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klau|s|ens erlahmt beim nix-erkennen von verifying und beim CAPTCHA – www.klausens.com

klau|s|ens, man muss immer wieder dinge tun, die einen nerven.

im internet „schützen“ sie sich und schreiben einem vor, bestimmte abfolgen von buchstaben (und/oder zahlen) einzugeben. das kann bei einem online-formular sein, das kann aber auch bei einem kommentar sein. egal wo und wie: du musst extra was tippen.

und das bieten die dir dann vorher an. (zum beispiel „CAPTCHA“, jenes lange akronym für „Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart“.)

das liest du dann oder auch nicht. („A CAPTCHA is a program that protects websites against bots by generating and grading tests that humans can pass but current computer programs cannot. For example, humans can read distorted text as the one shown below, but current computer programs can’t “ – schreibt http://www.captcha.net)

du musst es erkennen, denn nur, wenn du die richtigen buchstaben und zahlen eingibst, darfst du weitermachen bzw. wird das ding von dir versendet oder gespeichert.

wozu führt es?

manchmal sitze ich minuten daran.

weshalb denn?

ich erkenne die buchstaben einfach nicht. die sind so verzerrt, dass ich die nicht so erkenne, wie ich das soll.

und was machst du?

ich tippe etwas ein, was ich meine zu erkennen.

und was passiert dann?

es wird als „falsch“ abgewiesen und man darf sich einen neuen code generieren lassen.

den tippst du wieder ein?

ja, aber auch den kann ich so schwer lesen.

dann bist du also wie ein archäologe?

man könnte es so sagen: die welt ist hochmodern (angeblich), aber man sitzt dann wie ein archäologe am internet und versucht, dieses und jenes zu entziffern.

lächerlich!

eigentlich ja. und warum produzieren sie codes, die so verzerrt sind, dass man die gar nicht erschließen kann?

sie haben angst vor spambeiträgen.

das mag ja sein, aber das opfer bin doch ich, der entzifferer und ewige falschtipper. die dinge sind doch oft total unlesbar!

es werden stunden sein, die du dafür schon verschwendet hast.

die kommen dann noch zu den unzähligen FACEBOOK-monaten hinzu, die bei vielen leuten angesichts des 10-jahres-jubiläums von FACEBOOK das hauptleben mittlerweile ausmachen.

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Das Ende der Papier-TAN oder iTAN bei der Postbank und die weitere Beschleunigung der Moderne entdeckt KLAUSENS

klau|s|ens, diese moderne!

sie ist schrecklich.

warum nur?!

man kommt nicht hinterher.

was ist der grund?

die dinge ändern sich.

aber so war es doch immer.

nur: die dinge ändern sich, und dann schon wieder.

wie meinst du das?

erst gab es das internet.

ja, und – das wird ab den 90ern gewesen sein. so nach und nach. bei den normalbürgern.

wir hatten circa 1996 eine erste mini-homepage.

na also.

dann kam das online-banking.

das hat doch die dinge vereinfacht!

aber du musst lernen und lernen und lernen.

jeden tag!

jeden tag kommt etwas neues hinzu. das muss so gemacht werden, dieses so.

so ist die welt.

der erste bankautomat war noch ein scherz. da haben schon leute geklagt: so modern! so anders!

und nun?

nun sitze ich jeden tag an diversen programmen, die automatisch nach „updates“ rufen.

du musst immer updaten?

alles und jedes. mal dieses programm, mal solches. ich will arbeiten, aber ich sitze, weil mein computer dieses und jenes updatet. das geht von alleine. ich warte nur, wie ein kleiner blöder menschenbürger.

was hat das mit der postbank zu tun?

die postbank ändert nun das TAN-verfahren.

was ist das denn nun?

tu doch nicht so! also: es kamen diese langen listen mit nummern, auf papier.

aha.

und immer wenn man online eine überweisung tat, dann guckte man auf der liste (die stets versteckt sein musste) … und dann hat man die nummer 032 oder die nummer 169 der liste dann auf anweisung eingetragen: eine sechstellige zahl dann. (je nachdem, wie die bank das ONLINE von dir forderte.)

aber das geht nicht mehr?

es kamen dann die TAN-nummern über handy hinzu, und die TAN-nummern über einen apparat.

was willst du mehr?

es kamen drei verfahren – und nun wird eines abgeschafft.

welches denn?

das gute alte papier.

diese nummern?

das ist jetzt auf papier vorbei, zumindest bei der postbank (= teil der commerzbank): 18.1.2011! bei anderen banken war das schon früher oder es kommt jetzt. es ist eben der wandel.

aber der wandel dient doch nur der sicherheit.

darum geht es nicht. es geht darum, dass jeden tag alles anders wird.

nicht nur updates?

nein, alles: du musst immer dieses und jenes machen, nur um „am ball“ oder „am chip“ zu bleiben.

was ist denn mit dem papier-TAN?

ich fand den oder die praktisch und toll. außerdem wenn du wo bist, wo ein handy nicht empfängt, dann kannst du immer noch online banken, denn du hast deine TAN-nummern ja auf papier dabei.

dafür musst du aber ONLINE sein können.

gewiss, das musst du schon. aber man hatte ein gutes altes stück papier dabei. außerdem: man verstand das system.

und nun?

nun brauchst du entweder dein handy, welches angeschaltet sein muss. da kommt dann eine TAN als SMS. (auch das noch: SMS !!!)

oder?

du kaufst dir eine kleine maschine, die dann eine TAN erzeugt.

wie geht das?

da musst du wiederum deine bankkarte einschieben und bestimmte knöpflein drücken, dann kommt die nummer, die du wiederum beim ONLINE-banken eingeben musst.

wenn du also in ein handyempfangsloses gebiet fliegst, musst du immer diese kleine maschine mitnehmen?

gewiss. aber es gibt auch handyfreie gebiete in der eifel. oder sonstwo. diese leute müssen immer mit diesem maschinchen zur hand sein. und dennoch internet haben: zum ONLINE-banken.

das ist also die moderne.

die moderne ist so modern, dass das, was eigentlich „gerade“ eingeführt wurde, diese papier-TAN (also vor ein paar jährchen), nun schon wieder obsolet ist ist. ZACK, WUMMS, AUS, VORBEI!

und womit verbringst du deine zeit?

ich verbringe meine zeit damit, immer „up to date“ zu sein, was u.a. mit „updaten“ zu tun hat, aber auch den ständig neuen regeln und bedingungen und maschinen, die man kennen muss.

und die papier-TAN-liste? diese iTAN?

die kommt bald ins museum – das war’s dann. dabei sollte die liste früher immer ganz geheim bleiben. kein kind, kein freund, keine hausdame sollte sie je in die finger bekommen.

und nun?

nun müssen wir das gerät kaufen, dieses gerät aber auch schützen, schützen, schützen. die bankkarte dazu natürlich auch. und das handy erst recht. überall können TAN-zahlen ankommen. alles müssen wir schützen … vor den bösen dieben und mächten der internetmoderne.

mein gott: und wir müssen ja noch dringend etwas verbuchen!

sag mal, was ist das denn für ein wort? „verbuchen“?

stimmt: diese wörter dürften auch schon lange nicht mehr existieren. alles ändert sich doch so schnell. über nacht.

heißt es eigentlich „nachdenklich“ oder „nachtdenklich“? kommt es vielleicht von nacht? dunkelheit? umnachtung?

ist der „papierkorb“ überhaupt noch ein „papierkorb“? in meinem computer jedenfalls nicht.

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