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Den öffentlichen Sumpf der rechten Gewalt sieht KLAUSENS

klau|s|ens, wann geschehen diese bösen morde, diese abscheulichen taten?

die entstehen immer auch da und dort, wo die gesellschaft die ideologien (er)duldet, aus denen auch diese morde entspringen. (und sie entstehen in einer gesellschaft, die diese ideologien sogar befördert!)

also geschieht nie das eine allein?

auch nicht das andere.

dann sind also alle fälschlich überrascht, heute, über diese bösen morde an türken und griechen, die diese NSU-zelle da verübte?

ich erinnere an die schlimmen schriften des herrn sarrazin, der damit wohl auch noch millionen verdient hat. ich erinnere daran. diese art, mit den dingen umzugehen … sie ist der humus, auf dem alles andere dann umso besser gedeihen kann.

ich erinnere an eine kampagne „kinder statt inder“, die der herr ex-ministerpräsident rüttgers mal in NRW betrieb.

wir könnten hunderte, tausende solcher fälle aufführen.

es sind immer wieder menschen, die aus der suppe der ausländerfeindlichkeit sich terrinen entnehmen, um dann …

alles hat eine geschichte, aber alles bekommt auch eine zukunft.

wenn dann schlimme dinge geschehen, ..

… sind die vorläuferhandlungen jahre vorher schon geschehen. der ganze kleine rassismus des alltages verdichtet sich in gemeinen verbrechen. auf A folgt (fast schon automatisch) B.

einflüsse da und dort.

aber nichts geschieht, scheinbar, …

dennocht koch und braut sich eine sudbrühe zusammen, …

… die sich dann in den köpfen einzelner zu so grausigen taten verdichtete, die ja dann etwas später auch noch ausgeführt werden.

so gibt es immer die grundstimmung in der gesellschaft …

… und die angeblichen einzeltäter, die aber doch in dieser grundstimmung lange schon dahinschwimmen. A und B gehören zusammen.

plötzlich geschieht etwas schlimmes (man denke auch an den täter aus norwegen, 77 tote) … und dann weiß angeblich keiner, woher es kommt.

und genau die politiker und publizisten, die so oft zündeln, mit worten, mit einem schleichenden rassismus … die treten dann erschreckt vor die kameras und suchen nach den ursachen.

vieles liegt weit zurück.

vieles geschieht aber täglich.

das kleine … aber auch die lauten parolen …

alles wird verkocht … scheinbar ist ja alles „harmlos“.

es wird ja auch immer verharmlost.

„keine rechte gefahr!“

und dann ist sie angeblich ganz plötzlich und dann auch noch hyperhyperhochübersteigert da. plötzlich rufen alle lauter als die lautesten kirchturmglocken.

so funktioniert die welt.

so funktionieren die menschen.

… die nächsten verbrechen folgen bestimmt.

und es werden dieselben muster sein, immer wieder dieselben muster.

und dann wird wieder ein naivling mit einem transparent durch die straßen laufen, auf dem steht: „wehret den anfängen!“

dabei ist alles und jedes ein anfang. alles kann ursache von dem anderen sein. jeder „dezente“ rassismus angeblicher „gutmenschen“ erzeugt das haifischbecken, aus dem heraus und in dem drin dann die schlimmsten beißen und morden.

und dann tauchen wieder neue symbole auf … scheinbar ganz harmlos … kleine spielereien nur …

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Den 11/9 = 9/11 samt der Hassausbrüche konterkariert KLAUSENS mit der liebhaften Doppelkastanie

klau|s|ens, was soll man an so einem tag tun und sagen?

es ist tag des hasses, der auf altem hass basiert … und neuen hass hervorbringt. es ist ein tag der spiralen.

die angekündigte koranverbrennung und die proteste dagegen: alles zeigt die zerbrechlichkeit der welt.

und den sieg der ideologien und dogmen …

… und den widerstand der aufrechten, die meinen, alle diese verblendungen und verbrämungen bringen das unheil der menschheit hervor …

… und dann diejenigen, die wissen, dass die menschheit repariert und repariert, an sich selbst, aber doch nicht vom flecke kommt.

denn wieder gibt es neue fanatiker …

… und wieder neue verbrechen und untaten und morde und abschlachtungen und verbrennungen und verstümmelungen und …

… die menschheit ist ureigentlich unheilbar.

der lottoeffekt besteht darin, in der gesellschaft zu leben, die gerade relativ stabil und relativ hassfrei funktioniert.

man hat das gute los oder das schlechte.

die amerikaner dachten immer, sie hätten das gute.

durch ihren hochmut und ihre mangelnde toleranz gegenüber anderen kulturen ist es dann umgekippt.

nun schlägt der hass der amerikaner auf eben diese zurück.

und der hass der amerikaner ist ja wiederum mit dem europäischen imperialismus und kolonialismus in amerika verbunden.

so schwappt es da hinein und dort zurück. („history ist schwappery“ – neues klausens-zitat!)

und diese böse ankündigung, den koran zu verbrennen, von diesem terry jones, in gainesville, florida, hat nun dazu geführt, dass schon erste menschen bei demonstrationen dagegen ums leben gekommen sind.

so setzt die eine kette die nächste in gang. man kann mit wenigen worten schon gewaltig zündeln.

eine alte weisheit der geschichte. aber es passiert immer wieder. ich hasse die wortzündler. aber das wort „hass“ birgt schon neue gefahren.

geert wilders, der neue ober-rechte der niederlande, soll ja extra zum 11.9., also zum „nine eleven“, in die USA geflogen sein. zum zündeln!

so kochen alle ihre süppchen. es ist immer wieder unglaublich, wie viele menschen es gibt, die nur ihr ego sehen, ihren erfolg, ihre karriere, ihren „sieg“, und die sich um humane fragen und gerechtigkeit und ausgleich und versöhnung und alles das kaum kümmern.

diese welt ist unheilbar.

sicher. wir leben das lotto unseres lebens. wir leben in der BRD derzeit relativ sicher. aber alles kann schnell umkippen, wie die sarrazin-affaire zeigt. — und die niederlande zeigen es erst recht: die gefühle werden hochgepeitscht, es passiert ein mord, oder zwei: gegen pim fortuyn und theo van gogh, schon ist es um die stabilität eines landes geschehen.

was willst du nun an diesem 9/11?

ich bringe eine kastanie, die ich fand: ein stacheliges ding, gewiss. aber darinnen ist die frucht. eine esskastanie. und dieses stachelige ding ist innen nicht nur süß, sondern es ist eine doppelkastanie. eine DOPPELKASTANIE. eine besondere also! schau doch.

das ist schön.

eben: die zwei stacheligen dinger gehören zusammen. liebe! einheit! verbundenheit! so etwas findet man selten. die fusion zweier kastanien ist ein symbol der liebe und versöhnung, trotz bestehender unterschiede und trotz der stachel, die uns alle auch als menschen kennzeichnen.

dann wäre dein objekt eines der hoffnung?

das ist auch das alte spiel: du hast die brandschatzer und dann die hoffenden. auch das  geht immer weiter. scheiterhaufen für scheiterhaufen, versöhnung für versöhnung. alles sind muster menschlichen handelns, die sich in spiralen auf der zeitachse wiederholen und wiederholen.

das ist klug beobachtet.

aber was hilft’s? irgendwo wird bestimmt ein koran angezündet. es wird diese bilder geben, wenn sich nicht YOU TUBE und CO. dazu entschließen, solche bilder nicht zu bringen bzw. zu vernichten. aus dem internet zu jagen.

das wäre zensur!

ich weiß: ich bin mir immer unsicher. aber wenn zum hass angestachelt wird, dann sollte auch manchmal eine zensur greifen. es sollte bestimmte regeln geben, die man nur unter bestimmten umständen verletzen darf, nach vielen zwischenfragen. aber gewisse grenzen müssen schon sein. mord ist ja auch verboten, laut unserer strafprozessordnung. totale liberalität kann es nicht geben.

CNN und FOX wollen keine bilder von einer möglichen koranverbrennung bringen.

das ist gut so. das ist gut so. das ist gut so.

durch wiederholung wird es auch nicht besser.

das leben ist eine beständige wiederholung von immer denselben fehlleistungen. man könnte es eigentlich auch lassen.

das leben?

am ende ist ja eh weg. soll man nicht alles lassen?

sag das mal denen, die all das elend herbeikämpfen und -schreien und -bomben. denen musst du sagen: lasst euer leben doch sein! dann hätten wir unsere ruhe!

da hast du aber dann die selbstmordattentäter vergessen. die werfen ihr leben auch weg, aber mit der devise, andere leben zu zerstören.

also ist leben zerstörung?

man könnte es fast befürchten, wenn nicht die doppelesskastanie wäre. ich schrieb:

DOPPELESSKASTANIENFALL
– 9 / 11 / Gedicht –

Gib mir deine Stachel
Festens in die Hand
Bis ich dich esse oder

Fresse gänzlich auf
Du böse fiese Frucht
Weil nur durch jenen

Schmerz die Erkenntnis
Sei entbrannt in diesem
Human-kaum-Grauensland

Oh du nur Menschenskind
Setz bitte jeden Schritt und
Wiewohl jede Tat zum Abgrund

Hin in das Totalglobalverderben
Bis alle sterbend rufen: Stimmt!
… sodass selbst die Süß-Kastanie glimmt

Im Scheiterhaufen uns’res Lebens istscheint
Auch die Fusion der Liebe hin zum Doppelten
Vergebens. [Warum hebst sie dann auf?]

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klausens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens, geschrieben am 11.9.2010, Samstag, Königswinter-Oberdollendorf. („istscheint“ ist ein Kunstwort von Klausens.)

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

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