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klau|s|ens berichtet über die mediale realität des verbrechens zu köln und anderswo – www.klausens.com

klau|s|ens, da war die stadt köln, gestern, dieser mann, der auf der autobahn A1 geflohen war, auf der autobahn, von der raststätte weg … der zuvor eine schusswaffe gezogen hatte … bei einer kontrolle …

und dann?

… gestellt wurde, in köln, in der innenstadt. alles gestern.

ein böser mann?

das war ein böser mann, ja, ja, aber man kennt keine hintergründe. vielleicht war er auch lieb und die schusswaffe nahm er, weil er nicht weiter wusste.

ein bösgewordener mann?

vielleicht auch so. sie schrieben in der presse:

„Einen bewaffneten Autofahrer hat die Polizei von der Autobahn bis in die Kölner Innenstadt verfolgt. Dort gelang es den Beamten am Freitagmittag, den Mann zu überwältigen und festzunehmen. Der 49-Jährige hatte nach Angaben der Polizei bei einer Kontrolle an der Raststätte Remscheid an der A1 eine Schusswaffe gezogen, diese gegen sich selbst gerichtet und war dann losgerast. Seine Flucht verlief über die Autobahn und quer durch Köln. Als der Mann dort wegen des starken Verkehrs stoppen musste, überwältigten ihn Spezialkräfte der Polizei.“

warum erzählst du mir das?

warum? weil die leute dachten, in köln, wo er gefasst wurde: alles sei ein film.

die verbrecherjagd sei ein film?

so denken die leute heute.

wie dachten sie früher?

wenn so eine szene war, in der innenstadt, mit absperrung und polizei und verfolgung, und es waren filmdreharbeiten … dann dachten die leute: es ist realität. da ist wirklich die polizei zugange.

so war es früher!

eben! heute ist es anders: heute ist es die realität … und jetzt denken die leute, es müssten dreharbeiten sein.

die dreharbeiten sind also normaler und häufiger geworden als die realität regulärer verbrechen.

so ist das mit der medialen welt: alles hat sich irgendwie gedreht.

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klau|s|ens nun auch die jäger?

wieso nicht? die welt ist voller übeltaten. wir quälen die tiere von morgens bis abends. kinder schießen nacktschnecken mit pfeil und bogen: nur zum spaß. die erwachsenen jubeln dazu. wespen werden erschlagen: nur zum spaß. mücken und fliegen gepatscht: nur zum spaß. frösche verlieren die beine: nur zum spaß.

du bist ja erregt und erbost!

darf ich nicht?! wir machen den tieren den garaus. aber wir merken so oft davon nichts, weil alles am ende so brav und rein verpackt in den supermärkten liegt.

da ist der jäger anders.

der jäger schießt wenigstens noch so, dass sich keiner daran vorbeilügen kann. der jäger ist auf eine gewisse weise „echt“.

aber auch er tötet meistens „zum spaß“, was dann allerdings als „sport“ oder „leistung“ oder „wettstreit“ ausgegeben wird. es dient bisweilen auch der substanzpflege oder dem erhalt bestimmter tierrassen. es geht um macht oder ansehen. der motive sind viele. der lügen aber auch! jäger? – ich weiß nicht!

ich aber denke an all die tierfabriken und folteranstalten. an die hühnergefängnisse und kuhschlachtbanken. an alle schweinereien dieser welt. im verborgenen. die verbrechen geschehen, nicht erst seit büchern wie „animal farm“. andauerndes töten und quälen in großem maßstab, von gar so „anständigen“ leuten.

du bist wütend.

ich denke an die tiefkühlkost. an die wurst. an die schnitzel, die so sauber in unseren bäuchen landen. aber die tiere werden dennoch gequält, immer nur gequält. massentierhaltung, massenmord, todesangst. alle indianer weinen, wenn sie uns so sehen. was hat die menschheit aus sich selbst gemacht?! und wie wurde sie überhaupt auf diese welt gebracht?! es wird wild gemordet, ohne sinn, ohne verstand, ohne moral. wir sind die nation der schlächter, aber wir sehen kein blut. bei den jägern sieht man wenigstens noch, was passiert.

totalabrechnung?

ja, es muss schluss sein! ein jagdgedicht:

JÄGERSCHLACHTBRATLINGSLATEINVOKABEL

Komm wir gehen
Auf die wilde Jagd
Und schießen was
Uns an dem Instinkt
Behagt der stets jedoch
Das Qui-Qua-Quälen evoziert
Dorten dero dezidiert in den
Supermärkten-Tiefkühltruhen
Wo vom immer bösen Menschen
Gar zu viele Dumpf-Verbrechen
(Ich meine jetzt das ganze Leben!)
Mahnend kalt kaum klagend kühl nur ruhen

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau(s)ens oder Klau-s-ens oder Klau/s/ens, geschrieben am 26.8.2010, Donnerstag, in Königswinter-Oberdollendorf.

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