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Claus Peymann und KLAUSENS in Bonn in der „Werkstatt“

klau|s|ens und claus peymann!

genau! der große theatermacher und der weltgroße künstler der live-dichtung allen theatrensischen!

ich denke eher: „weltgroßer wortkünstler“!

wirklich, zweitklausens?

aber ja – wer „theatrensisch“ ganz beiläufig erfindet, der muss zu den größten gehören.

wir wollen nicht von mir reden!

nein? ich dachte, dazu sei dieser blog(g) bzw. dieses blog(g) da, klau|s|ens.

wenn schon, dann reden wir von uns beiden, zweitklausens, also klau|s|ens und zweitklausens als klausens – aber jetzt reden wir von peymann.

warum?

weil er da war.

peymann war in bonn?

aber ja, nach jahren, um nicht zu sagen jahrzehnten wieder. (11. mai 1968, bonn, demonstration, notstandsgesetze … damals war es wohl. dieses „zuletzt in bonn“.)

ein schönes stück: „zuletzt in bonn“ – aber wieso war er nun wieder da?

weil es doch ein buch gibt, „Peymann von A-Z“, herausgegeben von hans-dieter schütt, und darin ist alles mögliche zu und von claus peymannn versammelt.

ein blick aufs theater?

gewissermaßen ja! es geht um alles … bis hin zu beschämungen und beschämendem. gedanken, fetzen, artikel, briefe, debatten, anklagen, alles das … und auch kluge pointen und beobachtungen aus der feder von claus peymann selbst. also texte von und um und zu und bei claus peymann bei.

„bei claus peymann bei“? ist das dialektal? also: wir sprechen vom dem intendanten des BE, des BERLINER ENSEMBLES, des THEATERS AM SCHIFFBAUERDAMM?

genau dem – und er machte in bonn am freitag, dem dreizehnten, 13.3.2009, zwei stunden nur mit und aus diesem buch. ganz allein. kein moderator, keine einführung. er ganz allein, zudem ohne mikrophon … mit seinem buch … und dem LIVE-dichter klausens = klau|s|ens im publikum.

es hat dir gefallen?

aber ja. eine geballte „ladung geist“, dazu mit der notwendigen selbstreflektion und brechung aller wahrheit. wirklich intellektuell und zudem vergnüglich.

der große peymann!

der große theatermacher!

haben wir ihm denn ein denkmal gesetzt?

aber ja doch: wir haben ihn mit einem SERIELLO (http://www.klausens.com/seriello-claus-p…)
und unserer herrlichen LIVE-DICHTUNG (http://www.klausens.com/klausens-und-cla…) geehrt.

ein gedicht vorab?

wie du magst:

DER DICHTER ZUM THEATERMACHER

Wenn der Regisseur
Sich an die Texte
Verliert gewinnt
Das Konzeptionelle
Über den ersten
Impuls der mir
Eigenen Wahrhaftigkeit

© Klau|s|ens ĦķΩ7 Klau’s’ens = Klausens = Klau(s)ens = Klau|s|ens – Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau!s!ens oder Klau?s?ens oder Klau-s-ens, LIVE geschrieben, am 13.3.2009, Freitag, OPER BONN, „Werkstatt“, bei der Lesung von CLAUS PEYMANN daselbst, aus dem Buch: „Peymann von A – Z, Ausgewählt und herausgegeben von Hans-Dieter Schütt“, Verlag Das Neue Berlin, Berlin 2008. 480 Seiten, Lesung war im THEATER BONN, Werkstatt im Opernhaus, Rheingasse 1, 53111 Bonn, http://www.theater-bonn.de

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Am Freitag, dem 13., schreibt KLAUSENS nichts

klau|s|ens, warum schreibst du heute nichts?

… weil doch heute freitag, der 13. ist. – da schreibe ich lieber gar nichts in meinen blog(g). das geht nachher dann noch nur schief!

huch !!! – jetzt hast du aber doch etwas geschrieben!

ich sagte es doch: freitag, der 13. !!! – da geht auch alles schief !!!

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Bei Symposium zur Kunst oder was im Bonner Kunstverein war auch KLAUSENS

klau|s|ens, wieder mal eine „arbeit“ von dir?

gewiss, eine „hervorragende arbeit“.

was bedeutet arbeit denn?

in kunstkreisen reden manche gerne von „arbeit“, wenn sie ein kunstwerk meinen.

wieso?

kunstwerke sind heute ja oft auch projekte oder installationen oder gedanken im raum oder performances oder blog(g)s.

das heißt?

… man kann sie nicht so leicht wie früher als bild im rahmen sehen und sich darauf beziehen.

und nun?

nun reden manche ununterbrochen von „arbeit“, bis sich die arbeiterklasse verhöhnt vorkommt.

gibt es die arbeiterklasse noch?

das ist hier nicht das thema.

was ist denn das thema?

diese ausstellung „eine bessere welt“ mit werken von san keller und klaus weber.

aha, was weiter?

die haben noch ein symposium gemacht.

im kunstverein? hochstadenring 22?

ja, gestern, und ich war als beobachter aller zeit der welt der kunst da.

schön.

da waren der altehrwürdige jürgen harten, der ehrfürchtig bilder besprach und diese richtig tiefgehend und ernstlich bedachte, wie man es einst auch tat. eindrucksvoll. klassisch. aber doch irgendwie anmutig in der würde, die er ausstrahlt. er macht sich wirkliche gedanken über jedes große bild/werk.

und noch?

der sehr wendige, erfahrene und gewandte beat wyss … und dann der hämmernde jan verwoert.

wieso „hämmernd“?

das musst du ihn fragen. es war peinlich, wie er uns raum, bekehrung, rhetorik, ort, reflexion, instanz … und … und … es sind der begriffe zu viel … einhämmerte.

einhämmerte?

ja, alle diese worte und viele andere noch fielen immer mindestens 100 mal pro satz. hämmernd. als ob wir alle nicht lesen könnten und ihn als floskelbereiter und -bewahrer bräuchten.

er wollte euch „fertigmachen“?

man hatte den eindruck, ja, ja. nicht die erkenntnis stand im vordergrund, sondern das einhämmern der literatur, die er gelesen hatte, aber lediglich als stanz- und versatzstücke.

welche literatur?

u.a derrida, der gute alte derrida, derrida, derrida, ja, derrida, nochmals, derrida, und derrida … jaques derrida …

stop, stop, stop.

was ist denn?

du hämmerst auch.

oh, tschuldigung. es fielen noch namen wie heidegger, kierkegaard, luhmann, agamben (giorgio agamben), nietzsche … aber foucault fiel nicht, bourdieu wurde vergessen. – max weber macht sich bekanntlich immer und ewig gut. – und wo blieb barthes?

was willst du sagen?

es wird gehämmert, mit allem, was en vogue zu hämmern ist … aber selbst dabei gibt es dann noch „en masse“ vergesslichungen.

vergesslichungen?

ein wort von mir.

aha – immer deine kunstworte. du hättest philosoph oder kultursoziologe oder kunstkritiker werden sollen.

nein, danke, verwoert hat es mir alles geschmacklos gemacht. ich bin doch schriftsteller, künstler und fallenleger.

fallenleger?

ja, ja, fallensteller bezeichnet etwas anderes.

du könnest doch „hämmerer“ werden?

gute idee, aber das ist verwoert doch schon.

was machen wir mit dir?

mit uns, zweitklausens, mit uns.

was ist denn mit unserer kunst?

position, ort, raum, begegnung, existenz, raum, fülle, ort, beziehen, raum, ort, position, arbeit, stellungnahme, reziprok, selbstreflexion, raum, raum, rot, fülle, arbeit, bekehrung, entgegnung, sich beziehen auf, sich beziehen auf das öffnen des raumes, erwidern, öffnen, die tür öffnen, den raum öffnen, sich öffnen, öffnung, öffner, … in seine selbstreferenz sich selbst als ort vor die erhüllung des raumes gestelltes individuum öffnen, welches sich dinglich als schein seiner abstraktion des geworfenen in einsamkeit neu recouriert …

ach, jetzt lass doch mal, es ist ja schrecklich. wo soll das hinführen? – sonst machtest du nichts?

doch, doch, ich reagierte auf eine arbeit von klaus weber, eine arbeit mit diesem doppelkaktus, der zusammengepropft ist. — siehe weiter unten meine arbeit von heute. „reaktion mit klaus weber – kaktus“. copyright klausens in allen schraib- und schreibweisen, u.a. als klausens oder klau#s#ens oder klau?s?ens

und das symposium?

ich weiß gar nicht, wie es hieß. kunst und politik? es fand auf jeden fall statt und hat mich zu begeistern gewusst. auch das mir widersprüchlich erscheinende bereichert ja meinen horizont der kunstglaublichkeit.

kunstglaublichkeit?

auch wieder ein wort von mir. entschuldige!

werden wir deine LIVE-gedichte noch lesen können?

aber ja: auf dieser homepage: http://www.klausens.com/symposium_bonner…

und das symposium?

hier nochmals der offizielle text:

Eine Kooperation mit dem kunsthistorischen Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn.

Niedrige Wahlbeteiligung, wenig Engagement innerhalb der Sozialgemeinschaft und geringe Initiative für das Allgemeinwohl, stattdessen ein ausgeprägter Individualismus, Egoismus und Wirtschaftsgläubigkeit sind gesellschaftliche Phänomene, die in den letzten Jahren in kulturpolitischen Debatten ins Feld geführt wurden. Die Jugend von heute sei „angepasst“, war kürzlich noch in der überregionalen Wochenzeitung DIE ZEIT (29. August 2008) nachzulesen.

Wie steht es mit der aktuellen Kunst? Kann, will, soll sie politisch wirksam sein? Wie überhaupt lässt sich politisches Engagement heute definieren? Und welchen Beitrag kann die Kunst dazu leisten? Dieses sind die ausgehenden Fragen, die uns bei der Tagung interessieren.

Prof. Beat Wyss (*1947) hat einen Lehrstuhl für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und ist Residenzprofessor am Schweizerischen Instiut für Kunstwissenschaft in Zürich. Zu Wyss’ These, dass die Kunst gerade jetzt politisch in ihrer Autonomie sei, welche die neostalinistischen Linken der Siebziger Jahre nicht müde wurden zu bekämpfen, erscheint im Herbst bei Suhrkamp sein Essay: „Nach den Grossen Erzählungen.“

Jürgen Harten (*1933, lebt in Berlin), Ausstellungsmacher, (u. a. 1967–1968, Büroleiter der documenta 4, 1972–1998 Direktor der Düsseldorfer Kunsthalle, 1998–2000 Gründungsdirektor des museum-kunst-palast, Düsseldorf, 2003 „Berlin-Moskau/ Moskau Berlin 1950–2000“, 2006, „CARAVAGGIO“ mkp, Düsseldorf). Der Vortrag über „Das große Format – Ereignisbild, Denkmal, Installation, ikonische Medien“ fragt, ob oder wie Themen von überwältigendem, die Gesellschaft erschütternden Format überhaupt noch in der Kunst behandelt werden.

Jan Verwoert (*1972, lebt in Berlin), ist Mitherausgeber bei FRIEZE und lehrt am Pit Zwart Institute in Rotterdam. Autor von u. a. Bas Jan Ader – In Search of the Miraculous, 2006 bei Afterall Books / MIT Press und Co-Kurator von Sheffield Biennale Art, Sheffield 08 Yes, No & Other Options (2008). Der Titel seines Beitrages ist von ROBERT BARRY’s “Marcuse Piece”, 1970 abgeleitet, wo es heißt: “A place to which we can come, and for a while, be free to think about what we are going to do.”

Begrüßung, Einführung und Moderation: Prof. Anne-Marie Bonnet und Christina Végh.

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Großartig: LIVE-Gedichte von der Sendung „LESEN!“ von KLAUSENS

klau|s|ens, warst du denn im fernsehen?

die sendung war im fernsehen.
und du?

ich saß im publikum, du doch auch.

zuhause?

nein, in der kinderoper.

du warst also dabei.

wobei?

bei der sendung?

ja, ja, aber du doch auch, zweitklausens.

wir waren dabei?

wir waren bei der aufzeichnung dabei.

von welcher sendung?

von „LESEN!“

ist das die von der elke heidenreich?

das weißt du doch!

die geht so schnell vorbei! … HUSCH! – dann ist die immer vorbei.

ich weiß – aber wir waren doch dabei.

beim HUSCH ???? LIVE ????????????????????

wir sind immer LIVE, wir sind doch menschen.

waren wir bei der sendung LIVE dabei?

nein, nein, oder doch! – also wir waren LIVE bei der aufzeichnung dabei und schrieben zugleich LIVE von der aufzeichnung gedichte.

du meinst unsere LIVE-gedichte?

diese meine ich, ja. und dann sitzt da die heidenreich … alles wird aufgezeichnet … aber es ist eben doch LIVE, weil klausens und zweitklausens als klau|s|ens (oder umgekehrt?) ihre gedichte aufschreiben: LIVE.

und was bringt es nun?

die sendung?

… und unsere gedichte?

wir beobachten die welt mit den kleinen äuglein des wildseligen literaten – ist das nichts? … schlaftrunken stolpern wir durch die erkenntnis.

ist die literatur den wirklich so wichtig?

für manche schon.

für wen zum beispiel?

na, für diese elke heidenreich … und für diesen dichter da, der immer wieder über sowas schreibt.

du meinst diesen „klau|s|ens ist klau|s|ens“ oder „klausens war klau/s/ens“ oder „klau.s.ens=klau,s,ens“ oder wie das alles funktioniert?

ja, den meine ich, zweitklausens. … obwohl er bisweilen nervt.

er sollte einfach seine einträge etwas früher beenden, damit uns die literatur nicht unnötig quält.

quält sie denn?

die klausensische? oder die heidenreiche?

du meinst, du bist anhänger von „heidenreicher klausenssicherer literatur“?

sonst sprechen wir immer von „klausensischer literatur“. – also: ich verfolge allein das lesen als substitution für das gelesen werden. allein das.

schreiben bedeutet dir mehr? als lesen? wenn du das lesen „verfolgst“? ist es so? und du möchtest nichts ins „ewige heidenreich“ eingehen, dereinst? wo dann der KLAUSENSISCHE SCHLÜSSEL die pforte zum paradies öffnen würde?
verfolgen hat zweierlei sinn, oh du dichter! aber lass das doch! – sag‘ lieber noch ein LIVE-gedicht, damit es endlich zuende ist! dieses irdische leid der literatur! damit die klausensische essens allen seins hoch aufsteige und der blogeintrag zuende gehe!

bitte:

IM TEXTGEBIRGE

Gib mir Worte
Gib mir Taten
Wo ich uns
Verorte sind
Karpaten ein
Gedicht oder
Ein Buch
Und kein
Gebirge mit
Weiterer kaukasischer
Sicht der
Dinge

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau(s)ens oder Klau§s§ens oder Klau!s!ens, 27.6.2008, Freitag, LIVE bei der Aufzeichnung der Sendung „Lesen!“ geschrieben, Kölner Kinderoper, in der Kölner Oper, Offenbachplatz, Götz Alsmann, der spätere Gast der Sendung von Elke Heidenreich wird dann über ESSAD BEY und den Kaukasus sprechen. Das Gedicht wurde aber schon in der Kinderoper begonnen, als die eigentliche Aufzeichnung noch nicht begonnen hatte. Die Karpaten waren also schon da, wurden aber hernach noch um den Kaukasus ergänzt. – Die Sendung wurde am Freitag, 4.7.2008, im ZDF gesendet.

und alle anderen mitleiderregenden gedichte?

… sind auf der homepage:
www.klausens.com/klausens_und_elke_heidenreich_und_lesen.htm
ach ja, sag doch mal: wie findest du mein neues wort „mitleider-regen“?

ich würde sagen: ein literat ganz und gar (nicht halb und roh) ächzt sich mühsam durch die welt. meinen segen hast du jedenfalls.

darauf ein dreifaches „buchauf!“