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klau|s|ens sah G20-krawalle im fernsehen – www.klausens.com

klau|s|ens, war es schön? die nacht vom 7.7. auf den 8.7.2017? G20?

sicher, man saß vor dem fernsehen, und man konnte bei n-tv gucken und bei N24: die waren ja unterwegs. an mehreren stellen: kamera plus reporter. auch der NDR zeigte freitags abends/nachts zwischendrin mal LIVE-bilder von den straßen.

was fiel dir auf?

… dass man diese ausschreitungen im schanzenviertel gewähren ließ: das fiel schon auf.

aber die haben doch in hamburg den obereinsatzleiter, herrn dudde, der gilt als „harter hund“.

dieses „schnelle eingreifen“ schafft auch schnell situationen der auseinandersetzung. ob der herr dudde da gut tat? schon am donnerstag, als man ganz früh den SCHWARZEN BLOCK aus einer demo rausisolieren wollte? da ging es ja vollkommen schief, und es kam zum eskalieren von all dem unterbinden. (man wollte ja die vermummung verbieten. und die leute abdrängen, die vermummt waren.)

aber freitags, am 7-7-2017, da ließ man dann gewähren. irgendwie umgekehrt.

ja, auch unklar: denn dass steine fliegen, auch von dächern, dass molotow-cocktails fliegen, auch von dächern … das kennt man schon seit jahrzehnten: in berlin x mal schon bei den hausbesetzerdemos und -räumungen. oder 1.-mai-demos, die aus dem ruder geraten.

seltsam, dass die polizei in hamburg davon überrascht gewesen sein soll.

ja, das ist wirklich seltsam! – wenn ich einen bürgermeister stürzen will, innerhalb der polizeiführung, dann könnte ich es durch das bewusste zulassen solcher krawall-ereignisse vielleicht schaffen. aber das ist nur theoretisch, vielleicht waren die in hamburg auch überfordert. herr dudde wusste offenbar so oder so nicht mehr weiter.

neu ist, wenn sich die autonomen anziehen und ausziehen: straßenkleidung / schwarze kleidung.

ja, das stimmt: wenn dann „normale“ jungmenschen mit dem peacezeichen vor dem wasserwerfer winken, dann kann es sein, dass es eigentlich autonome sind, die nun den rückraum freihalten möchten und sich als normalos vor die wasserwerfer stellen. den eindruck gaben mir auch LIVE-fernseh-bilder von der schanze (straße schulterblatt).

das ist tricky, das ist perfide. verkleidung! wechsel der identitäten!

… weil dadurch dann andere demonstranten in gefahr geraten, die nix mit gewalt wollen.

die polizei kann nämlich nun bei jedem normalo denken: vielleicht ist der doch vom SCHWARZEN BLOCK: also hauen wir auf die mal lieber drauf.

diese gefahr existiert. fortan kann jeder normalo für polizisten als SCHWARZER BLÖCKLER gelten: man will es sich nicht ausmalen!

dann haben wir immer diese kameras am (hoch gehaltenen) stock bei den polizeieinheiten.

ja, dieses mitfilmen zur beweissicherung: wir leben heute in der welt der kameras, auch bei der polizei. alles wird tausendfach gefilmt und wird dann wochenlang ausgewertet.

und jetzt diese eigenfahndung von BILD-zeitung und privatmenschen.

die leute drehen mal wieder durch. das kennen wir ja schon. alle spielen polizei, mob und wilder westen in einem. sei es ein kinderschänder, seien es steinewerfer. „das volk“ hängt alle auf, ohne verfahren.

dabei müssen sonst richter zulassen, wenn das bild von (auch nur) einem geldautomatenbetrüger zur fahndung veröffentlicht wird.

oder von den museumsräubern in berlin. alles muss vom richter genehmigt werden. öffentliche fahndung kann nicht jedermann betreiben, aus guten gründen, weil sonst noch unbescholtene bürger das eigene haus angezündet bekommen. von diesen „eigenermittlern“.  (die BILD pocht aufs gesetz, bei den autonomen, und bricht selber das gesetz, durch eigenfahndung. BILD-zeitung, was willst du auf der welt? hetzen?)

das aber scheint diese menschen nicht mehr zu interessieren. geifernd werden menschen an den foto-pranger des internets und den der gedruckten zeitung selbst gestellt.

auch das ist irgendwie seltsam, in diesen tagen.

das aufgekochte volk, und wie es aufgekocht wird.

und wieder ist die BILD-zeitung dabei, wie einst in den 60ern.

man konnte viel sehen, viel lernen. ausschreitungen in hamburg. der SCHWARZE BLOCK zerlegt die stadtteile und den lebensraum der hamburger bevölkerung, ohne dass es irgendwas versus G20 bringt oder brächte.

ich habe mir überlegt: trump ist ja schon schlimm genug. oder putin. aber man stelle sich vor: die autonomen hätten die herrschaft in deutschland! oder in der welt!

alles würde kaum besser sein!

eben: sogar umgekehrt. alles könnte sogar noch schlimmer sein als unter den diktatoren der welt, die wir bereits kennen.

vergesse nie: aber der SCHWARZE BLOCK schwimmt doch „wie ein fisch im wasser“. oder nicht? [HÖHNISCHES LACHEN VON ZWEITKLAUSENS.]

CHINA! CHINA! CHINA! UND WAS WURDE DRAUS? WIE FISCHE IM WASSER? – zumindest werden normale menschen und auch normale demonstranten dafür missbraucht, dass und damit der SCHWARZE BLOCK sich das vermeintliche guerilla-fischsein für seine demo-taktiken mal schön (blöd) einreden kann.

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Die Plünderungen in Großbritannien als die immer selben Prozesse erlebt KLAUSENS

klau|s|ens, ein funke genügt und die steppe brennt.

„die steppe“ … das sind städte bzw. stadtteile.

aber brennen taten sie doch, diese straßen in den städten! also häuser und gebäude und geschäfte.

man drängt die probleme (vermeintlich) zurück, indem man sie nicht sieht. sie sind aber dann doch da.

es brütet immer etwas vor sich hin.

das ist das soziale. man treibt die menschen in die armut und ist stolz darauf. von seiten der politik.

man baut alles ab, was fördern und helfen könnte. man „spart“ auf kosten der unterprivilegierten bevölkerung. alle sparprogramme haben zuerst die unteren schichten im blick.

zudem lässt man ganze stadtteile verwahrlosen. man wehrt sich nicht dagegen.

man lässt durch planvolles und planloses nichtstun vieles unmögliche zu.

dann kocht alles auf und durch.

aus diesem geköchel bildet sich der unmut.

dieser unmut kennt keine zeitungsartikel.

dieser unmut kennt nur die nackte und sinnlose gewalt.

aber irgendwann bricht er auf, bricht alles auf. eruptiv.

dann ist die betroffenheit groß.

in großbritannien noch nicht mal das: es geht offenbar nur (ausschließlich!) um strafe und polizei und abschreckung.

man will die probleme lösen, indem man die oberfläche ruhig bekommt.

man möchte die straßen frei von gewalt und plünderungen bekommen. das ist zu verstehen. jedoch …

… man tut nur das. polizei, polizei, polizei!

man tat zu oft nur das: man denkt dann in kategorien der aufrüstung der polizei.

man denkt aber kaum die anderen kategorien.

die stadtviertel verkommen. über jahre. und darin verkommen die jugendlichen. die spannungen wachsen an und wachsen an.

es gibt keine ziele, keine auswege: nur das gefühl des abgestelltseins.

in frankreich ist es ja besonders krass, weil es diese banlieues gibt, diese trabantenstädte noch weit draußen vor der stadt. wie gigantische käfige für ewige verlierer. oder bei amsterdam jenes bijlmermeer. auch so ein stadtteil. was wurde aus gropiusstadt in berlin? wie geht es marzahn? was macht neuperlach in münchen?

in großbritannien waren es keine trabantenstadtteile, sondern abgesackte stadtteile in den stadtgebieten selbst. eher vergleichbar mit berlin-neukölln. jedoch: die idee ist immer gleich: probleme „löst“ man, indem man sie nicht sieht … und wenn es dann zu eruptionen und explosionen kommt …

… dann haut man „mit aller schärfe des gesetzes“ zu …

… aber die probleme köcheln dann weiter vor sich hin. die reichen grenzen sich ab, die armen werden weiter ausgegrenzt. die schere zwischen reich und arm wird größer und größer.

und bei all solchen prozessen waren und sind dann in vielen europäischen ländern die „sozialdemokraten“ so hilfreich, weil sie diese prozesse so sehr begünstigen … (man denke an HARTZ IV in deutschland!)

… bis die sozialdemokraten so viele stimmen verlieren, dass sie die „soziale ader“ wiederentdecken …

… dann wird etwas nach reformen verlangt …

… aber die städte sind lange unwirtlich und gemein. das ganze geht schon jahrzehnte so, inklusive der bewegungen, die gegen so etwas protestieren. die hausbesetzer sind ja auch so eine reaktion auf die verwahrlosung der städte.

auch die hausbesetzer haben nichts ändern können.

im gegenteil: sie werdene weiter verfolgt und verfolgt, selbst in den niederlanden werden hausbesetzer nun nicht mehr geduldet.

dann kommen immer neue verkehrssysteme, baumaßnahmen, verdichtungen, verhässlichungen, blocks, verwaltungsgebäude, verkehr, entnaturisierung … immer mehr verkehr – die städte werden schon baulich zu bedohlichen komplexen.

niemand kümmert sich darum, weil spekulanten und baufirmen daran verdienen.

so wird das gemenge dichter und schlimmer. und wenn es wirtschaftlich nicht so gut läuft …

… und lehrstellen und jobs wegfallen …

.. dann ist das gemisch besonders explosionsanfällig …

… dann braucht es nur einen funken, bis die städte brennen. der mob regiert. plünderungen, brände, beschädigungen, gewalt.

und dann kommt wieder alle härte des gesetzes …  und es gibt ein paar scheinmaßnahmen von „reform“.

hernach beschwerden sich die reichen, wenn sie in ihren autos auf offener straße überfallen werden. dabei haben sie diese brut selber mit ausgebrütet, die ihnen nun das reichsein madig macht. die reichen erzeugen die verbrechen, vor denen sie angst haben: durch ihre gier.

der reichtum erzeugt durch seine haltlosigkeit die verbrechen, die er so gar nicht mag.

in diesen prozessen und spiralen und kreisen und widersprüchlichkeiten treibt die soziologie des menschen als ewige sinnlosigkeit dahin. jahrzehnte, jahrhunderte. immer!

jeder hofft aber, dass sein haus, sein laden, sein geschäft, seine familie … und sein leben unversehrt bleibt.

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