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klau|s|ens kennt die geheime formel für einen kölschen oder kölner karnevalshit – www.klausens.com

klau|s|ens, du weißt es?

ich habe mich jahrelang damit befasst, stets analysiert, nachgedacht, geweint, gelacht, 800 doktoranden bezahlt, bewertet: alles.

und nun kennst du die formel?

es ist eher wie eine matrix, die ungefähr so aussieht:

xxx kölle xxxx xxx xxxxxxx xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx fiere xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx xxxx xxxxx kölsche
xxxxxxxx xxxxx danze xxxxxx xxxx xxxxxxxxxx

und das mehrmals dann:

xxx kölle xxxx xxx xxxxxxx xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx fiere xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx xxxx xxxxx kölsche
xxxxxxxx xxxxx danze xxxxxx xxxx xxxxxxxxxx

xxx kölle xxxx xxx xxxxxxx xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx fiere xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx xxxx xxxxx kölsche
xxxxxxxx xxxxx danze xxxxxx xxxx xxxxxxxxxx

xxx kölle xxxx xxx xxxxxxx xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx fiere xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx xxxx xxxxx kölsche
xxxxxxxx xxxxx danze xxxxxx xxxx xxxxxxxxxx

xxx kölle xxxx xxx xxxxxxx xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx fiere xxxxx xxxxx xxxxxx
xxx xxxxxxx xxx xxxxxxx xxxx xxxxx kölsche
xxxxxxxx xxxxx danze xxxxxx xxxx xxxxxxxxxx

und was ist mit „bützche“ oder „bützcher“?

ach, das ist ein bisschen altmodisch, aus der zeit gefallen.

und was mache ich mit den xxxx-worten?

da kannst du alles mögliche reinschreiben, wichtig ist eben nur, dass die ankerworte auch schön vorkommen.

„kölle“ ist ein ankerwort?

aber ja, aber ja: eigentlich würde schon das wort „kölle“ ausreichen, aber 1 wort ist ja noch nicht 1 song. du brauchst also noch müllworte um das ankerwort herum. und du siehst: „ankerworte“ passen also nicht nur nach hamburg in den hafen, sondern auch nach köln … in den karneval.

ich verstehe, ich verstehe. ich werde mal ein lied schreiben, wo „anker“ als „ankerwort“ vorkommt.

für den hamburger karneval? oder wie?

klausens-zeichnung-k-werk-notklauber-18-12-2018

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Bei der Premiere von „Frau Höpker bittet zum Gesang“ in Bonn im „Anno Tubac“ war KLAUSENS

klau|s|ens, frau höpker breitet sich aus.

ja, diese frau höpker wird noch die ganze welt erobern. die fischer-chöre haben es vorgemacht … und jetzt kommt sie.

aber wie?

sie ist nun von köln auch noch nach bonn gegangen.

sie singt also nun in zwei städten? regelmäßig? einmal im monat?

sicher, aber sie singt ja mit den menschen. sie ist die vorsängerin, weil sie so gut singen kann, eine musikalische ausbildung hat, und weil sie das piano spielt, und weil sie eben spaß an der sache hat, und … gut ist sie auch. sie hat talent.

also frau höpker singt. und die menschen singen mit. alle singen zusammen. und dann entsteht so etwas wie glück?

so könnte man es beschreiben, sofern man sich in dieser besonderen höpker-soziologischen mischung geborgen fühlt. jede veranstaltungsform erbringt eine soziologische mischung, und frau höpker erzeugt eben die ihre … zumal wenn an einem mittwoch noch ein (lahmes) pokalspiel viele singmögliche männer abwirbt.

und was wird gesungen?

das weißt du doch: quer beet. von rock bis pop bis schlager bis volkslied bis evergreen bis schunkelwalzer bis … alles ist möglich, die „mundorgel“ lässt grüßen, die pfadfinder, die lagerfeuer, die jugend, die disco, das rockfestival … wir wir eben alle gestrickt sind. … die ersten küsse … alles ist ja oft auch mit liedern verbunden: „konnotiert“, um es fachsprachlicher zu sagen.

jetzt möchte ich aber wissen, was in bonn gesungen wurde.

gleich! – die katrin höpker macht ihr programm im prinzip monatlich neu, dann geht sie auch immer auf wünsche aus dem publikum ein, die auf weiße zettel geschrieben werden können und die sie dann studiert, wie lehrerinnen ihre klassenarbeiten.

also ganz „die höpker“.

„die höpker“ wird zu einem konzern. sie breitet sich wie der immer noch emsige fischer über ganz deutschland aus, singt da und dort, man kann sie auch buchen, für den geburtstag oder was immer, sie wird am 7. mai sogar auch schon im polizeipräsidum bonn spielen … also dem allem sind keine grenzen gesetzt. musik ist ja grenzenlos.

und in bonn?

da tritt sie regelmäßig ab jetzt auf, monat für monat, wie sie es auch schon in köln tut. unter dem label „frau höpker bittet zum gesang“. die premiere im „anno tubac“ war sehr gut besucht, zugleich aber konnte man immer noch dastehen, ohne sich wie eine eingedoste sardine zu fühlen. (eintritt war 8 euro.)

und wie findest du oder man oder frau zu dieser frau höpker und ihrem „frau höpker bittet zum gesang“? wie findest du zu hier ihr hin? zu ihren singterminen?

du gehst auf diese homepage … und dann meldest du dich an und dann bekommst du mails und dann weißt du bescheid, was zu tun ist.

ach, wenn doch alle menschen sängen … dann gäbe es weniger krieg und gewalt!

du bist naiv: ich erinnere an fußballschlachtlieder, demonstration-vorne-lieder und streiklieder und militärische lieder und böse lieder (horst-wessel-lied) und punk-musik: also mit liedern ist alles möglich, das gute, aber auch das schlechte. das sanfte und das brutale. so einfach ist die ganze rechnung also nicht. („völker hört die signale“)

aber frau höpker will keinen krieg?

nichts spricht dafür. sie will sogar diejenigen, die nicht recht singen können, dazu animieren, es trotzdem zu tun. denn alle bilden die große masse … und darinnen kann sich der/die einzelne dann verstecken und falsch mitsingen, weil die masse es ja doch dann richtig übertönt.

und die texte kommen vom beamer an die wand? zeile für zeile?

ja, zeile für zeile – also: für analphabeten macht es nur sinn, wenn sie die texte auswendig können. für die, die gerne singen wollen, aber von jedem lied nur eine strophe kennen, für die macht es viel sinn, weil sie alle möglichen lieder kennenlernen … und in ihrer kompletttextigkeit dann auch singen werden.

„kompletttextigkeit“, ein neues wort?

ja, ja, ich gebe es zu. ein neues wort . – man muss auch erwähnen, dass die frau höpker auch freude an der sache hat. sie macht gesten, mimiken, stimmnachäffungen und führt das publikum mit bestimmter, bisweilen erhobener hand, wenn es mal schweigen möge, oder lauter singen möge, oder im kanon zu singen habe. das alles geschieht in einer sphäre der reinsten demokratie der zart tonangebenden katrin höpker … vor einem publikum, von dem niemals auch nur gefährdungen zu vermuten sind. das publikum ist lieb und nett, aber in der masse eben auch „sehr brav“.

was soll man davon halten?

alles und nichts.  es muss ja nicht jeder mensch das mobiliar zerschlagen. die tolerante welt überlässt jedem sein plesierchen, solange niemand dabei zu schaden kommt.

schadet die höpker denn?

ich denke, in vielen fällen wird sie eher nützen oder auch heilen. also ganz der ansatz von gotthilf fischer.

und ihre lieder von gestern?

hier sind sie:

ÜBER DEN WOLKEN – bekannt durch reinhard mey
IT’S BEEN A HARD DAYS NIGHT – bekannt durch die beatles
ALLE VÖGEL SIND SCHON DA – bekannt als volkslied
TULPEN AUS AMSTERDAM – bekannt als evergreen
FROH ZU SEIN – bekannt als kanon
IT’S A REAL GOOD FEELING – bekannt durch peter kent
ENGLISH MAN IN NEW YORK – bekannt durch sting
ER GEHÖRT ZU MIR – bekannt durch marianne rosenberg
CROCODILE ROCK – bekannt durch elton john
DAVE IS ON THE ROAD AGAIN – bekannt durch manfred mann und seine earthband
IM MÄRZEN DER BAUER – bekannt als volkslied
MATERIAL GIRL – bekannt durch madonna
JETZT FAHR’N WIR ÜBER’N SEE – bekannt als volkslied
ICK HEFF MOL IN HAMBURG EEN VEERMASTER SEIN – bekannt als dialektales volkslied oder seemannslied
BEL AMI – bekannt als evergreen
THE LETTER (auch bekannt als GIMME A TICKET FOR AN AEROPLANE) – bekannt durch the box tops
I’M SO EXCITED – bekannt durch die pointer sisters
GAMES PEOPLE PLAY – bekannt durch alan parson’s project
ÜBER SIEBEN BRÜCKEN – bekannt durch karat und peter maffay
BREAKING UP IS HARD TO – bekannt durch die carpenters
SOMETHING STUPID – bekannt durch frank und nancy sinatra
HEUTE HIER, MORGEN DORT – bekannt durch hannes wader
ICH LIEBE DAS LEBEN – bekannt durch vicky leandros
THANK YOU FOR THE MUSIC – bekannt durch abba
THOSE WERE THE DAYS – bekannt durch mary hopkins
WE ARE THE CHAMPIONS – bekannt durch queen
ROCK’N ROLL OVER THE WORLD – bekannt durch status quo
EN UNSER’M VEEDEL – bekannt durch die bläck fööss

das ist aber eine lange liste.

ja, es müssten so in etwa 29 lieder sein. aufgeteilt in „3 runden“, ein begriff, der mir bislang vom boxen, ringen und hallo-ü-wagen erst bekannt war.

wow, wow, wow.

du meinst mal dies, mal das – mal jene stilrichtung, mal diese?

ja, das meine ich.

das ist ein markenzeichen von katrin höpker. sie hat es für sich selber als „DER BRUCH“ nun zu einem markenzeichen mit eigenem markenzeichennamen durchstilisiert.

ich verstehe. dann schreibe ich mal schnell ein gedicht:

DER BRUCH

Wo viele Gaumenschenkel wildens klappern
Und manch‘ gar böse Zungen die Ziegen spiel’n
Wird keine Lippe jemals meckernd wieder sabbern
Sondern stets glücksvoll nur dies-unser Liedgut siegen
(Vorsicht! Sing lauter! – Die ersten Zähne fliegen!)

Copyright Klau|s|ens in allen Schreibweisen und Schraibwaisen, u.a. als Klausens oder Klau/s/ens oder Klau-s-ens, wohlwollend, wenngleich dezent kalauernd, „Frau Höpker“ und „Frau Höpker bittet zum Gesang“ gewidmet … und ihrem sinnreichen Tun. Königswinter-Oberdollendorf, 25.3.2010, einen Tag nach dem Besuch der Premiere der Veranstaltung in Bonn, im „Anno Tubac“, am 24.3.2010

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Lena Meyer-Landrut und „Unser Star für Oslo“ und Stefan Raab bewertet KLAUSENS

klau|s|ens, lena meyer-landrut hat gewonnen!

das lag ja in der luft. stefan raab hat aber auch von anfang an darauf hingearbeitet.

gewählt haben die zuschauer.

sicher, aber viele worte machten lena auch beständig groß. die zuschauer wurden „geleitet“.

die lieder?

gestern, da gab es zwei vorgegebene lieder – die waren eher lena-lieder als jennifer-lieder. (und ein drittes durften sich beide selber wählen.)

du meinst, man hat gesteuert?

ich denke, dass es egal ist, ob … und wie … weil lena natürlich eine tolle person ist.

findest du?

lena ist ein mensch, wie man ihn selten erlebt. wenn ich regisseur wäre, hätte ich sie schon längst engagiert. sie hat eine ganz eigentümliche ausstrahlung, aus sich selbst heraus. das ist der audrey-hepburn-effekt.

und deshalb hat sie verdient gewonnen?

ich denke, dass sie eine großartige vertreterin für deutschland sein wird. aber jennifer braun wäre das auch gewesen: auch sie ist eine tolle (junge) frau.

aber?

du hörst mein „aber“?

sicher, sicher.

zum einen ist zu sagen, dass dieser ganze „ausscheidungswettbewerb“ mehr und mehr zu einem schmusekurs verkam.

wieso?

niemand wollte noch etwas sagen, alle haben sich gegenseitig mit weihrauch überschüttet, am meisten stefan raab.

wieso denn?

er hat den wettbewerb inszeniert und ist gleichzeitig jurypräsident. (schlechtes setting!) jetzt musste er ununterbrochen betonen, was für tolle leute er da ausgesucht hat oder hat aussuchen lassen. er stand ständig unter erfolgszwang.

das nervt?

überaus – ab der sendung, wo es noch die zehn letzten kandidaten waren, da fing es schon an. alle sangen super, man konnte keine falschen töne hören, es geht nur noch um geschmack, qualität ist jetzt nicht mehr das problem, usw. … so haben die geredet.

das nervt!

aber ja: denn es ist kein wettbewerb mehr, sondern die devise ist: „wir dürfen keinen der künstler beschädigen, denn einer geht ja nach oslo!“

und das bedeutet?

man hat dann alle nur noch mit samthandschuhen angefasst. das ist dann wiederum tödlich für die idee eines wettbewerbes.

dann hat vieles auch mit sympathie zu tun?

gewiss – zudem: wir kennen ja gar nicht die stimmergebnisse, keine prozente, nichts. auch da war die idee: niemand soll beschädigt werden.

du meinst also, wenn eine person dann nur 5% oder 12 % gehabt hätte, das wäre schlecht gewesen.

genau da: da spricht vieles für, aus der sicht des humanen, abe auch vieles gegen, aus der sicht des wettbewerbs.

und die lieder?

gestern? ich fand alle lieder kaum überzeugend. was nutzt es, wenn man eine gute sängerin hat, aber kein lied, das überzeugt. am besten war vielleicht noch das lied, welches sich jennifer selber aussuchte.

„I care for you“.

ja, aber selbst dieses lied ist kein ohrwurm. außerdem darf jennifer ja nicht nach oslo. also hat sich auch dieses lied erübrigt.

und dieses „satellite“.

ein lied ohne ecken und kanten, ohne alles eingängige. zudem noch von komponisten aus der USA. ich frage mich, warum man überhaupt noch als „land“ antritt, in dem fall als „deutschland“, aber dann doch englisch singt, und von amerikanischen songschreibern und textern. was soll das überhaupt?

ich denke sowieso, dass man die frage nach dem „was soll es überhaupt?“ stellen kann oder auch nicht. alles ist ein großer scherz.

eben – aber raab spielt sich als grand-prix-experte auf, als kenner der eurovision, und nun will er unter die ersten zehn, und er hat nun diese frau gefunden, die einfach furchtbar viel ausstrahlung hat, aber sie bekommt ein mäßiges lied „aufgedrückt“, wo sie zudem ihr glucksen und quieksen nicht vollführen kann, was sie so gerne und anziehend macht.

dann war die vorauswahl der lieder für gestern ein problem?

ja, da haben raab und konsorten versagt.

und dich stört der schmuse- und selbstbeweihräucherungskurs von raab.

gewiss. es fielen nur noch worthülsen um worthülsen, sendung um sendung. das hätte man sich alles ersparen können. auch die von der jury waren gehemmter und gehemmter, wobei gestern stefanie kloss eine großartige, positive ausnahme bildete. sie hatte eine ehrliche art und hat trotzdem die leute aufgebaut und hat dennoch informationen und weisheit rübergebracht. auch jury sein, ist eine kunst.

dann störst du dich an stefan raab?

in gewisser weise ja. er hat kreative schübe und ist zugleich furchtbar eingebildet. seine körpersprache in dem sessel zu beobachten … das war über alle sendungen ein ding für sich.

aber jetzt ist alles vorbei.

genau: jetzt ist alles vorbei. sie hätten besser erst die sängerin ausgewählt. und dann hätten sie vier wochen später eine sendung gemacht, wo diese sängerin 10 songs singt, wie ein LIVE-konzert. und dann hätte man vier wochen später in ruhe aus diesen 10 songs das lied gewählt. gestern gingen das lied und die sängerin durcheinander, und man hat auch gar nicht recht kapiert, wie die abstimmung laufen sollte. das war auch ungut gemacht.

das könnte man ja noch verändern.

ja, für den nächsten eurovisionswettbewerb. aber stefan raab sollte aufhören immer zu betonen, was für tolle leute er ausgesucht hat. das ist ja unglaublich billig und primitiv.

und jennifer?

ein ganze tolle sängerin und eine tolle person. das muss man auch betonen, die musiker (sänger) schienen menschlich alle tolle leute zu sein: freundlich, locker, herzlich, rücksichtsvoll, bescheiden, usw. – es schienen alles kinder „aus gutem hause“ zu sein, mit einer geborgenheit, die man allen menschen wünschen würde. das war auffällig.

also doch eher raab als bohlen?

auf jeden fall – aber raab muss auf den teppich kommen. bei dem schlechten lied, dass lena nun hat, kann es sein, dass sie tiefer als platz zehn endet. das will ich für sie nicht hoffen. aber sie wird sowieso karriere machen, da sie schon morgen für einen film gebucht wird. sie wird eine neue audrey hepburn werden.

und jennifer?

jennifer muss einfach erfolg haben. bei der stimme, der kraft, der energie, der ausstrahlung, dem leuchten in den augen. sie steht lena in nichts nach, wenngleich sie etwas ganz anderes qua typ verkörpert.

also ein gewinn?

oh ja: insgesamt war alles ein gewinn. wenn jetzt bei den neukompositionen noch etwas geschähe … und man herrn raab etwas dämpfen könnte in seiner „ich-mache-erfolge“-show …

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Zum Schalke-04-Mohammed-Problem denkt KLAUSENS

hey, klau|s|ens, was denkst du?

es geht um den text der vereinshymne von schalke 04. und darin um einige worte zu mohammed, dem propheten.

Blau und Weiß, wie lieb ich dich (Vereinslied)

Blau und Weiß, wie lieb’ ich dich.
Blau und Weiß, Schalke verlass mich nicht.
|: Blau und Weiß ist ja der Himmel nur, der Himmel nur.
Blau und Weiß ist uns’re Fußballgarnitur. 😐

Hätten wir ein Königreich
machten wir es den Schalkern gleich
|: Alle Mädchen die so jung und schön, so jung und schön,
Müssten alle Blau und Weiß spazieren gehn. 😐

Mohammed war ein Prophet,
der vom Fußball spielen nichts versteht
|: Doch aus all der schönen Farbenpracht, ja, Farbenpracht
hat er sich das Blau und Weiße ausgedacht. 😐

Tausend Feuer in der Nacht
haben uns das große Glück gebracht.
|: Tausend Freunde, die zusammen steh’n, zusammen steh’n,
dann wird der FC Schalke NIEMALS untergeh’n. 😐

genau: und das soll jetzt beleidigend sein.

das ist ist ein schlechter witz.

na also!

halt, halt, dennoch versuchen nun leute damit stimmung zu machen.

was bedeutet es?

die lage wird immer prekärer.

wieso?

weil mohammed so sehr mit tabus überzogen wird, dass man gar nichts mehr (zu ihm oder über ihn oder an ihn) sagen kann.

wie meinst du das?

wenn ich sage: „mohammed kegelt gern!“, ist es eine beleidigung, weil mohammed niemals etwas so profanes tun darf wie kegeln.

aha.

selbst wenn ich sage: „mohammed kegelte NICHT gern!,“ ist es eine beleidigung, weil man mohammed gar nie und nicht mit einem profan-wort wie „kegeln“ in verbindung bringen darf. (abgesehen davon, dass es kegeln zu seiner zeit wohl nicht gab.)

aber jesus wird doch bisweilen gar „lattenjupp“ genannt.

da siehst du, was das christentum schon an desillusionierungen und schmähungen erleiden musste. „lattenjupp“ ist schon recht hart. aber selbst das kann man hinnehmen, wenn man an seine religion glaubt. die mohammed-sache beim schalke-lied ist meilenweit vom lattenjupp-disput entfernt. lies den schalke-text doch mal durch! – aber einige kräfte im islam wollen sich mit aller macht gegen den einzug des weltlichen in die denkbilder ihrer religion wehren.

schaffen sie das?

ich hoffe nicht. aber der zugriff solcher fanatiker auf alle kulturen weltweit wird immer schlimmer. alles und jedes soll verboten werden. es wird die welt des totalen verbotes. hier werden dinge nachgespielt, die die christen schon durchzogen, jahre zuvor … und die hexenverbrennungen und anklagen wegen häresie und alles das – das kennen wir heute nur noch aus mittelalter-neuzeit-romanen. das wollen wir nicht mehr. aber de facto sind nun andere kräfte am werk, die „zurück“ wollen, und zugleich ein system der kontrolle, überwachung und zensur …

darf ich denn sagen: „mohammed ist ein guter mensch!“???

nein, nein, auch das nicht, denn das ist ja vorauszusetzen, dass mohammed ein guter mensch war. wenn du das noch aussprichst, was doch 100% klar ist, dann ist auch das eine beleidigung, weil du an mohammed zweifelst. (außerdem wäre zu fragen, ob das wort mensch für mohammed nicht auch schon eine beleidigung ist, wo er doch prophet war.)

so komplex ist das?

wieso komplex? es ist ganz einfach: alles und jedes kann eine beleidigung für oder von mohammed sein. wenn du das erst einmal begriffen hast, sagst du lieber nichts mehr. ein solches denk-system ist genial und erschreckend.

ist das das ziel der leute, die nun die hymne von schalke 04 angreifen?

ganz offensichtlich – und dabei wollte die hymne das gegenteil: sie wollte die muslime mit in den verein hineinnehmen – damals waren es ja noch „die gastarbeiter“. denn der text der jetzt so umstrittenen fassung stammt wohl von 1963.

dann ist nun alles falsch und auf den kopf gestellt?

ja, ja, aber es geht offenbar einigen darum, einen zugriff auf die öffentliche meinung zu bekommen und dann fürderhin für jede äußerung über nacht den bann ausrufen zu können. willkür! schrecken! angst!

also dürfen wir zu mohammed gar nichts mehr sagen?

nein, alles und jedes kann falsch sein.

und kunstwerke?

da ist es noch viel schlimmer. wenn einmal jeglicher humor abhanden gekommen ist, bleibt nur eine welt voll angst. und genau das haben wir ja im NS-system in aller grausamkeit erlebt. deshalb müssen wir das freie wort sehr hoch halten. und das freie bild. (auch wenn es hier und da immer wieder debatten darüber gibt … und manche dinge so verletzend sind, dass man dann von einer veröffentlichung dann auch absehen muss. ich bin also nicht für „totale“ freiheit, sondern für möglichst große freiheit.)

soll man dann mohammed beleidigen?

nein, nein, das soll man ganz und gar nicht – man soll nur mit ihm gelassen umgehen, so wie wir es mit jesus und buddha und ganesha auch machen. gelassen, respektvoll, auch humorvoll. – nicht und nimmer beleidigend. toleranz bedeutet kritik zu üben, ohne zu beleidigen. wenn wir das alle hinkriegen, dann ist es o.k. – dann darf man auch mal wieder herzhaft lachen.

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Bei „Frau Höpker bittet zum Gesang“ war KLAUSENS

klau|s|ens, das singen nimmt zu!

ich denke, dass das mitsingen zunimmt, also das kollektive singen, ohne das man einem chor angehört. also das, was die kirchen sonntags machen, und was nun kaum jemand noch erreicht. (es kommen zu wenige, und die kirchenlieder erreichen sinnlich zu wenige. sie sind oft fad, der gesang zudem brüchig. von feuer gibt es nichts zu spüren. in den kirchen. meistens.)

und nun?

die menschen wollen singen, oder zumindest einige – und daraus ist das kollektive singen entstanden. ich berichtete ja einst über „loss mer singe“. und auch über die cologne worship night. bei LINUS TALENTPROBE wird ja auch vom publikum mitgesungen.

ich erinnere mich. da waren wir ja auch schon – und da gibt es noch etwas? zum thema singen?

es wird mehr und mehr davon geben. ich war nun bei der nun auch schon bekannten katrin höpker.

was macht die?

man singt zusammen lieder. und sie spielt am e-piano, sie singt per mikrophon, sie hat alle lieder einstudiert, die sie an dem abend vorträgt – und dann singen die menschen des publikums mit.

was ist das besondere?

alle starren nach vorne, auf die beamer-leinwand, wo die texte gebeamt werden. sie werden auch langsam hochgescrollt.

und dann singen alle zusammen?

ja, so ist die idee. so wie man am lagerfeuer singt, diese lieder aus der „mundorgel“ von boby dylan bis „im frühtau zu berge“ … so singt man nun mit ihr. man singt „das wandern ist des müllers lust“ und „if you leave me now“ von chicago, also alle bandbreite von volkslied bis schlager bis evergreen bis rock-pop. so wie in den vielen verschiedenen mundorgelheften – dazu natürlich noch viele weitere liedvorschläge. das publikum darf „wunschzettel“ ausfüllen, für die nächsten male.

was ergibt das? in gänze?

gesang und lebensfreude.

was ist besonders?

besonders? besonders ist ja immer das ambiente und das soziologische gefühl. dieses „frau höpker bittet zum gesang“ findet im kölner rheinauhafen statt, eine schicke, neue, sehr moderne angelegenheit. der ganze hafen ist ja DAS kölner entwicklungsprojekt samt der auffälligen kranhäuser.

und weiter.

da ist auch das lokal namens „congstar lounge“, was räumlich offenbar zur handybilligbezahlmarke „congstar“ gehört, die auch dort ihren sitz hat, am anna-schneider-steig … und da ist es auch. das singen. im lokal namens „congstar lounge“.

also nicht kölsch, verraucht, spelunke?

nein, eher gepflegt, sauber, fast schon fein, zumindest rein – und somit eine soziologische note besonderer art. es waren auch größtenteils frauen da. mit einem zarten handtäschlein am band quer über den rücken. oft auch clubs von freundinnen.

was sagt dir das?

ich dachte immer schon, dass frauen einen tick lieber und öfter singen als männer. aber frau höpker scheint nun eine ausgehmöglichkeit geschaffen zu haben, für frauen – und die männer dürfen dann zuhause die fußballspiele gucken. ideal organisiert.

also ist die welt doch toll!

sicher, sicher, aber ich muss auch sagen: mir war es einen tick zu brav, einen tick zu rein, die frauen einen tick zu sehr auf: „ich gehe heute mal lieb und schick zugleich aus!“ getrimmt.  es fehlte das wilde. das völlig ausgelassene. es war doch verhalten. also doch etwas evangelisch. – aber es kann ja nicht alles nach pommes und proletariat stinken. die vielfalt der welt ist für mich das schöne.

wie hat es frau höpker gemacht?

wunderbar! genau die richtige mischung aus führen und antreiben, zugleich kann sie sich immer wieder bescheiden auch zurücknehmen. sie hat es wirklich gut gemacht.

dann können wir also hoffen?

wir können immer hoffen, zweitklausens. frau höpker ist fast schon berühmt. sie hat auch eine schwester, die ist moderatorin für den WDR, und so konnte sie schon vor 1000 menschen in aachen singen.

und?

sie war schon auf „frauTV“ vom WDR und in der lokalzeit köln/bonn. sie ist also auch schon ein medienstar und eine lokale bzw. regionale größe des mitsingens. (man muss sich auch per mail anmelden, bei ihr, fürs singen … u.a. damit es nicht zu voll wird.)

das mitsingen ist unaufhaltsam?

es scheint so – genauso wie kochen, tattoos und tierpflegersendungen aus zoos. und castings und ausscheidungswettbewerbe. unaufhaltsam. seuchen der moderne. aber singen ist ja schön. das wusste und weiß schon der herr fischer von den fischer-chören. der konnte aber die neueren 68er-und-danach-generationen nicht so gut erreichen.

du schriebst etwas?

ja, ja, ein live-gedicht:

WANDERFLIEDERMÜLLERSLUST

Wir haben
Alle Strophen
Die es gibt
Gesungen ist
Die Welt noch
Schöner als das
Leben darauf

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau(s)ens oder Klau=s=ens oder Klau?s?ens, LIVE geschrieben, am 22.4.2009, Mittwoch, bei „Frau Höpker bittet zum Gesang“, in der „congstar lounge“ in Köln, im Rheinauhafen, Anna-Schneider-Steig 8. Bei dem Lied „Das Wandern ist des Müllers Lust“ und dazu dann der Anfang von „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“.

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