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klau|s|ens spielte das neue “Bahnradar” – www.klausens.com

klau|s|ens, wieder etwas neues? ein spiel?

eigentlich ist es kein spiel, sondern „service“.

ein neuer service?

ja, man kann nun beim „bahnradar“ gucken, wo die züge gerade sind.

das ist schön.

du schaust, welcher intercity sich gerade wo befindet, auf den gleisen.

alles real?

angeblich ja: ich kann dir also sagen, wo der ICE 2345 sich befindet.

gibt es den denn?

dann nimm dir einen anderen.

alles in echtzeit?

gewiss, ich weiß jetzt genau wie früher bei der modelleisenbahn, wo meine züge sind.

das ist ein tolles angebot.

gewiss. es hilft einem nichts, wenn der ICE verspätung hat.

nein, nicht gegen die verspätung, aber du weißt dann, wo er gerade verspätet herumfährt, der ICE.

das magst du?

aber sicher, ich mag solche spielereien. man ist immer informiert …

… und wartet doch auf einen zug.

früher haben die menschen wochen auf einen zug gewartet … und niemand hat ihnen gesagt, wo er bleibt.

jetzt wissen wir, wo er bleibt.

ja, aber du musst auch ein smartphone dabeihaben. – einfach am gleis stehen, so ganz ohne: dann hilft dir auch kein „bahnradar“.

hilft er mir denn überhaupt? (oder ist es „das radar“?)

ist nicht die moderne voller information? vieles davon sinnlos? aber alles zusammen ein zeitvertreib?

wofür vertreibe ich mir die zeit?

als überwindung des wartens.

welches wartens?

des wartens auf das glück. darum geht es am ende doch nur.

dann wäre der bahnradar ein glücksersatz.

ja, einer von millionen. (anbei der glücksersatz vom 27.8.2013 gegen 13:33 uhr. ICE-züge nur. von uns selbst beguckt. jetzt ist bahnradar ja fast schon eine routine, aber vor ein paar tagen war es noch ganz neu. vor ein paar tagen war ich richtig glücklich.)

ausschnitt-klausens-hardcopy-bahnradar-fuer-ICE-zuege-am-27-8-2013-gegen-13-33-uhr-MESZ

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Dichtend lauscht KLAUSENS der Band „erdmöbel“

klau|s|ens, die „erdmöbel“ sind eine kölner band?

sie gelten jetzt als solche. köln ist eine stadt der zugereisten, wie wohl alle städte in diesen jahren … man vereint sich, man formt sich, man wird eine kölner band. (wo man geboren wurde, ist dann nicht mehr so wichtig.)

die erdmöbel sind nun beim plattenlabel edel. eine bekannte marke.

der „label-weg“ der band ist bestimmt interessant. und auch befragbarlichend.

befragbarlichend? kunstwort von dir?

hier ist der weg von CD zu CD. der weg von erdmöbel. (vorher gab es noch vorläuferbands der musiker. die tauchen hier nicht auf.)

1996 – Das Ende der Diät (NRW Records)
2000 – Erste Worte nach Bad mit Delfinen (NRW Records)
2000 – Erdmöbel versus Ekimas (NRW Records)
2003 – Altes Gasthaus Love (Tapete Records)
2004 – Fotoalbum (Tapete Records)
2005 – Für die nicht wissen wie (Tapete Records)
2007 – No.1 Hits (Columbia)
2010 – Krokus (Edel)
2011 – Retrospektive (Edel)

ich dachte, es müsste anders sein.

ich dachte auch: selbstvermarktung. so wie bei „wir sind helden“. (reklamation records) – aber bei erdmöbel lief es offenbar anders.

sie sind jetzt ein faktor. nach vielen, vielen jahren haben sie es wohl geschafft.

ihre musik hat etwas von verträumter düsternis und eine ironische melancholie. musik für städte und städter, aber auch die regentropfen auf dem land. (man erinnert sich immer auch an „element of crime“.)

wo haben sie gespielt? die „erdmöbel“?

beim tag der archive, 3.3.2012 in köln-porz-lind – quasi als spielende mahnung, wo doch das stadtarchiv köln 3 jahre zuvor einstürzte.

und nun spielten sie, während hinten der gefriertrockner lief?

es war eben jene halle, die wir aus dem fernsehen kennen. da machen sie die bücher wieder trocken und heile, wenn es denn geht. dafür haben sie auch spezialmaschinen. (und alles am oder gar im möbelhaus porta, die räumlichkeiten scheinen von porta angemietet.)

dann also erdmöbel.

die halle ist groß und war fast ganz leergeräumt.

wir haben LIVE gedichtet?

einer muss es ja tun. also zwei:
http://www.klausens.com/klausens-und-erdmoebel.htm

das ist gewiss wundersam: diese ungewöhnlichen texte von erdmöbel – und darauf dann noch unsere spezielle gedichttechnik setzen.

die welt ist per se wundersam und lässt sich auch nur wundernd ertragen. die sprache ermöglicht dies.

… und LIVE-zeichnungen.

die war von zuvor, von der wartezeit, bis gegen 14:45 uhr dann frau scho-antwerpes worte sprach, die stellvertretende oberbürgermeisterin von köln.

das letzte hast du wohl nur wegen dem weltfrauentag geschrieben.

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Paul McCartney und seinen Auftritt in Köln in der Lanxess Arena bespricht KLAUSENS

du, klau|s|ens, was willst du über paul mccartney berichten?

er ist einer von den beatles.

ja, ja, aber er ist schon 67.

und dann ist es doch gerade interessant zu wissen, wie so jemand spielt und wie so jemand ist.

hast du denn noch nie einen beatle LIVE gesehen?

bislang nicht. und dann hat er in köln gespielt. und wo wolfgang niedecken von BAP hingeht, gehe ich dann auch hin. am 17.12.2009 waren ich und niedecken da.

nur deshalb warst du da?

nein, nein, ich wollte wissen, wie die welt so ist, wenn sie ihre vergangenheit feiert.

und wie ist die welt?

nett.

nicht mehr?

ganz nett.

nicht noch mehr?

weißt du, sie haben da super gespielt. musikalisch war das große klasse. ehrlich …

aber …

… es fehlte etwas wildes, etwas urtümliches, es fehlte einfach dieses wilde herz vom rock ’n roll. dieses urtümliche. diese kraft. dieses aufbegehren. dann dieses ehrliche a la bruce springsteen.

das war nicht da? du hast nichts verspürt?

nein, leider nein. paul spielte in der großen masse die bekannten beatles-lieder, und natürlich die vielen, die wohl eher seiner feder entstammen.

und? nicht zufrieden?

doch, doch, aber paul hatte eigentlich keinen kontakt zu seiner band.

war die band denn schlecht?

oh, nein, die waren SUPER gut. aber paul spielte sehr für sich allein, und die band …. das waren seine gehilfen:

Paul McCartney – lead vocals, bass, guitar, piano, ukulele, etc.
Rusty Anderson – guitar, bass
Brian Ray – guitar, bass
Abe Laboriel Jr. – drums
Paul Wickens – keyboards

oho! keine verbrüderungen auf der bühne, kein zugewandt-sein? kein zueinander-spielen?

man hatte nie das gefühl: das ist EINE band und die gehören zusammen. es waren eben sehr gute musiker, aber keine gewachsene band. keine zusammengeschweißte gemeinschaft. kein schicksal. mehr unterhaltung. (außerdem hat mccartney die band-mitglieder nicht einem nach dem anderen vorgestellt, wie es eigentlich üblich ist.)

gab es keine session? improvisation? ein sich finden der musiker im spontanen dialog?

nein, eher nicht, ganz zum ende bei der zweiten zugabe, da hatte man das gefühl: jetzt wird etwas weiter gespielt, etwas mehr improvisiert … aber vorher, da waren viele stücke doch recht kurz und konsequent abgespielt worden. es gab also keinen musikalischen exzess. sie spielten u.a. (ich kann allerdings nicht alle stücke des abends erinnern. ich kenne auch gar nicht alle.):

Magical Mystery Tour
Drive my Car
Jet
Got to get you into my Life
Highway
Long and winding Road
(I Want To) Come Home
My Love
Blackbird
Here today
Dance tonight
And I love her
Eleanor Rigby
Something
Mrs. Vanderbilt
Band on the Run
Ob-la-di Ob-la-da
Back in the USSR
I’ve Got a Feeling
Paperback Writer
A Day in the Life / Give Peace a Chance
Let it be
Live and let die
Hey Jude
erste ZUGABE
Wonderful Christmas Time
Day Tripper
Lady Madonna
Get back
zweite ZUGABE
Yesterday
Helter Skelter
Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band … noch ein song.

und dieses feuerwerk da, diese pyrotechnik für innen?

die hat uns alle erschreckt, gewiss, aber das war ja vorher so geplant. außerdem war es nur bei einem stück.

mccartney spielte also mit einer band? einfach? klassisch? schlicht?

er hatte keinen background-chor und keine besetzung von 17 mann. nein, nein: da waren im kern 2 gitarren, er selber (diverse instrumente, er spielt ja nicht nur bass), dann ein klavier und ein schlagzeug. also die beatles-besetzung + 1 keyboard extra. (seit den späten 60er jahren braucht man für viele beatles-stücke eben noch diverse sounds, die man mit gitarren alleine nicht erzeugen kann.)

und so haben die da dann alles runtergespielt?

runtergespielt wäre falsch: sie haben das großartig gemacht, und doch fehlte etwas.

das publikum?

da waren viele aus den altersgruppen der 50er, also: eigentlich: zeitgenossen. etwas jüngere als paul. baujahr 1951 oder 1953 oder 1955 oder 1957. damals, als die beatles so ganz berühmt wurden. damals, als das weiße album herauskam, damals, als ..

es ist schon gut, ich muss das alles nicht hören.

diese menschen sind auch älter geworden, sie haben den tod von john lennon mitbekommen, auch den von george harrison, und  nun sind nur noch zwei beatles über, und da wollten sie paul LIVE erleben.

und dafür kamen auch welche aus stuttgart?

wenn das südlichste konzert in deutschland köln ist, dann müssen die stuttgarter wohl nach köln.

und dieser paul?

er ist ein seltsamer kerl. mir kam er vor wie eine mischung zwischen dem jungen ilja richter und jenem schauspieler hugh grant.

ach, du meinst schon wegen der augen?

ja, sicher, es sind die seltsam hängenden augen, sie hängen außen nach unten, und das gibt dem gesicht den eigentümlichen eindruck. es hat etwas schläfriges, etwas trauriges, etwas hündisches. aber es war noch mehr.

was denn?

der macht dann so scherze.

aha.

einer ruft laut aus dem publikum, und mccartney reagiert immer ironisch. er nimmt alles nicht ernst. er verarscht die leute (oder auch nicht. aber es kommt so rüber!). er verarscht also auch nicht wirklich. es soll wohl doch irgendwie humor sein. ich konnte nicht lachen. mir blieb er als mensch sehr fremd.

und als musiker?

für ihn ist rockmusik offenbar nur noch ein spiel. und dass er selber auf der bühne steht, das vielleicht auch. und wenn er musik macht, erinnert man sich an james last. alles wirkt etwas glatt. glattgebügelt. selbst ein so wildes lied wie HELTER SKELTER weiß einen nicht im tiefsten innern zu berühren. (die TOTEN HOSEN müssten das lied jetzt mal spielen. denen gelänge das besser. echter authentischer.)

dabei hat er doch so großartige lieder geschrieben.

sicher, viele wurden ja auch gespielt. ich zähle mal ein paar auf. aber insgesamt macht er alles glatt und sanft und weich. wir kennen ja sein lied „mull of kintyre“, diese „glattart“, die hat ihn wohl die letzten jahrzehnte – nach den beatles – begleitet. (von diesen liedern spielte er aber kaum etwas, es war im kern ein beatles-lied-programm.)

und so „glatt“ steht er dann auf der bühne?

nun, er hat hosenträger über einem blauen hemd. anzughose. aber das optische ist mir nicht so wichtig.

was denn?

ich möchte wissen, ob er die musik existentiell lebt.

und?

paul mccartney tut es eher nicht. nicht mehr. er macht so lange musik, und er ist so situiert und so verbürgerlicht … da ist die musik nur noch spielerei. und alle seine letzten lieder, die er komponiert hat, die haben so eine eigenartige seichte, also etwas seichtes, dass man sich wundert, wie er das leben sieht.

dabei hatte er doch so einiges erlebt, nicht zuletzt mit den frauen.

ja, aber in der musik der neueren zeit und in der darstellung der musik der älteren zeit kommt es kaum erfahrbar rüber.

das ist ja doch seltsam.

alles ist seltsam. jede erkenntnis. jedes leben. jeder willen. alles. niemand vermag zu sagen, was was soll. niemand.

außer dir?

nein, nein, zweitklausens. ich kann nur gedichte schreiben. LIVE-gedichte. das ist eine art der welterkenntnis.

na also. sind die gedichte nicht von uns?

doch, doch, entschuldigung, sie sind immer von uns gemeinsam, zweitklausens. aber was ändert das an paul mccartney, dem genialen musiker … und aber auch dem etwas weichgespülten musikmenschen? ich bleibe etwas zwiegespalten.

http://www.klausens.com/klausens-und-paul-mccartney.htm

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Grossartiges erstes Bandkonzert von Musiker HERR MAYER in Köln im Gaffel am Dom erlebt KLAUSENS

klau|s|ens, herr mayer gab sein erstes bandkonzert?

genauso ist es passiert: ein tolles, schönes, gelungenes, kraftvolles … und auch sympathisches konzert.

dann ist HERR MAYER auf dem weg nach oben?

ich denke, ja, ja.

ich denke auch: so sieht es wohl aus – und er hat mit dem GAFFEL AM DOM auch eine beste location für so einen band-auftritt gefunden. (und wohl dort auch unterstützer.)

also war alles „erste sahne“, wie man so schön sagt.

die band war gut, das ganze hatte groove … und es floss überaus beschwingt dahin. super, wie die band harmonierte. dazu abwechslungsreich (z.B. saxophon oder ein chor der helfer. oder er wechselt von gitarre auf clavinova-piano.) – und songs, die einfach gut sind. und die der HERR MAYER wohl selber schreibt.

er hat die karriere-dinge schnell in gang gesetzt, dieser HERR MAYER.

er hat eine CD gemacht, klein, fein – und er hat es geschafft, dass diese bei REWE in der subbelrather str. in köln-ehrenfeld verkauft wird.

er hat also viele helfer.

sicher – aber er schafft es qua musik, aber auch qua einsatz und nettigkeit, diese menschen für sich zu gewinnen.

auf CENTER TV köln war er auch.

und im kölner stadtanzeiger (KSTA). und bei PECHA KUCHA köln.

auch ein künstler namens klau|s|ens = zweitklausens soll schon einen blog-eintrag über ihn geschrieben haben, und ein SERIELLO abgelegt haben.

alles fügt sich zum einem nach dem anderen.

und er macht auch gute musik. es hat also alles einen sinn und einen grund.

gibt es dinge, die man besser machen könnte?

ich denke, er bräuchte eine bessere gesangsanlage. (aber das geht wohl vielen so. die mieten sich die anlagen zusammen. aber sie bräuchten gerade für den gesang das allerbeste vom besten.) er braucht eine gesangsanlage, die die seinige – teils rauchige – stimme klar und rein wie einen klingenden bach an die ohren zu bringen weiß. sonst gehen die schönen texte verloren.

ansonsten?

das GAFFEL AM DOM hat sich als sehr guter veranstaltungskonzert für so ein musikkonzert erwiesen. die bühne steht leicht und zentral im raum, und endlich mal ist das publikum nicht längs, sondern breit in einem großen kreis um die bühne angeordnet. zudem erstickt man nicht in enge: man hat platz und space … und fühlt sich als zuhörer richtig wohl.

das hat dir also gefallen?

ja, das hat mir … zu der musik von HERR MAYER und seiner band (denn es war ja sein erstes mit-BAND-konzert) sehr gut gefallen. man sollte die bühne noch ausleuchten, mit warmem licht von oben, damit die musiker optisch noch „besser ins licht gesetzt“ werden.

ist HERR MAYER vorher noch nie aufgetreten?

doch, doch, an vielen stellen und plätzen. das ist doch teil seiner promotion. seine HÖRPROBEN-TOUR, die er sich ausdachte, sah vor, dass er im oktober und november tag für tag da und dort nur mit gitarre auftrat, wie ein geist aus der flasche: ZACK, ZACK, ZACK. ein paar lieder. und wieder weg.

und so hat er sich auf den 15.11. hingespielt, im gaffel am dom bzw. am hauptbahnhof, wo es ja auch liegt. denn da war dann der erste „große“ auftritt, also mit band.

alles ging tagelang hand in hand, bis dann der letztendliche auftritt mit band erfolgte. das hat er nun auch durch. und wie man hört, wird er nun auch in münchen sich auf den langen weg durch die lokale und gaststätten und museen und supermärkte und kneipen und galerien und was noch machen, um sich sein publikum zu erspielen.

das „starbucks“ in münchen soll auch dabei sein.

es ist schon toll, wenn man einen musik-künstler im werden beobachten und begleiten kann.

er müsste seine homepage ständig aktualisieren. er bräuchte jemanden, der das für ihn macht. http://www.myspace.com/herrmayer

ich denke, bei dem wird sich alles irgendwie finden. schritt für schritt, note für note.

und bei uns? hat das eigentlich von uns jemals jemand gesagt? mit dem „finden“?

ich weiß nicht. wir laufen sowieso auf einem ganz anderen ticket oder auch sound.

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