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klau|s|ens hört sahra wagenknecht LIVE-dichtend zu – www.klausens.com

klau|s|ens, der frau wagenknecht lauscht man mit interesse.

gewiss, sie strahlt irgendwie etwas aus, das mit wissen zu tun hat, mit kenntnissen … das ist dann etwas anders, als es sonst oft so ist, in der politik, obwohl es am ende ja dann doch gleich oder ähnlich ankommt: parolen, die sich wiederholen, kennsätze, die wieder und wieder genutzt werden.

sie sprach mit manfred osten.

gewiss, das tat sie: und da es um goethes „faust“ ging, gab es eben doch bemerkungen, die dann seltener sind … in der tagespolitik.

am ende aber ging es doch um das kapital, gigantische profite, die leiharbeit und die abwertung der arbeit, alles das. entrechtung. gier.

es ging und geht um den ewigen kapitalismus, der mal so auftritt, dann aber so: und doch werden immer wieder die einfachen menschen gedemütigt, man hebt erkämpfte rechte auf, man will noch mehr kapital akkumulieren. das casino … alles ist insgesamt doch verdammt skurril und zudem brutal, was wir da an weltgeschichte erleben müssen. beängstigend ist es dann auch, ungerecht zudem.

die kleinen leute sind gern die dummen.

das ist dann die kernfrage bei solchen personen wie frau wagenknecht: meinen sie es alles auf dauer ernst? sind sie human im herzen oder spielen sie „human“ vom kopf her?

aber was wird anders, wenn sie regieren darf?

sie will den kapitalismus wohl hauptsächlich begrenzen und einzäunen. mehr ist es wohl nicht: reformieren und abfedern der nöte.

wie kommst du darauf?

sie sprach immer von den sinnlosen gewinnen, die da akkumuliert werden: gewinne um der gewinne willen, in höhen, die kein mensch mehr verbrauchen kann. (stichwort: familie quandt/klatten = BMW)

und die antwort?

stiftungen, nun also: stiftungen.

und dann?

dann bleibt das geld in der stiftung … und in der firma … und wird nicht irgendwoandershin verbracht.

und das hilft?

ich hatte den eindruck, dass sie denkt (bzw. sie im team mit oskar lafontaine und anderen denkt): so wird alles leidlich gut.

also keine belegschaftsaktien und solche modelle?

nein, eher die stiftung, die gutes will und dann die großunternehmungen jeweils besitzt: jedes großunternehmen bekommt eine stiftung. – und die oberen der stiftung sind dann die industriekapitäne und Innen, die wohl auch mehr geld verdienen als die schichtarbeiter.

und bei krupp: da gibt es die stiftung schon lange. hat das den kapitalismus abgeschafft? verbessert? – und sitzt diese stiftung nicht als großer anteilseigner bei thyssenkrupp mit drin? und war nicht der herr beitz als geschäftsführer der stiftung so ein mächtiger mann des kapitalismus?

ja, ja, ja.

also: was nun?

ich weiß es doch nicht. grundidee: vor frau wagenknecht soll und muss niemand (mehr) angst haben. die großen enteignungen wird es nicht geben. und wer bescheiden verdient, der darf alles behalten. leistung lohnt sich da unten. nur ganz oben wird es ein bisschen anders.

dann wäre das ein sozialismus mit menschlichem antlitz?

vielleicht eher so: sozialismus meint heute den „gedämpften kapitalismus“.

und dafür wurden jahrhundertelang bücher geschrieben, thesen verfasst und revolutionen ausgerufen?

fast hat es den anschein, oh faust, oh faust.

unsere LIVE-gedichte vom 10.9.2015 zu frau wagenknecht, was bringen die?

die machen die welt auch nicht mehr viel anders. sie dokumentieren und überführen das sinnlose leben und agieren der menschheit in die kunst.

was soll denn bloß werden? aus uns? aus der welt? aus frau wagenknecht? aus dem kapitalismus? aus faust? aus der armut?

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Nochmals zu Peter Sloterdijk in Bonn also Bad Godesberg schreibt KLAUSENS

du, klau|s|ens, noch was?

man braucht immer eine zeit, um den duktus zu verstehen.

den duktus von sloterdijk?

aber ja. ich stelle fest, dass meine gedichte vieles von dem eingefangen haben. dazu in meinen eigenen worten.

das wäre dann die fusion von sloterdijk und dir?

ist es nicht immer so? im fernsehen sagt der sportmann: „diego spielt heute sehr ineffektiv!“

und dann?

dann ziehe ich abends aus in die gastronomie und lasse beiläufig an der theke erklingen. „diego spielte heute sehr ineffektiv!“

und dann?

dann merkt man, wie alle welt von aller welt kopiert – das geschieht oft gar nicht in absicht. das sind unbewusste verzüglichungen.

„verzüglichungen“?

tschuldigung, auch ich erfinde worte – nicht nur dieser …

… sloterdijk?

du kennst ihn? du erkennst ihn? du verkennst ihn? – zweitklausens, du? oder vermeinst du ihn nur?

„vermeinst“??? – lass das doch! wir haben deine vielen gedichte. und wir wissen nun, wie sloterdijk funktioniert – und wie du funktionierst. das muss fürs erste reichen.

wir werden beide die welt kaum besser machen.

aber sinnreicher.

nicht sinnvoller.

nein, nur sinnreicher.

ARM IN ARM

Des Reichtums
Jubel verklingt
In den Fängen
Des echtgewordenen
Pauperismus vor
Dem Gewinnbruch
Allen Realismus

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Copyright Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klausens oder Klau?s?ens oder Klau!s!ens, LIVE geschrieben am Dienstag, 28.4.2009, in den Kammerspielen Bonn Bad Godesberg, bei der Veranstaltung:
PETER SLOTERDIJK Kammerspiele
„Der Geist der Krise – Philosophische Stichworte zu den europäischen und globalen Turbulenzen (Vortrag)“ – Begrüßung durch Klaus Weise, Intendant des Theaters Bonn, danach circa 45 min. frei gesprochener Beitrag von Sloterdijk, danach noch circa 1 Stunde Sloterdijk im Gespräch mit Manfred Osten. (Im Rahmen des Theaterfestivals „Westwärts“) LIVE geschrieben gegen 20.00 Uhr. Es spricht Herr Sloterdijk.

siehe: http://www.klausens.com/klausens-und-pet…

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Auf den Philosophen Peter Sloterdijk trifft KLAUSENS

holla, klau|s|ens, nun auch peter sloterdijk!

wahre kunst macht vor keiner ware halt, auch nicht vor den großen philosophen.

er war in bonn.

ja, genauer in bad godesberg, dort in den kammerspielen, die wiederum zum THEATER BONN gehören, und dort sprach er. aus der ankündigung:

PETER SLOTERDIJK Der Geist der Krise – Philosophische Stichworte zu den europäischen und globalen Turbulenzen (Vortrag) 28.04.2009, 19:30, Kammerspiele Inwieweit ist der europäische Gedanke, ist insbesondere das Konzept von Deutschland und Frankreich als Grundfesten dieses Gedankens, in den Zeiten der (globalen) Krise noch tragfähig? Steht vielleicht zu befürchten, dass Frankreich unter Präsident Sarkozy aus der europäischen Allianz ausschert und sich auf einen gefährlichen Alleingang begibt? Peter Sloterdijk zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Philosophen von internationaler Bedeutung. Der ausgewiesene Frankreich-Kenner ist Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und hat sich mit zahlreichen Publikationen als Denker am Puls der Zeit profiliert. Seine THEORIE DER NACHKRIEGSZEITEN (Ffm 2008) widmet sich den dt.-frz. Beziehungen nach 1945; Ende März 2009 erscheint sein jüngstes Werk DU MUSST DEIN LEBEN ÄNDERN.

wieso sprach er?

weil er sprechen sollte.

du warst da?

ich habe alles bedichtet: http://www.klausens.com/klausens-und-pet…

wieso?

wenn der philosoph spricht, darf der dichter nicht schweigen.

worüber spricht der philosoph?

sloterdijk spricht immer über alles. er schüttet sein wissen lullend und kritikant und geniös zugleich aus … und schwemmt uns damit ein, als wenn wir ein kind wären, welches im friesischen watt in den schlaf besungen wird.

nicht schön?

doch, doch, sehr schön, sehr weise – jedoch sehr bald dreht sich alles.

du meinst, es wird soviel relativiert und erwogen und bezogen und dann eingeflochten, dass alles sich wieder aufhebt?

so ungefähr empfinde ich ihn: einen guten, weisen, belesenen erzähler, mit sehr viel weltsicht und weltblick – am ende aber fragt man sich: was habe ich heute gehört? was mache ich damit? was will er eigentlich?

solche fragen stellst du?

gewiss, denn philosophie will ja von uns „ergriffen“ werden.

vielleicht denkst zu popperisch: du willst immer etwas handfestes, was unmittelbar in die realität verweist, aber der kluge philosoph will meditieren und träumen und denken und sich treiben lassen.

so war es auch: er lud uns in ein, mit ihm in einen nachen zu steigen. und dann wollte er sich mit der krise und der welt und den finanziers und den sorgen beschäftigen – und der neuen realität und dem verlust von allem durch den gewinn vom ganzen. es ging dann so über stock und stein.

im boot?

tschuldigung, ich komme wohl mit den bildern nicht klar. um rousseau ging es auch. um den großen „natürlicher“.

„natürlicher“? ein wort von dir? in diesen zeiten der natürlichen entnatürlichung kein wunder.

„natürliche entnatürlichung“?

ja, warum soll ich nicht auch begrifflichkeiten setzen dürfen, auf dass wir die welt besser verstehen – oder auch missverstehen.

aber du bist kein philosoph!

wer sagt das? indem ich mich dazu ernenne, bin ich einer.

aber kein guter!

nicht?

das wäre die andere frage. auf jeden fall waren wir bei sloterdijk, der im rahmen von „WESTWÄRTS“, jenem theaterfestival, in bonn / bad godesberg war und sprach.

er hat auch ein neues buch.

natürlich, immer geht es auch um das neue buch.

wie ist der titel?

„DU MUSST DEIN LEBEN ÄNDERN“

oha!

bitte mich jetzt nicht, das buch zusammenzufassen. ich habe es noch nicht gelesen.

aber manfred osten doch wohl.

manfred osten hat ihn dann befragt, und hatte dabei das buch in der hand, mit einigen einlegzetteln.

und dann?

dann war der abend auch mal zuende, es wird gegen 21.15 uhr gewesen sein.

und du?

ich ging fort, mit meinen gedichten bewaffnet.

bewaffnet?

da habe ich wohl wieder zu stark auf die krise der entwirklichung des brutalen seins reagiert. sorry!

„entwirklichung des brutalen seins“?

darf ich keine begriffe prägen?!

doch, aber du bist kein philosoph.

wir drehen uns im kreis – das hatten wir schon mal.

dann sag etwas neues.

o.k., ein LIVE-gedicht, von meinen insgesamt 26:

VON UND ZU ROUSSEAU

Was erhebe sich
Die thematische
Vergegenwärtigung
Der Außenwelt
Vor meinem Auge
Der Inwerdung
An Pflanzlichkeit

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Copyright Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klausens oder Klau?s?ens oder Klau!s!ens, LIVE geschrieben am Dienstag, 28.4.2009, in den Kammerspielen Bonn Bad Godesberg, bei der Veranstaltung: 19.30 Uhr, PETER SLOTERDIJK, Kammerspiele, „Der Geist der Krise – Philosophische Stichworte zu den europäischen und globalen Turbulenzen (Vortrag)“ – Begrüßung durch Klaus Weise, Intendant des Theaters Bonn, danach circa 45 min. frei gesprochener Beitrag von Sloterdijk, danach noch circa 1 Stunde Sloterdijk im Gespräch mit Manfred Osten. (Im Rahmen des Theaterfestivals „Westwärts“) – LIVE geschrieben gegen 19.45 Uhr. Es spricht Herr Sloterdijk. – ACHTUNG: Dieses Gedicht ist ein Zitatgedicht. Siehe dazu: http://www.klausens.com/zitatgedichte.ht…

und nun?

nun verweise ich noch auf das SERIELLO PETER SLOTERDIJK: http://www.klausens.com/seriello-peter-s…

und dann?

dann haben wir fürs erste unsere ruh‘ – wir müssen nur noch die gedichte abtippen, das ist immer die unangenehmste tätigkeit, als dichterphilosoph.

ich wusste gar nicht, dass dichter auch arbeiten.

das kommt, weil du nicht genug von dem verstehst, was die philosophen auch nicht wissen.

ich erinnere mich jetzt an dein berühmtes gedicht.

welches?

das hier:

DEUTSCHE

Sie sind anders
sagte mein Großvater
aber er war nie dort

Sie sind großartig
hoffte meine Tante
aber sie war verliebt

Sie sind ordentlich
klagte das Klischee
aber es war schon alt

Sie sind intelligent
dachte der Unternehmer
aber er war frustiert

Sie sind ungläubig
drohte die Päpstin
aber sie war nicht fromm

Sie sind deutsch
narrte das Rätsel
aber es war allein

Sie sind.
Das waren die Philosophen

Rothenburg ob der Tauber, 2.4.92 © Copyright KLAUSENS in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau(s)ens oder Klau°s°ens – Klau|s|ens ĦķΩ7
Klau’s’ens=Klausens=Klau(s)ens= Klau|s|ens

aber was bringt es uns, das gedicht?

warum schreibst du sie?

du stellst fragen!

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