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klau|s|ens grüßt ein letztes gerstenfeld längs zum baugebiet – www.klausens.com

klau|s|ens, es gibt noch ein feld mit gerste.

ja, ich sah es in oelinghoven.

na also!

was willst du sagen?

es ist doch schön! kraftvoll! intensiv!

habe ich das bestritten?

nein, aber hast du nicht über die zersiedelung geschrieben?

doch. (wir beide!)

und wo sehe ich da eine siedlung?

ich habe genau so fotografiert und montiert, dass kein haus, kein strommast, keine asphaltstraße, kein X zu erkennen ist.

danke, dass du so schön fotografierst.

… und dann montierst.

aber das gerstenfeld ist schön.

das finde ich auch.

warum hast du einen weißen zaun darauf gemacht, auf das alles?

es ist doch ein kunstwerk.

und der weiße zaun?

der musste einfach dahin. auch mein gehirn ist so zersiedelt, dass ich die dinge nicht „frei“ zulassen kann. ein zeichen von „zivilisation“ muss dann doch hin. deshalb das kunstwerk.

es sieht mit zaun wahrscheinlich schöner aus als ohne.

das finde ich auch. aber warte erst mal ab, wenn der reale feldweg längs der gerste asphaltiert ist: dann wird alles noch schöner!

ich wusste, dass wir beide uns verstehen. erst die zersiedelte welt ist eine echte welt.

so ein gerstenfeld ist ja auch mal von menschenhand angelegt worden: wir nennen das „kulturlandschaft“.

ist das so?

ich denke, wir werden auch die vollkommen zersiedelte welt eines tages „kulturlandschaft“ nennen. („kulturraum“ klingt eher unschön.)

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klau|s|ens dankt bürgermeister peter wirtz zu königswinter für die zersiedelung – www.klausens.com

klau|s|ens, es wird gebaut?

ja, in königswinter wird gebaut und verdichtet: das ist schön so. (es kann nie genug sein! nie!)

wieso?

dann findet das immer wenigere grün noch mehr beachtung! (man muss mal gegen den strich denken!)

wie denn?

du musst die dinge knapp machen! in königswinter will man alles an grün noch knapper machen, und so den tourismus noch mehr ankurbeln. tolle sache!

das ist schön.

ja, das zugebaute königswinter wird jeden tag schön und schöner. parks und gartenanlagen werden zu wohnkomplexen. baukörper um baukörper entsteht. (häuser werden abgerissen und durch komplexbebauungen ersetzt.)

auf dem trillhaase-park-gelände sieht man ja jetzt auch auch schon die rohbauten. wo früher grün und gebäum war, wächst nun bauvolumen. schön!

man kann nur sagen: das ist wirklich „gestaltung“. so soll kommunalpolitik sein: mehr verdichten, mehr bebauen, mehr anwohner, mehr autos, mehr verkehr. und ständig neue baugebiete „erschließen“. so soll es sein! so wird die welt richtig schön!

und das wolltest du bürgermeister peter wirtz von königswinter mal sagen!

eben, jetzt vor der kommunalwahl muss man auch mal „danke“ sagen. (herr wirtz will ja zum 4. mal bürgermeister werden.)

„danke“ für jeden weiteren baukörper!

jawohl. danke! und schön sind auch straßen und stichstraßen und pflasterstraßen und pflastergarageneinfahrten. davon kann es auch nie genug geben!

weil dann ganz in der gedachten mitte von königswinter (und bad honnef et al.) der letzte rest eines zipfels namens „naturschutzgebiet“ noch mehr strahlkraft bekommt. (das nutzt dann allen!)

sehr richtig. und diese gedankenwelt mögen wir. das nenne ich „entwicklung“ einer stadt und seines umfeldes. und das wollten wir herrn wirtz hier im blog auch mal schreiben.

die bauweltindustrie weiß alles das sowieso zu schätzen.

königswinter genießt einen hervorragenden ruf, bei denen, die bauen und bauen lassen wollen. königswinter ist ein paradies … für zersiedeler. das mögen wir.

wer baut … hat einfach mehr vom leben.

collage-klausens-fotos-klausens-neubauten-park-trillhaase-koenigswinter-19-5-2014

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