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klau|s|ens bekommt andauernd noch und noch mehr IS und ISIS zu sehenhörenlesen – www.klausens.com

klau|s|ens, es geht immer weiter, es wird immer mehr.

von der zahl der meldungen und der berichte: gewiss. – dann noch da ein prozess gegen einen radikalislamisten in deutschland, dann dort eine mutter in deutschland, die angst um ihren sohn hat, der nach syrien oder sonstwohin wohl verschwunden ist, wie sie fürchtet.

berichte um berichte.

alles war relativ ruhig … aber jetzt ist die welt plötzlich vollkommen und sehr intensiv umklammert, ja: islamistisch bedroht. (so meint man als mediennutzer.)

minister steinmeier wirkt sehr besorgt, hochbesorgt, überbesorgt.

dann heißt es, man muss die türkei absichern, weil die da alle durchziehen, in richtung syrien.

es scheinen hunderttausende zu sein, die nach syrien ziehen.

junge männer aus dem westen ziehen in den osten. in die schlacht.

sie wollen zu den modernen „kreuzzügen“ ohne kreuz vordringen.

nun also die halbmondzüge der selbsternannten weltwächter. (die prinzipien sind gleich, die logos und symbole ändern sich immer wieder, über die jahrhunderte. und grausam sind alle auch immer, die „zügler“, die die welt „richtig und rein“ machen wollen.)

ich stelle es mir wirklich so vor, dass hunderttausende junge männer aus allen richtungen durch europa ziehen, sich dann in dern türkei vereinigen und millionenfach dann in syrien und im irak auftauchen, um die weltherrschaft zu übernehmen.

vor ein paar wochen war alles noch ganz ruhig.

nun aber kippt die welt um, weil milliarden junger islamisten mit westlichem background die weltherrschaft übernehmen.

wer hätte das alles gedacht? wer?

ich fühle mich umzingelt und umklammert und bedroht.

und genau das will man ja erreichen: ich denke, man kann jedes thema über gebühr hochtrommeln oder unter gebühr kleinschweigen.

du meinst ebola?

aber ja: wie sehr beschweren sich die helfer von WHO und „Ärzte ohne Grenzen“, dass viel zu wenig passiert, weil der westen die menschen in diesem teil von afrika nicht ernstnehmen will, nicht wahrnehmen möchte … weil man eben für die afrikaner der ärmsten länder nicht elementar human empfindet.

die haben eben keine zeit, weil doch billiotrilliarden menschen derzeit in den irak und nach syrien zum IS strömen.

ich verstehe: diese bedrohung hat solche ausmaße erreicht, dass sie jedes denken und handeln zu anderen themen vollkommen unterdrückt und zerstört.

wenn jemand sagt: „iss‘ doch was!“, denke ich immer zuerst an IS. so schlimm ist es ja schon geworden.

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klau|s|ens erfährt medial-kollabierend plötzlich nur noch von IS und ISIS allzeit-allerorten – www.klausens.com

klau|s|ens, welche gemengelage! wow! wer hätte das vor ein paar wochen oder monaten gedacht?

auf einmal ist da (so sagt man uns) wieder eine neue bedrohung: IS oder ISIS, je nachdem. (gepaart mit den salafisten in deutschland.) alles wächst und wächst und wächst, wird mehr und mehr und mehr.

mich stört ja jedweder terror und jedwede grausamkeit – aber wieso gab es das oder dies früher denn nicht? kommt alles wie deus ex machina? wer entscheidet, wann wir was erfahren?

das gab es ja wohl, das ist angeblich langsam angewachsen, angeschwollen, hat zugenommen. tausende krieger erfassten sie dann, die ISIS-aggressivos … aber man hat uns nie-nichts davon berichtet.

nun aber ist es umgekehrt.

gewiss, nun hören wir jeden tag und jede minute von schlimmsten verbrechen. die medien überschlagen sich geradezu.

auch diese gruppe in nigeria wird nun im gleichklang dazu vermeldet. boko haram.

auch die gruppen in afghanistan. al-qaida. allesamt diese islamisten, die brutal vorgehen, sich selber opfern, das leben dahingehen lassen, teilweise sehr aggressiv … alle die beherrschen nun die medien. (als hätte es sie jahrelang nicht gegeben.)

als hätte eine gigantische veränderung nun und auf einmal erst stattgefunden.

ja, irgendwie über nacht. man hört aus den USA, dass nun auch bodentruppen nicht mehr ausgeschlossen sind.

vor ein paar wochen ging es in syrien immer um den hyperbösen herrscher al-Assad, nun aber geht es nur noch um die hyperböse gruppe „islamischer staat“ (so ist die auf deutsch übersetzt).

es ändern sich zeichen und vorzeichen, dabei furchtbar schnell.

immer, wenn alles so schnell geht, wird man misstrauisch.

man weiß nicht, ob man richtig informiert wird und zuvor richtig informiert wurde.

das, was man als information bekommt, lässt einen verdammt böse werden, auf diese terroristengruppen.

sie scheinen jedwede achtung vor jedwedem leben verloren zu haben. das „humane“ ist nicht mehr existent. andere religionen sind nach deren willen auszulöschen, minderheiten nur noch zu killen. alles, was man hört und sieht und liest: das klingt schauderlich und schauderhaft. (wenn es denn stimmt!)

dennoch denkt man immer: wenn die soooooo schlimm sind, wieso überschlagen sich erst jetzt die medien und die staatsoberhäupter damit und dazu? was war denn vorher? wo waren die denn vorher? diese reaktionär-brutalen ISIS-mannen?

man sieht es auch so: erst sind da seltsame kräfte der fundal-islamischen rebellion, dann kommt der westen und macht diese klein, dann ist (nur scheinbar) alles „geordnet“, aber nach ein paar jahren kippt alles wieder weg … und der terrorismus ist stärker und mehr verankert … als jemals zuvor.

auch das ist eine wichtige erkenntnis: die großmächte kommen mit nichts zurande, haben aber trotzdem ihre einflussspähren, die so gern verteidigen möchten.

dann wird da jemand gestürzt, dort ist ein kleiner krieg … dann wird auch gern mal die welt über diese oder jene waffen belogen (wir erinnern uns an den irak und sadam hussein) … dann marschiert man ein, dann wird eine neue regierung installiert, dann marschiert man ab, dann ist wieder chaos, der terrorismus ist jeweils aber dann doppelt so stark wie vordem … dann muss man wieder einmarschieren oder bomben werfen oder attackieren … und die spirale dreht sich immer weiter, weiter, weiter …

in alledem terroristen, die immer dogmatischer und grausamer werden. vollkommen „lebensverloren“. wahnsinnig. besessen. krank. wie eine stete und erneuerte antwort auf die versagende politik der großmächte, besonders der amerikaner – aber die europäer hängen ja direkt und indirekt auch da drin.

diese ganze logik der unlogik … die will aber keiner durchbrechen.

offenbar nein.

da können wir schreiben wie viel wir wollen. (nimm plästina/israel noch hinzu!)

eben: niemand hat da einen plan, alles wird schlimmer, alles gerät aus dem lot.

am ende dann bomben über bomben.

und dann kommen heute noch leute zu uns, sind unsere staatsgäste, wo man gar nicht weiß, wie man deren politische haltung einordnen möchte. wo man gar nicht weiß, was man von denen zu halten hat, die auch nicht menschenrechte so wichtig nehmen.

der emir von qatar.

mal als beispiel, mal als beispiel.

die welt ist wirr, verdammt wirr.

die ewig entzweite welt.

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klau|s|ens vernimmt die beharrlichkeit des aufruhrs und durcheinanders in der welt – www.klausens.com

klau|s|ens, ach, klau|s|ens!

zweitklausens, oh, zweitklausens!

tag für tag der strom der nachrichten. vieles versteht man nicht.

was denn?

dieses flugzeug, was sie nicht finden und wieder nicht finden.

das versteht man wirklich nicht.

dann, dass sie uns die trauernden, leidenden, weinenden menschen immer zeigen: die zu dem malaysischen flugzeug (flug MH370) und die zu der koreanischen fähre „Sewol“. und bei allen anderen schrecknissen.

ja, du hast vollkommen recht: was soll das? was sollen diese unsinnigen ereignisse? und was sollen diese unsinnigen bilder der qualen der menschen, die in alle wohnhäuser geschickt werden?

vieles andere bekommen wir halb mit …. und dann gibt es unendlich viel, was wir nicht mitbekommen.

wir erfahren nur, was wir erfahren sollen … und was berichtet wird.

vieles wird nicht berichtet. dann kommt nach monaten mal wieder „fukushima“ oder „sudan“. dann hält man inne und denkt: „was war das denn noch mal?!“

und schon hat man es wieder vergessen. so werden wir behämmert und betrommelt, vieles ist unnötig, und vieles wird uns verschwiegen.

wir schwimmen in einer soße aus unsinn und verheimlichung.

„unsinn und verheimlichung“ könnte auch ein buch heißen.

unser kunstwerk-bild aber nannten wir „ittigai“. warum eigentlich?

wir wissen es nicht. der name „ittigai“ kam uns bei all den schrecken der welt einfach in den sinn. dann haben wir den namen auch behalten.

soll man den jetzt vergessen? oder soll man sich den merken?

tu was du willst. das leben ist sowieso eine einzige willkür – die tagesnachrichten sind davon nicht ausgeschlossen. (aktuelle frage: wer schießt gerade in syrien? und wer in der ost-ukraine?)

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klau|s|ens möchte auch einen shitstorm mal haben – www.klausens.com

klau|s|ens, du möchtest auch einen shitstorm haben?

es gehört irgendwie dazu. zum leben. es ist eine art taufe der moderne.

was meinst du?

wenn du keinen shitstorm erlebt hast, dann gehörst du nicht dazu.

oh, das täte mir leid.

ich leide darunter, noch nie selber einen erlebt zu haben.

wie geht das denn, ein „shitstorm“?

du musst etwas tun, was den menschen missfällt. und dann musst du eine öffentliche seite haben, zum beispiel bei FACEBOOK, diese „fanseite“.

ja, die müsste man haben. mit 30.000, die einem folgen.  und nun?

nun tust du etwas, was den menschen „da draußen“ im internet und sonstwo nicht gefällt.

was?

beispiel: katja riemann, die schauspielerin, die hatte einen ziemlich unmöglichen auftritt in der sendung „DAS!“ vom NDR.

ich erinnere, eine kuriose situation: eine sehr seltsame person namens riemann (sie wirkte regelrecht verstört) und ein völlig verunsicherter moderator. ein weltdokument der menschlichen kommunikation. (oder auch miskommunikation.) tolle sache! (… mal als schriftsteller gedacht.)

danach hat man die FACEBOOK-site von der frau riemann bombardiert, gerne mit unflätigen beschimpfungen. die leute sind dann ganz außer sich und lassen am bildschirm alles das raus, was sie sich zuhause nie trauen. die site (=seite) wurde zugemüllt mit bösartigem und gemeinem. 

das internet bringt dann das „tier im menschen“ schön zum ausdruck.

gewiss, herrlich, wie sich leute dann ihr müt(z)chen kühlen. herrlich, wie primitiv die menschen doch sind!

wieso „shitstorm“?

ein sturm von schei…, der sich da über eine person ergießt.

danach sind die fertig? die opfer?

zumindest bricht gerne mal alles zusammen. die FACEBOK-seiten, die ja zuerst der eigenwerbung der promis dienen, werden dann gerne abgestellt. denn so „voller dreck“ geht alles ja nach hinten aus.

man ist mit „shit“ im netz überhäuft und somit öffentlich sehr beschädigt.

das ist die idee des shitstorms: rache, beschädigen, kleinmachen. – manuel neuer, der torhüter, der hatte beim letzten länderspiel gegen kasachstan einen fatalen patzer. der ist dann auch „shitstormiert“ worden.

„shitstormieren“, ein neues wort.

von uns, zweitklausens! von uns!

und dann hast du noch eine schreckliche zeichnung eingestellt, dazu ohne titel.

nein, nein, die zeichnung heißt nun „shitstorm“. sie hatte keinen titel, aber jetzt gebe ich ihr den titel „shitstorm“.

shitstorm ist der traum eines jeden prominenten.

eben: so unangenehm der ist: wer noch nie einen hatte, der gehört einfach nicht dazu.

am ende also doch werbung!

du meinst, die kaufen sich nicht nur die GEFÄLLT-MIR-klicks in vietnam oder sonstwo? die kaufen sich auch „shitstürmer“, weil es am ende die beste werbung der welt ist?

„shitstürmer“, auch ein schönes neues wort. (aber wir hatten ja noch keinen. seufz!)

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Den Aufruhr in Ägypten erfasst KLAUSENS u.a. mit einem Realgedicht

klau|s|ens, jetzt clashen sie.

gestern war es der fall, ja.

es gab unglaubliche szenen.

pferde und kamele ritten in die menge. provokationen, ganz klar provokationen.

und dann ging es langsam los.

molotow-cocktails, immer wieder. sie werfen molotow-cocktails jeweils in die menschengruppen. dazu: schutzschilde wie zu römers zeiten. pro-mubarak gegen contra-mubarak.

alles LIVE.

auf CNN sehr viel LIVE, ja, ja.

du hast ein REALGEDICHT geschrieben?

wir haben es geschrieben. außerdem werden REALGEDICHTE ja nur von uns erfasst. sie sind eigentlich schon da. wir wählen diese aus, oder wir wählen ausschnitte aus … und erklären diese zu REALGEDICHTEN.

was dieses mal?

wir nahmen gestern den Ticker von SPIEGEL ONLINE, einen teil daraus, also: einen teil von dem LIVE-ticker.

ich kannte es das vom fußball. tor, foul, platzverweis, flanke, schuss: alles im LIVE-ticker.

ja, es nimmt immer mehr zu. reporter schreiben in minutenabständen, was passiert und „tickern“ es ins internet. nun darf man auch revolutionen so erleben. LIVE am internet den ticker, live am fernsehen die aufnahmen von festinstallierten kameras. gestern vom tahrir-platz in kairo.

es war also der LIVE-Ticker von SPIEGEL ONLINE abgerufen gegen 18:19 Uhr, nur die sichtbare Seite 1, Teil 1, von insgesamt 4 Teilen. der SPIEGEL gibt wiederum folgende QUELLEN für seinen LIVE-Ticker an:
flo/kgp/AP/dpa

und das am 02.02.2011. gestern. mittwoch. diesen LIVE-ticker-ausschnitt erklären wir zum LIVE-gedicht.

REALGEDICHT
Ägypten-LIVE-Ticker

Brandbomben fliegen, Schüsse fallen, Menschen werden gejagt. Auf Kairos Straßen findet seit Stunden eine regelrechte Schlacht zwischen Regime-Gegnern und Mubarak-Treuen statt. SPIEGEL-ONLINE-Reporter Matthias Gebauer berichtet von vor Ort. Verfolgen Sie die Ereignisse im Liveticker.

+++ Attacken auf ausländische Journalisten nehmen zu +++

[18.15] Die Angriffe auf ausländische Journalisten scheinen zuzunehmen. Tom Willcox von der BBC teilte via Twitter mit, eine Kamerafrau sei brutal zusammengeschlagen worden. Die schwedische Zeitung Aftonbladet teilte mit, zwei ihrer Reporter seien von einer aggressiven Menschenmenge angegriffen worden. Eine der beiden, Karin Oestman, wurde ins Gesicht gespuckt, zudem wurde sie beschuldigt, für den israelischen Geheimndienst Mossad zu arbeiten.

+++ Plünderer in den Straßen von Kairo +++

[18.10] Plünderer nutzen das Chaos im Zentrum von Kairo. Sie ziehen durch die Straßen, brechen parkende Autos auf und durchsuchen die Wagen, berichtet SPIEGEL-ONLINE-Reporter Matthias Gebauer. Immer wieder fliegen Molotow-Cocktails – von wem sie kommen, ist nicht zu erkennen.

+++ Europäische Union macht Druck auf Mubarak +++

[18.01] Die Europäische Union macht Druck auf die ägyptische Regierung, hält sich mit konkreten Forderungen aber bedeckt. „Wir rufen Herrn Mubarak auf, die Dinge so schnell wie möglich zu erledigen“, sagte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton in Brüssel. Die Forderung der EU-Außenminister nach Wandel und einem geordnetem Übergang sei durchaus dringend gemeint. Zu Mubaraks Absicht, nicht sofort zurückzutreten, äußerte sich Ashton nicht direkt.

+++ Regimetreue jagen Gegner durch die Straßen +++

[17.59] An der Nil-Seite des Tahrir-Platzes bricht ein Straßenkampf aus. Den ganzen Tag hatten sich Mubarak-Gegner und Oppositionelle hier gegenüber gestanden – nun verfolgen Regimetreuer ihre Gegner durch die engen Straßen. Einige von ihnen werden in Hauseingängen zusammengeschlagen, berichtet SPIEGEL-ONLINE-Reporter Matthias Gebauer. Erst als einer der Panzer seinen Motor anwirft und eine weiße Rauchwolke hinter ihm aufsteigt, beruhigt sich die Situation ein wenig. Verzweifelt versucht eine Frau mit einem Megafon, die aufgebrachten Männer zur Ruhe zu bringen. „Wir sind alle Ägypter“, schreit sie immer wieder. Steine fliegen, die Scheiben der anliegenden Geschäfte gehen zu Bruch.

+++ Spekulationen über Absetzung Mubaraks +++

[17.50] Am Tag nach der Fernsehansprache von Präsident Mubarak gibt es Spekulationen über seine Absetzung. Ein ehemaliger Geheimdienstoffizier sagte dem Sender al-Dschasira, es sei nicht ausgeschlossen, dass das Militär sich zur Absetzung Mubaraks entschließe. Der Präsident hatte zwar erklärt, er verzichte auf eine Wiederwahl. Einen schnellen Rücktritt hatte Mubarak in seiner Ansprache aber abgelehnt.

+++ Armee löscht Brand in Nationalmuseum +++

[17.49] Die Armee versucht, die Brände zu löschen, die im Nationalmuseum in Kairo wüten. AFP meldet, zwei Molotow-Cocktails seien in den Hof des Museums geflogen. Vor dem Museum sei zudem nach der Zündung weiterer mit Benzin gefüllter Bomben ein Baum in Flammen aufgegangen. Das Museum beherbergt Kunstgegenstände von unschätzbarem Wert aus der Geschichte Ägyptens.

+++ ZDF-Journalistin soll verhaftet worden sein +++

[17.35] Bei den Unruhen soll eine ZDF-Journalistin von Soldaten verhaftet worden sein. Das ZDF konnte zunächst keine Angaben darüber machen, ob eine Mitarbeiterin des Senders festgenommen wurde. Ein Sprecher erklärte, dies werde geprüft. Die Teams von ARD-Fernsehen und -Hörfunk räumten am Nachmittag ihre Büros in der Nähe des Gebäudes des ägyptischen Fernsehens, nachdem eine Gruppe von Schlägern versucht hatte, das im gleichen Gebäude befindliche Studio des Nachrichtensenders al-Arabija zu stürmen. Zudem wurde Mohammed Omar, ein Fotograf der European Pressphoto Agency (EPA), während der Auseinandersetzungen attackiert und am Kopf verletzt. Nach Angaben von Kollegen nahmen ihn anschließend Soldaten fest.

+++ Bericht über Feuer im Nationalmuseum +++

[17.20] Die Proteste sollen erneut das Nationalmuseum in Kairo in Mitleidenschaft gezogen haben. Unter Berufung auf einen Journalisten vor Ort meldet der Sender al-Dschasira, dass im Ägyptischen Museum ein Feuer ausgebrochen sei. Demnach unternimmt das Militär Löschversuche. Bereits vor Tagen waren Plünderer in das Museum eingedrungen.

+++ Kampf mit Molotow-Cocktails +++

[17.13] Kurz nach Einbruch der Dunkelheit fliegen erste Molotow-Cocktails nahe dem ägyptischen Museum, offenbar von beiden Seiten. Zudem werfen Menschen von den Häusern am Rand des Platzes Molotow-Cocktails in die Menge. Die Ausgangssperre ist bereits länger in Kraft, die Lage beruhigt sich nicht. An allen Zufahrtsstraßen am Platz stehen sich die beiden verfeindeten Gruppen gegenüber, jeweils ausgerüstet mit Steinen als Wurfgeschosse und bewaffnet mit Eisenstangen.

+++ Hunderte Regierungsgegner in Kairo verletzt +++

[17.03] Der Sender al-Dschasira hat eine Zwischenbilanz der gewaltsamen Auseinandersetzungen in Kairo gezogen. Demnach seien bei den Straßenschlachten rund 500 Menschen verletzt worden. AFP-Reporter schätzen, Hunderte Mubarak-Gegner seien verletzt worden.

+++ Washington verurteilt Gewalt in Ägypten +++

[16.57] Die USA zeigen sich schockiert über die blutigen Auseinandersetzungen in Kairo. Das Weiße Haus verurteile die Gewalt zwischen Anhängern und Gegnern von Präsident Mubarak, sagte ein Sprecher. Die USA seien „zutiefst besorgt“. Aus dem US-Außenministerium hieß es: „Wir fordern alle Seiten auf, sich zurückzuhalten und Gewalt zu vermeiden.“ Der Weg Ägyptens zu einem demokratischen Wandel müsse friedlich sein.

+++ Westerwelle telefoniert mit ElBaradei +++

[16.55] Außenminister Guido Westerwelle hat mit dem ägyptischen Oppositionspolitiker Mohamed ElBaradei telefoniert, hat das Auswärtige Amt mitgeteilt. Westerwelle verurteile die zunehmende Gewalt in Ägypten. Nach dem Telefonat erklärte er: „Ich fordere die Sicherheitsbehörden in Ägypten auf, keine Gewalt gegen Demonstranten anzuwenden. Jede weitere Eskalation der Situation muss unbedingt vermieden, Schlägertrupps muss unverzüglich Einhalt geboten werden.“

+++ Ägyptisches Militär dementiert Attacken auf Demonstranten +++

[16.49] Dementi im Namen der Armee: Das ägyptische Militär hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums nicht auf Demonstranten in Kairo gefeuert. „Die Armee widerspricht der Darstellung, sie habe auf Demonstranten geschossen“, zitiert die Agentur Reuters das Ministerium. Zuvor hatten Reporter Schüsse gehört und vermutet, die Armee habe in die Luft gefeuert.

+++ Rating-Agenturen stufen ägyptische Banken herab +++

[16.47] Angesichts der Unruhen in Ägypten hat die Rating-Agentur Moody’s fünf ägyptische Banken herabgestuft, von der Agentur Standard & Poor’s wurde ebenfalls die Kreditwürdigkeit zweier Finanzinstitute des Landes abgewertet. Als Grund wurde in beiden Fällen die Befürchtung angegeben, dass die seit Tagen anhaltenden Proteste sich negativ auf den Zufluss direkter Investitionen aus dem Ausland auswirken und zu Unterbrechungen der wirtschaftlichen Aktivitäten führen könnten. Die betroffenen Geldhäuser stünden weiter unter Beobachtung, weitere Herabstufungen seien möglich.

+++ Belgischer Reporter festgenommen +++

[16.21] Laut Berichten von europäischen Zeitungen ist ein belgischer Reporter in Ägypten festgenommen worden. Serge Dumont sei erst geschlagen und dann festgenommen worden, zitiert die Nachrichtenagentur AP aus Berichten. Er werde der Spionage beschuldigt. Dumont sei während der Berichterstattung über eine Demonstration von Männern in Zivilkleidung abgeführt worden. Der Reporter heißt demnach Maurice Sarfatti, schreibt aber unter dem Namen Serge Dumont für Zeitungen in Brüssel, Frankreich und Genf. Er habe den Redaktionen telefonisch von seiner Festnahme berichtet. Laut diesen Angaben wurde der Mann ins Gesicht geschlagen und als Unterstützer von Oppositionspolitiker Mohamed ElBaradei bezeichnet.

+++ Britischer Regierungschef fordert schnelle Reformen +++

[16.33] Der britische Premierminister David Cameron verurteilt die Gewalt in Kairo – und kritisiert die ägyptische Regierung scharf. „Sollte sich herausstellen, dass das Regime die Gewalt vorangetrieben oder toleriert hat, ist das vollkommen inakzeptabel“, so Cameron. Die Auseinandersetzungen zeigten einmal mehr, dass politische Reformen sehr dringlich seien.

+++ Notdürftige Klinik versorgt Dutzende Verletzte +++

[16.25] In einer kleinen Moschee in einer Seitenstraße haben die Oppositionellen eine provisorische Klinik eingerichtet, berichtet SPIEGEL-ONLINE-Reporter Matthias Gebauer. Auf dem Boden liegen Dutzende Verletzte, die meisten mit Platzwunden am Kopf, die notdürftig versorgt werden. Ein Arzt vor Ort schätzt die Zahl der Verletzten allein in dieser Moschee bisher auf mehrere hundert. „Ich bin mir sicher, dass es auch Tote gab“, sagt der Mediziner, dessen Kleidung mit Blutflecken übersäht ist. In der Straße, die zu der Moschee führt, liegen Dutzende Verletzte mit Verbänden am Kopf, unter ihnen auch westliche Reporter, die Steine abbekommen haben.

+++ USA besorgt über Attacken auf Reporter +++

[16.21] Die US-Regierung hat sich angesichts von Angriffen auf Journalisten in Ägypten besorgt gezeigt. „Wir sind besorgt über Festnahmen von Reportern und über Attacken auf Berichterstatter“, erklärte das US-Außenministerium. „Die Zivilgesellschaft, die in Ägypten aufgebaut werden soll, braucht Pressefreiheit.“

+++ ElBaradei ruft Armee zu Hilfe +++

[16.17] Der Oppositionspolitiker Mohamed ElBaradi hat offenbar die Armee aufgerufen, auf dem Tahrir-Platz zu intervenieren und die blutigen Auseinandersetzungen zu beenden. „Ich appelliere an die Armee einzugreifen, um die Leben von Ägyptern zu schützen“, wird er zitiert. Zugleich zeigte sich ElBaradei zuversichtlich, dass Präsident Mubarak noch vor Freitag das Land verlassen könnte. Für diesen Tag haben Regierungsgegner Proteste unter dem Motto „Freitag der Ausreise“ angekündigt.

© Copyright für das REALGEDICHT: Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, am 2.2.2011, in Königswinter-Oberdollendorf, am Internet, Quelle für das Gedicht: LIVE-Ticker von SPIEGEL ONLINE abgerufen gegen 18:19 Uhr, nur die sichtbare Seite 1, Teil 1, von insgesamt 4 Teilen. SPIEGEL gibt wiederum folgende QUELLEN für seinen LIVE-Ticker an flo/kgp/AP/dpa 02.02.2011

und das kunstwerk? (siehe es größer auf: Aufruhr in Ägypten)

es verarbeitet szenen vom tahrir-platz, u.a. von gestern, 2.2.2011, sowie eine pyramide, sowie die ägyptische flagge und verwebt alles zu einer folie der veränderlichkeit von scheinbar festen systemen, bis diese dann stürzen oder zu stürzen scheinen, weil keiner weiß, wie es wirklich ausgeht, in diesen machtkämpfen.

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
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