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klau|s|ens und noch mehr blumige sprüche von thyssenkrupp zu essen – www.klausens.com

klau|s|ens, heute geht es weiter?

ja, ich habe auch noch die anderen sprüche aus dem geschäftsbericht von thyssenkrupp abgetippt.

schön.

ja, es wird so viel an an worten und losungen produziert, mit denen man uns blenden will. ob in china oder russland oder USA oder deutschland: die prinzipien sind sich da doch gleich.–  oder nimm religionen. immer wird gehämmert und gehämmert.

aber was bleibt dann davon?

das „feine“ ist, bei den großkonzernen, dass fast alles zu schall und rauch wird. da kann ein unternehmen untergehen und sie würden schreiben: „wir sind nachhaltig stolz auf unsere leistung“. oder man wird kriminell und schreibt dennoch „in aller ehrbarkeit üben wir einen wundervollen beruf aus.“

von dir? die beiden sprüche?

die waren jetzt schnell von mir. aber wir machen jetzt weiter mit thyssenkrupp, deren sprüche ich nun zu einem realegdicht zusammenfasse. man muss also sehen bei http://www.klausens.com/aktionaersgedichte-thyssenkrupp.htm und bei http://www.klausens.com/realgedichte-2.htm

aha, aber die restsprüche kommen doch auch hier?

ja, jetzt! (man muss ein paar jahre später dann wieder gucken, was von alledem blieb. von allem wort- und satzschaum.)

„INDIVIDUELL
Unsere Lösungen sind so individuell wie die Bedürfnisse
unserer Kunden. Von der maßgeschneiderten Systemlösung
bis zum ausgefeilten Servicekonzept.“

„KREATIV
Unsere Ingenieure sind nicht nur schöpferisch in
der Entwicklung innovativer Produkte, sondern
auch, wenn es um umweltfreundliche oder kosten-
günstige Lösungen geht.“

„ERFINDERISCH
Bei ThyssenKrupp arbeiten Ingenieure,
die sich die Freude am Entdecken
bewahrt haben. Damit werden originelle
Lösungen und kreative Prozesse möglich.“

Zitiert nach Geschäftsbericht 2011/2012, nur in der gedruckten Ausgabe, Innenseite der Doppelseite zu “2 KONZERNLAGEBERICHT”

„NAH
Unsere Arbeit dient vor allem den Menschen.
Deshalb entwickeln wir viele Projekte vor Ort
beim Kunden, in dem Land, wo die Menschen
leben, die davon profitieren werden.“

„GROSSARTIG
Großes erschafft man oft dann, wenn man es
sich zutraut, kleine Schritte einmal ganz anders
zu gehen. Unsere Ingenieure stecken auch in
die Details ihr ganzes Können.“

„TALENTIERT
Wir wollen auch in Zukunft innovativ sein.
Deshalb bilden wir aus, fördern Berufsan-
fänger und Nachwuchskräfte, arbeiten eng
mit Hochschulen zusammen und initiieren
Forschungsprojekte.“

„EFFIZIENT
Ein wesentliches Merkmal guter
Produkte und Dienstleistungen
ist zu helfen, Zeit und Kosten ein-
zu sparen.“

Zitiert nach Geschäftsbericht 2011/2012, nur in der gedruckten Ausgabe, Innenseite der Doppelseite zu “3 KONZERNABSCHLUSS”

„STOLZ
Wir blicken stolz auf die Erfolge vieler Genera-
tionen von Ingenieuren und Unternehmern.
Diese Herkunft verpflichtet uns und spornt uns
an, unser Bestes zu geben.“

„UNSCHLAGBAR
Bessere produkt- und Servicequalität zu niedrigeren
Kosten – eine unschlagbare Kombination und eine
der positiven Überraschungen, die wir unseren Kunden
bereiten können.“

„IDEAL
Unserem Tun liegt ein Ideal zugrunde:
Das, was wir produzieren, soll mustergültig,
vollendet und von bleibendem Wert sein.
Daran arbeiten wir unermüdlich.“

„NEUARTIG
Ob einzigartige Bauwerke oder extrem
leichtes Material für moderne Autos,
mit unserer Innovationskraft liefern wir
häufig die Grundlage, damit Neuartiges
überhaupt erst möglich wird.“

Zitiert nach Geschäftsbericht 2011/2012, nur in der gedruckten Ausgabe, Innenseite der Doppelseite zu “4 WEITERE INFORMATIONEN”

klausens-k-werk-ingenieurskunst-thyssenkrupp-31-1-2013

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klau|s|ens und die blumigen sprüche von thyssenkrupp zu essen – www.klausens.com

klau|s|ens, bei der DEUTSCHEN BANK läuft es schlecht.

da will man jetzt auch die „kultur wandeln“.

welche kultur?

das ist es ja: es gibt die gelebte kultur, oft die grauslich-schlimme wahrheit eines konzerns – und es gibt die vorgegebene kultur der statements und erklärungen und sprüche. es sind zwei welten.

die eine ist die nackte wahrheit, und mit der anderen lullt man die menschen ein.

man tut nur gutes, man sagt nur gutes, man versprüht nur gutes: du kannst an diesen konzernen kaputtgehen.

dann aber stellt sich dort dieses raus, hier eine absprache, da eine bestechung. dort gemogelt, da zahlen gefälscht.

leider ist es so: die konzerne sind riesig groß, kaum zu kontrollieren, brauchen ständig erfolgsmeldungen … und dann betrügen sich alle gegenseitig und lügen sich die taschen voll. siehe auch: http://www.klausens.com/aktionaersgedichte-thyssenkrupp.htm

ich leide an der deutschen wirtschaft.

ich leide an dem vermeintlichen „erfolg“ eines herrn ackermann. man sieht immer nachher, was vorher wirklich war.

25 % muss aber drin sein. 25 % gewinn.

dann höre dir doch heute an, was die bilanzpressekonferenz der DEUTSCHEN BANK ergab. verluste, verluste, gerade auch an glaubwürdigkeit und reputation.

nein, das möchte ich nicht. ich mag die DEUTSCHE BANK nicht.

was möchtest du denn?

ich möchte die schönen sprüche aus dem geschäftsbericht von ThyssenKrupp lesen und mich daran erjauchzen.

es ist diese prosa des schönwelgens, die scheinbare kultur und die pseudokultur, die so herrlich dahingeredet und -geschrieben wird.

die ganze welt ist ein affentanz. es kommt darauf an, am äffischsten mitzutanzen. das haben auch die von ThyssenKrupp begriffen. ich zitiere die blöcklein an text:

„Ingenieurskunst überwindet Grenzen. Diese Überzeugung treibt uns an, immer wieder neue Wege zu finden, wie man den weltweiten Bedarf nach mehr Gütern und mehr Wohlstand auf umweltfreundliche und nachhaltige Art bedienen kann. An den Grenzen des Machbaren nicht stehenbleiben, sondern weitergehen – so entwickeln wir die Zukunft.“

„RICHTUNGWEISEND

Die Ingenieure bei ThyssenKrupp gehen mit
offenen Augen durch die Welt und sehen
schon heute, was die Menschen morgen
wünschen werden.“

„UMWELTFREUNDLICH

Ein Industriekonzern lebt von den verfügbaren
Ressourcen. Deshalb war es für uns schon
immer selbstverständlich, umweltschonende
Technologien einzusetzen und zu entwickeln.“

„NACHHALTIG

Den Bedarf nach Mehr auf bessere Art
befriedigen – das ist unsere Antwort auf die
Frage, wie wir nachhaltigen und ressourcen-
schonenden Fortschritt gestalten können.“

Zitiert nach Geschäftsbericht 2011/2012, nur in der gedruckten Ausgabe, Innenseite der Doppelseite zu „1 AN UNSERE AKTIONÄRE“

ich liebe solcherart-sätze.

morgen kommen noch mehr.

was steht auf unserer LIVE-zeichnung von der ThyssenKrupp-HV hier unten?

„THYSSIMENTCHEN KRUPPOGAM“!

klausens-LIVE-zeichnung-HV-thyssen-krupp-18-1-2013-zwischen-neunfuenf-uhr-und-neun-fuenfundzwanzig-uhr-1000-pix

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klau|s|ens erlebte vor ort zu bochum herrn gerhard cromme von thyssenkrupp zu essen – www.klausens.com

klau|s|ens, wie sind diese leute?

die, die da oben mischen und schalten und verwalten? die strippenzieher und führungspersonen?

gewiss, ich meine zum beispiel herrn cromme, den chef des aufsichtsrates von thyssenkrupp.

er war ja lange jahre vorstandsvorsitzender und wechselte dann in den aufsichtsrat. er ist also mit dem unternehmen jahrzehnte aufs engste verbandelt und verbündelt.

und?

da fragt man sich, wie dieser aufsichtsrat die fehlentwicklungen begleitet oder gar begünstigt hat. aber man fragt sich ja sowieso, wann und wie ein aufsichtsrat und besonders dessen vorsitzender „verantwortlich“ ist. und nach der hauptversammlung vom 18.1.2013 weiß man das doppelt so sicher wie zuvor: du kannst dir eigentlich fast alles leisten, darfst aber ewig weitermachen. das mehrheitskapital hält dich im amt. (siehe auch: http://www.klausens.com/aktionaersgedichte-thyssenkrupp.htm )

also eher in die wirtschaft als in die politik?

vom verdienst und von der „schadensarmut“, also auch dein eigenes ewiges wohlergehen betreffend: gewiss. wärest du für milliarden verluste verantwortlich, so kämest du immer noch mit geld und abfindung und allem anderen davon. und in manchen positionen bleibst du immer weiter und immer weiter. was auch passiert: weiter und weiter.

herr cromme hätte zurücktreten sollen?

bei allem anstand, der immer in firmen-mission-statements und sonstigen aufgedunsenen corporate-und-governance-und-hulla-hulla-erklärungen verkündet wird: ja. ich denke: ja. dieses unternehmen thyssenkrupp war so auf (teils gar kriminelle) abwege gekommen, dass …

und wie war war er bei der HV? der jahreshauptversammlung? der herr cromme?

mir war er überaus unangenehm. das fing schon an, als es losging: da kam der geschäftsordnungsantrag von einem rechtsanwalt aus münchen, dr. oliver krauß, (von „Breitmoser Krauss Wechtenbruch Rechtsanwälte“), dass man ihn, herrn cromme, von der leitung dieser jahreshauptversammlung entbinden solle. ein antrag auf geschäftsordnung.

und dann?

dann veränderte herr cromme seine persönlichkeit derart unangenehm, das man wusste, welchen menschen man da vor sich hat. das war echtes und wahres doku-theater.

wie kam er aus dieser problemlage heraus?

finessen, juristische finessen: er hat den geschäftsordnungsantrag gar nicht erst zur abstimmung gestellt, weil dieser keine berechtigung habe. das nenne ich die wahrhafte demokratie des kapitals.

die gegner von herrn cromme arbeiten mit dem schachzug von geschäftsordnungsanträgen … aber er mit dem hyperschachzug, diese gar nicht zur abstimmung zuzulassen.

so geht das. man hat neben sich und hinter sich den juristischen fachbeistand, das wird ja alles abgeklärt, vieles auch schon im vorfeld, weil man mit dem und jenem auch rechnet. (du musst dein aktiengesetz zudem immer gut kennen.)

aber herr cromme hat ja schon viele versammlungen geleitet.

eben: er hat da auch erfahrung. um so mehr wunderte ich mich über das antlitz, das er zeigte. und so war es auf der ganzen sitzung: teilweise schäumend, teilweise verkantet, teilweise barsch: eine seltsame mischung von eigenschaften, die auf mangelnde souveränität hinwiesen … und auf einen charakter, der mir überhaupt nicht zusagte.

der mann darf aber „weiterregieren“.

gewiss, selber zurücktreten wll er nicht, am ende des tages hatte er seine „entlastung“. rund 69 prozent der stimmen des anwesenden aktienkapitals. (allerdings: es kam zur einzelentlastung. das passiert auch nicht oft.) das aktiengesetz sagt:

„§ 120 Entlastung; Votum zum Vergütungssystem

(1) Die Hauptversammlung beschließt alljährlich in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahrs über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats. Über die Entlastung eines einzelnen Mitglieds ist gesondert abzustimmen, wenn die Hauptversammlung es beschließt oder eine Minderheit es verlangt, deren Anteile zusammen den zehnten Teil des Grundkapitals oder den anteiligen Betrag von einer Million Euro erreichen.
(2) Durch die Entlastung billigt die Hauptversammlung die Verwaltung der Gesellschaft durch die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Die Entlastung enthält keinen Verzicht auf Ersatzansprüche.
(3) Die Verhandlung über die Entlastung soll mit der Verhandlung über die Verwendung des Bilanzgewinns verbunden werden.
(4) Die Hauptversammlung der börsennotierten Gesellschaft kann über die Billigung des Systems zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließen. Der Beschluss begründet weder Rechte noch Pflichten; insbesondere lässt er die Verpflichtungen des Aufsichtsrats nach § 87 unberührt. Der Beschluss ist nicht nach § 243 anfechtbar.“

aber?

es gibt kein aber. er ist vielleicht „angeschlagen“, weil die entlastung nur karge rund 69 % erbrachte, aber er wird seinen stiefel und auch die sporen immer weiter (durchs fleisch der wirtschaft) hindurchziehen.

wie findest du das?

beschämend. eigentlich ist so ein kompletter aufsichtsrat, wenn er da vorne sitzt … fast schon wie ein elferrat zu guten alten karnevalszeiten: stumm, blickend, klatschend. – eigentlich zeigt so ein aufsichtsrat eine seltsame verschworenheit aus taktik und loyalitäten. – aber das kapital bleibt, bei aller enttäuschenden vorstellung, immer dran, an der macht und am geld.die position „mitglied im aufsichtsrat“ ist ja (bei relativ geringem zeitlichen einsatz übers jahr) finanziell sehr lohnend.

und die hälfte sind ja „arbeitnehmervertreter“. vergiss es nicht! mitbestimmung!

eben: die lassen sich dann auch dazu verleiten, 1. klasse zu fliegen. man weiß also, was man von (fast) allen da vorne auf dem podium zu halten hat. (die arbeitnehmervertreter haben herrn cromme ja im verbleiben auch unterstützt.) aber jenen gerhard cromme, der den ganzen tag redete, reden musste, als versammlungsleiter: den konnte man mal sehr gut studieren, an so einem tag.

und wie findest du den kapitalismus? nach solchen erlebnissen vo ort?

nach solchen erlebnissen graut mir jeden tag mehr vor dem kapitalismus. an solchen tagen kommt einem selbst die unglaubliche katholische kirche noch wie ein paradiesischer verein der wohlanständigkeit vor.

klausens-foto-vor-ort-bochum-ruhrcongress-hauptversammlung-thyssenkrupp-gerhard-cromme-kurz-vort-beginn-18-1-2013

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klau|s|ens sah vor ort zu bochum die hauptversammlung von thyssenkrupp zu essen – www.klausens.com

klau|s|ens, die erwartungen waren groß. ob es zum großen knall käme? zur großen abrechnung? zum scherbengericht? bei dieser HV?

diese großen konzerne erinnern einen an den staatssozialismus. man kommt da nicht gegen an.

nein?

du kannst kritisieren und machen und schreien und tun, am ende ziehen die doch ihren stiefel durch. sie passen sich den aufwallungen der öffentlichkeit durch taktische schachzüge an, aber sie ziehen doch ihren stiefel durch.

man hat alle entlastet, alle.

eben: die kapitalmehrheit sagte, wir wollen „entlastung“ … und auch wenn die stimmergebnisse am ende des langen tages (er endete gegen 21:54 uhr) nicht supertoll waren. formal „entlastet“ nach gesetz wurden dann alle führungskräfte doch. ja, auch der aufsichtsratsvorsitzende gerhard cromme! auch der.

das kapital hat also die macht.

nein, das kapital, dass die mehrheit um sich zu scharen weiß. du musst die mehrheit des kapitals in deinen pool einspeisen, und dann kannst du schalten und walten. du brauchst also eine „mehrheit“ des kapitals, um deine sachen durchzudrücken. und deine leute natürlich. 

und bei thyssenkrupp?

da hat allein die kruppstiftung, geführt von herrn berthold beitz, schon etwas über 25 % am stimmkapital. (außerdem ist viel „kapital“ gar nicht vertreten, auf so einer HV. und wer seine stimmrechte nicht überträgt, wenn er selber nicht kommt, der fällt schon mal raus.)

war berthold beitz denn da?

gewiss, 99 jahre, aber immer noch da. zwar fast zart und zurückhaltend, da man im alter schwächer und kleiner wird – aber dennoch eindrucksvoll und machtvoll. der herr cromme hat sich demonstrativ mit dem herrn beitz fotografieren lassen, stehend, auf der bühne der HV: da kann hollywood nicht meckern. glanz und gloria. vater und sohn. macht und wille. so standen die beiden einträchtig da.

aber wir haben gedichtet.

gewiss: http://www.klausens.com/aktionaersgedichte-thyssenkrupp.htm dennoch: man kann gegen solche macht kaum an. das zeigte sich auch im verlauf der hauptversammlung, wo mehrfach bestellte redner auftraten. ein widerliches schauspiel.

alles sollte dazu diesen, den konzern von den vielen vorfällen und unfällen und gewollten (ab)fällen reinzuwaschen.

es war schon manisch, oder auch schon einpeitschend, wie man immer sagte: wir müssen jetzt aber nach vorne blicken. – so will man die untaten und kriminellen vergehen innerhalb des riesenkonzerns abstreifen. – alles ist inszenierung. alles ist gemacht. staatssozialismus und ein großes aktienunternehmen: es gibt so viele gemeinsamkeiten, so viele.

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Bei HOCHTIEF erlebt KLAUSENS den Untergang und den Abgang einiger

klau|s|ens, es ist vollbracht!

gewiss, ACS hat sich HOCHTIEF geholt, vorgestern wurde es dann umgesetzt.in essen.

inwiefern?

weil man den aufsichtsrat verändert hat, sehr stark verändert hat. so macht man das.

wie?

man holt sich aktien, macht übernahmeangebote, gibt aus, verteilt, lockt an, telefoniert, besticht … und dann hat man sich ein gesundes unternehmen wie derzeit HOCHTIEF geangelt. einfach durch den besitz von aktien. WOW!eine dagobert-duck-story, aber verteilt auf einige köpfe und häupter.

hernach?

hernach ist die hauptversammlung und danach müssen dann einige gehen. das war am 12.5.2011, da war „hernach“.

wer muss denn gehen?

aus dem 5-köpfigen vorstand gehen gleich 3, u.a. der vorsitzende, dr. herbert lütkestratkötter. unter anderem der.

wer bleibt?

im vorstand 2 von einst 5:

Dr.-Ing. Herbert Lütkestratkötter
Vorstandsvorsitzender
–GEHT

Dr. rer. pol. Burkhard Lohr
Finanzvorstand, Arbeitsdirektor
Corporate Accounting, Corporate Controlling, Corporate Finance/IR, Corporate Human Resources and Corporate Tax
–GEHT

Dr. rer. pol. Peter Noé
Mitglied des Vorstands
Divisions HOCHTIEF Concessions und HOCHTIEF Asia Pacific
–GEHT

Prof. Dr.-Ing. Martin Rohr
Mitglied des Vorstands
Divison HOCHTIEF Americas
–BLEIBT

Dr. jur. Frank Stieler
Mitglied des Vorstands
Division HOCHTIEF Europe
–BLEIBT UND WIRD NEUER VORSTANDVORSITZENDER

so macht man das?

so macht man’s! das kapital schluckt und das kapital spuckt. es geht ein riss durch den vorstand, denn zwei bleiben, davon wird einer der neue boss, und drei gehen. es ist wie ein drama in shakespeares sinne.so saßen sie auch auf der bühne: links die zwei „bösen“ aus dem vorstand, die ACS-mitmacher, dann rechtsanwalt und notar, und dann die drei „guten“, die aufbegehrer gegen ACS, die nun weg müssen.

shakespeare, aber ohne waffen?

die waffen sind nicht schusslicher natur, gewiss. aber waffen sind es auch.

und der aufsichtsrat?

der geht auch zu großen teilen. die alte garde, die sich auf die seite von dr. lütkestratkötter gestellt hatte (bzw. der sich auf deren seite), die tritt ab, darunter der aufsichtsratsvorsitzende detlev bremkamp, früher mal wichtig bei der ALLIANZ, oder heinrich von pierer, früher mal wichtig bei SIEMENS (bestechungsgeldsache) … oder hans-peter keitel, heute noch wichtig als chef des BDI.

alles wird anders?

gewiss: ACS hat sich ein filetstück geholt und jetzt wird das filetstück zerteilt. dazu musste man einige leute loswerden und andere einkaufen.

wie war der alte aufsichtsrat?

so:

Aufsichtsratsmitglieder bis zum 12.5.2011, an diesem Tag ist die ACS-Übernahme erfolgt, u.a. durch Neubesetzung des Aufsichtsrates.

Anteilseigner:
Detlev Bremkamp (Vorsitzender) (seit Mai 2010)
Ángel García Altozano
Professor Dr. Hans-Peter Keitel
Professor Dr. Heinrich von Pierer
Professor Dr. Wilhelm Simson
Tilman Todenhöfer
Marcelino Fernández Verdes
Manfred Wennemer

Arbeitnehmervertreter:
Gregor Asshoff
Alois Binder
Lutz Kalkofen
Raimund Neubauer
Udo Paech
Gerrit Pennings
Gerhard Peters (stellv. Vorsitzender)
Klaus Wiesehügel

wiesehügel, der umstrittene mann von der gewerkschaft? – und der neue aufsichtsrat?

den drucke ich jetzt nicht ab, das wird zu viel an namen. aber der neue boss des aufsichtsrates ist manfred wennemer, früher mal chef bei CONTINENTAL. du weißt doch, dass alle kreuz und quer in aufsichtsräten sitzen, zusätzlich zu allem anderen. so ist die industrie ein einziger großer filz. in diesem filz wird dann gefochten und geschoben, dass sich die aktien biegen.

du also warst dabei? klau|s|ens?

wir beide, zweitklausens. wir beide waren lediglich bei der aktionärsversammlung dabei, an jenem 12.5.2011 in der GRUGAHALLE in essen, wo alles dann umgesetzt wurde, formal, was vorher durch die aktienaufkäude von der spanischen ACS schon umgesetzt worden war.

ACS ist böse und HOCHTIEF ist gut?

so will es das märchen. aber „gut“ und „böse“ zählen im kapitalismus nur bedingt. in diesem fall hat aber herr dr. lütkestartkötter regelrecht geschluchzt, nur kurz (und vielleicht noch inszeniert), als er seine letzte rede hielt. so sehr alle kapitalisten sind, so sehr haben manche eben auch ihr spielzeug darin gefunden.

und dieser lütkestratkötter durfte nicht mehr spielen?

eben. das machte ihn traurig. und er galt als erfolgreich, bis dann die zahlen aus australien zum schluss so schlecht waren. aber das war nicht das problem. das problem war, dass er dagegen ankämpfte, dass die spanische ACS „seine“ HOCHTIEF feindlich übernehmen wollte. das ging bis nach KATAR. aber es half nichts. klar, dass ACS den feind im hause nicht mehr will … und dass dr. lütkestratkötter dem feind ACS außer hause nichts abgewinnen konnte.

verluste? abgänge? geschacher?

die welt ist niemals genügend.

und die LIVE-gedichte?

unsere? die versuchen alles das irgendwie zu erfassen, was die welt bestimmt. siehe: http://www.klausens.com/aktionaersgedichte-hochtief.htm

du meinst: die gier.

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Seine Berichte und Gedichte über die Hauptversammlung der DEUTSCHEN BANK in Frankfurt beendet KLAUSENS

klau|s|ens, ist das nicht ein bisschen viel DEUTSCHE BANK hintereinander?

ich weiß, aber was soll ich tun? man muss ja dieses und jenes auch erzählen.

wirklich?

auf so einer HV (hauptversammlung) erlebt man ja viel.

was denn?

das fing damit an, dass ein anwalt, der für das ehepaar kirch spricht (leo kirch!), dr. franz enderle, die rechtmäßigkeit der versammlungsleitung anzweifelte. (antrag zur geschäftsordnung).

wer ist denn diese leitung?

das ist der herr dr. clemens börsig gewesen, der vorsitzende des aufsichtsrates. so ist es immer.

und? warum darf er nicht?

dieser anwalt sprach von einem verfahren, wonach schon das landgericht geurteilt hätte, dass börsig 2008 nicht korrekt zum aufsichtsratsvorsitzenden gewählt worden sei – und dass er deshalb heute auch nicht die HV leiten dürfe. (die letzte mündliche verhandlung war wohl am 18.5.2010, in dieser sache. vor dem OLG. das endgültige urteil dieser instanz steht noch aus.)

das sind ja pikante dinge.

es sind auch rituelle dinge, kämpfe. denn das kirch und DEUTSCHE BANK überquer sind, weiß man ja. äußerungen von einst haben dem kirch schwer geschadet. daraufhin brach sein imperium zusammen, sagt er. eine riesiges durcheinander …. das sich aber weiterzieht.

und was war nach dem antrag?

nach diesem antrag war die HV erst einmal aus ihrer bahn geworfen, weil über diesen antrag zur geschäftsordnung dann zu entscheiden war, bevor die HV eigentlich beginnen konnte. das kostet dann zeit.

aber der antrag wurde zurückgewiesen?

klar. das war ja klar: nur 0,43 % der anwesenden, vertretenen aktionärsstimmen sprachen sich dafür aus, dass herr börsig NICHT die versammlung leiten sollte.

dann ging also alles doch noch weiter?

sicher, alles geht seinen gang. aber rechtsanwalt michael bohndorf, der den geschäftsordnungsantrag von RA enderle unterstützte, berichtete noch pikante details über detekteien und bespitzelungen, die von der DEUTSCHEN BANK ausgegangen sein sollen. da fasst man sich mit den händen an den kopf. man weiß ja, wie die welt tickt. aber man ist dann doch immer wieder überrascht, wie „billig“ und wie „primitiv“ führende köpfe der wirtschaft sich da verhalten.

bohndorf wies dr. clemens börsig die schuld dafür zu?

so habe ich es verstanden, ja, ein ganz direkter angriff. börsig soll es veranlasst haben, das geheimdienstagieren via detektiv und co.  – und börsig wies daraufhin natürlich alles schön zurück. verrückte dinge treten einem da entgegen.

dann ist eine HV doch auch für etwas gut?

sicher: auch „kritische aktionäre“ treten auf, sprechen über die politik der DEUTSCHEN BANK und legen ihren finger in wunden. oder die organisation „urgewald“ (mit „d“!), die zweifach antrat, zur rede, und z.b. die finanzierung von nuklearprojekten durch die DEUTSCHE BANK anklagte. (auf der homepage von URGEWALD kann man sich die reden noch runterladen.)

dann wird also die DEUTSCHE BANK auf der HV vor aller welt angegangen?

genauso ist es. und natürlich muss die DEUTSCHE BANK sich verhalten, denn alle diese dinge können den ruf der bank beschädigen … und man muss sich inhaltlich oder taktisch aus der affaire ziehen.

tolle dinge geschehen.

nur dr. ackermann bleibt immer gelassen und freundlich. er strahlt eine fast schon geniale ruhe aus. dazu lacht er, geht sogar in der pause zum händeschütteln vor die bühne. der ist schon mit vielen wassern gewaschen. das dürfte ein wichtiger bestandteil seiner macht und seines erfolges sein.

und dann gab es ja noch kerzen!

richtig: es gab auch kerzen von menschen, die sich auch regelmäßig zu mahnwachen bei der deutschen bank versammeln. und die stehen dann mit kerzen auf der HV und halten ein transparent hoch: „nichts gelernt aus der krise“.  es ist eine gruppe um pater gregor böckermann, der auch selber sprach: INIATIVE ORDENSLEUTE FÜR DEN FRIEDEN. träger des aachener friedenspreises 2003. die sind bekannt für spektakuläre aktionen und zivilen ungehorsam. außerdem haben die allerlei gute vorschläge für die ordnung der wirtschaft..

die anderen aktionäre wollen aber immer nur geld und dividenden?

sicher: da sind dann die redner der aktionärsvereinigungen, und die langweilen einen mit den immer selben sprüchen, die nach mehr gewinn und höherer dividende schreien. – die welt ist ein irrenhaus. und auf einer HV der DEUTSCHEN BANK spiegelt sich das natürlich auch wider.

und deine gedichte?

unsere, zweitklausens, unsere: wir gehören ja auch zu dem irrenhaus namens „welt“: http://www.klausens.com/aktionaersgedichte-deutsche-bank.htm

und vergiss nicht das seriello: http://www.klausens.com/seriello-dr-josef-ackermann.htm

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An der DEUTSCHEN BANK und ihrer Hauptversammlung (HV) arbeitet sich KLAUSENS ab

klau|s|ens, die hauptversammlung also begann. jetzt erzähle doch mal was. vom 27.5.2010.

ich fand, es war weniger beeindruckend, als ich dachte.

was?

die inszenierung.

das kommt von der festhalle.

stimmt, die festhalle ist wunderschön, aber sie passt von innen nicht ganz zum superhochglanzgeldambiente, als welches man sich die DEUTSCHE BANK denkt.

die TELEKOM kam besser rüber?

ich denke: ja. aber was ist „besser“? alle haben eben diese riesigen projektionsflächen. aber die TELEKOM wirkte sehr modern, die DEUTSCHE BANK viel schlichter. zumindest vorne auf dem podium.

banken sind immer schlichter als telekommunikationsunternehmen. das bringt der zweck des geschäftes doch mit sich.

nein, nein, das „schlicht“ meint eben den gesamteindruck, wenn man die halle betritt und sich die projektionen im gesamtschauen von sitzen und halle und wirkung so anguckt.

dir kann man es nie recht machen!

zweitklausens, ich bin doch nur weltbeobachter. ich habe bisweilen nicht mehr mitzuteilen als mein beobachtungen. außerdem gibt es ja den geschäftsbericht …. und bei der DEUTSCHEN BANK ist der aufgeteilt in einen recht dünnen JAHRESBERICHT und einen dickeren FINANZBERICHT:

du hast doch aus einer sache ein REALGEDICHT gemacht?

das stimmt: REALGEDICHTE sind reale texte, die der weltdichter entdeckt, mit einer überschrift versieht und sie zum gedicht erklärt.

und bei der DEUTSCHEN BANK?

das war es dieses:

JAHRESBERICHT
– Realgedicht –

Krisen sind Stresstests in der Lebenswirklichkeit.

Stärken wie Schwächen von Unternehmen werden gleichermaßen offengelegt.

Überlebensmerkmale sind Weitsicht und Nachhaltigkeit sowie entschlossenes Handeln und die Fähigkeit zur schnellen Anpassung an den weltweiten Wandel.

Die Existenznotwendigkeit von leistungsfähigen Banken in einer modernen Wirtschaft steht außer Frage.

Aber ebenso gilt: Die Finanzwirtschaft muss auf Dauer ihren Beitrag zu Fortschritt und Wandel leisten.

Die Deutsche Bank ist gestärkt aus der Finanzkrise hervorgegangen; sie steht heute global besser da als zuvor.

Stärke erlaubt, Chancen zu ergreifen. Wir wollen Zukunftspotenziale zielstrebig erschließen und ambitioniert nutzen.

Das Fundament unseres Erfolgs besteht in einem bewährten Geschäftsmodell und einer Belegschaft, die große Kompetenz, breite Vielfalt und eine starke Leistungskultur auszeichnet.

Gestärkt in eine neue Zeit.

© Klau|s|ensĦķΩ7 Klau’s’ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens
Copyright für dieses Realgedicht, nicht für den verwandten Text: Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau*s*ens oder Klau§s§ens, LIVE geschrieben am 27.5.2010, Frankfurt, Messegelände, Festhalle, Hauptversammlung 2010 von der DEUTSCHEN BANK, gegen 9:00 Uhr, Festhalle, innen, schon sitzend. Um 10:00 Uhr geht es erst los. Den Jahresbericht lesend. – Dieses Realgedicht erfasst den Text auf der (vor)vorletzten Seite (Seite 72) des gedruckt vorliegenden Jahresberichts 2009: „Jahresbericht 2009 GESTÄRKT IN EINE NEUE ZEIT Leistung aus Leidenschaft“ – Es gibt gedruckt auch einen Finanzbericht, der aber um einiges dicker ist. Alles als PDF downzuloaden unter: http://www.db.com/ir/de/content/hauptversammlung.htm
– Das Gedicht erfasst die Sprache der Flosken und Hülsen, die zugleich die Corporate Identity ausmachen. Man kann so herrlich „formeln“ und so wundervoll „hülsen“ (jeweils Verb!). Vergleiche zur Politik sind erlaubt! – Missverständlich und grammatisch doppeldeutig ist im Übrigen: „einer Belegschaft, die große Kompetenz, breite Vielfalt und eine starke Leistungskultur auszeichnet.“ Die Belegschaft zeichnet also aus, sie zeichnet „sich“ nicht aus.

seltsam, seltsam!

gewiss! die welt ist voller seltsamkeiten und unverständlichen dingen. siehe auch: http://www.klausens.com/aktionaersgedichte-deutsche-bank.htm

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