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klau|s|ens weiß um den gedenktag – www.klausens.com

[27.1.1945, befreiung des konzentrationslagers auschwitz durch die sowjetische armee.]

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An den „Tag gegen das Vergessen“ erinnert auch KLAUSENS

hey, klau|s|ens, du erinnerst an das vergessen?

kann man sich an das vergessen erinnern?

aber ja: ich erinnere mich, wie ich gestern meinen autoschlüssel in der wohnung vergessen habe.

war das so?

nein, nein, das war nur, um das vergessen und das erinnern zu verdeutlichen. man kann sich an das vergessen erinnern und an das vergessen erinnern.

also: sie haben einen „tag gegen das vergessen“. zweitklausens, ist das so?

wer?

die vom fußball, zumindest die offiziösen.

was machen sie?

sie erinnern an die befreiung des KZ auschwitz am 27.1., welcher tag ja nun ein gedenktag in deutschland ist, und das offenbar auch (allerdings etwas später) in den fußballstadien.

wirklich?

aber ja, schon zum fünften mal. stadionansagen. berichte in den stadionzeitungen, etc.

das finde ich großartig.

ich auch, aber es hat auch seine gründe.

wieso?

weil in den stadien grauslichste schmähungen gerufen werden.

gegen wen?

gegen die spieler, gegen die mannschaften, gegen fans. worte wie „jude „werden als schmähungen gerufen. es ist grauslich! abscheulich! widerlich!

der fußball ist verloren?

offenbar noch nicht ganz, denn man tut ja auch etwas dagegen.

aber die vorfälle gehen dadurch zurück?

wer weiß es? – sie werden faktisch offenbar mehr, aber besonders in den unteren ligen.

und was war in jena?

was war denn da?

da haben sie den schalker spieler asamoah, einen schwarzen, beleidigt, ganz schlimm. DPA berichtete: «Ja, da waren wieder diese Affenlaute, auch nach dem Spiel auf dem Weg zum Bus. Ich möchte das Thema nicht so hoch hängen, um diesen Leuten keine Öffentlichkeit zu bieten. Aber es tut natürlich immer weh», sagte der Profi des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 dem Fachblatt «RevierSport» mit Bezug auf die Vorkommnisse bei der Pokalbegegnung gegen den Drittligisten FC Carl Zeiss Jena (4:1). Demnach waren nach der Roten Karte für den deutschen Nationalspieler in der 75. Minute Affenlaute aus dem gegnerischen Fanblock zu hören.

jena hat verloren? gegen schalke 04?

sicher, das trug dazu bei, aber …

ich will hier nichts verharmlosen. im gegenteil! das schizophrene ist ja, wenn sie einen guten afrikaner in den eigenen reihen haben, dann loben und preisen sie ihn, diese „fans“. – sobald dieser afrikaner nicht mehr in ihrem club spielt, dann fangen sie wieder an, andere afrikaner bei anderen clubs auf primitivste art zu verdammen.

der rassismus ist also eine karte, die bei bedarf gezogen wird?

ja, der rassismus ist heimtückisch. er unterscheidet zwischen „guten“ und „schlechten“ ausländern, und macht alles noch komplizierter.

wieso?

bei bedarf wird entweder der eine oder der andere ausländer aus der tasche gezogen, ein fatales spiel.

und was machen wir nun mit allem?

wir werden ewig gegen rassismus und antisemitismus kämpfen müssen. ewig. mal finden wir es weniger stark vor, mal stärker stark. derzeit ist alles wieder stärker stark. eine große fiese soße schwimmt durch unser land.

und nun?

nun danke ich dem DFB, das er wenigstens bei diesem thema nun mehr „flagge“ zeigt, und offensichtlich die flagge der toleranz gegenüber dem/den anderen, aber die der nichttoleranz gegenüber rassistischen und neonationalsozialistischen bestrebungen.

was kann man sagen?

ich habe ein gedicht:

ALLTÄGLICHER RASSISMUS
– Fußballplatzgedicht –

Und wieder spielten sie
Ungewöhnlich fröhlich
Fussball – allerdings
Nur mit den Köpfen
Der anderen

Copyright Klau|s|ens in allen Schreibweisen und Schraibwaisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau°s°ens oder KlauSCHWARZsWEISSens, am 30.1.2009, Freitag, Königswinter-Oberdollendorf

siehe auch: http://www.klausens.com/fussballgedicht….

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JOHANNES HEESTERS 105 und KLAUSENS Kommentar

klau|s|ens, der große alte mann wird heute 105.

pardauz, ja, und immer noch steht er auf der bühne.

es bleibt das problem mit den nazis.

ja, sicher: hat er nun gesungen, 1941, in dachau, im KZ? wohin man ihn führte, als gast, als besucher, als propagandawaffe – oder hat er dort nicht gesungen?

hat er ein singen angedeutet?

hat er angedeutet zu singen?

sang er, ohne den mund zu bewegen?

bewegte er den mund, aber nur zum sprechen?

das sind die fragen, die ihn umgeben.

dabei war er kein aktiver widerlicher kollaborateur und mitmacher!

eben, eben, er war kein heinz rühmann und kein heinrich george und kein gustav gründgens, um mal ein paar schauspieler zu nennen, die sich ganz garstig hochopportun verhielten, im NS-system.

eben. alles ist zu bewerten und zu diskutieren und zu hinterfragen.

ja, ja.

aber man muss die kirche im dorf lassen.

und die konzentration im lager.

sag mal, was soll das denn jetzt?!

was denn?

du machst witze!?

nein, nein, das stimmt doch nicht!

doch, doch, du hast von „konzentration im lager“ gesprochen.

aber ich habe es doch nicht so gemeint.

wie denn?

ich wollte nur das wort mal in frage stellen.

welches wort?

konzentrationslager.

wieso denn?

weil es doch eine verharmlosung dessen ist, was nachher dort geschah, in den KZ.

du meinst dachau?

unter anderem. – von auschwitz, treblinka, maidanek, etc. gar nicht zu reden.

du meinst, wer KONZENTRATIONSLAGER sagt, ohne es in frage zu stellen, macht sich schon mitschuldig?

vielleicht muss man es so ausdrücken.

hat denn der künstler klau|s|ens nun konzentrationslager gesagt oder nicht?

hat er es so gemeint?

hat er es am ende gesungen?

darüber sollen sich die nächsten generationen streiten!

und wenn sie der meinung sind, du seiest ein kollaborateur gewesen, des NS-sytems, mit dem NS-system, mit den NS-verbrechen?

… dann werde ich alle verklagen.

wie?

aus meinem sarg heraus. einfach aus meinem sarg heraus.

du bist an geschmacklosigkeiten nicht zu überbieten.

und was kann jetzt der herr heesters zu alledem?

er war als besucher im KZ dachau. 1941.

ja, ja, aber wo fängt denn die mittäterschaft an?

wie meinst du das?

du hast mit mir diesen blogg-beitrag geschrieben.

und?

dann muss man dich (und mich) auch ganz stark und deutlich mal „rannehmen“.

heesters hat aber zur person von hitler gesagt „toller mann“ oder so, nachdem man in ihn einer niederländischen satireshow (NAME DER SENDUNG: „Die welt dreht sich weiter“ – original: „DE WERELD DRAAIT DOOR“) in eine kleine falle lockte.

was meinst du, was wir mit 105 noch alles für einen quatsch daherreden werden??? man muss die dinge immerzu vorsichtig und mit geistiger akkuratesse abwägen.

es gibt leute, die sagen, dass, was du heute alles daherredest, sei sowieso schon ziemlicher blödsinn.

übrigens: ich war schon mal auf der dachauer straße in münchen. zählt das auch?

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