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klau|s|ens schreibt LIVE-gedichte zur sumpfweg-zersiedelung am rhein zu königswinter – www.klausens.com

klau|s|ens, es geht weiter.

sie werden in königswinter noch jeden halm in stein und beton umverwandeln.

sie suchen alle freiflächen.

danach bauen sie.

oder sie suchen alte häuser, reißen diese ab … und danach bauen sie mehr oder höher oder doller.

das gebiet „sumpfweg“ ist auch so eines: hauptstraße / johann-albers-allee.

da, wo das AZK der christlichen demokraten sich befindet? da in der nähe?

das arbeitnehmerzentrum mit den vielen seminaren über das gute und schlechte am menschen. sie schreiben ja:  „Das Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter (AZK) ist die Bildungsstätte und Tagungsstätte der Stiftung Christlich-Soziale Politik e.V. (CSP) in Königswinter.“

daneben also wird (ganz christlich) derzeit noch grünes nun auch noch bebaut. so nah am rhein. eigentlich direkt am rhein.

das kapital will es so … und die mehrheit im stadtrat von königswinter auch. (das AZK liegt übrigens nur zufällig daneben.)

man darf also wieder weinen?

sicher, man darf in königswinter quasi immer weinen, königswinter will seine natur immer zerstören. – aber es gibt auch den hauch von etwas „stuttgart 21“.

was meint das?

es gibt menschen, die sich gegen das projekt wehren.

was tun diese?

sie luden zum bespiel gestern in die aula der CJD-jugenddorf-christopherus-schule nach königswinter.

was geschah dann?

eine klassische informationsveranstaltung, wo beide seiten vertreten sind. (und der bürgermeister als gast im saalpublikum.)

wer lud ein?

man nehme die „IG Sumpfweg“ oder „IG gegen die Bebauung des Sumpfweggeländes“ oder wie die genau heißen.

und dann?

experten. zum beispiel den architekten, herrn karl-heinz schommer, bekannt durch den bonner bogen und das kameha grand hotel.

wen noch?

die firma BOUWFONDS, die alles abwickeln will: „immobilienentwicklung“. und genau die haben dann noch den ingenieur hier und den professor dort mitgebracht (ein expertenstadel!), während die gegner einen hochwasserschutzexperten darboten. die tischlinie an der veranstaltungsfront war kilometerlang.

das alles in königswinter.

wir dichteten LIVE dazu: http://www.klausens.com/sumpfweg-gedichte.htm

was wird sich ändern?

nichts. der rhein wird konsequent zugebaut. königswinter will wie köln werden. alle schönheit stört. das bauen und das zubauen muss siegen. die baunternehmer auch. die projektentwickler erst recht. – die natur soll verschwinden. das motto ist: der mensch hat schon so viel zerstört, da am rhein, da in königswinter … jetzt kann er sein werk auch bauend total vollenden. (lang lebe der bürgermeister!)

und das hochwasser?

hochwasser sind die tränen der natur. die natur weint über die stadtoberhäupter von königswinter, die offenbar kein gewissen kennen. (und zudem keine rückhalteflächen und wassereinlaufflächen, aber das wäre ein extra thema.)

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Auf ungewollte Kunst am Rheinkilometerstein trifft KLAUSENS

klau|s|ens, du hast noch etwas an den kilometersteinen entdeckt.

viele werden dauernd besprüht, sinnlos besprüht.

es sind diese „tags“.

für mich ist es wie der urin bei hunden: man sprüht irgendwohin und sagt, dass man auch noch da ist.

die sprüher oder schreiber (oft ja auch mit dicken filzstiften gemacht) sind also wie hunde?

für mich schon. und sie besprühen alles sinnlos um sich herum. oder bemalen. oder auch: bekritzeln. schulkinder! – eben auch verkehrsschilder.

der rheinkilometerstein ist ein verkehrsschild?

in gewisser weise: ja.

und was passiert mit diesen „tags“.

es kommen regelmäßig tapfere menschen von der schifffahrtsbehörde (oder wer immer für die steine zuständig ist) und säubern diese, indem sie wieder und wieder übermalen.

ich kapiere, was du meinst: diese übermalungen decken nicht 100 %, sodass noch etwas von den alten sachen durchscheint. ganz schwach, aber doch durchscheint …

… bis wieder neue hässliche tags von graffitymenschen oder auch nur gelangweilten jugendlichen darübergesetzt werden.

dann kommen wieder die vom amt und streichen darüber …

… bis wieder neu alles zugesprüht wird.

so entsteht schicht um schicht, fläche um fläche.

und das ist für dich kunst?

diese tags weniger, weil die mich nerven.

also die weiße fläche.

ja, diese weiße fläche, wo noch etwas durchscheint vom alten, die ist für mich kunst.

würdest du sie ins museum setzen?

gewiss, wenn man mich ließe, würde ich einige interessante rheinkilometersteine ausbauen und dann (mit der rückseite zum betrachter) ins kunstmuseum verbringen und dort aufstellen.

du hast tolle ideen.

ich? das leben! hier am rheinkilometer 648 in niederdollendorf.

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Wieder sieht KLAUSENS abgehackte, abgesägte Bäume in Königswinter

klau|s|ens, da war es wieder.

ja, uns kommen die tränen. zweitklausens, wie soll man das ertragen?

hack, hack, hack. säg, säg, säg.

hauptstraße, königswinter, ortsteil: niederdollendorf.
http://www.klausens.com/abgehackte-baeume-in-koenigswinter.htm

das war diese fläche mit den alten bäumen, die etwas verwildert war.

nix verwildert: die wollte man ja wohl bebauen. die herrliche verwilderung war die knallharte vorplanung des bebauen-wollens. wenn es wo wild ist, was wir schön finden, wollen andere nur geld für den gärtner einsparen, weil ja doch alles abgehackt wird, wenn dann gebaut wird.

jetzt haben sie massig bäume abgehackt.

und jetzt wird wohl endlich und endgültig und unfassbar gebaut.

es war ein teil eines parkes, verwunschen, alt, verwachsen. ein teil des parkes der „villa haus petersthal“ bzw. „haus peterstal“ bzw. „villa straeter“. kulturgut. naturgut. von menschen geschaffen, aber auch wiederum schützenswert. hauptstraße 149.

alles abgehackt: hack, hack, hack. säg, säg, säg.

mit den neuen häusern kann man geld verdienen.

die natur und die restnatur (park ist ja schon restnatur) wird von den menschen weiter zerstört und abgehackt und umgepflügt, um geld zu machen.

alles wird bebaut.

überall fließt geld.

die bäume weinen.

die menschen weinen um die bäume.

königswinter weint um königswinter.

niederdollendorf um niederdollendorf.

aber es wird weiter gehackt.

flächen werden zerteilt und unterteilt und dann dichtgebaut.

alte herrliche parks werden zerstückelt.

ab, ab. alles muss ab! … und dann wird alles mit häusern beflastert.

überall lacht das geld.

überall weint der mensch. (einige immerhin. einige.)

es gibt menschen, die nicht weinen, weil sie an der zerstörung der restnatur verdienen.

es lacht der profit.

und die indianer können wieder ihre alten sprüche rausholen, die immer noch nicht verstanden werden.

vielleicht bauen sie noch den rhein zu. sie haben ja in idar-oberstein den fluss komplett zugebaut. vor jahren schon. vor jahrzehnten. aber die menschen werden nicht klug.

die menschen lieben es, wenn beton wächst …

… und wenn bäume fallen.

wann fallen die menschen?

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Über die abbe Eiche von Königswinter weint KLAUSENS immer noch

klau|s|ens, du weinst ja immer noch!

ich kann nicht genug bekommen. man ärgert sich andauernd. was tun die menschen? warum eine alte eiche von über 200 jahren? wieso?

so sind die menschen. sie töten sich selbst, sie töten bäume, sie töten tiere. sie machen alles klein. es ist das wesen des menschen, alles kleinzumachen.

das wusste ich gar nicht.

nein? ich dachte, du bist schriftsteller!!!

vielleicht bin ich es gar nicht. vielleicht bin ich nur ein naiver und sentimentaler hund.

wie ging nochmal unsere deklination?

ach, du meinst von „ab“ = „abbe“?

wir hatten das doch zu einem adjektiv erhoben.

ja, ja:

SINGULAR                   PLURAL

der abbe baum     die abben bäume    NOMINATIV
des abben baum(e)s     der abben bäume    GENITIV
dem abben baum     den abben bäumen    DATIV
den abben baum     die abben bäume    AKKUSATIV

ich verstehe nicht, wie man angesichts eines solchen abben baumes an die grammatik denken kann, zweitklausens?!

aber diese spezielle „abbe“-grammatik ist doch auch teil unserer protestkunst gegen das böse im menschen. und das böse der menschen, die dicke und alte bäume abhacken und absägen.

ach so: wir machen kunst. wenigstens etwas, worüber man sich freuen kann.

die natur ist endlich. unsere kunst nicht.

ich weiß: man kann das internet nicht absägen.

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Über die Eichenfällung in Königswinter-Ägidienberg erschüttert sich KLAUSENS

klau|s|ens, „sich erschüttern“?

so steht es in der blog(g)-überschrift.

gibt es das denn überhaupt?

man muss die sprache neu bilden, wenn verbrechen an der natur begangen werden.

welche denn?

ich lese, sie haben diese eiche gefällt.

welche denn?

ägidienberg, ittenbach, landestraße 83, ringstraße, stockhausenwiese … mal als stichworte.

in königswinter also?

alles gehört zum stadtgebiet von königswinter. aber auch wenn es grafensommer wäre: die herrliche eiche ist weg.

wie alt war sie denn?

über 200 jahre. und so dick und so verknorrt. und so schön.

die eiche ist weg? diese eiche?

ja, die menschen sind im kern böse und schlecht. es wird ein einkaufszentrum gebaut.

noch eins?

im siebengebirge wird viel gebaut. alles wird zersiedelt.

die menschen machen die landschaft weiter kaputt?

die menschen wollen, dass da siebengebirge wie eine stadtlandschaft wird. deshalb bauen sie alles weiter voll. auch diese gräßlichen einfamilienhäuser ohne gesicht. diese katalogdinger pflanzen sie überallhin. sie „erschließen“ alles.

sie wollen keine natur mehr?

die menschen hassen die natur, aber sie lieben die einkaufszentren. auch parkplätze. straßen. alles das.

und dann?

dann freut sich ein investor, weil er bauen darf.

im siebengebirge?

das gebirge hat noch zu viel grün. sie müssen bauen, bauen, bauen.

im siebengebirge.

ja, sie wollen auf lange sicht alles plattmachen.

und die eiche?

die störte. und es gab bürger, die sie behalten wollten. es begann der protest sich zu regen. einkaufszentrum? und die eiche soll weg? so dachten die klugen menschen.

und dann?

dann kam die nacht-und-nebel-aktion, vielleicht auch am tage. die baumfällsaison geht ende februar zuende … und der protest drohte. da machte man säg, säg, säg. man schaffte vollendete tatsachen.

das ist doch ein verbrechen!

rein rechtlich wäre das zu klären, aber ethisch ist der vorgang unhaltbar.

sie machen alles kaputt.

baunternehmer und planer und investoren wollen diese welt weiter und weiter mit beton übergießen, mit steinen, mit gebäuden, mit straßen, mit asphalt.

nur so machen sie geld.

sie wollen geld fressen, aber keine bäume sehen. das siebengebirge und köln sollen exakt gleich sein. alles sei stadt. alles zugebaut.

sie haben wahrscheinlich bäume in ihrem privathaus im garten, diese investoren.

es gibt solche und solche. es gibt auch welche, die können einen baum gar nicht mehr erkennen.

aber wieso wird so etwas zugelassen? wieso?

weil der profit unser götze ist. nicht der baum, der profit. geld, geld, geld.

wie grausam ist der mensch.

ich lese, dass es in königswinter keine baumschutzsatzung gibt.

wieso? – das ist doch ein skandal für sich!

ach, sie denken sich wohl: „wir haben doch genug bäume. wir haben doch das siebengebirge. da brauchen wir keinen schutz. wir haben bäume im überfluss. da kann genug weg.“

ich verstehe: sie wollen bauen, bauen, bauen.

ja, da in der stadt sitzen auch kumpanen derer von baumaterial. alle arbeiten hand in hand. und so wird das siebengebirge planiert und zersägt und zersiedelt. alles für den gewinn. profit riecht wie geld und geld riecht nach gewinn.

mir wird ganz angst und bange.

deshalb ja: „ich erschüttere mich.“ (ich kann diesen vorgang um den baum gar nicht anders in worte fassen.)

man sollte den investoren ewiges betretungsverbot für alle baum- und waldgebiete der welt erteilen. wehe, einer von denen meint, er müsste in seiner privatheit irgendwo auf der welt noch mal „natur“ für sich haben. „zur erholung“ – nein, so leute mag ich nicht.

man sollte eher die menschen statt die bäume zersägen.

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Die Entblätterung eines alten (vorher verkleisterten) Hauses in Oberdollendorf sieht KLAUSENS

klau|s|ens, sie befreien ein haus von seiner alten fassade.

ja, an der kreuzung cäsariusstraße / malteserstraße / grüner weg.

nun kann das haus wieder haus sein!

man hatte früher die idee, wir machen was davor, und dann haben wir besser geheizt. da wurde vieles verschandelt. die eifel ist heute noch voll dieser untaten.

die idee ist ja nicht falsch, aber was man früher alles vor die fassaden machte! also …

seltsame platten, asbest, eternit, kacheln … allerlei zeug. oft sah es grauslich aus … und oft war es noch giftig.

heute ist alles anders.

das siehst du aber optimistisch. ich sehe auch heute noch verschandelte häuser, häuser, die im jahr 2011 neu verschandelt werden.

wirklich?

allein die vielen kuntstoff-fenster verschandeln so viele altbauten. auch alufenster, aber heute nimmt man ja lieber kunststoff-fenster.

das findest du grauslich?

vieles auf der welt ist grauslich, aber das unfeingefühl für baustoffe und verkleidungen und fassaden – das ist eine kleine grauslichkeit des lebens.

aber für dieses haus in oberdollendorf wird nun alles besser.

das wissen wir nicht.

wieso?

wir wissen nicht, was jetzt davorkommt, vor die fassade. denn dämmen werden sie ja wohl wollen. dabei gibt es nicht schöneres als den dunklen putz früherer zeiten, der dann nicht gestrichen wird. den findet und sieht man noch ganz selten.

aber du denkst, es wird anders werden?

ja, wir müssen mal abwarten. auch hinsichtlich der fenster. sind die nicht schon verändert? waren die nicht schon vorher verändert? sind nicht unsensible, neue fenster schon eine schlimme verschandelung alter architektur? — also ich denke: wenn etwas altes abkommt, was ein haus verschandelte, dann gibt es noch keine gewissheit, dass das neue dann weniger verschandelt.

… worüber sich gewiss streiten lässt.

jetzt kommst du wieder mit „geschmack“ und „lässt sich streiten“. aber wenn „geschmack“ meint, ich fahre nach OBI oder BAUHAUS oder KNAUBER … und kaufe mal billig ein, und das klatsche ich dann vor die fassade … dann kann man den „geschmack“ auch wieder vergessen.

eigentlich ist die welt voller hässlichkeit.

das meiste aber kommt vom menschen, wenn er „effizient“ sein will, und alles „sauber“ haben will, und „pflegeleicht“ und „wärmedämmend“.

dann sollte man „dem menschen“ fast alle seine architekten und bauträger entziehen.

ja, das wäre eine idee: aber die privatleute denken ja oft genauso. das ist eine allianz des schreckens!

niemand hat etwas für ästhetik über.

doch, doch, aber es sind deutlich weniger als die andere gruppierung, die die städte und dörfer ohne sinn und verstand zerstört: funktionaldenker, kaltherzen, spießer, sparer, kleinbürger, kleingeister, saubermänner/sauberfrauen. kommunalbeamte, etc.

warten wir ab, was sie aus diesem haus in oberdollendorf machen.

 

ja, warten wir ab. – keiner soll sagen, klau|s|ens und zweitklausens hätten nicht vor der immer weiter zunehmenden hässlichkeit der welt gewarnt.

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Schlimme Gewitter und schlimmen Regen in Oberdollendorf erlebt KLAUSENS

klau|s|ens, war es so schlimm?

ja, am sonntag, da war es sehr schlimm. ein gewitter, das nicht gehen wollte. es blieb einfach da. zog nicht ab! dazu sehr viel wind, verdammt viel regen. also doch sehr extrem. straßen ganz schnell wie bäche. überall wasser. umgestürzte bauzäune.

in oberdollendorf? genau da?

da war es sehr, sehr extrem. die stunden der feuerwehr. dann liebt jeder die feuerwehr, die man sonst gern etwas missachtet.

was dann?

keller sind auszupumpen, kanaldeckel werden abgehoben, damit die laubfänger entfernt werden können, weil die an solchen tagen alles verstopfen. äste stören allerorten.

und noch?

überall sind kleine seen, lachen, pfützen … und überschwemmungen. unterführungen sind zu befreien oder zu sperren, weil dort das wasser steht wie ein see, der das auto nicht durchlässt.

es ist auch ein junger mensch ums leben gekommen.

das ist besonders tragisch: ein mädchen, dass von einer mauer aus diesen runden pflanzkübeln erschlagen wurde. in oberdollendorf. am schleifenweg. wie schlimm!

alles vom wasser?

wasser und wind. man ist immer wieder über die natur überrascht, die man so sehr doch beherrschen will. man hat alles zersiedelt, bebaut, kanalisiert, und doch stürzen bäume und mauern noch um.

und dann?

dann räumen die menschen auf, machen trocken, pumpen leer und gehen wieder ihrem tagewerk nach. so sind die dinge, wenn die dinge sind. viele sachen stehen am straßenrand, die in den kellern nass geworden sind.

und die menschen?

stehen und reden. solche schäden bringt die menschen am straßenrand zusammen. nachbarschaft wird wieder neu erfahren … im klagen über jenes so starke gewitter am 5.6.2011. im bewerten. im rückerinnern an das letzte so schlimme gewitter, also unwetter.

aber:  ein junger mensch hat sein leben verloren. in oberdollendorf.

gewiss, das macht einen doppelt und dreifach betroffen. die nassen kellerdinge am straßenrand wirken da wie eine seltsame beigabe. trauerflor aus verbrauchtem material. die straßen sind in trauer gewandet, durch diese von nässe zerstörten teile.

und wenn all das nur all das anzeigt, was den wetterwechsel meint? das chaos? den untergang?

… dann rate ich jedem nun immer bei solch einem gewitter schutz aufzusuchen. ein blitz war so nah und so laut … WOW! da erschrak man noch in der sicheren wohnung. ein knall wenige meter von einem entfernt … und einige alarmanlagen heulten, vom blitz getroffen, auf.

in der moderne heulen nicht mehr die tiere, sondern die alarmanlagen.

es sollen aber auch viele rehe vom blitz getroffen worden sein. aber können rehe heulen?

die menschen denn? können die noch heulen?

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Stahl-verschandelte Weinberge in Oberdollendorf entdeckt KLAUSENS

klau|s|ens, hässlich macht sich der mensch die welt und die natur.

er ist kaum zu bremsen.

er hat keinen respekt vor nichts.

er macht sich sogar eigene kulturlandschaften kaputt.

wo denn? wie denn?

da gibt es noch diese weinberge in oberdollendorf / königswinter / siebengebirge.

sicher, aber da ist doch alles vollgebaut.

gewiss, aber diese paar weinberge gibt es noch. man hat sogar einen weinwanderweg dort gemacht.

und der rheinsteig läuft dort vorbei.

also: es gibt nicht viel, aber es gibt immerhin noch etwas.

der berg heißt „oberdollendorfer hardt“.

das mag alles sein. und viele dieser weinreben sind auf schöne, natürliche holzstöcke und holzpflöcke gezogen.

so muss es doch auch sein!

eben: der mensch hat diese weinkulturlandschaft über jahrhunderte geschaffen. und oft denken wir: das ist doch irgendwie schön.

und was stellst du fest?

es gibt menschen, die haben weder sinn für natur noch für die etwas künstliche natur der kulturlandschaft. sie halten auch nichts von kulturellen traditionen.

gewiss, alles wird dem nutzen untergeordnet.

genau so: die welt muss funktionieren. alles wird rational kühl durchdacht. es gibt keine hinwendung zum natürlichen. es gibt keinerlei liebe zur schöpfung. auch keine reste mehr. keinen sinn für schönheit und anmut.

und das hast du in oberdollendorf im weinberg entdeckt?

wohlgemerkt: ein kleiner teil vom weinberg. ich vermute, es ist ein spezieller winzer, der so geldkühl und deshalb stahlgetränkt die welt sieht.

was hat der mann denn gemacht? oder ist es eine frau?

die haben keine weinstöcke mehr aus holz.

was?

ja, die haben alles nun durch stahl ersetzt, oder eine legierung, oder aluminium, oder was es auch sei.

kein holz mehr?

nein, sie haben den weinberg in ein stahlwerk verwandelt.

das ist doch hässlich!

eben, es ist sehr hässlich. und irgendwie grausam.

und man kann nichts machen?

offenbar nicht. es dei denn man erfindet irgendeine satzung, die so etwas verbietet.

das aber würde die freiheit einschränken.

wir haben so viele verordnungen, dass von freiheit sowieso keine rede sein kann.

bist du nun für die freiheit oder gegen hässliche weinberge?

ich bin für/gegen beides.

aber es ist so hässlich.

eben. es geht mir doch darum: die leute klagen über fukushima. plötzlich wollen alle keine AKWs mehr , die vorher noch so laut dafür waren. das ist ja schon ein thema für sich: der unbelehrbare mensch, der nach der katastrophe etwas erwacht, bis er dann wieder einschläft und die welt danach weiter zerstört.

widersprüchlich und dumm sei der mensch.

ja, ja, aber diese weinberge in oberdollendorf, die werden durch dieses stahlaluminiumzeugs doch auch geschändet.

und? was nun?

keiner schreit auf. dabei gibt es kleine und große verbrechen.

dann schrei doch!

ich schreie jeden tag, aber keiner hört mich.

sei froh, dass es überhaupt noch pflanzen gibt. sieh‘ es doch mal so!

aber in der bibel war auch nicht die rede davon, dass „der weinberg des herrn“ aussehen solle wie ein stahlwerk.

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Zur erneuten Pressekonferenz des Bürgermeisters von Königswinter schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, was sollte es den nun?

diese pressekonferenz? diese erneute? gestern? in königswinter? von bürgermeister peter wirtz?

ja, die meine ich.

es gab nichts neues. sie hatte scheinbar keinen grund. scheinbar!

er hatte doch erst samstag gesprochen.

sicher, aber zwischendurch war der öffentliche druck so groß geworden, und auch die SPD hatte (nach zuvor schon der Fraktion Freie und LINKE = FFL) entschieden, den rücktritt des bürgermeisters nun zu fordern.

und alles wegen gefälschter akten?

ich bitte dich: ein skandal höchster güte. unsere ganze demokratie gerät ins wanken. das ist kein kleines delikt. und dann das verschweigen des wissens um die fälschung!

und der bürgermeister?

der wusste schon seit mitte letzten jahres von dem vorgang und hat geschwiegen. er hat also dinge vertuscht. (und fraglich ist ja, wer um diese mitarbeiterin herum von der aktenvernichtung und aktenrekonstruktion ahnung hatte, wer es evtl. gesteuert hat, wer es evtl. in auftrag gegeben hat.)

da ist doch der jugendamtsleiter, der herr plate. was ist mit dem? was tat er?

gewiss, der vorgesetzte. aber: in bad honnef ist ein kind gestorben. gequält von den pflegeeltern. vorwürfe gegen die stadt königswinter und das jugendamt wurden erhoben. du denkst doch nicht, dass der bürgermeister nichts wissen wollte, nichts tat und nichts unternahm. so tickt ein bürgermeister nicht. bei so einem gravierenden vorfall. du glaubst doch nicht, dass er nicht irgendwie involviert war, in die vorgänge im hause?! das wird doch über das jugendamt hinausgegangen sein.

aber gestern. was war das? diese pressekonferenz?

das war nun die neue richtung: erst gibt man sich monatelang (fast dreist schon) schuldfrei, stolz, teilweise sogar frech … und sagt, man habe sich nichts zuschulden kommen lassen.

aber dann?

dann fliegt mit monaten verspätung der aktenskandal auf, es gibt rücktrittsforderungen, königswinter bebt …

ja?

… und dann gibt man sich ganz plötzlich, quasi über nacht, von samstag auf dienstag, über 3 nächte … zerknirscht und betroffen.

eine neue peter-wirtz-taktik?

genau das: eine neue taktik. man sagt dann, aus heutiger sicht, hätte man damals gewiss anders gehandelt, und solcherlei sachen.

er will also aussitzen.

gewiss, die macht will erst tricksen und dann aussitzen. oder beides. je nachdem. berlusconi ist ein schönes beispiel.

was ist eigentlich mit dem herrn sauerland, dem OB in duisburg?

auch so ein „schönes“ beispiel. man hofft dann immer, dass diese menschen irgendwann auch zu fall kommen. sauerland ist vollkommen untragbar, aber immer noch im amt. das wirft ein seltsames licht auf die ratsmehrheit in duisburg.

diejenigen, die unrechtes tun, mögen zu fall kommen.

gewiss. denn anders kann unsere demokratie nicht funktionieren. sie muss aufräumen, immer wieder aufräumen. es hängt natürlich von dem grad der verfehlung und der nachgewiesenheit der verfehlung ab. das ist bisweilen nicht einfach.

wirtz soll also gehen?

die forderung steht zumindest im raum … und seine neue taktik der demut des vielleicht-teils-falsch-gehandelt-habenden ohne es bös zu wollen.

sag mal: gegen die TELEKOM wird auch schon wieder ermittelt, wegen unsauberer praktiken.

ja, die TELEKOM das scheint auch so ein pfuhl der wohlanständigkeit zu sein. die zahl der ermittlungen ist überaus immens.

sollen wir nicht mal in königswinter vors rathaus ziehen und „kairo!“ rufen?!

eine gute idee. aber wohin sollte der bürgermeister von königswinter fliehen? in welchen badeort?

nach bad honnef?

oder lieber nach bonn? in die zentrale der TELEKOM?

haben die denn einen strand?

war nicht seit 68 oft „unter dem pflaster“ der strand?

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Unglaubliches aus der Stadt Königswinter, also der Stadtverwaltung, hört KLAUSENS

klau|s|ens, ein armes mädchen namens anna starb. in bad honnef. der prozess gegen die pflegeeltern läuft. landgericht bonn.

gewiss: aber die rolle des jugendamtes in königswinter ist auch noch lange nicht geklärt. wie trug dieses amt samt dezernat II dazu bei, schuldhaft, und seien es  unterlassungen in der dienst- oder aufsichtspflicht, dass dieses mädchen so sehr und so oft gequält wurde? – bis es starb.

und jetzt?

jetzt kommen andere unglaubliche dinge ans licht der welt.

was denn?

man hat akten manipuliert und in den akten dinge vernichtet. in der stadtverwaltung königswinter.

das waren doch einbrecher?!

nein, es waren mitarbeiter aus der verwaltung selbst. eine mitarbeiterin hat sich wohl schon ende juli / anfang august 2010 offenbart, in einem brief an den bürgermeister. und offenbar ist sie dazu angehalten worden. zum manipulieren und ausdünnen der akte(n).

was ist denn anders?

wenn ich es recht verstehe, wurden aktenvermerke verändert oder gestrichen und mit anderen zusammengefasst. außerdem sollen ganze seiten fehlen. die rede ist von 93 seiten. wohl auch gesprächsprotokolle, u.a. mit den angeklagten pflegeeltern.

das ist ja ein ding!

wir alle schauen nach kairo und überlegen, wie da die täter innerhalb der regierung zeit gewinnen wollen und nun akten und beweise aller art vernichten. aber wir schauen selten in den alltag unserer verwaltungen.

jetzt aber wurde die sache von königswinter publik.

genau das: der bürgermeister peter wirtz war wohl lange schon informiert, über diesen vorgang, seit ende juli oder anfang august 2010. da hat sich die mitarbeiterin offenbart. (formal: 31.7.2011 wohl.) und die frage ist ja, ob er selber an diesen vertuschungen direkt oder indirekt beteiligt war.

aber die haben doch immer wieder betont, sie seien unschuldig. die in königswinter.

gewiss, bei allem um den „fall anna“, haben sie so getan, als wären sie immer sauber und anständig und gut gewesen … und nun … ein voll funktionierendes jugendamt im guten. so tat man ja.

ich denke, die sache ist sehr weitgehend.

gewiss, denn sie bestärkt unser generelles misstrauen in staatliche instanzen. auch in einer demokratie.

eine akte ist also keine akte?

gewiss, so kann man es sagen. eine akte ist ein ding, dass sich ständig verändert und ständig verändert werden kann. insofern sagt eine akte eigentlich nur noch wenig aus.

wenn eine akte ein manipuliertes ding ist, dann ist der wert dieser akte nur noch der, dass man eventuell diese manipulationen nachvollziehen kann.

doch genau das dürfte wohl eher schwer sein, sonst würde man diese akten ja nicht verändern. verändern macht nur sinn, wenn man die berechtigte hoffnung hat, dass dieses verändern nicht bemerkbar ist.

der leiter des jugendamtes in königswinter hatte der mitarbeiterin wohl gesagt, sie solle die akte „durchgehen“.

und die mitarbeiterin berichtet in jenem schreiben offenbar auch darüber, dass es eine gängige redewendung sei … und man dann wisse, was man zu tun habe.

in welcher welt leben wir eigentlich?

in genau dieser unperfekten und erschütternden welt. dieses „reine und heile königswinter“ ist bezogen auf die stadtverwaltung mit allen seltsamen wassern und wässern beträufelt.

wem dürfen wir trauen?

niemandem. aber auch jetzt gilt: der vorgang der aktenvernichtung/-veränderung in königswinter muss bedingungslos aufgeklärt werden. vor allem die rolle von dezernatsleiter holger jung und bürgermeister peter wirtz. (das jugendamt in königswinter wurde ja erst am 1.1.2008 errichtet, also begonnen.)

gewiss, gewiss, aber die haben doch gestern noch in einer schnell anberaumten pressekonferenz gesagt, die mitarbeiterin sei abgemahnt worden, und haben wieder jede eigene beteiligung oder schuld abgestritten.

ich denke, die sache ist so skandalös und sie stinkt so gewaltig, dass sich die verantwortlichen ganz warm anziehen müssen. (oder besseres sprachbild: … ganz doll pudern müssen!)

es soll schon erste rücktrittsforderungen geben, auch an den bürgermeister.

da er den brief der mitarbeiterin kannte, die ihn ja offenbar im august 2010 schon schriftlich über diesen akten-veränderungs-vorgang informiert hat … ja, allein deshalb. allein deshalb. aber stelle dir vor, er wäre selber in alle diese vertuschungsvorgänge verstrickt. als oberster verwalter in engem kontakt zu seinem jugendamtsleiter.

die reine gute welt gibt es eben nicht!

aber man darf es der unreinheit nie leicht machen. (sag mal, wie stehen eigentlich die dinge um die eschfonds zu troisdorf-sieglar und die kölner messehallen?)

und welche wahren hintergedanken gab es bei den beteiligten hinsichtlich der (nun offenbar ad acta) gelegten pläne für ein neues rathaus in königswinter?

„ad acta“ – auch dieses wort bekommt für mich nun einen ganz neuen klang.

AD ACTA

Lass es
Uns so
Drehen
Dass
Kein
Wort
Bleibt
Auf
Dem Anderen
______Falls

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder KlauAKTEsAKTEens oder Klau§s§ens, am 13.2.2011, Sonntag, in Königswinter-Oberdollendorf.

ach so: anbei noch die presseerklärung der stadt königswinter (der bürgermeister) … vom samstag, 12.2.2011, im wortlaut:

„Stellungnahme der Stadt Königswinter zum Vorwurf der Aktenmanipulation im Fall Anna

Am 23.07.2010 erfuhr das Jugendamt von Annas Tod. Nachdem am 24.07.2010 erste Vermutungen vorlagen, dass es sich möglicherweise um ein Gewaltverbrechen handelt, traf sich der Bürgermeister am Morgen des 25.07.2010 mit Mitarbeitern des Jugendamtes. Dort wurde alles in die Wege geleitet, um den Fall lückenlos aufzuklären und die Staatsanwaltschaft in ihren Ermittlungen zu unterstützen. Obwohl noch kein Verfahren gegen die Stadt eingeleitet war, übergab die Stadt am 26.07.2010 alle Akten an die Staatsanwaltschaft. Am 29.07.2010 wurde die zuständige Jugendamtsmitarbeiterin als Zeugin vernommen. Am 30.07.2010 informierte die Jugendamtsmitarbeiterin die Stadt darüber, dass sie Teile der Akten geändert habe, in dem sie u.a. handschriftliche Notizen abgetippt und zusammengefasst habe. Dies begründete sie mit ihrem psychischen Ausnahmezustand nach Annas Tod. Hieraufhin erfolgte seitens der Stadt am gleichen Tag eine unverzügliche Information an die Staatsanwaltschaft. Alle rekonstruierten Unterlagen übergab die Stadt am Nachmittag des 30.07.2010 der Staatsanwaltschaft. Intern wurden umfassende dienst- und arbeitsrechtliche Maßnahmen durchgeführt. Die Stadt wird die Aufklärung im Rahmen des gerichtlichen Verfahrens abwarten und ggf. weitere notwendige Konsequenzen hieraus ziehen. Eine Anweisung seitens der Behördenleitung zur Veränderung der Akten gab es nicht. Im Kreise aller Fraktionsvorsitzenden wurde die Angelegenheit heute erörtert. Es wurde beschlossen im nicht-öffentlichen Teil der nächsten Sitzung des Haupt-, Personal- und Finanzaus-schusses am 28.02.2011 weiter darüber zu berichten.“

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