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klau|s|ens zur UNLOGIK der EIN-UND-ÜBERHAUPT-GOTT-KIRCHEN [egal welcher konfession] – www.klausens.com

klau|s|ens, was hat dir der der kurzbesuch bei der evangelischen synode der EKD am 13.11.2017 eingebracht, da in bonn, da im MARITIM?

man schaut sich diese verteter und *innen da an, man hört ihnen zu, man lauscht dem singen (was ja immer dazugehört, auch zu den sitzungen: singen und musik), man beobachtet das präsidium, man vernimmt die redebeiträge … am pult und später aus dem „feld“ der abgesandten heraus, alles wirkt (auf mich ein). auch die kleidung, die gestik, das gehen und stehen, das umdrehen.

und wie?

das EVANGELISCHE wirkt immer nett, hilflos, bemüht, freundlich, fade, leblos, anständig, langweilig, wenig göttlich inspiriert, adrett, sauber, ordentlich, redlich, ohne feuer, bürgerlich, angepasst, nicht bedrohlich, gütig … und so weiter und so fort.

ach so: gospelsongs sind ja ganz schön.

oh ja, gospelsongs singe ich auch gerne mit, ohne an GOTT zu glauben. in gospelsongs entsteht etwas, ein bestimmtes gefühl, was man als HOLYNESS bezeichnen könnte … aber man muss da(zu) an keinen gott glauben. (und viele der alten orgelgesangsbuchlieder sind so fade, dass man diese endlich ins archiv räumen wollte, aber der zähe und leidend wirkende notenmist alter tage wird sonntag für sonntag noch abgesungen, in den gottesdiensten. dabei bleiben nur wenige lieder übrig, die es auch heute noch schaffen, etwa wie GEH AUS MEIN HERZ UND SUCHE …)

an was glaubst du eigentlich, du gottloser?

ich glaube (oder denke?) an das UNVERSTEHBARE. nur daran kann ich glauben, wenn es überhaupt GLAUBEN ist … dafür kann ich auch schön singen, aber mit GOTT hat alles nichts zu tun. nur wenn GOTT = DAS UNVERSTEHBARE wäre, aber dann muss man es/ihn weder preisen noch anbeten.

eben. DAS UNVERSTEHBARE entzieht sich jeder kategorie.

da brauche ich weder brav noch rebellisch zu sein: egal, was ich tue. es bleibt DAS UNVERSTEHBARE. so oder so oder so. (und die CALVINISTEN haben dann eh nix zu melden, wenn es nur noch um das UNVERSTEHBARE geht. die mit ihren prädestinationsspinnereien. prädestination macht eher soziologisch sinn: reich reproduziert reich, arm dann arm. nicht immer, aber verdammt oft.)

dann glaubst du also eigentlich nicht, klau|s|ens.

zweitklausens, ich kann diesen ganzen mist auch so nicht unterstützen.

welchen denn?

die menschen der diversen kirchen laufen immer durch die welt und behaupten folgendes:

GOTT SAGT
GOTT WILL
GOTT MEINT
AUS GOTTES SICHT
GOTT SPRICHT
GOTTES WORT
GOTT ABER DENKT
GOTT HAT
GOTT MÖCHTE
GOTT HAT VOR
GOTT VERFOLGT DIE ABSICHT
GOTT ERKLÄRT
GOTT ÄUSSERT
IN GOTTES NAMEN
GOTT IST
GOTT VERBIETET
GOTT FORDERT
GOTTES SEGEN
GOTT JEDOCH HAT
GOTT PLANT
GOTT ERWARTET

allein diese millionen von behauptungen über gott … und was er denkt und tut, in allen kirchen, so unterschiedlich sie auch seien, dieses ewige erklären und behaupten des menschen, was gott (angeblich) will und meint …. allein das beweist ja, zumal diese äußerungen so überaus vielzählig und so überaus widersprüchlich sind, dass es diesen GOTT so genau ganz und gar nicht geben kann. (ein anti-gottes-beweis per se! aus sich selbst heraus!)

sondern? was stimmt dann?

… dass dieser GOTT (oder in manchen religionen auch DIESE GÖTTER) von den MENSCHEN gemacht worden sein muss!

aber keiner will’s wahrhaben.

man müsste es mal so sagen, um die menschen noch mehr in die IRRE zuführen: „GOTT HAT GESAGT, DASS ER NIEMALS WAS GESAGT HAT!“ (zudem: allein die kategorie des „sagens“ ist ja schon menschlich.)

auch dieser satz wird demnächst auch noch in eine der milliarden religionswahnsinnsinnigkeiten noch eingehen. auch dieser satz.

klau|s|ens und zweitklausens jedenfalls sagen, dass GOTT immer nur von den menschen gemacht und erzeugt wird. danach wird er noch schön instrumentalisiert, für sitte, moral, unmoral, kleinbürgertum, unterdrückung, kerkerhaft, morde und allerlei attentate … und was es noch so alles an schlimmen gibt. auch (leider) für die zucht! züchtigung! zwangsanpassung!

… und die synode der EKD, die auch darüber diskutiert, was GOTT alles wirklich meint. und dass die kirche an verschiedenen orten nun der große „bringer“ sei. oder die sozialen medien. oder die vielfalt. – die gibt es dann auch noch.

selbst die schlimme der idee der „mission“ taucht immer wieder auf! die perversion des ganzen: mission! behämmern! gefügig machen! umpolen!

96-dpi-1000-pix-mal-1000-pix-klausen foto 13-11-2017 bonn MARITIM saal der EKD synode noch fast leer

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klau|s|ens bemerkt, dass auch die angeblich guten wie die EKD (= evangelische kirche deutschlands) das COOKIE-schnüffeln betreiben (oh, synode!) – www.klausens.com

klau|s|ens, die evangelische kirche tagt in bonn, synode.

man will den schwung des lutherjahres mitnehmen. (sagt man.)

wohin?

in die moderne! man muss was ändern, die gläubigen laufen davon.

und was?

vielfalt ist ein stichwort, kirche an neuen orten … und eben auch mehr internet und soziale medien. (einer forderte auch kürzere gottesdienste.)

und internetgottesdienste?

auch das, auch das.

wird es was erbringen?

den „sozialen medien“ laufen ja alle hinterher, und dann suhlen sie auch da wieder in der eigenen suppe. – man kann die millionen facebook-seiten doch gar nicht verfolgen, am ende sind die leute mit 200 km/h ihre 8 millionen „freunde“ und „like-verbündeten“ am dauer-höchstgeschwindigkeits-scrollen.

ja, das scrollen wird mehr und mehr, und schneller und schneller, je öfter ich mich wo eingeklickt habe. stress, kein spirit, hetze, sinnlose informationen.

also: damit wird/würde die kirche (auch die katholische übigens) kaum neue blumentöpfe gewinnen.

aber mitmachen muss man ja dennoch.

ich weiß, ich weiß: keiner will sich aus der welt ausklinken, so verrückt sie auch ist. – aber hoffnungen sollte man nicht daran knüpfen, dass vom scrollen und runterziehen von beiträgen und bildern eine neue gläubigkeit oder gar heiligkeit entsteht.

wenn es keinen gott gibt, oder man nicht an den gott gaubt, dann wird alles schwer, für die kirchen.

ich sehe mir diese hilflosigkeit in betulichkeit an … und lächele.

ja, du glaubst nicht – aber die bibeljugend hat bei einem tag der synode (montag) alle mitglieder (120 sind es formell) auf QR-codes geführt, wo die dann was eintragen mussten. etwas, was man ausmisten wollte. nicht mehr als 40 zeichen.

das ist dann die „kirche von unten“: alle reden mit und dürfen etwas zum ausmisten vorschlagen, die synode macht diese moderne via handy oder tablet oder laptop dann schon mal vor. wow! der große aufbruch? (den will die SPD ja auch so hinbekommen. die piratenpartei ist mit dem internet-medien-dings-konzept schon mal dick gescheitert.)

und das soll nun „aufbruch“ sein? chance? impuls? (man redet ja so gerne vom „impuls“ bei den evangelen.)

also: ich denke, was immer die kirche macht oder tut, es geht gar nicht, dass man selber im internet den leuten nun hinterherspitzelt.

die meinst die cookie-sache?

ja, es ist ganz schlimm geworden. fast alle seiten nutzen cookies, schicken dann die gesetzlich verpflichtenden texte vor. man kann es nicht mehr ertragen. auch die angeblich „guten“ nutzen cookies und spitzeln mit.

auch die kirche? also die EKD?

auch die, auch die!

was müssen die uns im internet bespitzeln, wo deren gott doch sowieso alles sieht? (ich darf auch nicht mal das EKD-video gucken, wenn ich die cookies auf meinem browser nicht erlaube!)

das kapiere ich auch nicht. aber gott als ein spitzelnder kann wohl kaum ein gutes konzept für die zukunft sein. (da gott alles weiß, wird er wissen, dass in seinem namen gespitzelt wird… lässt es aber auch zu! wieso soll man an so jemand glauben?)

1000-pix-96-dpi-klausens-hat-die-cookies-der-EKD-homepage-am-14-11-2017-abgerufen

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klau|s|ens und sein realgedicht aus der tödlichen zigarettenreklame – www.klausens.com

klau|s|ens, mal wieder eines deiner realgedichte?

es sind unsere realgedichte, zweitklausens. vergiss das nicht: immer wir beide zusammen sind die schöpfer solcher texte.

aber dieses realgedicht hat mit dem rauchen zu tun.

gewiss, man kann an so einem realgedicht gar nicht vorbeigehen, weil sich alles selber gegen sich verkehrt beziehungsweise auch alles noch zusätzlich überhöht wird, je nach interpretation.

ach ja?

die texte verdrehen sich zueinander, weil ja bei jeder tabakwerbung warnsätze drunterstehen müssen, auch an der reklamewand auf der giebelseite eines hauses.

lass sehen.

hier:

TEXTTÖTUNGSGENUSSSEKUNDE
— Realgedicht —
SCHIETWETTER?
ENJOY THE MOMENT
PALL MALL
Rauchen kann tödlich sein

Copyright nicht für den Text, sondern für die Erklärung des Textes zum Realgedicht und die Überschrift: Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u. a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder KlauRAUCHsENens, am 17.3.2017, Bonn-Beuel, gegen 12:02 Uhr MESZ. Und auch am 22.4.2017, Samstag, gegen 8:56 Uhr MESZ, Königswinter-Oberdollendorf.

96-dpi-klausens-REALGEDICHT_rauchen-toedlich-ENJOY-THE-MOMENT-bild-aus-bonn-beuel-27-3-2017

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klau|s|ens hört sahra wagenknecht LIVE-dichtend zu – www.klausens.com

klau|s|ens, der frau wagenknecht lauscht man mit interesse.

gewiss, sie strahlt irgendwie etwas aus, das mit wissen zu tun hat, mit kenntnissen … das ist dann etwas anders, als es sonst oft so ist, in der politik, obwohl es am ende ja dann doch gleich oder ähnlich ankommt: parolen, die sich wiederholen, kennsätze, die wieder und wieder genutzt werden.

sie sprach mit manfred osten.

gewiss, das tat sie: und da es um goethes „faust“ ging, gab es eben doch bemerkungen, die dann seltener sind … in der tagespolitik.

am ende aber ging es doch um das kapital, gigantische profite, die leiharbeit und die abwertung der arbeit, alles das. entrechtung. gier.

es ging und geht um den ewigen kapitalismus, der mal so auftritt, dann aber so: und doch werden immer wieder die einfachen menschen gedemütigt, man hebt erkämpfte rechte auf, man will noch mehr kapital akkumulieren. das casino … alles ist insgesamt doch verdammt skurril und zudem brutal, was wir da an weltgeschichte erleben müssen. beängstigend ist es dann auch, ungerecht zudem.

die kleinen leute sind gern die dummen.

das ist dann die kernfrage bei solchen personen wie frau wagenknecht: meinen sie es alles auf dauer ernst? sind sie human im herzen oder spielen sie „human“ vom kopf her?

aber was wird anders, wenn sie regieren darf?

sie will den kapitalismus wohl hauptsächlich begrenzen und einzäunen. mehr ist es wohl nicht: reformieren und abfedern der nöte.

wie kommst du darauf?

sie sprach immer von den sinnlosen gewinnen, die da akkumuliert werden: gewinne um der gewinne willen, in höhen, die kein mensch mehr verbrauchen kann. (stichwort: familie quandt/klatten = BMW)

und die antwort?

stiftungen, nun also: stiftungen.

und dann?

dann bleibt das geld in der stiftung … und in der firma … und wird nicht irgendwoandershin verbracht.

und das hilft?

ich hatte den eindruck, dass sie denkt (bzw. sie im team mit oskar lafontaine und anderen denkt): so wird alles leidlich gut.

also keine belegschaftsaktien und solche modelle?

nein, eher die stiftung, die gutes will und dann die großunternehmungen jeweils besitzt: jedes großunternehmen bekommt eine stiftung. – und die oberen der stiftung sind dann die industriekapitäne und Innen, die wohl auch mehr geld verdienen als die schichtarbeiter.

und bei krupp: da gibt es die stiftung schon lange. hat das den kapitalismus abgeschafft? verbessert? – und sitzt diese stiftung nicht als großer anteilseigner bei thyssenkrupp mit drin? und war nicht der herr beitz als geschäftsführer der stiftung so ein mächtiger mann des kapitalismus?

ja, ja, ja.

also: was nun?

ich weiß es doch nicht. grundidee: vor frau wagenknecht soll und muss niemand (mehr) angst haben. die großen enteignungen wird es nicht geben. und wer bescheiden verdient, der darf alles behalten. leistung lohnt sich da unten. nur ganz oben wird es ein bisschen anders.

dann wäre das ein sozialismus mit menschlichem antlitz?

vielleicht eher so: sozialismus meint heute den „gedämpften kapitalismus“.

und dafür wurden jahrhundertelang bücher geschrieben, thesen verfasst und revolutionen ausgerufen?

fast hat es den anschein, oh faust, oh faust.

unsere LIVE-gedichte vom 10.9.2015 zu frau wagenknecht, was bringen die?

die machen die welt auch nicht mehr viel anders. sie dokumentieren und überführen das sinnlose leben und agieren der menschheit in die kunst.

was soll denn bloß werden? aus uns? aus der welt? aus frau wagenknecht? aus dem kapitalismus? aus faust? aus der armut?

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klau|s|ens beklagt die abschaltung von 2 WDR-mittelwellensendern am 6.7.2015 – www.klausens.com

klau|s|ens, die welt ist düster.

ja, aber es sind auch kleinen dinge, womit man uns zerhämmert.

du hängst am radio!

du denn nicht?

es bleibt ja, nur anders.

nichts ist anders: sie schalten alles ab und drücken uns ins digitalradio. dazu aufs smartphone und ins WLAN. in die kabel.

ist doch schön: klar, sauber.

digitalradio ist nicht sofort da! das gute mittelwellen- und UKW-radio, auch KURZWELLE: das ist sofort da.

und alles andere?

da musst du das und dies tun. apps musst du erst aufrufen, das dauert. computer laufen sich hoch. alles dauert und ist nicht einfach zugänglich.

und das radio?

da machst du auf „an“ … und dann ist es da. klick! zack! super! aber sie schaffen es ab.

ja, sie schaffen das einfache, leichte und überall zugängliche radio ab.

das tun sie, konsequent: und sie machen das leben so kompliziert. all das „digital“ und „banal“ ist doch „brachial“ kompliziert.

lassen wir es so stehen, altmoderner!

nein, wir drucken noch die meldung vom WDR ab, damit wir für alle zeit wissen, was man uns nimmt.

sie nehmen uns die radiokultur.

eben, stück für stück: ohne grund.

nicht immer ist die moderne besser.

nein, sie ist oft komplizierter … und deshalb ist sie nervig, sehr nervig.

könntest du das nicht mal im radio sagen?

auf welcher welle denn? mittelwelle ist over, eines nahen tages, kurzwelle haben sie auch schon fast alles abgeschaltet, die deutschen, und UKW wollen sie auch noch zerschlagen.

sie wollen ja auch das bargeld zerschlagen.

es gibt so viele menschen, die man nicht mehr menschen nennen dürfte. fuckin‘ digital!

>>Bonn und Langenberg: WDR schaltet Mittelwellensender am 6. Juli ab – Verkehrsfunk und „WDR Event“ weiter digital zu empfangen

Der WDR schaltet am 6. Juli seine beiden Mittelwellensender in Bonn und Langenberg ab. Damit erfüllt der WDR eine Forderung der KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten), die das Ende der Mittelwellen-Ausstrahlung mit Blick auf die zunehmende Nutzung des Digitalradios DAB+ verlangt hatte.

Die per Mittelwelle bis zuletzt verbreiteten Programmangebote sind – wie schon in der Vergangenheit – weiterhin als Livestream im Internet, terrestrisch über DAB+, über das digitale Satellitenradio (DVB-S) sowie über Kabel (DVB-C) empfangbar. Der Verkehrsinformationskanal (VERA) sendet laufend aktualisierte Verkehrsdurchsagen und der ereignisbezogene Digitalkanal „WDR Event“ Live-Übertragungen etwa von Bundestags- und Landtagsdebatten, der Karlspreisverleihung in Aachen oder Vollreportagen von Top-Fußballspielen.

Der Mittelwellensender Langenberg sendet auf der Frequenz 720 kHz mit 63 kW Senderleistung, der Sender Bonn auf 774 kHz mit 5kW Senderleistung. Die Sender versorgen Nordrhein-Westfalen sowie Teile von Rheinland-Pfalz und Hessen. Die Abschaltung erfolgt in der Nacht von Sonntag auf Montag um 2.00 Uhr.

Stand: 01.07.2015, 12.00 Uhr<<

2 WDR-mittelwellensender sind weg klausens 8-7-2015 geschehen 6-7-2015

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klau|s|ens mit LIVE-gedichten zum bonn-marathon 19-4-2015 – www.klausens.com

klau|s|ens, der bonn-marathon?

alles will man mal gesehen haben, auch einen marathon.

laufend?

oh, nein, sorry, zuschauend: aber auch das ist ja was.

es hängt alles von allem ab. du warst also zuschauer!

sinnlich ist immer LIVE und IN PERSONA vor ort, in den fernsehmedien kommt es anders daher.

und wie kommt es nun daher?

durchwachsen, gemischte eindrücke. aber 4 LIVE-gedichte sind entstanden, die kann man dann zu den akten tun.

4-KM-MARKE UND ZURÜCK

Läufer vorbei
Die Spitze
Zerrissen schon
Viel Loch viel

Frei Raum
Sie ziehen Bahnen über die
Kreise der
Sieglastigkeit geht

Auf an der
Wende wo noch
Ein Werbesmart
Hupt Ihr Runner

Copyright Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau-MARA-s-THON-ens, LIVE geschrieben am 19.4.2015, Sonntag, Bonn-Marathon, hier: Wendepunkt Bonn-Ramersdorf, Landgrabenweg 151, bei T-Mobile, rechte Rheinseite, gegen 10:57/58 Uhr MESZ, die Spitze des Feldes kam, (zum 1. Mal, sie muss noch ein 2. Mal vorbeikommen) … aber dann war recht lange nichts mit Läufern. — „Sieglastigkeit“ ist ein Kunstwort von Klausens. — Beim Bonn-Marathon sind für die Marathonstrecke 2 Rundläufe einer Strecke zu tun.

DER HÖR-GAFFER

Die Musik der
Becher plastiziert
Geräusche aus
Wegbrechendem
Material auf
Dem Asphalt
Auch rollend
Wie schleifend
Ertönen Hymnen
Der Wegwerfgesellschaft

Copyright Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau-MARA-s-THON-ens, LIVE geschrieben am 19.4.2015, Sonntag, Bonn-Marathon, hier: Wendepunkt Bonn-Ramersdorf, Landgrabenweg 151, bei T-Mobile, rechte Rheinseite, gegen 11:03 Uhr MESZ. — Hunderte Becher ergeben Geräusche, ja, eine Melodie, die sich ändert, wenn starker Wind die Becher zum Rollen bringt. Auf Radio Bonn Rhein Sieg wird zeitgleich in den Nachrichten von den „Gaffern“ auf der Autobahn gesprochen, jenen, die bei Unfällen im Vorbeifahren knipsen oder filmen. — „Hör-Gaffer“ ist ein Kunstwort von Klausens.

NACHZÜGLER

Das Gehen ersetzt
Das Laufen kleine
Fettpackungen tippsen
In die Luft und
Klammern sich an
Den Asphalt dem
Endziel von 42,X
Kilometern nur
In den Träumen
Entgegenwabernd
Sind wir Fanfare
Für die Schlussläufer
11:15 Uhr MESZ

Copyright Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau-MARA-s-THON-ens, LIVE geschrieben am 19.4.2015, Sonntag, Bonn-Marathon, hier: Wendepunkt Bonn-Ramersdorf, Landgrabenweg 151, bei T-Mobile, rechte Rheinseite, gegen 11:12 Uhr bis 11:15 Uhr MESZ, der offizielle Start war ja in Bonn-City um 10:30 Uhr, zumindest für, die direkt vorne loslaufen durften. Hier sind wir ca. 4 km weiter, die Strecke muss zweimal gelaufen werden, damit eine Marathondistanz entsteht. — „entgegenwabern“ ist ein Kunstwort von Klausens. — Ein Zuschauer hier an dieser Stelle bläst immer wieder wundervoll die Fanfaren ins Horn.  — „Schlussläufer“ ist die Ballonaufschrift, sie kommen zum ersten Mal vorbei.

VIELKNOCHENFALT

Jedes Gerüst ein
Anderes der Körper
Korsett eckig das
Abgleitende wird
Markiert wie ein
Hacken und Zucken
Schlackert das alles
Mehr wie Gerippe
Als Fleisch ist jeder
Mensch anders
Und läuft dann
Doch irgendwie

Copyright Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau-MARA-s-THON-ens, LIVE geschrieben am 19.4.2015, Sonntag, Bonn-Marathon, hier: Wendepunkt Bonn-Ramersdorf, Landgrabenweg 151, bei T-Mobile, rechte Rheinseite, gegen 12:40 Uhr MESZ, die 3:30-Gruppe, also der rote Ballon, der dieses Zeit-Ziel angibt, kam gerade vorbei, zum 2. Mal. — „Vielknochenfalt“ ist ein Kunstwort von Klausens.

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klau|s|ens (selber das volk) hört nun “wir sind das volk” – www.klausens.com

klau|s|ens, was soll man sagen? alle sind nun das volk, also wenige.

das ist die crux. damals bei der revolution ’89 hat sich die mehrheit der bevölkerung (endlich) gegen die minderheit der DDR-herrschenden erhoben.

und nun?

erhebt sich irgendeine minderheit mit 15.000 menschen (gestern in dresden: pegida) oder 300 menschen (gestern in bonn: bogida) … behauptet aber: „Wir sind das Volk!“

es ruft sich so schön!

das denke ich auch: dieser spruch hallt durch die straßen, macht einen stark und trotzig.

deshalb rufen sie es!

aber sie verzerren die wahrheit, sie verhöhnen die sanfte revolution in der DDR von 1989.

alle laufen auf die straßen und sind nun „volk“.

3 spielende minderjährige können auch rufen: „wir sind das volk!“

auch zwei hausfrauen an der supermarktkasse.

alle menschen haben interessen und (vor allem) partikularinteressen.

alle können behaupten, teil vom volk zu sein, aber niemals DAS VOLK.

eben: aber der trick besteht ja darin: ich will einen swimming pool … und dann suche ich mir drei andere, die auch einen wollen. kostenlos. vom staat. einfach so: einen swimming pool in den garten oder vor die tür oder auf den spielplatz nebenan.

was macht ihr dann?

wir rufen „WIR SIND DAS VOLK!“ und üben unheimlichen druck für unsere EGO-interessen (hier: swimming pool) aus.

so funktioniert die welt.

das, was ich will, gebe ich als das aus, was alle wollen.

rassismus?

bisweilen auch den. ich denke, der spruch „wir sind das volk!“ ist historisch besetzt und sollte jetzt nicht von allen „dahergelaufenen“ für ihre zwecke ausgesaugt und durchgepresst werden.

schön: einer, der überhaupt noch denkt!

klausens-k-werk-wir-sind-das-volk-16-12-2014-und-9-11-2014

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