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Bei HOCHTIEF erlebt KLAUSENS den Untergang und den Abgang einiger

klau|s|ens, es ist vollbracht!

gewiss, ACS hat sich HOCHTIEF geholt, vorgestern wurde es dann umgesetzt.in essen.

inwiefern?

weil man den aufsichtsrat verändert hat, sehr stark verändert hat. so macht man das.

wie?

man holt sich aktien, macht übernahmeangebote, gibt aus, verteilt, lockt an, telefoniert, besticht … und dann hat man sich ein gesundes unternehmen wie derzeit HOCHTIEF geangelt. einfach durch den besitz von aktien. WOW!eine dagobert-duck-story, aber verteilt auf einige köpfe und häupter.

hernach?

hernach ist die hauptversammlung und danach müssen dann einige gehen. das war am 12.5.2011, da war „hernach“.

wer muss denn gehen?

aus dem 5-köpfigen vorstand gehen gleich 3, u.a. der vorsitzende, dr. herbert lütkestratkötter. unter anderem der.

wer bleibt?

im vorstand 2 von einst 5:

Dr.-Ing. Herbert Lütkestratkötter
Vorstandsvorsitzender
–GEHT

Dr. rer. pol. Burkhard Lohr
Finanzvorstand, Arbeitsdirektor
Corporate Accounting, Corporate Controlling, Corporate Finance/IR, Corporate Human Resources and Corporate Tax
–GEHT

Dr. rer. pol. Peter Noé
Mitglied des Vorstands
Divisions HOCHTIEF Concessions und HOCHTIEF Asia Pacific
–GEHT

Prof. Dr.-Ing. Martin Rohr
Mitglied des Vorstands
Divison HOCHTIEF Americas
–BLEIBT

Dr. jur. Frank Stieler
Mitglied des Vorstands
Division HOCHTIEF Europe
–BLEIBT UND WIRD NEUER VORSTANDVORSITZENDER

so macht man das?

so macht man’s! das kapital schluckt und das kapital spuckt. es geht ein riss durch den vorstand, denn zwei bleiben, davon wird einer der neue boss, und drei gehen. es ist wie ein drama in shakespeares sinne.so saßen sie auch auf der bühne: links die zwei „bösen“ aus dem vorstand, die ACS-mitmacher, dann rechtsanwalt und notar, und dann die drei „guten“, die aufbegehrer gegen ACS, die nun weg müssen.

shakespeare, aber ohne waffen?

die waffen sind nicht schusslicher natur, gewiss. aber waffen sind es auch.

und der aufsichtsrat?

der geht auch zu großen teilen. die alte garde, die sich auf die seite von dr. lütkestratkötter gestellt hatte (bzw. der sich auf deren seite), die tritt ab, darunter der aufsichtsratsvorsitzende detlev bremkamp, früher mal wichtig bei der ALLIANZ, oder heinrich von pierer, früher mal wichtig bei SIEMENS (bestechungsgeldsache) … oder hans-peter keitel, heute noch wichtig als chef des BDI.

alles wird anders?

gewiss: ACS hat sich ein filetstück geholt und jetzt wird das filetstück zerteilt. dazu musste man einige leute loswerden und andere einkaufen.

wie war der alte aufsichtsrat?

so:

Aufsichtsratsmitglieder bis zum 12.5.2011, an diesem Tag ist die ACS-Übernahme erfolgt, u.a. durch Neubesetzung des Aufsichtsrates.

Anteilseigner:
Detlev Bremkamp (Vorsitzender) (seit Mai 2010)
Ángel García Altozano
Professor Dr. Hans-Peter Keitel
Professor Dr. Heinrich von Pierer
Professor Dr. Wilhelm Simson
Tilman Todenhöfer
Marcelino Fernández Verdes
Manfred Wennemer

Arbeitnehmervertreter:
Gregor Asshoff
Alois Binder
Lutz Kalkofen
Raimund Neubauer
Udo Paech
Gerrit Pennings
Gerhard Peters (stellv. Vorsitzender)
Klaus Wiesehügel

wiesehügel, der umstrittene mann von der gewerkschaft? – und der neue aufsichtsrat?

den drucke ich jetzt nicht ab, das wird zu viel an namen. aber der neue boss des aufsichtsrates ist manfred wennemer, früher mal chef bei CONTINENTAL. du weißt doch, dass alle kreuz und quer in aufsichtsräten sitzen, zusätzlich zu allem anderen. so ist die industrie ein einziger großer filz. in diesem filz wird dann gefochten und geschoben, dass sich die aktien biegen.

du also warst dabei? klau|s|ens?

wir beide, zweitklausens. wir beide waren lediglich bei der aktionärsversammlung dabei, an jenem 12.5.2011 in der GRUGAHALLE in essen, wo alles dann umgesetzt wurde, formal, was vorher durch die aktienaufkäude von der spanischen ACS schon umgesetzt worden war.

ACS ist böse und HOCHTIEF ist gut?

so will es das märchen. aber „gut“ und „böse“ zählen im kapitalismus nur bedingt. in diesem fall hat aber herr dr. lütkestartkötter regelrecht geschluchzt, nur kurz (und vielleicht noch inszeniert), als er seine letzte rede hielt. so sehr alle kapitalisten sind, so sehr haben manche eben auch ihr spielzeug darin gefunden.

und dieser lütkestratkötter durfte nicht mehr spielen?

eben. das machte ihn traurig. und er galt als erfolgreich, bis dann die zahlen aus australien zum schluss so schlecht waren. aber das war nicht das problem. das problem war, dass er dagegen ankämpfte, dass die spanische ACS „seine“ HOCHTIEF feindlich übernehmen wollte. das ging bis nach KATAR. aber es half nichts. klar, dass ACS den feind im hause nicht mehr will … und dass dr. lütkestratkötter dem feind ACS außer hause nichts abgewinnen konnte.

verluste? abgänge? geschacher?

die welt ist niemals genügend.

und die LIVE-gedichte?

unsere? die versuchen alles das irgendwie zu erfassen, was die welt bestimmt. siehe: http://www.klausens.com/aktionaersgedichte-hochtief.htm

du meinst: die gier.

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Ulrich Wickert, den sieht KLAUSENS

wickert war nun auch bei der polizei in bonn?

mehr und mehr kommen. jetzt haben sie das neue präsidium in bonn-oberkassel-ramersdorf, und dazu den saal mit etwa 200 plätzen, dann den „kultur- und krimiverein der bonner polizei“, dazu das landesorchester der polizei samt jazz-band, die allesamt offenbar gerne nach bonn anreisen. dann ein paar pfiffige und agile mitarbeiter. dazu den polizeipräsidenten selbst, der das ganze wohl sehr gerne fördert und stützt und zulässt. und immer auch kommt … also da kommt vieles zusammen.

du vergaßt den „verlag deutsche polizeiliteratur gmbh“.

ja, sie haben jetzt schöne prospekte mit vielen werbeanzeigen. alles geht voran und voran. auf jeden fall ist man in bonn sehr aktiv, zeigt dieses auch gerne der welt und versucht so insgesamt, die barrieren abzubauen, die es zwischen „bürger“ und „polizei“ (nicht erst seit STUTTGART 21) gibt.

und deshalb diese lesungen?

es ist mittlerweile eine ganz beachtliche reihe geworden. außerdem dienen sie ja auch dem zusammenhalt innerhalb der polizei, da ja die mitarbeiter/-innen samt partner auch zahlreich kommen. mit wickert kam nun einer, der behauptet, er sei früher ein richtiger 68-er gewesen, was ich – ehrlich gesagt – etwas anzweifele.

aber?

er hat in bonn studiert, sein vater hat bis zum tode in oberwinter gewohnt. und beide sind ja in der welt herumgekommen. der vater als diplomat, der sohn als diplomatensohn und später medienkorrespondent … da war bonn ja auch immer stützpunkt, als hauptstadt. da kommt eines zum anderen.

wickert hat ja auch schon mal bei dieser zeremonie zum studienabschluss auf der hofgartenwiese gesprochen. wenn die barretts so altmodisch anti-68-ziger-haft in die luft fliegen.

stimmt, das kommt dann auch noch hinzu. bonn bleibt für ihn ein bezugspunkt: entweder einer der tradition oder einer der behaupteten moderne.

dann ist alles im reinen.

so könnte man wirklich denken. alle sind lieb und nett. dazu gibt es noch speisen und getränke, deren erlös einem guten zweck zukommt. (in diesem fall einer elternvereinigung autistischer kinder, denen man das vereinsheim abgebrannt hat.)

und wickert selber?

er ist ein gekonnter und guter unterhalter. spricht lange frei darüber, wie man zum krimiautor wird, wie man den plot und dann die handlungsstränge findet. schließlich die hauptperson(en), und auch deren wohnort. alles das weiß er launig vorzutragen. er fährt viele lacher ein und ist amüsant, locker, leicht.

und dann noch deine LIVE-gedichte. http://www.klausens.com/klausens-und-ulrich-wickert.htm

unsere LIVE-gedichte, zweitklausens. es stimmt: die welt ist ein zuckerschlecken … könnte man denken. alles stimmt. literatur, LIVE-gedichte, frieden, wetter. der tag war mild und warm. ein herrlicher oktobertag. alles ist schön, dort in bonn am rhein. das paradies.

was kann man tun?

ich weiß es auch nicht. man könnte sich als kontrastprogramm wieder mal „aktenzeichen XY“ anschauen, oder die berichte über den kachelmann-prozess lesen. oder die suche nach mirco aus grefrath weiterverfolgen — eine ganz tragische geschichte –, alles das würde einem zeigen, dass es natürlich weiterhin das böse, die kriminalität und alles andere gibt, was man ansonsten auch mal vergessen könnte. den schlechten menschen also.

ist es so schlimm. das vergessen?

nein, es ist ganz normal und überaus menschlich. man kann nicht immer mit betretener mine durch die welt laufen. und dank sei den polizisten und polizistinnen, die mit weichem und vollen (also mitfühlendem) herzen für die opfer zugleich sauber und bedingungslos ihre so wichtige arbeit tun. (wie soll man das alles nur am besten ausdrücken?)

gestern kam mir ein gedicht in den sinn, welches auch eher lustig als trist sich zeigt.

welches denn?

dieses:

KAMINZIMMERGEDICHT

Du bist doch
Nicht geSCHEIT!

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau(s)ens oder Klau&s&ens oder Klau=s=ens, LIVE geschrieben, am 6.10.2010, Polizeipräsidium Bonn, bei der Lesung von Ulrich Wickert, gegen 19:32 Uhr

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LIVE zu arte 24 h Berlin dichtete KLAUSENS

klau|s|ens, was ist denn?

ich schaue arte, 24 h BERLIN, LIVE.

iss‘ doch nicht LIVE.

doch, doch, ich sehe LIVE.

ja, ja, aber es ist der 5.9./6.9.2008, nicht 2009.

mir kommt es aber LIVE vor.

es ist ja auch so geschnitten: 0:45 Uhr ist auch 0:45 Uhr, aber vor einem jahr.

ach so, aber ich habe eben LIVE bei denen zum LIVE-streaming in den blog von denen gedichtet.

schön, schön, aber es ist nicht LIVE.

aber ich sehe es doch LIVE.

aber ja doch – aber was war vor einem jahr.

aber ich habe doch eben LIVE gedichtet.

ja, ja, zur sendung, aber die sendung zeigt ereignisse von vor einem jahr.

aber die ausstrahlung ist heute.

eben!

na also!

nix, na also! die welt ist LIVE und nicht LIVE – und am ende ist doch alle zeit relativ.

aber ich habe doch LIVE gedichtet, zum vergangenen von vor einem jahr, was gerade kommt oder kam.

und was?

BERLINOCHE

Wir feiern die Nacht der Nächte
An denen ich an eine jene dächte
Wie sie im Tresor die Arme kreist
Weil du mich am Hermannplatz nun weißt
Oder mitten im Bordell
Wo eine Sidney sich noch ändern will

Copyright KLAUSENS in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau|s|ens oder Klausens oder Klau-s-ens, am 6.9.2009, gegen 0:46 früh, also schon sonntags.

wer ist sidney?

die kam gerade, eine prostituierte.

und was ist „tresor“?

das ist doch der legendäre club! tanzen!  techno! house! drum ’n bass! alles das.

und die fotos? unten?

die sind auch von der LIVE-sendung von den aufnahmen von vor einem jahr, aber von gestern. also vom 5.9. (nicht von sidney also.)

wieso gestern?

weil sie doch gestern um 6 uhr begonnen haben, mit dem ausstrahlen, und ich habe mittags die fotos geschossen, und sie werden bis 6 uhr heute früh noch senden.

und was war es? deine fotos vom fernseher?

das war eine urnenbeschriftung.

herrjeh, herrjeh! wie gut, das deine sachen nicht LIVE sind.

das gedicht war aber LIVE.

aber es ist doch verspätet in deinen blog hier gekommen.

es war aber im blog von arte LIVE. um 0:46 uhr. hoffe ich. ich habe es gesendet. sie müssen aber alles freigeben. bzw. sie wollen. die übliche zensur gegen fäkalsprache und solche dinge.

ach, red‘ du nur! du usher, du!

kam „usher“ LIVE bei arte?

nein, das fiel mir zu der asche in oder aus der urne ein. LIVE!

du der blog von arte hat angehalten, schon länger: da kommt nichts mehr. vielleicht lahmgelegt von der masse der LIVE-kommentare.

und LIVE-gedichte! ich lese immer nur das, die letzten minuten:

#
Ich glauber aber, das Gloria Konzert wurde aus dramaturischen Gründen vorgezogen. Sowas passiert doch nict vor 1.00 Uhr
von shroom
#
Bestimmt nicht frustrierter als in Berlin.
von Toulouse
#
mhh cafe
von Anonymous
#
because the night, patti smith
von bibbi
#
möchst ooch n kaffee? ja, soll ich holen? – sehr schön
von H
#
Der Potsdamer Platz ist mir eh zu Disney-mäßig – eine Touristen-Geldmaschine
von unexplored
#
kaffee im schlaflabor, super

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Ireen Sheer und KLAUSENS

klau|s|ens, was weißt du uns noch zu erzählen, bezüglich ireen sheer?

man kann zu allem und zu jedem und zu jeder endlos erzählen … wenn man nur will. jeder mensch ist quell‘ einer unglaublichen inspiration.

und jeder mensch ist quell unglaublichen lebens!

ja, man nehme jedes lebensschicksal und befasse sich damit, mensch für mensch, und man kommt zu keinem ergebnis, zu keinem schluss … außer eben unglauben und staunen und verwirrung. und so weiter.

und jetzt noch zu ireen?

ach so: sie „besang“ die hymne der frauen, die sich nicht offen feministisch wehren, sondern klein-feministisch.

was ist „klein-feministisch“?

man rebelliert, aber man begehrt nicht offen auf, man schreit nicht herum, man setzt sich nicht direkt durch …

sondern?

man arbeitet mit den „waffen der frauen“, aber das dann auf eine ziemlich direkte weise.

welche ist das?

die frau verweigert sich der sexualität. sie gibt also ihren körper nicht her. aber das macht sie wiederum auf eine demütige weise. sie macht es „hinten rum“.

aber?

durch dieses lied ist diese „waffe“ und diese methodik nun ganz bewusst und überdeutlich in den deutschen kulturschatz übergegangen.

das bedeutet?

aus der kleinen waffe der hinterlist ist nun eine ziemlich brutale art der abweisung des partners geworden.

brutal?

ja, wenn jeder diese methode als bewusste kennt, dann ist es auch ein offensiver angriff.

wenn eine frau migräne hat, ist das offensiv?

nein, sondern wenn sie lautstark ihre migräne einsetzt, als eine scheinbare, aber jeder weiß, was sie wirklich meint – du verstehst es nicht!

offenbar nicht!

dann schau doch mal, wie lautstark und fröhlich-befreit frauen dieses lied mitsingen. man kann nur vermuten, was in deutschen schlafzimmern passiert.

inwiefern?

es scheinen überaus viele männer ihre frauen in einen sexualakt zwingen zu wollen, den diese so in wirklichkeit gar nicht wollen.

und ireen sheer hat nun so durch das singen des liedes in die deutsche kultur eingegriffen?

ja, mit diesem schlager, den sie singt und singt und singt. oder hat sie ihn auch geschrieben?

REFRAIN: Und heut‘ Abend (und heut‘ Abend)
Hab‘ ich Kopfweh (hab‘ ich Kopfweh)
Wenn Du sagst (wenn Du sagst)
Komm doch her (komm doch her)
Ich hab‘ Migräne (ich hab‘ Migräne)
Weil ich mich sehne (weil ich mich sehne)
Ich will geliebt sein (ich will geliebt sein)
Ich will mehr

und an den stammtischen und grillstationen hat der kopfweh-witz einen noch höheren status erhalten. kult!

wenn man das von deinen gedichten auch mal sagen könnte!

http://www.klausens.com/klausens-und-ireen-sheer.htm

klausens-seriello-irene-sheer-22-8-2009-hangelar 103 [800x600]klausens-seriello-irene-sheer-22-8-2009-hangelar 107 [800x600]

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Seinen Eintrag zu UWE TIMM und HOLGER SCHWAB wiederholt KLAUSENS

klau|s|ens, du kannst doch nicht den beitrag von gestern wortwörtlich wiederholen. das geht doch nicht!

siehst du doch: klau|s|ens = zweitklausens ist ein weltkünstler, der immer neu die wirklichkeit ergründet, mit ihr experimentiert, sie erschließt, sich in ihr suhlt, daraus texte ergießt und alles in allem die welt von den buchstaben auf die füße stellt – außerdem: durch deinen satz und meine antwort hier ist es schon ein wieder ein anderer und damit neuer beitrag. – also, frage mich jetzt wie gestern!

ja, ja, aber das wort „gestern“ müsste ja dann durch „vorgestern“ ersetzt werden.

das stimmt, aber nicht in dem, was ich gerade sagte, sondern nur in dem beitrag von gestern, den wir jetzt gleich wiederholen. also: lieber zweitklausens, frage mich nun wie gestern … und dann denken wir uns danach „gestern“ immer als „vorgestern“. (texte sind wundervoll! großartig! herrlich!)

du willst ein „ewig gestriger“ sein?

nein, nein, genau das eben nicht! nun fang schon an!

klau|s|ens, du hast wieder LIVE gedichtet?

aber ja – und du doch auch. gemäß unserer theorie der LIVE-dichtung: http://www.klausens.com/klausens_live_di…

und was kommt dabei raus?

es sind gedichte, die auf das reagieren, was gerade passiert: schnell, unverbraucht, voller schön-herrlich-wirrster phantasie.

wenn man dich hört, könnte man glauben, du wärst von dir mehr begeistert als von uwe timm.

oh ja, du hast recht. das wäre unfein. uwe timm war toll.

wieso?

er hatte eine heitere gelassene art, zumindest gestern in bonn, im rheinischen landesmuseum.

wer hatte eingeladen?

der „buchladen 46“.

und wer sprach?

es sprach holger schwab von eben diesem buchladen 46.

war er gut?

timm war ganz begeistert. er meinte, es sei sein vielleicht schönstes gespräch gewesen. (er bezog es wohl auf solche lesungsgespräche.)

und?

timm sagte immer: „das stimmt!“, „da haben sie recht!“, „das ist wahr!“, „sie haben alles genau gelesen!“, „das stimmt auch!“ – oder so ähnlich, und so weiter.

so lobte er den holger schwab?

timm schien regelrecht erfreut, dass jemand seine bücher genau liest, alle bücher zu kennen scheint und keine oberflächlichen schnellschüsse macht. berufskritiker lesen ja 500 bücher pro tag!

lesen?

nun ja, querlesen, und so. kritiker sind auch nur menschen.

und? gestern? wie weiter?

also: timm las aus seinem buch „halbschatten“, dann kam das gespräch (mit zusätzlich einer frage aus dem publikum … für mehr war leider keine zeit). dann las timm eine schluss-sequenz, dann das signieren auf der bühne … das war der abend.

wozu braucht man dann deine gedichte?

unsere, zweitklausens, unsere. – außerdem könntest du fragen: „wozu braucht man uwe timm?“

man kann alles fragen und befragen.

dazu sind schriftsteller ja da!

wir oder timm?

ich denke, wir alle. und dann gibt es diese klugen leser wie eben den buchhändler holger schwab, der so vieles auch bemerkte, was selbst „große“ kritiker (sind die denn groß? sind es nicht lebende halbschattenwahrheitsschatullen?) übersehen.

was ist denn dieser „halbschatten“? jenes buch von timm?

ich bringe dir den klappentext des buches – O.K.?

Ein Oratorium auf eine zu allem entschlossene junge Fliegerin und eine ungelebte Liebe. Marga von Etzdorf, eine junge Fliegerin, erschießt sich im Mai 1933 in Aleppo, Syrien, nach einer Bruchlandung. Sie ist 25 Jahre alt. Ihr Grab liegt auf dem Berliner Invalidenfriedhof. Was hat sie hier, zwischen den Toten der preußischen Militärgeschichte, NS-Größen und zivilen Opfern der letzten Kriegstage, zu suchen? Gibt es eine Erklärung für ihren gewaltsamen Tod? Der Stadtführer, der Uwe Timms Erzähler über den Invalidenfriedhof geleitet, weist auf beunruhigende Nachbarschaften hin. Hier liegt nicht nur Scharnhorst, der Held der Befreiungskriege, sondern auch Heydrich, der Organisator der Judenvernichtung, neben namenlosen Opfer aus dem Mai . Die Toten beginnen zu reden, sich zu erklären, zu rechtfertigen. Unter den Stimmen, die zu dem Erzähler sprechen, ist auch der junge Kampfflieger Christian von Dahlem. Auf einem ihrer spektakulären Langstreckenflüge hatte Marga von Etzdorf in Japan Dahlem kennengelernt und mit ihm ein seltsame, zauberhafte Nacht verbracht – eine Nacht des Erzählens. Zusammen in einem Zimmer, aber getrennt durch einen Vorhang, waren die beiden sich fern und gewährten einander doch Nähe. In einem Augenblick innerer Preisgabe erzählen sie sich ihre Leben – und müssen sich am nächsten Morgen trennen. Dieses Oratorium des Schreckens und der Liebe, in dessen Mittelpunkt Marga und von Dahlem stehen – eine unbedingte Liebe und ein Verrat -, beschwört zugleich die Dämonen und Engel der Geschichte und erzählt von Haltungen und Sichtweisen, von denen die deutsche Geschichte geprägt und gezeichnet ist.

aha, da schreibt man jemand friedhöfe zusammen und rekonstruiert etwas aus unserer dunklen vergangenheit.

in etwa.

und du? was rekonstruierst du?

ich habe doch ein SERIELLO gemacht: http://www.klausens.com/seriello-uwe-tim…
und dann noch meine LIVE-gedichte:
http://www.klausens.com/klausens-und-uwe…
eines schon mal hier vorab:

TIMMOLYSE

Zertretenes Gras
Opfert die Kühe
Als Grabsteine
Für Schussfelder
Japans wie ein
Verrat der eisigen
Grenzsoldaten
Schweigen hager
Den grauen Mantel

© Klau|s|ensĦķΩ7 Klau’s’ens=Klausens=Klau(s)ens=Klau|s|ens Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau?s?ens oder Klau(s)ens oder Klau=s=ens, LIVE geschrieben, 6.3.2009, Donnerstag, Rheinisches Landesmuseum Bonn, Lesung Uwe Timm sowie anschließendes Gespräch (von Holger Schwab) mit Uwe Timm, veranstaltet vom “ Buchladen 46 „, http://www.buchladen46.de – Es liest nun Timm aus seinem Buch „Halbschatten“. Es ist circa 20:20 Uhr.

und nun?

nun „heißen wir euch hoffen“.

auf was?

… auf das hochtrabende auffliegen der grauen asche des ewigen untergangs der sturzbächelnden literaturkallographie in der dammnis der wiederkünstlichkeit.

was war das jetzt? timm?

literatur. von mir. – alles ist doch literatur. selbst deine kurzen und stechenden fragen, zweitklausens. selbst die!

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LIVE bei und von und zu Uwe Timm dichtet KLAUSENS

klau|s|ens, du hast wieder LIVE gedichtet?

aber ja – und du doch auch. gemäß unserer theorie der LIVE-dichtung: http://www.klausens.com/klausens_live_di…

und was kommt dabei raus?

es sind gedichte, die auf das reagieren, was gerade passiert: schnell, unverbraucht, voller schön-herrlich-wirrster phantasie.

wenn man dich hört, könnte man glauben, du wärst von dir mehr begeistert als von uwe timm.

oh ja, du hast recht. das wäre unfein. uwe timm war toll.

wieso?

er hatte eine heitere gelassene art, zumindest gestern in bonn, im rheinischen landesmuseum.

wer hatte eingeladen?

der „buchladen 46“.

und wer sprach?

es sprach holger schwab von eben diesem buchladen 46.

war er gut?

timm war ganz begeistert. er meinte, es sei sein vielleicht schönstes gespräch gewesen. (er bezog es wohl auf solche lesungsgespräche.)

und?

timm sagte immer: „das stimmt!“, „da haben sie recht!“, „das ist wahr!“, „sie haben alles genau gelesen!“, „das stimmt auch!“ – oder so ähnlich, und so weiter.

so lobte er den holger schwab?

timm schien regelrecht erfreut, dass jemand seine bücher genau liest, alle bücher zu kennen scheint und keine oberflächlichen schnellschüsse macht. berufskritiker lesen ja 500 bücher pro tag!

lesen?

nun ja, querlesen, und so. kritiker sind auch nur menschen.

und? gestern? wie weiter?

also: timm las aus seinem buch „halbschatten“, dann kam das gespräch (mit zusätzlich einer frage aus dem publikum … für mehr war leider keine zeit). dann las timm eine schluss-sequenz, dann das signieren auf der bühne … das war der abend.

wozu braucht man dann deine gedichte?

unsere, zweitklausens, unsere. – außerdem könntest du fragen: „wozu braucht man uwe timm?“

man kann alles fragen und befragen.

dazu sind schriftsteller ja da!

wir oder timm?

ich denke, wir alle. und dann gibt es diese klugen leser wie eben den buchhändler holger schwab, der so vieles auch bemerkte, was selbst „große“ kritiker (sind die denn groß? sind es nicht lebende halbschattenwahrheitsschatullen?) übersehen.

was ist denn dieser „halbschatten“? jenes buch von timm?

ich bringe dir den klappentext des buches – O.K.?

Ein Oratorium auf eine zu allem entschlossene junge Fliegerin und eine ungelebte Liebe. Marga von Etzdorf, eine junge Fliegerin, erschießt sich im Mai 1933 in Aleppo, Syrien, nach einer Bruchlandung. Sie ist 25 Jahre alt. Ihr Grab liegt auf dem Berliner Invalidenfriedhof. Was hat sie hier, zwischen den Toten der preußischen Militärgeschichte, NS-Größen und zivilen Opfern der letzten Kriegstage, zu suchen? Gibt es eine Erklärung für ihren gewaltsamen Tod? Der Stadtführer, der Uwe Timms Erzähler über den Invalidenfriedhof geleitet, weist auf beunruhigende Nachbarschaften hin. Hier liegt nicht nur Scharnhorst, der Held der Befreiungskriege, sondern auch Heydrich, der Organisator der Judenvernichtung, neben namenlosen Opfer aus dem Mai . Die Toten beginnen zu reden, sich zu erklären, zu rechtfertigen. Unter den Stimmen, die zu dem Erzähler sprechen, ist auch der junge Kampfflieger Christian von Dahlem. Auf einem ihrer spektakulären Langstreckenflüge hatte Marga von Etzdorf in Japan Dahlem kennengelernt und mit ihm ein seltsame, zauberhafte Nacht verbracht – eine Nacht des Erzählens. Zusammen in einem Zimmer, aber getrennt durch einen Vorhang, waren die beiden sich fern und gewährten einander doch Nähe. In einem Augenblick innerer Preisgabe erzählen sie sich ihre Leben – und müssen sich am nächsten Morgen trennen. Dieses Oratorium des Schreckens und der Liebe, in dessen Mittelpunkt Marga und von Dahlem stehen – eine unbedingte Liebe und ein Verrat -, beschwört zugleich die Dämonen und Engel der Geschichte und erzählt von Haltungen und Sichtweisen, von denen die deutsche Geschichte geprägt und gezeichnet ist.

aha, da schreibt man jemand friedhöfe zusammen und rekonstruiert etwas aus unserer dunklen vergangenheit.

in etwa.

und du? was rekonstruierst du?

ich habe doch ein SERIELLO gemacht: http://www.klausens.com/seriello-uwe-tim…
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eines schon mal hier vorab:

TIMMOLYSE

Zertretenes Gras
Opfert die Kühe
Als Grabsteine
Für Schussfelder
Japans wie ein
Verrat der eisigen
Grenzsoldaten
Schweigen hager
Den grauen Mantel

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und nun?

nun „heißen wir euch hoffen“.

auf was?

… auf das hochtrabende auffliegen der grauen asche des ewigen untergangs der sturzbächelnden literaturkallographie in der dammnis der wiederkünstlichkeit.

was war das jetzt? timm?

literatur. von mir. – alles ist doch literatur. selbst deine kurzen und stechenden fragen, zweitklausens. selbst die!

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Anselm Kiefer und der Friedenspreis des Buchhandels und KLAUSENS-

klau|s|ens, du hast dir gerade den friedenspreis angehört?

seit wann kann man einen preis anhören?

seitdem wir literaten sind – hast du keine phantasie für nichts?

doch. du sprichst von anselm kiefer. soeben. frankfurt. paulskirche. ARD.

anselm kiefer, der bekam den preis.

willst du etwas sagen?

ich denke, kiefer ist kein begnadeter redner.

das stimmt. werner spies hat ihn und alles eingeordnet, er selber – kiefer – wirkte etwas hilflos.

er gilt als mann des entzugs.

er entzieht sich der öffentlichkeit, gewiss. und er sprach davon, er habe als kind keinen fernseher und nichts gehabt.

er hatte nur die zeit? nur die idee von zeit?

offenbar auch das radio – und dann texte, von der bachmann, von celan, von hölderlin – solche texte eben.

man weiß etwas über den charakter der menschen, wenn man weiß, an welche autoren sie sich klammern.

aber was sagt das?

alles sagt nichts. wenn du es so willst, darf man über nichts mehr sprechen.

was denkt du zum friedenspreis?

„Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat den deutschen Künstler Anselm Kiefer zum diesjährigen Träger des Friedenspreises gewählt“ -.ich schrieb ein LIVE-gedicht, allerdings LIVE zur LIVE-übertragung des fernsehens:

BILDUNGSGEDANKE

Ich denke in Bildern
Dabei helfen mir Gedichte
Die ich mir selber auf den
Leib schreibe zum Abbild
Meiner Ausgezogenheitskrise

19.10.2002, Sonntag, LIVE geschrieben, Königswinter-Oberdollendorf,am Fernseher, LIVE-Sendung aus Frankfurt, ERSTES PROGRAMM, ARD, Paulskirche, Frankfurt, Verleihung des Friedesnpreises des Deutschen Buchhandels 2008, an Anselm Kiefer, Rede von Dr. Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, danach Rede der Oberbürgermeisterin von Frankfurt, Petra Roth, Preisrede dann anschließend von Werner Spies, dann Preisüberreichung Honnefelder an Kiefer, nun die Rede von Anselm Kiefer selbst.

Dieses Gedicht ist ein Zitatgedicht. Zu den Zitatgedichten siehe:
http://www.klausens.com/zitatgedichte.ht…

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Der Stiftungsrat Friedenspreis

Dem Stiftungsrat Friedenspreis gehören an:

* Prof. Dr. Wolfgang Frühwald (Augsburg)
* Prof. Dr. Klaus-Dieter Lehmann (Goethe Institut, München)
* Prof. Dr. Jutta Limbach (Berlin)
* Heinrich Riethmüller (Osiandersche Buchhandlung, Tübingen)
* Prof. Dr. Dr. h.c. mult Werner Spies (Paris)
* Dr. Uwe Timm (München)
* Dr. h.c. Karl-Peter Winters (Verlag Dr. Otto Schmidt, Köln)
* Prof. Dr. Christina Weiss (Berlin)
* Dr. Gottfried Honnefelder (Berlin University Press, Köln) als Vorsteher des Börsenvereins Vorsitzender des Stiftungsrates.

© Klau|s|ensĦķΩ7 Klau’s’ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens

ich finde es immer interessant, wer diese preise vergibt.

genau: diese kommissionen. in der obigen sitzen beispielsweise der jetzige präsident des goethe-instiuts, lehmann, und die vorgängerin, limbach.

auffällig!

und werner spies, der die rede hielt, sitzt selber mit im besagten stiftungsrat.

die welt ist eng und düster.

… was ja wieder zur kunst von kiefer passt.

und unsere?

was meinst du mit „unsere“?

na, die kunst, z.b.:
http://www.klausens.com/klausens_trifft_…

http://www.klausens.com/zitatgedichte.ht… (siehe oben)

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und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
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http://klausens.blogg.de

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