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Zum Bergbaumuseum Bochum sagt KLAUSENS

klau|s|ens, du warst echt unter tage?

nein, nein, das hatte ich vorher auch gedacht – aber so war es nicht.

das bergbaumuseum in bochum ist so berühmt.

man fährt ja auch „unter tage“ – allerdings nicht echt.

wie dann?

mit einem aufzug.

aha.

und das „unter tage“ ist ein künstlich gebauter stollen, der liegt auch nur 17 meter oder so unter der erde, nicht mehrere hundert meter.

alles „fake“?

in gewisser weise ja. man bekommt noch nicht mal einen helm auf. das widerspricht allen sicherheitsvorkehrungen der welt. und man kann sich an einigen stellen behörlich den kopf stoßen.

aber man ist „unter tage“!

scheinbar, ja – aber es fehlt der dreck und der staub und die feuchtigkeit und die hitze, alles das. – auch die kaue fehlt!

ist es heiß?

normalerweise ja, denn ganz tief unter tage wird es heißer und heißer. im museum nicht: wenige meter unter der oberfläche wird es erst noch kälter. wir hatten circa 10 grad.

dann warst du enttäuscht?

nein, ich hätte es mir anders gewünscht, echter, wahrer. aber immerhin konnte man einige maschinen sehen, dort unten – das ist ja auch etwas besonderes, dass man mal die maschinen sieht, auch wenn sie lärm machen, und dann kann man sich alles besser vorstellen.

und einen förderturm haben die auch?

man kann hochfahren, mit dem aufzug.

ist der förderturm echt?

ja und nein.

was heißt das?

man hat ihn doch tatsächlich in dortmund abgebaut, bei einer zeche „germania“, und ihn dann extra 1973 für das museum wieder aufgebaut, den turm. oder das gerüst. oder wie man es nennt.

das ist ja unglaublich!

ja, ja, aber es ist voll wahr.

hat dir der förderturm gefallen?

sicher: man hat einen tollen blick über das nahe und ferne ruhrgebiet. der turm dient also jetzt als aussichtsturm.

hast du gedichtet?

ja, ich habe auch gedichtet.

was hast du denn gedichtet?

wir beide haben gedichtet, zweitklausens. wir beide! oben auf dem förderturm!

und was?

das:

LYRIK AUF DEM FÖRDERTURM

Auf dem Förderturm
Liebe ich den brausenden
Klang der Güterzüge der
Sie mit der Weite des
Blicks auf Heizkraftwerke
Und sonstiges Gedampf
Zu einem Ehergrün noch
Vermischt welches ein
Loblied auf den ehrlichen
Charakter der Ruhr singt
Vom gelben sich regenden
Kran poetisch beäugt

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klausens oder Klau§s§ens oder Klau#s#ens, oben auf dem Förderturm bzw. Fördegerüst aus Dortmund-Marten, von 1944, Zeche „Germania“, wiederaufgebaut 1973 in Bochum, Bergbaumuseum, LIVE geschrieben am 18.8.2009, Dienstag, gegen 14:38 Uhr.

wo kommt den der gelbe kran her? in dem gedicht?

es wird da gebaut – im ruhrgebiet wird eben auch gebaut. ein stetiger strukturwandel, verstehst du?

was? — es ist so laut, wenn die züge unten längs fahren.

klausens-foto-bochum-bergbaumuseum-foerderturm-18-8-2009klausens-foto-bochum-bergbaumuseum-foerderturm-18-8-2009-auf-kopf

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Ruhruniversität Bochum wird von KLAUSENS besichtigt

klau|s|ens, was machst du in bochum an der ruhruniversität?

man will sie sehen!

wieso?

weil sie bekannt und berühmt und berüchtigt ist.

wofür?

für ihre architektur. dieser campus fernab des zentrums von bochum, alles beton in beton – das ist eben etwas besonderes. dazu die breiten straßen der an- und abfahrt.

und? was sagst du?

ich fand es interessant. alles hat den hauch von brasilia, jener künstlichen hauptstadt von brasilien. (oscar niemeyer, brasilianer deutscher abstammung, hatte als leiter des staatlichen bauamtes und als entwerfer der öffentlichen gebäude ja viel damit zu tun. mit brasilia – nicht mit bochum. aber das eine erinnert an das andere. ein jeder mensch lebt und gestaltet in seiner zeit.)

war es schlimm? bochum? die uni?

es war teils schlimm (z.b. im parkhaus), teils weniger schlimm. man kann die dinge nicht so oder so sehen. (man liest ja immer wieder von der anonymität und von selbstmorden dort in bochum. aber bei sonne wirkt wieder alles ganz anders.)

aber es ist beton!

ja, ja, aber teilweise ist der beton auch furios gestaltet. es gibt viel licht in den riegel-häusern, es gibt kuriose architekturen, die an den realen sozialismus gemahnen. so ist eben jeder ein kind der einflüsse seiner zeit.

und gigantisch ist es auch?

nein, nur an manchen stellen. bisweilen wirkt es auch leicht. also: ich bin da am schwanken, zu allem. aber bestimmte durchgänge, tunnel und ecken … die sind grauselich. und man stellt sich bibbernd vor, wie winter-abends eine studentin alleine über den campus streifen muss. am schlimmsten sind die durchfahrten, untertunnelungen und solche sachen.

was soll man nun davon halten?

man muss alles wirken lassen. es gibt gutes und schlimmes, und eine gesamtbewertung der ruhruniversität steht noch aus, in 50 jahren oder so.

du meinst, alles ist ein denkmal?

ja, die gesamte anlage als komplex und reißbrettplanung ist ein denkmal seiner oder ihrer zeit.

die architekten?

hier: Architekten der RUB:

Staatshochbauamt für die Universität Bochum: Gesamtplanung; Zentralbibliothek

Hentrich, Petschnigg & Partner, Düsseldorf: Gesamtplanung; Gebäude der Ingenieurswissenschaften, Geisteswissenschaften und Medizin; Zentralmensa; Auditorium Maximum

Eller, Moser & Walter, Düsseldorf: Gebäude der Naturwissenschaften; Hörsaalzentrum-Ost

Lambart, Düsseldorf: Zentralbibliothek

Hennig & Dietrich, Nürnberg: Universitätsverwaltung

Lehmann, Dortmund: Studentenhaus; Musisches Zentrum

und dein gedicht?

unser gedicht, zweitklausens. hier ist es:

BOCHUMER BETONIEN

Ich war im Beton
Umgeben von dieser
Elenden Weite die
Man auch als Kälte
Der Leere bezeichnen
Kann oder einfach
Nur dem Material
Zuschreibt alles in
Erinnerung an das
Brasilia der Bücher
Welches mir nun
Als Realität entsteht
Vor dem Auge von
E 20 oder auch U 90
In Rot und Grün

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau(s)ens oder Klau&s&ens oder Klau?s?ens, LIVE geschrieben am Dienstag, 18.8.2009, auf dem Campus der Ruhruniversität Bochum, hier gerade im Bereich des Unicenters bzw. Uni-Centers, wo man Geschäfte und Fressstellen eingerichtet hat, und hohe Häuser mit Wohnungen. – Die Zahlen verweisen auf die Beschriftungssysteme: Farben (Farbleitsystem!) und Zahlen sollen einem sagen, wo und in welchem Stock man sich befindet. Dies ist besonders wichtig, wenn alles scheinbar gleich aussieht und man die Orientierung verliert.

klausens-foto-bochum-ruhruni-18-8-2009

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Dokugedicht zu Manni Breuckmann von KLAUSENS

mensch, klau|s|ens, musste das denn sein?

was habe ich denn getan, zweitklausens?

du hattest gestern zwei einträge in deinem blog(g), sonst hast du immer höchstens einen pro tag.

das stimmt. aber ich habe immer wieder gesagt: „dogmen befolge ich grundsätzlich nicht!“

und das bedeutet?

manchmal mache ich auch zwei einträge an einem tag.

wieso gestern?

gestern hatte doch manfred breuckmann = manni breuckmann seine letzte offizielle radioreportage vom fußball, bevor er dann in rente geht, genauer: altersteilzeit.

niemals mehr manni?

offenbar nicht in der sendung „LIGA LIVE“ vom WDR 2 radio, wo es dann immer die berühmte schaltkonfernz gibt, besonders zum ende der spiele hin.

was wird da geschaltet?

da sind alle moderatoren untereinander verbunden und geben dann immer hupp und hopp von einem stadion zum anderen, bis überall der schlusspfiff getan ist.

und was hast du gestern gemacht?

wir, zweitklausens, wir!

was haben wir gemacht?

wir haben LIVE ein dokugedicht http://www.klausens.com/dokugedichte.htm geschrieben, am radio sitzend, von dieser letzten reportage von manni breuckmann.

deine DOKUGEDICHTE! http://www.klausens.com/dokugedichte.htm deine LIVEGEDICHTE! http://www.klausens.com/klausens_live_di…

die sind doch weltberühmt, mittlerweile.

was bezweckst du mit denen?

es sind doch wir, zweitklausens, wir!!!

also gut, was soll das alles?

mein gott, wie kannst du nur fragen? die doku-gedichte sind eine ausprägung unserer kunst, die sich in tausenden formen über die menschheit ergießt.

was war denn das erste doku-gedicht?

das war auch vom fußball, ein spiel des fc spich in der bezirksliga, als guido cantz, der komiker und moderator, noch aktiv mitspielte.

und nun?

nun sind schon ein paar dieser doku-gedichte entstanden.

und was war gestern?

das habe ich doch schon erklärt: die kultfigur manni breuckmann „gab“ ihre letzte reportage, und zwar vom spiel VfL BOCHUM gegen den 1. FC KÖLN.

und weiter?

nichts weiter … er hatte glück, dass zum ende ein tor fiel, und dass köln zum schluss mit 9 gegen 11 spielte, weil zwei vom platz gestellt worden waren. (köln gewann dann in bochum 2:1.)

wieso glück?

… weil er so doch ein spiel hat, wo er immer sagen kann: das letzte spiel, das ich für den WDR kommentierte oder „reportierte“ …

schön, schön, du hast wieder ein neues wort erfunden: „reportieren“!!!

… spiel, das ich reportierte, war wenigstens brisant und wild und hatte noch etwas pfeffer.

so, so, und nun ist er weg vom fenster.

nein, nein, so leute kommen ja überall wieder: sie schreiben hier ein buch, geben dort ein interview, moderieren da etwas soziales, – also: weg sind die nicht.

dann gibt es keinen grund zum weinen?

nein, aber wehmut muss man doch feiern.

und dazu braucht man weltdichter wie dich?

wie uns, zweitklausens, wie uns!

ist das so?

ja, wir bilden den orkus des unsterblichen in aller vergänglichkeit des ewigen nichtseins als dasein aller kosmotischen kontinente.

wenn du wenigstens immer so deutlich reportieren würdest, klau|s|ens – dann wäre mir um die zeit nach manfred breuckmann nicht bang.

aber wir haben doch das „doku-gedicht abschied manfred breuckmann“ für alle welt und alle zeit. http://www.klausens.com/dokugedicht-absc…

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Dokugedicht Abschied Manfred Breuckmann wird gerade von KLAUSENS erstellt

http://www.klausens.com/dokugedicht-abschied-manfred-breuckmann.htm

mehr nicht?

wir sind LIVE drauf, mensch !!!