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Neues von der Commerzbank und ihrer Hauptversammlung hört KLAUSENS

mensch, klau|s|ens, jetzt schreibst du schon zum dritten mal hintereinander über diese ätzende bank.

was? ich bitte dich? diese bank steht unter der kontrolle des SoFFin … und braucht den staat um zu überleben … und hat nun auch noch den staat in sich drin. mit 25% der anteile. eine staatsbank bzw. eine staatsviertelbank. das ist die commerzbank.

der staat ist in der commerzbank drin?

hast du das nicht mitbekommen? das war doch einer der tagesordnungspunkte der hauptversammlung.

du meinst die in der jahrhunderthalle?

ja, die. die hat ja auch 2 tage gedauert. das ist auch nicht üblich.

und nun?

nun haben die beschlossen, dass der bund anteilseigner der bank werden darf. früher wollten sie alle das land niedersachsen aus VW rausziehen („kein staat!“, hieß es immer) – und heute läuft es umgekehrt: das kapital fordert seine eigene verstaatlichung.

aber das ist doch nur, damit sie nicht zusammenbrechen.

eben: das ist die devise. wenn es gut läuft: hohe löhne und hohe dividende. wenn es schlecht läuft, dann bitte hülfe der staat und hülfen die steuerzahler!

so also funktioniert die welt.

das, was im kleinen bei den vielen stadtwerken und sparkassen läuft, ist nun im großen bei der commerzbank geschehen.

WE BLESSING GOD!

muss es nicht BLESS heißen?

aber BLESSING ist doch der aktuelle vorsitzende des vorstandes. martin blessing. und der ist doch derzeit der tätige unter-den-schirm-des-staates-steller.

zusammen mit dem aufsichtsrat!

ja, ja, und dessen vorsitzender war ja früher chef des vorstandes und ist mit dem untergang der commerzbank genauso eng verknüpft.

du erzählst dinge! der staat in der commerzbank drin? teilhaber der bank? unglaublich! zumindest vor zwei jahren hätte das niemand geglaubt.

lies doch die AFP-meldung: Frankfurt/M. (afp). Die Aktionäre der Commerzbank haben den Einstieg des Staates und die damit verbundene Kapitalerhöhung gebilligt. Auf ihrer Hauptversammlung stimmten die Aktionäre am Samstag der milliardenschweren Kapitalspritze des Bundes zu. Dadurch erhält der Staat 25 Prozent plus eine Aktie. Laut Commerzbank stimmten 97,7 Prozent des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals für die Kapitalerhöhung. Der Bund hält nach der Kapitalerhöhung für 1,8 Milliarden Euro ein gutes Viertel der Commerzbank-Aktien und ist mit stillen Einlagen in Höhe von 16,4 Milliarden Euro engagiert.

ach herrjeh. da nutzen deine LIVE-gedichte von der commerzbank-hauptversammlung http://www.klausens.com/aktionaersgedich… auch nicht mehr viel!

ach, rede dur nur. es ist doch alles nur ein kleiner teil des großen dauergeschehens in der maroden wirtschaft (abgesehen von skandalen wie TELEKOM, MAN, BAHN, SIEMENS, et al.). ARCANDOR (erinnere unsere anderen gedichte http://www.klausens.com/aktionaersgedich… ) will ja auch staatliche hilfe, wie ich heute lese. die müssen sich umschulden, und wissen nicht wie. die zeit eilt. zugleich will die METRO-gruppe (träger von u.a. „kaufhof“) angeblich alle KARSTADT-häuser von der ARCANDOR übernehmen.

das ist ja ein einziges hauen und stechen.

und immer ist der staat dabei.

bei VW ja auch.

du meinst die VW-PORSCHE-sache. da muss man sehen, dass ein konzernchef (wiedeking) hier privates poker spielt, VW aufkaufen möchte, als kleiner PORSCHE – dann ist der coup „großartig“ gescheitert, wiedeking hat sich verzockt, und plötzlich hat PORSCHE, dieses zuvor erfolgreiche unternehmen, 9 milliarden „spielschulden“ (an die mitarbeiter denkt bei diesen spielen eh‘ keiner!) und muss nun mit VW zusammengehen, wo jetzt wiederum das land niedersachsen mitbestimmen will, z.b. wo die neue konzernzentrale hinkommt, von dieser neuen fusionsholding, und alles das.

dann ist überall mehr staat.

und die FDP wollte immer weniger davon. lächerlich!

das freie kapital ist also das kapital des freien falls.

wieder so ein auspruch von dir, aber man kann sagen, dass alle marktliberalen für alle zeiten abgewirtschaftet haben … haben müssten.

… und dennoch wollen sie viele stimmen ergattern, bei der bundestagswahl.

und das kursiose ist: sie werden diese auch noch bekommen. die FDP scheint deutlich zweistellig zu werden. lächerlich!

findest du das dann noch gerecht?

nein, aber deshalb bin ich ja auch kein christ … ich weiß, dass es keinerlei gerechtigkeit niemals jemals auf erden geben wird.

dann findest du es auch ungerecht, wenn du den buechner-preis bekommst oder bekämest?

aber ja, ich denke, dass der BLESS-THE-BLESSING-preis für mich der angemessenere wäre … derzeit! oder der COMMERZBANK-GEDENK-PREIS! oder der ARCANDOR-WEIN-DOCH-PREIS oder der PORSCHE-PURZELT-PREIS.

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Kunstwerk von der Hauptversammlung der Commerzbank macht KLAUSENS

holla, klau|s|ens, du hast auch ein kunstwerk von der hauptversammlung der commerzbank in frankfurt-hoechst in der jahrhunderthalle gemacht?

eine einfache zeichnung! sie heißt auch so: „jahreshauptversammlung commerzbank“.

und das zu deinen gedichten? und dem SERIELLO?

http://www.klausens.com/aktionaersgedich…
und http://www.klausens.com/seriello-commerz…

ja, ja, ich weiß, es wird mehr und mehr … und dadurch nicht besser. es ufert aus: das schaffen, die kunst, die erkenntnis, die verdrängung.

WER VERDRÄNGT
KAUM ERKENNT!

von dir? dieser spruch? fein, fein! … was für das geld vielleicht auch gilt – oder wird es derzeit nicht mehr mehr?

das hängt immer von der sichtweise ab – und über wen du sprichst. ansonsten wird ja alles mehr mehr. bei den banken war das stets wichtig: das mehr mehr.

und bei vielen geschäften: „aktien und mehr!“ – das steht dann oben drüber.

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Auf der Hauptversammlung der Commerzbank AG dichtet KLAUSENS

du, klau|s|ens, hattest du nicht schon genug getextet? ich erinnere an die hauptversammlung von ARCANDOR!
http://www.klausens.com/aktionaersgedich…

na und?

was willst du bei diesen langeweilern aus der wirtschaft?

ich will diese langeweile kennenlernen und bewerten können. langeweile verfolgt ja auch ziele.

bei der COMMERZBANK?

ja, auch da – oder gerade da.

was ist die idee?

du trocknest deine kritiker aus.

geschieht das?

die jahreshauptversammlungen oder kurz „hauptversammlungen“ müssen vom vorstand und vom aufsichtsrat „überstanden“ werden, aber das ist gar nicht so schwer.

wie geht das denn?

man bleibt immer ruhig, lässt alles an sich abprallen. man hat einen guten notar zur seite und macht keinerlei sachliche und verfahrenstechnische fehler.

und dann?

dann hat man es irgendwie geschafft. nach soundsoviel stunden.

aber bei der COMMERZBANK – die tagen doch auch heute noch.

das stimmt – das war auch so eine idee: wir nehmen einen zweiten tag in kauf, damit niemand nachher sagen kann, wir wollten alles an einem tag durchziehen, damit die kritiker nicht zu wort kommen. – taktisch also vorher so geplant, auch wenn ein zweiter tag mühselig ist.

und so ist es dann gekommen?

ja, sie tagen auch heute noch – aber wer weiß, wie viele nochmals kommen?!

und gestern?

da war alles rappelvoll. ich hörte was von 3700 menschen, las etwas von 2700 menschen. aber es waren viele gekommen. doch, doch.

warum denn?

… weil es viel ärger gibt. z.b. weil die commerzbank doch unter der kuratel des staates und des SoFFin steht.

was ist das?

„Sonderfond Finanzmarktstabilisierung“!

also der staat vergibt denen bürgschaften, und dafür müssen die dann auch bluten?

ja, ja, die manager bekommen nur noch 500. 000 EURO pro jahr, nicht mehr. herr steinbrück feixt und freut sich über seinen coup – und die bank selbst bekommt dicke auflagen.

wozu führt das?

die bilanzsumme wird am ende oder jetzt schon kleiner sein, als vor der übernahme der DRESDNER BANK … oder so ähnlich.

wie kommt es?

sie müssen dieses und jenes verkaufen. sie werden dazu gezwungen. sie müssen ihr geschäft ordnen. sie dürfen nichts neues kaufen. dabei wollten sie der DEUTSCHEN BANK konkurrenz machen, nun sind sie auf jahre klein und mies.

und was ist nun der skandal?

a) sie haben die DRESDNER BANK gekauft, und das ist eine eher marode bank, wie sich herausgestellt hat (u.a. beteiligt bei der SCHAEFFLER-gruppe und ARCANDOR, die ja wiederum auch finanziell dahinschwimmen) und b) sie haben selber massig „faule“ papiere – und somit haben wir 2 süße fehler.

wozu führte das?

das führte zur rigorosen abwertung des börsenkurses, was wiederum die aktionäre erbost. aktionäre geben ja ihr geld, tun selber nichts, und wollen dann beobachten, wie es mehr wird.

wie geht es bei den aktien?

der kurs steigt (variante 1) … und es gibt die jährliche dividende (variante 2).

gab es denn eine dividende?

nein, die ist wegen des eingreifens des SoFFin auch verboten worden.

und der kurs?

der sank mal … von 37,42 EURO 2007 auf 2,25 EURO in 2009. so hatte es zumindest einer auf seinem Sakko:

RATING
(Realgedicht)

Commerzbank
Unsicher auch
In sicheren
Zeiten

Verlust
2007 37,42 Euro
2009 2,25 Euro

Verlust in 20 Monaten
Pro Aktie 35,17 Euro

(Copyright dieses Realgedichtes – aber nicht des zugrunde liegenden Textes! – liegt bei Klausens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau€s€ns oder Klau$s$ens oder Klau&s&ens, LIVE, am 15.5.2009, Freitag, Jahrhunderthalle Frankfurt-Hoechst, gegen 10.50 Uhr. Der Text enstammt der Rückseite eines schwarzen Sakkos, auf welchen er aufgetragen war. Es stand ein Mann im Mittelgang, Höhe zweite/dritte Reihe, also fast ganz vorne, sodass man hinten diesen Text lesen (und filmen und fotografieren) konnte. Zu den KLAUSENSISCHEN Realgedichten siehe: http://www.klausens.com/realgedichte.htm

und nun?

nun tagen sie weiter. mir fiel auf, dass diese sitzungen doch quälende rituale sind. und wie langweilig vorstände und aufsichtsräte daherkommen.

findest du?

ja, ja, auch die sprecher der wertpapier- und aktionärsgemeinschaften. man bekommt sehr bald die logik des ganzen heraus. man rechnet immer mit weitreichenden beiträgen und bekommt dann nur seichtes oberflächengeplänkel.

und sonst?

sonst sind es eher bissige sottisen oder witze oder beleidigungen, die das volk dann aufmuntern, dass es sich äußert oder klatscht oder ruft.

was machte denn der herr müller?

du meinst den klaus-peter müller, den recht neuen aufsichtsratsvorsitzenden?

war der nicht früher mal vorstandsvorsitzender?

ja, ja, er musste ja gehen.

und wohin?

in die wichtige rolle des aufsichtsratsvorsitzenden. als das commerzbankschiff sank.

ist das denn üblich?

laut dem CODE OF GOVERNANCE, einem ehrenpapier, an das sich viele unternehmen nun halten wollen, nicht.

und warum sitzt dann dann der herr klaus-peter müller trotzdem da?

das musst du nicht mich fragen. das fragte ja auch ein herr aus der riege der aktionärsvertreter.

gibt es da einige?

soll ich die gemeinschaften jetzt aufzählen? von DWS bis „kritische aktionäre“?

was wollen die denn?

die wollen öffentlichen druck ausüben, obwohl sie nicht genug aktien besitzen, d.h. eigentlich vertreten, also die aktien von anderen besitzern, um wirklich etwas verändern zu können.

aber?

sie können z.B. auf der hauptversammlung einmal im jahr ganz laut und ganz deutlich an diese öffentlichkeit. und bei der COMMERZBANK scheint so viel im argen zu liegen, dass die versammlung nun zwei tage dauert.

was bedeutet das für dich, klau|s|ens?

dasselbe, wie für dich, zweitklausens: wir können den schönen televoter nicht benutzen, weil wir bei den abstimmungen nicht mehr dabei sind.

aber dann verfällt deine stimme? bzw. deine stimmen?

das ist bei diesen milliarden, von denen die rede ist, nicht weiter schlimm. ich habe ja nur diejenigen mini-wenig-aktien, die mir die möglichkeit geben, solchen hauptversammlungen beizuwohnen und das kapital besser zu verstehen: in seiner größe, in seiner belanglosigkeit, in seiner gefährlichkeit … und in seiner langeweile.

was passiert mit den gedichten?

es wird wohl eine seite http://www.klausens.com/aktionaersgedichte-commerzbank.htm geben. und ein SERIELLO http://www.klausens.com/seriello-commerz…

du hast also auch deine rituale?! immer dichten! LIVE-dichten! was beschwerst du dich dann? über die wirtschaft? und die banker?

ich ärgere mich darüber, wie gut bezahlt diese leute minus um minus anhäufen … und dann der steuerzahler alles wieder gerade richtet. da bin ich ganz volkstümlich und unpretentiös. scheiß funktionäre allerorten! dazu hochbezahlt!

aber ist diese ganze rasselbande nicht sowieso versaut und verkommen und vollständig aus dem ruder gelaufen? dazu noch mit der politik verfilzt?

genau solche wischi-waschi-beiträge (wie dein jetziger) helfen niemandem weiter. das sind die stammtischklagen, die diese bösleute der wirtschaft dann unbehelligt weitermachen lassen.

und deine gedichte?

unsere! – die verändern die welt!

aber zu was?

das ist gas große schöne rätsel, welches wiederum eine unglaubliche spannung erzeugt. zu was?

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Noch was zu HENKEL schreiben wollte KLAUSENS

du, klau|s|ens, was wolltest du uns noch zu HENKEL und der jahreshauptversammlung sagen?

zum einen hatten sie immer diese „winning culture“, die nun die „kommunikation“ bestimmt. unten kannst du zwei darstellungsvarianten als fotos aus dem geschäftsbericht 2008 sehen. (die rede von kasper rorsted ging natürlich auch um diese fast schon lächerliche parole der „winning culture“.)

na und? ist gewinnen denn so schlecht?

hier wird doch mit der doppeldeutigkeit gespielt: man sagt „winning“ … und um die kritiker zu beruhigen sagt man „culture“ – also nicht geld, nein, nein, alles ist ja ganz anders. kultur. hochgeistig. anspruchsvoll. werte !!!

das fiel dir auf.

sicher, wenn du dann aber in die „werte“ und gar „visionen“ schaust, die die firma sich gibt, dann ist der „shareholder value“ dabei natürlich vertreten.

VISIONEN UND WERTE

Realgedicht

Wir stellen Kunden in den Mittelpunkt

Wir entwickeln führende Marken und Technologien

Wir stehen für exzellente Qualität

Wir legen unseren Fokus auf Innovationen

Wir verstehen Veränderungen als Chance

Wir sind erfolgreich durch unsere Mitarbeiter

Wir orientieren uns am Shareholder Value

Wir wirtschaften nachhaltig und gesellschaftlich verantwortlich

Wir verfolgen eine aktive und offene Informationspolitik

Wir wahren die Tradition eines offenen Familienunternehmens

REALGEDICHT © Klau|s|ens ĦķΩ7 Klau’s’ens = Klausens =Klau(s)ens =Klau|s|ens Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau=s=ens oder Klau$s$ens, LIVE „geschrieben“, am 20.4.2009, bei der Jahreshauptversammlung des Unternehmens HENKEL in Düsseldorf, Stadthalle, CCD. Der Text befindet sich im Geschäftsbericht für 2008, S. 147. Der Satz: „Henkel ist führend mit Marken und Technologien, die das Leben der Menschen besser, leichter und schöner machen.“ wurde hier für das Gedicht weggelassen, eine künstlerische Entscheidung. siehe auch: http://www.klausens.com/realgedichte.htm

so, das ist jetzt viel holz.

ich denke, dass die „visionen“ von henkel mehr als bescheiden sind, wie man aus obigem dokument erschließen kann.

na und? solche aufstellungen gehören heute zum guten ton. überall werden philosophien zusammengeschnitzt, mit denen man sich „positionieren“ kann.

philosophien? – ich merke nur an, was mir auffällt. – ach ja, noch etwas: dann war es in den hinweisen zur hauptversammlung sehr clever-demokratisch geregelt.

wie denn?

es hieß: „Aktionäre und Aktionärsvertreter, die den Verwaltungsvorschlägen zu TOP 1 bis 12 insgesamt zustimmen wollen, also insgesamt mit JA stimmen wollen, geben keine Stimmkarte ab.“

das ist wirklich eine geniale demokratie. jeder, der sich nicht aktiv beteiligt, sagt automatisch ja.

an solchen kleinigkeiten erkennt man den wahren geist eines unternehmens – und einer gesellschaft. und des kapitals.

was fiel dir noch auf?

das war das, was auch bei ARCANDOR der fall war: sie zeigen die jahreshauptversammlung im internet, aber nur den beginn.

wie das?

sie klinken sich aus dem LIVE-streaming aus, sobald der vorstandsvorsitzende gesprochen hat: „Die Eröffnung der Hauptversammlung durch den Versammlungsleiter sowie die Rede des Vorsitzenden des Vorstands werden zeitgleich im Internet übertragen; eine Übertragung anderer Teile der Hauptversammlung findet nicht statt.“

und die debatte?

die wird natürlich nicht gezeigt. sie machen auch keine stenograpischen protokolle.

das bedeutet?

jeder, der nicht persönlich vor ort ist, kann nicht mithören oder auch später mitlesen, was dort alles an kritik von den aktionären und aktionärsvertretern gesagt wurde. (oder du bittest deine beste freundin, die dann natürlich sekretärin ist und auch super steno kann, mit herbei. andere aufzeichnungsformen sind nämlich auch verboten, für die aktionäre in der versammlung.)

wie genial!

das besondere bei HENKEL ist, dass 2 x das wort „offen“ in dem pamphlet „visionen und werte“ auftaucht (siehe oben unser REALGEDICHT), und dass genau das für die hauptversammlung schon nicht zutrifft. denn da gilt die offenheit nur bis zum ende der rede des vorstandsvorsitzenden. es ist eine eingeschränkte offenheit oder gar eine „gelenkte öffentlichkeit“.

was sagt das?

… dass der kapitalismus viel erzählt, aber meistens ganz anders funktioniert. ein großunternehmen will macht ausüben … und diese auch schön behalten. auch als AG, die dann dem aktiengesetz unterworfen ist, ist es in vielen dingen kaum anders.

was sagt uns das?

die welt ist voller fallstricke … und oft ist man machtlos ausgeliefert.

und die schriftsteller?

… sind die wachsamen menschen, die von den idiotien der welt berichten, um so die zustände am ende gar noch weiter zu stabilisieren. denn solange schriftsteller noch darüber schreiben (dürfen), kann es so schlimm ja nicht sein.

also ganz im geist der WINNING CULTURE von HENKEL gedacht. du bist also schon mit deren geist infiziert. überaus wirkungsvoll, das ganze!

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Von der Henkel-Jahreshauptversammlung berichtet KLAUSENS

klau|s|ens, was erwartetest du von HENKEL?

eigentlich nichts – ich wollte nur den vergleich.

den vergleich wozu?

den vergleich zu ARCANDOR, einige zeit zuvor, am selben ort: düsseldorf, stadthalle, CCD, am rhein.

und gestern sammelte sich HENKEL?

eben! jahreshauptversammlung. – HENKEL ist ein familienunternehmen und auch ein aktienunternehmen, aber die aktien sind wohl mehrheitlich in der hand der familienmitglieder.

also ist alles sowieso familiär.

genau das – auch wenn die nicht alle henkel heißen, sondern ganz anders.

was wird denn anders?

der gut alte herr albrecht woeste, 73, urenkel des firmengründers fritz henkel, der jahrelang (seit 1990!) dem aufsichtsrat vorstand, gab gestern bekannt, dass es nun das letzte mal sei. diese versammlung sei seine letzte als boss des aufsichtsrates.

aha – und dann?

dann folgt eine gewisse simone bagel-trah, eine frau, um die 40 – und die wird dann dem aufsichtsrat vorstehen. sie sitzt schon im aufsichtsrat (auch gestern auf dem podium, zweite reihe, rechts, aber dort links außen, gut sichtbar) und ist ururenkelin. zugleich unternehmerin in rheinbach bei bonn. mutter auch. und mikrobiologin qua beruf.

das ist aber schön!

das wissen wir noch nicht – aber es hat in deutschland seltenheitswert. eine frau an der spitze des aufsichtsrates.

dann ist henkel doch ganz modern!

in diesem sinne ja – bezogen auf das publikum der hauptversammlung hatte man dann wirklich das gefühl, hier sei eine familie zugange.

wieso denn?

es waren viele, viele menschen der älteren jahrgänge, von denen viele wohl einst bei HENKEL gearbeitet haben und die diese hauptversammlung als begegnung mit ihrer vergangenheit sehen. eine behagliche ruhe, eine gewisse gelassenheit, eine freundliche zuwendung, ein stück geborgenheit in wilder zeit.

so kam es dir vor?

ja – ansonsten hatte die hauptversammlung keinen wirklichen zweck, wenn man von bestimmten tagesordnungspunkten absieht. (z.B. satzungsänderungen) – hauptversammlungen sind ein thema für sich! die redner der aktionärsvereinigungen traten dem unternehmen HENKEL eher positiv gegenüber – ein ganz andere stimmung als bei der ARCANDOR-hauptversammlung vom 18.3.2009. siehe: http://www.klausens.com/aktionaersgedich…
KLAUSENS AKTIONÄRSGEDICHTE ARCANDOR! arcandor hatte ja zeitgleich gestern diese pressekonferenz, wo es um die einschnitte ging, die schließungen, alles das. – ein hochgradig gefährdeter konzern.

was hat dich am meisten gewundert?

diese rede von diesem herrn kasper rorsted, däne, und nun im amt als vorstandsvorsitzender, wohl ein jahr … oder so. er wurde zumindest am 14.4.2008 genau in dieses amt gewählt, auch von der jahreshauptversammlung.

und?

er redete auf deutsch. seine rede an die hauptversammlung.

und?

das lobte die sprecherin der deutschen schutzvereinigung für wertpapierbesitz e.V. – sie lobte die die freie art des redens, und das in einer fremdsprache.

und? ist das falsch? ist das nicht toll? auf deutsch? in der fremden sprache? frei zu reden?

aber so war es doch nicht!

wie war es denn?

er hatte zwei dezente ständer mit durchsichtigen plexiglas- oder glasplatten neben sich zu stehen.

und dann?

dann wandte er den kopf einige sekunden nach links, dann wandte er den kopf einige sekunden nach rechts.

und nun?

nun sprach er, ablesend. hölzern, etwas hackelig. formelhaft. zentralkomiteeähnlich. an nordkorea oder china erinnernd. es hörte sich – für mich – grausam an. es waren worthülsen an worthülsen, eine eigene textform: diese rede an die jahreshauptversammlung, die man sich übrigens hier anschauen (und komplett als PDF nachlesen) kann: KLICK! http://www.henkel.de/presse/hauptversamm…

toll!

eben nicht, weil auf dem werksvideo diese beiden ständer mit dem glas natürlich nicht zu sehen sind, sondern nur sein kopf.

aber was tat er?

er las ab! auf diesen glasscheiben war der text gebeamt, und so konnte er ablesen.

und das ganz wirkte „frei“?

nein, überhaupt nicht. er wandte den kopf nach links und nach rechts wie bei einem tennisspiel und gab dann diese worthülsen ab.

du wirfst ihm das vor?

was soll ich ihm vorwerfen? ein jeder muss seinen weg suchen. er ist nun als erster nichtdeutscher der chef bei henkel und muss nun auf dieser versammlung für die werksrentner, die aktien besitzen, deutsch sprechen. also hat er sich diesen trick ausgedacht.

und?

der erfolg oder nichterfolg wird von den rezipienten beurteilt.

und? bist du keiner?

ich bin doch nicht typisch! ich habe nur ein paar aktien, um diese veranstaltung als beobachter aller kunst der klugheit zu besuchen.

und die anderen?

die müsste man eben fragen, wie sie diesen kasper rorsted so fanden. aber wenn die dame von der DSW meint, er habe „frei“ gesprochen, dann scheinen diese billigen zaubertricks ja doch noch einige leute superdoll verwirren zu können.

und sonst?

sonst weiß ich nicht viel zu berichten. ich werde morgen noch auf etwas eingehen. für heute sei dero von HENKEL genug.

ein gedicht?

o.k., eines!

THE DAS NICHT DASH

Die allschöne Gutparole
Eines Omnipotentiellen
Und Hochintellektuellen
Cultural Winning meint
Das Durchkompensieren
Der uneitlen Hirnzahlverluste
Über das Umschwenken
Auf den Kurs eines Dich
Allumfassenden Anglizismus
Der neuesten Unsicherheitsverklärung
Zum Allgemeinsiegeswohl

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau=s=ens oder Klau$s$ens, LIVE geschrieben, am 20.4.2009, bei der Jahreshauptversammlung des Unternehmens HENKEL in Düsseldorf, Stadthalle, CCD, zwischen 11.58 und 12.15 Uhr etwa, es spricht der Aktionär Giebel mit vielen kritischen Bewertungen und Nachfragen. – „Cultural Winning“, NEIN, „Winning Culture“ … ist das neue Parolenpferd des Konzerns, welches den Vortrag von Rorsted und den Jahresbericht / Geschäftsbericht prägte.

kommt DASH denn aus dem hause HENKEL?

nein, nein, eben nicht. DASH kommt vom konkurrenten PROCTER & GAMBLE – PERSIL aber ist von HENKEL. PERSIL!!! – und außerdem ist es ja in dem gedicht „THE DAS“ – der deutsche artikel „das“ wird mit einem „the“ versehen und so anglizisiert. bzw. angliziseliert. (ein neues kunstwort von mir.)

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Weiter von ARCANDOR berichtet KLAUSENS

klau|s|ens ist ARCANDOR nicht endlich abgeschlossen?

ARCANDOR wird nie abgeschlossen sein.

hast du denn endlich alle gedichte abgetippt.

nein, ich bin noch dabei – aber ich mache gute fortschritte:

http://www.klausens.com/aktionaersgedich…

na, dann muss auch gut sein!

ich habe doch noch etwas gezeichnet, LIVE, während der hauptversammlung.

uns reichen doch die LIVE-gedichte – wir brauchen nicht noch LIVE-zeichnungen.

aber wenn es sie doch gibt?!

nun gut, nun gut. noch etwas?

ich wollte, dass der gesamte vorstand und der gesamte aufsichtsrat nochmals genannt wird.

warum?

damit die leute wissen, wer wie wo verantwortung zu tragen hat. von der regierung weiß man das ja in etwa auch.

also, wenn es denn sein muss. sage mir vorher noch: was gab es denn zu essen?

wieso kommst du nun darauf?

ich dachte, viele leute gehen nur deshalb zur jahreshauptversammlung, um schön zu essen. kostenlos zu essen … weil sie ja an den entscheidungen des kapitals sowieso nichts ändern können.

also: ich aß zwei frikadellen mit hohem brotanteil. dazu sah ich noch sehr sahnige tortellini und eine suppe, die eine gulaschsuppe gewesen sein könnte. insgesamt kaum aufregend. wer deshalb kommt, ist selber schuld.

keine riesigen buffets?

ihr habt alle falsche vorstellungen. besonders du, zweitklausens.

sonst sagt du immer: „zweitklausens, du warst doch dabei!“

das stimmt – aber bei deinen vielen fragen muss ich jetzt den eindruck haben, dass du dabei warst, aber gar nichts von allem aufgenommen hast.

komm, sag mir bitte die namen – und dann muss mit ARCANDOR gut sein.

also: zuerst der VORSTAND

Dr. Karl-Gerhard Eick // Vorsitzender des Vorstands

Ressorts: Konzernkommunikation, Investor Relations, Recht, Revision, Vorstandsprojekte, Personal/Arbeitsdirektor, Arcandor Academy

Marc Sommer // Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Ressorts: Primondo, Corporate Service Group, Gesellschaftspolitik,
E-Commerce

Manny Fontenla-Novoa // Vorstandsmitglied

Ressort: Thomas Cook

Rüdiger Andreas Günther // Vorstandsmitglied

Ressorts: Controlling, Treasury, Accounting, Steuern, Mergers & Acquisitions, Finanz-Service, Immobilien

Stefan W. Herzberg // Vorstandsmitglied

Ressort: Karstadt

nun der aufsichtsrat:

Mitglieder des Aufsichtsrats der Arcandor AG im März 2009

Friedrich Carl Janssen // Vorsitzender

Persönlich haftender Gesellschafter der Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA

Udo Behrenwaldt

Freiberuflicher Unternehmensberater im Bereich Finanzstrategie, ehem. Sprecher der Geschäftsführung der DWS Investment GmbH

Andrea Beslmeisl*

Spezialistin für Systemtest, Steuerung und Text

Prof. Dr. Utho Creusen

Unternehmensberater, ehem. Mitglied der Geschäftsführung der Media-Saturn-Holding GmbH

Peter Erb*

Filialgeschäftsführer der Filiale Dortmund der Karstadt Warenhaus GmbH

Leo Herl

Vorsitzender der Geschäftsführung der Madeleine Schickedanz Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG

Ulrich Hocker

Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V.

Prof. Dr. h. c. Karlheinz Hornung

Chief Financial Officer der MAN AG

Dr. Hans-Jochem Lüer

Rechtsanwalt

Rüdiger Merz*

Flugbegleiter

Margret Mönig-Raane*

Stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Bundesfachbereichsleiterin Handel

Hellmut Patzelt* // stellvertretender Vorsitzender

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Karstadt Warenhaus GmbH, Filiale Fulda, kfm. Angestellter

Wilfried Reinhard*

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Thomas Cook AG, kfm. Angestellter

Dr. Hans Reischl

Unternehmensberater, ehem. Vorsitzender des Vorstands der REWE-ZENTRAL AG

Christa Schubert*

Stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats der Karstadt Warenhaus GmbH, Filiale Recklinghausen, kfm. Angestellte

Ernst Sindel*

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Quelle GmbH, kfm. Angestellter

Michael Stammler

Vorsitzender des Vorstands der Feri Finance AG

Walter Strasheim-Weitz*

Vorsitzender des Betriebsrats der HESS Natur Textil GmbH, kfm. Angestellter

Gertrud Tippel-Kluth*

Sekretärin beim ver.di-Bundesvorstand, Fachbereich Handel

* Als Vertreter der Arbeitnehmer.

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Erneut zu ARCANDOR und den Aktionären schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, du wirst weiter erzählen?

kann man nicht von einer hauptversammlung unendlich erzählen? dazu bei einem konzern, der u.a. KARSTADT und THOMAS COOK als geschäftsfelder kennt, von PRIMONDO kaum zu sprechen, was dann wiederum kaum einer kennt.

aber das ist bei ARCANDOR ja auch nicht der fall. das kennen!

muss ja auch nicht! wurde auch immer wieder betont: muss ja auch nicht!

wieso denn?

weil ARCANDOR nur eine dachgesellschaft ist, die beteiligungen hält. verstehst du?

ja, ich verstehe: man baut sich geflechte zusammen, die dann unternehmenspolitisch und steuerpolitisch sehr gut funktionieren.

eben: als global player hat man dann KARSTADT-hulla-hulla und KARSTADT-holla-holla, KARSTADT Polen und KARSTADT Gibraltar und KARSTADT Klausens – alles geht. alles muss. „Als Finanzholding positioniert die Arcandor AG sich und ihre Töchter in den Kerngeschäftsfeldern Touristik, Homeshopping und stationärer Handel.“

wirklich?

Holding, Limited, GmbH & Co KG, Pups und Pieps. AG, EKG. alles soll. Zitat: „Die Fusion der britischen MyTravel plc mit der Thomas Cook AG zur Thomas Cook Group plc und der Entschluss, das neu entstandene Unternehmen an der Londoner Börse zu listen, ist ein wichtiger Schritt zur Internationalisierung. Der Erfolgskurs von Quelle Osteuropa, die Akquise von Thomas Cook India machen deutlich: Arcandor sieht seine Zukunft nicht mehr nur in Deutschland.“

ja?

ich biete dir mal einen auszug aus dem genios-firmen-verzeichnis A-Z:

Karstadt Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH
Karstadt Feinkost GmbH & Co. KG
Karstadt Feinkost Verwaltungs GmbH
Karstadt GmbH
KARSTADT Heideloh GmbH
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Freiburg, Kaiser-Joseph-Straße KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Hamburg Kümmelstraße KG
KARSTADT Immobilien Beteiligungsgesellschaft mbH
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Dortmund Aplerbecker Marktplatz KG
Karstadt Immobilien GmbH & Co. Objekt Duisburg Münzstraße I KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Essen, Limbecker Straße KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Hannover, Georgstraße KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Lüneburg, Große Bäckerstraße KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Norderstedt KG
KARSTADT Mobilien Beteiligungsgesellschaft mbH
KARSTADT Mobilien GmbH & Co. Objekte Hertie KG
KARSTADT Mobilien GmbH & Co. Objekte Warenhaus KG
KARSTADT QUELLE Information Services GmbH
KARSTADT QUELLE New Media AG
KARSTADT QUELLE Service GmbH
KARSTADT QUELLE Vermögensverwaltung GmbH
Karstadt SB Warenhausgesellschaft mit beschränkter Haftung
Karstadt Unterstützungsfonds Gesellschaft mit beschränkter Haftung
KARSTADT Vermietungsgesellschaft mbH
Karstadt Warenhaus GmbH
KarstadtQuelle Bank AG
KarstadtQuelle Finanz Service GmbH
KarstadtQuelle Immobilien Beteiligungs GmbH
KarstadtQuelle Joint Venture Beteiligungsgesellschaft mbH
KarstadtQuelle Krankenversicherung Aktiengesellschaft
KarstadtQuelle Lebensversicherung Aktiengesellschaft
KarstadtQuelle Versicherung Aktiengesellschaft

oder aus einer presserklärung der ARCANDOR vom 5.1.2009:

„Die ERGO Versicherungsgruppe AG und die Arcandor AG haben ihre erfolgreiche Vertriebspartnerschaft bekräftigt und sich gleichzeitig darauf geeinigt, ihre Beteiligungen im Finanzdienstleistungsbereich neu zu sortieren. Im Zuge dessen gehen die KarstadtQuelle Bank an Arcandor und die restlichen Anteile der KarstadtQuelle Versicherungen an die ERGO. Entsprechende Verträge sind zum Jahresende 2008 unterzeichnet worden.

Arcandor AG und ERGO kooperieren seit 2002 beim Vertrieb von Finanzdienstleistungsprodukten über das Joint Venture KarstadtQuelle Finanz Service. Diese Gesellschaft hielt bislang alle Anteile an der KarstadtQuelle Bank und einen Anteil von 45% an den KarstadtQuelle Versicherungen.

Entsprechend der jetzt getroffenen Vereinbarung gehen 100 Prozent der Anteile an der KarstadtQuelle Bank an Arcandor, während ERGO die mittelbaren Arcandor-Anteile an den KarstadtQuelle Versicherungen sowie die restlichen Anteile an den Neckermann Versicherungen erhält. Damit wird ERGO zum alleinigen Eigentümer der KarstadtQuelle Versicherungen sowie der Neckermann Versicherungen. Arcandor und ERGO setzen ihre exklusive Vertriebspartnerschaft für Versicherungsprodukte fort.“

toll, was es alles gibt.

ja, das alles macht natürlich immer sinn. finanziell, steuerlich, usw. – aber es hat auch den sinn der totalen verschachtelung und unübersichtlichkeit. die strukturen sind so komplex, dass niemand mehr in der lage ist, einen solchen konzern ernsthaft zu übersehen und zu kontrollieren. das krakenprinzip.

können das viele?

alles durchschauen? – die wenigen leute, die den kern begreifen, können dann über zehntausende von menschen und teile der gesellschaft herrschen. oder ganze städte an den rand des wahnsinns treiben: ich sage „esch-fond“ (josef esch, troisdorf, bauunternehmer) oder „esch-oppenheim-immobilienfond“. das bankhaus sal. oppenheim hat wiederum friedrich carl janssen, und der ist ja jetzt aufsichtsratsvorsitzender von ARCANDOR. und ex-vorstandschef thomas middelhoff ist wiederum in ein paar fällen an solchen fonds beteiligt, die wiederum KARSTADT-warenhäuser betreiben bzw. an KARSTADT die immobilien vermieten. oder so. man muss das einige jahre alles durchrecherchieren, um es vollends zu enthüllen.

was kann man denn leicht erschließen?

personelle verflechtungen. die kann man leicht erschließen. nehmen wir „Sal. Oppenheim“, die bekannte und umtriebige bank und denken uns unseren teil:

Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA wird (in Deutschland) durch folgende Gremien vertreten:

Aufsichtsrat

* Georg Baron von Ullmann, Vorsitzender
* Friedrich Carl Freiherr von Oppenheim, Erster stellvertretender Vorsitzender
* Gerd-Axel Schuster, Zweiter stellvertretender Vorsitzender
* Detlef Bierbaum
* Sabine Diehl
* Monika Fachinger
* Johannes Hellmann
* Peter W. Marx
* Nicolaus Freiherr von Oppenheim
* Karin Stanischa
* Manfred Uthoff
* Dr. Clemens Freiherr von Wrede

Aktionärsausschuss

* Karin Baronin von Ullmann, Ehrenvorsitzende
* Friedrich Carl Freiherr von Oppenheim, Vorsitzender
* Georg Baron von Ullmann, Stellvertretender Vorsitzender
* Ilona Gräfin von Krockow
* Isabelle Marquardt
* Peter W. Marx
* Nicolaus Freiherr von Oppenheim
* Henri Pferdmenges
* Dr. Clemens Freiherr von Wrede

Persönlich haftende Gesellschafter

* Matthias Graf von Krockow, Sprecher
* Friedrich Carl Janssen, Risikomanagement, Beteiligungen und Bankbetrieb
* Christopher Freiherr von Oppenheim, Vermögensverwaltung
* Dieter Pfundt, Investment Banking

und der vorstand? von ARCANDOR?

der soll es ja machen. das tagesgeschäft. umsetzen!

der aufsichtsrat?

entweder man ist mit allem gedanklich verschwägert (so sitzt ja herr herl darinnen, für die schickedanz-gruppe (QUELLE!), als beispiel nur: die haben ja wiederum rund ein viertel der ARCANDOR-aktien) … oder (das dürfte bei einigen arbeitnehmern-vertretern der fall sein): die ganze angelegenheit wird dann so verzahnt und so verquirlt, dass man nicht recht weiter weiß. arbeitnehmervertreter bei ARCANDOR ist entweder ein dauerabnickungsjob oder viele nächte schlechten schlafes, wenn man seine aufgabe wirklich „gut“ (in welchem sinne?) durchführen will.

aber du, klau|s|ens, du durchschaust die welt?!

natürlich, also teilweise, also puzzlestücke, also atome. also fast nichts … und dennoch fast schon alles. – man darf sich von komplexen sachlagen nicht einschüchtern lassen. der künstler und schriftsteller sieht oft mehr von der welt, weil er die formen der dinge den inhalten zuzuordnen zu weiß. das ist eine höhere erkenntnistufe.

allein der künstler? der dichter? und die anderen?

und dann gibt es nach leute wie den gestern beschriebenen darsteller manfred klein oder die SdK, schutzgemeinschaft der kapitalanleger, (siehe weiter unten) oder die „kritischen aktionäre“ (Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V., Ebertplatz 12, 50668 Köln / Postfach 130335, 50497 Köln,
dachverband[ÄTT]kritischeaktionaere.de, gegründet 1986, eingetragener Verein Nr. 9529 beim Vereinsregister Köln) oder die DSW, Deutsche Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz … und viele andere noch. viele davids gegen die ewigen goliaths namens AG.

mehr nicht?

ich überschaue aber die prinzipien und weiß, wo es dringend angesagt ist, warnungen auszusprechen.

künstler sollten sich nicht in die komplexen strukturen gigantischer konzerne verstricken!

nein? – du vergisst: es gibt ja auch unsere gedichte: http://www.klausens.com/aktionaersgedich…

und hast du ein seriello?

ja, ja, von diesem herrn janssen, der ja von der bank sal. oppenheim ist, „privat haftender gesellschafter“. das seriello nenne ich: http://www.klausens.com/seriello-aufsich…

und noch ein gedicht?

nun gut:

AKTIONISMUS UND AKTIONÄRE

Der große Schauspieler
Und Optimist Doktor
Middelhoff schickte
Die Aktien auf
Talfahrt ohne die
Bremsstreifen zuvor
Analysiert zu haben

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau$s$ens oder Klau€s€ens oder Klau&s&ens, LIVE geschrieben, am 18.3.2009, bei der Jahreshauptversammlung von ARCANDOR, in Düsseldorf, in der Stadthalle, im CCD, Congress Center Düsseldorf, Rotterdamer Straße 141, 40474 Düsseldorf, gegen 11.35 Uhr. Es redet ein Vertreter der SdK, Jürgen Erdmann, für: Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V., Maximilianstr. 8, 80539 München, Tel.: 089 – 20 20 846 0, Fax: 089 – 20 20 846 10, E-Mail: info [ÄTT] sdk.org
ACHTUNG: Dieses Gedicht ist ein Zitatgedicht. Zu den Zitatgedichten siehe: http://www.klausens.com/zitatgedichte.ht…

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com