Schlagwort-Archive: bahnhof

Zum Tod im Schrecken der Rekorde von Massen in Duisburg (Loveparade) und anderswo schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, viel zu viele menschen!

unter 1 million geht gar nichts mehr.

das ist doch schrecklich.

19 tote (bislang) – das ist ganz furchtbar schrecklich: ja.

aber wieso hat denn keiner …?

sie haben (bis zu) eine millionen menschen auf einen platz gepfercht oder pferchen wollen, der ringsum zu war. das konnte nicht gut gehen. oder sie dachten: so viele werden es schon nicht. das konnte erst recht nicht gut gehen.

aber die hatten ein team samt professor in der vorbereitung.

das team hat versagt, und der professor für panikforschung auch.

wieso nur?

du kannst menschen nicht immer kontrollieren: je größer die masse, desto schwerer das kontrollieren. sie brauchen gassen und lücken, sie brauchen platz und luft und licht, sie wollen weg, sie wollen raus – sobald man das vergisst, vergisst man alles.

der platz war voll.

dann haben sie ihn zugemacht. das war richtig.

so machen sie es auch immer in berlin.

ach ja: berlin. das große vorbild. da müssen immer 1 million silvester feiern, ums brandenburger tor. berlin! berlin! massen! millionen! dicht an dicht! chaos! risiko! enge! angst! bescheuerte welt!

irgendwo müssen die millionen doch herkommen.

soll die ganze welt „berlin“ spielen? wirklich? es ist leider so: die massen sehnen sich nach massen.

in der masse kann ich wegtauchen. ich werde ein „ohne-ich“. das ist angenehm.

ja, ja, das „ohne-ich“. ein neues wort von dir. – aber die masse kennt kein pardon.

wenn die masse sich einmal wie eine viehherde in bewegung setzt, dann …

aber so war es nicht.

was?

gestern, in duisburg. es war anders.

wie denn?

der tunnel war voll, ja, ja, aber da waren menschen, die wollten anders aufs gelände. das ging nur über, also durch den tunnel … oder …

eben: das gelände war voll, und nun hieß es: es kommt keiner mehr rein.

nix loveparade?

für viele wohl nicht. die sind aber extra deshalb angereist.

und dann?

dann wollen sie dennoch rein … „kluge“ denken: ich steige über die zäune, gehe über die brücke, die den tunnel erst zum tunnel macht, klettere also auf das gelände, und dann bin ich da. die klettern dann wild enge treppen hoch, oder leitern, oder direkt an der wand, um nach oben zu kommen, auf den tunnel drauf … und stürzen ab. wummmmsss. die panik ist da. im tunnel, am tunnel, vor dem tunnel. egal: nichts geht mehr. leichen liegen auf einmal da.

und die menschen sind oft so dumm „klug“. die „klugheit“ paart sich mit dem besoffensein. ich habe die loveparade 2007 in essen erlebt.

und?

es war grauenvoll so viele total betrunkene und vor allem sehr junge betrunkene menschen zu sehen. das war nix von „love“ und „peace“. da war nur alkohol und sich vergessen. dazu urin, kot, kotze, alle fiesigkeit des überfüllten lebens.

und so war es auch in duisburg?

was ich im fernsehen sah, waren unendlich viele betrunkene jugendliche. gewiss.

und die wollten nun aufs gelände.

sie sind betrunken … und fangen an zu klettern. sie überwinden diese aufgestellten zäune, die man auch von baustellen kennt.

das war doch klar. keiner will draußen bleiben. wofür ist man denn angereist?

ja, wenn man etwas nachdenkt, dann weiß man: das war doch klar. ab einer bestimmten masse ist alles klar.

da sind doch solche zäune kein halten.

eben: aber sie (die macher) waren sich ja sicher, sie würden alles beherrschen.

wie naiv!

wie fatal! – in bochum haben sie es abgesagt, letztes jahr, 2009. der wichtigste grund war: wir können die massen nicht händeln. es werden zu viele sein, und bochum ist zu klein. allein schon der bahnhof. kluge leute in bochum! saukluge leute! die in bochum verdienten einen preis für besonnenheit!

aber in duisburg sah man das anders. ruhm !!! immer wieder: ruhm in aller welt !!! bilder über duisburg in aller welt !!!

sicher: kulturhauptstadt ruhr 2010, dann in duisburg die loveparade: die beste werbung der welt.

und nun?

nun ist das ganze „konzept“ im massentod zusammengebrochen. wie kann man menschen auf einem umzäunten gelände einpferchen? gleise, autobahn, zäune, straße: nirgendwo ist space. wer denkt sich so etwas aus? zehntausend vielleicht, auch 50000 wie bei einem fußballspiel, aber doch nicht 1 million oder 1,2 millionen oder 1,4 millionen menschen.

die waren ja nicht alle auf dem platz am güterbahnhof in duisburg, der unweit vom hauptbahnhof ist.

ist doch egal: die wollten dahin, die wollten darauf …. und dann kamen sie nicht weiter, und dann muss nur etwas passieren und alles stockt. und bald hast du panik, so oder so.

es waren diese menschen, die da hoch geklettert sind.

es ist egal, wer es war. es wird bei alkohol und so vielen menschen immer vorfälle geben. jedes sicherheitskonzept muss alle solchen vorfälle mitdenken. ich betone: ALLE!

haben sie aber nicht.

eben! sie haben überlegt, was passiert, wenn/falls eine bombe explodiert, in diesem tunnel, aber sie haben nicht überlegt, was passiert, wenn die menschen wild über die zäune steigen und dann auf die tunneldecken/-dächer selber …. und damit dann auf das gelände der loveparade klettern werden.

was denkst du?

schrecklich. sie sollen aufhören mit diesen massen, diesen millionen. wir brauchen keine massen, wir brauchen keine millionen: die kann man gar nicht wegbekommen, von diesen events, und das hinbekommen ist auch ein unding.

aber sie suchen die massen. die massen suchen auch massen. alle welt sucht massen. die medien suchen massen.

eben: je mehr massen, desto mehr medienhype, das ist wohl die erwägung. eine erwägung des untergangs. der WDR war gestern LIVE drauf, wegen der massen. toll!!! ich will keine massen mehr! ich hasse die massen.

die massen brauchen sich selber, um sich als menschen zu spüren.

anders: die massen brauchen sich, um ihr menschsein in der massenhaftigkeit zu vergessen.

dein kunstwerk? zu diesem schrecken?

es heißt: „duisburg 24.7.2010 tunnel und menschen und schrecken“ und stammt von heute, 25.7.2010. man will verarbeiten, was nicht zu verarbeiten ist. schon ja nicht für die angehörigen und freunde der opfer. auf der homepage der loveparade lese ich soeben:

„Unser Anliegen, ein fröhliches Miteinander von Menschen durchzuführen, ist von den tragischen Unglücksfällen am 24.Juli 2010 überschattet worden. Daher beenden wir den Livestream zur Loveparade. Unser aufrichtiges Beileid gilt allen Angehörigen und unsere Gedanken sind bei denjenigen, die derzeit noch versorgt werden müssen.

Die Stadt Duisburg hat eine Hotline eingerichtet, unter der sich besorgte Angehörige informieren können: 0203-94000.

Our wish to arrange a happy togetherness was overshadowed by the tragic accidents on 24th July 2010. Therefore we are ending the live stream of the Loveparade. Our sincere condolences to all the relatives and our thoughts are with all of those who are currently being taken care of.

The city of Duisburg has set up a hotline at which concerned relatives can get further information: ++49 – (0) 203-94000.“

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Grossartiges erstes Bandkonzert von Musiker HERR MAYER in Köln im Gaffel am Dom erlebt KLAUSENS

klau|s|ens, herr mayer gab sein erstes bandkonzert?

genauso ist es passiert: ein tolles, schönes, gelungenes, kraftvolles … und auch sympathisches konzert.

dann ist HERR MAYER auf dem weg nach oben?

ich denke, ja, ja.

ich denke auch: so sieht es wohl aus – und er hat mit dem GAFFEL AM DOM auch eine beste location für so einen band-auftritt gefunden. (und wohl dort auch unterstützer.)

also war alles „erste sahne“, wie man so schön sagt.

die band war gut, das ganze hatte groove … und es floss überaus beschwingt dahin. super, wie die band harmonierte. dazu abwechslungsreich (z.B. saxophon oder ein chor der helfer. oder er wechselt von gitarre auf clavinova-piano.) – und songs, die einfach gut sind. und die der HERR MAYER wohl selber schreibt.

er hat die karriere-dinge schnell in gang gesetzt, dieser HERR MAYER.

er hat eine CD gemacht, klein, fein – und er hat es geschafft, dass diese bei REWE in der subbelrather str. in köln-ehrenfeld verkauft wird.

er hat also viele helfer.

sicher – aber er schafft es qua musik, aber auch qua einsatz und nettigkeit, diese menschen für sich zu gewinnen.

auf CENTER TV köln war er auch.

und im kölner stadtanzeiger (KSTA). und bei PECHA KUCHA köln.

auch ein künstler namens klau|s|ens = zweitklausens soll schon einen blog-eintrag über ihn geschrieben haben, und ein SERIELLO abgelegt haben.

alles fügt sich zum einem nach dem anderen.

und er macht auch gute musik. es hat also alles einen sinn und einen grund.

gibt es dinge, die man besser machen könnte?

ich denke, er bräuchte eine bessere gesangsanlage. (aber das geht wohl vielen so. die mieten sich die anlagen zusammen. aber sie bräuchten gerade für den gesang das allerbeste vom besten.) er braucht eine gesangsanlage, die die seinige – teils rauchige – stimme klar und rein wie einen klingenden bach an die ohren zu bringen weiß. sonst gehen die schönen texte verloren.

ansonsten?

das GAFFEL AM DOM hat sich als sehr guter veranstaltungskonzert für so ein musikkonzert erwiesen. die bühne steht leicht und zentral im raum, und endlich mal ist das publikum nicht längs, sondern breit in einem großen kreis um die bühne angeordnet. zudem erstickt man nicht in enge: man hat platz und space … und fühlt sich als zuhörer richtig wohl.

das hat dir also gefallen?

ja, das hat mir … zu der musik von HERR MAYER und seiner band (denn es war ja sein erstes mit-BAND-konzert) sehr gut gefallen. man sollte die bühne noch ausleuchten, mit warmem licht von oben, damit die musiker optisch noch „besser ins licht gesetzt“ werden.

ist HERR MAYER vorher noch nie aufgetreten?

doch, doch, an vielen stellen und plätzen. das ist doch teil seiner promotion. seine HÖRPROBEN-TOUR, die er sich ausdachte, sah vor, dass er im oktober und november tag für tag da und dort nur mit gitarre auftrat, wie ein geist aus der flasche: ZACK, ZACK, ZACK. ein paar lieder. und wieder weg.

und so hat er sich auf den 15.11. hingespielt, im gaffel am dom bzw. am hauptbahnhof, wo es ja auch liegt. denn da war dann der erste „große“ auftritt, also mit band.

alles ging tagelang hand in hand, bis dann der letztendliche auftritt mit band erfolgte. das hat er nun auch durch. und wie man hört, wird er nun auch in münchen sich auf den langen weg durch die lokale und gaststätten und museen und supermärkte und kneipen und galerien und was noch machen, um sich sein publikum zu erspielen.

das „starbucks“ in münchen soll auch dabei sein.

es ist schon toll, wenn man einen musik-künstler im werden beobachten und begleiten kann.

er müsste seine homepage ständig aktualisieren. er bräuchte jemanden, der das für ihn macht. http://www.myspace.com/herrmayer

ich denke, bei dem wird sich alles irgendwie finden. schritt für schritt, note für note.

und bei uns? hat das eigentlich von uns jemals jemand gesagt? mit dem „finden“?

ich weiß nicht. wir laufen sowieso auf einem ganz anderen ticket oder auch sound.

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Die DDR-Öffnungszeiten am Bahnhof von Gerolstein beklagt KLAUSENS

klau|s|ens, was ist denn nun noch?

ich wollte bezogen auf den bahnhof in gerolstein extra nochmals auf die öffnungszeiten hinweisen.

warum?

… weil diese so kurios sind, dass ich dachte, es gäbe immer noch die DDR.

gab es in der DDR so kuriose öffnungszeiten?

aber ja doch! die idee war ja: wir dienen nicht dem bürger, sondern wir dienen der schikane. und mit willkürlichen öffnungszeiten, die jeden tag völlig anders sind, kann man die menschen herrlich schikanieren.

und das DDR-entlehnte schikanieren der bürger betreibt jetzt die bahn?

in gerolstein muss man es vermuten.

dafür ist der bahnhof am wochenende auch ganz zu.

sicher, sicher, wofür sind bahnhöfe auch anders da? gerade am wochenende.

klausens-foto-bahnhof-gerolstein-25-10-2009

klausens-foto-bahnhof-gerolstein-25-10-2009

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Über den Zustand des Bahnhofes von Gerolstein beschwert sich KLAUSENS

hey, klau|s|ens, was beschwerst du dich? und vor allem: bei wem?

ich beschwere mich bei der BAHN … und bei aller welt.

die bahn lässt einige ihrer bahnhöfe verkommen. na und?

ich bitte dich!

die bahn hat so vieles verkommen lassen, um dann profitabel zu werden. am ende wollte man an die börse. herr mehdorn wollte doch so gerne an die börse. da musste alles auf den wohl nur noch scheinbaren „gewinn“ gebügelt werden. deshalb gibt es doch auch die probleme mit so vielen zügen, weil deren wartung nicht mehr entsprechend stattfand.

aber schau dir doch diesen bahnhof an!

ich kenne noch andere!

das geht doch nicht.

man zerstört alles!

so meinst du? – ich dachte anders: man lässt alles verkommen.

ist eines nicht das andere?

vielleicht ergibt das eine das andere. du kennst doch die broken-windows-theorie. da haben unter dem schlagwort „broken windows“ zwei US-amerikanische sozialforscher, james q. wilson und george l. kelling, im jahre 1982 das bild der zerbrochenen fensterscheibe symbolisch für die verlotterung der welt gesetzt. diese sei eine scheibe, die sofort repariert werden müsse, um weitere zerstörung und in der folge den niedergang von stadtvierteln und in der folge das entstehen von schwerer kriminalität zu verhindern.

dann wird gerolstein weiter verwahrlosen?

es sieht ganz so aus. das bahnhofs-restaurant ist geschlossen, ein weiteres in der nähe auch noch. man fühlt sich am bahnhof nicht mehr heimisch, nicht mehr geborgen.

mehr nicht?

dann gibt es die kuriosen öffnungszeiten des bahnhofes selbst – und nicht zuletzt die nicht-mehr-funktionierenden klos. gerolstein verludert vom bahnhof her.

und ich dachte immer, es sei ein „einfallgebiet“ für eifeltouristen.

offenbar finden nun die vandalen gefallen an allem. und die bundesbahn lässt alles geschehen.

ob deine fotos jetzt die welt verändern?

du meinst die viele-deutliche-fotos-machen-bestimmt-endlich-alle-wach-theorie? von KLAUSENS und KLAU/S/ENS?

klausens-fotos-bahnhof-gerolstein-am-25-10-2009

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

KLAUSENS schreibt Gedichte zu BDA-Veranstaltung

ach, klau|s|ens, du hast also auch wieder gedichtet?

bei der BDA-veranstaltung? in bonn? mit stefan schmitz und joachim klose? – ja, das tat ich.

GEBÄUDE UND GEBEINE

Das Ergebnis

Einer definierten

Gestalt entspricht

Der Figur einer

Übernatürlichen

Baumonstranz

© Klau|s|ens ĦķΩ7 Klau’s’ens=Klausens=Klau(s)ens=Klau|s|ens

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau?s?ens oder Klau(s)ens oder Klau*s*ens, am 15.4.2009, Mittwoch, in Bonn, Konviktstraße 9, im
Uni-Club oder Universitätsclub Bonn. (Architekt: Professor O.M. Ungers.) Bei einer Veranstaltung des BDA Bonn-Rhein-Sieg, Begrüßung und Moderation, Joachim Klose, Vorsitzender des BDA Bonn-Rhein-Sieg, Referent: Stefan Schmitz, Stadtplaner, Architekt aus Köln, zugleich BDA-Vorsitzender Köln, Architekt und Stadtplaner, Cäcilienstraße 48, 50667 Köln, Deutschland, Schmitz spricht gerade. http://www.stefan-schmitz-architekten.de…

oder:

UMSTURZ

Ich behaupte

Viele Dinge die

In Bonn passieren

Auch in Köln

Stürzt ja alles ein

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau?s?ens oder Klau(s)ens oder Klau*s*ens, am 15.4.2009, Mittwoch, in Bonn, Konviktstraße 9, im Uni-Club oder Universitätsclub Bonn. (Architekt: Professor O.M. Ungers.) Bei einer Veranstaltung des BDA Bonn-Rhein-Sieg, Begrüßung und Moderation, Joachim Klose, Vorsitzender des BDA Bonn-Rhein-Sieg, Referent: Stefan Schmitz, Stadtplaner, Architekt aus Köln, zugleich BDA-Vorsitzender Köln, Architekt und Stadtplaner, Cäcilienstraße 48, 50667 Köln, Deutschland, Klose spricht gerade.http://www.stefan-schmitz-architekten.de/

oder:

LITERARISCHE FLANEURE

In der Verteilerebene

Zerstreuen sich die

Menschen denen in

Dem Passagenwerk

Nicht genug Raum

Zugestanden wurde

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau?s?ens oder Klau(s)ens oder Klau*s*ens, am 15.4.2009, Mittwoch, in Bonn, Konviktstraße 9, im Uni-Club oder Universitätsclub Bonn. (Architekt: Professor O.M. Ungers.) Bei einer Veranstaltung des BDA Bonn-Rhein-Sieg, Begrüßung und Moderation, Joachim Klose, Vorsitzender des BDA Bonn-Rhein-Sieg, Referent: Stefan Schmitz, Stadtplaner, Architekt aus Köln, zugleich BDA-Vorsitzender Köln, Architekt und Stadtplaner, Cäcilienstraße 48, 50667 Köln, Deutschland, Schmitz spricht gerade. „Passagenwerk“ erinnert natürlich an Walter Benjamin. http://www.stefan-schmitz-architekten.de…

oder:

PLATZFORM

Das Geeck nimmt

Eine vermittelnde

Position zwischen

Poststraße und

Bahnhof ein was

Nicht an einen

Luftballon uns

Gemahnt mehr

An eine Blase

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau?s?ens oder Klau(s)ens oder Klau*s*ens, am 15.4.2009, Mittwoch, in Bonn, Konviktstraße 9, im
Uni-Club oder Universitätsclub Bonn. (Architekt: Professor O.M. Ungers.) Bei einer Veranstaltung des BDA Bonn-Rhein-Sieg, Begrüßung und Moderation, Joachim Klose, Vorsitzender des BDA Bonn-Rhein-Sieg, Referent: Stefan Schmitz, Stadtplaner, Architekt aus Köln, zugleich BDA-Vorsitzender Köln, Architekt und Stadtplaner, Cäcilienstraße 48, 50667 Köln, Deutschland, Schmitz spricht gerade. http://www.stefan-schmitz-architekten.de…

du dichtest also?

ja, denn kreativität ist eine weites feld, und das scheint oft im sachlichen des architekturgeschäftes zu kurz zu kommen. ich habe auch eine neue kunstrichtung erfunden: „planierungen“. http://www.klausens.com/klausens-archite… dabei nehme ich modelle, pläne und schaubilder von architekten und verändere diese zu einem neuen, eigenständigen kunstwerk. (siehe auch unten)

und gedichte über orte, plätze, städte, etc. machst du ja jetzt offenbar auch! http://www.klausens.com/gedichte-ueber-o…

das hast du gestern schon gesagt! und ich habe ja auch eben gedichte abgelegt, in diesem blog(g). die erkenntnis hättest du dir sparen können.

menschen neigen dazu, sich zu wiederholen. genau wie die architekten. und die künstler. und die dichter.

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Bei Bonner BDA-Veranstaltung und der Kunst ist KLAUSENS – www.klausens.com

klau|s|ens, ist der BDA nicht der Bund Deutscher Architekten?

richtig!

und der macht veranstaltungen?

aber ja doch – unlängst im bonner universitätsclub in der konviktstraße. (am 15.4.2009)

und was war da?

da war der herr stefan schmitz, städteplaner, architekt, und seines zeichens vorsitzender des kölner BDA zu gast beim bonner BDA (vorsitzender ist joachim klose, er moderierte auch), um seinen siegerentwurf vorzustellen.

wo hat er denn gesiegt?

sein städtebaulicher entwurf für den bereich bahnhof, bahnhofsvorplatz … in bonn … wurde bereits prämiert. und nun stellte er seine ideen für den BDA nochmals vor.

was fiel dir auf?

architektur für große flächen, die stadtplanerisch zu entwickeln sind, ist immer ein gedachter entwurf. aber sie ist nicht bindend. alles wird noch anders werden. im verlauf der jahre. es gibt absprachen, änderungen, neue versionen, abspeckungen, verzerrungen – der architekt muss sich dann oft den fiesen realitäten anpassen.

was ist denn bindend?

das geld, das kapital, die immobilienbesitzer, deren immobilien, deren wunsch nach mehr kapital, dazu die ganzen spieler in der stadtverwaltung, in den verbänden, in der öffentlichkeit, in den parteien … und auch bei den architekten.

aha. bonn wird also schön!

bonn könnte etwas schöner werden, wenn die südüberbauung am bahnhof wegkommen würde, aber die gehört eben leuten, die nun wissen, dass sie weg soll, und die nun wissen, dass sie geld machen können, und dann findet sich der investor, der fast alle diese besitzer versammelt oder auskauft, und dann tritt der an die stadt, und so weiter, und so fort. preise treiben! das ist das spiel!

es siegt also im leben und im städtebau nicht „das beste“?

das beste kann und wird es nie geben, sondern immer nur einen kompromiss, mit dem man halbwegs leben kann.

und dieser stefan schmitz und sein büro?

die werden nun in diesen mühlen zerrieben, weil der entwurf zerrieben wird, weil nichts so kommt, wie es kommen könnte, weil eben alle interessen …. usw. usf.

ich verstehe, ich verstehe: ein minenfeld.

sicher – aber so ist das leben. stefan schmitz bleibt immer ruhig und sachlich. so kann er sich durchsetzen.

ist er der große künstler?

ich denke, er ist eher ein kluger diener und macher – und die wilden dinge überlässt er den wilden architekten. mit wildheit kommt man in bonn nicht voran. es wurden die entwürfe bevorzugt, die schlicht waren … und die nicht selber durch großartig neues und großartig neue bauten die wirkung des bahnhofes zum beispiel dann überlagern wollten. aber das sind lange diskussionen, die extra zu führen wären. hier ist nicht der platz.

und nun?

sie zeigen pläne und schaubilder und modelle. alles sieht immer schön aus. es gibt ja viele techniken, die dinge schön aussehen zu lassen.

stört dich das?

nein, auch das ist menschlich. mich stört nur, wenn sie die ganze zeit von oben auf die gebäude schauen, wie auf eine playmobillandschaft, aber man nie sieht, wie sich die dinge aus der perspektive des menschen gestalten, der unten an diesen gebäudekomplexen entlanggehen wird. oder dort gar leben soll.

ja, sie spielen aus der luft heraus. sie haben dann ein besonderes gefühl.

vielleicht liebte hitler deshalb die architektonischen spielereien mit speer. du schaust als herrscher von oben auf die pläne; und erst wenn alles fertig ist, begreifen die menschen, wie grauslich es ist.

könnte es so in bonn auch werden?

ich weiß es nicht. ich sah nur diese pläne und projektionen, und ich ärgerte mich, dass man alles aus der vogelperspektive diskutiert. (bisweilen auch seitensicht / schnitt.) so wird alles doch verzerrt. die realität von unten, vom bürgersteig aus … ist eine andere „sicht“. nachher sind die menschen böse über die gebäude und schreiben lange leserbriefe.

ist das schlimm?

ja, denn die gebäude stehen dann für jahrzehnte, wie diese grässliche südüberbauung, die nun weg soll. auch so ein problem. eine „baulast“. ich hasse diese ewige vogelperspketive der pläne und modelle.

was ist weiter zu tun?

ich kann nicht die geschicke von bonn lenken, aber bei der veranstaltung fiel auf, wie viel man lernen kann, wenn man den leuten aus dem publikum zuhört. die wissen von treppenbreiten und laufmengenzahlen (passanten pro stunde pro straße), fehlenden aufzügen. die durchschauen schon im vorfeld fehler und mängel. das ist großartig. man sollte viel mehr anhörungen machen und nur zuhören, was die normalen bürger und die besonders gebildeten bürger und natürlich die anderen bonner archtitekten … und wer auch immer zu sagen haben/hat.

tat schmitz das nicht?

doch, doch, er war ruhig und besonnen und hörte zu und sagte bisweilen: „das nehme ich mal mit!“, was heißen sollte: „diese anregung nehme ich auf – ich werde zumindest mit meinem team darüber nachdenken.“

na also!

man muss das positive ja auch betonen. aber warten wir es doch ab!

was willst du?

ich will, dass man aus dem bahnhof tritt und dann nicht auf eine straße fällt. ich will aus dem bahnhof herauskommen, und dann einen platz haben, um mich zu finden.

also nicht wie jetzt!

genau! ich will mehr raum – aber nach den plänen ist zu befürchten, dass alles so eng bleibt, zumal auch keine parkplätze zum „drop and go“ vorgesehen sind, zumindest nicht auf der vorderseite des bahnhofes. damit können bahnhofsfunktionen gar nicht wahrgenommen werden.

dann hat der entwurf also mängel!

ich denke ja – aber er kann auch nichts dafür, weil der raum eng ist. ohne südüberbauung wird es etwas besser … aber dennoch: die straße als zu nahe vorm bahnhof bleibt.

was wolltest du tun?

ich würde wollen … ich wollte die straße vom hauptbahnhofeingang nach unten legen, unter die erde.

aber?

da ist schon alles voll, da kann man nichts mehr tieferlegen, wegen u-bahn und bahnhof-unterbereich – es ist grauslich, das alles.

dann wird es also eng bleiben – und wenig großstädtisch?

das ist alles zu befürchten, auch wenn die „stadtkante“ zum bahnhof entlang historischer muster wieder hergestellt werden wird und soll. selbst dann. historisch war ja nicht immer nur wunderbar.

ich sehe, dass bonn sich noch jahre damit beschäftigen wird.

gewiss. sie müssen erst einmal die sübüberbauung in ihre hände bekommen. die investoren aber wollen den preis hochtreiben, von allem – und am ende bliebe nur eine enteignung. und das trauen sich politiker selten. zumal die gründe gut sein müssen, um damit rechtlich durchzukommen.

und du?

ich sehe nur die enteignung als einzige möglichkeit.

und weiter?

weiter? ich bin mehr der künstler und denker und beobachter als der strippenzieher der 10.000 ermüdenden sitzungen. mir fiel auf, dass man aus den plänen und projektionen auch kunstwerke machen kann, nicht nur architektur. denn diese pläne sind farbfelder, und aus diesen farbfeldern lässt sich etwas gestalten.

das hast du gemacht.

ja, denn kreativität ist eine weites feld, und das scheint oft im sachlichen des architekturgeschäftes zu kurz zu kommen. ich habe also eine neue kunstrichtung erfunden: „planierungen“. http://www.klausens.com/klausens-architektenkunst-planierungen.htm dabei nehme ich modelle, pläne und schaubilder von architekten und verändere diese zu einem neuen, eigenständigen kunstwerk.

und gedichte über orte, plätze, städte, etc. http://www.klausens.com/gedichte-ueber-o… machst du ja jetzt offenbar auch!

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Schwarze Löcher beim Rolandseck-Symposium „posthume Güsse“ entdeckt von KLAUSENS

klau|s|ens, was haben die schwarzen löcher mit dem arp-museum zu tun?

ach, das bietet sich heute so an, wegen CERN und schweiz und so, diese eröffnung da. im kunsthandel gibt es schwarze löcher, aus denen materie hervorquillt, die es vorher nicht gab.

was ist „vorher“?

das meint die lebzeiten des künstlers.

und nachher?

nachher vermehren sich die kunstwerke dann sehr oft.

bei den bildern?

überall: nimm alle kunstformen, die du kennst. (fast) alles lässt sich nachmachen. man müsste beim beuys’chen fett allerdings auch die verranzung imitieren.

was bedeutet das für diese güsse und abgüsse?

das bedeutet, dass – wie bei der STASI-debatte auch – es der klugen und weisen einzelfallbeurteilung darf.

inwiefern?

künstler a) sagt: nichts nach meinem tode!
künstler b) sagt: ich hatte nie geld zu gießen. gießt nach meinem tode alle meine skulpturen!
künstler c) sagt: macht was ihr wollt.
künstler d) sagt gar nichts, weil er sich totgesoffen hat.

aha, klischee, klischee – das feld ist also komplex und ziseliert.

„ziselieren“ ist eine vokabel aus der gussbearbeitung. aber lassen wir das.

was willst du denn?

ich beobachtete vorgestern mit vergnügen, wie sich richtungen und lager formten.

in welcher art?

wie bei den großen dogmen z.b. dem kommunismus und dem reinen christlichen glauben ging es hier um das dogma der „unbefleckten skulptur“.

wirklich?

ja, ja, sie darf vom künstler auch beuriniert werden, wegen der patina, aber sie muss vom künstler doch authorisiert sein. zu lebzeiten … oder auch nicht. also doch anders.

und da gibt es solche und solche?

aber ja: der kunstmarkt z.b. schreit immer wieder „das regelt der markt!“

wieso?

… weil auf dem markt sogar viel geld für solche nachgüsse bezahlt wird, selbst wenn die leute davon wissen … also: das nachgegossene ist vielleicht nicht authentisch, verkauft sich aber doch.

aha, der markt!

und dann gab es die vertreter der reinen lehre, wie z.b. gert reising aus karlsruhe, der sich auch optisch durch seine langen haare von der gilde der anzugträger abhob. er wirkt wie ein ökologe der kunstszene. ein verlorenes reptil in einer gesellschaft der gewandten und gewandeten.

du spricht so blumig.

reising befasste sich mal exemplarisch nur mit dem „stern“ von arp, recherchierte, und meinte, den gäbe es 12 mal schon auf der welt. und vielleicht ja noch öfter.

den stern?

es ist eine nette figur. und die gibt es aus metall und aus weißem marmor.

und was meinte reising?

nach seinen recherchen ist die übergroße masse dieser 12 „sterne“ nach dem tod von arp und ohne sein wissen, wahrscheinlich auch ohne sein wollen, entstanden.

das ist ja bitter!

eben, für reising ist es fast wie ein körperlicher schmerz. er verließ vorzeitig und wütend das symposium, während die anderen ihm ebenfalls wütende blicke nachwarfen. (man sucht harmonie, aber reising will partout nicht – klein – nach- und beigeben, und das ist für den ruf es arp museums nicht gut. der museums-markt! du verstehst?! wer immer an den kopien und nachgüssen herummäkelt, der macht alle museumssammlungen so auf dauer kaputt.)

… weil es offenbar öfters solche „posthume güsse“ und posthumen nachhauungen“ gibt, ich verstehe. – und die anderen?

die nehmen das weniger tragisch, weil sie sich nicht der reinen lehre verschrieben haben. sie haben von andy warhol gelesen, gehört, gesehen … und sind nun seriell-künstlerisch klüger.

wieso?

sie meinen, dass es viele gründe gibt, die für nachgüsse … oder – wie im falle des weißen sternes – sogar „nachhauungen“ (mein ausdruck) sprechen.

der weiße stern ist aus weißem marmor?

eben das! da muss jemand hand angelegt haben, also regelrecht kopiert haben. und kopieren ist ja wieder ein thema für sich.

da sagte doch einer, dass man für austellungen, also: exhibitions, sowieso manchmal sachen kopiere, weil man die stehen haben wolle, aber die originale nicht zu kriegen seien.

ja, das erzählte am beispiel von bruce naumann der herr leinz vom lehmbruck-museum in duisburg. er bekam die erlaubnis, eine kopie anzufertigen. hollywood grüßt die museen der welt!

mensch, das ist ja kompliziert. es gibt kopien und fälschungen und nachmachungen. also: exhibition artefacts.

ja, ja, und herr hanstein vom kunsthaus lempertz sagte dann noch: er könne den nachguss von einem original doch unterscheidbar erkennen.

wie denn?

wenn du von einem original eine form nimmst und diese erneut gießt, dann ist das resultat doch 3% kleiner als das original.

ist das so?

das hängt mit den zusammenziehungskräften des materials zusammen.

was du alles weißt!

und du erst!

und dann diese schwarzen löcher, aus denen immer neue kopien, nachgüsse und falschtorsi auftauchen.

ist die kunst nicht wundervoll uneindeutig?

und die schwarzen löcher auf diesen symposien daselbst, wo alle erkenntnis dann noch aufgesaugt wird!

und dieser beitrag hier, der an diesen erkenntnisresten auch wiederum löchernd nagt.

siehe auch: http://www.klausens.com/gedichte vom symposium posthume güsse. http://www.klausens.com/gedichte_vom_symposium_posthume_guesse.htm

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Zum symposium „posthume Güsse“ im Arp Museum Rolandseck schreibt KLAUSENS

du, klau|s|ens, du warst gestern im arp museum rolandseck?

du doch auch, zweitklausens!

wir waren beide da?

aber ja: es war doch dieses symposium.

welches denn?

dieses symposium zu den güssen bzw. abgüssen von skulpturen berühmter künstler bzw. von künstlern überhaupt.

es gibt echte abgüsse und falsche?

das ist ja gerade die frage. es gibt auf jeden fall abgüsse nach dem tod des künstlers: posthume güsse.

aha.

und darum ging es, weil doch das museum arp so in verruf gekommen war.

wieso?

… weil die museumsleute und das land rheinland-pfalz doch vom arp-verein (es geht um einen privaten verein, den 1978 gegründeten verein „Stiftung Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp e.V.“) da sachen angeschafft (dauerleihgaben) hatten und dann zu stehen hatten, die nach dem tode von hans arp entstanden sind: und da fragt man sich, ob das alles korrekt ist … und war und jemals sein wird.

ich denke, die haben sich nun geeinigt: die rheinland-pfälzische landesregierung und jener verein … und nun läuft alles etwas ruhiger.

sicher, sicher, man wollte schaden durch dauerprozesse vermeiden – aber das museum hat nun den ruf weg, voller wertloser oder nur halb wertvoller kunstsachen von hans arp zu sein, zumal einige von arp weder in auftrag gegeben wurden, noch von ihm authorisiert gewesen sind.

das ist doch der klassiker.

was?

die ewige frage nach kunst und original und werk und werktreue.

ja, ja, das taucht immer wieder auf.

eben: die welt ist voller fälschungen.

bei der kunst scheint es aber kompliziert.

warum?

… weil die erbengemeinschaft das urheberrecht weiterträgt und eigentlich alles machen kann: nachgießen, zugießen, umgießen.

die erbengemeinschaft?

ja, ja, sie ist oft die große gefahr, weil sie doch geld generien will.

das ist ja jammer!

dann gibt es noch künstler, die – noch lebend – geld brauchen, und alles mit ihren sachen machen lassen.

es gibt auch künstler, die sehen die abgüsse nicht mal mehr.

eben! die sagen: gießt schön und verkauft es dann!

es gibt auch künstler, die wollen eine besondere patina.

und es gibt andere, denen ist das unwichtig.

manche sind in der gießerei jeden dritten tag …

… und andere nie.

diese vielfalt macht alles so schwer.

und dann eben die alte frage: wann ist kunst kunst? wann ist ein original ein original.

eben: und dann heißt es: wenn der künstler das kunstwerk authorisiert hat.

ja, ja, es können auch andere in seinem sinne, und dann …

dann ist es echt!

ja, ja, wenn alles klar und deutlich ist.

aha.

beim immendorff, bei seinen letzten werken, da zweifeln schon leute, ob sie noch von ihm authorisiert wurden.

du meinst, die leute malen etwas und sagen nachher: der immendorff hat es authorisiert.

so ungefähr, ja, ja, er konnte ja am ende nur noch anweisungen geben. seine letzten bilder waren anweisungsbilder – aber doch von ihm, weil er sagte, wie es sein muss.

immer?

wer weiß es? … und dann kann man sagen: das bild hier stammt auch von seinen anweisungen. UND NUN DER GEDANKE: es ist dann aber gar nicht so. man behauptet einfach, immendorff habe gesagt: das sei sein kunstwerk. das könnte ja alles sein. aber wir wollen hier niemandem nichts vorwerfen. wir spielen nur in gedanken.

und diese abgüsse?

die kann ich ewig gießen.

wirklich?

nein, nein, denn die form verändert sich durch die häufigkeit der abgüsse. und damit das resultat.

das ist ja komplex.

eben, eben: ich kann dann noch etwas reinmachen: ein gießerzeichen, oder so.

aber das kann ich doch auch fälschen.

eben, die kunst leidet am mythos des originals. und eben deshalb wird gefälscht, bis es kaum noch geht.

sind abgüsse eine fälschung?

nein, nein, das ist es ja: der künstler weiß nichts und soll doch seinen namen hergeben.

aber es ist doch von ihm.

ja, ja, aber nicht gewollt. kafka wollte ja auch, dass seine texte zerstört werden … und die sind alle gedruckt … wegen …

… diesem max brod.

ja, wegen diesem.

ach, ist das kompliziert.

eben: man müsste einen stempel haben ORIGINAL und FÄLSCHUNG.

aber den kann ich doch auch fälschen.

eben. das ist ja das schöne. alles wird immer seltsamer und bizarrer.

dann müssen wir die lebensläufe jeder skulptur exakt recherchieren.

ja, ja, wir brauchen eine stelle, die wie ein archiv und detektivbüro in einem alles erfasst.

und diese stelle könnte doch jenem büro ähneln, welches schon jetzt diese vermissten und gestohlenen kunstwerke aufspüren will,

die sollen ein archiv mit 190.00 erfassten werken haben.

so ein büro könnte man doch auch für güsse und abgüsse aufmachen.

dieses büro könnte dann clearingbescheide oder klärungsbescheide für alle umstrittenen skulpturen ausgeben.

ja, das wäre unser vorschlag.

und dann müsste man das thema noch breiter diskutieren.

noch breiter?

aber sicher: wenn kenia elfenbein verbrennen oder plattfahren lässt, … oder wenn gefälschte rolex-uhren vor den augen der presse und der medien unter dampfwalzen kommen … alles nach dem motto: wir wehren uns gegen fälschungen und untaten aller art …

… dann sollte das der kunstsektor das auch mal beginnen.

vieleicht, vielleicht: man müsste unauthorisierte güsse einfach einschmelzen.

aber wir haben doch geklärt, dass es so einfach nicht ist. und dieser verein da … ist sich doch keiner schuld bewusst.

die haben aber etwas nachhauen lassen, aus marmor, diesen weißen „stern“ von arp.

aber war das böswillig oder gutwillig?

du meinst: wollten sie den reichtum mehren oder nur die rezeption von arp befördern?

eben, eben, alles ist doch sehr arg verstrickt und vergossen. das thema stinkt, auch posthum.

wer hat denn gestern darüber diskutiert?

gestern, bei dem symposium? wo wir waren?

ja, genau!

also, lange liste:

SYMPOSIUM „Posthume Güsse“
Montag, 8. September 2008 im Arp Museum Bahnhof Rolandseck

PROGRAMM

11 Uhr Begrüßung

Prof. Dr. Klaus Gallwitz, Direktor des Arp Museums Bahnhof Rolandseck

Dr. Gottlieb Leinz, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Bildhauermuseen und Skulpturensammlungen e.V., zugleich stellvertretender Direktor an der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum-Zentrum Internationale Skulptur, Duisburg

STATEMENTS mit anschl. Diskussion

Dr. Eduard Beaucamp: Hans Arp im Kreuzfeuer

Dr. Ursel Berger: Vom Umgang mit posthumen Güssen

Prof. Dr. Henrik Hanstein: Die Regeln des Marktes

Prof. Dr. Gerhard Pfennig: Urheber- und Verwertungsrechte

Dr. Felix Ganteführer: Sonstige Rechsfragen posthumer Güsse

Dr. Gert Reising: Arp / nach Arp

Dr. Gottlieb Leinz: Posthume Güsse in deutschen Museen

13.30 Uhr bis 15.00 Uhr Mittagspause

PODIUMSGESPRÄCH mit Diskussion aus dem Publikum

Moderation: Prof. Dr. Klaus Gallwitz

Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, Kulturstaatssekretär des Landes Rheinland-Pfalz

Prof. Dr. Peter Raue, Rechtsanwalt

Isabell Pfeiffer-Poensgen, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder

Johannes Brus, Bildhauer

und deine LIVE-gedichte?

die sind hier anzuklicken: http://www.klausens.com
http://www.klausens.com/gedichte_vom_sym…

übrigens: noch ein gedanke: der künstler soll immer eine genprobe in den abguss einschweißen lassen!

tolle idee: aber übersteht die genprobe die hitze? kann sie nicht auch gefälscht werden? sind reliquien wahre reliquien? und war der mann von ansbach wirklich der mann von ansbach?

du meinst kaspar hauser?

ja, ja, war er der erbprinz von baden oder nicht?

man sollte schriftstellern und künstlern das denken verbieten!

warum?

wir waren eben noch bei einer lösung der probleme, und nun steht wieder alles zur disposition.

ist dieser text eigentlich ORIGINAL von dir?

ich dachte: von uns, zweitklausens!

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com