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Zum Erdbeben hat KLAUSENS ein Bild

bilder!

das wollte ich auch gerade sagen!

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Zum Erdbeben in Haiti denkt KLAUSENS

klau|s|ens, willst du nicht über etwas anderes schreiben?

es hat doch keinen zweck. es geht einem dauernd im kopf herum.

ja, alles ist jetzt das erdbeben.

ich denke: wie viele jetzt noch unter den trümmern liegen, eingeklemmt, lebend, schreiend?!

es sollen ja zehntausende tote sein.

es ist immer dieselbe abfolge:
– hunderte tote
– tausende tote
– zehntausende tote
– hunderttausende tote.
je mehr informationen durchkommen, desto schneller wächst die zahl der möglichen opfer. das geschieht binnen weniger stunden, dass das steigt und steigt und steigt. immer derselbe prozess. wenn jemand hunderte tote sagt, kann man fast schon zehntausende denken. oder hunderttausende.

wirklich?

ja, ich hörte zumindest schon einmal: „mehr als hunderttausend.“

man kann es gar nicht bewältigen.

wer ist denn „man“. wir sitzen hier fern und sehen ein paar schreckensbilder, welche den schrecken jedoch nur um ein zehntausendstel andeuten.

ich meine die menschen dort.

was wissen wir über die menschen dort?

nichts.

na, also: wir wissen gar nichts. und sie können uns tausend mal die wenigen bilder zeigen, die sie haben: wir wissen nichts.

es geht um verzweiflung.

„verzweiflung“ ist ein wort. aber es hat 1000 konnotationen. wenn jemand seinen arbeitsplatz verliert und er oder sie ist dann „verzweifelt“. oder wenn jemand seine liebsten verliert, und sein haus, und die stadt, und die nachbarschaft, und alles, und hat einen schock …  und ist „verzweifelt“. da liegen welten zwischen.

dann sagen alle worte nichts?

ich denke, dass das wort „verzweiflung“ jetzt in allen berichten auftauchen wird. denn man will ja etwas versprachlichen, was man nicht versprachlichen kann.

dann ist verzweiflung also sehr schlimm?

wir wissen es nicht, zweitklausens, weil wir so ein schreckliches erlebnis noch nie mitmachten. ein erdbeben mit zehntausenden toten.

„schrecklich“ ist auch so ein wort.

gewiss: alle worte sind nur hilflose versuche, dem zu entkommen, dem wir nicht entkommen können.

was soll man tun?

unsereins kann hier gar nichts tun, außer geld abzugeben.

und sonst?

das ist es ja: sonst? man weiß es nicht. man kann hier der alten dame die hand geben oder dem kranken wasser reichen. aber den menschen in haiti können wir kaum helfen.

sie berichten aber vom „helfen“.

das ist das, was ich schon vor ein paar tagen schrieb: es wird mehr über die helfer berichtet als über die opfer. und da sie wenig bilder aus haiti haben, überschlagen sie sich mit bildern von helfern, die am flughafen stehen. oder mit bildern von paketen und ladungen, die in flugzeuge kommen. und sie interviewen die ganzen organisationen, die so aktiv sind, von welthungerhilfe bis kinder in not. alles wird interviewt.

warum schaust du es denn?

ich schaue es gar nicht. ich zappe, und zappe dann immer weg. ich will die bilder nicht sehen, und doch will ich wissen, was geschah. aber es hilft weder mir noch den menschen in haiti.

alles ist sinnlos.

sicher. jetzt könnte man fragen: warum führen die menschen auch noch kriege, wo doch die naturkatastrophen schon beschissen genug sind?

und was noch?

man könnte fragen: wo ist gott? aber die kirchen werden schon alle auflaufen und versuchen, den schrecken zu verklären. mir fiele da nichts ein. aber die kirchen sind findiger als so manche schriftsteller.

und dein kunst-werk-bild?

es ist eher eine meditation. man muss seine gedanken irgendwie kanalisieren. ich nenne es „erdbeben verharmlost“.

das kannst du aber laut sagen.

aber kein text und kein bild wird jetzt der gewalt dieses naturschreckens auch nur annähernd gleichkommen. also brauchen wir es gar nicht zu versuchen. eigentlich sind wir verloren. alle menschen zusammen. die menschheit als gattung. sie hat offenbar keinen besonderen stellenwert im kosmos.

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Zur Zahl 22 im 22-Tage-Krieg in Gaza imaginiert KLAUSENS

klau|s|ens, nach 22 tagen der waffenstillstand, von israel verkündet.

ja, sie haben weit über 1000 tote „erreicht“ und jetzt hören sie auf.

wäre das ein grund zur freude?

sicher, aber eine solche freude über das kriegsende würde die trauer und die wut über das geschehene vergessen.

warum aber 22 tage?

das ist der kern! (sind es 22? na ja, lassen wir die zahl mal so stehen.)

wieso? welcher kern?

ich denke mir die ganze zeit: da sitzen militärdenker und politiker … und fragen sich: „als was soll dieser krieg in die geschichte eingehen?“

als was?

als „welcher-tage-krieg“.

aha!

es gibt doch den „berühmten“ 7-tage-krieg. von 1967.

na und?

wenn die jetzt krieg führen, und es hat ja auch mit wahlen in israel zu tun, und alledem, dann überlegen die sich vielleicht: „unter welchem namen soll der krieg in die geschichte eingehen?“

so denken leute?

aber ja: politiker, staatsmänner, generäle, auch weibliche übrigens … die denken so.

aha. das hört sich ja schrecklich an.

eben. – und ich überlege, ob sie den krieg auch nach 7 tagen hätten beenden können, die israelis.

du meinst, ob sie dann schon „fertig“ waren, mit den wichtigsten operationen?

denkbar wäre es doch.

und dann?

dann sagte jemand: „hey, der 7-tage-krieg war schon – wir brauchen einen anderen krieg. wegen dem nachruhm!“

und dann haben sie gewartet?

dann haben sie vielleicht karten gespielt.

karten?

ja, ja, und der sieger durfte dann entscheiden, wielange der krieg dauert. der sagte dann: 22 tage!

so denkst du?

wieso ich? ich bin doch als schriftsteller nur beobachter der welt – und ich imaginiere das denken der welt.

muss man dazu nicht selber so denken?

du willst streit? – lieber zweitklausens, unser letzter streit war ein 13-tage-streit. da habe ich genau drauf geachtet. 13 tage. das schien mir ideal für die geschichtsbücher.

dachte ich es mir doch! – und die menschen?

beim erfolgreichen kriegführen sind gedanken an „die menschen“ eher hinderlich. wisse das! und zwar kurz bevor wir einen 17-tage-streit beginnen, weil ich es so will!

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An die Schönheit der Eiszapfen erinnert KLAUSENS

klau|s|ens, du feierst das schöne licht? die natur? das eis? die herrlichkeit?

aber ja doch! – man kann nicht immer über die kälte klagen. man muss sie auch feiern.

und diese eiszapfen fandest du schön?

ich habe sie in tannenbusch gesehen, einem bonner stadtteil – aber man kann sie bestimmt an hunderten stellen derzeit sehen.

und der blaue himmel?

der ist das geschenk dazu. erst aus der kombination entsteht der besondere eindruck. am besten zwischen 14.30 uhr und 16.00 uhr … danach geht die sonne schon unter.

herrlich!

finde ich auch!

wer sagt eigentlich, dass schriftsteller dazu neigen, an der welt herumzumäkeln?

sagt das jemand?

ich weiß es nicht.

ich dichte lieber.

was?

nun, lies!

Eiszapfenabschiedsgesang

Ich häng‘ die ganze Zeit am Ast
Und über mir ein frecher Zeisig
Der allzeit fröhlich pfeift und tirilliert

Doch dass in Bälde mancher falle … weiß ich
Ja selber wenn (un)vermindert meine Last
Sich unter Sonnen tropfend an das Nichts verliert

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klausens oder Klau(s)ens oder KlauEISsEISens, 10.1.2008, Königswinter-Oberdollendorf

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