Schlagwort-Archive: ermordung

klau|s|ens beklagt angesichts des moskau-attentats auf boris nemzow das regelrechte “abtöten” jeglicher opposition – www.klausens.com

klau|s|ens, man will es nicht hören und nicht sehen.

die gegner russlands haben immer alles zu fürchten und zu befürchten.

was für ein staat soll das sein?

es gibt unterschiedliche stufen, wie man opposition behandelt, prinzipiell … und konkret … in russland.

was wäre eine untere stufe?

schmähungen, beleidigungen, mobbing … also deutlich mehr als die „gute“ sachliche kritik.

und was käme dann?

ach ja: es gibt so vieles: drohen, erpressen, mal zuschlagen, richtig verprügeln, böse medikamente, die wohnung wegnehmen, den arbeitsplatz aufkuendigen lassen, und … und … und … (die geheimdienste spielen ja auf allen klaviaturen.)

und dann?

es geht hin bis zum tod, zum töten, zum morden: du kannst jemanden erschießen, du kannst ein gift besorgen, du kannst zu viel herzmedikamentenzeugs spritzen, du kannst jemand radioaktiv bestrahlen … und … und …

in welchem land lebt man?

das ist genau die große frage: wo findet was wie oft statt? in mexiko? in kenia? in nordkorea? in deutschland?

in russland verdammt oft bzw. auch im ausland, wenn die leute im exil weggetötet werden.

eben, deshalb macht mir russland angst.

sind andere besser? andere länder?

vielleicht sagen wir „weniger schlimm“, also das ausmaß dessen, was erlaubt und ist … und dessen, was nachher nicht durch demokratische prozesse wenigstens halbwegs noch aufgeklärt und gebrandmarkt werden kann … da sehe ich doch noch unterschiede.

russland isoliert sich ja in der welt!

das ist das nächste an allem: direkte nachbarn ängstigen sich mehr und mehr und mehr. wozu kann das gut sein?

wie ticken die köpfe der autokraten um herrn putin herum? wie tickt er selber?

mit der armbanduhr kann man bestimmt auch töten: eine zeit einstellen … und dann WUMMS.

auch drohnen werden kommen, zum töten, drohnen.

in moskau wurde nun gegen den aufrechten demokraten boris nemzow von hinten geschossen, ganz klassisch noch.

das hilft ihm auch nichts. er ist dennoch tot!

ich weiß: niemandem hilft das. und russland hilft es erst recht nichts, wenn alle oppositionellen fertiggemacht werden. so macht sich ein staat selber kaputt … aber die herrschenden kapieren es ja nicht. (diese herrschenden müssen allein deshalb schon weg!)

ich bin so wütend. – man weiß gar nicht, wo man sich lassen soll, wenn man diese dinge hört und sieht.

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Zur „Sammelzone“ beim John-Demjanjuk-Prozess in München

klau|s|ens, der demjanjuk-prozess macht derzeit pause, wegen erkrankung des angeklagten.

das mag sein.

er geht erst am 21.12. wohl weiter.

das mag sein.

was willst du dann heute?

zweitklausens, ich will auf dieses schild hinweisen. siehe unten.

warum?

weil in diesem schild der deutsche geist oder ungeist kristallisiert ist.

inwiefern?

schau doch: es geht um die shoah … und es kommen sogar in persona überlebende opfer des NS-schreckenssystems … oder zumindest die kinder und / oder andere anverwandte der opfer … und …

und ja?

dann stellen die so ein schild auf … im landgericht.

ich dachte, das schild wäre eine kunstaktion.

dachtest du?

ja.

also: ich denke, das schild zeigt den ungeist der justizverwaltung in bayern, zumindest den der verantwortlichen für den prozess oder die abwicklung des  prozesses.

„sammelzone“ … das hört sich ja schrecklich an.

genau, und dann noch bei so einem prozess.

wie unsensibel kann man denn sein?

genau – geht es noch schlimmer und noch mehr? dann noch die farbwahl!

man denkt, jetzt steht da noch ein zug … und dann werden menschen in diesen hineingeschlagen.

ja, das war auch mein erster gedanke.

und so ein schild gibt es in münchen im landgericht.

ja, man kann es kaum glauben … für manche erkenntnisse braucht man gar nicht tagelang einen prozess zu beobachten oder 1000 bücher lesen.

für manche erkenntnisse reicht schon ein schild.

wir haben es aufmerksam beobachtet.

und die journalisten und journalistinnen vor ort mögen diesem schild alle einen extra artikel oder beitrag oder kommentar widmen.

schande über solche justiz-verantwortliche.

das nimmt einem allen glauben an den rechtsstaat.

ich meine: wer solche schilder herstellt oder bastelt oder aufstellt, möge mit freiheitsstrafe nicht unter 1933 jahre(n) bestraft werden.

ja, über das „sammelzonenschildaufstellungsverhinderungsgesetz“.

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Zur Münchener Enge beim Demjanjuk-Prozess schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, der auftakt des demjanjuk-prozesses in münchen muss für presse und besucher „der horror“ gewesen sein. (man entschuldige das wort in diesem zusammenhang!)

wegen der thematik?

das sowieso – aber allein schon die organisation.

was war denn?

die waren engst eingepfercht und kamen gar nicht rein. manche sollen 4 stunden draußen gestanden haben, eng, ohne platz, angstvoll.

das war in münchen?

sicher, und es waren auch noch nachkommen der opfer dabei, angehörige, die als nebenkläger auftreten.

das ist ja vollkommen unwürdig!

eben: man hat bayern oft seltsam in sinn: obrigkeitsstaatlich, eng, autoritär, schwarz, rechts, polizeibesessen.

und so scheint es jetzt wahr zu werden.

genau: denn das landgericht steht zwar in münchen, aber die justizverwaltung gehört ja zum land.

dann hat bayern aller welt gezeigt, wie die deutschen sind.

ja, die deutschen sind unfähig, weil sie unflexibel sind. sie können nicht mit einer besonderen situation umgehen.

welche denn?

dass es 300 voranmeldungen gab, allein von der presse – ich weiß gar nicht, ob die alle akkreditiert wurden.

und?

der gerichtssaal ist viel kleiner.

ist das so?

sicher – und dann gibt es ja noch 25 nebenkläger, da sind nicht nur die anwälte da, sondern auch die nebenkläger selbst.

und die mussten alle dann eingeklemmt anstehen?

aber ja – ich habe davon gehört und gesehen: ich finde das unglaublich.

so zeigt sich deutschland in aller welt?

aber ja: man hat fast den eindruck, hier war ein theaterregisseur wie schlingensief aktiv: er wollte einfach noch einen resthauch von angst und panik vermitteln, um noch einen resthauch des schreckens an die wartenden da, vor dem prozess, weiterzugeben.

was du immer denkst!

ich denke immer schräg und quer und geradeaus. dennoch: bayern hat sich total disqualifiziert.

vielleicht haben sie es auch extra gemacht, damit nicht alle von den wohlorganisierten deutschen reden … und von der todesmaschinerie, die nur so in deutschland durchgeführt werden konnte: sauber, geplant, ordentlich, minutiös. – widerlich!

ach, wenn es doch nur etwas davon stimmte. im kern ist es ein versagender obrigkeitsstaatlicher, dümmlicher apparat, der immer dann versagt, wenn dieser apparat neu gefordert wird. man erinnert sich voller wut an alle diktaturen der welt. sie funbktionieren, aber immer falsch, und immer gegen die menschen.

eine schande war das gestern jedenfalls.

eine große schande – und man kann es keinem journalisten verwehren, dazu die entsprechenden worte über das „deutsche wesen“ zu finden.

wobei es sich doch gestern so ineffizient zeigte. vielleicht müsste man sich auch darüber freuen, angesichts unserer grausam-perfekten geschichtsperformance.

wenn aber selbst alte menschen, KZ-überlebende, durch das eingepferchtsein in münchen am landgericht verhöhnt werden? kann das noch irgendwie gut sein?

nein, nein: schande über bayern und seinen justizapparat.

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Zum Prozess-Advent von John Demjanjuk schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, heute ist der erste advent. von advenire. adveniat. er wird kommen.

morgen kommt der erste tag im prozess gegen john demjanjuk; einen, der im KZ sobibor an den fürchterlichsten NS-verbrechen beteiligt gewesen sein soll. als wachmann.

und das drücken deine 2 kunstfotos aus?

ich denke, diese fotos versuchen, den schrecken von einst und die heut-erwartung auf erlösung irgendwie zu kombinieren. es ist sinnlos, ich weiß!

hörst du die schreie der toten? was soll da die religion noch ausrichten? jemals?

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KLAUSENS sieht Mannheimer Mahnmal zur Judenverfolgung und deren Vernichtung

klau|s|ens, du warst in mannheim?

muss nicht jeder einmal in mannheim gewesen sein?

was fiel dir auf?

ich war früher schon mal da – aber jetzt war es ähnlich: breite straßen, viel kriegszerstörung, ein beeindruckendes schloss als hauptsitz der universität, viel shopping. eine kirche, die an den berliner dom erinnerte. ein paar häuser, in den gut professoren wohnen hätten können. der wassertum. die achsen. viele autos, wegen der breiten straßen. husch, husch, husch.

so einfach, so schnell?

man hat nur wenig zeit, sieht kurz die innenstadt, vorher die popakademie – und das wars.

und was noch? die „söhne mannheims“? die nicht?

nein, eher: der aufzug zum turmcafé „stars“ und der großartige blick auf den paradeplatz. new-york-gefühl. in aller höhe.

mehr nicht?

ach, zweitklausens, nerve mich doch nicht so: mir fällt immer sehr, sehr viel auf. auch wenn ich nur minuten wo bin. aber ich will jetzt nicht alles erwähnen. es würde vielleicht langweilen.

nichts besonderes?

doch, doch, ich gehe auf der straße P2 (die haben ja schachbrettstraßensystem). und da ist der glaskubus, inmitten von all den hellen und großen kaufgeschäften, irgendwo inmitten, da sehe ich es: das „Denkmal für die vertriebenen und ermordeten Mannheimer Juden, Jochen Kitzbihler, 2003“ bzw. ich sehe einen kubus, und die spiegelverkehrten namen, das glas, das licht, und denke: es wird ein denkmal oder mahnmal sein, um an die deportierten juden zu erinnern.

version 1:
Jochen Kitzbihler konzipierte einen transparenten, leicht gekippten Glaskubus, in dessen Seiten von innen die Namen der Opfer spiegelverkehrt eingraviert sind. Der unzugängliche, aber einsehbare leere Raum mitten im geschäftigen Treiben der City macht den Verlust augenfällig. Das Lesen der spiegelschriftlichen Namen erfordert Anstrengung, wie das Gedenken an die Opfer ohne Anstrengung nicht zu haben ist – und doch werden die Schatten der Namenszüge in der Gegenwart präsent, auf dem Boden lesbar, wenn Licht durch die Glaswände fällt. Im Dunkeln bildet der Kubus ein Leuchtzeichen, das an das einstige Leuchten jüdischen Lebens und jüdischer Kultur in Mannheim gemahnt.

version 2:
Seit seiner Enthüllung im November 2003 wird das Stadtbild in den Mannheimer Planken durch den Glaskubus vor P 2 bereichert. In leichter Schrägstellung auf den Mittelpunkt des Paradeplatzes ausgerichtet, ist es unübersehbar und doch transparent, lädt ein zum Verweilen und zum Erkunden seiner Bedeutung. Häufig umstehen ihn Neugierige: Die eng mit Text beschriebenen Seitenflächen werden begutachtet und umrätselt. Ein erster Eindruck ist oft Verunsicherung, da die Schrift, nach außen hin spiegelverkehrt angebracht, nur im „Durchblick“ lesbar wird. Es handelt sich um die Namen von mehr als zweitausendvierhundert Menschen. Eine im Straßenpflaster eingelassene Tafel erläutert, dass es sich um die Namen der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus in Mannheim handelt.

und jetzt?

jetzt kommen die namen: wir gedenken derer jetzt hier im blog(g). alle namen! hier im blog(g)! jetzt! wir setzen so ein weiteres kleines zeichen.

fandest du die denn im internet? die namen?

nein. leider nicht.

dann wirst du sie alle in mannheim abschreiben müssen. vom kubus.

da steht mir ja noch ein wichtiges projekt bevor.

ich fang schon mal an: ELISABETH ELSA LEVI, das kann ich z.b. lesen, auf deinem foto schon.

und ich lese: BABETTE FERNHEIMER.

das sind schon mal zwei namen gegen das vergessen. du schriebst ja auch vorgestern darüber.

das hatte ich schon wieder vergessen.

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