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Zur Performance von Jonathan Meese ums Arp Museum Rolandseck entäußert sich KLAUSENS

klau|s|ens du sahst jonathan meese?

ja, ja, zweitklausens: den schauspieler des bösen, den helge schneider der kunst. gestern, 30.4.2009, rolandseck, arp museum, draußen, drinnen, drumherum. ausstellungseröffnung ERZSTAAT ATLANTISIS … aber zuerst gab es die performance von jonathan meese selbst, dem künstler, nachmittags.

jonathan meese ist DER aufkommende star der kunstgeldszene.

so funktioniert es eben: man muss viel lärm machen – und – pups – liegt die kunstwelt flach.

warum?

die kunstwelt ist verklemmt. tausende von menschen bewerten und diskutieren kunst von schreibtischen herab, gelangweilt, trübe, kreativlos, beobachtend, das sakko gebügelt, brav: aber sie sind ja nur am tropf – die kunstwelt hängt sich an den künstler als den ersatz-exzentriker ihres inneren selbst!

so siehst du das?

ich sehe und denke viel. auf jeden fall: etwas hitler, etwas wild, dazu militärische zeichen und insignien, dazu die worte „heil“ und „hitler“ und „sieg“ und „diktatur“ und „caligula“ usf. gut gemischt – fertig ist der event. (weiteres morgen!)

aber seine skulpturen sind großartig.

die skulpturen sind großartig, mit einem touch kinophantastik – die ölbilder kann man vergessen – … und die performance ist eben „großes theater“.

also alles was das volk will!

nicht das volk, die gelangweilte kunstwelt. und wenn meese kommt, „iss‘ mal was los!“ im museum. die gepflegte langeweile wird für einen moment vergessen. meese könnte auch auf volksfesten auftreten … oder im millowitsch-theater … oder im karneval.

deshalb ist meese so beliebt.

gewiss, gewiss, das rezept ist einfach. aber charly chaplin hat sich bislang am besten mit dem deutschen wahn auseinandergesetzt, da wird kein meese etwas ändern können.

du denn?

ich? ich kann nur beobachten und LIVE-dichten – und damit verändere ich die welt zum …

zum guten? zum schlechten?

ich verändere die welt einfach „ZUM“.

aha, das wäre nun dein gegenmodell gegen meese. ZUM!

eben. meese spricht von der diktatur der kunst – das ist sein neuer universalgag.

und du?

ich rede von der veränderung „ZUM“.

genial.

ich weiß – aber die kunstwelt will lieber meese, weil da „richtig die post“ abgeht.

hast du denn gedichte geschrieben?

aber ja: LIVE-gedichte, http://www.klausens.com/klausens-und-jon… , seriellos und all den quatsch. die muss ich jetzt noch mühsam abarbeiten und nach und nach ins netz stellen.

also doch eine „diktatur der kunst“.

sollte man nicht lieber von der QUAL DER KUNST sprechen?

meinst du?

doch, doch: ich machte heute übrigens auch ein kunstwerk namens ÄTZLANTIES aus einem meinfoto von gestern, 30.4.2009.

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