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Seine Berichte und Gedichte über die Hauptversammlung der DEUTSCHEN BANK in Frankfurt beendet KLAUSENS

klau|s|ens, ist das nicht ein bisschen viel DEUTSCHE BANK hintereinander?

ich weiß, aber was soll ich tun? man muss ja dieses und jenes auch erzählen.

wirklich?

auf so einer HV (hauptversammlung) erlebt man ja viel.

was denn?

das fing damit an, dass ein anwalt, der für das ehepaar kirch spricht (leo kirch!), dr. franz enderle, die rechtmäßigkeit der versammlungsleitung anzweifelte. (antrag zur geschäftsordnung).

wer ist denn diese leitung?

das ist der herr dr. clemens börsig gewesen, der vorsitzende des aufsichtsrates. so ist es immer.

und? warum darf er nicht?

dieser anwalt sprach von einem verfahren, wonach schon das landgericht geurteilt hätte, dass börsig 2008 nicht korrekt zum aufsichtsratsvorsitzenden gewählt worden sei – und dass er deshalb heute auch nicht die HV leiten dürfe. (die letzte mündliche verhandlung war wohl am 18.5.2010, in dieser sache. vor dem OLG. das endgültige urteil dieser instanz steht noch aus.)

das sind ja pikante dinge.

es sind auch rituelle dinge, kämpfe. denn das kirch und DEUTSCHE BANK überquer sind, weiß man ja. äußerungen von einst haben dem kirch schwer geschadet. daraufhin brach sein imperium zusammen, sagt er. eine riesiges durcheinander …. das sich aber weiterzieht.

und was war nach dem antrag?

nach diesem antrag war die HV erst einmal aus ihrer bahn geworfen, weil über diesen antrag zur geschäftsordnung dann zu entscheiden war, bevor die HV eigentlich beginnen konnte. das kostet dann zeit.

aber der antrag wurde zurückgewiesen?

klar. das war ja klar: nur 0,43 % der anwesenden, vertretenen aktionärsstimmen sprachen sich dafür aus, dass herr börsig NICHT die versammlung leiten sollte.

dann ging also alles doch noch weiter?

sicher, alles geht seinen gang. aber rechtsanwalt michael bohndorf, der den geschäftsordnungsantrag von RA enderle unterstützte, berichtete noch pikante details über detekteien und bespitzelungen, die von der DEUTSCHEN BANK ausgegangen sein sollen. da fasst man sich mit den händen an den kopf. man weiß ja, wie die welt tickt. aber man ist dann doch immer wieder überrascht, wie „billig“ und wie „primitiv“ führende köpfe der wirtschaft sich da verhalten.

bohndorf wies dr. clemens börsig die schuld dafür zu?

so habe ich es verstanden, ja, ein ganz direkter angriff. börsig soll es veranlasst haben, das geheimdienstagieren via detektiv und co.  – und börsig wies daraufhin natürlich alles schön zurück. verrückte dinge treten einem da entgegen.

dann ist eine HV doch auch für etwas gut?

sicher: auch „kritische aktionäre“ treten auf, sprechen über die politik der DEUTSCHEN BANK und legen ihren finger in wunden. oder die organisation „urgewald“ (mit „d“!), die zweifach antrat, zur rede, und z.b. die finanzierung von nuklearprojekten durch die DEUTSCHE BANK anklagte. (auf der homepage von URGEWALD kann man sich die reden noch runterladen.)

dann wird also die DEUTSCHE BANK auf der HV vor aller welt angegangen?

genauso ist es. und natürlich muss die DEUTSCHE BANK sich verhalten, denn alle diese dinge können den ruf der bank beschädigen … und man muss sich inhaltlich oder taktisch aus der affaire ziehen.

tolle dinge geschehen.

nur dr. ackermann bleibt immer gelassen und freundlich. er strahlt eine fast schon geniale ruhe aus. dazu lacht er, geht sogar in der pause zum händeschütteln vor die bühne. der ist schon mit vielen wassern gewaschen. das dürfte ein wichtiger bestandteil seiner macht und seines erfolges sein.

und dann gab es ja noch kerzen!

richtig: es gab auch kerzen von menschen, die sich auch regelmäßig zu mahnwachen bei der deutschen bank versammeln. und die stehen dann mit kerzen auf der HV und halten ein transparent hoch: „nichts gelernt aus der krise“.  es ist eine gruppe um pater gregor böckermann, der auch selber sprach: INIATIVE ORDENSLEUTE FÜR DEN FRIEDEN. träger des aachener friedenspreises 2003. die sind bekannt für spektakuläre aktionen und zivilen ungehorsam. außerdem haben die allerlei gute vorschläge für die ordnung der wirtschaft..

die anderen aktionäre wollen aber immer nur geld und dividenden?

sicher: da sind dann die redner der aktionärsvereinigungen, und die langweilen einen mit den immer selben sprüchen, die nach mehr gewinn und höherer dividende schreien. – die welt ist ein irrenhaus. und auf einer HV der DEUTSCHEN BANK spiegelt sich das natürlich auch wider.

und deine gedichte?

unsere, zweitklausens, unsere: wir gehören ja auch zu dem irrenhaus namens „welt“: http://www.klausens.com/aktionaersgedichte-deutsche-bank.htm

und vergiss nicht das seriello: http://www.klausens.com/seriello-dr-josef-ackermann.htm

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An der DEUTSCHEN BANK und ihrer Hauptversammlung (HV) arbeitet sich KLAUSENS ab

klau|s|ens, die hauptversammlung also begann. jetzt erzähle doch mal was. vom 27.5.2010.

ich fand, es war weniger beeindruckend, als ich dachte.

was?

die inszenierung.

das kommt von der festhalle.

stimmt, die festhalle ist wunderschön, aber sie passt von innen nicht ganz zum superhochglanzgeldambiente, als welches man sich die DEUTSCHE BANK denkt.

die TELEKOM kam besser rüber?

ich denke: ja. aber was ist „besser“? alle haben eben diese riesigen projektionsflächen. aber die TELEKOM wirkte sehr modern, die DEUTSCHE BANK viel schlichter. zumindest vorne auf dem podium.

banken sind immer schlichter als telekommunikationsunternehmen. das bringt der zweck des geschäftes doch mit sich.

nein, nein, das „schlicht“ meint eben den gesamteindruck, wenn man die halle betritt und sich die projektionen im gesamtschauen von sitzen und halle und wirkung so anguckt.

dir kann man es nie recht machen!

zweitklausens, ich bin doch nur weltbeobachter. ich habe bisweilen nicht mehr mitzuteilen als mein beobachtungen. außerdem gibt es ja den geschäftsbericht …. und bei der DEUTSCHEN BANK ist der aufgeteilt in einen recht dünnen JAHRESBERICHT und einen dickeren FINANZBERICHT:

du hast doch aus einer sache ein REALGEDICHT gemacht?

das stimmt: REALGEDICHTE sind reale texte, die der weltdichter entdeckt, mit einer überschrift versieht und sie zum gedicht erklärt.

und bei der DEUTSCHEN BANK?

das war es dieses:

JAHRESBERICHT
– Realgedicht –

Krisen sind Stresstests in der Lebenswirklichkeit.

Stärken wie Schwächen von Unternehmen werden gleichermaßen offengelegt.

Überlebensmerkmale sind Weitsicht und Nachhaltigkeit sowie entschlossenes Handeln und die Fähigkeit zur schnellen Anpassung an den weltweiten Wandel.

Die Existenznotwendigkeit von leistungsfähigen Banken in einer modernen Wirtschaft steht außer Frage.

Aber ebenso gilt: Die Finanzwirtschaft muss auf Dauer ihren Beitrag zu Fortschritt und Wandel leisten.

Die Deutsche Bank ist gestärkt aus der Finanzkrise hervorgegangen; sie steht heute global besser da als zuvor.

Stärke erlaubt, Chancen zu ergreifen. Wir wollen Zukunftspotenziale zielstrebig erschließen und ambitioniert nutzen.

Das Fundament unseres Erfolgs besteht in einem bewährten Geschäftsmodell und einer Belegschaft, die große Kompetenz, breite Vielfalt und eine starke Leistungskultur auszeichnet.

Gestärkt in eine neue Zeit.

© Klau|s|ensĦķΩ7 Klau’s’ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens
Copyright für dieses Realgedicht, nicht für den verwandten Text: Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau*s*ens oder Klau§s§ens, LIVE geschrieben am 27.5.2010, Frankfurt, Messegelände, Festhalle, Hauptversammlung 2010 von der DEUTSCHEN BANK, gegen 9:00 Uhr, Festhalle, innen, schon sitzend. Um 10:00 Uhr geht es erst los. Den Jahresbericht lesend. – Dieses Realgedicht erfasst den Text auf der (vor)vorletzten Seite (Seite 72) des gedruckt vorliegenden Jahresberichts 2009: „Jahresbericht 2009 GESTÄRKT IN EINE NEUE ZEIT Leistung aus Leidenschaft“ – Es gibt gedruckt auch einen Finanzbericht, der aber um einiges dicker ist. Alles als PDF downzuloaden unter: http://www.db.com/ir/de/content/hauptversammlung.htm
– Das Gedicht erfasst die Sprache der Flosken und Hülsen, die zugleich die Corporate Identity ausmachen. Man kann so herrlich „formeln“ und so wundervoll „hülsen“ (jeweils Verb!). Vergleiche zur Politik sind erlaubt! – Missverständlich und grammatisch doppeldeutig ist im Übrigen: „einer Belegschaft, die große Kompetenz, breite Vielfalt und eine starke Leistungskultur auszeichnet.“ Die Belegschaft zeichnet also aus, sie zeichnet „sich“ nicht aus.

seltsam, seltsam!

gewiss! die welt ist voller seltsamkeiten und unverständlichen dingen. siehe auch: http://www.klausens.com/aktionaersgedichte-deutsche-bank.htm

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