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klau|s|ens kritisiert die durchsetzung der abschiebe-verschärfung genau dieser abschiebe-verschärfung als dauerndes asyl-recht-verschärfen – www.klausens.com

klau|s|ens, der unsrige deutsche staat insgesamt driftet weiter und weiter nach rechts.

es ist erschreckend, was alles wie schnell verändert wird … und wie ein recht wie das recht auf asyl nun ausgehebelt wird.

zugleich reden sie über schleierfahndung und die sowieso-mehr-aufrüstung des staates.

UND DA IST DER „Gesetzentwurf zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht“. am 18.5.2017 im bundestag: >>Gesetzentwurf 18/11546, 18/11654 (Beschlussempfehlung 18/12415: Gesetzentwurf in Ausschussfassung annehmen) angenommen<<

wir zitieren amnesty:

>>19. Mai 2017 –

BERLIN, 18.05.2017 – Amnesty International kritisiert mehrere Punkte am geplanten Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht, das unter anderem Verschärfungen bei der Abschiebungshaft vorsieht.

„Es droht eine Zweckentfremdung: Die Abschiebungshaft muss ausschließlich die Ausreise sichern – sie darf unter keinen Umständen als menschenrechtswidrige Präventivhaft genutzt werden, um Menschen aus dem Verkehr zu ziehen, bei denen keine ausreichenden Hinweise für eine polizeiliche Festnahme vorliegen“, sagt Maria Scharlau, Völkerrechtsexpertin bei Amnesty International in Deutschland. „Die Bundesregierung baut durch dieses Gesetz mehrere rechtsstaatliche Hürden ab, die vor unverhältnismäßiger Inhaftierung schützen sollen.“ Die Abschiebungshaft soll mit dem Gesetz auch für Ausreisepflichtige ermöglicht werden, wenn sie als nicht näher definierte „erhebliche Gefahr für Leib und Leben“ anderer eingeschätzt werden können. Für die maximale Dauer der Abschiebungshaft von 18 Monaten werden die Hürden abgesenkt.
Dasselbe Gesetz ermöglicht dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auch das Auslesen der Handys von Asylsuchenden zur Feststellung ihrer Identität. „Es ist eine zulässige Überlegung, in Fällen mit begründetem Verdacht auf Identitätstäuschung auf Informationen aus dem Handy von Asylsuchenden zuzugreifen. Aber die nun vorgesehenen Eingriffe in die Privatsphäre Zehntausender Menschen sind massiv und müssen an strenge Bedingungen geknüpft sein – das Auslesen von Smartphones ermöglicht schließlich einen umfassenden Einblick in die Persönlichkeit. Nicht umsonst hat das Bundesverfassungsgericht das Auslesen privater Datenträger mit einer Hausdurchsuchung verglichen“, so Scharlau. Amnesty befürchtet, dass diese Maßnahme in vielen Fällen das Menschenrecht auf Privatsphäre verletzen wird.
Laut Referentenentwurf sollen bis zu 60 Prozent der Antragsteller betroffen sein – der massive Grundrechtseingriff könnte also bei Asylsuchenden zur unverhältnismäßigen Routinemaßnahme werden. Anstatt auf die im Vorfeld geäußerte breite Kritik der Zivilgesellschaft und auch der Bundesdatenschutzbeauftragten einzugehen, hat die Regierungskoalition den Gesetzentwurf in mehreren Punkten noch weiter verschärft.

Der aktuelle Gesetzesentwurf steht in einer Reihe von Gesetzen zur inneren Sicherheit, die verschiedene aus menschenrechtlicher und rechtsstaatlicher Sicht kritische Aspekte beinhalten. Das vor Kurzem verabschiedete neue Bundeskriminalamtsgesetz ermöglicht zum Beispiel weitgehende Grundrechtseingriffe gegen sogenannte „Gefährder“. Die Definition im BKA-Gesetz ist so unbestimmt und vage, dass unklar bleibt, welches Verhalten die massiven Grundrechtseingriffe auslösen kann. Hier schafft das BKA-Gesetz keine ausreichende Rechtssicherheit. Wer bislang aus Sicht der Polizei weder eine konkrete Gefahr darstellt noch gegen Strafgesetze verstoßen hat, darf nicht einfach „auf Verdacht“ mit einer Fußfessel oder Überwachungsmaßnahmen belangt werden.

Amnesty betont, dass auch im Rahmen von Gesetzen zur Gewährleistung der Sicherheit Grundrechtseingriffe den rechtstaatlichen und menschenrechtlichen Erfordernissen genügen und verhältnismäßig sein müssen.<<

oder wir zitieren ebenso ausführlich PRO ASYL:

>>Schon bei Stellung des Asylantrages werden die Asylsuchenden unter einen Generalverdacht gestellt, vorsätzlich getäuscht zu haben. Systematisch sollen bei rund der Hälfte aller Asylsuchenden die Handydaten ausgelesen werden. So wird es schon in der Gesetzesbegründung angekündigt. Damit entsteht eine massenhafte Auslesung. Dies ist ein tiefgreifender Eingriff in die Privatsphäre und aus Sicht von PRO ASYL und anderen Organisationen verfassungswidrig. Das Gesetz schafft die rechtliche Grundlage für den gläsernen Flüchtling. Es ist zu vermuten, dass neben persönlichen Informationen wie Bilder und Nachrichten auch private Daten wie Kontakte zu Anwält*innen, Ärzt*innen oder Unterstützer*innen abgegriffen werden. Während das Bundesverfassungsgericht bei der Entscheidung über den »Großen Lauschangriff« Eingriffe in die Privatsphäre ohne richterlichen Beschluss verboten hat, soll dies nun bei Asylsuchenden umgangen werden. Wie soll ein Asylsuchender Vertrauen in das Bundesamt im Asylverfahren entwickeln können, wenn dieselbe Behörde ihm zuallererst das Handy samt aller privater Daten abnimmt?

Zu befürchten ist, dass es dabei keineswegs bei Daten zur Feststellung von Staatsangehörigkeit und Identität bleiben wird. Schon bei der Sachverständigenanhörung vor dem Bundestag sprach das Bundesamt von der Prüfung materieller Angaben des Antragstellers. Eine Ausweitung auch auf Reisedaten kann nicht ausgeschlossen werden vor dem Hintergrund der Verhandlungen der neuen Dublin-IV-Verordnung und den Bestrebungen der Bundesregierung, Überstellungen gemäß Dublin rigoros durchzusetzen.<<

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>Besonders misstrauisch muss der Asylbewerber schließlich werden, wenn ein Änderungsvorschlag von CDU/CSU und SPD jetzt sogar das Bundeskriminalamt dazu ermächtigt, bestimmte erkennungsdienstliche Daten aus dem Asylverfahren anderen Drittstaaten zu übermitteln. Ausgenommen würden Herkunfts- und Verfolgerstaat, wobei die Verantwortung für diese Zulässigkeitsprüfung allein beim BKA liegt. Völlig außer Acht bleibt aber, dass diese Behörde keinerlei Kompetenzen für die Prüfung etwaiger Verfolgungen hat.<<

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>>Die Bundesländer werden ermächtigt, grundsätzlich alle Asylsuchenden bis zum Ende der Asylverfahren in Erstaufnahmeeinrichtungen festzuhalten. Dies verhindert Kontakte zu Ehrenamtlichen und Unterstützer*innen. Damit stehen sie sowohl im Verfahren als auch bei drohender Abschiebung ohne Hilfestellung da. Wir müssen davon ausgehen, dass so in hohem Maße Schutzsuchende nicht das Recht auf Asyl bekommen, das ihnen zusteht. Selbst Minderjährige werden von der Lagerpflicht nicht ausgenommen – das Kindeswohl bleibt auf der Strecke, damit wird schon gegen Völkerrecht und Europarecht verstoßen. Auch nach Begrenzung dieser Internierung auf zwei Jahre (!) laut einem Änderungsantrag der Fraktionen von CDU/CSU und SPD bliebe diese Regelung rechtswidrig.

Besonders drastisch zeigt sich diese Lagerpflicht im Zusammenhang mit den neuen Dublin-IV-Regelungen: Bislang endet die Unterbringung in einer Erstaufnahmeeinrichtung für Dublin-Fälle ebenfalls spätestens nach 6 Monaten, weil bis dahin eine Überstellung erfolgen muss oder aber Deutschland zuständig wird. Die Dublin-IV-Verordnung kennt diese Frist nicht mehr. Ohne jegliche zeitliche Befristung soll der Ersteinreisestaat der EU zuständig bleiben, es soll also auf unabsehbare Zeit zurückgeschoben werden können. Ein Ausweg aus einer Situation, in der kein Mitgliedstaat den Antrag prüfen will, ist nicht zu sehen. Für diese Menschen entstehen Lager der Hoffnungslosigkeit. Derzeit würde das fast alle Dublin-Fälle betreffen, da nur 10 Prozent der Überstellungen tatsächlich vollzogen werden.<<

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>>Personen, die sich über einen längeren Zeitraum geduldet in Deutschland aufhalten, sollen überraschend abgeschoben werden können – ohne vorherige Ankündigung. Bislang musste bei Duldungen von länger als einem Jahr die Duldung zunächst widerrufen und die Abschiebung mindestens einen Monat vorher angekündigt werden (einmonatige Widerrufsfrist bei Abschiebungen nach § 60a Abs. 5 AufenthG). Diese Regelung im Aufenthaltsgesetz soll für bestimmte Personengruppen ersatzlos gestrichen werden und für Personen gelten, die angeblich durch Identitätstäuschung oder durch Nichterfüllung zumutbarer Anforderungen an die Mitwirkung ihre Aufenthaltsbeendigung verhindert oder – laut Gesetzesbegründung – »verzögert« haben.

Es bleibt insbesondere offen, ob es sich um eine aktuelle Täuschungshandlung handeln muss oder nicht. Auch ein Änderungsantrag der Großen Koalition, der eine zeitliche Begrenzung versucht, macht dies nicht klarer. Der Begriff der »zumutbaren« Anforderungen ist ebenfalls nicht weiter konkretisiert. In der Praxis wird Flüchtlingen immer wieder ohne belastbare Begründung vorgeworfen, ihre Abschiebung selbstverschuldet verhindert zu haben. Die Regelung ist so unscharf formuliert, dass sie ein Einfallstor für Willkür sein kann.<<

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>Neben der Abschiebungshaft gibt es zusätzlich die Möglichkeit des Ausreisegewahrsams mit niedrigeren Anforderungen – der nun von vier auf zehn Tage verlängert wird. Die Betroffenen haben dann aber nur eingeschränkt Chancen, einen Rechtsanwalt zu beauftragen, um gegen die Abschiebung vorzugehen.<<

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>>Nach den Wünschen von CDU/CSU und SPD soll zu den weitreichenden Verschärfungen eine zusätzliche Hürde für die Anerkennung von Vaterschaften eingeführt werden. Väter sind nun regelmäßig in der Pflicht, ihre Vaterschaft zu beweisen – oftmals mit teuren Gentests. Dabei genügt bereits der Verdacht von »Missbrauchsindizien«. Es kann schon ausreichen, dass die Mutter oder das Kind lediglich über eine Duldung verfügen und damit der Vater in Beweisnöte kommt.

Das Wohl des Kindes bleibt auch hier unberücksichtigt: Kinder können auf unbestimmte Zeit ohne familiäre, soziale und staatsbürgerliche Identität bleiben. Dem in der Verfassung verankerte Familienschutz wird so nicht ausreichend Rechnung getragen.<<
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man kann so wenig tun.

der zeitgeist und alle jeweils bevorstehenden wahlen fressen die freiheit auf.

wir klagen über die türkei, wir beobachten den iran, wir mögen russland nicht, indonesien macht uns angst, ägypten ist uns so auch zuwider, saudiarabien …

… und wir dokumentieren nun nur noch den deutschen schrecken contra asylbewerber.

die welt möge mit zwei griffen versehen werden.

zwei griffe? wozu?

… dann kann man sie besser wegwerfen, diese welt. (müder scherz, ich weiß!)

demnächst kommen noch echte menschen auf die mülldeponien: was sagst du dann? welchen witz willst du dann noch machen?

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klau|s|ens hat angst vor dem satz “geh doch endlich sterben!” – www.klausens.com

klau|s|ens, heute stimmen sie über die 4 anträge ab. im bundestag.

man hat angst.

welche?

… dass die gesellschaft in einen sterberausch hineinfindet, mehr und mehr.

wie soll der aussehen?

man sagt an jeder ecke, dass sterben die beste lösung aller probleme wäre.

auch morgens im bus?

überall wirst du das hören, überall.

dürfen schwerkranke denn nicht in würde sterben?

doch, sicher, aber die pforten dürfen nicht weit geöffnet werden.

sobald man weit die pforten öffnet, strömen mehr und mehr nach.

so ist es auch bei den himmelspforten, wo die toten ja angeblich hindurch…

kinder lassen sich heute schon „schönheitsoperieren“.

und die kinder werden sagen: „mamma, ich habe eine 6 in der mathearbeit. ich möchte nur noch sterben.“

und die mutter sagt: „kind, denk noch mal drüber nach. aber wir fahren natürlich gerne in die schweiz mit dir.“

es werden mehr menschen und noch mehr menschen sterben wollen. schon bei kleinigkeiten. einer grippe!

sterben wird wie ein freizeitsport.

man fragt: „was machst du am wochenende?“ – antwort: „ich weiß noch nicht, mal sehen. vielleicht gehe ich ja sterben.“

„sterben gehen“ als (freizeit)erfüllung des wochenendes.

und diese atmosphäre des schnellen todes wird tausende verwandtschaften die alte oma umringen lassen: „käthe, hast du nicht mal darüber nachgedacht, sterben zu wollen?! – wir bringen dich auch dahin.“

das ist ja absurd!

denkst du, denkst du! – du musst die dinge immer nur weiterdenken. in der gesellschaft verschiebt sich etwas … aber plötzlich brechen die dämme mehr und mehr und mehr. (das siehst du schon beim tätowieren. da sind millionen körper schon von befallen. und immer mehr machen fast schon ganzkörpertätowierungen, die unwiederbringlich den körper verändert haben.)

der tod ist noch unwiederbringlicher.

der tod ist vor allem kein spielzeug, schon ja nicht für leute, die damit geld verdienen wollen.

wie viele „schönheits-OPs“ endeten als fiasko, weil menschen sich bereichern wollten und unqualifizierte ärzte zu schleuderpreisen ins rennen schickten?!

deshalb sage ich: leute, treibt es nicht zu weit. weder in den gesetzen noch in euren reden!

macht den tod nicht zur „wundervollsten nebensache“ der welt.

nachher werden völkermorde in der rückschau auch noch so beschönigt, weil hier heute die todespforten öffnen: als erlösung, als sterbehilfe, als „begleiteter suizid“ … und vieles andere.

da habe ich einfach angst vor.

… und vor dem satz im bus oder in der straßenbahn oder in der u-bahn oder in der s-bahn oder im regionalzug. diesem einen satz!

ich weiß: schüler auf dem weg zur schule. und A sagt zu B: „geh doch endlich sterben!“

lieber tod, tu uns das nicht an!

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klau|s|ens hat angst vor der sterbehilfe als viel zu schnell griffbereiter “lösung” vielfältigster probleme – www.klausens.com

klau|s|ens, gestern haben sie im bundestag diskutiert. sterbehilfe. aber wie?

schön, aber wohin soll es führen?

wohin kann es führen?

ich denke, die ganze stimmung in deutschland ist nun viel zu schnell für den schnellen tod.

was willst du sagen?

der schnelle tod, selber herbeigeführt, oder mit hilfe herbeigeführt: das ist der ausufernde strom als trend.

magst du diesen trend nicht? (ist alles gar eine mode? wie die tattoos?)

ich habe angst: ich habe angst vor denen, die töten, und vor denen, die sich bereitwillig töten lassen.

wie soll das gehen?

ein mensch hat krebs, unheilbar.

ja, er wird sterben.

und: dieser mensch wird nun schon beim ersten besuch der verwandtschaft seinen tod selber diskutieren und selber „anbieten“.

anbieten?

ja, der mensch wird meinen: „ich störe ja doch nur. die schmerzen sind groß. also: ich will weg!“ (vorwegeilende anpassung an den trend.)

das kommt von der atmosphäre?

gewiss, wenn alle welt nur noch den schnellen tod will, dann wollen diesen die patienten plötzlich auch. (die medien trommeln derweil: „tod, tod, tod … ist schön, schön, schön.“)

das geht so weit, dass sich die türe des krankenzimmers öffnet, und der patient sagt. „ja, ja, ich mach’s ja, keine angst. ich will ja sterben. wo ist denn der cocktail? gebt mir noch 2 tage. aber dann bin ich weg.“

das gilt für patienten, die noch selber reden können.

und bei den anderen? denen im koma?

da kommt nun die verwandtschaft viel schneller als früher auf die „idee“: einschläfern! – (hunde und pferde werden auch gerne schnell mal eingeschläfert.)

wenn tod so einfach zu bewerkstelligen ist, dann bietet sich der tod auch viel schneller mal an. („mal eben so.“)

und das meine ich, bezogen auf die aktuellen diskussionen, zum beispiel derjenigen gestern im bundestag: sobald du die hemmschwellen wegräumst, dann werden die menschen erfindungsreich und wollen dies und das auch wirklich mal machen.

plötzlich ist der tod der trend.

eben: man wird weder heilen noch palliativ sich weiterentwickeln, sondern man wird sagen: tod, töten, sterben, wegmachen, abtreten.

dann hat jemand ein bein gebrochen …

.. aber das umfeld sagt: „hast du schon mal an die tötung auf verlangen gedacht?“

und dann hat jemand eine platzwunde am kopf … und schon wird vom „selbstbestimmten sterben“ gesprochen und vom „menschenwürdigen sterben“.

das ist die große gefahr: der tod ist die lösung und die erlösung von allem.

bei jeder schramme kommt als erster gedanke: tot machen.

… und dann kippt die gesellschaft weg.

und es laufen die mörder mit den giftcocktails und übermäßgen herzmittelverabreichungen durch die heimat deutschland. der tod als meister …

überall wird gestorben und getötet und gestorben.

alles ist nur „human“.

aber kaum einer sieht genau diese gefahren: wann immer man die ventile löst, tickt die menschheit aus. (bild schlauch und bild uhr kombiniert.)

wir haben übrigens nicht im lotto gewonnen, letzte woche!

müssten wir da nicht mal über unseren tod nachdenken? sind wir als nicht-lottogewinner überhaupt noch lebenswert?

sollten wir uns nicht selber aus dem verkehr ziehen? oder uns dabei helfen lassen?

wäre nicht die passive und die aktive und die hyperaktive sterbehilfe die lösung aller probleme aller menschen?

reich mir doch bitte mal die sense rüber: das gras ist nämlich deutlich zu hoch … wo ich hier gerade stehe.

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klau|s|ens hört aus der berliner politik nur leier um leier um leier – www.klausens.com

klau|s|ens, man kann es nicht mehr hören.

man konnte es schon all die wochen vor der wahl nicht hören.

kaum ist die wahl vorbei, geht es einfach so weiter.

es sind sprachhülsen, die im stakkato abgefeuert werden.

„bildungpolitik und familienpolitik“.

„steuerpolitik und energiepolitik“.

„arbeitsmarktpolitik und verkehrspolitik“.

und … und … und …

mit diesen wenigen globalworten werden 1000 talkshows bestritten.

es wird nichts gesagt, und doch dreht sich dann ein karussell sinnloser worte und leerer sprachfetzen.

das ist politik.

die reporter/-innen fragen dann wie der pseudo-sherlock-holmes und versuchen durch (huch wie tolle!) tricks was herauszulocken: „was würden Sie sagen, wenn die CDU erklärt, bei einem mindestlohn können wir höchstens bis 7,50 euro gehen?“

die frage ist sinnlos, die antwort dann sowieso.

aber so beschäftigen die sich tag für tag: wortbrei, der nichts sagt, der nichts bedeutet.

aber dennoch kommt meldung um meldung: tag für tag.

die SPD spricht dann immer vom „politikwechsel“, den sie unbedingt erreichen will.

lächerlich: mit der partei, der sie bislang vorwarf, den politikwechsel zu verhindern, soll dieser nun in einer koalition erreicht werden.

steinbrück sprach immer vom „stillstand“ im wahlkampf, weil er den „reformstau“ von westerwelle von jahren zuvor aus dem wahlkampf nicht nochmals nehmen wollte. alles lächerlich!

wir werden damit ununterbrochen beschallt.

auch vermeintlich seriöse sender wie der deutschlandfunk füllen ihr programm ununterbrochen mit solchen interviews und solchen meldungen.

in allem steckt nichts drin, nur luft.

und dann ist da plötzlich die spekulation: „die maut kommt doch!“

das ist dann ein spaß: alle spekulieren mit. das kann man noch am ehesten verstehen, obwohl es mit politik nichts zu tun hat.

das ist dann unterhaltung!

unterhaltung ist es auch, dass ich das wort „mindestlohn“ in den letzten wochen 1 million mal pro tag höre.

alle wollen nun den mindestlohn, alle.

früher war es nur DIE LINKE.

nun wollen ihn alle, den mindestlohn. und die SPD tut so, als hätte sie den mindestlohn in die politische debatte gebracht … und nicht DIE LINKE, von der die SPD so trist nur noch abkupfert.

der mindestlohn wird dann zu DEM angelpunkt der koalition, so glaubt man.

alles ist so perfide, und wir werden verdummt und zugemüllt.

mit politik hat das doch nichts zu tun!

doch, weil so die politik ist. man schlägt schaum, und wir sollen denken, da steckt inhalt hinter.

glaubst du es denn?

nein!

wählst du sie denn?

nein. aber wir beide sind keine normalen deutschen, zweitklausens.

und alle anderen sind so blöd, klau|s|ens?

irgendwo müssen die stimmen ja herkommen. irgendwoher.

und dann berichten sie noch genauso über das wetter, diese medien, weil die worthülsen aus der politik nicht reichen.

ja, das wetter bietet sich dann auch wieder für die klassischen berichte an: sonnenbadende am rhein, eisessende auf dem kuhdamm, draußen biertrinkende in schwabing.

ich liebe das wetter, ich liebe die politik … und vor allem liebe ich den oktober, wenn die sonne scheint … und man ganz ohne medien draußen sitzt.

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klau|s|ens würdigt ottmar schreiner – www.klausens.com

klau|s|ens, das war wirklich mal ein mensch.

der hat sich wirklich für die eingesetzt, die es gebraucht haben. der war für die „kleinen leute“ da. für sie hat er gestritten.

ottmar schreiner war ein SPD-ler, wie sie eigentlich sein sollten. die SPD-ler: so sollten sie sein … und keine stets banken- und wirtschaftsliebende.

aber er war in der minderheit, in seiner SPD.

wie erschütternd!

umso mehr verdient er unsere anerkennung.

es gibt heute viele artikel über margret thatcher, aber (leider) in diesen tagen viel weniger über ottmar schreiner.

es müsste umgekehrt sein. genau umgekehrt! schreiner verdient die vielfachste anerkennung!

wenn man das aus sicht von moral, menschenwürde, mitempfinden, anstand usw. sieht: gewiss.

die welt aber liebt die macht: frau thatcher hatte macht. ungeliebt, kalt, aber voller macht.

schreiner hatte und hat einfluss. und der wird weiter andauern. sein aufbegehren gegen eine rechte SPD-führung prägt die nachgeborenen.

man wird seine haltung gegen die schlimme agenda 2010 der SPD nicht vergessen. in seinem sinne wird man vielfach konsequent gegen die verelendung der unteren schichten der bevölkerung kämpfen. und gegen das böse am/im kapital.

wir würdigen ottmar schreiner. er ist einer der wenigen politiker, der es wirklich verdient hat.

er starb am 6.4.2013.

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Dem Charme vom ESM-Fiskalpakt-Finanzbund-Aktionsschirmvertrag beugt sich KLAUSENS

klau|s|ens, jetzt haben sie auch mein herz erobert.

wer?

diese deutschen politiker. sie tagen freitags nachmittags im bundestag, sie tagen freitag abends bis in die nacht im bundesrat. das hat mein herz erobert.

und alles nur für den schirm, diesen herrlich, süßen schirm.

der ausverkauf von allem an alles.

die absicherung von jedem durch jedes.

dieses gigantische lotto.

dieses unterstützungspaket für die banken aller länder.

es ist ein süßes spiel.

und es kann so grausam enden!

aber dass sie dafür ihren freitag nachmittag und abend opfern! das ist schon toll.

und wie sich das auf die deutsche sprache auswirkt. niemals mehr hörte ich mehr neue worte in so schöner zeit. dank ESM und fiskalpakt. der modulationen sind unendliche!

wir schrieben:

WER’S BLICKT

Fiskalpaktverbund
Bundschirmrettung
Rettungsfiskalunion
Schuldenunionsbündnis
Unionschirmgeltung
Bankschuldfiskalität
Steuerzahlungsminusland
Landschuldpaktunion
Fiskalschirmeuropa
Europafiskalbundwährung
Währungsschirmrettung
Rettungsunionsgeld
Geldschraubmarkt
Marktfiskalpaktierung
Unionsschuldenpaktat

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als KlauGELDsGELDens oder KlauPAKTsPAKTens oder Klau?s?ens, am 29.6.2012, Freitag, 22:10 Uhr und 22:18 Uhr und 22:52 Uhr MESZ, + kl. Änderung am Samstag, 30.6.2012 gegen 9:52 Uhr MESZ, Königswinter-Oberdollendorf. Für den Fiskalpakt stimmten im Bundestag 491 Abgeordnete, 111 votierten dagegen, sechs enthielten sich. Den ESM akzeptierten 493 Parlamentarier, fünf enthielten sich, 106 lehnten ihn ab. – Alle Worte des Gedichtes sind Wortschöpfungen von Klausens. Siehe auch: LINK.

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Der Freiburger Rede des Papstes und dem unverbrüchlichen Reaktionär-Konservatismus aus Rom lauscht KLAUSENS

klau|s|ens, was sagst du?

zu diesem papst? zu diesem besuch?

aber ja. was sagst du?

ich denke, dass dieser papst eine einzige enttäuschung für alle ist, die dachten, man könne den katholizismus reformieren.

der papst sagte nichts.

er sagte überhaupt nichts bzw. dadurch ja doch. aber bezogen auf praktische dinge im katholizismus und im katholizismus in deutschland sagte er nichts, was man als reform auslegen könnte. oder reformen. oder hoffnung auf diese.

da sind die saudiarabien weiter.

gewiss, dort sollen die frauen ab 2015 bei kommunalwahlen mitmachen dürfen. saudiaarabien ist die revolution der revolution, wenn man das mit dem vatikan derzeit vergleicht.

der papst sprach gestern in freiburg von der entweltlichung der kirche.

er sprach? er wünscht das! er will die entweltlichung!

was meint das?

es meint, dass ihm alle diese diskussionen auf die nerven gehen, alles um missbrauch, priestermangel, zölibat, kirchenaustritte, geldrückgang … das ist für ihn weltlich. das ist alltag.

was ist „entweltlichen“?

man entzieht sich diesen diskussionen und besinnt sich auf jesus. beten, beten, beten. messe, messe, messe.

das hört sich doch gut an.

ja, ja, zuerst … aber dann: die idee ist ja: wir lassen alles wie es ist. der vatikan und die kirche als große pyramide von autoritärster machart. wir ändern nichts. und wenn ihr schön zu jesus betet und nicht immer so missmutig seid, dann wird auch alles gut.

die kirche will sich nicht ändern.

wieso denn? putin in russland möchte ja auch herrschen. herrschen ist schön. und unschön ist es, wenn die da unten aufbegehren.

aber der katholizismus verliert doch alle seine schäflein.

gewiss, aber der papst hat natürlich auch andersrum recht: es bringt ja nichts, alles weltliche in die kirche zu bringen. soll man jetzt in den kirchen computer-video-piraten-spiele machen? kommen dann mehr? – nein – also: wenn man die moderne nur noch kopiert, hat die kirche ja sowieso jeden reiz verloren.

was ist denn der reiz?

das andere. das altmodische. die verkleideten männer. das/der weihrauch. das ist ja was. so wie wenn in münchen beim oktoberfest mehr und mehr trachten aufgetragen werden. der reiz des anderen. des alten. des guten alten. damals! als alles noch stimmte! dereinst! – insofern kann ich den papst verstehen.

insofern? ja, nur insofern. zugleich ist dieser katholizismus ja so langweilig und so lahm und so schwerfällig. diese vielen gottesdienste der letzten tage werden nicht dadurch besser, dass es viele waren.

wie denkst du?

ich empfinde die große ächzende langeweile, lithurgie um lithurgie, dann mal eine süße virgil mit lämpchen in freiburg. aber richtiger spirit geht von dieser kirche nicht aus.

auch nicht vom papst?

erst recht nicht. wenn er mit seiner schwachen stimme worte rausbringt, dann sucht man etwas von jesus und etwas vom heiligen geist dort vergeblich. da ist kein spirit!

der katholizismus hat kein feuer, keine leidenschaft.

also, so wie ich ihn in diesen tagen erlebte, ist es eine bürgerliche bewegung ohne kreativität und ohne ausstrahlung. spießigkeit. angepasstheit. dieser katholizismus kann die aufgeklärten menschen in europa nicht erreichen.

wer denn dann?

ich weiß es nicht. die menschen suchen ja spirit, aber sie sind auch so versaut durch den konsum.

dann hat der papst ja recht.

irgendwo hat der papst recht, mit der forderung nach „entweltlichung“, denn mit „verweltlichung“ wird die kirche ja auch scheitern. sie scheitert so und so. – dann aber hat er total unrecht. denn für ihn heißt entweltichung: nix mehr an profanen diskussionen, keine reformen, kein abendmahl mit den evangelen gemeinsam, keine frauen als priester und alles das. weiter mit den verklemmten männergruppen. viele stramm-bischöfe und kardinäle wie der meisner in köln. entweltlichung meint bei ihm, diesem benedikt XVI.: lasst die kirche, wie sie ist, und sie ist so, dass rom immer sagt, was passiert … und ihr alle schweigt. die letzte reine (allerdings wahl-)monarchie europas: der vatikan.

dann braucht die katholische kirche eine arabische revolution?

dringend, ja ja. aber es gab ja schon und gibt sie noch: die altkatholiken, die ja diesen papst als großen oberguru der kirche ablehnen. diese bewegung ist aber zahlenmäßig so schwach. (wer kennt denn die altkatholiken? frag doch mal jemand!)

warum? warum ist für die kirche alles so schwer? egal ob katholisch oder altkatholisch?

weil man eben auch spirit braucht. wenn ich den papst abschaffe, habe ich nicht automatisch eine tolle kirche, und einen tollen jesus. es ist ja bei den christen in europa vieles so zäh und so lieblos und so öde. man schaue sich nur ministerin schavan an, die bekennende katholiken, die auch mal im zentralrat an wichtiger stelle wirkte …

ja, und?

frau schavan symbolisiert für mich den katholizismus, der mich niemals anzusprechen wüsste … unabhängig von der frage, ob es einen gott gibt oder nicht.

und der papst?

er vertritt die ferne von allem. die unbeweglichkeit. den konservatismus. ja, die reaktion. immer gerne den stillstand, den rückschritt. die langeweile der vielen alten männer. das nicht anders werden wolle in aller unbelehrbarkeit.

amen.

an wen glaubst du eigentlich?

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