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klau|s|ens erkennt weihnachten und märchen und fantasy als eines – www.klausens.com

klau|s|ens, weihnachten war ein märchen.

wie kommst du darauf?

sie haben so viele filme angekündigt, die als märchen daherkamen, alles zu weihnachten.

aber es gibt dann auch mal bibelthemen und pharaonen.

gewiss, auch noch wenige krimis. (aber krimis gibt es ja immer.)

… und allerlei an fantasy. man weiß gar nicht mehr, wo die grenzen verlaufen. fiktion? wahrheit? religion? traum?

märchen war absolut der renner. auch im radio: märchen.

ich denke, dass die realität der programme der medien nun doch die weihnachtsgeschichte aus der bibel mit einem märchen gleichsetzt.

es ist das faktisch an allem: etwas jesus und viel cinderella, dann noch der hobbit dazu. außerdem millionen weihnachtsmänner oder santas bis ins unendliche. eine einzige soße.

so wird die religion auch zu einem märchen.

weihnachten ist nicht nur schön wegen der geschichte selbst, die schon so märchenhaft daherkommt …

… nein, sondern auch, weil alles über weihnachten mit X märchen und fantasysachen noch flankiert wird.

damit enthebt unsere mediale realität weihnachten seines status als begründung einer religion (christentum) … sondern verklärt weihnachten zu einem märchen unter 1000 anderen.

dort ist es der verarmte prinz … und hier der arme sohn gottes, des königs der könige … also auch ein prinz.

so funktioniert zeitgeschichte und geschichte der zeit.

wurde uns immer schon eine etwas seltsame geschichte als wahr verkauft, weil es ja jesus unbedingt als gottes sohn geben muss, so hebt nun die wirklichkeit der medien diesen wahrheitsanspruch allmählich wieder auf.

auch jesus in krippe und stall muss (und soll) also als reines märchen verstanden werden. qua faktizität der vielen filme, die man über weihnachten so ausstrahlt.

leider ist das jesus-happy-end derzeit noch etwas anders gestrickt als in klassischen märchen.

am ende ist alles zugleich religion, märchen, fantasy … und die menschliche phantasie eine große suppe, aus der man sich im dezember so wunderschön bedienen kann.

alles entspricht sehnsüchten und wünschen und irrealitäten und träumen.

die modernen medien haben die religion entzaubert und sie mit dem rentier zu einer neuen einheit zusammengebrüht.

… und schon wird an neuen geschichten gestrickt und gehämmert.

TENDENZ: SANTA CLAUS TEIL 214 TRIFFT AUF JESUS-SAGA TEIL 124 UND ELFEN-STORY TEIL 325.

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Zu Wolfgang Hohlbein hat KLAUSENS noch einen Nachtrag

klau|s|ens, du hast noch etwas vergessen? zu wolfgang hohlbein?

zum einen die LIVE-zeichnung. (siehe unten) wir machen ja öfters mal eine LIVE-zeichnung. http://www.klausens.com/klausens-live-zeichnungen.htm

während der lesung?

manchmal während, manchmal davor.

und diesmal davor?

gewiss, aber hohlbein war schon da, schaute schon mal nach dem mikrophon, wurde befragt, saß sichtbar in der halboffenen cafeteria im literaturhaus köln. am 30.3.2011. insofern wurde LIVE zu seiner anwesenheit gezeichnet.

und nachher die LIVE-gedichte?

gewiss, als dann die veranstaltung begann, begannen wir LIVE zu dichten: http://www.klausens.com/klausens-und-wolfgang-hohlbein.htm

und was machen wir nun damit? und die menschen insgesamt? die welt?

reflektieren! verarbeiten! die welt erkennen! – übrigens: gestern war hohlbein in einer talkshow.

bei bettina böttinger. WDR.

da hat er dann wieder über dinge gesprochen, die ihn wohl kennzeichen.

was denn?

a) er scheint ein workoholiker im schreiben zu sein.
b) er betont immer, dass seine „arbeit“ das ist, was er am liebsten macht, weshalb es dann keine arbeit ist.
c) er versteht nicht / bedauert, dass er nicht in den feuilletons besprochen wird.
d) geld ist für ihn nur bedingt wichtig. eher als sicherheit, damit er immer schön schreiben kann.

das also ist die welt des wolfgang hohlbein.

ein teil. aber: wie er dann erzählte, dass er oft gerade im urlaub die besten ideen bekommt und dann quasi ins schreiben abtaucht, da wurde mir klar …

ja?

… dass die welt des schreibens ein kokon ist, der ihn vor dem dürren und kalten und sinnlosen realen leben schützt. eigentlich ist das schreiben ein nichtlebenwollen im schnöde-realen.

das ist der kern der literatur. man schreibt und entfernt sich so (vermeintlich) aus der realen welt, nicht nur als science-fantasy-fiction-autor, sondern das passiert allen autoren und autorinnen. auch den eher real orientierten.

und dann?

dann kommt ins schreiben genau diese welt immer so oder so wieder rein. denn das schreiben ist ja nur eine verarbeitung des selber erlebten, auch wenn es nur durch medien indirekt erlebt ist, weil man es im fernsehen sah. alles wird verwurstet. auch wenn man denkt, man sei von allen äußeren einflüssen „frei“. die reale welt ist also auch beim schreiben beständig da.

dann ist reales leben und nichtreales leben des schreibens dann doch eines?

am ende ist beides real, denn das reale leben ist (scheint?) real … und das geschriebene leben ist ja auch real. das schreiben des irrealen ist real. das ausgedachte ist real. auch wenn es ausgedacht ist, ist das ausgedachte real.

dann ist alles so oder so real?

ich denke, alles ist real und auch irreal zugleich. traum und fiction und scheinrealität und „realität“ überlagern sich immer und immer wieder.

und was dann?

am ende kommt der tod. das war’s dann. ob mit dem schreiberkokon oder ohne. nach dem tod wird’s irgendwie anders. wer weiß, ob wir dann noch die fähigkeit haben, die „realität“ wahrzunehmen und zu versprachlichen.

haben wir nicht?

keiner weiß es. aber wie soll ein flüchtiges atom, welches mal ein teil von dir und deinem ego war, auf einmal schreiben können? und sprechen? das ist doch ein witz!

wie genau du alles weißt. und dass aus deiner seele ein flüchtiges atom wird. warum schreibst du nicht bücher wie hohlbein?

mein kokon ist vielleicht am ende doch ein etwas anderer. aber science fiction ist mir nicht fremd. (siehe HULSK. http://www.klausens.com/hulsk-kurzumroman.htm ) die wahrheit allerdings auch nicht. nimm allein unser LIVE-dichten. – aber generell: das schreiben ist mein heim in unwirtlicher welt. da ist gewiss etwas wahres dran. da sind hohlbein und ich uns ähnlich.

und wurdest du nicht in krefeld geboren, wo hohlbein aufwuchs?

was hat das denn damit zu tun?!

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Auf den Autor Wolfgang Hohlbein trifft KLAUSENS

klau|s|ens, wolfgang hohlbein?

ja, er verkauft millionen bücher.

heißt das was?

ich höre mir alles an, ziehe mir alles rein. man sollte doch offen sein. jeder lese, was er mag. außerdem lese ich alles durcheinander, quer durch alle schablonen und schubladen.

was ist mit hohlbein?

er las im literaturhaus.

zu köln?

genau dort las er, aus seinem neuesten werk: infinity.

du hast ihn „angehört“.

ich denke, alles, was auf papier steht, ist literatur. egal, ob U-literatur oder E-literatur, die grenzen verschwimmen sowieso. und man sollte immer offen sein. offen wie ein scheunentor. ich bin also für die scheunentorliteratur.

dann las er also, während du wieder mal deine gedichte schriebst?

gewiss, ich schrieb wieder LIVE-gedichte, zweitklausens. also: wir beide schrieben LIVE-gedichte, weil wir beide doch eine person sind.
http://www.klausens.com/klausens-und-wolfgang-hohlbein.htm

LIVE-gedichte zu fantasy? oder science-fiction? oder jener mischung daraus?

unsere LIVE-gedichte entstehen immer zu dem und aus dem, wobei sie entstehen. sie mischen raum, zeit, gelegenheit und natürlich den autor, wolfgang hohlbein, in seiner art vorzutragen.

daraus entsteht dann kunst nach der kunst.

gewiss. auch hohlbein ist nun weitergetragen worden, in eine andere sphäre der literatur. war er vorher noch nicht literatur, so wird er es nun sicher sein. dank uns!

du tust große werke für die welt, klau|s|ens. auch große werke für hohlbein. ich sehe schon alle statuen für dich. auf jedem marktplatz in deutschland.

ich weiß. aber der mann ist aus krefeld.

dort geboren?

nein, nein, geboren wohl in weimar, aber aufgewachsen in krefeld. jetzt wohnt er in oder bei neuss.

kamst du nicht auch daher? aus krefeld?

du doch auch, zweitklausens!

das ist aber schön: krefeld! ach ja: krefeld!

krefeld eröffnet immer wieder tore und türen, wovon / wozu / wonach man es vorher nie gedacht hätte.

hast du denn schon einmal ein buch von hohlbein gelesen?

ehrlich gesagt nicht, aber jetzt habe ich ihn ja gehört, selber aus einem eigenen buch lesend.

und nun?

nun habe ich einen willen und eine vorstellung von dem ganzen. ich habe eine hohlbein-idee.

und?

ich habe verzweifelt auf elfen gewartet, die nicht kamen. wegen „fantasy“.

schade. selbst deine bescheidenen erwartungen wurde nicht zu 100 % belohnt.

aber doch zu 99 %. das dann doch.

hohlbein soll überaus viele bücher davon verkaufen.

da ist er uns deutlich voraus. und unsere gedichte werden das dann noch mehr beflügeln. seinen verkauf also. wir befördern indirekt seinen verkauf. wir weihen ihn! wir beflügeln ihn!

beflügeln? das erinnert mich dann doch wieder an eine elfe.

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