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klau|s|ens hört geschockt den DEUTSCHLANDFUNK, wie er durch seine interviews letztlich das quälen von mäusen unterstützt – www.klausens.com

klau|s|ens, der DEUTSCHLANDFUNK macht bei der tierquälerei mit? sagst du?

ja, letztlich schon.

wie kommst du dazu?

ich schalte gestern das radio an und höre, wie da berichtet wird, wie man mäuse in der medizinischen forschung einsetzt. ganz selbstverständlich. en passant quasi. alles via interview.

aber der DEUTSCHLANDFUNK muss doch berichten, was passiert.

hier war es anders: es war doch ein interview. – und dieses interview fand mit einem der quäler (= wissenschaftler) statt … als wäre das quälen der tiere ganz normal, sozusagen „natürliche grundlage“ von allem sprechen in und über forschung.

worum ging es denn?

darum: Forschung aktuell
Aus Naturwissenschaft und Technik
6.5.2016, Freitag
ab 16:35 Uhr MESZ

und weiter?

dieser beitrag:
>>Psyche. Ketamin als Antidepressivum
Todd Gould im Gespräch mit Arndt Reuning<< [es handelt sich um dr. todd gould von der university of maryland school of medicine.]

arndt reuning ist der mann vom DEUTSCHLANDFUNK, der das interview führte.

eben: und ich zitiere nur einzelne passagen aus diesem interview. (mir schlackerten die glieder vor wut und zorn. so geht es mir auch jetzt, wenn ich diesen blogeintrag schreibe. ich zittere, mein herz wallt auf.)

>>Gould: Ja, das halte ich für möglich. Wir haben intensive Untersuchungen an Mäusen durchgeführt. An ihnen konnten wir zeigen, dass Ketamin in den Stoffwechsel gelangen muss. Das Abbauprodukt, der Metabolit, ist für den Effekt verantwortlich. Als nächstes müssen wir prüfen, ob Menschen diesen Metaboliten vertragen. Aber das dürfte Jahre dauern, denn dafür sind klinische Studien nötig. Aber wir sind optimistisch, dass diese Substanz auch bei Menschen gegen Depressionen hilft. Wir wissen natürlich, dass es eine ganze Reihe von Stoffen gibt, die zwar bei Mäusen wirken, aber eben nicht bei Menschen. Wie gesagt: Wir werden ein paar Jahre für klinische Studien brauchen, um das zu klären.

Reuning: Nachdem Sie den Mäusen dieses Abbauprodukt verabreicht haben, konnten Sie irgendwelche Nebenwirkungen feststellen, die Ketamin selbst normalerweise zeigt?

Gould: Überhaupt nicht. Wir haben uns einige Nebenwirkungen von Ketamin angeschaut, darunter Wahrnehmungsstörungen, Benommenheit und die Gefahr, davon abhängig zu werden. Das alles haben wir in Tierversuchen erprobt mit hohen Dosen des Abbauprodukts. Und wir konnten keine dieser Nebenwirkungen beobachten.<<

das ist ja grauslich.

siehst du: hier geht es nicht um berichten über … hier geht es dann wohl doch um „akzeptieren, dass ….“ (es gab ja keinerlei kritische frage zu den armen tieren. nichts.)

der DEUTSCHLANDFUNK macht sich ja mitschuldig!

genau das: ganz harmlos wird da ein interview ausgestrahlt. die basis des interviews ist aber die akzeptanz des quälens von tieren zur erforschung der depression, um dann den bösen menschen später mal helfen zu können. (die mäuse sind dann geschädigt und haben arg gelitten. wo ist da noch der unterschied zu den NS-ärzten? ist quälen vom tieren gut, nur quälen von menschen schlecht? so? welche ethik haben wir denn nach 1945 erlangt? was sagen dann alle die gutmenschen dazu? die kirchen? die ach so christliche Afd?)

und der macher dieser sendung, arndt reuning, hat sich damit auch schuldig gemacht.

gewiss, aber auch er über ihm stehende redakteur, vielleicht der chefredakteur des senders. der intendant. der rundfunkrat.der ganze sender.

das alles in unserer „christlichen“ kultur.

da merkt man erst, was das wort bedeutet: in deutschland werden millionenfach die tiere gequält, in ställen und in versuchstationen, in laboren und sonstwo. und in den USA auch. anderswo ebenfalls. aber alle finden das ganz „normal“.

beim DEUTSCHLANDFUNK sind ja solche interviews auch „ganz normal“.

es ist empörend.

ja, das finde ich auch: man müsste jetzt alle sendung von „Forschung aktuell“ überprüfen. denn es ist ein unterschied, ob ich dinge „berichte“, als journalist, weil sie da sind und darüber die welt erfahren muss … oder ob ich mich damit (über solche interviews) de facto gemeinmache.

eben: dieses interview ist quasi eine akzeptanz von tierversuchen und mäusequälereien. ich hörte und lese kein kritisches wort zu den tierversuchen. – der text des interviews ist hier im netz zu finden: http://www.deutschlandfunk.de/psyche-ketamin-als-antidepressivum.676.de.html?dram:article_id=353441

der mensch ist böse.

ja, und sobald wir wieder fleisch oder auch nur eier essen, werden auch wir
uns wieder an alledem (indirekt) beteiligen. (was machen wir nur mit den tieren?!)

was der DEUTSCHLANDFUNK da tut, ist aber eine ganze stufe höher, sprich: schlimmer.

tierversuche, nur um den bösen menschen zu helfen: ja, das ist höchst verwerflich! und diese tierversuche als „normal“ zu unterstellen und dann solche interviews zu führen: das ist ebenfalls HÖCHST VERWERFLICH, OH DEUTSCHLANDFUNK!

klausens-kunstwerk-protest-der-mesnch-quält-die-tiere-7-5-2016

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klau|s|ens hört etwas (1 h) von der ersten deutschlandfunk-radionacht – www.klausens.com

klau|s|ens, jetzt auch der deutschlandfunk. nachts. text. wort. stimme.

es war höchste zeit, WDR5 macht das schon (jahre) länger. heute früh in der nacht ging es los.

es gab leute, die haben es schon vor zig jahren gefordert: text in der nacht. ich kenne einen verleger, der 1998 an einen brief an die ARD-anstalten (jeweils einzeln an die hörfunkdirektoren) schrieb und u.a. den text und das wort im radio in der nacht forderte – statt dieser dauernd nur abgenudelten musik.

aber WDR5 und DEUTSCHLANDFUNK brauchten sehr, sehr lange, um das umzusetzen.

der DEUTSCHLANDFUNK zudem deutlich länger als WDR5. (WDR5 hatte ja die idee des namens „nachtaktiv“. da werden nachts die sendungen vom tage wiederholt. und das haben die am 2.9.2006 begonnen, also jahre vor dem deutschlandfunk.)

jetzt aber tun sie, die vom DEUTSCHLANDFUNK, als wären sie die ersten. lies mal die pressemeldung.

[2013/04/05]

Am Montag, den 8. April 2013, startet der Deutschlandfunk ein Angebot für Hörerinnen und Hörer in ganz Deutschland, das es so noch nicht gibt: die Deutschlandfunk Radionacht. Sie bietet werktags zwischen 0.00 Uhr und 5.00 Uhr ein Wortprogramm, das nicht nur aus politischen Nachrichten besteht, sondern auch Themen aus den Bereichen Kultur, Literatur, Religion, Wissenschaft und Gesellschaft behandelt. Daneben gibt es fundierte Hintergrundberichte, Reportagen und Analysen aus Deutschland und der Welt.

Am Wochenende, in der Nacht von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag, werden in der Radionacht musikalische Akzente gesetzt, die den Hörgewohnheiten am Wochenende entsprechen. Die Musikredakteure zeigen, dass Musiksendungen informativ und kulinarisch zugleich sein können: Eigenproduktionen, Mitschnitte, Trouvaillen aus der Musikgeschichte und Neuigkeiten vom Musikmarkt. Das Klangspektrum reicht von Louis Armstrong bis zu Maria Callas, von Fundstücken des Rock und Pop bis zu stilbildenden Produktionen.

„Die Reform der Nachtstrecke“, so der Intendant des Deutschlandradios, Dr. Willi Steul, „ist Teil einer klaren ‚Flottenstrategie‘, bei der die Alleinstellungsmerkmale aller drei Programme geschärft werden. Markenzeichen des Deutschlandfunks sind die ausführlichen Nachrichten und das analysierende Wort zu den Hintergründen von Politik und Kultur“. Durch das neue Angebot werde das Profil des Deutschlandfunks als bundesweit führendes Wortprogramm – rund um die Uhr an fünf Tagen in der Woche – noch einmal verstärkt. „Die Deutschlandfunk-Radionacht“, so Willi Steul, „bietet eine klare Alternative zum gesamten Angebot der sogenannten gehobenen Programme in der Nacht“. http://www.dradio.de

ja, das ist schon kurios, wie alle leute ihr eigenes tun so anders „verkaufen“, als es der wahrheit entspricht. der DEUTSCHLANDFUNK ist beim thema „wort in der nacht“ ein nachrücker.

dafür haben die jetzt einen moderator, das hat WDR5 nicht.

woher weißt du das?

ich habe heute ab circa 4 uhr die deutschlandfunk-radionacht gehört. (also in die laufende reingehört.)

ach, das hast du?

du denn nicht?

ich weiß es nicht mehr: wann war radionacht, wann war das normale morgenprogramm?

ich denke, ab 5 uhr ist beim deutschlandfunk in der woche das normalprogramm, da beginnen die ja schon immer ihr magazin, diese „Informationen am Morgen“.

halt! hier ist das angekündigte programm der ersten radionacht: ich zitiere aus der „Programmvorschau“ des DEUTSCHLANDFUNKs:

00:05 Uhr
Deutschlandfunk Radionacht
00:05 Uhr
Fazit
Kultur vom Tage
01:00 Uhr
Nachrichten

01:05 Uhr
Interview der Woche
Jens Weidmann, Präsident der
Bundesbank
01:30 Uhr
Essay und Diskurs
Die ungebremste Kreativität –
Multitalente von Goethe
bis Schlingensief (1/6)
Goethe, der Universalist und
die Kunst der Beschränkung
Von Rüdiger Goerner
(Teil 2 am 14.4.13)
02:00 Uhr
Nachrichten

02:05 Uhr
Kulturfragen
Debatten und Dokumente
02:30 Uhr
Zwischentöne
Musik und Fragen zur Person
Der Schriftsteller und
Liedermacher Ernst Molden im
Gespräch mit Michael Langer
03:00 Uhr
Nachrichten

04:00 Uhr
Nachrichten

04:05 Uhr
Radionacht Information

04:30 Uhr
Nachrichten

wahnsinn, dass das radio erst dann auf den trichter kommt, wenn millionen andere medienmöglichkeiten das radio in konkurrenz so deutlich angreifen.

du meinst internet auf dem smartphone und co.

alles das.

das radio spielt da auch mit, irgendwie. streaming im internet und somit auch auf dem smartphone. – du bist immer noch bei dem eckigen ding, wo du den knopf drehst. das radio ist heute aber überall „drin“.

ist es denn auch „in“? wenn die jahre brauchen, um alle guten vorschläge endlich mal umzusetzen? sind die „in“?

aber beim DEUTSCHLANDFUNK ist das doch sogar mit einem spezial nacht-LIVE-moderator. wohl genau deshalb. man will „in“ sein – und zudem anders als der WDR5. aber: das mussten die erst jahrelang durchrechnen. (wegen dem geld!) … und deshalb beginnt/begann alles erst jetzt am 8.4.2013. (der text kommt ja in zukunft auch nur fünf nächte von sieben.)

klausens-radio-stilisiert-8-4-2013

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Die Tragik vom Diebstahl des selten wahrlich geistigen Eigentums und KLAUSENS / Replik auf Hajo Steinert

klau|s|ens, gestern dann die entlassung durch den bundespräsidenten.

endlich, endlich.dieser zu guttenberg, der hat mich schon zu viele blog(g)-einträge gekostet.

aber klauen nicht alle „geistiges eigentum“?

sicher, wir alle klauen voneinander und zueinander – das ist ein zweites problem. man kann nicht leben, ohne zu klauen.es passiert unbewusst, aber dauernd. oder auch bewusst, beides.

na also.

das andere problem ist die verharmlosung des betruges, den zu guttenberg begangen hat. man darf beides nicht verwechseln.

aber wir heißen doch klau|s|ens und zweitklausens?

sicher, sicher, das ist die idee, aber als eine idee der kunst. diese kunst sagt: die welt ist voller botschaften. wir werden mit diesen botschaften „beschossen“, und so bleibt es nicht aus, dass wir als individuum gar nicht funktionieren. wir sind schon ein mischgewächs aus allem. der „freie mensch“ ist per se eine lüge. ein wunschkonstrukt. eine hoffnung.

und darauf willst du aufmerksam machen?

ich möchte, dass alle welt diesen unterschied begreift:
a) wir leben in einer welt, wo die informationen so zahlreich und so schnell sind, dass sie jeden von uns manipulieren. andauernd.
b) dennoch ist das, was herr zu guttenberg tat, nicht mit dem anderen zu vergleichen. betrug mit vorsatz, täuschung mit vorsatz — das ist eine andere dimension, als wenn mein hirn „unfrei“ ist, weil es in der informationsgesellschaft ständig malträtiert wird.

wem sagst du das?

ich sage das unter anderem hajo steinert vom deutschlandfunk.

warum?

weil ich von ihm einen kommentar zur zu-guttenberg-affaire hörte … und da empörte er sich, dass überall schadlos geistiges eigentum kopiert und gestohlen wird.

darf man sich nicht darüber empören?

doch, aber es ist „klein gedacht“.

inwiefern?

weil der traum da ist, der „freie mensch“ denkt / denke ganz allein.

aber?

dem ist nicht so, wir manipulieren uns alle gegenseitig. schneller und mehr. diesen gedanken muss man auch mal denken und denken dürfen. ja man muss das mal denken! die affaire „zu guttenberg“ als skandal sollte uns auch den blick anders auf die problem der zeit lenken lassen. offener.

copy und paste?

copy und paste ist eine geisteshaltung des modernen menschen, insbesondere seitdem es internet gibt. aber im prinzip ist das schleichende (um)formen der gedanken durch die umwelt ein grundproblem des menschen, auch in einem 40-seelen-dorf.

es wird allerding immer schlimmer!

ja, es wird immer schlimmer. keiner weiß mehr, was er selber denkt oder was ihm gerade eingepflanzt wird. internet samt facebook-twitter-und-co haben das alles immens befördert. immens!

je mehr die menschen sich den medien öffnen, …

… um so schlimmer wird das. man muss davon ausgehen, dass das denken der welt eine diffuse masse ist, die schwimmt, die fliegt, die sich ständig verändert … und von einem hirn ins andere springt.tock, tock, tock, zooooom.

dann bin ICH nicht ICH?

genauso. unser name klau|s|ens alias zweitklausens alias klausens alias X-klausens (und wie wir alles noch heißen) drückt das doch aus.

dann sind unsere texte nicht von uns?

doch, irgendwie schon. aber auch irgendwie nicht.

man kann es also nicht trennen?

genau das: das kollektive in uns … und das individuelle in uns … beides ist nicht zu trennen.

das sagst du leuten wie hajo steinert?

ja, denn diese denken doch überaus eng und begrenzt. rein rechtlich muss es das urheberrecht geben, um die kreativen zu schützen. realiter aber leben die kreativen in dem humus, der sie umgibt. und in der internetgesellschaft löst sich das individuum mehr und mehr auf … in die signale der massen, wobei das individuum auszüge dieses massengebräus dann (wider)spiegelt, in seinen texten, in seinen werken. aber diese idee von HEHREN ICH, und vom HEHREN KÜNSTLER und vom HEHREN AUTOR; die funkioniert heute nicht mehr so … wie früher.

ich verstehe.

du verstehst nichts, weil wir selber diesen vorgang nicht überblicken. wir befassen uns damit, aber richtig durchschaut haben wir alles noch nicht.

du wolltest damit aber nicht zu guttenberg enstchuldigen.

oh nein. über diesen mann rege ich mich so auf, weil sein tun ja vorsätzlich war, absichtsvoll …. zudem mit bösartigem interesse.

und bei uns? wenn wir SENSE KLAUEN, klau|s|ens?

unser kopieren und dann neu verarbeiten geschieht aus einem künstlerischen impuls heraus, sehr absichtsvoll, meist sehr bewusst, und dient der erkenntnis. zugleich wissen wir, wie sich das individuum mehr und mehr auflöst. wir geben nichts anderes vor, als unser name sagt: wir sind individuell kollektiv. unsere verarbeitung kollektiver ströme geschieht auf unsere individuelle art. aber vielleicht ist unser individuum nur noch eine wunschhülle.

das verschwinden des ICH: ist es das? im jahr 2011? und eigentlich seit einführung des internets?

so kann man es fast sagen. jedes neue medium beschleunigt den prozess. mit dem foto fing es an. nein: schon mit dem bild. heute aber ist alles überbeschleunigt. fernsehen, handy, satellit, internet, etc. – das ICH ist etwas vermeintliches, was sich alle paar minuten oder gar sekunden neu konstituiert. auch unsere gedanken. das ergibt sich einfach aus dieser welt.

und leute wie hajo steinert? vom deutschlandfunk? vom „büchermarkt“? ein über literatur schreibender?

die sind auf eine liebenswerte weise irgendwie altmodisch. – urheberschaft, ja, ja. die kunst muss leben, sie braucht geld. wir ja auch! aber: die wollen nicht sehen, was alles passiert, deshalb kämpfen sie mit durchhalteparolen. sie klammern sich an das urheberrecht. aber sie gehen leider nicht an den kern des problems. sie haben angst, die dinge mal wirklich zu durchdenken.

die moderne technik und die kopiergesellschaft, der beschuss mit informationen und meinungen, das ICH als sich ständig neu zusammensetzendes …

… und das auflösen des urheberrechtes durch die technik selbst. das wäre dann noch ein anderes, extra thema. man müsste also auch die technik unterbinden. aber wer kann das schon?

dann hat zu guttenberg recht?

nein, aber er liegt im trend … seine absichten waren betrügerische. da gibt es nichts zu deuteln.

und sein abgang?

war höchste zeit. vielleicht weiß dieser mann auch nicht, wer er überhaupt ist. in diesen zeiten ist alles möglich. wir „verlieren“ uns.

vielleicht bin ich, also: zweitklausens, in wirklichkeit klau|s|ens, und du, klau|s|ens, du bist in wirklichkeit zweitklausens?

wer weiß es? vielleicht sollten wir mal wieder etwas googlen.

schöne idee. mein sich ständig änderndes ICH braucht neuen stoff.

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Mit einem Teil der Verrücktheit der Welt kommt KLAUSENS

verrückte welt? du meinst, weil heute wieder das theater mit dem karneval losgeht? 11.11. ab 11 Uhr 11?

nein, ich hörte gestern die nachrichten, deutschlandfunk.

und?

es kamen zwei meldungen hintereinander.

welche?

a) brüderle will in dieser legislaturperiode steuererleichtungen
b) kabinett befasst sich mit erhöhung der tabaksteuer

die welt ist ein gigantisches theater, in dem nichts stimmt und oft nichts zum anderen passt.

ich sehe das ähnlich. ich schrieb dann eine doku-gedicht: ( siehe auch www.klausens.com/dokugedichte.htm )

WAS WIEDER MAL SPRICHT

Bundesminister Brüderle hält
Steuererleichterungen
Noch in dieser Legislaturperiode
Für möglich

Berlin. Das Bundeskabinett
Befasst sich mit der
Anhebung der
Tabaksteuer

Copyright für dieses Doku-Gedicht: Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens, oder Klau(s)ens, geschrieben am 10.11.2010 auf der Autobahn A 565 gegen 10.05 Uhr, die Nachrichten im Deutschlandfunk hörend.

ach ja: klau|s|ens und zweitklausens, verhält sich das mit den beiden (uns beiden) ähnlich wie in deinem gedicht?

ja, sie sprechen und schreiben und reden immer mal wieder, auch wenn sie sich manchmal bisweilen widersprechen.

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Zur letzten offiziellen Radiosendung von Peter C. Fischer schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, wer ist peter c. fischer?

wer sich für sport interessiert und deutschlandfunk hört, also radio, der weiß das.

woher kennst du ihn?

nur aus dem radio.

gibt es nicht viele menschen, die wir nur aus dem radio kennen?

doch, aber wir haben dennoch mit diesen vielen menschen jeweils auch irgendeine „beziehung“.

obwohl wir sie nur hören?

beim „hören“ hört man schon so viel: die stimme spricht bände. außerdem werden alle diese stimmen ein teil von unserem eigenen lebensinterieur.

und dieser peter c. fischer?

der war schon viele jahre auf sendung. er war leiter der sportredaktion beim deutschlandfunk, dabei als mitstreiter/innen zuletzt auch astrid rawohl oder herbert-fischer-solms oder jessica sturmberg. – und fischer hörte ich schon als pubertierender.

jenen fischer? peter c.?

der geht. lies: „In Meißen/Sachsen geboren. Nach Volontariat beim ‚Münchner Merkur‘ 15 Monate Pressestelle der 1. Gebirgs-Division in Garmisch-Partenkirchen, danach ‚Express‘ in Köln, ‚Westfalenblatt‘ in Bielefeld. Am 1.September 1970 Wechsel zum Deutschlandfunk in Köln und seit 1. Oktober 1972 Leiter der Sportredaktion im DLF.“ – so steht es auf der homepage.

was? das gibt’s doch nicht! eine institution!

fischer hatte gestern seine letzte sendung. der ist jetzt „auf rente“.

einfach so?

ich hatte auch nichts gehört oder gelesen. vielleicht wollte er es so still. oder der deutschlandfunk wollte es so still. man weiß es ja nie. oder beide wollten es still.

aber fischer ist doch schon jahre im amt.

es müssen 40 gewesen sein, rund 40. und seit 1. oktober 1972 war er leiter der sportredaktion dort, beim deutschlandfunk.

wahnsinn.

ja, dann ist einer weg. wuppsch !!!

wie kann das passieren?

ich hatte noch glück: ich machte beim radfahren am rhein den knopf im ohr an, auf einem ohr, war dann beim deutschlandfunk, war dann in der samstäglichen sportsendung … und kapierte dann, dass es die letzte sendung ist. mein glück war, diese letzte sendung zumindest mitbekommen zu haben. da sprach nämlich plötzlich ein anderer, vom sender, bedankte sich, fasste zusammen, lobte … und das war dann der abschied von peter c. fischer. der konnte in die abmoderation des anderen, des lobführers also,  nur noch klamm seinen namen sagen. er war wohl selber angerührt, weil ihm klar wurde, die seinige epoche geht nun unwiderlegbar zuende.

du hast das zufällig mitbekommen?

ja, so ist das leben: dort fällt einer vom baum, hier kracht eine leiter zusammen, und drüben beendet einer seine laufbahn und geht in rente. und ich höre radio beim radfahren. – die menschen sind schräg.

wenn ein briefträger in rente geht oder eine zahnärztin, dann kommt nichts im radio.

gewiss: das leben ist von der anlage her willkürlich und seltsam. da ich aber jenen peter c. fischer nun seit 40 jahren schon auf dem radio kenne, verabschiede ich ja auch 40 jahre von mir selbst, wenn ich höre, dass er nun (17.7.2010) seine letzte sendung hat. (und man kann die komplette sendung nicht als podcast bekommen, nur einzelne der beiträge via audio on demand:)

19:10 Uhr

Sport am Samstag

u.a. mit
– 13. Etappe der Tour de France
Rodez – Revel
– Die Tour 2010 – Gespräch mit
Hans-Michael Holczer
– Tennis: Mercedes Cup auf dem
Stuttgarter Weißenhof
– Fecht-EM in Leipzig: Finale
Einzel Herren Säbel / Finale
Einzel Damen Florett
– CHIO in Aachen
– Leichtathletik: DM in
Braunschweig
– Motorrad-WM auf dem Sachsen-
ring – Qualifying

du möchtest inhaltlich jetzt nichts zu peter c. fischer sagen?

nein, das ist nicht mein thema. man könnte jetzt analysieren, wie vereine und funktionäre behandelt wurden, und sportgrößen und sportpolitiker, alles das. auch sponsoren und geldfirmen. aber das ist nicht mein thema. ich stehe z.b. leuten wie herrn bach, dem superverbändler des deutschen sports, überaus kritisch gegenüber. diese ganze „szene“ ist mir ein graus. aber das alles ist jetzt nicht das thema.

dir geht es um das allgemein menschliche, um die lebensleistung, um das ende, den plötzlichen abschied, das vergessenwerden, bzw. nichtvergessenwerden, um das schicksal, um alles das.

davon handelt unser leben: auf welcher seite des lebens wandelst du? was hat das leben für dich vorgesehen? musst du weinen oder sollst du jubilieren? millionen fragen gehen mir durch den kopf.

aber?

kein „aber“! ich wollte eben nur der lebensleistung von peter c. fischer innerhalb des radios, im besonderen des deutschlandfunks, „gedenken“. und dann hoffen wir, dass er noch andere tolle dinge mit seinem leben anstellt.

aber du wirst ihn nicht vergessen?

nein, wie auch andere stimmen, die mir vertraut sind. wer weiß, wer heute gehen muss, qua rentenaltererreichung? und dann gibt es ja noch ganz andere, die zu recht gehen mussten, vorzeitig.

jetzt kommt wieder dein einstiger „freund“ vom hessischen rundfunk.

ja, dieser jürgen emig. das sind menschen, die sich selber durch unredliches verhalten ins „aus“ spielen. (andere, zum beispiel emigs radfahrer von der tour de france, dürfen heute noch, bezahlt unredlich, weiterradeln.)

aber du meinst in diesem beitrag die anderen.

ich meine die, die besten wissens und gewissens (das nehme ich zumindest an) ihre arbeit tun, immer versuchen, redlich zu bleiben, auch wenn sie vieles anderes sehen und beleuchten, als ich es tun würde. das aber ist die vielfalt der stimmen.

du würdigst peter c. fischer als bestandteil der vielfalt der stimmen, die du als ehrlicher demokrat akzeptieren kannst.

so in etwa habe ich es gemeint. möge peter c. fischer meinen ansprüchen in jeder sendesekunde seines lebens genügt haben. – so! und jetzt wieder in den unsrigen alltag.

frage: willst du heute dein kleines miniradio wieder mitnehmen, ins schwimmbad? oder auf die autobahn?

welche autobahn?

na, die gesperrte da, diese A 40. im ruhrgebiet.

ist die jetzt auch in rente? davon weiß ich ja gar nichts.

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