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klau|s|ens erschrickt beim kreuzverhör der zeugin im oscar-pistorius-prozess an tag 1 – www.klausens.com

klau|s|ens, das war ja schrecklich.

ja, man konnte es kaum mitansehen und -anhören. man sah den anwalt von pistorius, barry roux, und hörte die zeugin michell bzw. michelle burger. (man liest beide schreibungen.) – ein kreuzverhör.

es soll drei stunden gedauert haben.

so kann man jeden menschen auseinandernehmen.

darum ging es dem anwalt: die glaubwürdigkeit der zeugin (eine nachbarin von pistorius) zu zerstören.

dann wird jedes wort zerhackt, jeder satz neu zusammengesetzt, wieder und wieder wird nachgefragt und nachgebohrt.

waren es drei oder vier schüsse, war der schrei vor dem ersten schuss oder vor dem zweiten? oder waren es mehrere schreie? dauerten die noch nach dem dritten schuss an? nein? wirklich? Sie haben aber gesagt … bei der polizei haben Sie aber gesagt … nun sind es vier schüsse. und wie laut waren die schreie? waren es schreie? war es nicht ein schrei? bitte antworten Sie auf meine frage. was? haben Sie nicht eben gesagt, dass … ? wie viele schüsse wollen Sie denn nun gehört haben? und da soll es schon zu einem schrei gekommen sein? waren es nicht schreie? und danach? nach dem schuss? wie lange dauerten die an? ein anderer zeuge hat aber gesagt … das wollen Sie nicht gehört haben? usw. usf. – man könnt es endlos spinnen.

die zeugen müssen sich vor so einem kreuzverhör also eine geschichte zurechtlegen, die in sich 100 % stimmt. (dabei ist der zweifel teil der zeugenschaft.)

wenn man so verhört wird, dann ist man als zeuge fast selber wie ein angeklagter. dann muss man sich auf die aussage richtig gut vorbereiten.

dann darf man nicht (mehr) als mensch mit allen zweifeln und widersprüchen sprechen.

nein, das darf man offenbar nicht. was ich gestern LIVE sah und hörte, und es war ja nur ein kurzer ausschnitt, das ließ mich doch erzittern. (man sollte eine schauspielausbildung absolvieren, bevor man sich irgendwo und irgendwie als zeuge zur verfügung stellt. sonst macht die gegenpartei dich zur schnecke.)

man kann jeden menschen zerlegen, indem man jede silbe und jedes blatt im wind hinterfragt.

eben: was? sie haben den kühlschrank geöffnet? wann haben Sie denn den kühlschrank geöffnet? ach, das wissen Sie nicht? vor dem untergang der titanic oder nach dem untergang? ach, was war denn drin? schnitzel? bei der polizei sprachen sie von steak. aha, Sie wissen es nicht… usw. usf.

die idee des kreuzverhörs ist das zerlegen der gegenseite.

in der praxis studieren dann sowohl der angeklagte als auch alle zeugen eine story ein, die in sich schlüssig sein muss.

und dann üben alle vor dem prozess x-mal, dass auch alles stimmig ist, und machen 1000 rollenspiele vom kreuzverhör. die anwälte und staatsanwälte werden darauf drängen: „bitte, frau müller-kobenstein, bitte üben Sie nochmals und nochmals!“

michell(e) burger blieb als zeugin bemerkenswert ruhig.

und der anwalt bohrte und bohrte und bohrte.

wenn so der prozess ist und sein wird, der oscar-pistorius-prozess, dann fragt man sich, ob es wirklich noch um eine „wahrheit“ gehen kann.

als zeuge oder zeugin da auszusagen, das kann man eigentlich niemandem empfehlen.

eben: am ende muss es ja zumindest einen widerspruch geben. denn jede menschliche erinnerung ist mit einem und mehreren widersprüchen behaftet. per se.

wir schrieben noch ein LIVE-GEDICHT:

FADING AWAY

The scream after
The shot was a
Voice in between
The shots I want
To know what
You remember the
Shots I heard
The could-scream
Of a last shot

LIVE GEDICHTET, zur Fernsehübertragung bei BBC, am Montag, 3.3.2014, gegen 13:22 und 23 Uhr, MEWZ, Königswinter, bzw. 14:22/23 Local Time Pretoria. Die Zeugin Michelle bzw. Michell (bei CNN stand Michell ohne e) wird von Barry Roux, Anwalt von Oscar Pistorius, befragt. Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder KlauZEUGEsZEUGEens oder Klau§s§ens.

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Street View am Tag 1 von Google zu Deutschland spielt KLAUSENS

klau|s|ens, das ködern beginnt. heute ist tag 1 von google street view in deutschland. erste motive sind da.

durch den kick des spielens und rumspielens sollen wir dann doch gefallen finden.

das bundeskanzleramt kommt einem seltsam fremd daher.

das ist teil der idee: man erkennt keine details und richtig echt sieht es auch nicht aus.

und dann?

man kann es drehen und wenden. dann hat man dich „gepackt“. auch du wirst ein verfechter von street view, weil es ja „nicht so gefährlich“ ist. es ist ein spiel. nur ein spiel am computer. und außerdem: spion spielen wir doch auch noch alle gern.

hey! ich kann frau merkel beim essen eines fruchtjoghurts von der firma …

was? wo?

nein, spaß! wir sollen doch spielen. sie haben leider den fruchtjoghurt gelöscht. auch das chiffre auf dem aktendeckel, den man leider auch nicht erkennen kann.

aber bald! aber bald! aber bald wird man vieles erkennen können.

die zahl der privatdetekteien wird auch zunehmen. das schafft ja jeder nun: gucken, erspähen, erkennen, schlussfolgern.

ABSTURZ EINES
ZUVOR ANSTÄNDIGEN

Ich sehe dich,
Und du wohl mich.

Deine Fassade ist im
Übrigen immer wieder widerlich.

Nur mein Wissen allzeit reinlich bleibt,
Wenn sich ’n Gangster seine Hände

An ’nem Mäuslein reibt, was seinen
Computer dann zu dem Vergehen treibt:

Gucken, schauen, alles wissen,
Wie die Schlimmsten in die Hecken pissen.

Huch: Der Monitor jetzo mahnet dich
An Googles neu’sten Wüterich:

Das ekelige Street-View-Ich!

Klausens, 2.11.2010, zum ersten Deutschland-Nutzungstag von Google Street View.

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

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