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Um seinen Künstlernachlass sorgt sich KLAUSENS

ach, klau|s|ens, du machst dir sorgen um deinen nachlass?

ja, was soll werden, wenn ich nicht mehr bin?

legst du deshalb so viel im internet ab?

ja, denn was da ist, ist erst mal da, bis die server abgeschaltet werden.

wann ist das der fall?

das wissen nur die, die alles vom untergang der welt wissen. – oder die vom kölner stadtarchiv, wenn alles wegsackt und einbricht und dahinstürzt.

das bist du nicht? so ein wisser?

nein!

wo also warst du wegen und für deinen nachlass?

ich besuchte ein symposium, welches sich colloquium nannte, aber als „kolloquium“ dann modern mit „k“ geschrieben wurde.

war es da spannend?

leider: nein. es wurde nur gesagt, was jeder sagt, wenn es ums aufheben geht.

was?

man muss alles aufheben. das werk selbst und alles zum leben des künstlers / der künstlerin.

einschränkungen?

aber das intime darf nicht jeder einsehen. das intime nur manche. vielleicht nur die forscher.

aha: klassisches archivverhalten. geheim, geheim – so soll es sein!

ERSTES VOLLKOMMEN VERGESSENES INOFFIZIELLES KÜNSTLER-ARCHIVGEDICHT

Was da ist, ist da.
Was bleibt, bleibt.
Was keiner kennt, keiner kennt.
Was verbrennt, ist sowieso wieder weggerennt.
Was man vergaß, wohl nicht richtig so richtig saß.
– Wo bloß nur das Archivgedicht jetzt wieder war?!
Ach, lass! Pack‘ dich lieber an die eig’ne Nas‘!

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen oder Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau(s)ens oder KlauARCHIVsARCHIVens, am 10.5.2009, Sonntag, Königswinter-Oberdollendorf.

das gedicht ist aber nicht von jenem freitag, dem 8.5.?

nein, das gedicht ist von heute. zu diesem zähen freitag habe ich allerdings auch gedichte geschrieben. (siehe: http://www.klausens.com/klausens-und-das…)

warum?

man muss sich doch beschäftigen!

aber sie haben doch gesprochen.

aber sie sagten dinge, die jeder weiß: dafür brauche ich kein colloquium. „wenn es nass ist, muss es unbedingt trocken werden“ – oder: „wenn es trocken ist, soll es trocken bleiben.“ … solcherlei sätze kennt jeder. es gibt tausende von wahrheiten, die jeder weiß, vom arbeiter bis zum funktionär – dazu brauche ich kein colloquium. ich habe einst mal eine extra homepage-site begonnen, zu diesem was-jeder-weiß-aspekt: NUR GUTE TIPPS. http://www.klausens.com/nur-gute-tipps.h…

dennoch warst du fasziniert?! von dem colloquium, welches sich kolloquium nannte?

ja, es ist immer wieder faszinierend, leute reden zu sehen und zu hören, die sich selber als verwalter der kunst und kultur deutschlands ansehen.

und dann?

dann sagen sie so wichtiges wie: „man muss alles aufheben! auch die steuerunterlagen!“ aber kaum mehr. dennoch werden alle nacheinander etwas (eher unwichtiges) äußern, weil es die rituale solcher treffen vorsehen.

und dann?

dann fragt man sich: was soll das alles? womit verdienen diese menschen ihr geld? was zeichnet die denn aus? warum haben sie alle feste stellen mit guten gehältern? jeder student könnte das erbringen, was sie gerade da vorne erbringen. – usw. usf.

und dann?

dann fragt man sich zudem: und die sollen nun meinen nachlass verwalten? oder darüber entscheiden?

wieso?

sie wirken so ideenlos und unspiriert. ihnen fällt kaum etwas ein. (und künstler sitzen gar auch noch dabei!) – dennoch setzen sie sich in tollster besetzung immer wieder und wieder zusammen. monat für monat. jahr um jahr. immer in neuen konstellationen. und die versammlungstitel wählen sie so, dass es jeder schon merkt, dass es eigentlich an vielem fehlt:

Künstlernachlässe und Öffentlichkeit. Konzepte und Perspektiven

Programm

14.00 Uhr

Begrüßung
Dr. Gabriele Uelsberg, Direktorin des LVR-LandesMuseums Bonn

Einführung und Vorstellung der Podiumsrunde
Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann, Rheinisches Archiv für Künstlernachlässe, Bonn

Erfahrungsberichte
Prof. Dr. Anne-Marie Bonnet, Kunsthistorisches Institut der Universität Bonn
Prof. Jo Enzweiler, Künstler, Institut für aktuelle Kunst, Saarlouis
Eberhard Garnatz, Kunstsammler, Köln
Prof. Dr. Günter Herzog, Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels e.V., Köln
(Dr. Birgit Jooss, Deutsches Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg – ERKRANKT, NICHT ANWESEND)
Dr. Ludwig Krapf, Kulturdezernent der Stadt Bonn
Dr. Karin Lingl, Stiftung Kunstfonds, Bonn
Prof. H.-G. Prager, Bildhauer, Köln
Herbert Remmert, Galerie Remmert & Barth, Düsseldorf

16.00 – 16.30 Uhr

Kaffeepause

16.30 Uhr

Zusammenfassung und Vorstellung der Expertenrunde
Dr. Hans M. Schmidt, Rheinisches Archiv für Künstlernachlässe, Bonn

Expertengespräch
Margarete Bolza-Greis, Künstlerin und Nachlasshalterin
Dr. Ina Ewers-Schultz, Forum für Künstlernachlässe, Hamburg
Dieter Horký, Bundesverband Bildender Künstler e.V., Köln
Dr. Camilla G. Kaul, LETTER Stiftung, Köln
Walter von Lom, Architekturforum Rheinland e.V., Köln
Prof. Dr. Gerhard Pfennig, VG Bild-Kunst / Stiftung Kunstfonds, Bonn
Dr. Norbert Schlossmacher, Leiter des Stadtarchivs Bonn
Dr. Gabriele Uelsberg, LVR-LandesMuseum Bonn

Schlusswort
Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann

18.30 Uhr

Ausstellungseröffnung
Daniel Schütz, Leiter des Rheinischen Archivs für Künstlernachlässe, Bonn

Stiftung
Rheinisches Archiv für Künstlernachlässe
Floßweg 55
53179 Bonn
Tel.: 0228 / 93299935
Fax: 0228 / 93299936

E-Mail: kontakt [ÄTT] rak-bonn.de
http://www.rak-bonn.de

sie wollten sich wahrscheinlich mal in bonn treffen. und dieses RHEINISCHE ARCHIV FÜR KÜNSTLERNACHLÄSSE, das muss sich ja auch mal öffentlich zeigen. und dann holt man sich die leute eben zusammen, man „kolloquiert“ – und dann ist der name präsent, zumal künstler wie klau|s|ens und zweitklausens nachher noch in ihrem blog(g) davon schreiben, weil sie nicht wissen, wo sie sich auslassen können, bei all dem nachlassen.

und du? außer zitaten, die keiner versteht?

ich mache weiter kunst, jenseits aller nachlässe, weil ich nicht nachlassen will:

KLAUSENS und das KOLLOQUIUM KÜNSTLERNACHLÄSSE – Live-Gedichte
http://www.klausens.com/klausens-und-das…

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Nochmals vom Diskutantenstadel „Status Quo Vadis?“ in Bonn berichtet KLAUSENS

klau|s|ens, nochmals zu „STATUS QUO VADIS?“

ja, weil der titel schon sagt, was nachher kam: eigentlich nichts.

wofür sind solche veranstaltungen denn da?

du meinst diese tagungen, symposien, sitzungen, treffen, kongresse, panels, diskussionen, foren und wie sie alle heißen?

ja, was soll es?

man muss sich zeigen. wer sich nicht zeigt, geht unter. alle buhlen um aufmerksamkeit, geld und macht. wer schweigt, wird niedergetrampelt.

und wer wollte sich zeigen?

ich denke die museen, die jetzt doppelt angst um das geld haben, weil es der privatwirtschaft so schlecht geht. dann muss man sich zeigen, damit die staatlichen gelder wenigstens noch fließen. (das wort „public-private-sponsorship“ war in bonn gestern und vorgestern so inflationär, dass man daran hätte arm werden können.)

so also läuft’s!?

ja, ja: man bastelt sich also eine veranstaltung. und los geht’s.

und dann?

dann wird diskutiert, ohne zu diskutieren.

inwiefern?

alles ist nicht wirklich. alles ist oberfläche. jeder weiß es, es ist wie ein gut einstudiertes spiel: man bietet an die 20 experten und expertinnen auf, verteilt die auf 4 „themenschwerpunkte“, baut dann jeweils 2 impulsreferate hinzu – und fertig ist schon alles. (außerdem sind berg und fleck ja jeweils neu als direktoren in bonn – kunstmuseum und bundeskunsthalle -, da muss man auch ein markzeichen des „neuen“ setzen.)

was kommt dabei raus?

wenig – denn viele reden nur ein paar sätze, dafür bekommen die dann tagungsgeld, hotel und essen … und reisen wieder ab.

und sie sagen nichts?

entweder sie haben zu wenig zeit (also nicht eigene schuld), oder sie wollen nicht anecken, oder es ist schon alles gesagt. außerdem ist ja keine wahrhafte diskussionsatmosphäre. man redet gerne aneinander vorbei. und falls es mal wirklich spannend werden könnte, ist das panel schon vorbei, es kommt die pause und dann ein neues.

alles ohne tieferen sinn?

also: wenn man so die dinge konzipiert, dann kann nichts weiter herauskommen, als eine fortsetzung der sitzungskarawane. (dabei könnte man herrlich über museen und alles was damit zusammenhängt, diskutieren: visionär, tiefsinnig, gesellschaftsbefragend, kulturradikal. … könnte!)

was soll es dann?

ich sagte doch: man muss sich zeigen. immer wieder muss man sich zeigen, weil andere sich auch zeigen. alle wollen wahrgenommen werden, alle kämpfen um gelder und pfründe. „wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.“ … und die zahl der museen ist so rasant gestiegen! sie konkurrieren, auch um das interesse der welt. der markt wird immer enger. NRW ist museumsübervoll.

„museumsübervoll“? – und was ist mit den vielen nichtkunstmuseen?

da müsste man doch erst einmal drüber reden: wo laufen da die trennungslinien, z.B. zu einem museum der zoologie wie „museum alexander könig“ oder einem fossilmuseum wie in neandertal-mettmann etc. – ich fange jetzt gar nicht erst an, weil ich nicht in einem blogg-eintrag alles das nachholen kann, was auf einem solchen symposium nie beabsichtigt wird!

was denn dann?

das sich-bemerkbar-machen ist es. – aber: wahrhaft neue erkenntnis ist aber offenbar nicht wahrwirklich vorgesehen!

und dann machen die da und dort dennoch solche veranstaltungen?

aber ja: sie treffen sich immer wieder gleich in neuer besetzung (da und dort) wieder. sie kennen sich über einige solcher diskussionen hinweg. über jahre schon. man läuft sich immer wieder in die wege, schätzt sich ein, grüßt sich, mag sich, verachtet sich. und so funktioniert ja alles. bonn, berlin, wien, london, bad sulzach. überall.

und du?

ich langweile mich, weil nichts kommt. man kann auch morgens in der zeitung lesen „suhrkamp zieht nach berlin“ und schon mit so einer schnell erhaschten schlagzeile auf so einer veranstaltung überaus gut bestehen.

du hättest also mit nur einer schlagzeile im kopf gut bestehen können?

ich sowieso. aber ich bin kein maßstab. selbst du, zweitklausens, hättest dort bestehen können.

das ist traurig. – und metzger und optikerinnen würden auch nicht anders debattieren?

im kern wohl nicht. man stellt sich immer viel zu viel darunter vor: kunstszene / kulturszene. das ist genauso hohl wie andere bäume im deutschen bürokratenwald.

und das geld? unser steuergeld?

ja, ja, aber es sind gelder des landes NRW hineingeflossen, in die veranstaltung dieser veranstaltung. am 5.2. und 6.2.2009 zu bonn.

was war denn gestern auffällig?

der lobende beitrag von regina wyrwoll über ein museum in tillburg. ein hymnischer beitrag. „de pont“ heißt es. (sie sprach noch am pointiertesten, zumindest gestern.)

und nun?

nun fahren alle multiplikatoren brav und bald in dieses museum, um sich dieses neue vorbild anzuschauen. (wenn sie nicht schon da waren!)

was bezweckte wyrwoll damit?

vielleicht genau das. (ich denke noch über deren tiefere absicht nach!) – das museum hat im übrigen nur zwei festangestellte mitarbeiter: den direktor und den kurator. und alles ist anders, alles ist neu. und da die museumslandschaft beständig an ihrer eigenen langweile kaputtzugehen droht, und die gelder weniger fließen werden, ist natürlich alles neue per se schon neu.

ach, wie die welt doch einfach ist. warum warst du überhaupt da?

ich wollte genau das studieren. und man muss ja die ganzen akteure und akteurinnen kennen. sie einfach beobachten. ihr auftreten bewerten. alles das.

dann war die ganze sache für dich nur deshalb interessant?

für viele andere wohl auch: es war wie ein fernsehfilm: grosse-brockhoff sich erhebend sehen, berg als sich duckend beobachten, metzel polternd erleben, steinfeld als feinsinnenden sich anschauen, brunnet als den sich-ehrlich-gebenden betrachten. alles das.

aber für die kunst kam wenig raus?

ich denke, dass meine fast 55 bis 60 LIVE-gedichte doch einiges an ertrag sind. (ich muss sie noch zählen! und abtippen, nach und nach.)

wenn du meinst … die teilnehmerliste wäre doch auch noch gut für eines deiner realgedichte, klau|s|ens.

ja, ja, aber es gab zwei absagen … und eine „nachnominierung“, die ich hier unten noch gar nicht aufgeführt habe:

Teilnehmer:

Philipp Blom (Autor, Wien)
Bruno Brunnet (Galerist, Berlin)
Bogomir Ecker (Künstler, Düsseldorf)
Michael Fehr (Universität der Künste, Berlin)
Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff
(Kulturstaatssekretär NRW, Düsseldorf)
Max Hollein (Museumsdirektor, Frankfurt)
Ludwig Krapf (Kulturdezernent Bonn)
Pius Knüsel (Direktor der Pro Helvetia, Zürich)
Olaf Metzel (Künstler, München)
Gerhard Pfennig (VG Bild-Kunst, Bonn)
Michael Samak (Saatchi & Saatchi, Frankfurt)
Ulrich Sauerwein (luxoom Medienprojekte, Berlin)
Klaus Albrecht Schröder (Museumsdirektor, Wien)
Andreas Siekmann (Künstler, Berlin)
Norbert Sievers (Kulturpolitische Gesellschaft, Bonn)
Thomas Steinfeld (Feuilletonchef Süddeutsche Zeitung,
München)
Britta Steilmann (Unternehmerin, Ratingen) ABGESAGT
Susanne Titz (Museumsdirektorin, Mönchengladbach)
Hortensia Völckers (Bundeskulturstiftung, Halle) ABGESAGT
Andreas Wiesand
(Europäisches Institut für vergleichende
Kulturforschung, Bonn)
Regina Wyrwoll
(Generalsekretärin Kunststiftung NRW, Düsseldorf)

siehe auch: http://www.klausens.com/klausens-bei-sta…
und: http://www.klausens.com/seriello-olaf-me…

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Beim Symposium „STATUS QUO VADIS?“ ist auch KLAUSENS

na, klau|s|ens, sie tagen wieder!

in deutschland wird ununterbrochen getagt. du musst nur einmal in den großen tageszeitungen nachlesen, was da alles wo und wie angekündigt wird.

und worum geht es beim „STATUS QUO VADIS?“ in bonn?

es geht um die kunst und um das geld.

wie soll ich das verstehen?

das geld ist knapp, das geld wird knapper.

aha!

entweder es kommt vom staat oder von privaten mäzenen.

oho!

letztere sparen, der staat spart auch, während er sich verschuldet – und die kunst weint.

die kunst?

die kultur!

die kultur?

was meinst du? wieso deine fragezeichen?

ich denke alle reden viel, und jeder ist möglichst ungenau.

ist es so?

man wundert sich immer, wie viele menschen reden, ohne dass sie wirklich tief und substantiell von den dingen reden. ohne richtig nachzudenken. ohne den grund.

findest du?

aber ja – das finde ich. jeder erzählt aus seiner welt, schildert kaum verhohlen seine geld-begehrlichkeiten … aber die dinge von oben zu beschauen, das schaffen nur wenige.

wem traust du es am ehesten zu?

nach dem ersten tag? thomas steinfeld, dem feuilletonmann von der SZ.

meinst du wirklich?

„meinen“? – ich habe keine meinung, weil „kunst und kultur“ per se ein meinungsbrei ist.

aber der herr grosse-bockhoff redete doch auch!

ja, er sprach als NRW-staatssekretär und vertrat die staatsseite – und er wollte eine philippika reden.

war es so?

grosse-brockhoff griff etwas an: museumsmann stephan berg (direktor kunstmuseum bonn) will 80 % geld für eine neue große kunstsache 2010 – und grosse-brockhoff meinte, ein drittel vom staat müsse auch reichen. er solle sich den rest woanders holen. nicht immer alles vom staat!

80 versus 33,3PERIODE3?

ja, das ist kunst: es treffen unterschiedliche subventionswünsche aufeinander, mitten in einem symposium, der eine schluckt, der ander spuckt – und dann sind wir wieder mitten in der kulturlosigkeit.

du fandest vieles fade?

du nicht? kunst machen und kunst verwalten sind eben zwei dinge.

IMPULSREFERATE

Impulsreferate wirken sich zu
Selten auf den Puls
Aus
Diesem Grund brauchen wir
Impulsgedichte
Diese werden nass gemacht und
Dann einfach um das Handgelenk gelegt

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau=s=ens oder Klau?s?ens oder Klau$s$ens, LIVE, am 5.2.2009, Donnerstag, gegen 18:25 Uhr, Kunstmuseum Bonn, bei „STATUS QUO VADIS?“, mit gestern u.a. Olaf Metzel, Stefan Gronert, Stephan Berg, Christina Végh, Ludwig Krapf (Begrüßung), Bruno Brunnet, Thomas Steinfeld, Andreas Wiesand, Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff

oder:

NORMALER MUSEUMSRUNDGANG

Mist hängt
An der Wand
Doch keiner
Der Künstler
Hatte ein
Happening
Angekündigt

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau$s$ens oder Klau€s€ens oder Klau?s?ens, LIVE, 5.2.2009, Donnerstag, Kunstmuseum Bonn, STATUS QUO VADIS?, es redet Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, gegen 18:45 Uhr

siehe auch: http://www.klausens.com/klausens-bei-status-quo-vadis.htm
und: http://www.klausens.com/seriello-olaf-metzel.htm

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KLAUSENS erneut zum AWD-Erfolgskongress 2008 in Düsseldorf im ISS Dome

ach,  klau|s|ens, was kommt denn noch? schon der dritte eintrag zu diesem erfolgskongress!

ich dachte, bestimmte ereignisse sind auch wirklich nachdrücklich zu dokumentieren. man will ja strukturen erkennen, gesetze erschließen.

das erinnert mich an dein eigenes weltereignis.

welches denn?

der EINTAGESROMAN, den du am 8.8.2008 geschrieben hast. http://www.klausens.com/eintagesroman.ht…

den haben wir zusammen geschrieben, zweitklausens.

vielleicht – aber er ist welthistorisch doch etwas einmaliges. – ein erfolg besonderer art.

es stimmt – wir selber hätten auf dem erfolgskongress von unserem EINTAGESROMAN erzählen sollen. klau|s|ens erneut zum ADW-erfolgskongress 2008 in düsseldorf – http://www.klausens.com

klau|s|ens, was kommt denn noch? schon der dritte eintrag zu diesem erfolgskongress!

ich dachte, bestimmte ereignisse sind auch wirklich nachdrücklich zu dokumentieren. man will ja strukturen erkennen, gesetze erschließen.

das erinnert mich an dein eigenes weltereignis.

welches denn?

der EINTAGESROMAN, den du am 8.8.2008 geschrieben hast. http://www.klausens.com/eintagesroman.ht…

den haben wir zusammen geschrieben, zweitklausens.

vielleicht – aber er ist welthistorisch doch etwas einmaliges. – ein erfolg besonderer art.

es stimmt – wir selber hätten auf dem erfolgskongress von unserem EINTAGESROMAN erzählen sollen. http://www.klausens.com/eintagesroman.ht…

ich denke, der erfolg dieses romans erklärt sich von selbst und aus sich selbst heraus.

dann hätte ihn carsten maschmeyer von der AWD holding aber doch zeigen können.

zeigte er ihn nicht?

nein, er zeigte 8 andere erfolgsbücher.

muss man diese gelesen haben?

offenbar nicht – denn maschmeyer verwies ja darauf in seinem verdichtungsvortrag, weil er doch alle erfolgsbücher gelesen hat.

hat er das denn? alle?

offenbar hat er den EINTAGESROMAN vergessen. http://www.klausens.com/eintagesroman.ht…

das werfen wir ihm nicht vor.

nein, nein, bücher und texte sind ja wie schall und rauch.

und kongresse und reden ja auch.

deshalb haben wir uns auch entschlossen, unsere LIVE-gedichte zu diesem kongress ins netz zu stellen.
http://www.klausens.com/awd_erfolgskongr…

das stimmt – aber wir müssen diese erst noch nach und nach abtippen. eine mühsame arbeit.

das gehört bei den erfolgreichen einfach zum tagewerk dazu.

was denn?

FLEISS, TU WAS, DURCHHALTEVERMÖGEN, DER GLAUBE AN SICH SELBST, DIE VISION, DIE POWER, — UND: DIE UNBEDINGTE RÜCKSICHTSLOSIGKEIT IN ALLEM UND AN ALLEM …

dann verzichte ich aufs bücherkriegen.

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Der Schein des Erfolges auf dem AWD-Erfolgskongress und KLAUSENS

klau|s|ens, du bist immer noch beim erfolgskongress?

aber ja doch, bill clinton vergisst man nicht über nacht.

und sonst?

es ging ja um erfolg, und das ist ja ein konstrukt, der „erfolg“.

wieso?

weil man erst mal klären muss, welchen erfolg worin, und wobei, und wozu – es gibt das geld, die liebe, das leben, die familie, die nachbarschaft, die politik, vereine, die kirche, macht, soziale beziehungen, freunde … wo soll denn erfolg liegen?

überall!

ach so: und dann?

wie – und dann?

wie definiert sich denn „erfolg“.

das verstehe ich nicht.

ich kann 6000 untergebene haben und deshalb „erfolgreich“ sein … wegen der menge der menschen, die unter mir dienen. – ich kann aber auch erfolgreich sein, wenn ich nur 3 mitarbeiter und mitarbeiterinnen habe, und es gibt keinen chef, und alle mögen sich. demokratie und liebe.

dir geht es um die qualitäten.

aber ja doch.

und der kongress?

da werden dann einfache dinge präsentiert. der (nette und gewandte) ballonfahrer piccard spricht von den winden, denen man ausgeliefert ist …

kann man also gar nichts machen?

… aber man kann den ballon in andere höhen bringen und dadurch andere winde suchen.

es sind immer solche schlichten bilder?

aber ja doch. und es sind ja bilder von ereignissen, die funktionierten.

inwiefern?

die leute, die mit ihren ballons oder ballonen abgestürzt sind … die kommen ja nicht zu so einem erfolgskongress.

eben.

es wird aber immer die these vertreten, dass das verhalten der erfolgreichen genau das richtige war.

steve fosset ist doch auch ein erfolgreicher, diese multimillionär oder -milliardär.

eben, WAR! – der ist jetzt tot, mit dem flugzeug abgestürzt, und seine knochen hat man wohl nun gefunden.

erfolg und erfolg.

es gibt den erfolg, der glücklich endete, und den misserfolg. aber der misserfolg ist natürlich nicht in düsseldorf gewesen. tote sowieso nicht. die werden aber bei erfolgskongressen gar nicht erwähnt: alle diese abenteurer, die jämmerlich umgekommen sind.

und maske?

er erzählte brav seine geschichte, kärtlein für kärtlein – und das war irgendwie nett.

und diese beiden trainer, dieser ruhlender und diese matschnig?

die machen ganz einfache dinge. die holen sich eine zahl, ein faktum, einen mini-grundsatz, eine gängige halbwissenschaftliche untersuchung („25% der männer haben bei einem kongress sexuelle phantasien, denen sie nachhängen … und hören gar nicht zu“) und spielen mit dem so, dass er dir im kopf hängenbleibt. parolen. schlicht. klar. griffig. dazu leute aus dem publikum ranholen, die sich unwohl fühlen und erröten. und die menge darf sich daran ergötzen.

also gar nichts aufregendes?

überhaupt nicht. entertainment. als man dann noch atze schröder, den comedy-star sah, wusste man, dass ruhleder und matschnig und schröder irgendwie dasselbe machen. es sind formeln, parolen, pressemeldungen, die leicht kombiniert werden und eigentlich nur dem entertainment dienen.

bliebe noch rürup?

der tat sich durch eine lockere leichtigkeit des witzes hervor, wodurch er der „wissenschaft“ sympathie einholen konnte, bei diesem publikum, welches im tagewerk mehr mit der schnellen mark befasst ist.

die christiansen?

war noch nie mein fall. das geld hätte man sich sparen können.

und maschmeyer? der vorstandsvorsitzende von dieser AWD Gruppe, oder was?

AWD holding AG. sitz: hannover. AWD platz 1.

eigene adresse? mit dem eigenen namen?

das sagt doch schon, welche beziehungsgeflechte zum staat und zur stadt existieren.

das ist wirklich erfolg!

in welcher kategorie?

des genannt werdens!

O.K. – also: maschmeyer selbst redete zum schluss, also als letzter vor paul potts, dem sänger, aber auch noch vor der verlosung dieses autos.

was sagte maschmeyer denn?

er sagte, er wolle nun alles, was er vom erfolg wusste, auf 10 regeln verdichten.

die essenz der bücher?

genau das. und ich dachte immer, er ist ein anderer dieter bohlen.

wieso anderer?

nun maschmeyer wirkt etwas hölzerner, agiert ja auch in einem anderen umfeld. er ist etwas umständlicher, nimmt den mund etwas weniger voll. aber er betont auch immer seine einfache herkunft. er macht alles „einfach“. er reduziert. – zudem lief er früher im seltsamen outfit herum, mit löckchen, golduhren, und alledem. er ist irgendwie ein seltsames unikum. er könnte auch eine diskothek geleitet haben, vom typus.

maschmeyer ist aber erfolgreich.

eben. er ist erfolgreich bezogen auf wirtschaftliche macht und vermögen und so. außerdem ist er wohl freund von schröder (gewesen?) und nun von wulff. aber „freund“ ist ein wort wie „erfolg“: man muss es erst befragen.

hatte maschmeyer denn nun die großen ideen?

anfangs dachte ich: er erzählt schlicht und einfach von sich und seinem leben. das war nett und interessant. obwohl er auch komische dinge sagte, z.B. über seine mutter, die mich stutzen ließen.

und dann?

aber der vortrag verlor immer mehr an kurve. es waren einfache powerpointbilder, simple botschaften, billige pädagogik. und es waren worte wie FLEISS dabei oder TU ES oder DURCHHALTEN – also alles dinge, die man wirklich überall liest und hört. die 10 PUNKTE des erfolgs. oder 10 REGELN. oder 10 GESETZE. oder 10 GEBOTE. es war alles kar. und ist auch klar.

nur?

maschmeyer musste noch die finanzdienstleistungen ins spiel bringen und sprach dann von der RICHTIGEN BRANCHE.

auch ein gebot?

ja, ja, eines der ZEHN. also: das hat mich nicht überzeugt. – ich wusste das alles ja sowieso vorher, obwohl ich nicht die 2000 bücher über erfolg las.

es ist also alles einfach?

auf dem papier ist immer alles einfach. die 2000 bücher über erfolg schreiben auch immer dasselbe. immer anders gerührt. die frage ist doch nur: was für ein typ bist du? willst du deine ellenbogen benutzen? setzt du dich durch, indem du andere unterbügelst? es tauchen eine fülle von neuen fragen auf.

ist das nicht normal?

doch, doch, aber so ein kongress soll ja hochpowern. unter anderem die ganzen AWD-leute, die da beratend durch die welt laufen. du musst die leute ja anstacheln, damit sie alle geldreserven herbeizaubern und so dem AWD seinen reichtum mehren.

aber du hast es genossen?

ich genieße es immer, in fremden welten zu wildern und deren mentalitäten zu verstehen. oder auch nicht zu verstehen.

das auto? die verlosung?

ja, ja, das schicke auto als inkarnation des erfolges. ganz wie in den amerikanischen serien. das wurde verlost. es gab einen lauten aufschrei im publikum irgendwo oben, wo der sieger saß, dessen namen und handynummer ich mir aufgeschrieben habe. – und dann sang paul potts.

3 lieder?

3 lieder! dann gab es rührung und standing ovations und wir durften nach hause.

und ist der erfolg gewiss?

aber ja doch: ein paar tage lang hält die droge an, bis man sich wieder der besinnung zuwendet.

und maschmeyer?

wechselte kärtchen um kärtchen, wo alles draufstand, was er sagen wollte. kärtchen um kärtchen.

dann wäre das also der schlüssel zum erfolg?

maske hatte auch kärtchen.

na also!

beide kärtchenwechsler wirkten aber etwas unbeholfen. aber piccard und ruhleder und matschnig und schröder und potts allesamt brauchten kärtchen nicht. die sprachen frei und munter.

vielleicht weil die schon einen offenen sportwagen besitzen. vielleicht ja das.

so wie wir.

welchen denn?

wir beide, zweitklausens, besitzen den „sportwagen“ des erfolges.

was?

du musst auch im übertragenen sinn denken: wir rasen in einem sportwagen, der erfolg heißt.

ach so, ach so. dankeschön. du könntest und solltest auch auf solchen kongressen reden. dann könntest du auch deine homepagesites vorführen, per beamer.

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ULRICH PELTZER in KLAUSENS Gedichten

klau|s|ens, du wirst noch von der literatur gefressen.

wir, zweitklausens, wir!

nach bitburg kam dann düsseldorf – und genau der ulrich peltzer aus krefeld, von dem du auch gestern schriebst, der war dann ja auch gestern in duesseldorf.

ich musste hin!

ich auch!

und wieder haben wir geschrieben!

und wieder ist ein großer schriftsteller verstorben.

wer denn noch?

tschingis aitmatow, allerdings nicht parallel zur preisverleihung an peltzer, sondern parallel zur lesung von peltzer am tag nach der preisverleihung.

mir ist der ganze literaturbetrieb zu komplex.

fandest du es nicht schön?

was?

… dass auf der bolkerstraße in düsseldorf sich die menschen in der schwülen luft umtrieben und an tausenden fernsehern dort in der altstadt die europameisterschaft guckten und sich die biere hineinschlangen, in diese leiber?

du stellst fragen! wir wissen doch, dass die verschiedensten welten nebeneinander existieren können. – das publikum bei der lesung sah jedenfalls ganz anders aus, als jenes dort draußen.

hubert winkels sprach mit peltzer – und der las auch etwas, aus seinem neuen buch „teil der lösung“.

war es schön?

ist es nicht schön, wenn man einen sohn der eigenen stadt wiedertrifft … und der ist berühmt ???

und du?

und du? antworte doch du!

mir reicht es doch schon, wenn ich in KÜRSCHNERS DEUTSCHER LITERATUR-KALENDER komme. ausgabe 2008/2009. alles andere … nun ja. die dinge harren. und wir der dinge.

du solltest noch mehr gedichte schreiben!

zusätzlich zu allem anderen, zweitklausens?

aber ja, klau|s|ens, das würde uns erfreuen.

ich schrieb auch zu ulrich peltzer meine gedichte.

wo finde ich die?

zweitklausens, du schreibst doch immer mit, wo wir beide doch …

… zwei personen in einer sind, ich weiß, klau|s|ens. ich wäre aber lieber eine multiple persönlichkeit.

mit unserem welteinfluss als regionalkünstler und unserem regionaleinfluss als weltkünstler sind wir nicht nur eine multiple persönlichkeit, sondern wir sind als multiple persönlichkeit auch noch multiple. wir sind also multiple multiple persönlichkeiten.

schön!

lies erst die gedichte unter http://www.klausens.com/klausens_und_ulrich_peltzer.htm
dann reden wir weiter!

vielleicht eines vorab?

OK, wenn du magst:

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Niemand
Hat etwas
Zu sagen

Copyright Klau|s|ens = Klausens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klausens oder Klau:s:ens oder Klau_s_ens, LIVE, am 10.6.2008, Dienstag, Heinrich-Heine-Haus Düsseldorf, Bolkerstr. 53, bei der Lesung von Ulrich Peltzer bzw. beim Gespräch von Ulrich Peltzer mit Hubert Winkels.

und das soll eines deiner LIVE-gedichte sein, klau|s|ens?
entsprechend deiner LIVE-DICHTEN-THEORIE? ist es nicht zu karg?

das gedicht trifft auf die diskussion der beiden, die vorne saßen. meine gedichte entstehen parallel. sie müssen nicht lang sein, um treffend zu sein.

ich verstehe.

etwas von mir: „ein dichter sagte andauernd ‚ich verstehe‘, um dem unverständnis der welt etwas von sicherheit zu geben: es war ihm ein akt der reinsten humanität.

und das verstehe ich auch, klau|s|ens. – wenigstens deine zitate sind unübertroffen!

unsere, zweitklausens. unsere !!!

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und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
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