Schlagwort-Archive: asamoah

klau|s|ens vernimmt den steht-auf-aufruf der schalker spieler um ex-profi asamoah – www.klausens.com

klau|s|ens, in der inflation der aufrufe mal einer, den man doch berührend findet.

du meinst dieses video da:

>>Unter dem Motto „steht auf“ setzen die ehemaligen Schalker Profis Gerald Asamoah und Hans Sarpei darin zusammen mit der Schalker Mannschaft, dem Trainerteam und dem Vorstand ein Zeichen gegen Rassismus.<<

ja, das.

und dann hat man noch berichtet, dass auch dortmunder fans bisweilen da positives zu schrieben. (ins netz.)

wie schön! zwei vereine und in einem thema vereint: das wär es doch!

ja, alle fußballer und fußballerinnen sollten sich „pro flüchtlinge“ und „gegen rassismus“ vereinen. (der name „verein“ hat doch mit „vereinen“ zu tun.)

man muss flagge zeigen. (zur not auch wappen und wimpel.)

eben, eben: aber diese videos sind eben leider so schnell hunderttausende mal angeklickt und x-mal kommentiert … wie sie auch wieder vergessen sind.

es sind millionen botschaften, die durch die welt fliegen: alle haben recht und alle haben unrecht.

das streben nach harmonie ist das bescheidenste gut des menschen.

und die flüchtlingszahlen zeigen, dass der mensch das nicht hinbekommt.

schafft es denn der fußballfan?

ach wo! wir werden auch in den kommenden wochen wieder diese ganzen krawallvorgänge um die spiele erleben.

und wenn man zwei vereine zwangsfusionieren würde? würde es dann besser sein?

zwang? – wenn es zu viel davon wird, dann werden wieder alle fliehen.

klausens-fusion-dortmund-schalke-no-racism-respekt-04-3-9-2015

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

An den „Tag gegen das Vergessen“ erinnert auch KLAUSENS

hey, klau|s|ens, du erinnerst an das vergessen?

kann man sich an das vergessen erinnern?

aber ja: ich erinnere mich, wie ich gestern meinen autoschlüssel in der wohnung vergessen habe.

war das so?

nein, nein, das war nur, um das vergessen und das erinnern zu verdeutlichen. man kann sich an das vergessen erinnern und an das vergessen erinnern.

also: sie haben einen „tag gegen das vergessen“. zweitklausens, ist das so?

wer?

die vom fußball, zumindest die offiziösen.

was machen sie?

sie erinnern an die befreiung des KZ auschwitz am 27.1., welcher tag ja nun ein gedenktag in deutschland ist, und das offenbar auch (allerdings etwas später) in den fußballstadien.

wirklich?

aber ja, schon zum fünften mal. stadionansagen. berichte in den stadionzeitungen, etc.

das finde ich großartig.

ich auch, aber es hat auch seine gründe.

wieso?

weil in den stadien grauslichste schmähungen gerufen werden.

gegen wen?

gegen die spieler, gegen die mannschaften, gegen fans. worte wie „jude „werden als schmähungen gerufen. es ist grauslich! abscheulich! widerlich!

der fußball ist verloren?

offenbar noch nicht ganz, denn man tut ja auch etwas dagegen.

aber die vorfälle gehen dadurch zurück?

wer weiß es? – sie werden faktisch offenbar mehr, aber besonders in den unteren ligen.

und was war in jena?

was war denn da?

da haben sie den schalker spieler asamoah, einen schwarzen, beleidigt, ganz schlimm. DPA berichtete: «Ja, da waren wieder diese Affenlaute, auch nach dem Spiel auf dem Weg zum Bus. Ich möchte das Thema nicht so hoch hängen, um diesen Leuten keine Öffentlichkeit zu bieten. Aber es tut natürlich immer weh», sagte der Profi des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 dem Fachblatt «RevierSport» mit Bezug auf die Vorkommnisse bei der Pokalbegegnung gegen den Drittligisten FC Carl Zeiss Jena (4:1). Demnach waren nach der Roten Karte für den deutschen Nationalspieler in der 75. Minute Affenlaute aus dem gegnerischen Fanblock zu hören.

jena hat verloren? gegen schalke 04?

sicher, das trug dazu bei, aber …

ich will hier nichts verharmlosen. im gegenteil! das schizophrene ist ja, wenn sie einen guten afrikaner in den eigenen reihen haben, dann loben und preisen sie ihn, diese „fans“. – sobald dieser afrikaner nicht mehr in ihrem club spielt, dann fangen sie wieder an, andere afrikaner bei anderen clubs auf primitivste art zu verdammen.

der rassismus ist also eine karte, die bei bedarf gezogen wird?

ja, der rassismus ist heimtückisch. er unterscheidet zwischen „guten“ und „schlechten“ ausländern, und macht alles noch komplizierter.

wieso?

bei bedarf wird entweder der eine oder der andere ausländer aus der tasche gezogen, ein fatales spiel.

und was machen wir nun mit allem?

wir werden ewig gegen rassismus und antisemitismus kämpfen müssen. ewig. mal finden wir es weniger stark vor, mal stärker stark. derzeit ist alles wieder stärker stark. eine große fiese soße schwimmt durch unser land.

und nun?

nun danke ich dem DFB, das er wenigstens bei diesem thema nun mehr „flagge“ zeigt, und offensichtlich die flagge der toleranz gegenüber dem/den anderen, aber die der nichttoleranz gegenüber rassistischen und neonationalsozialistischen bestrebungen.

was kann man sagen?

ich habe ein gedicht:

ALLTÄGLICHER RASSISMUS
– Fußballplatzgedicht –

Und wieder spielten sie
Ungewöhnlich fröhlich
Fussball – allerdings
Nur mit den Köpfen
Der anderen

Copyright Klau|s|ens in allen Schreibweisen und Schraibwaisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau°s°ens oder KlauSCHWARZsWEISSens, am 30.1.2009, Freitag, Königswinter-Oberdollendorf

siehe auch: http://www.klausens.com/fussballgedicht….

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com