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klau|s|ens sieht immer noch die frau(en) als ausgenutztes marketing-dumpf-objekt neben den autos bei der IAA – www.klausens.com

klau|s|ens, ist es nicht erschütternd?

doch, es ist. es ändert sich nichts.

wenn es den sexismus des verkaufens gibt, dann doch bei den autos. bei der IAA aktuell mal wieder in frankfurt.

immer wieder stehen da und posieren sehr aufgemachte und ziemlich aufgemotzte frauen neben den autos und lächeln, lächeln, lächeln.

das eine ist, dass es immer noch und wieder frauen gibt, die sich dafür hergeben.

ja, ein unendlicher strom vom einst „jungen mädchen“, der so auf einen „aufstieg“ in irgendeine welt von glitzer und blingbling und erfolg hofft. sie lassen sich zum objekt machen. passiv, ausgesaugt, entseelt.

noch schlimmer aber die (männer von der) automobilindustrie, die das weiter und weiter so machen. die diese frauen einkaufen und ausnutzen.

sie saugen die frauen aus. sie stellen deren körper und das kalte autoblech oder kühle autopressplastik gleich.

sie beuten gutaussehende und auf gutaussehend zurechtgemachte (meist jüngere) frauen aus, um zu verkaufen.

dass es das noch gibt?! 2013?!

dass das nicht ausstirbt! oder dass sie wenigstens gleich viel männer und frauen neben die autos stellen. wenn schon sexismus, dann doch für beide geschlechter gleich!

aber niemand regt sich. niemand regt sich mehr auf, scheint es. trotz feminismus und femen: alles bleibt gleich.

ganz so ist es aber doch nicht.

nein?

nein, denn im fußball und sport allgemein, da galt immer zuerst der mann.

und nun?

nun gilt auch die frau: a) als stadionbesucherin und sporthallenbesucherin … und b) als käuferin von merchandising-quatsch und kalendern mit halbnackten fußballern und  c) als sportmoderatorin. gerade der sender „sport1“ hat sehr viele frauen rekrutiert, die (zudem noch) alle schick und flott und schön aussehen sollen/müssen, gewiss, die aber allesamt wirklich was im hirn haben und nicht nur rumstehen, sondern aktiv und klug ihre sendungen gestalten. herr wontorra schickte seine eigene tochter laura nun ins sport1-gefecht.

da hat sich also was geändert.

ja, da sind die frauen aus dem blödchen-status herausgetreten, im sport, im fußball.

nein, die sender wissen, dass sie kompetente frauen brauchen, weil sich im sport die männerdominanz langsam wegwandelt.

sport ist für uns alle da!

endlich könnte man sagen: endlich!

aber autos sind nur für männer da. und die frauen sind nur blöd und sehen gut aus, sagen aber kein wort … stehen aber dümmlich und brav neben oder am auto, bisweilen auch mal drauf.

eine ganze erotikindustrie lebt von der kombi auto und frau bzw. halbnackte bzw. nackte frau samt auto. oder auch motorrad und dann eine frau darauf, sich räkelnd, nackt natürlich. oder fast nackt. blech und stahl und weiblicher körper als eine einheit.

so also ist die welt.

sie ist veraltet und überkommen. die autos werden immer moderner, fahren bald ganz allein (fahrerlos) durch die welt.

aber der sexismus ist derselbe wie schon seit jahrhunderten.

und niemand schreit! keine frau empört sich auf dem messegelände der IAA in frankfurt, die ja derzeit noch andauert. 

andauern? ich will diese messe und deren standbetreiber „bedauern“. so!

tja, du bist ja auch ein mann. da spielt sich empörung viel leichter!

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Kunstfotos statt Nacktfotos will KLAUSENS nun auf der Bild-Zeitung

klau|s|ens, die bild will nicht mehr nackt.

doch, doch, wohl nur nicht auf seite 1 – so habe ich es verstanden.

diese armen frauen!

man hat es nie begriffen: warum immer nur frauen? warum nicht wenigstens eine frau und auch ein mann. als ob die bild nur von männern gelesen würde. als ob die frauen kein recht hätten, auch mal nackte männer zu sehen.

sexismus pur. nur nackte frauen, aber keine nackten männer.

die welt ist voller sexismus pur. die meisten produkte werden über und mit frauen verkauft, gerne sexistisch aufgemotzt.

was meinst du?

nimm alleine automessen und autoshows. immer: auto und frau. das auto wird über den körper der frau verkauft. (und die motorräder auch.)das schlimme dabei: die frauen machen das auch noch mit!

dabei tun die leute von der „bild“ so klug. so umsatzklug. so wandelbar. so flexibel. die „bild“ ist immer zeitgeist – so tun sie.

man weiß nicht, was „die bild“ will und soll. sie ist von A bis Z widersprüchlich. aber die bild-zeitung kennt keine würde der frau. sie kennt auch nicht die würde des menschen. die bild-zeitung benutzt nur, wie es ihr gefällt.

sie haben aber diese fotos auf seite 1 nun abgeschafft.

vielleicht wollten die dem druck ihrer neuen werbe-ikone alice schwarzer entgegenkommen. alice schwarzer und die bildzeitung: beide seiten sind nur unglaubwürdig!

das foto von seite 1 als nackte frau ist aber nun weg.

ich weiß es nicht, weil ich die bildzeitung nicht kaufe.

lesen aber doch!

wenn sie wo liegt, lese ich sie gerne. gewiss. man ergötzt sich an der art der manipulation. gäbe es die STASI (offziell zumindest) noch, sie müssten jeden tag „die bild“ lesen, um davon zu lernen. aber die geheime rest-STASI sollte auch „die bild“ lesen. alle geheimdienste dieser welt sollten „die bild“ lesen müssen. es geht immer um manipulation.

im guten? im schlechten?

wendung: ich schlage vor, die bild-zeitung soll nun kunstfotos auf die seite 1 setzen.

tust du das, klau|s|ens?

ja, zweitklausens, es lebe die kunst!

eine schöne idee. sexismus auf eine subtile weise. eine wirklich schöne idee! (aber warum wieder nur frauen?)

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Über die übergroße Anteilnahme am Tod von Robert Enke denkt KLAUSENS nach

klau|s|ens, was ist nur los?

man könnte denken, dass ganz deutschland weint.

vor den fernsehkameras in hannover brechen immer wieder neue leute in weinen aus, die den mann robert enke nur aus dem stadion oder aus den medien kannten!

ja, sie weinen dennoch.

das ist doch seltsam.

es liegt nicht an der person robert enke allein.

woran denn noch?

robert enke passt in die gefühle der menschen, zumal im november.

sie nehmen sich robert enke für ihre eigenen gefühle.

genau das: alles an last und sorgen wird in robert enke verlegt. indem ich um robert enke weine, kann ich meine eigenen gefühle über das leben und die welt besser bewältigen.

der november ist eine dunkle und melancholische jahreszeit.

eben – es wird dunkler und dunkler. die nächte werden länger, die tage kürzer. dazu dann diese oft nasskalte atmosphäre. da werden viele menschen trüb.

und dann kommt robert enke.

genau. nun ist der tod dieses redlichen menschen ein ventil für all das aufgestaute an november, an depression, an leid, an problemen und sorgen.

so sind früher heilige entstanden.

das ist zu vermuten: bestimmte personen „sammeln“ alle gefühle, die herumschwirren … und diese person wird dann zum kristallisationspunkt des ganzen.

nur so kannst du dir das erklären?

aber ja. es soll 5% in der bevölkerung geben, die mehr oder minder schwer depressiv sind. also: dann kämest du auf 4 millionen mindestens in deutschland.

und?

alle diese personen haben noch bekannte und verwandte, die um diese depressiven menschen sich wiederum sorgen machen.

so werden es immer mehr?

mehr und mehr. dann nimm alle kranken prinzipiell hinzu. enke wäre auch ein stellvertreter für „die kranken“ oder „das kranke“, welches ja immer auch zusatzbedingung „des gesunden“ ist.

ohne krankheit gäbe es die idee von gesundheit nicht!

siehste! – und dann nimm alle mit schulden oder liebeskummer oder arbeitslosigkeit oder alle, die ein verbrechen begangen haben. alle, die sich schlecht verhalten. alle, die etwas bereuen.

dann komme ich auf viele millionen, vielleicht bald die ganze bundesrepublik.

genau so. so konnte es passieren, dass nun dieser robert enke so sehr betrauert wird. das ist in dieser dimension bislang selten geschehen.

dann noch der selbstmord.

nein, nein, es ist nicht nur der selbstmord, sondern das überraschende daran.

wieso?

es scheint so, dass niemand davon wusste.

niemand?

doch, doch, seine frau teresa und der befreundete psychotherapeut dr. valentin markser.

andere?

das wissen wir nicht. aber die fußballer und der verein und alle, die ihn vom fußball kannten, die waren wohl alle sehr überrascht.

dann geht es also auch um den schock?

der schock besteht darin, dass jemand anders ist, als er erscheint.

inwiefern?

niemand hatte sich auch nur in ansätzen überlegt, dass dieser profi durch und durch depressionen hat.

warum nur?

er hat davon nichts gesagt … und: offenbar auch nichts gezeigt.

das war doch besonders an seinem abschiedsbrief.

kennst du ihn? den brief?

nein, aber indirekt hat gestern der arzt valentin markser daraus vorgetragen. er meinte, robert habe sich bei der familie und den ihn behandelnden dafür entschuldigt, dass er sie getäuscht habe, über seinen wahren zustand, damit er den selbstmord ungestört planen könne.

da ist der kern: dieses streben nach selbstmord. diese große kraft. aber man kann sie nicht recht verstehen.

zumal enke nicht dauerhaft depressiv gewesen sein soll, also nicht klassisch endogen, sondern eher in schüben.

ja, da waren diese schübe, wir wissen nicht, wann und wie oft. aber zumindest zwei große schübe müssen es gewesen sein.

seit 2003.

und dann muss dieser gedanke an selbstmord immer wieder da gewesen sein, allerdings latent.

das wissen wir nicht.

nein, aber latent: davon sprach der arzt.

und dann?

dann muss sich dieser wunsch so stark gemacht haben, dass er sich weigerte in eine stationäre behandlung zu gehen, sogar noch am tag der selbsttötung – oder war es der tag davor? – dann noch einen arzt anruft und sagt, er käme nicht.

und dann hat er gesagt, es wäre besser geworden.

er hat auch da gelogen, mit dem ziel, den selbstmord auszuführen. so scheint es, nach dem brief.

dann hat dieser robert enke gespielt?

er hat allen etwas vorgespielt, gewiss.

und was ist daran falsch?

er musste spielen, um seine karriere nicht zu gefährden, gewiss. denn wäre er jetzt stationär eingeliefert worden, dann wäre er aus der WM 2010 wohl „raus“ gewesen.

das wollte er nicht.

das kann man doch verstehen.

sicher, aber im nachhinein.

so sagte es auch seine frau: ihm war der fußball alles, und er hatte angst, dass man die adoptivtochter verlieren könne, wenn er mit depressionen bekannt würde.

aber das resultat?

das resultat ist sein tod. und seine frau sprach von „wahnsinn“. aber nicht, dass er „wahnsinnig“ war, sondern, dass es wahnsinn ist, so zu denken, man müsse sich verstellen, wenn man dann das resultat sieht: den suicid.

man kann daraus aber auch folgern, dass man einen suicid nicht immer aufhalten kann.

auch das ist richtig: seine frau hat offenbar überaus viel für ihren mann getan, seit jahren. (und beide zusammen hatten ja auch die trauer um die verstorbene tochter zu bewältigen.)

aber auch das konnte nichts an der selbsttötung ändern. all der einsatz, all die liebe. die todessucht hat über alle menschlichen beziehungen triumphiert.

und nun sind wir wieder bei uns allen.

weil wir alle wissen, wie das leben funktioniert?

und weil wir alle von leid wissen, und von tränen, und weil wir alle die depression kennen, zumindest die melancholie, oder die traurigkeit.

oder die novembertage.

ja, ja, und deshalb transportieren wir unsere gefühle in robert enke bzw. in dessen tod.

und dann marschieren 35.000 durch die stadt hannover hin zum stadion.

35.000 – man überlege sich das. so bekannt war enke dann doch auch nicht. aber doch 35.000 menschen! als sei enke ein adenauer.

doch, doch, man kannte ihn: die geschichte vom tod der tochter, die ging wochenlang durch die presse und die fernsehsender einst.

war das so?

ja, deshalb kannte man ihn schon.

aber es ändert nicht darans, dass nun alle brav fragen „WARUM?“, bis man dieses platte fragewort nicht mehr ertragen kann.

am ende gibt es kein „WARUM?“, weil andere menschen in der selben situation wie enke weiterleben und sich nicht vor einen zug werfen.

das ist das sonderbare am leben und sterben.

dann denken wir noch an alle, die robert enke nahe waren.

und an die beiden zugführer, die ihr weiteres leben lang über diesen suicid noch nachdenken werden.

ob es ihnen hilft, einen prominenten überfahren zu haben?

warum?

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