realität von unten, vom bürgersteig aus … ist eine andere „sicht“. nachher sind die menschen böse über die gebäude und schreiben lange leserbriefe.

ist das schlimm?

ja, denn die gebäude stehen dann für jahrzehnte, wie diese grässliche südüberbauung, die nun weg soll. auch so ein problem. eine „baulast“. ich hasse diese ewige vogelperspketive der pläne und modelle.

was ist weiter zu tun?

ich kann nicht die geschicke von bonn lenken, aber bei der veranstaltung fiel auf, wie viel man lernen kann, wenn man den leuten aus dem publikum zuhört. die wissen von treppenbreiten und laufmengenzahlen (passanten pro stunde pro straße), fehlenden aufzügen. die durchschauen schon im vorfeld fehler und mängel. das ist großartig. man sollte viel mehr anhörungen machen und nur zuhören, was die normalen bürger und die besonders gebildeten bürger und natürlich die anderen bonner archtitekten … und wer auch immer zu sagen haben/hat.

tat schmitz das nicht?

doch, doch, er war ruhig und besonnen und hörte zu und sagte bisweilen: „das nehme ich mal mit!“, was heißen sollte: „diese anregung nehme ich auf – ich werde zumindest mit meinem team darüber nachdenken.“

na also!

man muss das positive ja auch betonen. aber warten wir es doch ab!

was willst du?

ich will, dass man aus dem bahnhof tritt und dann nicht auf eine straße fällt. ich will aus dem bahnhof herauskommen, und dann einen platz haben, um mich zu finden.

also nicht wie jetzt!

genau! ich will mehr raum – aber nach den plänen ist zu befürchten, dass alles so eng bleibt, zumal auch keine parkplätze zum „drop and go“ vorgesehen sind, zumindest nicht auf der vorderseite des bahnhofes. damit können bahnhofsfunktionen gar nicht wahrgenommen werden.

dann hat der entwurf also mängel!

ich denke ja – aber er kann auch nichts dafür, weil der raum eng ist. ohne südüberbauung wird es etwas besser … aber dennoch: die straße als zu nahe vorm bahnhof bleibt.

was wolltest du tun?

ich würde wollen … ich wollte die straße vom hauptbahnhofeingang nach unten legen, unter die erde.

aber?

da ist schon alles voll, da kann man nichts mehr tieferlegen, wegen u-bahn und bahnhof-unterbereich – es ist grauslich, das alles.

dann wird es also eng bleiben – und wenig großstädtisch?

das ist alles zu befürchten, auch wenn die „stadtkante“ zum bahnhof entlang historischer muster wieder hergestellt werden wird und soll. selbst dann. historisch war ja nicht immer nur wunderbar.

ich sehe, dass bonn sich noch jahre damit beschäftigen wird.

gewiss. sie müssen erst einmal die sübüberbauung in ihre hände bekommen. die investoren aber wollen den preis hochtreiben, von allem – und am ende bliebe nur eine enteignung. und das trauen sich politiker selten. zumal die gründe gut sein müssen, um damit rechtlich durchzukommen.

und du?

ich sehe nur die enteignung als einzige möglichkeit.

und weiter?

weiter? ich bin mehr der künstler und denker und beobachter als der strippenzieher der 10.000 ermüdenden sitzungen. mir fiel auf, dass man aus den plänen und projektionen auch kunstwerke machen kann, nicht nur architektur. denn diese pläne sind farbfelder, und aus diesen farbfeldern lässt sich etwas gestalten.

das hast du gemacht.

ja, denn kreativität ist eine weites feld, und das scheint oft im sachlichen des architekturgeschäftes zu kurz zu kommen. ich habe also eine neue kunstrichtung erfunden: „planierungen“. http://www.klausens.com/klausens-architektenkunst-planierungen.htm dabei nehme ich modelle, pläne und schaubilder von architekten und verändere diese zu einem neuen, eigenständigen kunstwerk.

und gedichte über orte, plätze, städte, etc. http://www.klausens.com/gedichte-ueber-o… machst du ja jetzt offenbar auch!

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Neuer Beitrag zur plan08 von KLAUSENS

klau|s|ens, die „plan08“ in köln scheint dich ja doch zu beschäftigen.

manchmal beschäftigt man sich mit dem, was fehlte.

was fehlte denn?

vielleicht aufmerksamkeit.

inwiefern?

man muss die dinge sehen, die zu sehen sind.

was ist denn zu sehen?

ich sah z.b. diese fassade hier, direkt um die ecke vom plan-08-zentrum an der VHS in koeln (josef-haubrich-hof).

was ist mit der fassade?

sie wirkt seltsam.

aber ja, sie wirkt etwas krumm und schief.

ist sie aber nicht.

was ist denn krumm?

das gerüst! – und die form des gerüstes bestimmt auch unsere wahrnehmung des hauses.

es ist also eine optische täuschung?

so könnte man es nennen.

aber eine schöne optische täuschung.

das finde ich auch.

was folgerst du daraus?

man sollte so architektur gestalten.

du meinst, man sollte ein haus mit etwas schiefem gerüst konstruieren?

warum nicht? – oder eine fassade aus zwei teilen, und der vordere teil bestimmt den blick auf den hinteren.

hat deine fassade mit gerüst nicht etwas postmodernes?

meinst du?

aber ja!

nun gut, wie es sei: aber auch das wäre eine station für die „plan08“ gewesen …

… wenn du sie gestaltet hättest, mit deinem MAP-projekt.

halt, halt, das von mir erdachte und vorgestellte MAP-projekt (sehe BLOG(G) gestern) feierte ja die willkürlichkeit.

und heute?

heute feiere ich das bewusste sehen.

also beides?

ja, beides: ein moderner und visionärer mensch ist in alle richtungen offen.

deshalb hast du deine zwei fotos auch so gesetzt, dass die schiefe noch mehr betont wird.

du meinst „schiefität“.

OK, OK, ich will für alles offen sein und bleiben.

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MAP (Mobiles Ausstellungs-Projekt) von KLAUSENS erfunden

klau|s|ens, der besuch der „plan08“ hat dich auf eine idee gebracht?

genau das, zweitklausens! genau das!

was kam dir in den sinn?

ich dachte mir: wenn man aus allem etwas machen kann, dann kann man es auch konsequent machen.

inwiefern?

ich denke, man könnte ausstellungen und projekte am fließband erzeugen … für jeden und alles.

wie willst du das machen?

ich nehme mir nummern.

wieso nummern?

bei der plan08 in köln, jenem „forum aktueller architektur“, gab es stationen. also nummern. 1 bis 52. die lagen auf dem stadtplan. da ging man dann hin, um etwas zu sehen.

ja, und weiter?

ich mache das ganze jetzt radikal und konsequent.

wie denn?

ich nehme mir nummern und wandele herum. z.b. in köln.

aha!

und dann nehme ich mir etwas, was mir zusagt (oder auch nicht).

und dann?

dann mache ich die nummer darauf.

das könnten auch müllcontainer sein?

oh ja, denn 20 müllcontainer nebeneinander, das ist schon ein tolles ästhetisches ding.

und weiter?

nichts weiter: nachdem die nummern hängen, muss ich sie nur noch beschreiben.

du würdest also texte verfassen, die sinn geben?

eben: die stadt ist voller ausstellungsobjekte. und ich wähle mir diese nun aus … und dann mache ich texte … dann mache ich stationen oder orte oder locations oder so.

aha.

und schon ist die sache fertig. mein MAP (Mobiles Ausstellungs-Projekt). — copyright klausens = klau|s|ens = zweitklausens am 24.9.2008 in köln.

du behauptest also, du könntest binnen weniger stunden eine ausstellung zum thema architektur konzipieren?

ja, das behaupte ich und …

was „und“?

… ich würde das projekt noch auf die spitze treiben und mir zwei zehnjährige kinder nehmen und denen die nummern in die hand drücken.

und diese sollen diese dann irgendwo anheften?

richtig! fertig wäre meine visionäre ausstellung zum thema „stadt“, „stadtraum“, „architektalia“, „KH-ortung“, „:::fassaden“, „signs“, „global vision“, „wandering elements“, „city as city“, „the building-FRAGE“, „locus_09“, „raum!erkundung“, „mensch und V–masse“, „kunst in publicity“, „***lucky ***WEGE“, „bon viayyyyyyyyyyyyygist“, „KLEUR und GEIST“, „°°°urbanation 20000°°°“ etc.

du würdest also zu vielen themen in schnellster zeit mit dieser idee die welt bereichern?

aber ja: projektmanagment in höchstkünstlerischster weise!

und der rost?

hier unten? die fotos?

ja.

das ist ein künstlerisches element in köln. agrippinawerft. aggrippinaufer. alles voll rostplatten. absichtsvoll angebracht.

du hast das fotografiert? sehr schön.

ich weiß. aber ich hatte meine nummernbuttons am 24.9.2008 noch nicht dabei.

dabei warten wir alle dringend auf die
„IS~~~S yes/no ## rost 3 million 2010“.

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Neukaledonisisches von der „plan08“ in Köln von KLAUSENS

klau|s|ens, die große show der architektur? in köln?

ach ja, so dachte ich auch: „plan08“ – forum aktueller architektur in köln.

und?

es war nichts, also kaum etwas. kleine bläschen aus luft.

wieso? ich habe doch den katalog gesehen! wahnsinn.

ja, da stand z.b.: „urbanismus II“, plan akademie, cross architecture, stadtaneignung, nutze den raum, eat the highway, grüngürtel plus, via sacra, temporäres paradies, zero emission city, raumortlabor, studio riphahn, cityscope, borg, l’idee vient en passant, öffentliche attacken, urban sozial, gullivers hotel, wohnempirie, citámbulos, unortkatatster“

das liest sich wundervoll!

ich dachte, ich würde in der moderne ertrinken.

und was war?

wenig. – kleinste matchbox-große modelle, videos auf dürren bildschirmen, gebeamtes, poster, studentische projektarbeiten in gängen abgestellt, sparkassen-ausstellungs-charme … aber ich entdeckte nichts … von dem, was ich dachte.

was dachtest du?

lies oben die begriffe nochmals durch! ich dachte new york wird zu köln oder umgekehrt. new köln.

aber ist sprache nicht nur hohler betrug?!

ich höre den schriftsteller trapsen.

ist es nicht so?

ja doch: „writing in evidence, schreibstuberei, hunschreib-diskurs, achterbahn-BB, hello is just a letter, burning the goethe/S, schiller-plus-minus-idee, die argonauten, versalie ALS vergessen, inszenzLX-oho, KKKK-atmungen, haha-kaskade, NULL-bock-bogg, „odor“, klausensPLUS, labor der inkontinenzen, stargate to HÖLDERLIN, the dicht-was-project, 89 ist 89: monologie der zahlen, der AB(B)ER, die-aber-oder-trilogie, andante des lautengedichtes, abstraktions-XX = XL, hypes hypen, das LAUFBAND, abholdes asphalt-wegdichten (straßen|auto|nomie), „wishing to be a dichter“, romantische führung durch den führer-ALLTAG (mit sonde ber-5-zy!), schlagGEwitter: eine wortschatzung, abschaum: die betextung des +++-bieres, das trink-wörter-S-TORSO, je vu WÜ: franco-chinesische annäherungen, klizzioHH-dumm-kopf (wisperndes geläut aller verortungen), verwortung||||sprojekt, verwurstungsSCHNEISE „zeroLIMIT“, anklauberungen (eine vision), „the duett of ONE“ (space-kunst), KOCHCLUB „klimm-your WIMM (weinung im mildsatzigen magen)“, peter-brosamen-kataster, bernwicher sprichwörter geneRAtor, lass-dich-verFÜHREN (alternative textergehung), SO!, JAJAJA, antanzungen der tanzenden vokale, sound-making rio, usw.“

was war das denn, herr klau|s|ens? (deine striche sind doch auch so gewollt!)

was das war? mein schneller entwurf für die „ab-dicht09“, ein forum modernster literatur in köln.

kannst du den halten, was du versprichst? (zum werbetexter würde es ja gehen …)

hauptsache, mein katalog wird gut.

wer hat denn den katalog zur „plan08“ eigentlich gemacht?

katalog? ja, das programmheft hatte schon fast etwas von einem katalog. so viel fülle, so viel anspruch. tolle bilder, wilde lay-outs. mein erwartungshorizont wurde noch höher.

potemkische seiten? nur das?

begnadet sei das durchführende unternehmen „plan project“, welches das gedruckte angebot so zusammenzauberte, das es die gesehene wirklichkeit um milliarden längen übertraf.

aus nichts etwas machen: eine kunst.

die luft um uns herum ist eben auch schon ein „architektonischer wurf“.

man hätte also die reine kölner luft als „station 53“ noch mit aufnehmen sollen (bzw. können.)

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