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klau|s|ens meint etwas zu den ewigen unwichtigen politiker-sommerinterviews samt der höchst aufgeblasenen fragenden – www.klausens.com

klau|s|ens, mit der blog-überschrift ist eigentlich schon alles gesagt.

ja, finde ich irgendwie auch.

schön ist, wie toll sich fragerinnen und frager von ARD und ZDF und RTL und Co. dann fühlen.

man hat dein eindruck, es wäre ein staatsakt.

der ritterschlag für den journalismus.

… einmal dasitzen und irgendwie am oder vor oder im paul-löbe-haus mal ein interview machen. nah am wasser des flusses. immer mit „spitzenkräften“ der politik.

zu zweit, allein: jahr um jahr. sommerinterviews.

dazu ewige vorankündigen der sommerinterviews durch spots.

als dürfe man die nie und nie und nie verpassen …

der gehalt des ganzen passt hernach in eine zeile bei videotext.

deshalb lese ich immer nur videotext.

ich selber schaue in jedes sommerinterview gerne mal rein, 30 sekunden.

wieso?

wieso?! – sag du es!

… weil ich mich so an der journaille ergötze, weil die sich so wichtig vorkommt. ich möchte immer mal das gesicht der frager erhaschen.

das geht ja hin bis zu RTL WEST, wenn die vor der landtagswahl die NRW-„spitzen“-politiker in ihrem kölner gebäude (= denkmalgeschützte messehalle = nur noch die fassade) „rannehmen“.

ja, das ist auch schön, wenn man selber erzittert, wenn die dann fragen: „nun hat aber ihr parteikollege XY gesagt, man müsse unbedingt YYY. bringt sie das nicht im eignen lager in bedrängnis?“

ja, diese fragen sind auch eine textquelle für sich.

diese ganzen sommerinterviews sind eigentlich kleine, nette, zudem höchst langweilige theaterstücke.

ich denke auch, sie gehören in den etat KULTUR. (und in den etat „nachhaltige geldverschwendung der fernsehgebühren“.)

aber, wenn ich einmal eines tages journalisten und -innen sehe, die diese interviews mal durchführen durften, dann werfe ich mich vor begeisterung vor denen auf den boden! ICH VERSPRECHE ES: so großartige menschen, so bedeutungsvolle personen.

sommertheater, müsste eigentlich mal nach bregenz auf die bühne der festspiele.

k-werk-klausens-28-8-2017-diese-elendigen-sommerinterviews

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klau|s|ens hört beständig „wir fragen nach“ – www.klausens.com

klau|s|ens, alle „fragen nach“.

du meinst im fernsehen … die reporter und reporterinnen.

es ist unendlich.

die machen da einen beitrag, dort eine recherche: dann kommt immer ein funktionsträger oder ein böses unternehmen. ein sprecher oder eine sprecherin. auch von einer behörde.

und schon heißt es seitens des journalismus im fernsehen, also so auch in den beitrag gesprochen: „wir fragen nach“. meist kurz bevor man dann an das gesicht im bild auch gerät.

dann rennen die mit dem mikrophon irgendwo hin …

… oder sind schon da.

schon kommen diese unbequemen fragen.

oder es kommt nur das firmenschild, die tür bleibt verschlossen: nachfrage unerwünscht.

noch nie wurde so viel „nachgefragt“ wie heute.

es gibt auch immer mehr sendungen.

früher überließ man das „report“ und „monitor“.

heute kann auch die „servicezeit“ nachfragen oder RTL WEST oder „stern.tv“ oder „kaffee um fünf“ (gibt’s die?) oder ein mittagsmagazin. und mehr und mehr und mehr.

auch sendungen am nachmittag und am vormittag „fragen nach“.

man fühlt sich dann sicher und geborgen. als mensch. als bürger.

tausende von journalistinnen und journalisten „fragen nach“, und das ununterbrochen.

dann muss diese welt ja endlich stimmen!

wo so viel gefragt wird, muss alles mal im lot sein, denke ich auch.

dann wäre deutschland eigentlich jetzt schon ein paradies.

wir fragen nach!

aber wen denn, klau|s|ens, also: bei wem denn?

bei gott vielleicht: wieso eigentlich nicht! für den deutschen journalismus scheint in diesen fraglichen tagen nichts unmöglich.

klausens-schild-wir-fragen-nach-9-11-2014

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