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Live-dichtend erfreute sich KLAUSENS an und bei der Lesung von Dieter Wellershoff in der Lutherkirche zu Bonn

klau|s|ens, gib uns mehr material zu der denkwürdigen lesung von dieter wellershoff in der lutherkirche! am 26.5.2010!

das meiste material sind doch meine, also: unsere,  LIVE-gedichte, zweitklausens.

ja, dann druck doch mal eines hier ab:

also gut.

DER ORT UNERWARTET

Man hatte ihn
Gerufen was ihn
Freute wo der
Wischer über
Die Scheiber
Rutschte wie
Ein Buckel
Im Dunkel
Innen vom
Raum

© Klau|s|ensĦķΩ7 Klau’s’ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens
Copyright Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau*s*ens oder Klau§s§ens, LIVE geschrieben von Klau|s|ens am 26.5.2010, Mittwoch, gegen 20:21 Uhr, Bonn, Lutherkirche, bei der Lesung von Dieter Wellershoff zu seinem Buch von 2009 „Der Himmel ist kein Ort“, veranstaltet vom „buchLaden 46“ aus der Kaiserstraße. Wellershoff liest aus seinem Buch und KLAUSENS schreibt schnell und zügig seine LIVE-Gedichte. Siehe auch:
http://www.klausens.com/klausens_live_dichten_theorie.htm

oder

WIEDERBELEBUNGS-
VERSUCHE

Ich halte jemand
Im Leise meiner
Arme wo ich keine
Antwort als die
Der Seite auf der
Anderen Straße
Bekomme als
Kämpfte da ein
Leben mit dem
Erschauern Gottes

© Klau|s|ensĦķΩ7 Klau’s’ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens
Copyright Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau*s*ens oder Klau§s§ens, LIVE geschrieben von Klau|s|ens am 26.5.2010, Mittwoch, gegen 20:26 Uhr, Bonn, Lutherkirche, bei der Lesung von Dieter Wellershoff zu seinem Buch von 2009 „Der Himmel ist kein Ort“, veranstaltet vom „buchLaden 46“ aus der Kaiserstraße. Wellershoff liest aus seinem Buch.

schön, schön!

danke! – die lesung wurde vom „buchLaden 46“ veranstaltet. es moderierte holger schwab, der alles das in der lutherkirche wohl auch initiert hat. – als presbyter der sehr kooperativen lutherkirche begrüßte uns dann berthold lange stellvertretend für das presbyterium. und küster albrecht knur half universell.

und wo war gott?

wenn es etwas wie gott gibt, dann ist er immer da, allzeit, in allem. auch in den worten. „jedes wort ist eine kirche!“ (spontanes zitat von mir nun.) – übrigens ist gott dann auch in diesen worten, die ich hier schreibe: ich, der atheist und agnostizist und pantheist und dichterist.

oh, du, gottlos göttlicher!

nicht ich allein – auch: wellershoff!

siehe: http://www.klausens.com/klausens-und-dieter-wellershoff.htm

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Dieter Wellershoff, den Schriftsteller, erlebt KLAUSENS

klau|s|ens, du erlebtest dieter wellershoff in bonn, in der lutherkirche?

ja, es war mir doch ein genuss.

warum?

es ist, wie alles an gefühlen, die aufkommen und abkommen, schwer zu sagen. er hat eine abgeklärte ruhe, eine weitsicht auf die welt, etwas erhobenes in demut, bei klarem verstand. diese ganze mischung hat mich seltsam berührt.

er ist jahrgang 1925.

eben: er hat so vieles erlebt. so viele wirrungen mitgemacht, angefangen beim krieg, in dem er selber als soldat „stritt“. und über die vielen jahre, das viele lektorieren (u.a. ja böll, bei kiepenheuer & witsch), und lesen, dann auch das viele schreiben … ist er mehr und mehr in die welt eingetaucht. erst seit 1981 ist er vollends „freier schriftsteller“. vorher war der broterwerb durchs lektorieren. über 20 jahre. nun aber fast 30 jahre das leben mit und für die worte und sätze als selbst geschriebene.

das gefällt dir?

bei ihm ist etwas eigenes. es ist nicht die große, einschüchternde intellektualität, die einen verstummen lässt, sondern fast schon andersherum: der dezidiert gelebte humanismus, der aus seinen feinen rein-beobachtungen hervorspringt, was einen anzieht und denkrunzelschweigend macht. da schaut einer, da schreibt einer mit: es ist keine weltweltphilosophie, sondern die wahrheit der welt in der beobachtung vom alltäglichen – ein ganz anderer ansatz als bei anderen „geistesblitzern“. (wort von mir soeben erfunden! geistesblitzer! für intellektuelle, die das ihrige offensiv in die welt einbringen.) … und doch weise und klug und uns in-sich-nehmend.

seine worte bergen dich? eine wohlige bescheidenheit der demut des weltwissens?

in seinen schreibworten (und sprechworten) kann mancher mensch sich bergen. es ist wie eine heilsame mediation. das leben ist irrsinn und wahnwitz. das leben ist rettungslos … und (wie ich glaube) gottlos. aber ein schriftsteller schreibt es wenigstens so auf, dass man sich daran festhalten kann; an der wahrheit der unzulänglichkeit unser aller existenz. und er (wellershoff) spricht in klaren worten über diese erfahrung, in texten, aber auch LIVE als person.

du lobst?

ja, denn manches mal rührt einen dieses an, oder jenes. bei wellershoff war es jenes.

du schriebst gedichte?

ja, ich schrieb über 50 LIVE-gedichte, die jetzt wieder nach und nach abgeschrieben und abgetippt werden wollen. zweitklausens, siehe hier:

http://www.klausens.com/klausens-und-dieter-wellershoff.htm

es sind unsere gedichte, klau|s|ens. wir schreiben sie immer zusammen. – das leben ist nur durch kunst erträglich?

wahrscheinlich. sonst würden wir uns nicht wieder und wieder in kunst und neuer kunst verlieren, die doch an den kernwahrheiten nichts ändert: wir leben und wir werden sterben. ob mit 100 millionen büchern oder 200 millionen gedichten oder 300 millionen bildern oder 400 millionen liedern. aber darüber will beständig reflektiert werden. was für eine existenz?! der mensch?!

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Zur „Leipziger Buchmesse“ beginnt KLAUSENS mit „So und So“ ein weiteres wichtiges Aufschreibprojekt

hey, klau|s|ens, mal wieder eine neue idee?

ja, ja, ich wollte das widersprüchliche des menschen festhalten und begann mit „So und So“.

was ist „So und So“?

es sind immer zwei seiten, die sich nicht unbedingt widersprechen müssen, aber dennoch ein seltsames licht abwerfen: der mensch ist immer so und so, und dieses widersprüchliche oder schillernde oder nicht ausgewogene … das macht den menschen zum schlimmsten feind des menschen.

ich verstehe.

ich lege jetzt hier die ersten sätze ab. copyright klau|s|ens in allen schraibwaisen und schreibweisen, u.a. als klausens oder klau(s)ens oder klau“s“ens, im märz 2010 und ff. (begonnen schon am 12.3.2010):

SO UND SO

– Sie verkündigt, sie ist gegen die Tötung jeglicher Kreatur, benutzt aber immer wieder Ameisengift in ihrem Wochenendhaus am Waldrand.

– Er hat – so seine Verlautbarungen – nichts davon gewusst, aber doch alles in seinem Tagebuch notiert.

– Sie glaubt an Gott, verweigert aber hartnäckig das Gebet.

– Er denkt angeblich an nichts, hat aber das Fußballspiel am Abend nicht vergessen.

– Sie hat das Burn-Out-Syndrom nun schon seit einigen Jahren, erzählt aber ununterbochen von ihren herrlich entspannten Tauchurlauben auf Ägypten.

– Er will weniger Arbeiten, nimmt sich aber immer 20 Akten mit nach Hause.

– Sie lobt jeden Morgen ihre Geduld, kann aber nicht zehn Minuten auf den Bus warten, ohne zu fluchen.

– Er bezeichnet sich öffentlich immer wieder als Menschenfreund und Gutmenschen, schreit aber täglich seine Mitarbeiter zusammen.

– Sie nimmt sich nach eigener Aussage selbst nicht wichtig, möchte aber bei jedem erneuten Betreten ihres Büros auch erneut gegrüßt werden.

– Er mag kein Strichnin, vergiftet aber immer die Atmosphäre.

– Sie ist gegen das Bereicherungsstreben der Jugend, will aber niemandem erzählen, wie viel sie verdient.

– Er denkt nur an das eine, behauptet aber immer, an das andere zu denken.

– Sie kauft aus Prinzip nichts auf dem Trödelmarkt, besucht aber jeden Schnäppchenmarkt.

– Er möchte sehr, sehr bald eine Spenderniere haben, hatte aber selber niemals einen Spenderausweis.

– Sie möchte nichts von Krankenhäusern und Krankenkassen wissen, verliebt sich aber immer wieder in Ärzte aus dem Fernsehen.

– Er hasst Prostituierte, prostituiert aber immer seine Sekretärinnen.

– Sie ist gegen Legebatterien aller Art, holt aber immer die billigsten Hühnereier im Supermarkt.

– Er isst kein Fleisch, kauft aber gerne die kleinen Salami-Würstchen an der Tankstelle.

– Sie unterschreibt alles an Petitionen gegen Gewalt, drückt aber ihre zweijährige Tochter immer wieder brutal mit dem Kopf gegen die Gitterstäbe des Kinderbettchens.

– Er will nicht, dass im Treppenhaus Kippen liegen, spuckt aber seine Kaugummis auf dem Bürgersteig aus.

– Sie mag keine laute Musik, fährt aber mehrfach mit der Harley sehr dröhnend zu Hause um den Wohnblock.

– Er kämpft für die Renaturierung eines Baches, hat aber seine Garageneinfahrt pflastern lassen.

– Sie ist nach außen hin lautstark und plakativ für die Untersützung der Restaurierung des Kölner Doms, spendet ihr Geld aber nur für das Vereinsheim in Monheim am Rhein.

– Er lobt die Existenz der Eisenbahn, will aber nicht die teuren Bahntickets bezahlen.

– Sie will eigentlich den Prozess der Versöhnung, plädiert aber für die weitere Besiedlung der besetzten Gebiete.

– Er spendet für die Armen in Bangladesh, aber er schlägt seine Frau.

– Sie wettert gegen das Vergiften von Hunden, aber ihre Tochter bekommt kein gesundes Frühstück.

– Er ist für absolute Pünktlichkeit, kommt aber sehr oft zu spät.

– Sie wäscht sich jeden Tag die Haare, aber selten die Bettwäsche.

– Er schneidet sich die Fingernägel am Esstisch, kann aber keine Achselhaare leiden.

– Sie liebt Gartenarbeit, hasst aber den Dreck unter den Schuhsohlen.

– Er fährt gerne Fahrrad, wegen der Figur, aber weigert sich, 100 Meter zu Fuß zu gehen.

– Sie telefoniert sehr lange und ausführlich, beschwert sich aber über die Vielredenden an der Supermarktkasse.

– Er ist für Recht und Ordnung, gröhlt aber gerne nachts um 2.00 Uhr Trinklieder.

– Sie ist für das Einhalten aller Regeln, fährt aber mit 1,8 Promille Auto.

– Er ist für mehr Liberalität im Alltag, aber verflucht vermeintliche Schwule in seinem Fußballverein.

– Sie ist für den Frieden, demonstriert auch dafür, raunzt aber ständig ihre Tochter wegen Nichtigkeiten an.

– Er kann alles am besten, angeblich aber absolut nicht aufräumen.

– Sie schreibt nicht gerne Briefe, kann aber Kochrezepte stundenlang von Hand in eine Kladde eintragen.

– Er mag Briefträger und die Post nicht, bestellt aber ununterbrochen bei Internetanbietern.

– Sie ist für mehr Ökologie, bestellt aber dauernd Schuhe und Jacken und Parfüm bei Shoppingsendern, um dann 80 % der per Auto ankommenden Ware wieder zurückzuschicken.

– Er ist prinzipiell für mehr Bildung, möchte aber nicht einmal für den nächsten Spanisch-Urlaub ein paar Grundkenntnisse pauken.

– Sie liebt ihn, aber nur wenn er sie auch liebt.

– Er hasst Hunde, nennt aber seinen Goldfisch „Rex“.

– Sie weint sehr viel, beklagt aber zugleich den hohen Taschentuchverbrauch der Bundesrepublik.

– Er ruft ständig sehr laut im Treppenhaus, möchte aber ein Flugverbot wegen der Lärmbelästigung.

– Sie hat immer schlechte Laune, beklagt sich aber über die unhöflichen Kontrolleure im öffentlichen Nahverkehr.

– Er ist für die religiöse Toleranz, kann aber den Anblick von Buddhastatuen und Moscheen nicht ertragen.

– Sie schwärmt von den USA, ist aber für ein Verbot von Fastfood.

– Er ist gegen Autobahnen, fährt aber 3 x pro Jahr „just for fun“ von Bielefeld bis nach Salzburg.

– Sie tanzt sehr gerne, möchte aber die Zulassungszahl von Diskotheken begrenzen lassen.

– Er bedauert demonstrativ die Obdachlosen, ist aber für ein radikales Verbot des Herumlungerns im öffentlichen Raum.

– Sie ist gegen das Rauchen, stemmt sich aber einem Verbot von offenen Kaminen in Wohnungen entgegen.

– Er ist gegen Parteien und Verbände und Vereine, hat aber schon 3 Bürgeriniativen begründet.

– Sie zerstampft Kleinstspinnen auf der Terrasse, ist aber gegen das Schächten von Schafen zu religiösen Zwecken.

– Er mag keinerlei Chemie in seiner Wohnung, ist aber als Geschäftsführer für das illegale Verklappen von Altöl in einem Nebenfluss verantwortlich.

– Sie will nichts mit Geld zu tun haben, gibt aber ununterbrochen genau dieses aus.

– Er mag angeblich kein Fleisch, bestellt sich aber immer wieder Schnitzel.

– Sie findet sich zu dick, kauft aber immer wieder Chips und Erdnüsse für die Fernsehabende.

– Er träumt vom Paradies, verpestet aber die Nachbarschaft, indem er seinen Motor immer wieder mindestens 15 Minuten im Standbetrieb laufen lässt.

– Sie ist gegen Exzentriker, trägt aber nur rote Hosen und bunte Haarbänder.

– Er wählt CDU, denkt aber wie ein FDP-ler.

– Sie wählt SPD, ist aber gegen die Erfindung und Einführung von Hartz IV.

– Er schreibt selber viele lange Texte, hasst aber wortreiche Diskussionen.

– Sie mag lange Naturwanderungen, protestiert aber nie gegen neue Trassen, die die Landschaft weiter verschandeln.

– Er hört gerne Musik, weigert sich aber zum Ohrenarzt zu gehen.

– Sie hat Sehnsüchte, erlaubt aber anderen nicht von den eigenen Sehnsüchten zu sprechen.

– Er spielt Schach, findet Logiker aber saublöde.

– Sie pokert, ärgert sich aber über Männer, die keine Miene verziehen.

– Er hat ein dickes Bankkonto durch eine Erbschaft, ist aber für die Einführung von Zwangsarbeit für alle Sozialhilfe-/HARTZ-IV-Empfänger.

– Sie kennt Stalin nicht, ist aber gegen den Stalinismus.

– Er hat noch nie von H. Hesse gehört, will aber seinen Urlaub in Hessen machen.

– Sie kann überhaupt nicht zeichnen, träumt aber von einer Karriere als Malerin.

– Er schimpft über die „Neger“, ist aber selber Kind einer farbigen Mutter.

– Sie ist Sozialistin, will aber ihr Mittagessen im Betrieb mit niemandem teilen.

– Er ist arm, massiert aber sein Bein.

– Sie ist gegen den Machbarkeitswahn, kauft aber jedes Jahr woanders eine grauenvolle Ferienwohnung an einer grauenvoll verbauten Küste.

– Er kann nicht skifahren, möchte aber partout keinen Kurs machen.

– Sie kann nicht schwimmen, beklagt sich aber über die hilflosen Menschen bei einem Fähruntergang auf dem Viktoriasee.

– Er ist für Afrika, ist aber nicht bereit, afrikanisch essen zu gehen.

– Sie spricht immer von „Ehre“ und „Anstand“, lässt sich aber jeden Tag von ihrem Mann demütigen.

– Er weiß angeblich alles von der Welt, kann aber nicht sagen, was der Kern des Hinduismus ist.

– Sie ist angeblich furchtbar gebildet, will aber alle Erdbeben verbieten lassen.

– Er ist kein Neonazi, möchte aber dennoch die Prügelstrafe für alle Ausländer.

– Sie wählt den linken Ausgang aus dem Park, obwohl der rechte Ausgang genauso aussieht.

– Er will den Druck auf alle Arbeitslosen erhöhen, hat aber als dauerhaft Arbeitsunfähiger die letzten 12 Jahre nicht mehr gearbeitet.

– Sie will eine schönere Umwelt, kauft aber für den Garten grauenvoll hässliche Sichtelemente im Baumarkt.

– Er schwärmt von der Lebensart in Südfrankreich, lässt aber jeden Zentimeter seines Grundstückes pflastern oder mit Platten belegen.

– Sie hat von nichts Ahnung, behauptet aber, unheimlich viel zu wissen.

– Er hat von nichts Ahnung, möchte aber unbedingt zum Abteilungsleiter ernannt werden.

– Sie kann die Handyrechnung nicht bezahlen, möchte aber trotzdem noch einen weiteren Vertrag abschließen.

– Er glaubt an Jesus Christus, ist aber dennoch für die Todesstrafe.

– Sie glaubt an nichts und niemanden, geht aber dennoch sonntags zur Kirche.

– Er singt im Chor, möchte aber Gesangswettbewerbe im Fernsehen verbieten.

– Sie geht zu jedem Casting, beklagt sich aber über die vielen, oberflächlichen Film- und Fernsehproduktionen.

– Er nahm nie Schauspielunterricht, möchte aber trotzdem die Hauptrolle in der Laienspielgruppe bekommen.

– Sie nahm nie Drogen, behauptet das voller Stolz, ist aber dafür tablettensüchtig.

– Er hasst Heroinsüchtige, ist aber selber Alkoholiker.

– Sie mag keinen Sex, ist aber dennoch 1 x im Monat im Swingerclub.

– Er spricht für die Moral auf der Rednertribüne im Parlament, geht aber seit 12 Jahren fremd.

– Sie mag keine Ausländer, isst aber Pizza und trinkt französischen Rotwein.

– Er sagt, er ist nicht spielsüchtig, trifft sich aber mit seinen Freunden 3 x die Woche in der Spielothek.

– Sie findet das Internet blöd, surft aber jeden Tag mindestens 3 Stunden.

– Er hält nichts vom Internet, hat aber genau darüber seine Frau kennengelernt.

– Sie kennt keine Krabben, isst aber mit Vorliebe Scampis.

– Er mag keine Waffeln, bestellt aber immer wieder Eierkuchen.

– Sie möchte nicht so fettreich essen, bestellt aber mehrmals in der Woche „Pommes mit Mayo“.

– Er mag Tahiti, verflucht aber die exotischen Kostüme mancher Karnevalisten.

– Sie ist lesbisch, kann aber Frauen, die sich in der Öffentlichkeit küssen, nicht ausstehen.

– Er hat nichts gegen Schwule, wettert aber mit, wenn in der Kneipe böse Witze über diese gemacht werden.

– Sie will keine Einführung von Schulgeld, hat aber bei der Einführung der Studiengebühren applaudiert.

– Er kann nicht tanzen, hasst aber „Hänger“ aller Art.

– Sie mag Frau Müller nicht, grinst der aber dauernd ins Gesicht.

– Er liebt Frau Legewies, zeigt ihr dies aber nicht.

– Sie möchte gerne mal „hart genommen werden“, schreibt aber Ratgeber für sanften Sex.

– Er versteht die Welt nicht, will aber Universitätsrektor werden.

– Sie ist Managerin, weiß aber nicht, wie sie das Fahrrad mit dem Plattfuß vom Bahnhof zurück zu ihrer Wohnung bekommt.

– Er ist Notar eines Großunternehmens, klaut aber immer wieder Schnapsflaschen zu 2,20 Euro in der Tankstelle.

– Sie ist doof, hält sich aber für intelligent.

– Er hält sich für intelligent, ist aber doof.

– Sie hat keine Ahnung, muss aber allen möglichen Menschen stundenlange Vorträge halten.

– Er wüsste, zu allem etwas zu sagen, schweigt aber wie ein Fisch.

– Sie hört schlecht, will aber unbedingt als Souffleuse arbeiten.

– Er macht im Prinzip ein sehr gutes Gulasch, will es aber niemals kochen.

– Sie ist magersüchtig, will aber keine Werbung für Essen im Fernsehen haben.

– Er guckt gerne Fernsehen, mag aber die Werbung nicht.

– Sie pocht auf Anstand, läuft aber sehr oft mit offener Hose durch die Stadt.

copyright klau|s|ens in allen schraibwaisen und schreibweisen, u.a. als klausens oder klau(s)ens oder klau“s“ens, im märz 2010 und ff. (begonnen schon am 12.3.2010)

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klau|s|ens zum plagiatsvorwurf gegen helene hegemann – www.klausens.com

klau|s|ens, der roman ist noch nicht raus, aber die vorwürfe sind schon da.

du meinst helene hegemann: „axolotl roadkill“.

wenn es es denn ist … ja, das buch meine ich.

sie haben erst vom feuilleton gejubelt und geschrien über ein „jahrhundertwerk“ – und man merkt dann doch, was man vom feuilleton zu halten hat. das feuilleton ist eine ho-ho-ha-ha-lachbude für sich.

wird das werk denn schlechter, wenn teile daraus abgekupfert sind?

halt, halt, die dame hat direkt material von anderen genommen. und das in ihr buch gesetzt.

heiner müller hat mit der STASI zusammengearbeitet und gesagt: er brauchte das als material. nur deshalb. STASI-mitmachen als „material“. manchmal wird es ja überaus kritisch.

die autorin hier hat aber texte genommen, als wären es ihre eigenen. so geht es doch nicht.

aber darf man nicht montieren? hat nicht schon john heartfield montiert?

ja, gewiss: es ist ein künstlerisches prinzip. montage. ich erinnere an john dos passos.

diesen autor der U.S.A.? sein dickes romanwerk „manhattan transfer“? 1925 erschienen?

ja, den meine ich. – man muss dann sagen: „ich habe montiert!“ und man soll auch sagen, was man montiert hat … und woher man das montierte denn hat. im urheberrecht gibt es ja ein recht zum zitieren, damit die wissenschaftler überhaupt arbeiten können. aber es heißt immer noch „zitieren“.

dann hat diese dame geklaut, was man nicht klauen soll?

die dame zeigt, dass sich alles auflöst, was sich nicht auflösen darf. alle werte unserer kultur fließen twitternd dahin. alles wird geklaut. alles fliegt dahin. alles ist da. wissen wird frei und vollkommen losgelöst von einer autorenschaft. wissen wird universell und personenlosgelöst.

woher kommt das?

alles ist da, was früher nicht da war, ist jetzt da. sofort. zack-zack. du konntest zwar immer ein buch in der bibliothek leihen und daraus „klauen“. aber dann musstest du es mühsam abschreiben.

und heute?

heute gehst du ins internet, sucht dir einen text da und einen text dort, und machst dann dieses STRING + C und STRING + V und fertig ist der „große text“.

dann könnten wir doch auch so einen text schreiben.

jeder kann so einen text schreiben. aber wir wissen nicht, ob es SO einer würde, wie der von der hegemann. das künstlerische liegt dann in der komposition der montage. aber im prinzip ist das klauen heute so leicht wie nie zuvor.

es lebe die moderne!

die moderne führt eben zu diesen vermehrten klau-fällen, auch in der wissenschaft. sobald die technik da ist und dinge möglich macht, werden es die menschen im guten und im schlechten nutzen. (ich erinnere an das sampling in der musik. ein thema für sich.)

aber du selber heißt doch „klau|s|ens“ … und ich heiße „zweitklausens“. ich lese bei unserem namen „klausens“ ja auch immer KLAU SENSE.

so ist es auch gedacht. KLAU SENSE. klaue sinn!

heißt es, dass du sinn klaust?

ja, das heißt es. und die leute klauen sinn bei mir.

dann bist du ja auch ein plagiator!

ich rufe dazu auf, aber nicht so wie die hegemann es tat (die aber jung ist, ihre jugend wird sie immer entschuldigen).

wie meinst du es denn?

ich meine, dass man immer in einer welt drin lebt, die voller gedanken, ideen, texte, kunstwerke, gestalten und auch ideologien ist … und man wird von diesen dingen ständig behämmert, bedroht, becirct und beeinflusst.

alle klauen voneinander?

der künstler nimmt den input der gesellschaft in sich auf, verarbeitet ihn und stößt dann etwas aus. und auch wenn es unbewusst geschieht, ist doch alle kunst immer auch ein ergebnis der aktuellen und historischen umwelt … und der schon vorliegenden kunst, die ja wieder einflüsse ausübt. das gebräu, das dich umgibt, fließt in deine kunst hinein. man weiß gar nicht, wem die autorenschaft gebührt. der künstler ist der ausstoßer des gebräus, weil irgendein kreator sich eben diesen (oder eben diese) zum ausstoßen der dinge aussuchte.

man müsste nach alaska-kanada in den wald, um sich dessen zu entziehen?

ja, nur so. aber wir alle leben eben in der einflusssphäre unserer welt.

dann bist du für das „klauen“, aber du meinst nicht text, sondern sinn?

ich meine, man klaut, auch wenn man nicht will. die idee, die wir beide heute in königswinter haben, haben zudem andere vielleicht zur gleichen zeit in hawaii oder zeng-gong-fang.

wo ist das denn?

ich weiß es nicht. oder sollte es nicht so einen ort geben können? unsere gedanken machen alles möglich. und seit der möglichkeit zu reisen und seit dem fernsehen und seit dem internet sind diese gedanken von den vielfältigsten einflüssen gespeist.

dann findest du „klauen“ nicht schlimm?

doch: wenn man absichtsvoll die idee eines anderen klaut, um sich selber damit zu schmücken … dann ist es schlimm. aber wenn man sich von den dingen inspirieren lässt und deshalb die essenz der dinge „klaut“, um etwas neues zu machen, dann ist es genauso, wie kunst und literatur funktionieren. material wird neu bearbeitet und verarbeitet. ein ewiger fluss, den niemand stoppen kann und soll.

von dir lernt man immer so viel, klau|s|ens.

danke, zweitklausens, aber manchmal klaue ich auch von dir.

ich dachte, ich klaue von dir?

was du immer denkst?!

wer hat denn jetzt das folgende gedicht geschrieben? du oder ich?

wir-ich! WIRICH !!!! (ein neues wort! aber vielleicht hat es schon jemand vor uns erfunden! die person möge sich dann bitte melden. aber mit quellenangabe und belegstelle.)

wie geht es denn? dein gedicht! lies doch mal!

RECHTEINHABERZWEIFEL

Copyright Klau|s|ens 9.2.2010
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Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, 9.2.2010, Dienstag, auf der Autobahn A 3, Höhe Leverkusen-Opladen, von Köln Richtung Düsseldorf, gegen 11:30 Uhr, als der Autor über den Fall Hegemann nachdachte.

seltsames gedicht. (ich lese die überschrift als RECHT-EIN-HAB-ER-ZWEIFEL.) da geht es ja nur ums COPYRIGHT, welches zum bestandteil des gedichtes selbst geworden ist. jetzt verstehe ich auch, warum du das mit dem COPYRIGHT bei deinen texten immer so übertreibst.

ich spiele damit. (außerdem sind es unsere texte.)

du übertreibst es doch!

bitte, bitte, wenn du meinst.

du möchtest auf diesen umstand der autorenschaft überdeutlich hinweisen!

klar, ich lege ja sooooooooo viele texte im internet ab, und ich möchte zumindest nachweisen können, dass ich als erster die idee hatte.

das also doch!

ja, gewiss: der künstler ist ein schwacher mensch. irgendwie doch. man weiß zwar, dass alles material „fliegt“, aber man klammert sich dennnoch an die autorenschaft, weil sich sonst das ego des kulturschaffenden in ein nichts auflösen würde. ich poche also noch darauf, dass die sachen aus mir entsprangen, wenngleich ich weiß, dass mein „ich“ nur eine vision ist. in der realität ist mein „ich“ immer auch das „ich“ der welt um mich herum.

und ich bin ja auch noch dabei!

ja, ja, auch du, zweitklausens, du bist teil meines „ich“. das macht die autorenschaft in unserem fall noch komplexer und noch schwieriger.

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Beim Symposium „STATUS QUO VADIS?“ ist auch KLAUSENS

na, klau|s|ens, sie tagen wieder!

in deutschland wird ununterbrochen getagt. du musst nur einmal in den großen tageszeitungen nachlesen, was da alles wo und wie angekündigt wird.

und worum geht es beim „STATUS QUO VADIS?“ in bonn?

es geht um die kunst und um das geld.

wie soll ich das verstehen?

das geld ist knapp, das geld wird knapper.

aha!

entweder es kommt vom staat oder von privaten mäzenen.

oho!

letztere sparen, der staat spart auch, während er sich verschuldet – und die kunst weint.

die kunst?

die kultur!

die kultur?

was meinst du? wieso deine fragezeichen?

ich denke alle reden viel, und jeder ist möglichst ungenau.

ist es so?

man wundert sich immer, wie viele menschen reden, ohne dass sie wirklich tief und substantiell von den dingen reden. ohne richtig nachzudenken. ohne den grund.

findest du?

aber ja – das finde ich. jeder erzählt aus seiner welt, schildert kaum verhohlen seine geld-begehrlichkeiten … aber die dinge von oben zu beschauen, das schaffen nur wenige.

wem traust du es am ehesten zu?

nach dem ersten tag? thomas steinfeld, dem feuilletonmann von der SZ.

meinst du wirklich?

„meinen“? – ich habe keine meinung, weil „kunst und kultur“ per se ein meinungsbrei ist.

aber der herr grosse-bockhoff redete doch auch!

ja, er sprach als NRW-staatssekretär und vertrat die staatsseite – und er wollte eine philippika reden.

war es so?

grosse-brockhoff griff etwas an: museumsmann stephan berg (direktor kunstmuseum bonn) will 80 % geld für eine neue große kunstsache 2010 – und grosse-brockhoff meinte, ein drittel vom staat müsse auch reichen. er solle sich den rest woanders holen. nicht immer alles vom staat!

80 versus 33,3PERIODE3?

ja, das ist kunst: es treffen unterschiedliche subventionswünsche aufeinander, mitten in einem symposium, der eine schluckt, der ander spuckt – und dann sind wir wieder mitten in der kulturlosigkeit.

du fandest vieles fade?

du nicht? kunst machen und kunst verwalten sind eben zwei dinge.

IMPULSREFERATE

Impulsreferate wirken sich zu
Selten auf den Puls
Aus
Diesem Grund brauchen wir
Impulsgedichte
Diese werden nass gemacht und
Dann einfach um das Handgelenk gelegt

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau=s=ens oder Klau?s?ens oder Klau$s$ens, LIVE, am 5.2.2009, Donnerstag, gegen 18:25 Uhr, Kunstmuseum Bonn, bei „STATUS QUO VADIS?“, mit gestern u.a. Olaf Metzel, Stefan Gronert, Stephan Berg, Christina Végh, Ludwig Krapf (Begrüßung), Bruno Brunnet, Thomas Steinfeld, Andreas Wiesand, Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff

oder:

NORMALER MUSEUMSRUNDGANG

Mist hängt
An der Wand
Doch keiner
Der Künstler
Hatte ein
Happening
Angekündigt

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau$s$ens oder Klau€s€ens oder Klau?s?ens, LIVE, 5.2.2009, Donnerstag, Kunstmuseum Bonn, STATUS QUO VADIS?, es redet Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, gegen 18:45 Uhr

siehe auch: http://www.klausens.com/klausens-bei-status-quo-vadis.htm
und: http://www.klausens.com/seriello-olaf-metzel.htm

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BUNDESNETZAGENTUR erhielt KLAUSENS Besuch

holla, klau|s|ens, was versprichst du dir mit solchen fotos?

ich war bei der bundesnetzagentur, die ihren hauptsitz in bonn hat, tulpenfeld 4, 53113 bonn.

na und?

die bundesnetzagentur warnt uns doch immer, wenn es böse schädlinge und viren gibt.

gewiss, aber keiner weiß, was sie genau macht.

was denn? was macht sie denn?

„Im Bereich Telekommunikation und Post sorgt sie für

* die Sicherstellung eines chancengleichen und funktionsfähigen Wettbewerbs, auch in der Fläche,
* die Sicherstellung einer flächendeckenden Grundversorgung mit Telekommunikations- und Postdienstleistungen (Universaldienstleistungen) zu erschwinglichen Preisen,
* die Förderung von Telekommunikationsdiensten bei öffentlichen Einrichtungen,
* die Sicherstellung einer effizienten und störungsfreien Nutzung von Frequenzen, auch unter Berücksichtigung der Belange des Rundfunks und
* die Wahrung der Interessen der öffentlichen Sicherheit.

Neben der Regulierung hat die Bundesnetzagentur im Telekommunikations- und Postmarkt noch weitere vielfältige Aufgaben; sie

* vergibt Lizenzen im Postbereich,
* trägt zu Lösungen von Fragen im Rahmen der Standardisierung bei,
* verwaltet Frequenzen und Rufnummern,
* klärt Funkstörungen auf,
* bekämpft den Missbrauch von Rufnummern,
* beobachtet den Markt und
* berät die Bürger über neue Regelungen und deren Auswirkungen.

Im Bereich Energie gewährleistet sie

* eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche leitungsgebundene Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizität und Gas,
* die Sicherstellung eines wirksamen und unverfälschten Wettbewerbs bei der Versorgung mit Elektrizität und Gas und die Sicherung eines langfristig angelegten leistungsfähigen und zuverlässigen Betriebs von Energieversorgungsnetzen.
* die Umsetzung und Durchführung des Europäischen Gemeinschaftsrechts auf dem Gebiet der leitungsgebundenen Energieversorgung.“

und nun?

ich dachte, das schreckt vielleicht computer-kriminelle ab.

was?

… dass wir schon mal bei der bundesnetzagentur vor der tiefgarage gestanden haben.

aber sie soll doch den „wettbewerb“ erst „sicherstellen“, also ermöglich. warum siehst du das nicht ein?

was?

… dass sie indirekt auch für ganz viele schabernack-dinge im internet mitverantwortlich ist.

warum sperrt sie dann nicht fotos von aus- und einfahrten von tiefgaragen. das bringt dem wettbewerb doch gar nichts … außer den schaden verlorener zeit.

aber vielleicht ist das der geheime auftrag!

von wem?

der geheime auftrag der bundesnetzagentur: „suchen Sie die verlorene zeit. – beobachten Sie insbesondere die künstler und schriftsteller klau|s|ens nebst zweitklausens in ihrem (verdammt klugen) scheinbar sinnlosen tun.“

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MAX GOLDT und jener KLAUSENS

oh, klau|s|ens, nun auch max goldt?

ich musste ja! er war im pantheon zu bonn. er las.

wieso?

er hat doch einige preise und einen gewissen kultstatus.

woher?

ich erinnere mich an das lied „jetzt ist wieder hubschrauberabsturz“ … oder so ähnlich.

ein liedsängermacher und textedoch-publizist?

aber ja: er beobachtet die welt und glossiert so vor sich hin. (er nimmt allerdings dann auch personen des öffentlichen lebens durch die mangel.)

schön! oder weniger schön! sowas stumpft sich ja auch ab. wie die merkel-witze bei den kabarettisten.

nein, nein, ja, ja … das dachte ich ja auch – aber ich war dann doch eher befremdet.

wovon?

von seiner art, die texte zu lesen. seiner haltung. seinem ausdruck. seiner ausstrahlung.

wie war diese?

ein nuschelnder nörgler, dessen „humor“ nur maske einer großen lebensunzufriedenheit ist.

sind nicht alle schriftsteller so?

wir auch?

ich dachte!

aber, aber … ich schreibe doch immer meine LIVE-gedichte. (http://www.klausens.com/klausens_und_max…)

wir schreiben, klau|s|ens. wir: also klau|s|ens und zweitklausens in einer person.

also nochmals: ich schreibe dann (mit oder ohne dich oder womit oder mit wem auch immer) diese LIVE-gedichte.

und dadurch bist du glücklich?

aber ja doch, zum kuckuck!

nie erregt? verärgert? verbiestert?

nein! jetzt reicht’s aber!

wie ich schon sagte: schriftsteller haben doch alle eine eher negative einstellung zu den dingen. … und man darf sie noch nicht mal darauf ansprechen. das ist das besonders traurige.

ich bin nicht traurig!

… und zuhören können sie erst recht nicht.

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ULRICH PELTZER in KLAUSENS Gedichten

klau|s|ens, du wirst noch von der literatur gefressen.

wir, zweitklausens, wir!

nach bitburg kam dann düsseldorf – und genau der ulrich peltzer aus krefeld, von dem du auch gestern schriebst, der war dann ja auch gestern in duesseldorf.

ich musste hin!

ich auch!

und wieder haben wir geschrieben!

und wieder ist ein großer schriftsteller verstorben.

wer denn noch?

tschingis aitmatow, allerdings nicht parallel zur preisverleihung an peltzer, sondern parallel zur lesung von peltzer am tag nach der preisverleihung.

mir ist der ganze literaturbetrieb zu komplex.

fandest du es nicht schön?

was?

… dass auf der bolkerstraße in düsseldorf sich die menschen in der schwülen luft umtrieben und an tausenden fernsehern dort in der altstadt die europameisterschaft guckten und sich die biere hineinschlangen, in diese leiber?

du stellst fragen! wir wissen doch, dass die verschiedensten welten nebeneinander existieren können. – das publikum bei der lesung sah jedenfalls ganz anders aus, als jenes dort draußen.

hubert winkels sprach mit peltzer – und der las auch etwas, aus seinem neuen buch „teil der lösung“.

war es schön?

ist es nicht schön, wenn man einen sohn der eigenen stadt wiedertrifft … und der ist berühmt ???

und du?

und du? antworte doch du!

mir reicht es doch schon, wenn ich in KÜRSCHNERS DEUTSCHER LITERATUR-KALENDER komme. ausgabe 2008/2009. alles andere … nun ja. die dinge harren. und wir der dinge.

du solltest noch mehr gedichte schreiben!

zusätzlich zu allem anderen, zweitklausens?

aber ja, klau|s|ens, das würde uns erfreuen.

ich schrieb auch zu ulrich peltzer meine gedichte.

wo finde ich die?

zweitklausens, du schreibst doch immer mit, wo wir beide doch …

… zwei personen in einer sind, ich weiß, klau|s|ens. ich wäre aber lieber eine multiple persönlichkeit.

mit unserem welteinfluss als regionalkünstler und unserem regionaleinfluss als weltkünstler sind wir nicht nur eine multiple persönlichkeit, sondern wir sind als multiple persönlichkeit auch noch multiple. wir sind also multiple multiple persönlichkeiten.

schön!

lies erst die gedichte unter http://www.klausens.com/klausens_und_ulrich_peltzer.htm
dann reden wir weiter!

vielleicht eines vorab?

OK, wenn du magst:

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Niemand
Hat etwas
Zu sagen

Copyright Klau|s|ens = Klausens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klausens oder Klau:s:ens oder Klau_s_ens, LIVE, am 10.6.2008, Dienstag, Heinrich-Heine-Haus Düsseldorf, Bolkerstr. 53, bei der Lesung von Ulrich Peltzer bzw. beim Gespräch von Ulrich Peltzer mit Hubert Winkels.

und das soll eines deiner LIVE-gedichte sein, klau|s|ens?
entsprechend deiner LIVE-DICHTEN-THEORIE? ist es nicht zu karg?

das gedicht trifft auf die diskussion der beiden, die vorne saßen. meine gedichte entstehen parallel. sie müssen nicht lang sein, um treffend zu sein.

ich verstehe.

etwas von mir: „ein dichter sagte andauernd ‚ich verstehe‘, um dem unverständnis der welt etwas von sicherheit zu geben: es war ihm ein akt der reinsten humanität.

und das verstehe ich auch, klau|s|ens. – wenigstens deine zitate sind unübertroffen!

unsere, zweitklausens. unsere !!!

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Klausens DOPPEL-BUCH-ZITAT als WELTZITAT zum BUCH

DOPPEL-BUCH-ZITAT

Wer Bücher liest und nicht nur sammelt,
hat vielleicht mehr davon.

Wer Bücher sammelt, und nicht liest,
hat vielleicht mehr davon.

Copyright 23.8.2008, Mittwoch, Klau|s|ens in allen Schreibwaisen und -weisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau{s}ens oder Klau-BUCH-s-BUCH-ens

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