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Der Durchbruch und KLAUSENS

klau|s|ens, es geht immer weiter und weiter.

sie brechen immerzu rekorde.

am 13.10.2010 diese rettung der 33 bergleute in chile (am längsten verschüttet!) — und am 15.102010 der „durchbruch“, durchstoß, durchstich im gotthard-massiv.

man denkt immer: da ist ein ende.

dann aber geht es doch weiter.

es soll mal wieder der längste tunnel werden.

der längste der welt.

oder der längste eisenbahntunnel der welt.

aber irgendetwas mit „längste“.

so geht es immer weiter: der längste tunnel, das höchste haus, das schnellste flugzeug, der größte mensch, die dümmsten autoren.

aber irgendwann sind alle berge duchbohrt, was dann?

dann gibt es nur die idee, die erde selber zu durchbohren.

den ganzen globus?

ist das nicht ein alter traum: einmal ganz durch?

wir steigen in hulla-hulla ein und kommen in balla-balla wieder raus?

man könnte wanderungen durch den erdball machen.

es würde wunderschön. heiß … aber schön.

sicher: denn erst gäbe es eine röhre, bald aber mehr und mehr und mehr. tausende röhren durch die erde. millionen.

so ist es auch in unseren städten: erst gab es eine unterführung, und dann mehr und mehr und mehr.

sie haben ganze bundestraßen unter die erde gelegt.

ein großer teil unseres lebens findet unterirdisch statt.

sie bauen sinnlose u-bahnen, damit die menschen nichts mehr sehen können.

sie können nicht mehr aus dem fenster schauen. sie sehen nur noch wände und stein an ihnen vorbeigleiten.

alles wird schneller, deshalb nicht mehr wahrnehmbarer … und hässlicher auch noch.

man fahre mit dem ICE von köln über siegburg nach frankfurt.

man kann nichts mehr sehen.

es geht so schnell.

vieles findet im tunnel statt.

und ist es nicht der tunnel, so sind es diese lärmschallwände.

unser ganzes leben hat diesen „touch“: dunkel, unterirdisch und hässlich.

und genau so soll es jetzt weitergehen.

wie schrecklich.

auch die künstler sollen jetzt sich dieser entwicklung anpassen.

wie?

sie malen nur noch tunnelbilder. die farbe grau wird weiter alles irdische nun dominieren.

bald werden wir alle bäume mit beton ausgießen und einschalen und ummanteln.

warum?

weil sie dann länger halten. BETONBÄUME! aber das wäre ein weiteres thema. in stuttgart hätten sie damit schon anfagen können.

aber da haben sie noch ganz traditionell „bäume gefällt“.

dabei ist die botschaft vom gotthard-durchstich doch ganz klar: macht alles weg! lasst nichts sein! werdet selber zu stein! grau und dunkel sei immerdar nun das leben von uns allen!

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Um seinen Künstlernachlass sorgt sich KLAUSENS

ach, klau|s|ens, du machst dir sorgen um deinen nachlass?

ja, was soll werden, wenn ich nicht mehr bin?

legst du deshalb so viel im internet ab?

ja, denn was da ist, ist erst mal da, bis die server abgeschaltet werden.

wann ist das der fall?

das wissen nur die, die alles vom untergang der welt wissen. – oder die vom kölner stadtarchiv, wenn alles wegsackt und einbricht und dahinstürzt.

das bist du nicht? so ein wisser?

nein!

wo also warst du wegen und für deinen nachlass?

ich besuchte ein symposium, welches sich colloquium nannte, aber als „kolloquium“ dann modern mit „k“ geschrieben wurde.

war es da spannend?

leider: nein. es wurde nur gesagt, was jeder sagt, wenn es ums aufheben geht.

was?

man muss alles aufheben. das werk selbst und alles zum leben des künstlers / der künstlerin.

einschränkungen?

aber das intime darf nicht jeder einsehen. das intime nur manche. vielleicht nur die forscher.

aha: klassisches archivverhalten. geheim, geheim – so soll es sein!

ERSTES VOLLKOMMEN VERGESSENES INOFFIZIELLES KÜNSTLER-ARCHIVGEDICHT

Was da ist, ist da.
Was bleibt, bleibt.
Was keiner kennt, keiner kennt.
Was verbrennt, ist sowieso wieder weggerennt.
Was man vergaß, wohl nicht richtig so richtig saß.
– Wo bloß nur das Archivgedicht jetzt wieder war?!
Ach, lass! Pack‘ dich lieber an die eig’ne Nas‘!

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen oder Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau(s)ens oder KlauARCHIVsARCHIVens, am 10.5.2009, Sonntag, Königswinter-Oberdollendorf.

das gedicht ist aber nicht von jenem freitag, dem 8.5.?

nein, das gedicht ist von heute. zu diesem zähen freitag habe ich allerdings auch gedichte geschrieben. (siehe: http://www.klausens.com/klausens-und-das…)

warum?

man muss sich doch beschäftigen!

aber sie haben doch gesprochen.

aber sie sagten dinge, die jeder weiß: dafür brauche ich kein colloquium. „wenn es nass ist, muss es unbedingt trocken werden“ – oder: „wenn es trocken ist, soll es trocken bleiben.“ … solcherlei sätze kennt jeder. es gibt tausende von wahrheiten, die jeder weiß, vom arbeiter bis zum funktionär – dazu brauche ich kein colloquium. ich habe einst mal eine extra homepage-site begonnen, zu diesem was-jeder-weiß-aspekt: NUR GUTE TIPPS. http://www.klausens.com/nur-gute-tipps.h…

dennoch warst du fasziniert?! von dem colloquium, welches sich kolloquium nannte?

ja, es ist immer wieder faszinierend, leute reden zu sehen und zu hören, die sich selber als verwalter der kunst und kultur deutschlands ansehen.

und dann?

dann sagen sie so wichtiges wie: „man muss alles aufheben! auch die steuerunterlagen!“ aber kaum mehr. dennoch werden alle nacheinander etwas (eher unwichtiges) äußern, weil es die rituale solcher treffen vorsehen.

und dann?

dann fragt man sich: was soll das alles? womit verdienen diese menschen ihr geld? was zeichnet die denn aus? warum haben sie alle feste stellen mit guten gehältern? jeder student könnte das erbringen, was sie gerade da vorne erbringen. – usw. usf.

und dann?

dann fragt man sich zudem: und die sollen nun meinen nachlass verwalten? oder darüber entscheiden?

wieso?

sie wirken so ideenlos und unspiriert. ihnen fällt kaum etwas ein. (und künstler sitzen gar auch noch dabei!) – dennoch setzen sie sich in tollster besetzung immer wieder und wieder zusammen. monat für monat. jahr um jahr. immer in neuen konstellationen. und die versammlungstitel wählen sie so, dass es jeder schon merkt, dass es eigentlich an vielem fehlt:

Künstlernachlässe und Öffentlichkeit. Konzepte und Perspektiven

Programm

14.00 Uhr

Begrüßung
Dr. Gabriele Uelsberg, Direktorin des LVR-LandesMuseums Bonn

Einführung und Vorstellung der Podiumsrunde
Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann, Rheinisches Archiv für Künstlernachlässe, Bonn

Erfahrungsberichte
Prof. Dr. Anne-Marie Bonnet, Kunsthistorisches Institut der Universität Bonn
Prof. Jo Enzweiler, Künstler, Institut für aktuelle Kunst, Saarlouis
Eberhard Garnatz, Kunstsammler, Köln
Prof. Dr. Günter Herzog, Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels e.V., Köln
(Dr. Birgit Jooss, Deutsches Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg – ERKRANKT, NICHT ANWESEND)
Dr. Ludwig Krapf, Kulturdezernent der Stadt Bonn
Dr. Karin Lingl, Stiftung Kunstfonds, Bonn
Prof. H.-G. Prager, Bildhauer, Köln
Herbert Remmert, Galerie Remmert & Barth, Düsseldorf

16.00 – 16.30 Uhr

Kaffeepause

16.30 Uhr

Zusammenfassung und Vorstellung der Expertenrunde
Dr. Hans M. Schmidt, Rheinisches Archiv für Künstlernachlässe, Bonn

Expertengespräch
Margarete Bolza-Greis, Künstlerin und Nachlasshalterin
Dr. Ina Ewers-Schultz, Forum für Künstlernachlässe, Hamburg
Dieter Horký, Bundesverband Bildender Künstler e.V., Köln
Dr. Camilla G. Kaul, LETTER Stiftung, Köln
Walter von Lom, Architekturforum Rheinland e.V., Köln
Prof. Dr. Gerhard Pfennig, VG Bild-Kunst / Stiftung Kunstfonds, Bonn
Dr. Norbert Schlossmacher, Leiter des Stadtarchivs Bonn
Dr. Gabriele Uelsberg, LVR-LandesMuseum Bonn

Schlusswort
Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann

18.30 Uhr

Ausstellungseröffnung
Daniel Schütz, Leiter des Rheinischen Archivs für Künstlernachlässe, Bonn

Stiftung
Rheinisches Archiv für Künstlernachlässe
Floßweg 55
53179 Bonn
Tel.: 0228 / 93299935
Fax: 0228 / 93299936

E-Mail: kontakt [ÄTT] rak-bonn.de
http://www.rak-bonn.de

sie wollten sich wahrscheinlich mal in bonn treffen. und dieses RHEINISCHE ARCHIV FÜR KÜNSTLERNACHLÄSSE, das muss sich ja auch mal öffentlich zeigen. und dann holt man sich die leute eben zusammen, man „kolloquiert“ – und dann ist der name präsent, zumal künstler wie klau|s|ens und zweitklausens nachher noch in ihrem blog(g) davon schreiben, weil sie nicht wissen, wo sie sich auslassen können, bei all dem nachlassen.

und du? außer zitaten, die keiner versteht?

ich mache weiter kunst, jenseits aller nachlässe, weil ich nicht nachlassen will:

KLAUSENS und das KOLLOQUIUM KÜNSTLERNACHLÄSSE – Live-Gedichte
http://www.klausens.com/klausens-und-das…

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Zum Welttag der Poesie dichtet KLAUSENS

ey, klau|s|ens, heute ist „welttag der poesie“.

nun gut, weil er von der UNESCO 1999 in paris beschlossen wurde … nun gut, dann wollen wir etwas dichten.

was denn?

WELTTAG DER POESIE

Am Tag der Poesie
Dichten wir falschsam
Weiter bis die Worte
Wie Tomaten von
Den Bäumen fallen
Lallen wir lieber
Heiter als nie

Copyright Klau|s|ens in allen Schreibweisen und Schraibwaisen, u.a. als Klau(s)ens oder Klau?s?ens oder Klau&s&ens, am 21.3.2009, Samstag, in Königswinter-Niederdollendorf und auch in Königswinter-Oberdollendorf

schön, schön – und noch?

ich habe hier (siehe ganz unten) ein einfaches beispiel für die KONKRETE POESIE, LIVE geschrieben, bei der sonderratsitzung des kölner stadtrates am 11.3.2009.

aber das ist doch jetzt uralt! 11.3.!

stimmt, 11.3. – er scheint ewig weit weg, lange her – aber die erkenntnisse tröpfeln unermüdlich, wonach ein unglaublicher schindluder in köln getrieben wurde. jetzt liest man realen warnungen, die es gab und die nicht ernst genommen wurden. dazu eine ganz aktuelle dpa-meldung:

„Stadt Köln räumt Zwischenfälle lange vor Archiv-Einsturz ein

Köln (dpa) – Bereits vor dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs soll es erhebliche Probleme an der benachbarten Baustelle für eine neue U- Bahn gegeben haben. Schon im September 2008 soll ein sogenannter hydraulischer Grundbruch im gleichen Baubereich passiert sein, so die Kölner Stadtverwaltung. Ein solches Ereignis wurde von Experten immer wieder als wahrscheinliche Ursache des Unglücks ins Gespräch gebracht. Oberbürgermeister Fritz Schramma forderte inzwischen von den Kölner Verkehrs-Betrieben eine detailierte Stellungnahme.“

ach. und die gedichte zum stadtrat?

die findest du hier, zweitklausens: http://www.klausens.com/klausens-und-der…

ach.

egal, wie alt oder modern (oder: „mordern“? von mord?) etwas ist: ich werde meine konkrete poesie einfach auf einer extra homepage beginnen abzulegen.

wie heißt die?

ich denke: http://www.klausens.com/konkrete-poesie….

schön! – was noch?

ich denke, ich werde jetzt gleich noch LIVE zum staatsakt zu winnenden dichten, der LIVE im fernsehen übertragen wird.

wieso?

weil der schrecken des ereignisses das gebietet.

und das will heißen?

poesie kann nicht immer nur „ganz nett“ und „ganz fröhlich“ sein, schon ja nicht am welttag.

wo finde ich gedichte zu winnenden und dem AMOK-lauf?

z.B. hier: http://www.klausens.com/seriello-pressekonferenz-amok-winnenden.htm

WIR TRAUERN

Nichts ist mehr
Wie es war und wie
Wahr ist das Meer
Des Nichts

© Klau|s|ens ĦķΩ7Klau’s’ens =Klausens =Klau(s)ens =Klau|s|ens

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klausens oder Klau+s+ens, 21.3.2009, Samstag, LIVE, gegen 12:40 Uhr, geschrieben in Königswinter-Oberdollendorf., Im Fernsehen (SWR) läuft LIVE der Staatsakt. Es spricht Bundespräsident Köhler, der auch etwas weinen wird, bei seiner einfühlsamen Rede.

PUH, das kann ja ganz schön anstrengend werden …und furchtbar traurig … so ein welttag der poesie.

man kann nicht an der wirklichkeit vorbei. ich hätte da noch eines von donnerstag. von dem ersten deutsch-niederländischen unternehmerforum design.

bitte!

also:

DESIGNERBABY

Ein blaues wäre
Doch eigentlich
Ganz schön oder
Doch lieber ein
Leicht beschwipstes?

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau°s°ens oder Klau*s*ens oder Klau#s#ens, LIVE geschrieben, am 19.3.2009, in Essen, Zeche Zollverein, Zollverein School, Gebäude A 35, Schacht XII, Gelsenkirchener Str. 209, 45309 Essen (und schon am Morgen und auf dem Weg dahin an dieses Gedicht gedacht).

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