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Zur Gedenkfeier für die Opfer des Kölner-Archiv-in-U-Bahn-Sturzes äußert sich KLAUSENS

klau|s|ens, heute ist köln eine gedenkfeier.

ich weiß: sie ist um 14.00 uhr im gürzenich – und jeder kann kommen. dpa schreibt: #Ein katholischer, ein evangelischer und ein muslimischer Geistlicher beten mit den Teilnehmern im Gürzenich-Saal. Beim Einsturz des Stadtarchivs und zweier angrenzender Häuser waren der 17-jährige Bäckerlehrling Kevin K. und der 24 Jahre alte Student Khalil G. getötet worden. 60 Menschen verloren ihr Zuhause.#

ist das eine gute und richtige geste der stadt? die gedenkfeier?

ja.

keine kritik?

nein, auch wenn hinter aller betroffenheit das politische kalkül lockt. dennoch: die gedenkfeier bzw. trauerfeier soll und muss sein.

es gab zwei tote durch den einsturz des archivs.

das stimmt. es waren zwei tote zuviel.

wieso muss das immer passieren?

in diesem fall scheint alles ganz klar: es geht um das kapital und seine interessen, um die politik und ihre verzahnung mit dem kapital … und um menschen, die bewusst bzw. im schlepptau von „interessen“ versagen.

in diesem fall scheint es ja nun doch fehler gegeben zu haben, beim u-bahn-bau.

das war und ist jedem von anfang an vollkommen klar, schon vom logischen gefühl her – aber man muss ja alles nachweisen.

umweltdezernentin marlis bredehorst hat doch u.a. von den pumpen gesprochen: 5 waren erlaubt, am waidmarkt, aber 15 oder so sind es gewesen. weiter sagte sie laut general-anzeiger:

#Laut Bredehorst hat es mindestens seit Dezember 2008 immer wieder Überschreitungen im Wasserumschlag gegeben, die stärksten am 21. Februar: Statt der erlaubten Menge von 450 Kubikmeter pro Stunde seien an diesem Tag 750 Kubikmeter Grundwasser abgepumpt worden. Dies hätte von der ausführenden Arbeitsgemeinschaft bei der Unteren Wasserbehörde angezeigt werden müssen. Unbeachtet der Frage, ob dies mit dem Einsturz in Verbindung gebracht werden kann, „erlischt formal die Baugenehmigung, wenn die Auflagen nicht erfüllt werden“, sagte Bredehorst. Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) waren seit längerem über die Probleme bei der Grundwasserableitung informiert. KVB-Vorstand Walter Reinarz wies jedoch zugleich jegliche Schuld von seinem Unternehmen. „Die Anzeigepflicht lag auf Seiten der ausführenden Arbeitsgemeinschaft.“ Auskunft konnten die angesprochenen Firmen, Bilfinger Berger, Wayss + Freytag sowie die Züblin AG am Sonntag nicht geben: Weder hatten sie eine von der KVB angeforderte Stellungnahme abgegeben, noch war ein Vertreter der Firmen der Einladung zur Pressekonferenz gefolgt.#

die idee ist wohl: ich pumpe wasser, grundwasser – o.k. – sobald ich aber zuviel pumpe, wird es ein problem.

warum?

dann wird quasi gesaugt – und das saugen saugt dann kies und boden statt wasser nach, sodass das ganze fundament ins wanken gerät.

das haben leute von der fachhochschule in experimenten gezeigt!

eben. – es geht aber eher darum, warum nur 5 pumpen erlaubt sind, dennoch aber viel, viel mehr betrieben wurden. es geht also um regeln, richtlinien und gesetze … und dann die einhaltung derselben.

du telefonierst ja auch mit dem handy beim autofahren, obwohl es verboten ist.

ganz selten!

aber du machst es!

das stimmt: der mensch macht alles, sogar wenn es verboten ist.

na also!

umso mehr müssen bei einem u-bahn-bau, wo die ganze stadt absacken kann, die bestimmungen überwacht, verändert, kontrolliert und eingehalten werden.

meinst du?

du nicht? ich denke, in köln passiert so vieles, wo man sich nur an den kopf fassen kann, dass es zeit wäre, diese CDU-SPD-kapital-clique einmal gründlich aufzumischen.

dafür sind doch wahlen da!

und davor haben die ja alle wieder bammel.

deshalb machen die auch diese gedenkfeier heute.

ich weiß, ich weiß. aber sie ist trotzdem richtig, auch wenn uns die kölner stadtverwaltung bis in alle löcher hinein stinkt und stinkt und stinkt.

manche löcher sind 28 meter tief – und da fällt dann ein archiv hinein. und 2 arme menschen. (es hätten sogar 60 sein können!)

wir wollen vollständige aufklärung.

das sagt OB fritz schramma auch.

ja, ja, aber wir wissen nicht, aus welchen motiven.

was denkst du denn?

ich möchte mich nicht weiter dazu äußern.

köln und winnenden sind auf jeden fall nicht gleich.

wieso?

für köln gibt es logische erklärungen, die auf der hand liegen. das ist für den amok von winnenden nicht der fall.

ich musste an den pfarrer denken, den ich sonntag im fernsehen sah (ZDF, glaube ich). der sprach zu winnenden …. und ich fand es grausam.

wieso?

er sagte: „gott ist höher und weiter!“ er wollte sagen: wir kapieren nichts, aber gott weiß schon, was er tut.

demnach wäre da ein gott, und der weiß genau, warum er da 15 + 1 menschen sterben lässt, und hier 2 menschen?

genauso. ich fand es schrecklich, angesichts der schrecken von einem gott zu sprechen, der höher und weiter denkt. welche denke soll das sein? wieso soll es einen gott geben, der „denkt“? was für ein grober unsinn?

was ist denn gott für dich?

„gott ist die unvernunft!“

und deshalb lässt du jetzt wasser hier in diesen text hineinlaufen?

ich wollte einmal „gott“ sein, die unvernunft. – nein, im ernst, etwas grundwasser muss immer da sein, sonst rutscht die erde nach, und dann kommt es zu einer katstrophe.

ich denke, klau|s|ens und zweitklausens sollten oberbürgermeister von köln werden.

… damit endlich mal vernunft einkehrt, in diese seltsam komische welt des schreckens der dummheit der unvernunft eines gottes, den die menschen erfunden haben.

vielleicht die von der kölner stadtverwaltung!

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