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klau|s|ens sieht den bösen mann von manchester und sieht ihn auch nicht – www.klausens.com

klau|s|ens, zeigt man den bösen mann oder nicht?

ich sah ihn und ich sah ihn nicht, es hängt von dem medium ab. (außerdem ist ein foto immer nur ein teil des wahrzunehmenden menschen. jedes foto ist eine art von auswahl, auch eine art von subjektivität.)

die leute sagen, man will der gemeinde der attentäter keinerlei triumph gönnen, so hält man es auch oft bei amoktätern. und dann wir das gesicht extra nicht gezeigt. oder nicht deutlich gezeigt.

es ist so und so, es hängt von den medien ab. von der „haupthilosophie“. heißt du RTL oder heißt du WDR? machst du die „Bild“ oder machst du die „Süddeutsche“?

manche sender und zeitungen (und internetplattformen) zeigen angeklagte ohne verpixelung, andere mit verpixelung.

eben: es ist ein prozess, das urteil muss noch gesprochen werden: wieso sollte man dann schon vorher die menschen bloßstellen?

und wenn sie gestanden haben? schon vor dem prozess?

diese dinge sind genau abzuwägen. im zweifelsfall wird das gesicht verpixelt oder unscharf gemacht, das wäre meine devise.

wieso?

weil es so viel öffentlichkeit gibt, mit FACEBOOK und CO, und all den smartphones, dass bisweilen schon 1 sekunde nach der tat die ersten (vermeintlichen) „täter“ im netz auftauchen, mit bild: dabei sind es vielleicht unbescholtene menschen, die zufällig vorbeikommen, und ein schüler knipst diesen menschen und ist gar wie stolz, nun in alle welt einen „täter“ zu „facebooken“ oder „instagrammen“.

die idee dabei ist ja: man selber ist nichts, nun postet man superschnell vermeintliche täter, und ist dann als „postender mensch“ nun selber irgendwie „toll“. (>>marco hat als erster den täter gepostet. marco ist klasse! was für ein toller marco aber auch! marco, wie hast du das nur so schnell geschafft! ja, der marco aus dem krings-gymnasium!<<)

bei diesen attentaten werden ja auch tausende von videos gepostet, mit schreienden menschen: was hat das in der öffentlichkeit zu suchen? solche videos soll man der polizei geben … und gut ist.

der schrecken wird gefilmt und kommt ins netz. und dann holen sich das die fernsehsender. oder die sender rufen auf, ihnen das material zu schicken.

eben: und schon triumphieren die „bösen menschen“ wie der attentäter von manchester (nach seinem eigenen tode noch!) … oder die attentäter von manchester (als gruppe) … über die welt. denn genau das, was gewollt wurde, passiert nun: der schrecken wird durch die sozialen medien und die öffentlichen medien ausgewalzt.

aber der böse (tote) mann von manchester, der bislang bekannte hauptattentäter, der ist ja nun auch selber als foto unterwegs, im netz.

da sind wir wieder am anfang unseres blog-beitrages: mit gesicht oder mit unkenntlich gemachtem gesicht? wofür entscheidet man sich?

die NEW YORK TIMES soll fotos aus manchester veröffentlichen, gegen den willen der britischen regierung. fotos, die man von amerikanischen geheimdiensten vielleicht bekam.

so viel die NEW YORK TIMES auch enthüllt: nicht immer werden wir dazu applaudieren. (aber man muss erst den genauen sachverhalt dieser NEW-YORK-POST versus STAAT-VON-GROSSBRITANNIEN-sache kennen.)

WIKILEAKS hat ja auch manisch viel veröffentlicht, zu x themen.

eben: unkontrolliert, teilweise fremdgesteuert von russland oder der trump-clique. man kann sich so viel an dummheit einhandeln, weil man unbedingt „veröffentlichen“ möchte. das veröffentlichen von allem und jedem zu jeder zeit, das kann auch zum fiasko werden. zur verbreitung von unwahrheit. informationen müssen am ende ja doch bewertet und aufbereitet werden. es gibt zu viele falsche informationen heutzutage. fake news ja auch!

das ist das große problem dieser jahrzehnte.

ich weiß. und bildrechte gibt es ja auch noch, das recht am eigenen bild. (theoretisch.)

gestern im fernsehen berichteten sie von freibädern, die handys, smartphones, tablets und alles das in dieser saion verbieten wollen … oder zumindest die linse der geräte jeweils zukleben wollen.

es hat alles überhand genommen. sobald du vor die türe trittst, kann da der „voyeur“ auf dich warten, knips, knips, film, film, – und mit den drohnen kann man dich sogar in deinem privatbereich „wohnung“ aus der luft (also von außen, vielleicht aus 1 meter nähe) befilmen.

bild und text und mensch liegen frei in der welt herum.

es sind solche unsummen und unmassen von bild und text, darunter auch viel böses, ja, auch böses von dem bösen mann aus manchester.

„EVIL“ schreibt die englische zeitung dann auf den titel.

aber „EVIL“ wohnt ins uns allen, das wäre das nächste problem, was wir aber nun nicht mehr besprechen können: der text wird uns zu lang. vielleicht kümmert sich der kirchentag um EVIL. (und der angebliche GOTT, vielleicht sagt der ja auch mal was dazu: EVIL. der böse mann aus manchester. wir alle. die menschheit. warum kam nach der bibel eigentlich nie was neues von jenem GOTT, den es wohl kaum gibt? der könnte doch mal ein aktuelles pressestatement loslassen, jener GOTT! zu EVIL.)

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Die Plünderungen in Großbritannien als die immer selben Prozesse erlebt KLAUSENS

klau|s|ens, ein funke genügt und die steppe brennt.

„die steppe“ … das sind städte bzw. stadtteile.

aber brennen taten sie doch, diese straßen in den städten! also häuser und gebäude und geschäfte.

man drängt die probleme (vermeintlich) zurück, indem man sie nicht sieht. sie sind aber dann doch da.

es brütet immer etwas vor sich hin.

das ist das soziale. man treibt die menschen in die armut und ist stolz darauf. von seiten der politik.

man baut alles ab, was fördern und helfen könnte. man „spart“ auf kosten der unterprivilegierten bevölkerung. alle sparprogramme haben zuerst die unteren schichten im blick.

zudem lässt man ganze stadtteile verwahrlosen. man wehrt sich nicht dagegen.

man lässt durch planvolles und planloses nichtstun vieles unmögliche zu.

dann kocht alles auf und durch.

aus diesem geköchel bildet sich der unmut.

dieser unmut kennt keine zeitungsartikel.

dieser unmut kennt nur die nackte und sinnlose gewalt.

aber irgendwann bricht er auf, bricht alles auf. eruptiv.

dann ist die betroffenheit groß.

in großbritannien noch nicht mal das: es geht offenbar nur (ausschließlich!) um strafe und polizei und abschreckung.

man will die probleme lösen, indem man die oberfläche ruhig bekommt.

man möchte die straßen frei von gewalt und plünderungen bekommen. das ist zu verstehen. jedoch …

… man tut nur das. polizei, polizei, polizei!

man tat zu oft nur das: man denkt dann in kategorien der aufrüstung der polizei.

man denkt aber kaum die anderen kategorien.

die stadtviertel verkommen. über jahre. und darin verkommen die jugendlichen. die spannungen wachsen an und wachsen an.

es gibt keine ziele, keine auswege: nur das gefühl des abgestelltseins.

in frankreich ist es ja besonders krass, weil es diese banlieues gibt, diese trabantenstädte noch weit draußen vor der stadt. wie gigantische käfige für ewige verlierer. oder bei amsterdam jenes bijlmermeer. auch so ein stadtteil. was wurde aus gropiusstadt in berlin? wie geht es marzahn? was macht neuperlach in münchen?

in großbritannien waren es keine trabantenstadtteile, sondern abgesackte stadtteile in den stadtgebieten selbst. eher vergleichbar mit berlin-neukölln. jedoch: die idee ist immer gleich: probleme „löst“ man, indem man sie nicht sieht … und wenn es dann zu eruptionen und explosionen kommt …

… dann haut man „mit aller schärfe des gesetzes“ zu …

… aber die probleme köcheln dann weiter vor sich hin. die reichen grenzen sich ab, die armen werden weiter ausgegrenzt. die schere zwischen reich und arm wird größer und größer.

und bei all solchen prozessen waren und sind dann in vielen europäischen ländern die „sozialdemokraten“ so hilfreich, weil sie diese prozesse so sehr begünstigen … (man denke an HARTZ IV in deutschland!)

… bis die sozialdemokraten so viele stimmen verlieren, dass sie die „soziale ader“ wiederentdecken …

… dann wird etwas nach reformen verlangt …

… aber die städte sind lange unwirtlich und gemein. das ganze geht schon jahrzehnte so, inklusive der bewegungen, die gegen so etwas protestieren. die hausbesetzer sind ja auch so eine reaktion auf die verwahrlosung der städte.

auch die hausbesetzer haben nichts ändern können.

im gegenteil: sie werdene weiter verfolgt und verfolgt, selbst in den niederlanden werden hausbesetzer nun nicht mehr geduldet.

dann kommen immer neue verkehrssysteme, baumaßnahmen, verdichtungen, verhässlichungen, blocks, verwaltungsgebäude, verkehr, entnaturisierung … immer mehr verkehr – die städte werden schon baulich zu bedohlichen komplexen.

niemand kümmert sich darum, weil spekulanten und baufirmen daran verdienen.

so wird das gemenge dichter und schlimmer. und wenn es wirtschaftlich nicht so gut läuft …

… und lehrstellen und jobs wegfallen …

.. dann ist das gemisch besonders explosionsanfällig …

… dann braucht es nur einen funken, bis die städte brennen. der mob regiert. plünderungen, brände, beschädigungen, gewalt.

und dann kommt wieder alle härte des gesetzes …  und es gibt ein paar scheinmaßnahmen von „reform“.

hernach beschwerden sich die reichen, wenn sie in ihren autos auf offener straße überfallen werden. dabei haben sie diese brut selber mit ausgebrütet, die ihnen nun das reichsein madig macht. die reichen erzeugen die verbrechen, vor denen sie angst haben: durch ihre gier.

der reichtum erzeugt durch seine haltlosigkeit die verbrechen, die er so gar nicht mag.

in diesen prozessen und spiralen und kreisen und widersprüchlichkeiten treibt die soziologie des menschen als ewige sinnlosigkeit dahin. jahrzehnte, jahrhunderte. immer!

jeder hofft aber, dass sein haus, sein laden, sein geschäft, seine familie … und sein leben unversehrt bleibt.

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