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klau|s|ens verzweifelt an den maschinengärtnern – www.klausens.com

klau|s|ens, das wetter ist mal schlecht und mal gut.

trotzdem: die gärtner sind überall aktiv.

wir nennen sie die maschinengärtner.

es sind mehr maschinen als gärtner.

es ist mehr laub als bläser.

das ist der laubbläser!

dann haben sie heckenscheren aus lärm und unkrautbeseitiger aus lärm.

alles maschinen, alles lärmvolle maschinen.

der gärtner und der baggerführer wachsen vom berufsbild zusammen.

sie bedienen die maschinen.

sie machen lärm.

der gärtner macht lärm in der schönheit der restnatur.

deshalb ist er für uns ein maschinengärtner.

wir fürchten die maschinengärtner.

sobald sie kommen, ist jegliches natürliche erleben der welt beendet.

… bis sie die arbeit beendet haben.

dann fürchtet man den moment, wo sie wieder da sind. maschinengärtner sind an jeder ecke.

du hast recht.

unser live-zu-lärmenden-gärtnern-gedicht vom letzten freitag lautet so:

AM BRUMM DER ZEIT

Juuhuu, der Jaul!
Oder doch ein Zisch?
Ach was, der nackte Fiep!

Ich aber wisch’
Das alles weg vom Ohr
Und voller Anmut lauschen

Wir der güldenen Natur in
Aller Herrlich-sei-doch-Krachlichkeit
Der Motorlärmens-Gärtner-Zeiteritättättättät

Tättättättättättättättättättättättättättättättättät
Bitte unbedingt weitermachen! Ja! Ja! – Danke!
Tättättättättättättättättättättättättättättättättät

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u. a. als Klau/s/ens oder KlauLÄRMsLÄRMens oder KlauMASCHINEsMASCHINEens, am Freitag, 5.7.2012, gegen 10:10 Uhr bis 10:21 Uhr MESZ.

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klau|s|ens sieht die neue, sehr hässliche und schon besprühte lärmschutzwand auf der A 59 / B 42 bei bonn-beuel – www.klausens.com

klau|s|ens, sie bauen nun die neue schallschutzwand oder lärmschutzwand … oder wie diese dinger heißen.

die alte war unter den hässlichsten eine der schönsten, wenn ich es so sagen darf.

du hast doch noch ein SERIELLO gemacht, von der alten.

ja, aber da war schon überall das grün weg, was diese alte vorher überwuchert und durchwuchert hatte. deshalb war ja die alte einer der schönsten unter den hässlichsten: da war noch restnatur eingeplant als alles überwuchernde. immerhin!

autobahnen sind sowieso hässlich.

und diese lärmschutzwände erst recht.

aber jetzt machen sie alles extra hässlich.

ja, das tun sie. die neue lärmschutzwand hat das aggressive blau eines schwimmbades und wunderschön eingefärbte teile, die für sprüher und sprayer aller welt eine aufmunterung darstellen.

diese teile sagen: a) wir sind schon sehr hässlich b) kommt und macht uns noch hässlicher.

und so geschieht es: die autobahn A 59, die dann in die B 42 übergeht, und die viele menschen dann via rheinbrücke ins alte regierungsviertel bonns führt, zum beispiel zur DEUTSCHEN POST samt TOWER, diese autobahn ist nun richtig hässlich geworden.

wahnsinn!

diese autobahn ist auch das einfallstor ins „wunderschöne“ siebengebirge.

wahnsinn!

sie machen alles schlimmer und hässlicher, als es vorher schon war.

sie nehmen besonders hässliche neue lärmschutzwände und bekommen binnen weniger tage die erwartbaren hässlichen besprühungen.

nun haben wir die vision von new york auch schon im siebengebirge.

auch das siebengebirge soll aussehen wie new york.

die ganze welt soll hässlich und dann auch besprüht aussehen.

das ist die vision der menschheit.

das ist die vision der aufgeklärten europäer.

gebt uns autobahnen und wir geben euch lärmschallschutzwände.

und in aller hässlichkeit erwecken wir das jauchzen über die schönheit des siebengebirges …

bzw. über das, was noch davon übrigbleibt.

das nächste baugebiet, das nächste bauerschließungsgebiet ist gewiss.

überall scharren stadträte mit den hufen der baufahrzeuge, um zu bauen und zu bauen und zu bauen und zu bauen.

wir wollen wachstum und wachstum.

und alle menschen, die an diesen planungen beteiligt sind, sollen befördert werden.

besonders die, aktuell, die diese neuen lärmschutzwände ausdachten … und auch die, die es ermöglichten, dass diese aufgebaut wurden.

sie müssen allesamt befördert werden, weil nur die uns die idee „der schönen welt“ plastisch erfahrbar machen.

ja, erfahrbar. weil es autobahn ist. – erfahrbar!

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Ein SERIELLO zu einer aktuell schon entfernten Lärmschutzwand oder Schallschutzwand an der Autobahn erstellt KLAUSENS

klau|s|ens, schallschutz, der weg ist! ist doch toll!

nein!

wieso? diese dinger an der autobahn … die sind doch mit das schlimmste, was der mensch hervorgebracht hat.

da hast du recht!

dann freue dich doch, dass da auf der A 59, höhe bonn-beuel, (sie geht dann richtung königswinter/linz/neuwied in die b 42 über) diese dinger entfernt werden und wurden. (es geschieht ja dieser tage!)

es waren im rahmen der kategorie „ewig hässliche schallschutzwände“ noch welche der schönsten.

wirklich?

da durften noch pflanzen sich breitmachen.

und nun?

nun werden die dinger abgebaut.

was tatest du?

ich fotografierte noch einige der elemente, die da noch nicht rausgerissen waren, aus den halterungen.

dann verschwinden die dinger jetzt!

ja, sie sind schon raus! – aber es werden noch hässlichere dorthingelangen.

dann findest du diese schön?

es hört sich seltsam an: aber ich finde diese (angesichts der umstände) schön. sie waren besonders schön, wenn alle diese pflanzen grün waren, noch nicht abgeschnitten, andere jahreszeit … dann sah man an manchen stellen gar keinen lärmschutz mehr. außerdem symbolisch: das grün „sprengte“ das material der lärmschutzwand. und so war es wohl auch vorgesehen.

ich verstehe, alle dinge haben zwei seiten.

das wollte ich sagen.

und unser SERIELLO?

unser SERIELLO findest du hier: http://www.klausens.com/seriello-schallschutzwand-laermschutzwand.htm

und nun?

nun sehen wir diese SERIELLO als ersten baustein zu einem „museum der schallschutzwände und lärmschutzwände unter besonderer berücksichtigung der hässlichsten und schönsten exemplare längs der autobahnen.“

dann kämpfen wir also gegen das vergessen?

wir kämpfen gegen das vergessen dieser einen schutzwand, die wir im SERIELLO abgelichtet haben.

und zugleich?

zugleich klagen wir an, wie der mensch seine welt jeden tag mehr und mehr zerstört. erst kamen die autobahnen, dann die hässlichen schallschutzwände. beton folgt dem beton, kunststoff dem kunststoff, das fiese dem fiesen.

und an den stellen, wo die natur noch etwas über das fiese sich erhob … da wird alles wieder abgerissen und durch noch fieseres ersetzt.

der mensch ist unrettbar. daran wird auch dieser blog(g)-eintrag nichts ändern.

der mensch ist ein wesen, das ich total verachte.

eben: aber wir gehören leider dazu. klau|s|ens und zweitklausens gehören ebenfalls dieser gattung „mensch“ an.

vielleicht. – mit unseren SERIELLOs schaffen wir es aber immer wieder, uns dieser gattung etwas zu entziehen. (gedanklich zumindest.)

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Über Vuvuzelas schreibt KLAUSENS, weil alle es tun

klau|s|ens, es ist eine inflation von „vuvuzela“ und „vuvuzelas“.

ja, es ist erstaunlich: überall nur dieses thema.

keine sendung, die nicht mit dieser anmoderiert wird.

oder abmoderiert.

alle müssen hineintuten.

sie machen wettbewerbe. spielen choräle, fahren zu musikhochschulen.

sie testen den lärm.

über 100 dezibel. schlimmer als eine schlagbohrmaschine.

auch 112 dezibel habe ich schon gelesen.

sie testen so und so. einer bläst so, der andere bläst so.

sie lassen auch bläser bei der philharmonie ran.

oder alphornbläser.

sie wedeln damit.

sie haben die auch umhängen.

ohne vuvuzela geht in diesen tagen nichts. sie liegt zumindest herum und wird auch noch eingeblendet.

die vuvuzela wäre das ideal objekt, um die instrumentarien des journalismus durchzuspielen.

alle fahren auf dieses ding ab.

eben: und nun müsste mal einer oder eine untersuchen, wann und wie und wie oft die vuvuzela in welchem zusammenhang im fernsehn kam.

welche „ideen“ der umsetzung wie oft vertreten sind.

und in blog(g)s.

ich sagte ja: alle welt. also müssen auch wir über die vuvuzela schreiben.

ist das wie ein innerer zwang?

das kannst du so sagen, ja, ja. es ist wie ein innerer zwang.

toll! und man kann sich dem nicht entziehen.

nein, auch wir nicht.

ist die vuvuzela denn schön, vom klang?

also, was ich am fernseher erlebe, ist ein art dauerton von lautem lärm, der sich immer gleich anhört. es ist das gemix vieler einzeltöne, die ansetzen und absetzen, aber im resultat wird es zum dauerton oder dauerlärm.

das ist so, wie wie wenn du an der autobahn wohnst.

ja, genau das. nix von erotisierenden schlachtgesängen. nur noch dauerlärm. – übrigens hat man in köln die vuvuzelas ja für das public viewing verboten.

danke! welche gnade!

aber da rief ein mann beim WDR an und sagte sehr richtig: und was ist mit diesen druckluft-sirenen? also die sirenen, wo die kleine gasspraydose dranhängt?

und?

die sind nicht verboten, aber die sind noch lauter als die vuvuzelas.

nur nicht so häufig.

das stimmt. vielleicht liegt es am preis. findige unternehmer werden nun diese druckluftsirenen in südafrika einführen, statt der vuvuzelas.

stimmt: das brächte geld für die hersteller, den die dosen sind schneller „alle“, als eine vuvuzela kaputt.

und auch für die ohrenärzte!

stimmt: wie konnte ich die ohrenärzte vergessen?!

du siehst also, einer profitiert immer.

und von diesem millionsten vuvuzela-beitrag?

… profitieren die doofen, aber auch die klugen.

und die blog(g)-eintrags-verkäufer! auch die!

gibt es die denn?

ich weiß nicht! aber warum sollte sie es nicht geben können. als schriftsteller erscheint einem doch alles möglich und unmöglich.

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
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