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klau|s|ens trägt den literaturnobelpreis 2018 – www.klausens.com

klau|s|ens, wieso du?

ich denke, einer muss ihn doch tragen, wenn die akademie keinen ausgibt.

der literaturnobelpreis muss „getragen“ werden?

sicher, sicher: jesus trug das kreuz … und 2018 muss einer den preis tragen. das liegt doch auf der hand, also: es liegt alles am ende auf dem rücken.

dann opferst du dich im jahr 2018?

gewiss, ich trage den literaturnobelpreis (LNP) 2018, weil sich einer in diesem jahr ja offensichtlich opfern muss.

das wärest du.

das bin ich, zweitklausens … und da wir beide als eine person auftreten, sind es eigentlich „wir“.

dann wird der literaturnobelpreis 2018 also von klau|s|ens und zweitklausens getragen?!

genau das: und niemand wird sagen können, 2018 habe niemand den nobelpreis für literatur getragen.

dann retten wir letztlich den literaturnobelpreis?

gewiss, so könnte man es auch sagen.

können wir auch zusätzlich dann noch die schwedische ehrennationationalität erwarten?

das weiß ich nicht: aber fair wäre es, würde ich mal sagen.

zusatzfrage: ist denn irgendjemand in und um den literaturnobelpreis fair?

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klau|s|ens hört vom durch das zensur-thema kaum berührten mo-yan-literatur-nobelpreisträger – www.klausens.com

klau|s|ens, er soll schon gesprochen haben.

mo yan? aus china?

ja, der bekommt/bekam ja heute den literaturnobelpreis in stockholm überreicht.

er, der sich nicht gegen die zensur in china aussprach? er, der nichts für die freilassung von liu xiaobo unterschrieb?

ja, dieser mo yan.

was last du?

ich las in der „WELT“, er habe sich nun in der rede mit einem gleichnis durchs feld der widersprüche gekurvt.

ja, die großen gleichnisse. wie oft arbeitet man in bestimmten systemen damit! alles ist von der vorsicht bestimmt. man nimmt dann diese mittel, um indirekt etwas zu vermitteln. was war es denn?

laut WELT das:

### Er wolle dazu eine Geschichte erzählen. Als Grundschüler habe er sich mit der Klasse eine kommunistische Propaganda-Ausstellung über das „Leid unseres Volkes“ in der alten Gesellschaft anschauen müssen. Alle weinten pflichtgemäß. Nur ein Junge machte nicht mit. Mo gehörte zu den Schülern, die ihn beim Lehrer verpetzten. Später sei er über sich „tief beschämt gewesen“. Er habe daraus eine Lehre fürs Leben gezogen: „Wenn alle weinen, dann sollte es einen geben, der nicht weint. Wenn das Geheule zudem nur Schau ist, dann ist es umso wichtiger, dass einer sich dem Weinen verweigert.“ ###

und wo steht er nun?

ja, wo steht der mann? wo steht die literatur? wie interpretieren wir das gleichnis? wer sind die, die weinen? die systemgegner? wo steht die welt? gehe ich mit oder protestiere ich? oder sollen manchmal die kleinsten worte ein protest schon sein?

ach ja: „ich schreibe“ ist mein stiller protest gegen dich, klau|s|ens. die welt möge das erkennen.

ach, so leicht geht das?

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klau|s|ens fordert weiterhin freiheit für liu xiaobo – www.klausens.com

klau|s|ens, mo yan bekam doch den nobelpreis für literatur. mo yan!

ich aber setze mich weiter für liu xiaobo ein, der gefangen ist.

der aber bekam einst den friedensnobelpreis. frieden! hörst du?!

na und!

nun aber ist ein anderer chinese dran, mit dem literaturnobelpreis. literatur!

aber über den diskutiert man doch: ist er ein freier literat? oder ist er einer, der sich in die fänge der kommunistischen partei begeben hat? oder ist es doch einer der inneren emigration?

wir wissen es nicht.

wir wissen auch nicht, mit welchen absichten chinesen preise bekommen:

liu xiaobo – frieden / nobel
liao liwu – friedenspreis des deutschen buchhandels
mo yan – literatur / nobel

wo will man den staat china von innen aushöhlen, indem man demokraten befördert?

und wo will man den staat china einfach nur würdigen, weil er so groß und so wichtig ist? und weil er so eine lange tradition hat?

es scheint so, dass mo yan diesen preis mehr wegen solcher erwägungen bekommen hat.

man wollte vielleicht sagen: seht, wir fördern nicht nur oppositionelle, wir hier in oslo und stockholm. wir von nobel.

nein, wir fördern auch diejenigen, die jetzt in der debatte so gemein angeklagt werden, weil sie kaum oppositionell scheinen oder auftreten.

was ist denn nun mit mo yan?

ich weiß es doch nicht. ich habe auch nie ein buch von ihm gelesen.

und mit liu xiaobo?

der soll endlich freikommen! niemand denkt hoffentlich, man würde diesen oppositionellen nun vergessen, weil ein anderer chinese den literaturnobelpreis bekommt.

und was ist mit dem japaner? murakami? warum bekam der nicht den nobelpreis?

ich denke, man musste japan etwas strafen, wegen dem unfall mit dem kernkraftwerk. (das ging also nicht, dieses jahr.)

ach: so denken die da bei den preisen. ach: so ist die welt!

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