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Ein Grass-Gedicht schreibt KLAUSENS: WICHTIG: ACH, GÜNTER – Aller Welt und den Kameras

 

klau|s|ens, auch du?

ich reagiere auf grass mit seinen eigenen waffen.

aber wer erhört dich?

wird grass denn erhört?

viel lärm.

wenn „lärm“ der parameter ist, dann …

ja, was wolltest du sagen?

ich lasse meine gedichte sprechen. (also unsere!)

was aber, wenn diese nichts zu sagen haben? was dann?

egal: es muss gesagt werden, was zu sagen ist.

WICHTIG: ACH, GÜNTER
– Aller Welt und den Kameras –

Gras zimtwachse über
Deine Gedichte bis
In Tintschattenmoränen

Sich dann friedend auch
Die Weltwohlgeschichte
Besinnt und sofort das

Sich-Selbst-Bezichtigen
Alle gegen alle beginnt
Die Aufzeichnung schon?

Noch mal?
Was? Wie?
Und welches … Land?

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau&s&ens oder KlauGRASSsGRASSens oder Klau!s!ens, geschreiben am 7.4.2012 in Königswinter-Oberdollendorf, circa zwischen 15:15 und 15:40 MESZ.

http://www.klausens.com/klausens-und-guenter-grass.htm

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

 

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Günter Wallraff und KLAUSENS auf der Pressekonferenz

klau|s|ens, du hast endlich einmal günter wallraff LIVE gesehen?

aber ja, zweitklausens, es war mir eine ehre. eine große ehre.

wieso?

ich bewundere, dass dieser mann sich unermüdlich gegen das unrecht der welt einsetzt … und zugleich den entrechteten eine stimme gibt.

wallraff ist ja wieder da!

er hat sich wieder UNDER COVER in die dunklen brühen unserer verlorenen welt begeben. ja. keiner kann es so, wie er. (BUCHTITEL: „Aus der schönen neuen Welt. Expeditionen ins Landesinnere.“)

diesmal war er auch als schwarzer unterwegs.

er hat erzählt, dass ihm die schwarzen das sogar abnahmen, dass er auch einer wie sie sei. das ist schon wunderlich. denn auf den fotos sieht er doch wie ein „geschminkter schwarzer“ aus.

aber er schafft es immer wieder. man erkennt ihn nicht. und er erfährt grausliche wahrheiten über den alltag der armen, kleinen menschen.

sicher: aber die welt ist auch so schlecht, dass sie immer wieder neu angeklagt werden muss. es ist doch mehr als betrüblich, denn wallraff selber ist nun auch schon über dem rentenalter.

was ist denn das rentenalter?

siehst du, auch das ist so ein problem. aber wallraff schrieb einst die „Industriereportagen“, das war vielleicht das erste buch, was ich von ihm las. und damals war die welt der arbeiter (vor ort) schon ein grauen. (wir reden nur von deutschland. von den missständen andernorts können wir da nur schweigen, wenn wir hören, wie es allein schon in deutschland ist.)

und heute?

heute ist die zeit, wo sie wieder alles zurückdrehen wollen, in richtung manchester: keine schutzrechte, keine mindestlöhne, nur die gier des kapitals – das ist heute die devise. (der untergang der SPD ist damit eng verknüpft, weil diese sich anheimelnd dem kapital als „reformer“ zur verfügung stellten. alles nur ein hohn!)

du meinst, die gesellschaft ist fast schlimmer, als zu der zeit, als wallraff mit seinen aktionen begann.

man muss es leider in teilen so sehen. wer gestern abend noch im ZDF (bei „maybritt illner“, dort auch wallraff) sah, wie da dieser anwalt naujoks und dieser ex-unternehmerverbandschef olaf henkel sprachen, der bekamm klamme füße. es gibt menschen, die sind kalt wie eis, aber sie leben meistens gut ernährt und kapitalreich.

das kapital will alle schutzgrenzen entzweireißen … und die menschen benehmen sich mehr und mehr wie tiere.

ich denke, wie steine. es gibt immer mehr menschen, gerne auch in führungspositionen, die sich wie steine benehmen. menschen zählen nicht, menschenschicksale zählen nicht, menschenherzen zählen nicht. moral steht nur noch in der zeitung, oder bei wallraff, oder bei uns, zweitklausens.

aber wallraff bleibt unermüdlich!

wallraff macht ja auch kunst. er ist kein journalist mehr. er ist künstler einer sozialen plastik. jeder ausflug ins reale leben, dabei getarnt, in einer rolle sich befindend, ist ein eigenes kunstwerk.

dafür bewundertest du ihn?

ja, ich bewundere, wie er sich selber und seinen körper gibt, um sich für diese dinge einzusetzen. das hat etwas radikales.

aber er hat gut verdient!

das stimmt – aber da war nie sein antrieb. außerdem macht er mit dem geld auch allerlei gutes. etwas besseres leben sei ihm zudem vergönnt, da er ein sehr anstrengendes leben führt, was sich auch in seinem gesicht abzeichnet.

dann sind da noch die drohbriefe und schmähungen … alles das.

eben: wallraff konnte auch nie ein „normales“ leben führen. er hat sein leben zu großen teilen in den dienst der kunst gestellt, und in den dienst der sozial entrechteten.

man hört wirklich, dass du ihn schätzt.

ja, das tue ich: auch wenn ich nicht automatisch mit jedem seiner sätze übereinstimme. aber der kern unserer kunst (seiner wie meiner) ist das humane. er sucht es mehr im praktischen leben, ich bisweilen im absurden leben.

aber du hast LIVE von der pressekonferenz und auf der pressekonferenz berichtet, also: gedichtet.

ja, ich habe es versucht, den der raum war voll. das kuriose ist ja, dass da so viele kameras sind, samt teams, und samt kabel, dass diese dann alles zu blockieren wissen. wallraff ist immer gut, immer „für etwas presse gut“.

und mehr nicht?

was denn noch mehr? was erwartest du von so einer morgendlichen konferenz? da saßen helge malchow, sein verleger von kiepenheuer & witsch, und christoph amend von der ZEIT, genauer: ZEITMAGAZIN. und letzterer hatte wallraff immer wieder abgedruckt. jetzt ist er sogar mit foto auf einem ZEITMAGAZIN drauf. – drei männer, ein buch. ziel: aufklärung über das ewige unrecht aller zeiten.

dann war alles doch sehr intensiv?

ich finde pressekonferenzen unter solchen beengten bedingungen eher weniger intensiv. es musste ja unbedingt bei der buchmesse sein, im raum „exposé“. aber was soll ich machen?

gedichte schreiben.

ja, wallraff hier meine anerkennung aussprechen, für alles, was er für den humanismus tat, und vielleicht noch tut …. dann meine gedichte absetzen.

was bleibt?

das unaufhörliche anrennen der menschen, die für das gute streiten, und das unaufhörliche zurückschlagen der kräfte des reinsten egoismus. also: die übliche welt! schon seit anno dazumals. es hört ja nie auf. es wird kein paradies jemals kommen.

Siehe LIVE-GEDICHTE: Klausens und Günter Wallraff

UNGLAUBLICHE LERNFÄHIGKEIT

Ganz schlimme
Zustände wurden
Abgestellt wo aber
War ich dabei
Nicht angenehm
Ist sein Schaffen
Stets prozessgefährdet

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau=s=ens, LIVE geschrieben, am 14.10.2009, Mittwoch, Buchmesse Frankfurt, 3. C, Ost, Raum „Exposé“, gegen 10.15 Uhr. Pressekonferenz von Kiepenheuer & Witsch mit Helge Malchow, Christoph Amend, Günter Wallraff. Es redet Günter Wallraff, der sagt, er hofft sogar verklagt zu werden, für einige Passagen, weil er diese so publiszistisch noch stärker in die Öffentlichkeit bringen kann. Was er schreibt, sei handfest und abgesichert. Er sähe etwaigen Prozessen deshalb optimistisch entgegen.

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