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klau|s|ens berichtet über die scheinbar ölverschmierten mechatroniker-arme der unzähligen tattoo-fußballer – www.klausens.com

klau|s|ens, das tattoo ist die neue geißel der menschheit.

man hat es oder man hat es nicht. ersteres scheint aber mehr und mehr und mehr und mehr die welt des westens zu überrollen: „man hat es!“

man sieht es schön oder eher hässlich bei fußballspielen.

es ist gerne ein arm noch weiß, der andere ist dann voller tattoos.

wir aber sehen als zuschauer aber nur dreck und öl, es ist etwas dunkles da am arm.

und das scheint der reiz zu sein.

inwiefern?

die fußballer wollen von der welt anders gesehen werden.

wie denn?

sie möchten als arbeiter gelten, zum beispiel als automechaniker, die heute automechatroniker sind.

glaubst du?

aber ja, denn diese arme sehen immer aus, als wären sie voller dreckigem öl.

das stimmt: ich sehe immer einen sauberen und einen dreckigen arm bei solchen fußballern, die sich tätowieren ließen. und der dreckige arm sieht nur dreckig aus, mehr nicht.

mir scheint es so, dass man uns denken lassen will, der arm sei von der arbeit beschmutzt.

der arm sei ölverschmiert, wie wenn man unter die motorhaube eines alten, klapprigen gebrauchtwagens gegangen sei?

ja, denn anders kann man sich das alles nicht erklären. man erkennt nichts außer dreck und öl und schwärze auf solchen armen: es kann nicht der sinn zur kunst sein, der die fußballer zu den tätowierungen treibt.

aber immer mehr dieser arme sind so dreckig anzusehen. auch bei den fußballfrauen!

sie alle leiden darunter, dass sie verdammt viel geld mit verdammt wenig arbeit verdienen.

und nun?

nun zeigen sie dem gemeinen volk. „seht her! wir haben zumindest einen dreckigen arm! wir können uns also auch schmutzig machen! das haben wir nicht verlernt! liebes zuschauervolk, wir denken an euch! proleten, wir halten zu euch!“

so interpretierst du das?

aber ja: ich verstehe nur nicht, warum nicht endlich komplette sätze von zahnrädern und getriebeteilen auf den armen drauf sind.

das verstehe ich auch nicht. – die arbeiter von OPEL bochum (geschlossen nun) hätten sich früher so darüber gefreut. die fans von bochum auch.

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klau|s|ens erblickt die neuen, stets gestylten schicki-fußballer – www.klausens.com

klau|s|ens, sie sehen jetzt alle gleich aus.

sie haben alle die ohren frei und auf dem kopf super gestylte haare. es ist wie eine ganz bestimmte kopfform.

so muss man nun als fußballer sein: man nähert sich dem typus „männliches model“.

nach ronaldo und beckham scheint dieser trend unaufhaltbar. narzistische männer! überkandidelt! 

früher: da waren fußballer echte arbeiter, die sich nach der schicht noch ins trikot pressten.

die kamen dann mit dem moped zum training!

da war es die ästhetik: du musst schwielen an den händen haben, junge, dann bist du auch erst ein guter fußballer.

du musst verschwitzt sein und proletarisch daherkommen, junge, dann bist du ein echter fußballer.

aber heute?

heute gehen sie scheinbar jeden tag zum friseur, tragen sich 400 deos und 300 gels auf … und posieren da und dort, gerne auch auf dem platz selbst.

zwischendrin und hernach zeigen die sich dann mit schauspielerinnen und models.

das sind dann auch ihre freundinnen, sagt man.

bisweilen denkt man, die werden zusammengeführt.

ja, das denkt man: kürzlich würde über sila sahin und ilkay gündogan berichtet: ein paar.

da hatte man auch den eindruck: die eine agentur ruft die andere an.

„wir bringen die schauspielerin und ihr den fußballer. dann lassen wir die ein paar sein.“ so vielleicht.

denn das dient dem ruhm und der wahrnehmung und der anerkennung … und so steigert es deinen marktwert.

und siehe: gündogan hat jetzt verlängert, seinen vertrag.

man denkt immer, dass alles im zusammenhang steht.

vielleicht gibt es tausende von paaren mit fußballern, die es so gar nicht gibt.

ja, das könnte gut sein: aber da die fußballer nun immer so schickimicki daherkommen …

… muss an deren arm eine person sein, die auch zu dieser (vermeintlichen!) glamourwelt (vermeintlich!) passt.

so ändern sich die zeiten. früher waren fußballer proleten.

heute gehen sie als „model“ daher, gestylt, gebohnert und poliert.

aber dass die jetzt auch noch alle dieselbe einheitsfrisur haben müssen, das geht dann doch zu weit!

ich finde auch: ein topfschnitt würde auch reichen. und dann würde auch mehr an die form des fußballes (also der „kugel“) erinnert … als derzeit.

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