Schlagwort-Archive: klau_s_ens

Datenklau erschüttert Klausens

klau|s|ens, man hat wieder daten geklaut.

wieviel?

über 20 millionen!

was?

ja, ja.

TELEKOM?

diesmal offenbar nicht, zumindest scheint die quelle unklar.

aber sie müssen doch woher kommen?

man sagt, CALL-CENTER.

aha, da also.

überall wo daten sind, werden diese geklaut oder gespeichert oder weggeholt, weil man sie ja verkaufen kann.

nicht mehr bleistifte?

bleistifte? gibt es die noch?

das war früher: da haben die mitarbeiter bleistifte und klopapier und so was mitgehen lassen.

und dann?

druckerpatronen.

und nun?

daten.

wau, wau wau.

ja, der hund beißt sich selbst dann in den schwan…

du brauchst nicht unflätig zu werden. der skandal bleibt so groß, wie er ist.

das siehst du also auch so.

oh ja.

und nun?

nun werde ich auch daten verkaufen.

welche?

schriftstellerdaten – nur diese haben wir zu bieten.

ich weiß es doch.

na also, ich werde jetzt mal das erste datenpäckchen zusammenstellen.

ich auch:
– Klausens von Klausinger, Schriftsteller, 789457 Schriftstellingen am Paperback, Schreibgasse 9
– Klausens Willi Klausensinger, Schriftsteller, 897665 Stellschreiberstadt an der Kladde, Notizwegung 233
– Klaus K. Klausens von Klausendungsbewusstsein, Schriftsteller, 789566 Bleistift, Computerworthornstiege 18,
– Weltklausens, Schriftsteller, 876933 Bloggingen auf der Höhe, Wordperfect-Allee 784
– Hans-Dieter Klausens als Klausens, Schriftsteller, 986734 Goethello an der Schmuse, Wegdichtung 23
– Klaus Ist-Klausens, Schriftsteller, 897334 Habacht, Achtlingerpfadung 348
– Klau|s|ens Zweitklausens, Schriftsteller, 894433 Fallengräber, Schreibbahn 5667
– Klaus Klausens-Achtlinger, Schriftsteller, 888888 Eintagesroman, Schnellbuchstraße 2008

das kann ja noch heiter werden – und das foto aus neuss?

das sind auch daten, die man anbieten könnte. daten im öffentlichen raum. man müsste sie nur noch in form einer datenbank erfasst haben.

und warum ist der rechte teil des fotos neben dem strich verwackelt?

ich wollte so künstlerisch meine erschütterung zum ausdruck bringen – über den datenklau.

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Bei Symposium zur Kunst oder was im Bonner Kunstverein war auch KLAUSENS

klau|s|ens, wieder mal eine „arbeit“ von dir?

gewiss, eine „hervorragende arbeit“.

was bedeutet arbeit denn?

in kunstkreisen reden manche gerne von „arbeit“, wenn sie ein kunstwerk meinen.

wieso?

kunstwerke sind heute ja oft auch projekte oder installationen oder gedanken im raum oder performances oder blog(g)s.

das heißt?

… man kann sie nicht so leicht wie früher als bild im rahmen sehen und sich darauf beziehen.

und nun?

nun reden manche ununterbrochen von „arbeit“, bis sich die arbeiterklasse verhöhnt vorkommt.

gibt es die arbeiterklasse noch?

das ist hier nicht das thema.

was ist denn das thema?

diese ausstellung „eine bessere welt“ mit werken von san keller und klaus weber.

aha, was weiter?

die haben noch ein symposium gemacht.

im kunstverein? hochstadenring 22?

ja, gestern, und ich war als beobachter aller zeit der welt der kunst da.

schön.

da waren der altehrwürdige jürgen harten, der ehrfürchtig bilder besprach und diese richtig tiefgehend und ernstlich bedachte, wie man es einst auch tat. eindrucksvoll. klassisch. aber doch irgendwie anmutig in der würde, die er ausstrahlt. er macht sich wirkliche gedanken über jedes große bild/werk.

und noch?

der sehr wendige, erfahrene und gewandte beat wyss … und dann der hämmernde jan verwoert.

wieso „hämmernd“?

das musst du ihn fragen. es war peinlich, wie er uns raum, bekehrung, rhetorik, ort, reflexion, instanz … und … und … es sind der begriffe zu viel … einhämmerte.

einhämmerte?

ja, alle diese worte und viele andere noch fielen immer mindestens 100 mal pro satz. hämmernd. als ob wir alle nicht lesen könnten und ihn als floskelbereiter und -bewahrer bräuchten.

er wollte euch „fertigmachen“?

man hatte den eindruck, ja, ja. nicht die erkenntnis stand im vordergrund, sondern das einhämmern der literatur, die er gelesen hatte, aber lediglich als stanz- und versatzstücke.

welche literatur?

u.a derrida, der gute alte derrida, derrida, derrida, ja, derrida, nochmals, derrida, und derrida … jaques derrida …

stop, stop, stop.

was ist denn?

du hämmerst auch.

oh, tschuldigung. es fielen noch namen wie heidegger, kierkegaard, luhmann, agamben (giorgio agamben), nietzsche … aber foucault fiel nicht, bourdieu wurde vergessen. – max weber macht sich bekanntlich immer und ewig gut. – und wo blieb barthes?

was willst du sagen?

es wird gehämmert, mit allem, was en vogue zu hämmern ist … aber selbst dabei gibt es dann noch „en masse“ vergesslichungen.

vergesslichungen?

ein wort von mir.

aha – immer deine kunstworte. du hättest philosoph oder kultursoziologe oder kunstkritiker werden sollen.

nein, danke, verwoert hat es mir alles geschmacklos gemacht. ich bin doch schriftsteller, künstler und fallenleger.

fallenleger?

ja, ja, fallensteller bezeichnet etwas anderes.

du könnest doch „hämmerer“ werden?

gute idee, aber das ist verwoert doch schon.

was machen wir mit dir?

mit uns, zweitklausens, mit uns.

was ist denn mit unserer kunst?

position, ort, raum, begegnung, existenz, raum, fülle, ort, beziehen, raum, ort, position, arbeit, stellungnahme, reziprok, selbstreflexion, raum, raum, rot, fülle, arbeit, bekehrung, entgegnung, sich beziehen auf, sich beziehen auf das öffnen des raumes, erwidern, öffnen, die tür öffnen, den raum öffnen, sich öffnen, öffnung, öffner, … in seine selbstreferenz sich selbst als ort vor die erhüllung des raumes gestelltes individuum öffnen, welches sich dinglich als schein seiner abstraktion des geworfenen in einsamkeit neu recouriert …

ach, jetzt lass doch mal, es ist ja schrecklich. wo soll das hinführen? – sonst machtest du nichts?

doch, doch, ich reagierte auf eine arbeit von klaus weber, eine arbeit mit diesem doppelkaktus, der zusammengepropft ist. — siehe weiter unten meine arbeit von heute. „reaktion mit klaus weber – kaktus“. copyright klausens in allen schraib- und schreibweisen, u.a. als klausens oder klau#s#ens oder klau?s?ens

und das symposium?

ich weiß gar nicht, wie es hieß. kunst und politik? es fand auf jeden fall statt und hat mich zu begeistern gewusst. auch das mir widersprüchlich erscheinende bereichert ja meinen horizont der kunstglaublichkeit.

kunstglaublichkeit?

auch wieder ein wort von mir. entschuldige!

werden wir deine LIVE-gedichte noch lesen können?

aber ja: auf dieser homepage: http://www.klausens.com/symposium_bonner…

und das symposium?

hier nochmals der offizielle text:

Eine Kooperation mit dem kunsthistorischen Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn.

Niedrige Wahlbeteiligung, wenig Engagement innerhalb der Sozialgemeinschaft und geringe Initiative für das Allgemeinwohl, stattdessen ein ausgeprägter Individualismus, Egoismus und Wirtschaftsgläubigkeit sind gesellschaftliche Phänomene, die in den letzten Jahren in kulturpolitischen Debatten ins Feld geführt wurden. Die Jugend von heute sei „angepasst“, war kürzlich noch in der überregionalen Wochenzeitung DIE ZEIT (29. August 2008) nachzulesen.

Wie steht es mit der aktuellen Kunst? Kann, will, soll sie politisch wirksam sein? Wie überhaupt lässt sich politisches Engagement heute definieren? Und welchen Beitrag kann die Kunst dazu leisten? Dieses sind die ausgehenden Fragen, die uns bei der Tagung interessieren.

Prof. Beat Wyss (*1947) hat einen Lehrstuhl für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und ist Residenzprofessor am Schweizerischen Instiut für Kunstwissenschaft in Zürich. Zu Wyss’ These, dass die Kunst gerade jetzt politisch in ihrer Autonomie sei, welche die neostalinistischen Linken der Siebziger Jahre nicht müde wurden zu bekämpfen, erscheint im Herbst bei Suhrkamp sein Essay: „Nach den Grossen Erzählungen.“

Jürgen Harten (*1933, lebt in Berlin), Ausstellungsmacher, (u. a. 1967–1968, Büroleiter der documenta 4, 1972–1998 Direktor der Düsseldorfer Kunsthalle, 1998–2000 Gründungsdirektor des museum-kunst-palast, Düsseldorf, 2003 „Berlin-Moskau/ Moskau Berlin 1950–2000“, 2006, „CARAVAGGIO“ mkp, Düsseldorf). Der Vortrag über „Das große Format – Ereignisbild, Denkmal, Installation, ikonische Medien“ fragt, ob oder wie Themen von überwältigendem, die Gesellschaft erschütternden Format überhaupt noch in der Kunst behandelt werden.

Jan Verwoert (*1972, lebt in Berlin), ist Mitherausgeber bei FRIEZE und lehrt am Pit Zwart Institute in Rotterdam. Autor von u. a. Bas Jan Ader – In Search of the Miraculous, 2006 bei Afterall Books / MIT Press und Co-Kurator von Sheffield Biennale Art, Sheffield 08 Yes, No & Other Options (2008). Der Titel seines Beitrages ist von ROBERT BARRY’s “Marcuse Piece”, 1970 abgeleitet, wo es heißt: “A place to which we can come, and for a while, be free to think about what we are going to do.”

Begrüßung, Einführung und Moderation: Prof. Anne-Marie Bonnet und Christina Végh.

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Sie haben auch Bsirske / Verdi bespitzelt erfährt KLAUSENS

und du regst dich so über das BKA-gesetz auf.

wie meinst du?

sie haben auch ver.di, also bsirske, den chef von ver.di bespitzelt.

wer? das BKA?

nein, nein … die vielleicht auch. – aber die TELEKOM.

die TELEKOM?

ja, du hattest doch über dr. eick und rené obermann und die TELEKOM geschrieben. über deren art. über deren verhalten. über die moral. alles das.

ja, ja.

und nun kommt noch raus, über dieses abhören, und alles das.

du meinst das BKA braucht kein gesetz?

das sowieso nicht. die können alles machen, solange sie keiner erwischt. ein BKA wird ja wohl technisch einiges wissen.

aber?

aber mit gesetz geht alles leichter.

und die TELEKOM?

die handelt ungesetzlich.

und wenn nun BKA und TELEKOM zusammenarbeiten? oder wenn mitarbeiter der TELEKOM zugleich beim BKA sind? und umgekehrt?

wer will irgendetwas ausschließen, wenn alles so „rotten“ zu sein scheint, in der welt … und auch in deutschland.

übrigens: sie haben auch ver.di bespitzelt, den bsirske.

das sagte ich bereits.

aber es stimmt!

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Die Spaltung des ANC und KLAUSENS

klau|s|ens, du begrüßt die spaltung?

ach nein – aber ich begrüße aber die ziele derer, die sich gezwungen sahen, sich abzuspalten.

werden sie eine neue partei?

es sieht so aus, ab dezember.

was gibt es zu weiter schreiben?

eigentlich nichts: es sind klassische politische konflikte. es ist eine typische politische struktur, natürlich mit den besonderen vorgaben von südafrika und der geschichte der freiheitsbewegung.

warum dann der blog(g)-eintrag zu diesem thema? wo es doch das ewig wiederkehrend gleiche ist?

spaltung eignet sich immer gut für eine illustration. für eine klausensische illustration.

nur deshalb?

ja, ja, denkst du denn, bei uns sei alles nur moral gegossen?

ist es nicht so?

nein, nein, der zuma-effekt wirkt auch bei uns: ich war heute faul und wollte schnell etwas in den blog(g) setzen, und spaltung lässt sich schnell abhandeln.

sind wir beide denn dann – wegen der spaltung – nun auch nicht mehr EIN schriftsteller und künstler?

keine sorge, zweitklausens, es bleibt alles beim alten: ich bin der boss, aber du gehörst immer noch irgendwie mit dazu … solange du mich nur machen lässt. (ganz wie bei den anhängern von jacob zuma.)

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Anselm Kiefer und der Friedenspreis des Buchhandels und KLAUSENS-

klau|s|ens, du hast dir gerade den friedenspreis angehört?

seit wann kann man einen preis anhören?

seitdem wir literaten sind – hast du keine phantasie für nichts?

doch. du sprichst von anselm kiefer. soeben. frankfurt. paulskirche. ARD.

anselm kiefer, der bekam den preis.

willst du etwas sagen?

ich denke, kiefer ist kein begnadeter redner.

das stimmt. werner spies hat ihn und alles eingeordnet, er selber – kiefer – wirkte etwas hilflos.

er gilt als mann des entzugs.

er entzieht sich der öffentlichkeit, gewiss. und er sprach davon, er habe als kind keinen fernseher und nichts gehabt.

er hatte nur die zeit? nur die idee von zeit?

offenbar auch das radio – und dann texte, von der bachmann, von celan, von hölderlin – solche texte eben.

man weiß etwas über den charakter der menschen, wenn man weiß, an welche autoren sie sich klammern.

aber was sagt das?

alles sagt nichts. wenn du es so willst, darf man über nichts mehr sprechen.

was denkt du zum friedenspreis?

„Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat den deutschen Künstler Anselm Kiefer zum diesjährigen Träger des Friedenspreises gewählt“ -.ich schrieb ein LIVE-gedicht, allerdings LIVE zur LIVE-übertragung des fernsehens:

BILDUNGSGEDANKE

Ich denke in Bildern
Dabei helfen mir Gedichte
Die ich mir selber auf den
Leib schreibe zum Abbild
Meiner Ausgezogenheitskrise

19.10.2002, Sonntag, LIVE geschrieben, Königswinter-Oberdollendorf,am Fernseher, LIVE-Sendung aus Frankfurt, ERSTES PROGRAMM, ARD, Paulskirche, Frankfurt, Verleihung des Friedesnpreises des Deutschen Buchhandels 2008, an Anselm Kiefer, Rede von Dr. Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, danach Rede der Oberbürgermeisterin von Frankfurt, Petra Roth, Preisrede dann anschließend von Werner Spies, dann Preisüberreichung Honnefelder an Kiefer, nun die Rede von Anselm Kiefer selbst.

Dieses Gedicht ist ein Zitatgedicht. Zu den Zitatgedichten siehe:
http://www.klausens.com/zitatgedichte.ht…

Copyright Klau|s|ens in allen Schreibwaisen und -weisen, u.a. als Klau(s)ens oder Klau!s!ens oder Klau=s=ens

Der Stiftungsrat Friedenspreis

Dem Stiftungsrat Friedenspreis gehören an:

* Prof. Dr. Wolfgang Frühwald (Augsburg)
* Prof. Dr. Klaus-Dieter Lehmann (Goethe Institut, München)
* Prof. Dr. Jutta Limbach (Berlin)
* Heinrich Riethmüller (Osiandersche Buchhandlung, Tübingen)
* Prof. Dr. Dr. h.c. mult Werner Spies (Paris)
* Dr. Uwe Timm (München)
* Dr. h.c. Karl-Peter Winters (Verlag Dr. Otto Schmidt, Köln)
* Prof. Dr. Christina Weiss (Berlin)
* Dr. Gottfried Honnefelder (Berlin University Press, Köln) als Vorsteher des Börsenvereins Vorsitzender des Stiftungsrates.

© Klau|s|ensĦķΩ7 Klau’s’ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens

ich finde es immer interessant, wer diese preise vergibt.

genau: diese kommissionen. in der obigen sitzen beispielsweise der jetzige präsident des goethe-instiuts, lehmann, und die vorgängerin, limbach.

auffällig!

und werner spies, der die rede hielt, sitzt selber mit im besagten stiftungsrat.

die welt ist eng und düster.

… was ja wieder zur kunst von kiefer passt.

und unsere?

was meinst du mit „unsere“?

na, die kunst, z.b.:
http://www.klausens.com/klausens_trifft_…

http://www.klausens.com/zitatgedichte.ht… (siehe oben)

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Nochmals schreibt KLAUSENS zur Schach-WM

klau|s|ens, du meldest dich nochmals. zur schach-WM?

ja, aber es handelt sich immer noch um meine beobachtungen vom eröffnungstag.

dann bist du der zeit weit hinterher.

wieso?

es gab gestern noch ein spiel, und auch das endete remis.

ich denke, die beiden spielen gern remis, weil sie so gut sind. – heute gibt es das dritte spiel.

was fiel dir denn noch auf?

es waren nur männer dort.

keine frauen?

wenigste, handverlesen.

also männer und logik.

zumindest spricht der anschein dafür.

keine frauen ansonsten?

doch, doch, peinlich: hübsch-frauen (models?) mit scherpen, zwei für die GAZPROM und zwei für EVONIK.

also das modell aus der autoindustrie? frau und produkt, immer zusammen abgebildet? nun auch im schach?

es ist ein uraltes modell, was sich inflationär ausbreitet. wenn sie wenigstens halb frauen und halb männer nehmen würden – die frauenbewegung hat da schon lange resigniert.

und wenn doch schach hauptsächlich die männer anzieht. dann ist es doch logisch, dass man mit frauen diese männer umwirbt.

schach, autos, computerzeitschriften, fußball: immer die männer. und das klischee. beide hand in hand.

halt. beim fußball sollen nun immer mehr und mehr frauen ins stadion gehen.

warum diskutieren wir das denn?

weil du beobachtungen hast, die mich langweilen.

ich beobachte immer gleich?

nicht nur das: du beobachtest auch dinge, die jeder weiß, und die deshalb nicht beobachtungswert sind. begreifst du das nicht?

ich erzähle weiter: ich sah ja dann am 14.10. die eröffnung, die reichlich uncharmant ablief.

fandest du?

aber ja – zumal steinbrück nicht konnte. da hat dann werner müller ein figürlein auf dem brettlein vor den fotografen und kameras gezogen, und schwupps war die schach-WM eröffnet.

was ist interersaant daran?

vielleicht die vielen männer, die sich um diese spiele dann gruppieren.

wo?

genau jetzt dieser tage in der bundeskunsthalle. es sind furchtbare viele journalisten dort, und die berichten dann in alle welt.

wie erging es kranik und anand?

kramnik hatte zwei männer und war dann husch-husch weg von der pressekonferenz.

und anand?

… hatte eine wunderschöne frau (seine frau?), mit der er dann – begleitet von einem guard, der aber nicht im taxi mitfuhr – in ein taxi stieg. auch er machte das husch-husch nach der pressekonferenz.

und das findest du wichtig?

nein, ich sah es aber. und vielleicht interessiert es dich.

nichts zu den partien? müssten wir im blog(g) nicht die partien diskutieren? ist das nicht der sinn der schach-WM: die partien? und der mut der spieler?

aber die erste partei war nicht mutig.

und die zweite?

da hat anand doch überraschend beim ersten zug den bauern vor seiner weißen dame zwei felder vorgesetzt. das war wohl der clou des tages …

… der auch mit einem remis endete.

der zweite tag auch, ja, ja.

was ist dann so interessant an einer schach-WM?

vielleicht genau das: es gibt nichts interessantes, außer einer alles beherrschenden logik.

und dann?

dann hoffen die menschen, dass dort eine blume bricht, hier ein mineralwasser ächzt und dort ein lehnstuhl quietscht. … vielleicht schlagen sich irgendwann auch die kontrahenten. irgendetwas. (obwohl diese kontrahenten sehr anständig und ordentlich wirken und gelten. also: kein psychokrieg der einfachen sorte zu befürchten.)

mehr nicht?

nein, schachspieler sind bescheidene menschen. und die zuschauer sind ja selber meistens schachspieler.

was können uns dann deine gedichte noch bringen?

eigentlich nichts. aber dieses nichts macht ja auch den reiz mancher gedichte aus.

http://www.klausens.com/schachgedichte.htm

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Zum Urteil im O. J. SIMPSON-Prozess äußert sich zappend KLAUSENS

klau|s|ens, was hast du mit o.j.simpson zu tun?

genau das, was auch du damit zu tun hast. oder andere hier in deutschland.

wie denn?

er ist eine figur, die man aus den medien kennt. umstritten, viel diskutiert, offenbar auch gewalttätig, vielleicht gar ein mörder.

und was war?

es war vorgestern. ich zappte durch meine 33 sender.

du hast nur 33?

ich gestehe, ja, ich bin etwas hinter der zeit.

also, du zapptest.

und auf einmal höre ich „guilty“.

was war das?

das war der prozess … und sie lasen LIVE im fernsehen – ich glaube, es war CNN – das urteil vor, welches die geschworenen in den – es waren, glaube ich, 5 oder 7 oder 10 oder 12 – anklagepunkten fällten.

du warst LIVE dabei?

am fernsehen.

mitten im gericht?

ja, in den USA ist das möglich.

und mehr war nicht?

nein, nein, ich war doch etwas verwirrt. da geht es ja um in leben, ein leben hinter gittern, vielleicht lebenslang.

„Las Vegas (Reuters) – Auf den Tag genau dreizehn Jahre nach seiner Freisprechung in einem spektakulären Mordprozess hat ein US-Gericht den früheren US-Footballstar O.J. Simpson des Raubüberfalls für schuldig befunden.

Der 61-Jährige muss nun mit bis zu lebenslanger Haft rechnen. Zusammen mit mehreren Bekannten drang Simpson nach Angaben der Staatsanwaltschaft im September 2007 in ein Hotelzimmer ein und überfiel zwei Sammler, die mit Fan-Artikeln handelten.

Dem Gerichtsentscheid vom Freitag zufolge machte er sich während der Tat zahlreicher weiterer schwerer Vergehen wie etwa der Entführung schuldig. Simpson wollte nach eigenen Angaben lediglich ihm gestohlene Souvenirs zurückholen. Das Strafmaß soll am 5. Dezember verkündet werden. Unmittelbar nach dem Urteil wurde Simpson abgeführt: Der Richter verfügte, dass Simpson die Zeit bis zur Urteilsverkündung in Haft verbringen muss.

Am 3. Oktober 1995 war Simpson in einem Aufsehen erregenden einjährigen Prozess mangels Beweisen von dem Vorwurf freigesprochen worden, seine Ex-Frau Nicole und deren Freund ermordet zu haben. Zwei Jahre später verurteilte ein Zivilgericht Simpson dennoch dazu, den Hinterbliebenen der Opfer 33,5 Millionen Dollar Schadenersatz zu zahlen.“

und du hast kein LIVE-gedicht geschrieben.

nein, ich war zu überrascht.

wieso?

ich überlegte, ob es nicht ein film war, oder eine DOKU, oder eine aufzeichnung …

aber es war LIVE?

eben – es war mause-elefanten-LIVE.

und?

ich weiß dazu nichts zu sagen. ich sah das starre und erstarrende gesicht von o.j.simpson. und ich sah weinende frauen, zwei glaube ich. es war doch unwirklich.

aber es war LIVE.

angeblich!

wieso angeblich?

… weil ich doch dieser welt sowieso nie traue.

nie?

nein, eigentlich nicht.

wie kamst du auf diesen gedanken?

ich hörte von einem klau|s|ens und einem zweitklausens.

ja, und?

dann hat jemand behauptet, es wäre eine person.

wie schrecklich!

seitdem weiß ich nicht mehr, wem ich was glauben soll!

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com