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klau|s|ens kennt die geheime formel für einen kölschen oder kölner karnevalshit – www.klausens.com

klau|s|ens, du weißt es?

ich habe mich jahrelang damit befasst, stets analysiert, nachgedacht, geweint, gelacht, 800 doktoranden bezahlt, bewertet: alles.

und nun kennst du die formel?

es ist eher wie eine matrix, die ungefähr so aussieht:

xxx kölle xxxx xxx xxxxxxx xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx fiere xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx xxxx xxxxx kölsche
xxxxxxxx xxxxx danze xxxxxx xxxx xxxxxxxxxx

und das mehrmals dann:

xxx kölle xxxx xxx xxxxxxx xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx fiere xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx xxxx xxxxx kölsche
xxxxxxxx xxxxx danze xxxxxx xxxx xxxxxxxxxx

xxx kölle xxxx xxx xxxxxxx xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx fiere xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx xxxx xxxxx kölsche
xxxxxxxx xxxxx danze xxxxxx xxxx xxxxxxxxxx

xxx kölle xxxx xxx xxxxxxx xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx fiere xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx xxxx xxxxx kölsche
xxxxxxxx xxxxx danze xxxxxx xxxx xxxxxxxxxx

xxx kölle xxxx xxx xxxxxxx xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx fiere xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx xxxx xxxxx kölsche
xxxxxxxx xxxxx danze xxxxxx xxxx xxxxxxxxxx

und was ist mit „bützche“ oder „bützcher“?

ach, das ist ein bisschen altmodisch, aus der zeit gefallen.

und was mache ich mit den xxxx-worten?

da kannst du alles mögliche reinschreiben, wichtig ist eben nur, dass die ankerworte auch schön vorkommen.

„kölle“ ist ein ankerwort?

aber ja, aber ja: eigentlich würde schon das wort „kölle“ ausreichen, aber 1 wort ist ja noch nicht 1 song. du brauchst also noch müllworte um das ankerwort herum. und du siehst: „ankerworte“ passen also nicht nur nach hamburg in den hafen, sondern auch nach köln … in den karneval.

ich verstehe, ich verstehe. ich werde mal ein lied schreiben, wo „anker“ als „ankerwort“ vorkommt.

für den hamburger karneval? oder wie?

klausens-zeichnung-k-werk-notklauber-18-12-2018

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„Loss Mer Singe“ besucht KLAUSENS

klau|s|ens, was bedeutet „loss mer singe“?

ich denke: lass uns singen! oder so ähnlich.

und was machst du dabei?

ich singe gerne – und ich muss ja die welt immer genau kennen … und neu kennenlernen. ich als schriftsteller und somit ethnologe allen seins.

was hat „loss mer singe“ damit zu tun?

das ist eine karnevalsbewegung, die jahr für jahr mehr um sich greift.

was ist die idee?

wir/sie singen karnevalslieder – und das schon viele tage vor dem beginn des wilden straßenkarnevals.

einfach nur singen?

natürlich geht es hier zuerst um das singen (und auch einsingen) der NEUEN karnevalslieder, und zugleich das abstimmen über die besten.

eine hitparade?

auch das: das gemeine volk versammelt sich in kneipen, wo es voll und eng und schwitzig ist, hört diese lieder und sagt dann: „diese 6 haben uns am besten gefallen.“ vorher hat ein team diese aus 200 oder so ausgewählt. zu dem team gehören z.b. kerstin und helmut frangenberg und georg hinz. ich weiß leider nicht, wer komplett alles zum „team“ gehört.

und das ist jetzt „in“? das gesinge?

ja, es sieht so aus. denn sie ziehen seit 7 jahren abend für abend in eine neue kneipe, und da machen sie es dann. mikrofon, boxen. einer, der dann den DJ und moderator spielt. mehrere, die blaue eimer mit liedtexten und stimmkarten und kulis rumreichen. z.b. gestern im „alcazar“ im belgischen viertel von köln, bismarckstraße / ecke brüsseler straße. motto „eimer in köln“, wobei das eimer eine ironische veränderung von „einmal“ (kölsch „eimol“) ist.

und du hast geschwitzt?

zweitklausens, du warst doch dabei. du bist doch immer dabei.

wir haben also geschwitzt?

oh ja, und wir haben gesungen, und alles das.

war es schön?

es war auf seine art schön, ja. alle stehen und schunkeln. 30% stehen auf den bänken, die tische und stühle hat man entfernt …

aber?

… aber die meisten neuen lieder waren nicht so schön. nicht so doll. nicht so prickelnd.

woran liegt das?

es werden jahr für jahr hunderte neue karnevalslieder geschrieben, und die meisten sind eben normal. fabrikware. massenware.

was heißt normal?

da gibt es verschiedene liedschemata und liedklassen und songmuster und klangtypen, und binnen dieser wird dann was geschrieben.

und?

es gibt samba, irish folk, rock, russische weisen, hymnen, walzer, balladen, märsche, polka, alles eben … und das wird dann so umgeschrieben, dass es irgendwie in den karneval passt. karneval in köln ist immer auch worldmusic und ethnomusic. offen, multikulturell, eklektizistisch: alles kann, nichts muss.

was z.b.?

in köln muss es immer das lob der stadt sein, das lob des domes, das lob des rheines, eben immer das hochbeschwören des herrlichen KÖLN, welches doch eigentlich ästhetisch oft ein trauerspiel ist. aber das hat mit den bombenschäden des II. weltkrieges zu tun.

gibt es wichtige worte?

aber ja: „zick“ = zeit, „rhing“ = rhein, „kölle“ = köln, „wigger“ = weiter, „jonn“ = geh’n, „widder“ = wieder, usw. usf. – ich kann jetzt kein kölsch-wörterbuch hier schreiben. aber manche wörter sind inflationär. „jeck“ natürlich auch.

d.h. sie schreiben lieder und kopieren dabei alle möglichen stilrichtungen?

ja, die bläck fööss haben das bis zum erbrechen schon gemacht, gut gemacht. also „gut erbrochen“. denn das alles ist ja auch kunst. alles und jedes in den karneval zu transponieren … und dann auch noch lieder zu schaffen, die wiederum außerhalb des karnevals noch gesungen werden.

echt?

ja, echt. – und dann gab es ja mal lieder wie z.b. das von der band „höhner“ mit dem „sultan“, der „doosch“ (durst) hat. das war das arabische (musik)thema genial in den karneval inkolportiert.

aber gestern?

gestern gab es kaum lieder, die richtig überzeugten. zahlenmäßig „viele“ lieder scheinen zwar nun
geschaffen und geschrieben, für die session 2008/2009, aber es fehlt zu vielen liedern der pfiff, das besondere, das einmalige, das unverwechselbare, die wirklich gute idee.

und dann haben sie abgestimmt, die menschen in der gaststätte?

ja, es gab diese lieder von diesen bands:

1. Knittler: Fastelovend
2. Wicky Junggeburth: Die Kölsch Lektion
3. Hanak: Langsam
4. Höhner: Överall op dr Welt jitt et Kölsche
5. Zeltinger: Drink e Bier
6. Us em Levve: Un dann denk ich ahn Kölle
7. Björn Heuser: Jede Naach
8. De Wanderer: Himmlisch Jeck
9. Paveier: Mir Kölsche sin prima
10. Marc Metzger: Der doofe Dom
11. Domstürmer: Loss mer levve
12. Rheinländer: Humba Heee
13. Brings: Wenn et einmol läuft
14. Kölsche Bengels: Immer widder do
15. Bläck Fööss: Jommer noh Hus
16. Klüngelköpp: Stääne
17. Hanak: Haifischzahn
18. Die Filue: Wenn in Kölle widder et Trömmelche spillt
19. Röbedeuker: Keiner weiß et vürher
20. Brings: Heimjonn

und gewonnen?

gewonnen hat das auch meiner meinung nach beste lied: „heimjonn“ von brings, eine ballade, die sich um das zumachen der kneipe dreht, wenn man sein letztes bier getrunken hat, und dann irgendwie den schutzraum der gastronomie wieder verlassen muss. eine wirklich gefühlvolle ballade, die auch außerhalb des karnevals nun als rausschmeißer gespielt werden kann.

und „loss mer singe“?

die ziehen weiter und weiter. circa 30 kneipen in wenigsten tagen. hier ist der kneipenplan von 2009, also die termine. http://www.lossmersinge.net/termine.asp?…

und dein LIVE-gedicht?

mein erstes KÖLSCH-gedicht, aus versatzstücken neu zusammengebaut, schnell und spontan:

KOPPLOSSER
Das Mein-Kölsch-Gedicht

Loss mer singe
Kopp von däm
Ahle Mann vür
De Dür is aaf
On zu kumen
Die wigger draan

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau(s)ens oder KlauKÖLSCHsKÖLSCHens oder Klau=s=ens am 22.1.2009, LIVE, in der Kneipe „Alcazar“ in Köln, es läuft gerade das erste Lied der Bewertungsliste von LOSS MER SINGE (= LMS), und zwar „Fastelovend“ von Knittler (Die 100%-ige Schreibung des Kölsch als „Reinkölsch“ ist für den zu Krefeld geborenen Autor KLAUSENS teils ungewiss, ihm aber auch nicht wichtig! „aaf“ ist aber extra nicht als „aff“ bzw. „af“ geschrieben worden.)

die schreibung des kölschen stimmt nicht?

extra! – das nimmt da ja auch keiner krumm. multikulti in köln. außerdem ist „aaf“ und „aff“ eigentlich irgendwie gleich. lang oder kurz gesprochen. aber damit spielt ja auch das gedicht. bewusst. wir nichtkölner denken übrigens auch an „affe“, der aber auf kölsch wiederum „aap“ heißt.

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