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klau|s|ens erblickt barbara schöneberger, PAMPERS und den afrika-werbe-fernseh-kolonialismus – www.klausens.com

klau|s|ens, es geht dann mit afrika auch noch ganz anders, kolonialistisch gedacht. vieles ist möglich.

gewiss, nun kommen jene firmen, die wir immer schon argwöhnisch betrachteten, und erobern übers angebliche „nur gutes tun“ die welt.

plastikwindeln erobern afrika (und mehr umsatz in europa).

ja, so ist es immer. die großen firmen suchen märkte und zeigen sich ganz kaltschnäuzig und abgezockt oder sie spielen die „soziale ader“, was ja heute üblich ist. hauptsache, die umsätze steigen.

die prominenten spielen ja auch immer „soziale ader“.

das gehört zum guten ton dazu: du kannst heute keine prominente person aus film und fernsehen sein, ohne irgendwo eine herzstiftung oder eine kindergruppe oder eine leukämie-hilfe zu unterstützen. es ist ein muss, also wird es ohne murren von allen getan. außerdem nutzt es dem erfolg der promiperson immer. „gutes tun“ zahlt sich in barer münze noch aus, am ende.

barbara schöneberger für PAMPERS?

es dürfte wegen UNICEF sein. UNICEF hat sich mit PAMPERS verbrüdert und verschwestert … und schickt nun eine der hunderttausenden UNICEF-botschafter ins feld, die es dann auch noch gerne macht: die schöneberger, selber noch recht frische mutter.

barbara schöneberger also!

sie öffnet pampers alle werbetore und alle verkaufskanäle, weil pampers ja nun angeblich „gutes tut“.

wie denn?

eine spritze ist (ideell) in jeder packung!

>>Schon zum siebten Mal unterstützt Pampers mit der Aktion „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“ UNICEF beim Kampf gegen Tetanus bei Neugeborenen. Beim Kauf einer Packung Pampers mit UNICEF-Logo spendet Pampers 0,054 Euro an UNICEF. Dieser Beitrag entspricht z.B. den Kosten einer Impfdosis oder unterstützt ihre Verteilung.

Seit Beginn der Aktion konnte Pampers dazu beitragen, dass UNICEF mit seinen Partnerorganisationen Tetanus bei Neugeborenen in 28 der insgesamt 59 betroffenen Länder besiegen konnte. Doch noch immer sind rund 100 Millionen Frauen und Babys weltweit von der tödlichen Infektion bedroht. Ziel ist es, bis 2015 die Tetanusinfektion Neugeborenen weltweit zu eliminieren. Helfen auch Sie mit, dieses Ziel zu erreichen.<< (so die UNICEF-homepage, abgerufen soeben.)

ich glaube es nicht!

doch, so billig funktioniert die welt der werbung und die welt der „sozialen adern“.

ich glaube es nicht!

doch, doch: UNICEF hilft gern der industrie mit solcher werbung, weil die sich sagen: billiger können wir den afrikanern nicht helfen.

dabei verkaufen sie afrika an die werbung und den konsum von noch mehr plastik, der dann in lagos durch die rinnsale zusätzlich noch treibt: müll, müll, müll. (oder sollen die packungen ausschließlich im westen gekauft werden?)

und mittendrin dann noch promis. — und PAMPERS hat eine werbekampagne, die letztlich billiger sein dürfte, als viele, viele anzeigen. aufmerksamkeit ist werbung, „soziale ader“ ist werbung, alles ist werbung.

alle machen sich afrika untertan, als „markt“, als „thema“ und als „soziale ader“.

und das alles von frau schöneberger!

das sind leute, die sich da und dort klug und so mitfühlend geben, aber eigentlich geht es immer nur um die eigene „marke“ der prominenz. (bis hin zu denen, die sich nicht schämen, für tier-quäl-marken wie WIESENHOF werbung zu machen!)

und jeder auftritt für UNICEF und PAMPERS (so kostenlos er auch sein mag) ist zugleich werbung für die marke „barbara schöneberger“ und bringt dann langfristig auch geld, geld, geld.

afrika, wir wollen mit dir weinen … auch wenn du die spritzen brauchst: die begleitmusik des modernen werbe-und-promi-kolonialismus, der dich immer nur benutzt, ist erschütternd.

ich schreibe und verkaufe jetzt auch mal einen afrika-roman, 1 euro vom buchpreis geht an arme: das wird mir eine superhohe auflage bescheren.

alles wird, ja, muss … in die millionen gehen.

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klau|s|ens erkennt einen neuen deutschen fernseh-kolonialismus – www.klausens.com

klau|s|ens, da sind sie wieder, in afrika.

diesmal mit kameras und seltsamen deutschen menschen, oft C-promis.

diese werden nach afrika geschickt, damit wir uns am fernseher darüber belustigen.

dazu werden die völker afrikas benutzt und ausgenutzt und vorgeführt.

das ist bei gleich mehreren sendungen so.

sie schicken auch schwer erziehbare kinder und jugendliche nach dort … dann auch in andere weltländer, die wir früher allesamt mal als „Dritte Welt“ bezeichneten.

das ist sehr fies.

früher kamen die missionare und wollten die menschen durchtriebig und auch bösartig auf ihr christentum und ihre kultur umdrehen.

oft haben sie das geschafft: ganz afrika ist voll dieser relikte.

es war das kapital, das diese länder (mit waffen) unterwarf, und dann seine sitten dort einführte und durchsetzte. die missionare spielten dann noch zusätzliche spiele.manchmal kamen die missonare da zuerst an , wo das militär noch nicht hinwollte.

heute aber reist das deutsche privatfernsehen.

die menschen im westen langweilen sich und sollen belustigt werden.

dazu nimmt man sich ärmere länder und sehr gerne afrika.

in afrika nimmt man sich die klassiker:
a) die san alias buschmänner: klein, flink, agil, fast nackt, für uns kurios und auffällig
b) die himba: durch die lehmfarben, die sie auf den körper und die haare auftragen: sehr exotisch, dazu die frauen oben herum nackt
c) die massai, die wegen ihres kriegerischen aussehens, kombiniert mit roten karomustern, immer wieder für solche afrika-exkursionen herhalten müssen und die schon westlichen romanstoff en masse hervorbrachten.

dann fährt man hin, zum beispiel mit seltsam auf „schön“ (???) durchoperierten frauen, führt diese diesen afrikagruppen zu, filmt das ganze … und die im westen sollen sich dann an solchen „begegnungen“ (gerne sind es auch spiele und „challenges“ oder „aufgaben“) ergötzen.

man missbraucht die völker afrikas für die langweile des westens.

wahrscheinlich zahlt man ihnen geld, damit sie sich auf solche spielchen einlassen, diese afrikaner.

sie werden so oder so gekauft, eingekauft, aufgekauft … und letztlich missbraucht.

es ist eine schande.

ja, dieser neue kolonialimus, der führend von deutschen privatsendern durchgezogen wird, ist wirklich ganz schlimm.

es ist eine neue etappe in der langen geschichte der ausbeutung fremder kontinente.

hier wird sich indirekt über kulturen nur noch lustig gemacht – mit „austausch“ oder „begegnung“ hat es ureigentlich nichts zu tun.

das war ja auch nie die absicht.

wir sind überaus wütend auf diese neue erscheinungsform.

und das bei einem der schlimmsten imperialisten, die es einst in afrika gab: deutschland. (erst gestpopt durch die niederlage im I. weltkrieg.)

und nun geht alles anders los: eine seltsame form von kulturimperialismus, die uns schreckt …

… und uns beschämt. schande über euch deutsche fernsehsender, die ihr solche sendungen macht. schande allen, die daran mitwirken, vor der kamera, hinter der kamera.

schande!

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