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klau|s|ens zeigt zum karfreitag den grablichtautomaten im doppelpack und präsentiert eine neue idee – www.klausens.com

klau|s|ens, diese grabkkerzen-automaten wirken im angesicht der milliarden smartphones fast schon archaisch.

für den friedhofsbesucher wirken sie zugleich aber im gegensatz noch verdammt modern, vielleicht zu modern, zu sachlich, zu nüchtern, fast schon als demonstration einer „antipietät“.

und dann sind es noch zwei automaten! nicht einer, nein: zwei!

und beide stehen auch noch fast nebeneinander.

zudem: ganz unterschiedliche modelle.

das problem ist so: will man nun ein grablicht aufstellen, muss man sich gezielt für einen der 2 automaten entscheiden.

da geht das problem los.

eben: mit welchem automaten werde ich dem toten oder der toten oder den toten, die ich bedenken will, am ehesten gerecht?

manchmal löst sich das problem, weil der eine automat sowieso leer ist.

vielleicht gibt es auch mal tage, wo beide automaten leer sind.

dann müsste man noch einen dritten aufstellen.

vielleicht gehen immer weniger menschen zum friedhofsgärtnerfachgeschäft …

… und immer mehr menschen verlassen sich auf diese automaten.

das wäre ja schrecklich.

nimm aber noch eine weitere neue erfindung.

welche?

die von uns, falls es die noch nicht gibt.

wie sähe die aus?

man hat das grablicht als app.

wie ginge das dann?

man würde die app „grablicht“ aufrufen und dann das handy einfach auf das grab legen.

klar, und wenn du gehst, nimmst du das handy wieder mit.

die real-kerzen-grablichter leuchten aber 24 stunden, 48 stunden, oder sogar wochen, je nachdem.

da hülfe so eine app nicht, denn wer will schon sein handy eine woche mit der app „grablicht“ oder „grabkerze“ auf so ein grab legen?!

man müsste also ein billighandy für 5 euro erfinden, welches nur die eine app „grablicht“ aufgespielt hat, schon ab werk, und welches man dann einfach aufs grab legt und da so lange liegen lässt, bis der akkustrom verbraucht ist.

schön. und jeden morgen würden die friedhofsgärtner über den friedhof gehen und schauen, wo es leere grablicht-app-handys gibt.

diese kämen in eine riesige truhe am friedhofseingang … und man könnte sich sein handy dann einige wochen später raussuchen, neu aufladen und wieder aufs grab legen.

ein großer kreislauf des recycelns und wieder aufladens.

tolle sache! ökölogen würden weinen vor freude!

ja, tolle sache: die moderne hat viel mehr zu bieten, als die nörgler erahnen. die kette handy – akku – grablicht-app ist supertoll. da kann keine profane kerze im roten gewand gegen an! keine! (auch nicht die aus den automaten!)

[die handykiste am friedhofseingang klauen sich dann immer wieder mal kluge ganoven und verdienen damit ein auskommen: ganz im sinne von jesus christus und seiner unendlichen güte.]

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klau|s|ens sieht allerheiligen offene flammen auf dem friedhof – www.klausens.com

klau|s|ens, das hat ja ganz schön gebrannt.

ja, das sind diese schalen aus alumaterial, darin schwimmt die flamme (auf dem docht) … und das meer ist der flüssige brennstoff.

wie weit verbreitet wird das sein?

über die friedhöfe hinweg? über deutschland hinweg? – wie soll ich das wissen?!

aber die friedhofskultur ändert sich doch, die kultur des todes auch.

alles ändert sich, gewiss, bis hin zu den gräbern, die auf das internet verlinken. gewiss.

dann haben wir halloween, das hatten wir früher auch nicht so.

auf dem friedhof?

weiß ich doch nicht, da werden auch leute mal nachts über die mauern klettern – aber alles bedingt sich doch: die eine kultur beeinflusst die andere, dazu noch das internet, FACEBOOK, youtube … und – schwupps – wird imitiert oder verändert oder getan oder gemacht.

die offene flamme kennen wir leider auch von brennenden flüchtlingsheimen. also würde ich mit all dieser schwupps-freude mal vorsichtig sein.

der gute alte sankt martin reitet in diesen tagen auch, dann gibt es auch wieder laternen, lichter und fackeln. und feuer!

wenn menschen ermordet werden, dann stellt man da auch lichter hin … oder man stellt sich in der kerze (in der hand) im windschutzbecherglas oder-plastik davor.

so viel an feuer, da kann einem ganz schwindlig werden.

du hast (nur) die 4 grundelemente: und deshalb wird feuer sehr oft angewandt.

aber offenes feuer auf friedhöfen, kanntest du das so?

nein, in dieser art nicht: ich kannte mehr die ewig roten grablichter, die dann auch teilweise in diesen extra wind- und regenschutzbehältnissen stehen.

aber man lernt ständig dazu.

leider, es wird einem etwas viel: zu vieles ist dauernd neu in dieser zeit. zu vieles gleichzeitig. (auch wenn die offene flamme zu allerheiligen irgendwie so flackernd passt.)

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