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klau|s|ens wundert sich nach dem prozess um die tötung von trudel ulmen über die fürsprecher der polizei – www.klausens.com

klau|s|ens, das ist doch auffällig.

gewiss, der vorsitzende richter beim urteilsverkünden und dann hernach (am tag danach) der reporter des general-anzeigers … beide nehmen überdeutlich die polizei in schutz.

es scheint fast wie eine liaison zwischen gericht und presse und polizei.

dabei ist der fall doch genau mit jenem dicken und großen versagen der polizei verbunden.

das muss man auch benennen und ansprechen. und wenn die polizei auch noch so sehr aus diesen fehlern von vor 16 jahren (und danach!) lernen will, so kann man diese fehler doch nicht abtun.

das motto „jeder macht mal fehler!“ ist hier vollkommen unpassend. (aber so kommt es rüber. in diesem ton.)

wenn ein chefarzt das falsche bein abnimmt, dann ist es ja auch kein „kann-mal-passieren-fehler“, sondern ein schlimmer und gröblicher fehler, bei dem gehandelt werden muss. (oder herr müller drückt den falschen knopf beim AKW.  und das ding explodiert. stelle dir das vor!)

dennoch war es das, was richter josef janßen beim urteilspruch am 18.12.2012 im bonner landgericht dem publikum und der öffentlichkeit mit auf den weg gab, diese eine botschaft: die fehler der polizei sind geschehen. aber wer ist fehlerfrei? seien/sind wir denn alle fehlerfrei? (dabei hatte er eine sprache, die es noch einen tick anders ausdrückte, als ich es wiedergebe.)

er hätte das volk von mayen und rheinbach mal ermahnen können, der richter, oder die menschheit. aber nein, der einzige inhalt, der den üblichen inhalt der urteilsverkündung verließ, dieses extra … war dieses schlusswort zugunsten der polizei. man wundert sich.

am nächsten tag im general-anzeiger steht dann ein kommentar von wolfgang kaes, jenem mann, dem wir die überführung des täters vor allem (neben der polizei, die dann jahre später zum glück anders agierte) zu verdanken haben, weil er in den dingen bohrte und die eiterblasen des geschehens entscheidend half, endlich aufzustechen.

und dieser mensch, dieser aufklärer und journalist im guten, geht nun in seinem kommentar am 19.12.2012, S. 2, general-anzeiger, auch hin und verteidigt die polizei.

man merkt eben, woher der wind weht: ohne die polizei und ihre informationen ist eine zeitung nichts.

und man hat offenbar nun angst, dass die polizei sich nun durch alles an berichterstattung um den fall der tötung von trudel ulmen zu sehr angegangen fühlt und vielleicht eines tages dem general-anzeiger nichts mehr erzählt.

also nimmt der wolfgang-kaes-kommentar mit fast derselben idee und tendenz die polizei in schutz, wie es vorher schon richter janßen getan hatte, bei der urteilsverkündung.

da wird man doch nachdenklich.

gewiss, denn die polizei hat bestimmt einen schweren job und sie ist bestimmt unterbesetzt, aber bestimmte „fehler“ dürfen einfach nicht passieren. dass trudels ehemann so leicht mit der story vom „anruf der abgehauenen frau“ durchkam und dass man eine gefundene leiche nicht mit dem verschwinden von trudel ulmen ernsthaft in verbindung brachte … das ist doch wohl sehr skandalös.

außerdem gibt es immer wieder diese fälle, wo die polizei dinge tut, die man unterlassen sollte. ich erinnere an den afrikanischen häftling, der in der zelle verstarb. (oury jalloh, tod in einem dessauer polizeirevier. die sache mit dem feuerzeug. urteil aus magedeburg gegen die polizei vor ca. einer woche.) alle diese dinge gehen nicht! der rechtsstaat braucht eine hochanständige und blitzsaubere polizei, die sich bestimmte „fehler“ einfach nicht „leisten“ darf.

aber dennoch haben der vorsitzende richter josef janßen und der große rechercheur wolfgang kaes nach dem urteil im fall der tötung der trudel ulmen ins selbe horn geblasen. bildlich sage ich mal so: „gott, schütze unsere polizei!“

und genau das finde ich vollkommen übertrieben … und, ja, in diesem fall völlig unangemessen. (die polizei möge mir das verzeihen. ich denke nicht nur schlecht über sie.) manchmal ist ein „fehler“ so nicht tolerierbar. und auch nicht wegredbar … wie eine petitesse.

unsere LIVE-gedichte http://www.klausens.com/klausens-und-der-prozess-um-die-toetung-von-trudel-ulmen.htm können leider nur den prozess erfassen. das versagen von vor vielen jahren nicht. da waren wir nicht dabei.

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klau|s|ens liest erschüttert von der tierquälerei an der universität bonn – www.klausens.com

klau|s|ens, was ist los mit dir?

ach, es ist noch von gestern: ich öffnete die zeitung und lese. das war ein artikel im bonner general-anzeiger und da ging es um traumaforschung in bonn und berlin. ein gemeinsames projekt.

es ist doch schön, wenn man den menschen hilft, die schlimmes erlitten haben!

sicher, sicher: sie forschen dazu, befassen sich mit dem gehirn … und dann soll die therapie besser werden.

das ist doch schön!

sicher, sicher. man liest vor sich hin. und dann bleibt man an einem absatzteil stecken.

an welchem?

an diesem:

„Den exakten Einfluss auf das Gehirn testete das Team um Professor Zimmer an Mäusen, bei denen das Gen für die Bildung dieser Substanzen ausgeschaltet war. Die Tiere zeigten nach einem unangenehmen, kurzen Elektroschock anhaltende Angstsymptome, selbst wenn sie längere Zeit nicht mit dem negativen Reiz konfrontiert waren. Mäuse mit normaler Dynorphin-Ausschüttung waren zwar auch zunächst ängstlich, bei ihnen klangen die Symptome jedoch rasch ab.“  QUELLE: Bonner General-Anzeiger. 7.8.2012, auch im Internet unter: http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/wissenschaft/Forscher-entschluesseln-Mechanismus-des-Traumas-article826368.html

sie quälen mäuse?

aber ja! man weiß es, man wusste: sie nehmen überall in der wissenschaft mäuse. aber nun steht es da, knallhart: „Die Tiere zeigten nach einem unangenehmen, kurzen Elektroschock anhaltende Angstsymptome …“, ich wiederhole knallhart: „Die Tiere zeigten nach einem unangenehmen, kurzen Elektroschock anhaltende Angstsymptome …“, nochmals verdammt knallhart: „Die Tiere zeigten nach einem unangenehmen, kurzen Elektroschock anhaltende Angstsymptome …“ – und nun? hast du es kapiert? hast du den tieferen sinn erfasst?

ich kann es nicht lesen! schrecklich. hör doch auf! sie foltern tiere! für versuche! tierversuche! böse und schlimme tierversuche!

aber es passiert. es passiert in bonn. es passiert in bonn und/oder berlin, wenn ich den artikel richtig lese. aktiv beteiligt ist das „Institut für Molekulare Psychiatrie der Universität Bonn“, wenn ich den artikel von ulrike strauch richtig lese und richtig interpretiere.

es steht da so „en passant“ … und dann weiß man: sie quälen die tiere, sie quälen die mäuse!

… damit es dem menschen besser geht. welche lächerliche welt! wie schlimm ist der mensch!

… und die forscher werden für ihre ergebnisse auch noch „gefeiert“, „gelobt“, „gepriesen“, und sie bekommen zeitungsartikel: für tierquälerei wird man in deutschland gefeiert.

mir bleibt fast schon die spucke weg. wie soll ich meine empörung runterschlucken? wie? welche zivilisierte kultur soll das sein? 

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Um die neue e-Paper-Zeitung-als-App des Bonner General-Anzeigers weiß KLAUSENS

klau|s|ens, der bonner general-anzeiger als app.

alle haben eine „app“, eine application.

alle?

nein, aber bald alle … alle zeitungen, zeitschriften, und … ach, was weiß ich?!

warum, warum?

du liest nicht mehr auf dem papier, oder nicht nur, du liest eben auch auf deinem smartphone oder tablet-pc oder blackberry oder wie diese geräte heute alle heißen. bei apple haben sie immer das „i“ im namen davor.

aber warum?

es ist billiger: für dich und für die zeitung.

sie müssen kein papier mehr bedrucken.

richtig. sie müssen auch nicht mehr so viel mit dem papier herumfahren. das ist der vertrieb. alles ändert sich.

elektronisch kostet die zeitung aber auch geld!

gewiss, aber man spart dann doch, auch wenn man an anderer stelle geld für die computertechnik braucht, und die arbeitskräfte zum erstellen der e-paper-ausgabe. – außerdem: die leser hauen ja ab, vom papier. die zeitung hechelt also den neuen geräten der leser hinterher.

nun also auch der bonner general-anzeiger!

man sollte es kaum glauben! aber es ist so. seit dem 12.5.2012, dem samstag vor der wahl – da hatten sie es dick in der papierausgabe mit einem extra-halb-groß-papier-zusatz-umschlag um das titelblatt der ausgabe. „Abonnenten des GA können diesen Service kostenlos nutzen. Nicht-Abonnenten zahlen für ihr Digital-Abo 22,00 Euro im Monat. Möglich ist auch der Einzelbezug über den App-Store,“ schreiben sie.

ODER:

– Einfaches Blättern mit Wischen, Vergrößern und Verkleinern mit Fingertipp

– Schnellnavigation über Vorschauseiten

– Alle Ausgaben werden auf das iPad geladen und stehen offline voll zur Verfügung

– Beim Download Wahl zwischen Vollversion mit hochauflösenden Bildern oder Lightversion

damit verändert sich alles.

ich las, dass es in den USA zeitungen gibt, die mehr elektronische leser haben … als papierleser.

was denkst du?

ich denke, dass beides sinn macht. du kannst überall, wo du dich langweilst, deine zeitung lesen, und sie ist dann immer recht aktuell, wenn du so ein elektro-lese-dingens hast … aber internet braucht man ja auch.

ist das denn lesen?

nein, eigentlich sollten die apps ganz anders sein. sie müssten ganz neu entwickelt werden, mit neuen möglichkeiten, die die e-technik bietet.

was aber machen die meisten zeitungen?!

sie hauen den text in den computer, stellen zwei video-öd-filme und drei bunte fotos hinzu und meinen, dass das schon eine echte „app“ sei.

dabei ist es eigentlich nur die leicht aufgehübschte zeitung auf einem elektrogerät.

so sieht es derzeit aus. aber die dinge werden und können sich noch ganz anders bewegen. eine revolution dauert nicht einen tag, auch nicht einen monat, manchmal kann sie sich auch über jahre und jahrzehnte hinziehen.

die „digitale revolution“.

so nennt man sie bisweilen.

und der general-anzeiger zu bonn?

der erscheint jetzt digital schon um 5:00 uhr früh, also lange bevor die abonnenten ihre papierausgabe vor der haustür oder im briefkasten finden.

und wenn icjh beides habe?

damit wirbt der general-anzeiger: aktuell bekommst du die app kostenlos zum papierabo hinzu. so sollen die leserinnen in die neue zeit hinüberwachsen. und so soll verhindert werden, dass sich die menschen von der papierausgabe abwenden.

sie bekommen also die „app“ quasi kostenlos, wenn sie ein abo haben?

so sieht es derzeit aus. derzeit.

dann kann ich also alles lesen, überall, und in der jeder beliebiger form des haptischen.

die idee des workflow sieht eben auch den „content“ vor, und jeder content kann ja auch tausendfach an den leser kommen … vielleicht wird einem in zukunft so ein lesegerät einoperiert, noch im säuglingsalter. in jeder klobrille könnte sich auch die tageszeitung eingebeamt lesen lassen. hauptsache, du hast content. (oft ist content ja nur wortmüll!)

die welt ist wahnsinn!

meinst du? ist es nicht besser zu sagen: die welt ist wahnsinnig?! wird nicht ein unglaublicher leidensinformationsdruck auf uns alle ausgeübt?!

tolles wort: „leidensinformationsdruck“, von klau|s|ens und zweitklausens am 15.5.2012 erschaffen, angesichts der app des bonner-general-anzeigers, die im mai 2012 in die welt kam.

„app-laus“, jetzt verstehe ich auch dieses wort: applaus.

 

 

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Die ansteigende Scheinruhe und den FUKUSHIMA-als-Thema-Verfall beobachtet KLAUSENS und erfindet Gaugummis

klau|s|ens, das thema tritt nun in den medien langsam zurück.

die schmelze, der gau, japan, fukushima, die katastrophe: ich weiß.

gestern war erstmals etwas anderes der aufmacher.

was meinst du?

diese libyen-sache.

das sind normale prozesse: die katastrophe wird gekocht und weitergekocht … dann sind die menschen durchgekocht. es gibt katatstrophenforscher, die solche zyklen beobachten. die abstumpfung.

auch wir sind nun an alles gewohnt.

wir sind vorbereitet auf das durchschmelzen. wir haben schon eine gewisse gelassenheit. nichts kann uns schrecken. man kann uns auch zu tode beschwichtigen.

aber wir sind weit. weit weg.

wir haben das nicht-kann-uns-schrecken des weit entfernt seinen kaffee trinkenden.

und die dort?

was wissen wir wirklich über die dort? wenn wirklich 500.000 ohne obdach oder evakuiert sind und u.a. in turnhallen hocken … was wissen wir denn von denen?

aber alles köchelt.

das ist das schlimme: sie legen dort ein kabel, beziehen da eine pumpe, und wieder und wieder wird etwas wie trügerische sicherheit verbreitet. aber der reaktor kocht. also diese 6 reaktoren kochen, mehr oder minder, je nach nummer, zahl und lage. je nach nachrichtenlage. mal mehr der, mal mehr dieser. FUKUSHIMA kocht.

sie verbreiten immer wieder diese sicherheit.

genau: sicherheit, dann wieder zugabe von komplikationen, dann wieder hoffnungsmeldungen. auch das ist ein spiel, welches die katastrophenforscher bestimmt schon untersucht haben.

traue niemandem!

ja, unsere alte devise bewahrheitet sich wieder. sie lassen dieses und jenes verlauten – aber glaube nichts! es kann wahr, halbwahr oder gelogen sein.

wir brauchen alternative medien.

durch das internet und die handys und die smartphones und alle diese dinger gab es nie bessere informationsmöglichkeiten. allerdings müssen auch die stromnetze und die mobilnetze funktionieren … und: du musst informationen von vor ort haben.

aber wer darf denn noch an FUKUSHIMA ran?

niemand. also kann auch niemand alternativ berichten. man kann nur fotos auswerten, die öffentlich sind. und dann spekulieren und reimen.

reimen?

wir schrieben heute nacht:

GAUPAUSE

Libyen tritt vor
In den Nachrichten
Und Japan zurück
Wenn sie angreifen
Diese Strahlung
Mit bloßen Händen
Wühlen wir in den
Verzögerungen und
Verniedlichungen
Dauernd schrecklich
Erhöhter Werte
Vom Schlamm der
Halbwertlichkeiten

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als KlauGAusGAUens oder KlauSUPERGAUsSUPERGAUens oder KlauSTRAHLUNGsSTRAHLUNGens, am 19.3.2011, Samstag, gegen 4:44 Uhr MEZ geschrieben.

und dieser verweis auf die zeitung von vor einer woche, diesen GENERAL-ANZEIGER aus bonn. was soll das?

schau doch: sie hatten an diesem tag (12.3.2011) eine neue beilage eingeführt. „SCHÖNES WOCHENENDE“ – und wie seltsam unsensibel setzte sich dann die werbehalbhülle (links) und die schlagzeile des tages schismatisch-schizophren zusammen. das war vor einer woche. da gab es rechts „nur“ ein erdbeben … und links ein herrlich „schönes“ wochenende. ich habe es fotografiert und nun soll es die welt sehen.

aber „nun“ (eine woche nach dieser zeitungsausgabe) reden wir vom gau, supergau und gaugau.

gewiss. und: man sollte auch ein gaugummi erfinden. gaugummi! wir erfinden das gaugummi! das ist die lösung!

wie soll es gehen?

gaugummi kauen und du kannst von keinerlei radioaktivität getroffen und bekrankt werden.

„bekrankt“?

ja, bekranken! auch eine neues wort. gaugummis machen das auch noch möglich.

und die feuerwehrleute bleiben damit gesund?

man kann nichts ausschließen. es gibt wieder einen funken hoffnung: gaugummis, von klau|s|ens und zweitklausens.

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Zur Einführung von einem Newsroom beim General-Anzeiger schreibt KLAUSENS

klau|s|ens der general-anzeiger in/aus bonn hat nun einen newsroom.

nun? es ist schon ein paar tage her. die beilage dazu datiert vom 8.12.2010.

aber wir schreiben heute darüber.

wieso eigentlich?

weil jede zeit ihren geist hat.

und welchen geist hat diese zeit?

alles fließt in einem meer von informationen … und wir schwimmen hilflos darin umher. millionen von blog(g)-einträgen belasten die gehirne, meldungen, nachrichten, geschehen. alles, was wir nicht wussten, müssen wir nun kennenlernen.

das stimmt, vom trend. dennoch: über die tausende von opfern der überschwemmungen von bangladesh erfahren wir nur ein paar tage etwas … über die vielleicht hunderten toten im „zivilisierten“, aber überschwemmten, australien wochenlang.

eben: da wo die medien sind und hingelangen, ist „welt“, da wo sie nicht sind, findet „welt“ nicht statt.

das war früher auch so. da dauerte die depesche dann ihre woche oder auch zwei. das telegraphieren hat alles beschleunigt … bis hin jetzt zum netz. wo netz ist, wissen wir bescheid. oder satellitentelefon. (aber nur wenn jemand hingeschickt wird oder die bevölkerung diese dinge vor ort hat.)

und der general-anzeiger hat nun einen newsroom.

was ist denn die idee?

alles fließt zusammen, an einer stelle: und von da wird es wieder verteilt. man nimmt die informationen als strom, der andauernd gelenkt werden muss. töpfchen, kröpfchen, papierkorb, internet, irgendwohin.

ist das so?

sicher, aber man muss es anders sehen.

wie anders?

heute ist aller inhalt „content“.

was meint jenes englische, aber so moderne wort?

ich habe kein buch, keinen film, keine zeichnung. ich habe „content“.

wie weiter?

diesen content nehme ich und verarbeite ihn. danach teile ich ihn auf die märkte auf.

beispiel?

die queen ließe sich scheiden.

was wäre das?

der content. die nachricht als content. als vermarktungsanlass und -ansatz. nun habe ich mein medienhaus und beschließe:

a) wir drucken eine postkarte, auf der die queen zerrissen ist.
b) wir bringen eine biographie zur queen heraus, eine neue, schnelle. 200 seiten. taschenbuch.
c) wir posten das zack-zack im internet: twitter, facebook, blogg, homepage.
d) wir bereiten den artikel für die gedruckte ausgabe vor, der aber so sein kann wie der im internet, zumindest ähnlich.
e) wir produzieren videos und senden jemanden zum palast nach england.
f) wir drucken ein t-shirt, mit dem konterfei der queen, aber gestaltet von einem künstler wie jonathan meese.
g) wir machen eine taschenbuchkassette: „alle herrschaftsjahre der queen“.
h) wir geben eine DVD heraus: „die queen und die wirren ihrer liebe“.
i) wir starten eine comedyserie: „die queen scheidet (aus)“.
j) wir bringen einen keks heraus, der „queenberrystick“ heißt.
m) wir gründen fitnesstudios als kette, die wir „queenie“ nennen.
n) es gibt getränke und speisen, die mit der queen in verbindung gebracht werden: „queenage“.
o) wir machen kosmetikreihen und kleiderserien.
p) im internetfernsehen führen wir 24 h interviews mit „society-spezialisten“ (jener lächerlichen species!).
q) eine neuer song von elton john oder restmaterial von michael jackson wird zu einem queen-song umgemixtdudelt. vielleicht auch ein lied der band „queen“ zur scheidung der queen umgetextet.
… und … und … und … es ist unendlich!

ich verstehe: uns geht es nicht mehr um den inhalt als inhalt, sondern der inhalt als „content“ wird für uns anreiz zur quer- und multimedialen vermarktung einer sache. scheidung, tod, hochwasser: egal!

so in etwa: das ist der trend. mit dem e-book ganz deutlich. wichtig ist nur, dass man erkennt, dass nicht nur die medien als medien alle kanäle gleichzeitig mit einem content bespielen …

… sondern dass die idee des content(s) die medien als solche verlässt und eine universale produktidee wird.

eben. ich brauche nur eine meldung, die die welt (scheinbar) erregt: die queen lässt sich scheiden, und dann läuft mein karussell der verarbeitung und vermarktung.

so tickt die heutige zeit?

gewiss. und der general-anzeiger hat nur einen (ersten) kleinen schritt im rahmen dieser entwicklung vollzogen, die große giganten wie bertelsmann schon länger komplett durchspielen.

was sagt der general-anzeiger?

unter anderem: „Aus dem General-Anzeiger wird die crossmediale Marke: Die Zeitung und die Website GA-Online entstehen an einem zentralen Ort – dem Newsroom“.

dann sind die noch am anfang.

genau das! deren idee von crossmedial ist noch sehr eng. (auch die suchfunktion auf deren homepage, wenn man deren eigene artikel sucht. da hakt es noch.) der general-anzeiger ist willig und aktiv. aber: sie haben noch nicht vollständig erkannt, dass viel mehr noch dazugehört. zur info: hier ihre 6 leitlinien, die sie am 8.12.2010 in eine beilage zu ihrer zeitung druckten:

„Newsroom, Desk, Manager –
das Konzept der crossmedialen
Produktionszentrale
wimmelt nur so von Anglizismen.
Die deutsche Übersetzung
ist aber nicht wirklich befriedigend:
Newsroom – Nachrichtenraum?
Desk – eigentlich Tisch, aber im
Newsroom-Konzept ist weit mehr
damit gemeint. Die sechs Leitlinien,
bezogen auf den GA-Newsroom,
versuchen eine Verbindung zwischen
Englisch und Deutsch.
@ Aus dem General-Anzeiger wird
eine crossmediale Marke: Die Zeitung
und die Website GA-Online entstehen
an einem zentralen Ort –
dem Newsroom
@ Aus Redakteuren werden „Editoren“
und „Reporter“: Der Editor produziert
im Newsroom die Seiten, der
Reporter ist draußen vor Ort – nah
bei den Menschen und ihren Geschichten
@ Der GA-Newsroom ist so einzigartig
wie das Verbreitungsgebiet des
General-Anzeigers: Drei zentrale Editoren-
Teams bilden drei Arbeitsinseln
„Mantel-Desk“, „Bonn-Desk“
und „Regio-Desk“
@ Der General-Anzeiger wird zur Zeitung
aus einem Guss: Die Editoren in
der Kommandozentrale Newsroom
tauschen sich über lokale, nationale
und internationale Themen und ihre
Bewertung ständig aus
@ Der Leser-Service des General-Anzeigers
wird mit dem „Service-Desk“
zum Herzstück des Newsroom
@ Der Newsroom beweist Transparenz
– nach innen mit Teamwork
und ständiger Kommunikation, aber
auch nach außen: Im Erdgeschoss
des Verlagshauses wird der Arbeitsprozess
einer Zeitung sichtbar
Blattabnahme im Newsroom:
Täglich um 18 Uhr gehen die Redakteure
sämtliche Seiten der aktuellen Ausgabe
des General-Anzeigers durch, bevor
diese für den Druck freigegeben wird.“

sie denken weit, aber bezogen auf große medienhäuser doch noch eng.

dennoch: man sieht an solchen entwicklungen, wie die welt tickt.

wie tickt sie?

news, desk, room, crossmedial, universal, krake, gigantisch, netz, umspannen, bubbles, alles ist botschaft, botschaft ist markt, ich bin du, hauptsache: fluss, und hauptsache: der verdienst, und: jeder muss aufspringen, wo man noch aufspringen kann. die zeit wartet nicht auf dich. mache mit. usw. usf. — „welt“ als raum sinnloser betriebsamkeit. aber wer nicht mitmacht, gehört nicht mehr dazu.

das war also dein beitrag zur moderne?

ich beobachte doch nur. wir sind ja teil des ganzen.

wie heißt diese fotobildsonstwascollagierung dazu von dir, klau|s|ens?

„medienbubbles“. sie ist von uns beiden, zweitklausens.

ach ja: „klau|s|ens und zweitklausens und klau-s-ens in allen schraibwaisen und schreibweisen“. dieses label liegt doch auch auf diesem weg.

sicher: aber wir sprechen ja eher von „marke“. die marke ist teil des crossuniversalen weltauftritts von allem und jedem, der nicht untergehen will …

… am ende aber dann doch hundsnormal stirbt.

leider. bernd eichinger ist es so ergangen, relativ früh, trotz aller weltgeltung, die er hatte. und uns wird es auch so ergehen: staub, nichts, aus, weg. das leben ist ein spiel. spiele es gut!

aber der sarg wird dann eine stunde (1 h) im newsroom des general-anzeigers ausgestellt, zum kondolieren.

gewiss, diesen gedanken müssen wir noch weiter ausbauen: ich nenne es: „crosstodiale vertiefung“. es geht immer weiter. irgendwie.

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HULSK (Kurzumroman) von KLAUSENS im General-Anzeiger (Bonn)

klau|s|ens, dein roman HULSK (KURZUMROMAN) wurde besprochen.

ja, das ist fein und nett.

du bist so bescheiden.

der schriftsteller lebt von der erwähnung. und würde man mich als „schrank“ erwähnen, oder als „kloake“. ich müsste immer noch dankbar sein.

so sind die medien?

die welt der medien ist unerbittlich=unerbitterlich: du musst dich entblößen, andere beschimpfen, durch die fernseher spucken, urheberrechte verletzen, sexualorgane hervorzerren, dir die stirne aufschlitzen, alles das.

das hört sich ja grausam an.

eben!

und dennoch schreibst du? (also wir!)

ich tue meine pflicht vor gott und aller welt.

und wie?

indem ich die worte durcheinandernehme und durchmühle, dazu abgrassiere und dann entfernobäme.

„entfernobäme“?

das kommt von „entfernobämen“. es ist ein neues wort von mir.

ach so: ich dachte wir schreiben unsere bücher zusammen, klau|s|ens.

das tun wir auch, zweitklausens. aber ich entäußere mich, und du gibst immer nur deine seltsamen kommentare ab.

hast du dich denn für den general-anzeiger entäußert?

nein, nein, ganz und gar nicht. sie haben meinen roman einer romanovelle vorgestellt, und andere neuerscheinungen aus der region auch. das läuft alles sehr demokratisch ab. ich nenne die anderen, ganz demokratisch, aber kurz, damit ich nicht so viel tippen muss. (tippen ist für den schriftsteller eigentlich das schlimmste!):

Ludwig Verbeek: Die Währung der Wörter
Doris Distelmaier-Haas: Mit Spiegel, Speer und Spinnweb – Putti.
Renate Maaßen: Echnaton – Ein Königsspiel
Ulrich Steinke: Maikäferspuren
Michael Buchberger: Der Winter ist noch nicht vorbei
Max Koranyi: Zum Leben gemacht
Alfred und Heribert Hausen: Die Priesterzwillinge
Walter Töpner: Auf den Spuren der Rheinromantik rund um Bonn
Maria Rissel: Weltkulturerbe Mittelrheingebiet
Kurt P. Tudyka (Hg.): Ist eine andere Welt möglich?
Reinhold Geimer: Aus meinem Leben.
Lina Moos: Diesseits des Limes
Liselotte Kamper: Edith

ach ja, findest du: du bist demokratisch?

ich denke, wir sollten diese dinge über bücher und medien und markt und alles das hier nicht weiter vertiefen. wir freuen uns bescheiden über eine kleine veröffentlichung und hecheln weiter durch die kühle sachlichkeit des „literaturbetriebs“. wir spielen das spiel ohraugenzwinkernd und aufrecht liegend und stolz-kleinmütig und altklugjung mit.

ich weiß, ich weiß: es geht um kapital und alles dieses. beziehungen, abhängigkeiten, profite, hypes. so ist der buchmarkt. böööööööööööööööööööööööööööse und gefääääääääääääääääääääääääääährlich. aber nie wirklich real.

was du nicht alles weißt! wenn man billige wahrheiten platt ausspricht, werden sie nicht besser. wir beide sind auch nicht real, und doch haben wir immer sooooooooooooooooooo recht.

mir tut alles so leid! mir tut unsere ganze welt so leid.

mir tut unsere existenz auch so leid. aber danken wir dem general-anzeiger für eine prise erbarmen.
beten wir zum gott der atheistischen bücher. preisen wir ratio und pharm.

dort, in den medikamenten deines trübbewusstseins, ist noch ein rest eines christlichen gesamtdenkens spürbar.

ich gebe jetzt lieber den text wieder.

den zu unserem buch?

ja, es (oder er: der text) stand am 20./21.3.2010 im general-anzeiger, also in der wochenendausgabe, genauer noch: in der beilage „JOURNAL Das Wochenmagazin für Wissen und Kultur“, seite 2.

danke, danke. wer hat geschrieben?

ulrike strauch.

was?

ich zitiere:

„Hulsk und Elwina leben in Gumbors, einer seltsamen Stadt, die von der Arbeit mit Worten und Sätzen lebt. Dort gibt es Wortzähler und Satzstanzfabriken. Bücher werden überall auf Gegenstände und Objekte gebeamt. Doch plötzlich wird alles anders, die Bücher verlöschen, die Stadt ist in Angst. Da Hulsk an einem Wortzählprojekt teilnimmt, muss er nun schnell einen Roman mit vielen Worten schreiben und erschreibt sich eine Hauptfigur: Elwina. Die jedoch sieht sich nicht als ‚Figur‘, sondern als realer Mensch in der irrealen Welt von Roman und Stadt: Sie verweigert sich Hulsks Wahn, er würde sie ’schreiben‘ und damit ihre Handlungen lenken. Schließlich ziehen beide gemeinsam los, um die Welt der verlöschenden Bücher vor dem Untergang zu retten. Und damit auch die verrückt-geniale Welt, die Karl van Klausens in seinem Kurzumroman ‚Hulsk‘ erschaffen hat. Der Autor, geboren in Krefeld, lebt heute in Königswinter und erfindet sich als Schreibkünstler immer wieder neu. Mit seinem ‚Roman einer Romanovelle‘ stellt er die Urheberschaft am eigenen Buch respektlos in Frage und lädt den Leser zum Kreuz- und Querdenken ein.
Karl von Klausens: Hulsk (Kurzumroman), Roman einer Romanovelle, Kuuuk-Verlag, Königswinter, 280 S., 14 Euro“

heißt du nun karl van klausens oder karl von klausens?

alles ist richtig. ich erinnere: Klau|s|ens ist Klausens ist Klau(s)ens ist Klau’s’ens ist Klau/s/ens ist KlauSens ist Klau[s]ens ist Klau*s*ens ist Klau-s-ens ist Klau#s#ens ist Klau³s³ens ist Klau²s²ens ist Klau§s§ens ist Klau:s:ens ist Klau_s_ens ist Klau=s=ens ist Klau?s?ens ist Klau+s+ens ist Klau~s~ens ist Klau@s@ens ist Klau!s!ens ist Klau°s°ens ist Klau€s€ens ist Klau§s§ens ist Klau$s$ens ist Klau!s!ens ist Klau?s?ens ist Klau“s“ens ist Klausens ist Klau&s&ens ist Klau1s1ens ist Klau.s.ens ist Klau,s,ens ist Klau1s1ens ist Ist-Klausens ist Zweitklausens ist Drittklausens ist Viertklausens ist Fünftklausens ist Sechstklausens ist Siebtklausens ist Achtklausens ist Neuntklausens ist … Klaus Ist-Klausens … K. Klausens … Klaus K. Klausens … Klaus Klausens-Achtlinger … Klaus Klausens … Klaus-Werner Klausens … Karl van Klausens … Karl von Klausens Horst-Hugo Klausens … Worldklausens … KlauPFERDsPFERDens … KlauRHEINsRHEINens … Klau1s1ens ist Klau2s2ens ist Klau3s3ens ist Klau4s4ens ist Klau5s5ens ist Klau6s6ens ist Klau7s7ens ist Klau8s8ens ist Klau9s9ens … ist Klau©s©ens ist Klau®s®ens ist Klau¿s¿ens ist Klau¥s¥ens … und seit dem 4.2.2008 auch Weltkulturerbe.

schrecklich, diese lange liste von ewig neuen namen. (wahrscheinlich nur ein ausschnitt aus aller nervtötenden klau-sense-namerei!) kannst du damit also leben? mit der literatur und den medien?

wir müssen, zweitklausens, wir müssen. die welt fragt uns nicht, sondern wir fragen die welt.

was denn?

wer sind wir? und du? und ich? und sie? und euch? und manch? und warum? was soll unsere existenz als „das alles“ überhaupt?

siehe SCHNELLBUCHROMAN
* STUNDENROMAN
* HULSK-KURZUMROMAN

* EINTAGESROMAN

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Im General-Anzeiger wird KLAUSENS „freundlich erwähnt“

klau|s|ens, welch‘ ein 13.12.!!!

wieso meinst du?

wir werden erwähnt!

wir?

nun es ist klaus klausens-achtlinger, also eher ich.

ich dachte, ICH bin eher klaus klausens-achtlinger.

aber das ist doch egal! – wir werden erwähnt.

wo denn?

im general-anzeiger bonn, unserer tageszeitung. in der wochenendbeilage.

wie konnte es dazu kommen?

sie schreiben immer mal über die bücher aus der region bzw. von autoren und autorinnen aus der region. also, was diese redlichen menschen so alles schreiben und veröffentlichen.

ach ja, und wir sind dabei?

ja, man hat uns erwähnt: den EINTAGESROMAN. http://www.klausens.com/eintagesroman.htm, general-anzeiger, samstag / sonntag, 13. / 14. dezember 2008, beilage „journal“, seite 2, artikel „auf stürmischen wegen“, verfasst von ulrike strauch.

ach ja?

ich würde es so sagen: man hat uns „freundlich erwähnt“.

aber das ist doch das schlimmste, was einem schriftsteller passieren kann!

wieso denn?

entweder du wirst gelobt, dann war dein buch gut (oder du hast beziehungen), oder es wird verrissen – dann ist es wenigstens reklame.

und „freundlich erwähnt“?

das ist so, als gäbe es dich gar nicht.

dann sind wir beide gar nicht existent?

ich glaube, nein – nur unser EINTAGESROMAN wird die welt der kulturgeschichte überleben. so oder so.

ich finde deine äußerungen widerlich, abstoßend, billig, schlecht, primitiv – alles das!

was ist denn jetzt los? was soll das denn nun, zweitklausens?

ich wollte mal einen kleinen verriss beginnen, weil er dir doch angeblich nützt.

so, dann werde ich dich jetzt freundlich erwähnen: ……………………………………………………………………

aber da steht nichts! nur punkte!

eben, „freundlich erwähnen“ kann bei dir nur heißen: schweigen !!!

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