Schlagwort-Archive: deutsch

klau|s|ens liest den eher doch falschen kränze-abstand-nehm-satz in einer todesanzeige – www.klausens.com

klau|s|ens, die welt denkt über trump und merkel nach, bewertet das wahlergebnis der niederlande, hat angst vor türken-wahlpeitsch-auftitten in deutschland und europa … aber du befasst dich mit sprache!

… mit der sprache in einer todesanzeige.

aber ist das nicht eine kleinigkeit?

wer will bewerten, was am ende aller tage kleinigkeiten und großigkeiten unseres lebens sind oder gewesen sind.

großigkeiten?

ja, das wort müsste es doch geben, denn „größe“ passt da nicht.

du würdest den menschen nicht als eine „größe“ bezeichnen?

nein, denn er ist ja dann irgendwie weg. nach dem tod.

manche überdauern in standbildern und statuen.

bezogen auf sich selber sind diese menschen dann aber auch weg.

fotos? CDs? filme?

ebenso, ebenso: du bist weg, weg, weg.

und die erinnerung? wenn wir in der erinnerung weiterleben?

dann sind es nicht „wir“, sondern eine projektion dieses „wir“ in den köpfen anderer menschen.

man lebt aber irgendwie weiter.

sicher: aber dieses „irgendwie“ ist so vage und so weit, dass dieses „wir“ ein anderes „wir“ ist … als das, welches wir waren.

dann ist es alles anders?

am ende ist es geist und materie und strahlung und welle und atome: etwas ist da, irgendwie – aber es hat nicht mehr mit „wir“ zu tun, oder „dir“ oder „mir“.

danke, da habe ich ja wieder etwas über dein denken gelernt. über deine gottlosigkeit auch.

aber wir wollten doch über den falschen satz zu den kränzen und gestecken berichten.

ja, wie wäre der?

>>Wir bitten, von Kränzen und Gestecken Abstand zu nehmen.<<

die wollen also keine kränze und gestecke dann haben, am sarg.bei der beerdigung.

so wird es wohl sein: ABER …

was „aber“????

ganz offensichtlich haben sie de facto etwas ganz anderes geschrieben.

was denn?

man soll abstand halten, also nicht nahe rangehen, an diese kränze und gestecke. es geht, liest man den satz mal richtig, um eine distanz, eine entfernung … vielleicht eine 10-meter-distanz der ehrfurcht … vor kränzen und gestecken.

aber sie wollten doch etwas ganz anderes sagen.

sicher: >>Bitte bringen Sie erst gar keine Kränze und Gestecke mit, bitte lassen Sie auch keine Kränze oder Gestecke von einem Blumenunternehmen anliefern<< – das wollten sie wohl sagen.

und wieso klingt nun alles falsch?

… weil sie das verb vergessen haben. sie müssten etwa so schreiben, um die andere bedeutung von „abstand nehmen“ ordentlich hinzubekommen: >>Wir bitten, davon Abstand zu nehmen, Kränze und Gestecke mitzubringen oder diese von Floristen anliefern zu lassen.<<

bist du dir sicher?

nein: bisweilen lese ich die DEUTSCHE SPRACHE mehrfach … und dann kommt mir sowohl dieses als jenes falsch vor.

du meinst, vielleicht haben die das von der anzeige doch richtig formuliert, aber weil es so missverständlich ist, in diesem konkreten fall, ist es eigentlich dann doch falsch?

kann alles sein, kann alles sein. [warum hält zweitklausens denn jetzt keinerlei abstand ein? oder nimmt er nur etwas abstand von meinen behauptungen? und: >>abstand halten<< gibt es dann auch noch. es ist alles nur kompliziert.]

1000-pix-96-dpi-klausens_KUNSTEDITION-altbild-foto-ueberlagert-16-3-2017

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

klau|s|ens postkarte zum dialektischen in der deutschen sprache – www.klausens.com

klau|s|ens, du beschreibst und schickst wieder eine postkarte …

du doch auch, zweitklausens.

gewiss, aber wer trägt mehr zu allem bei?

diese frage können wir nicht klären.

was schicken wir 2014/2015?

es ist eine karte, die von der logik und unlogik und doppel-logik der deutschen sprache handelt.

schön.

du kannst sie unten eingeblendet sehen: „DEUTSCH IST WAHRHAFT DILAKETISCH“ und darunter „NUR WER SICH AUSEINANDERLEBT, BLEIBT ZUSAMMEN.“

die pfeile sagen genau das gegenteil.

die pfeile zeigen, dass man es anders schreibt, als der sprachsinn es vorgibt.

form und inhalt!

wenn du so willst.

ja, ich will es so!

auf der rückseite steht ein gedicht:

AM FAMILIÄREN GLANZE

Man machte sich endlich daran
Die Dinge zu vereinigen deren
Trennung uns als echte Aufgabe
Erwies sich nur die Zuversicht auf
Das Gestänge des flatternden Lebens
In aller Zelt Herrlich Keit Munde
Kamen frohe Botschaften
Hier rein und daraus
Erwächst jedwede Zuversicht
Auf ein Tannenbäume dich auf

ja, ich verstehe, ich verstehe … es geht um die flüchtlinge, von denen man so viel spricht. die de facto „auseinandergelebt“ worden sind.

du erwartest nicht, dass ich jetzt alle meine gedichte erkläre.

es sind doch unsere! die gedichte! und unsere karten, die wir senden! (als „soziale plastik“, wenn man es so sagen will. http://www.klausens.com/kunstpostkarten.htm )

ach ja. siehst du: was wir schon alles besitzen – man glaubt es kaum.

RGB-828-mal-591-pix-96-dpi-hauptseite-klausens-kunstaktion-deutsch-ist-wahrlich-dialektisch-09-12-2014-

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

klau|s|ens nennt sich selbstbezichtigend nun auch “Deütscher” – www.klausens.com

klau|s|ens, wird es dir nicht langweilig?

was?

diese ewig neuen namen. „weltling“ kannten wir ja. oder „dichtschreibkunstmaleurpoetenrebell“.

aber es sind doch auch deine namen, zweitklausens. wir beide machen immer alles zusammen.

aber jetzt auch noch „deütscher“. diese zwei punkte da über dem u=ü. ich bitte dich!

ich bitte dich auch!

ich bitte dich aber mehr!

ich verbitte mir dein sehr bitten!

was kann ich denn noch tun?

nimm es einfach hin. alle benennungen sind ja auch erkenntnisse oder beinhalten diese.

was war mit dem gedicht?

das schrieb ich gestern, 8.9.2013. und seit gestern nennen wir uns auch noch „deütscher“.

mir reicht das „konvolut“ unseres gesamtwerkes aber schon jetzt.

da bist du aber doch übertrieben bescheiden. würde ich meinen. (ach ja: das kunstwerk/bild ganz unten ist vom 17.8.2013.)

DEÜTSCHER

Für gegen dieses Dochland (ver)gehen
Sich künstlich irren und vereinen
Seinen Namen auf der Blutzunge
Zergleißen lasset ihr die morgige Milch
Auch am Fenster-Spiele damit selbst(los)

d…Ürre Toll-Punkte den Umlaut neu nun

Kröne man und Frau die (ab und) zu reinliche
Rebellion im Bier hochmonarchischer
Demokratie ist ein Benamen ewiges Aber-Wie
Stellen wir uns jenwegige Helden auf dem
Zahl-Dein-Ticket-Bahnsteig nur (vor so) bloß?

klausens-kunstwerk-farbenaufruhr-in-harmonie-17-8-2013-mit-logo-1000-pix

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Das deutsche Wesen der WDR-Coaching-Sendung mit Yvonne Willicks sieht KLAUSENS

klau|s|ens, was ist mit der dame?

nichts — aber doch viel.

hast du etwas gegen sie?

nein, das kann man so nicht sagen.

wie denn?

das fernsehen ist ja voll von coaching und coachingformaten.

ja, das wissen wir doch.

und diese yvonne hat es geschafft.

sie war gerade wieder 5 x auf sendung, zuletzt am montag, 13.12. … mit diesem „haushaltscheck“.

sie ist aber auch so nun auf sendung, irgendwann im vorabendprogramm vom WDR.

was heißt das?

sie hat es geschafft, so wie es die supernanny schaffte, oder peter zwegat oder der trödelking oder diese immobilien-bauingenieurdame aus düsseldorf. frau willicks hat es geschafft. sie ist „drin“, im dauersenden.

was ist mir ihrer sendung?

ich spreche jetzt über diese eine:

DER GROSSE HAUSHALTSCHECK — Hauswirtschaftsmeisterin Yvonne Willicks

###Yvonne Willicks hat sich in der deutschen Fernsehlandschaft bereits einen Namen als erfolgreiche Hauswirtschafts-Meisterin gemacht. Zuletzt war sie bei SAT 1 in der Sendung „Allestester“ als kritische Testerin unterwegs oder half Familien beim Sortieren des Haushalts in „Yvonne Willicks räumt auf“! Jetzt ist Deutschlands bekannteste Hauswirtschaftsmeisterin beim WDR in der Sendung „Yvonne Willicks – Der Große Haushaltscheck“ zu sehen. Von den Finanzen übers Kochen bis hin zum Energiesparen gibt Yvonne Willicks in dieser Sendung Familien viele hilfreiche Tipps für ein effektives und sparsames Haushaltsmanagement.

Yonne Willicks ist 38 Jahre alt und wurde in Kamp-Lintfort, NRW geboren, wo sie auch aufwuchs. Sie ist Meisterin der städtischen Hauswirtschaft, Vorstandsmitglied im Bildungswerk des Berufsverbands der Haushaltsführenden (ehemals Deutscher Hausfrauenbund) und bei der Verbraucherzentrale Hamburg. Sie ist außerdem Dozentin für Erwachsenenbildung und leitet Prüfungsvorbereitsungslehrgänge für HauswirtschafterInnen. Yvonne Willicks ist verheiratet und Mutter von drei Kindern.

Stand: 18.02.2010 ###
(eben von der homepage des WDR abgerufen.)

ich denke, sie hilft.

sicher hilft sie: aber der stil ist das deutsche schlechthin.

expansion? erobern?

ich meine es auf der interkulturellen ebene.

was besagt das?

es geht um den typus des deutschen oder der deutschen.

was ist mit diesem typus?

„die deutschen“ sind (in der masse, also im durchschnitt … also immer im einzelfall überprüfen !!! keine klischees !!! nur annäherungen !!!) eher regelorientiert. es soll alles geordnet und adrett sein. es muss geplant werden. ordnung ist wichtig. effizienz. was „rauskommt“. das ziel. usw. — das macht das leben aus. zuallererst! solch ein denken.

dafür sind wir ja auch bekannt, teils auch gerühmt: unser maschinenbau. nimm doch mal den!

und früher die pünktliche bahn … frau yvonne willicks vom WDR verkörpert für mich dieses deutsche wesen.

weil sie so plant und macht und tut?

das hauswirtschaften eignet sich dafür, gewiss. hauswirtschaft läuft auf solch einer schiene. hauswirtschaft ist das ingenieurswesen in „das heim“ hineinonduliert. — aber mich erinnert das alles auch an die einführung des manufakturwesens in die (deutsche, oder: europäische) industrie. es zählten nur noch handgriffe, zeit, zahlen … der mensch war unwichtig geworden.

sie will doch nur ordnung, die frau willicks.

nur?!?! aber die idee ist: es gibt nichts spontanes, es gibt kein laissez-faire, es gibt keine lebensfreude. das alles ist verboten.

stattdessen?

kopf, kopf, kopf. listen, listen, listen. planung, planung, planung.

sie ist eben so, die willicks.

eben: sie ist einerseits nicht völlig unsympathisch, andererseits möchte man sie dann aber direkt aus der wohnung rausschmeißen.

weil sie fordert und drängt.

auch. aber noch mehr: … weil sie fordert und drängt … und die gefühle immer nur aufgesetzt sind. in wirklichkeit zählt nur der „effiziente haushalt“, nur das. ob gelacht wird, ist egal. liebe ist nur existent, wenn die mülleimer geleert sind. dann wird man von frau willicks „geliebt“ (was immer das in ihrem kopf sei).

welcher glaube steckt dahinter?

es ist der glaube, dass das leben besonders glücklich ist, wenn jede minute, ja jede sekunde verplant ist. wenn nichts „unnütz“ geschieht, wenn man immer nur denkt: wo kann ich zeit einsparen, wo kann ich es noch schneller und kürzer machen? wo? wie? wann?

dieses denken liegt über yvonne willicks?

aber ja! es liegt über der ganzen sendung. die supernanny wendet sich wenigstens noch mit dem wahren, rellen herzen den „klienten“ zu, mit wahrer anteilnahme, teilweise schockiert, bevor sie die dinge ordnet. — frau willicks aber kennt nach schneller begrüßung nur noch das ordnen. nur noch das „ziel“ — die menschen sind für sie wie „regale“.

dann ist diese sendung eigentlich eine interkulturelle? letztendlich?

diese sendung ist eigentlich eine über das deutsche wesen. wer den kern „des deutschen“ kennenlernen will, für den wir in der welt einerseits „geachtet“, andererseits aber mehr als misstrauisch beäugt werden, oft gehasst … der findet das in diesem coachingformat samt der hauptmacherin frau willicks. man sollte die serie als „vom deutschen wesen“ weltweit exportieren.

interessant, was du da alles siehst und herausliest.

es ist aber so: mir laufen bisweilen schauer der kälte über den körper, wenn diese frau in die häuser „eindringt“ und das „wahre leben“ als ideologie und praxis erarbeitet. darum geht es.

also schaffen, planen, machen … und nie zeit vergeuden.

auch nie herz vergeuden. man ist nett, aber sofort sachlich. die sachliche ebene wird sofort beschritten … und dann gilt es nur noch, aufgaben zu erfüllen. der haushalt als riesige manufaktur, am besten noch mit fließband, wenn es denn schon für den haushalt erfunden worden wäre!

so siehst du sie?

so sehe ich uns, zweitklausens. sollte mich jemand fragen, wie wir sind, wir deutschen, nicht alle, aber viele, würde ich diese sendung nennen. nicht immer sind wir so, aber oft. also: welchen geist wir atmen, sieht man dort sehr gut. dann würde ich sagen: „verkauft diese serie ins ausland, aber nicht als ‚haushaltscheck‘, sondern ‚wie die deutschen ticken: ein blick in ihre häuser und hinter ihre — gesaugten — herzkammern.‘ und werdet damit froh!“

wenn das der WDR liest?!

ich will doch niemanden kränken, auch frau willicks nicht. aber man muss auch bestimmte dinge mal ansprechen oder aussprechen können.

frau willicks ist ein teil von uns?

ich befürchte ja, zweitklausens, auch von uns, die wir alles (scheinbar) nun durchschauen, aber in diesem deutschland groß geworden sind. und erzogen wurden.

lach doch mal!

moment: ich muss erst meine lippen ordnen! und auf den zettel schreiben, dass ich mir die zähne gleich noch putze … so! ich lache! (ach so: ich bin deutscher!)

du hast willicks-fotos bei GOOGLE abgerufen?

ja, alles ganz akkurat. viereck für viereck. … sonst würde frau willicks sich über mich beschweren.

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Eine Deutschlandfahne mit HARIBO-Aufdruck sieht verwundert KLAUSENS

klau|s|ens, was hast du wieder seltsames entdeckt?

ich sah eine deutschlandfahne.

die sieht man in diesen tagen allüberall.

aber diese deutschlandfahne hatte einen werbeaufdruck oder -eindruck. sie war auf einer autotür, offenbar aufgeklebt.

welchen werbeaufdruck hatte die denn?

den von der bonner süßwarenfirma HARIBO.

und was denkst du nun?

ist das erlaubt? ist nicht unsere flagge als symbol besonders geschützt?

du stelltst immer wieder fragen, die sich nicht so leicht beantworten lassen.

aber vielleicht ist es bei HARIBO auch ganz anders.

wie denn?

die haben sich vielleicht beim deutschen staat eine lizenz gekauft und dürfen nun für 5 jahre das HARIBO auf die deutsche flagge aufdrucken.

meinst du?

es würde mich nicht überraschen, weil ja ADIDAS und MERCEDES sich beim deutschen fußballbund eingekauft haben und nun ihre symbole auf das deutsche nationaltrikot aufdrucken dürfen.

wenn den menschen aber nichts mehr „heilig“ ist, noch nicht einmal die nationalflagge … und auch diese dann dem kommerz überopfert wird … was soll dann diese bundesrepublik deutschland überhaupt? ich meine: welchen sinn hat dieses staatsgefüge?

du meinst also ganz radikal: man sollte den staat privatisieren?

ich finde, man sollte deutschland als staat in eine aktiengesellschaft umwandeln, damit dieser ausverkauf an das kapital endlich auf rechtssicheren füßen steht.

wenn aber deutschland eine AG ist, dann kann niemand mehr gesetze machen, wonach deutschland auf rechtssicheren füßen steht.

dann müsste diese AG DEUTSCHLAND eben das recht zur rechtsfestlegung und zur rechtssprechung haben. wenn der staat erst abgelöst wurde, von einer AG, dann muss diese AG konsequent auch alle befugnisse des staates übernehmen. (und dann ohne gewaltenteilung.)

das sind alles sehr wilde gedanken. denkst du so: man sollte also alle nationalstaaten abschaffen und in AGs umwandeln, weil die multiglobale welt sowieso unter der schirmherrschaft der weltkonzerne steht?

ja, man muss die dinge endlich mal ehrlich auch aussprechen.

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Künstler Jasper Johns wird zum 80. Geburtstag mit einem Kunstwerk von KLAUSENS geehrt

klau|s|ens, jasper johns wird heute 80.

ja, wer hätte das gedacht?! manchmal überlegt man ja: leben die noch? waren die schon gestorben? man weiß ja nie, was alle bekannten und weniger bekannten menschen so treiben.

du ehrst jasper johns mit einem kunstwerk?

ja, ich habe es heute morgen erstellt … „GERMAN FLAG FOR JASPER JOHNS“.

großartig!

danke.

was hast du dazu benutzt?

das schwarz wurde das braun – mit schokocreme. NUTELLA.

weiter!

das rot kommt aus einer marmelade. himbeermarmelade. REWE EXTRA HIMBEERE.

weiter!

das gelb kommt aus einem honig. GOLDLAND BIENENHONIG AUSLESE.

das finde ich einfach nur tollprima und primatoll.

ich weiß ich weiß. das bild steckt voller energie, voller konnotationen … und es passt auch gut zu den logos auf den nationalmannschaften, mit denen wir uns gestern beim thema eishockey beschäftigt haben.

jasper johns wird es freuen.

jasper johns muss es freuen. er arbeitete mit der technik des „enkausting“ für seine berühmten flaggen.

was ist das?

eine sehr altertümliche (ursprüngliche) methode, das malen durchzuführen. das hat mit wachs zu tun. und dass dieses dann mit den pigmenten der farbe eine neue bindung eingeht.

und bei dir?

meine hommage? für jasper johns?

ja.

das siehst du doch: ich habe mir die konsistenz von süßen,
verführerischen lebensmitteln zueigen gemacht, damit die DEUTSCHE FLAGGE
halbwegs genießbar wird. für uns alle.

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

An den ZWIEBELFISCH schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, warum schreibst du an ZWIEBELFISCH?

das ist doch das neue sprachmonopol, welches SPIEGEL ONLINE ausgerufen hat. und ein monopol hat nicht immer recht. man muss sich also als demokrat aller kunst dagegen wehren, dass das MONOPOL qua MONOPOL behauptet, alles richtig zu wissen.

was wissen die denn nicht richtig?

vieles an der sprache kann man nicht richtig wissen. sprache ist frei und unterliegt vielen (nicht)regeln und (schein)regeln und gesetzen, die teilweise unsinnig sind oder keine regeln sind. aber die grammatiker und lingufetischisten kommen und sagen dann, wie es zu sein hat, dieweil die sprache auch rebellisch, eigensinnig und anarchistisch ist.

das war aber viel stoff.

eben. und deshalb muss ich auch mal an den ZWIEBELFISCH schreiben, wo ja auch jener bastian sick hintersteckt:

### Sehr geehrte Damen und Herren,

ich finde Ihren Beitrag noch (lange) nicht überzeugend und tiefschürfend genug.

Man sollte doch klarer sagen: Viele Leute mischen Perfekt und Präteritum de facto und realiter munter durcheinander. Gerade, wie es kommt.

Das ist mein Eindruck, den man noch für unterschiedliche dialektale Gebiete untersuchen müsste.

Die Grenzen zwischen PRÄTERITUM und PERFEKT sind immer vager geworden, der Bedeutungsunterschied tritt oft sehr zurück …. und das Ganze geht nur noch nach Regeln der Sprachökonomie recht spontan daher.

Gewiss wird das Perfekt in gesprochener Sprache öfter benutzt, weil es „näher“ und „unmittelbarer“ scheint. Das Ganze passiert aber auch meist tiefenpsychologisch. Ohne Sprachwissen und Sprachbewusstheit.

Aber das Präteritum kommt immer wieder häufig ins Gesprochene eingestreut vor.

Dies kommt u.a. (als ein Beispiel) von den Modalverben. Man sagt immer schnell und direkt „wollte, musste, konnte“ …. und nicht nicht „habe … können “ „habe … müssen“ etc., weil das zu formell klingt. „Gestern habe ich kein Mittagessen kaufen können.“ Das klingt ja wie Graf Kox. Und wer wüsste überhaupt diese Perfekt-Form mit dem Infinitiv sicher zu produzieren?

Dadurch hat das Präteritum eine Vorkommensgarantie im Sprechen.

Auf diese Weise wird einem das Präteritum auch für das Sprechen immer vertrauter und normaler.

Und auch „war“ (Hilfsverb) und „wurde“ (Hilfsverb) und „kam“ und „ging“ und „schlug“ (gerne also Voll-Verben mit starken Stamm) bieten sich wegen der Kürze, bisweilen der wenigen Silben, auch im Sprechen an, um im Präteritum genutzt zu werden.

Wenn Sie genau hinhören, werden Sie Menschen erleben, die sagen: „Gestern kam ich um acht Uhr nach Hause. Und ich wollte doch schon um sieben Uhr kommen. Meine Frau ist aber erst um neun Uhr gekommen.“ Dieses Mix von Perfekt und Präteritum nach gusto ist meiner Meinung nach gesprochen-sprachtypisch.

Das Präteritum in „Reinkultur“ hat sich in erzählenden Texten, typisch das Märchen, gehalten.

Aber die „muntere Mischung“ in der gesprochenen Sprache ist meiner Meinung nach die Wahrheit.

Lassen Sie mich außerdem noch auf eine wichtigen Tatsache hinweisen.

Das Präteritum ist bisweilen schneller deutlich. Die Informationen kommt schneller „rüber“.

Wenn ich im Radio hör(t)e:

„Steffi Graf hat in Melbourne im Viertelfnale des Tennis-Turniers ….“ weiß ich nicht, was kommt. Kommt jetzt „verloren“ oder kommt jetzt “ gewonnen“?

Das kommt / entsteht durch das Perfekt.

Die Information wird nach hinten in den Satz verlagert. Ins Partizip.

Ich kann beim Sprechen im Perfekt oft am Ende des Satzes die Bedeutung noch ändern. Der Zuhörer bleibt bis zum Schluss im Ungewissen.

Sobald ich aber Präteritum benutze, kann und muss ich sagen: „Steffi Graf gewann in Melbourne im Viertelfinale … “ und der Hörer/ die Hörerin hat sofort die Botschaft am Anfang des Satzes oder fast am Anfang des Satzes verstanden.

Die Hörer haben die Botschaft früher verstanden. Bedeutend früher. Die Nachrichten sprechen oft anders als die Menschen in der Gaststätte. Die Nachrichten benutzen dann formell das Perfekt, der echte Mensch aber das Präteritum. Aber auch in den Nachrichten oder Tageszeitungen, auch in der F.A.Z., werden sie immer wieder den Mix von Präteritum und Perfekt finden. Vielleicht gar im SPIEGEL.

Auch dieses hat mit dem großen Thema PRÄTERITUM (alias IMPERFEKT) sowie PERFEKT zu tun.

Ich würde mich freuen, wenn Sie die von mir angeführten Gesichtspunkte ergänzen, damit alles „runder“ wird … und weniger einseitig betrachtet.

###

wozu hast du geschrieben? zu was?

gestern. zum ZWIEBELFISCH-ABC, konkret: zum thema „präteritum/imperfekt“ (und ja auch perfekt). siehe hier:

### Imperfekt und Präteritum – zwei verschiedene Begriffe für dieselbe Vergangenheitsform? Ist unsere Grammatik nicht schon kompliziert genug? Wozu benötigen wir dann zwei (Fremd-)Wörter, wenn es sich doch um dasselbe Tempus handelt? Oder gibt es da womöglich doch einen Unterschied?

In den meisten Nachschlagewerken findet man unter dem Stichwort „Imperfekt“ einen Hinweis auf den Eintrag „Präteritum“. Letzterer ist heute der üblichere Fachausdruck für das, was man auf Deutsch als „erste Vergangenheit“ bezeichnet.

Die deutsche Sprachwissenschaft hat wesentliche Impulse von der französischen Philologie erhalten – und daher stammt auch die Bezeichnung Imperfekt (frz. imparfait), denn im Französischen wird zwischen einfacher Vergangenheit (passé simple) und unvollendeter Vergangenheit (imparfait) unterschieden.

Diese Unterscheidung gibt es aber im Deutschen nicht. Wir haben kein „passé simple“, sondern nur eine (erste) Vergangenheitsform. Und eben diese als „unvollendet“ zu bezeichnen, ist in den Augen vieler Deutschlehrer und Germanisten irreführend, denn die Vergangenheitsform, um die es hier geht, bezeichnet doch gerade einen Vorgang, der abgeschlossen ist:

Ich ging allein nach Hause.
Er aß nur einen Happen.
Wir warteten auf den Bus.

Was ist daran „unvollendet“? Als unvollendet kann die Handlung nur gedeutet werden, wenn sie sich zum Beispiel in einem Roman abspielt. Und die meisten Romane sind ja in der Vergangenheitsform geschrieben. Wenn man liest „Harry zog seinen Zauberstab“, dann ist die Handlung noch keinesfalls abgeschlossen, dann wird die Sache ja erst richtig spannend, und jeder will wissen: Was passierte als nächstes?

Einen inhaltlichen Bezug zur Gegenwart hat die erste Vergangenheit aber nicht. Den wiederum hat das Perfekt, jene mit „haben“ und „sein“ gebildete Vergangenheitsform. Deshalb nennt man das Perfekt auf Deutsch auch „vollendete Gegenwart“. Wer seine Freunde und Bekannten über seinen Umzug informieren will, der tut nicht gut daran zu schreiben: „Wir zogen um“, auch wenn der letzte Karton bereits ausgepackt ist, sondern sollte besser schreiben: „Wir sind umgezogen“, denn der Wohnortwechsel bleibt ja bis auf weiteres aktuell. Weil also die erste Vergangenheit – im Unterschied zum Perfekt – aus Sicht des Erzählers eine abgeschlossene Handlung beschreibt, bevorzugt die deutsche Grammatik dafür den Ausdruck „Präteritum“. Der kommt aus dem Lateinischen und heißt nicht „unvollendet“, sondern schlicht und einfach „vergangen“. Einigen Romanisten (wie zum Beispiel „Zwiebelfisch“-Autor Sick) fällt es allerdings schwer, sich vom Begriff „Imperfekt“ zu lösen. Ich bitte um Nachsicht und gelobe Besserung.

In der gesprochenen Sprache wird das Präteritum heute nur noch selten gebraucht. Kaum jemand sagt im Gespräch: „Ich ging allein nach Hause“, sondern eben „Ich bin allein nach Hause gegangen“. Wenn das Präteritum in der gesprochenen Sprache zum Einsatz kommt, dann meistens in Verbindung mit Modal- und Hilfsverben:

Ich hatte keine Zeit.
Das war letzten Donnerstag.
Wir mussten nicht lange warten.
Das konntet ihr nicht wissen.

In einigen süddeutschen Dialekten ist das Präteritum sogar völlig verschwunden, dort bedient man sich allein des Perfekts. ### ZWIEBELFISCH-ABC.

und nun?

nun fühle ich mich schon besser. also: gestern ging ich um die ecke, traf auf den herrn ging und habe begonnen, mit dem herrn ging y-ging zu spielen. als dieser dann dazu überging, dass er übergegangen ist, obwohl ich übergangen wurde, verlor ich meinen gang und fing an zu „gingen“, was falsch gewesen ist, weil der infinitiv schon seit 1928 total verboten gewesen sein wird gewesen ist doch wahr!

schön geschichte, herr dr. grammaticus klausensus brutus dumpfus. mir kommen noch die zwiebelfisch-tränen.

seit wann kommen dem ZWIEBELFISCH tränen? dem kommen höchstens die gräten … aber aus dem munde heraus sind sie gekommen kamen.

gekommen kamen? sind? nicht haben?

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com