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klau|s|ens erlebt den neuen egoismus im kleinen – www.klausens.com

klau|s|ens, es geht um die verrohung von allem und von allen.

aber ja, aber ja.

man muss gegen die hetze nun schon demonstrieren, so weit ist es gekommen. (siehe: demo #ausgehetzt in münchen. am sonntag.) die hetze zwingt mittlerweile zu demonstrationen gegen die hetze als solche.

schlimm, sicher: alle meinen, je mehr sie hetzen, desto mehr stimmen würden sie beim „volk“ bekommen. und das „volk“ erhitzt sich hetzend, um alle weltfrustration so (scheinbar) schneller loswerden zu können.

und dieses volk entfernt sich an vielen stellen von der idee der humanität, von der idee des anstandes, von der idee des freundlichen und fairen umgangs miteinander.

die kirchen verlieren beständig mitglieder und damit einfluss.

ich weiß, ich weiß: aber unter der ägide der kirchen wurden genug kinder missbraucht, gequält und zu sexualopfern.

die kirche predigt den christlichen humanismus, ist aber oft ein (h)ort des gegenteils. (gerade auch in bayern! viele rassisten sind angeblich christen.)

aber prinzipiell gehen bestimmte werte verloren, die die kirche teilweise dann doch noch (zumindest in worten) hochgehalten hat.

helfen! erbarmen! rücksicht!

eben: ich erlebte am samstag folgendes: eine frau hält dauerhaft mitten auf einem zebrastreifen, weil die eisenbahnschranke geschlossen ist und eine autoschlange auf den zug warten muss.

ach ja?

anstatt den zebrastreifen frei zu lassen, hat sie, weil sie unbedingt nah zur schranke sein wollte (idee: dann geht es schneller, wenn ich näher bin), einfach mitten auf dem zebrastreifen angehalten.

und dann?

dann sagte sie noch ironisch „danke für den hinweis!“, als man sie eben darauf per zuruf durchs offene autofenster aufmerksam machte.

so sind die menschen!

man traut sich kaum mehr über den parkplatz des supermarktes zu gehen, weil da 50 % der autofahrer so fahren, als gebe es überhaupt keine fußgänger auf der welt. man wird schon beim betreten eines supermarktes per auto bedroht und so den gefahren ausgesetzt. es ist immer wieder erstaunlich, wie böse die menschen sind. wie gemein. wie egoistisch, schon im kleinen des alltages.

„Der Egoismus bezeichnet sich frech als neuen Humanismus.“ (so lautet übrigens mein neuestes zitat.)

es passt in den zeitgeist. die bösmenschen der welt laufen offensiv herum und behaupten, sie täten ja letztlich etwas gutes für die welt. (ach bayern! und was wird aus dir?)

wie siehst du eigentlich das statement von özil in diesem zusammenhang?

auch das erschüttert mich, die ganze haltung, der ton: zumal diese statement-twittereinträge ja gerne von den einflüsterern und managern der spieler geschrieben werden, heutzutage. (aber özil, so seltsam schwach und lethargisch er rüberkommt, hat ja wohl letztlich auch selber noch „ja“ zu dem schrecklichen „erklärungs“-schrieb des wochenendes gesagt. auf englisch kam der! auf englisch! nicht auf deutsch, nicht auf türkisch: auf englisch!)

96 dpi 1000 pix breit mal 941 pix hoch eine zeichnung von klausens plus etwas zebrastreifen 21-7-2018 und 23-7-2018

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klau|s|ens erfindet als neues werkzeug den asylanten-abschieber, illegalen-abschieber und menschen-abschieber (bittere ironie) – www.klausens.com

klau|s|ens, irgendwie drehen jetzt alle durch.

den eindruck muss man ahben: alles wird neu gedacht, bisweilen über nacht.

und deutschland schiebt ab.

deutschland schiebt in krisengebiete und kriegsgebiete ab. auch nach afghanistan.

die dinge ändern sich, es regiert der nackte pragmatismus.

zugleich die idee der abschreckung, alles kehrt sich um: von der willkommenskultur zur abschreckungskultur.

in den USA gilt ja nun auch die hatz auf die illegalen.

auch eine markante wendung der geschichte.

man lebt mit und von den illegalen, beutet diese schön als billigarbeiter da und dort aus: jetzt aber sollen sie weg.

das sind die ewigen widersprüche: herr trump findet die ausbeutung des menschen durch den menschen an sich gut, findet niedrigstlöhne an sich gut … aber da war noch die idee dieses „reinen amerika“. (was immer das sei.)

und die populisten aller länder verdoppeln ihren miesen rassismus.

der mensch aber wird zur masse, die man abschieben und wegschieben muss. der mensch als stückgut in mengenpauschale.

dafür haben wir nun endlich den asylanten-schieber erfunden: siehe unten. (oder auch illegalen-abschieber: er eignet sich für viele menschentypen.)

der sieht so aus, als hättest du das dings vom roulette vergrößert.

das dings vom roulette ist bei angemessener größe der beste abschieber, den es je gab.

und wie hat man sich das vorzustellen?

du stellst die menschen an die grenze, machst das tor auf … und dann kommt der abschieber und nach 10 sekunden hat der bestimmt 1000 menschen abgeschoben.

schön erdacht.

oder du nimmst die leute auf dem köln-bonner flughafen, machst hinten die ladefläche von dem transportflugzeug auf … und dann schiebst du binnen sekunden einige hundert da hinten rein.

das flugzeug fliegt los … und die abgeschobenen sind weg. ja, ja. fein.

das ist die neue realität: da über den zaun klettern – und dort abgeschoben werden.

wenn trump seine mauer nach mexiko baut: wie will er die leute dann mit deinem genialen abschieber noch abschieben?

das weiß ich auch nicht. vielleicht schiebt man die menschen demnächst alle seitlich zu mexiko ins meer. (über die mauer ginge ja nicht.)

und dann?

dann werden sie wohl ertrinken. aber solche sachen machen wir mit insekten ja auch mal gerne. oder denke an das wässern der maulwurfsbauten. der mensch ist menschlich ja eigentlich nur dann, wenn es eben so geht.

und nun?

nun schiebt der mensch den menschen in den untergang (ab).

und christus?

ach so: den soll es ja auch noch geben. was macht der eigentlich?

vielleicht hat christus dir die gedanken für die erfindung des schiebers eingegeben. (christus ist ja angeblich immer auch humanist: besser abschieben als erschießen … hat er sich wohl gedacht.)

klausens-der-asylanten-abschieber-bittere-ironie-23-2-2017

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klau|s|ens setzt den begriff der „kreuz-und-quer-hypermedialen überwelt“ – www.klausens.com

klau|s|ens, alle knipsen sich und werden geknipst. Und das auch gleichzeitig.

dazu werden sie gefilmt, filmen selber, und das alles wird dann auch wieder gefilmt.

ein großer teil wird auch noch gesendet.

im livestream sehe ich, wie er sie knipst, und sie ihn, alle sie … und das wird dann auch noch gesendet.

dazu ist ein großer bildschirm da, vor ort, wo die leute noch sehen, wenn sie gesendet werden, wie sie knipsen oder sich filmen lassen oder selber kameramann/-frau gar sind. und der großbildschirm wird ja auch noch im livestream gesendet.

das alles wird ja gesendet und gesendet und gesendet: LIVE in die welt übers internet und auf den bildschirm da vor dem eingang zum „palast“ der berlinale.

ich filme dich, aber du filmst mich.

halt: da sind ja noch leute die sich selber filmen, selbst, himself, herself, selfie, auf diesem roten teppich, sich drehen und filmen filmen filmen … sich selbst.

aber wofür?

das müssen sie doch posten: wenn du promi bist, oder halbpromi, oder teilpromi … das musst du doch posten: instagram schreit nach filmen und fotos, alle 3 stunden.

ach, deshalb ist da auch diese sarah nowak. da in der mitte. weißkleid.

ja, die hat mit dem film, der gleich kommt, nix zu tun, hat aber eine eintrittskarte bekommen.

um gefilmt zu werden.

um sich selber zu filmen. (erst filmte sie sich doch selbst!)

und dann knipst benjamin die frauke, die dann winkt, weil holger filmt, und alle sind dann live im streaming drin. nur bella guckt komisch.

… und auch auf dem bildschirm vor dem filmpalast. auf dem großbildschirm. da sind die ja vielleicht auch.

und dann hat man noch die AUDI-ZDF-LOUNGE, wo oben erhöht massig leute stehen und auch noch filmen und knipsen. (oder winken. in die kamera winken.)

die kommen dann auch gefilmt ins bild.

aber da sind dann teilweise auch die teams der reportagen fürs fernsehen, die sich selber filme und knipsen. oder die kinotrupps, die heute ehrengäste sind, filmen sich zusätzlich auch selbst.

die berlinale knipst und filmt ja auch, das sind die offiziellen fotos. zusammen mit dem berlinale-chef mit hut.

und wieder wird gestreamt und gestreamt.

dann laufen die menschen durch tausende von aufnahmen und aufnahmeprozessen … und wissen nicht, wie ihnen geschieht.

viele wissen auch nicht, dass sie gerade LIVE im internet sind, wie sie knipsen oder geknipst werden.

aber die kameraleute ja auch!

auch die kommen dran, und die reporter. und die INNEN. alle kommen ins bild, werden „angebildet“ und „abgebildet“.

so läuft man ständig durch strahlen des gefilmt werdens und erfasst werdens.

dazu noch videokameras, die fest installiert sind, auch solche des überwachens.

die filmen das filmen des filmens vom filmen der selfies.

so ist die welt nicht mehr „luft“ oder „sauerstoff“, sondern die luft ist voller „filmungen“.

wir leben in einer welt der filmungen, alles überlagert sich.

wir leben in einer welt der „knipsungen“, wo sich ebenfalls alles überlagert.

wir laufen ständig durch fotografische und filmische räume.

und oft wissen wir nichts davon, oder nur von einem teil der aufnahmen.

es konnte ja auch keiner wissen, wir wir dann von dem LIVE-stream des sich filmens und knipsens wiederum screenshots machen, die wir hier verramschen … zu einer feinen kleinen collage.

nein, das kann keiner wissen, aber jeder ahnen.

wieso?

wie leben in einer „kreuz-und-quer-hypermedialen überwelt“.

findest du?

diesen begriff habe ich heute „gesetzt“. es gibt das leben und zusätzlich dazu oder darüber oder dabei diese überwelt. (und die ist immer da! und immer dabei! selbst im wald können kameras der jäger stehen!)

und alles verfließt zu einer neuen ganzwelt und einer ganz anderen art des lebens.

ja, das ist medientheorie und kultursoziologie in einem.

und bei der berlinale 2017 konnte man das vortrefflich komprimiert mitverfolgen.

… und auch mitfilmen und mitknipsen, auch das. screenshots, auch das.

klausens-collage-11-2-2017-und-12-2-2017-berlinale-2017-jeder-filmt-und-knipst-jeden-und-auch-sich-selbst

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klau|s|ens sieht nun auch den wald voller kameras und voller überwachung – www.klausens.com

klau|s|ens, man bewacht uns überall.

wir wissen es „in principo“, aber wir wissen es nicht genau.

ich hörte und las, es gäbe in rheinland-pfalz 30.000 kameras „im wald und auf der heide“, also in der nahen und fernen restnatur, unter anderem da, wo die rehe springen.

das sind angeblich die jäger. – auch in kirrungen, wo man maiskolben vergräbt, um wildschweine anzulocken.

die jäger lassen sich durch SMS informieren, wenn auf einer der vielen kameras etwas passiert.

schön, aber das „passieren“ können auch wir sein.

wer? wir?

der mensch! der spazierengehende oder wandernde mensch in der restnatur, die wir als flecken und von der „kulturlandschaft“ (zäune, äcker, masten) erfasst, noch übrighaben.

du meinst: wir gehen durch ein gebüsch und es macht klick?

oh ja, oh ja, damit musst du rechnen.

es kommt zu zärtlichkeiten im wald, zwischen mann und frau, aber es wird geknipst?

das kann sein, das kann sein, ja, ja. die kameras zeigen sich ja auch nicht. sie sind, wie die vielen kameras auf straßen und plätzen und in der drohnenluft, unsichtbar oder versteckt oder verdeckt.

dann ist alles mit kameras ausgestattet, selbst der wald und selbst die wiese?

du musst davon ausgehen, ja, ja: überall werden aus diesen oder jenen gründen kameras aufegstellt. und überall kann ein mensch an diesen vorbeikommen und so erfasst werden.

dann kann ich kein picknick mehr veranstalten?

veranstalten schon, aber wisse: du wirst sicher-vielleicht-logo-claro gesehen, beobachtet und gefilmt.

und ein jäger bekommt eine SMS?

auch das kann sein, auch das kann sein.

es ist die wildkamera?

ja, die wildkamera. und es gibt natürlich auch solche, die ein wildkameraverbot fordern.

ich fordere aber auch ein
– kellerkameraverbot
– strandkameraverbot
– windschutzscheibenkameraverbot
– unterführungskameraverbot
– hauseinfahrtkameraverbot
– unterm-ehebett-kameraverbot
– und … und … und …

fordere du nur schön! – aufgestellt werden diese doch. oder montiert. oder angeklebt. kameras überfluten die welt, jeder winkel, jede gasse, jede posse.

alles ist voll kameras?

auch der mülleimer, in den du ungelesen eine zeitung wirfst. sie wissen alles.

wer ist „sie“?

ich hoffe immer noch, dass es die tiere im wald sind, und nicht die bösen menschen, die die tiere im wald dann schießen werden.

was du immer hoffst?! lächerlich! alle filmen alle, und am ende geht keiner mehr aus dem haus. (die tiere landen sowieso im schlachthaus.)

aber im haus sind die dinge doch auch: in jedem badezimmerspiegel lockt die überwachung. du müsstest schon unsichtbar werden.

die tarnkappe also. die sei zu erfinden.

ja, die tarnkappe ist die einzige rettung des freien menschen. (wenn sie doch nur endlich erfunden worden wäre!)

klausens-kunstwerk-k-werk-das-reh-wird-im wald-kamera-bewacht-10-8-2014

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klau|s|ens sieht das wetter des märz – www.klausens.com

klau|s|ens, nicht die iden des märz?

nein, noch nicht. derzeit sehe ich nur das tragische wetter des märz.

aber beides ist sich sehr nah.

das eine kann in das andere umschlagen. man darf die menschen nicht über gebühr quälen.

manche aber sind dennoch draußen.

sie ziehen durch das nass und stemmen sich in den wind. sie ertragen das peitschen des regens und beobachten das aufschäumen des rheins.

dann sind am ende doch alle glücklich.

die menschen sind erst dann glücklich, wenn dieser märz so vorbei ist und sich der märz des frühlings zeigt.

ein schöner ausdruck: „der märz des frühlings“.

schöner als „die iden des märz“?

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Den Stehtisch mit weißer Husse entdeckt KLAUSENS nun auch bei ALDI im Katalog

klau|s|ens, nun also auch bei ALDI.

wenn die dinge bei ALDI angekommen sind, dann zeigt es den grad der durchdringung der gesellschaft an.

du meinst diese weißen stehtische!

die stehtische brauchen aber unbedingt die weiße husse.

also stehtische mit weißer husse.

das ist die welt!

sie sind überall.

jeder stehempfang meint, er könne ohne diese nicht auskommen. ohne diese stehtische … und ohne diese hussen.

alles ist gleich.

die gleichmacherei geht mit den internet-handy-sonstwas-medien von heutzutage viel schneller. alles spricht sich so schnell rum, alles wird so schnell imitiert.

früher gab es adel und königshäuser: da wird man vielleicht solche hussen aufgezogen haben.

dann aber kamen die empfänge des besseren milieus: kongresse, banken, feiern. mit hussen. hauptversammlungen von AGs. mit hussen.

und bald kam das volk.

ja, auch das volk ergriff nachdrücklich die husse.

jede kleinhochzeit und jeder schützenball braucht heute die weiße husse. auch der tischtennisverein bei der jahresfeier.

so stehen alle an viel zu kleinen stehtischen, das glas fällt oft um … aber man hat die weiße husse.

eben: schulz und schmitz und scholz: alle haben weiße hussen.

damit sind alle feiern optisch gleich.

gewiss, auf den ersten oberflächlichen blick ist es gleich. aber beim zweiten blick merkt man natürlich, wo das proletariat feiert …

… und wo die wirklich feinen leute! (wie bei den schuluniformen: der zweite blick beweist, wo tatsächlich geld und klasse sitzt!)

wo hast du die husse her?

ALDI-katalog (ab Do., 29.3.), ALDI-SÜD: da waren sie drin als „exquisite Tischkultur in feinen zarten Farben!“

das volk der kultur und der tisch des volkes.

so haben wir es wieder geschafft.

nichts haben wir geschafft: bei jeder einladung gehen wir hin und denken: oh gott, jetzt kommen wieder diese hussen! gerne diese weißen hussen! nur die hussen! das volk der hussen!

überall nur noch hussen, alles weiß.

alle sind fein und alle haben kultur.

es ist die einheitskultur, die wir so lieben.

wir lieben die phantasie des volkes der einheitskultur.

und wir mögen, wenn ALDI diesem volk dann noch auf die sprünge hilft.

welche schlichte grillparty wird nun noch ohne weiße stehtische mit weißen hussen auskommen können?!?!

welche? – sag es doch endlich!

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Den bösen Menschen, der Tiere in Massenhaltefabriken quält, verachtet KLAUSENS

klau|s|ens, die menschen quälen die tiere.

ja, aber sie wollen davon nichts wissen.

es gibt leute, die auf der vollversammlung der IHK als honorige leute gelten.

gewiss, und sie betreiben unternehmen, die nur auf der massentierhaltung und der daraus folgenden bzw. diese begleitende (automatische) folterung von tieren basieren. und die anderen essen dann nach der versammlung noch häppchen von gequälten tieren, setzen sich aber großzügig für die „renaturierung von bachläufen“ in ihrem einfamilienhauswohngebiet ein.

sie sind aber honorig.

das ist ja unsere welt: die menschen, die am besten angesehen werden, sind oft im eigentlich die schlimmsten.

wir aber essen (fast) alle fleisch.

wir sind alle beteiligt. alle reden von „moral“ und „anstand“ seien zu vergessen, solange die tiere nicht artgerecht und „human“ behandelt werden. (wir brauchen indianer in der regierung!)

sie haben heute in berlin demonstriert … gegen die bösen menschen und das grausame der massentierhaltung.
faz.net schrieb u.a.:

### 22. Januar 2011

Mehrere Tausend Menschen haben am Sonnabend in Berlin für eine Wende in der Agrar- und Lebensmittelpolitik demonstriert. Sie fordern einen besseren Verbraucherschutz, artgerechte Tierhaltung und ein Ende von Subventionen für Massentierhaltung. Während die Veranstalter von 22.000 Demonstrationsteilnehmern sprachen, zählte die Polizei bei Temperaturen um den Gefrierpunkt rund 15.000 Menschen. Redner verschiedener Verbände verurteilten die aktuelle Agrarpolitik als zerstörerisch für Umwelt, Artenvielfalt und regionale Märkte und forderten Konsequenzen aus dem Dioxinskandal.

Der Protestmarsch stand unter dem Motto „Wir haben es satt! Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporten“. Mehr als 120 Organisationen hatten zu der Demonstration aufgerufen, darunter Landwirte, Tierschützer und Lebensmittelproduzenten. Angeführt von etwa 80 Traktoren zogen sie durch das Regierungsviertel zum Brandenburger Tor, wo am Nachmittag eine Abschlusskundgebung begann. Anschließend steht dort ein „Konzert für eine gentechnikfreie Welt“ auf dem Programm, zu dem auch die frühere Landwirtschaftsministerin Renate Künast (Grüne) erwartet wird. ###

ja, ein anfang. die tierquälerei steht für mich auf der selben stufe wie die hexenverbrennung. aber sie wird als „herstellung qualitativ hochstehender und sauberer, hygienischer lebensmittel“ oder ähnlich etikettiert. die GRÜNE WOCHE ist voll von lebensmittelkonzernen und -produzenten, die sich durch untaten an den tieren zu „honorigen leuten“ entwickelt haben. viele der aussteller wären eigentlich zu verhaften und zu bestrafen. und viele der besucher gleich mit.

und die künstler dann aber auch!

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

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Zur „Leipziger Buchmesse“ beginnt KLAUSENS mit „So und So“ ein weiteres wichtiges Aufschreibprojekt

hey, klau|s|ens, mal wieder eine neue idee?

ja, ja, ich wollte das widersprüchliche des menschen festhalten und begann mit „So und So“.

was ist „So und So“?

es sind immer zwei seiten, die sich nicht unbedingt widersprechen müssen, aber dennoch ein seltsames licht abwerfen: der mensch ist immer so und so, und dieses widersprüchliche oder schillernde oder nicht ausgewogene … das macht den menschen zum schlimmsten feind des menschen.

ich verstehe.

ich lege jetzt hier die ersten sätze ab. copyright klau|s|ens in allen schraibwaisen und schreibweisen, u.a. als klausens oder klau(s)ens oder klau“s“ens, im märz 2010 und ff. (begonnen schon am 12.3.2010):

SO UND SO

– Sie verkündigt, sie ist gegen die Tötung jeglicher Kreatur, benutzt aber immer wieder Ameisengift in ihrem Wochenendhaus am Waldrand.

– Er hat – so seine Verlautbarungen – nichts davon gewusst, aber doch alles in seinem Tagebuch notiert.

– Sie glaubt an Gott, verweigert aber hartnäckig das Gebet.

– Er denkt angeblich an nichts, hat aber das Fußballspiel am Abend nicht vergessen.

– Sie hat das Burn-Out-Syndrom nun schon seit einigen Jahren, erzählt aber ununterbochen von ihren herrlich entspannten Tauchurlauben auf Ägypten.

– Er will weniger Arbeiten, nimmt sich aber immer 20 Akten mit nach Hause.

– Sie lobt jeden Morgen ihre Geduld, kann aber nicht zehn Minuten auf den Bus warten, ohne zu fluchen.

– Er bezeichnet sich öffentlich immer wieder als Menschenfreund und Gutmenschen, schreit aber täglich seine Mitarbeiter zusammen.

– Sie nimmt sich nach eigener Aussage selbst nicht wichtig, möchte aber bei jedem erneuten Betreten ihres Büros auch erneut gegrüßt werden.

– Er mag kein Strichnin, vergiftet aber immer die Atmosphäre.

– Sie ist gegen das Bereicherungsstreben der Jugend, will aber niemandem erzählen, wie viel sie verdient.

– Er denkt nur an das eine, behauptet aber immer, an das andere zu denken.

– Sie kauft aus Prinzip nichts auf dem Trödelmarkt, besucht aber jeden Schnäppchenmarkt.

– Er möchte sehr, sehr bald eine Spenderniere haben, hatte aber selber niemals einen Spenderausweis.

– Sie möchte nichts von Krankenhäusern und Krankenkassen wissen, verliebt sich aber immer wieder in Ärzte aus dem Fernsehen.

– Er hasst Prostituierte, prostituiert aber immer seine Sekretärinnen.

– Sie ist gegen Legebatterien aller Art, holt aber immer die billigsten Hühnereier im Supermarkt.

– Er isst kein Fleisch, kauft aber gerne die kleinen Salami-Würstchen an der Tankstelle.

– Sie unterschreibt alles an Petitionen gegen Gewalt, drückt aber ihre zweijährige Tochter immer wieder brutal mit dem Kopf gegen die Gitterstäbe des Kinderbettchens.

– Er will nicht, dass im Treppenhaus Kippen liegen, spuckt aber seine Kaugummis auf dem Bürgersteig aus.

– Sie mag keine laute Musik, fährt aber mehrfach mit der Harley sehr dröhnend zu Hause um den Wohnblock.

– Er kämpft für die Renaturierung eines Baches, hat aber seine Garageneinfahrt pflastern lassen.

– Sie ist nach außen hin lautstark und plakativ für die Untersützung der Restaurierung des Kölner Doms, spendet ihr Geld aber nur für das Vereinsheim in Monheim am Rhein.

– Er lobt die Existenz der Eisenbahn, will aber nicht die teuren Bahntickets bezahlen.

– Sie will eigentlich den Prozess der Versöhnung, plädiert aber für die weitere Besiedlung der besetzten Gebiete.

– Er spendet für die Armen in Bangladesh, aber er schlägt seine Frau.

– Sie wettert gegen das Vergiften von Hunden, aber ihre Tochter bekommt kein gesundes Frühstück.

– Er ist für absolute Pünktlichkeit, kommt aber sehr oft zu spät.

– Sie wäscht sich jeden Tag die Haare, aber selten die Bettwäsche.

– Er schneidet sich die Fingernägel am Esstisch, kann aber keine Achselhaare leiden.

– Sie liebt Gartenarbeit, hasst aber den Dreck unter den Schuhsohlen.

– Er fährt gerne Fahrrad, wegen der Figur, aber weigert sich, 100 Meter zu Fuß zu gehen.

– Sie telefoniert sehr lange und ausführlich, beschwert sich aber über die Vielredenden an der Supermarktkasse.

– Er ist für Recht und Ordnung, gröhlt aber gerne nachts um 2.00 Uhr Trinklieder.

– Sie ist für das Einhalten aller Regeln, fährt aber mit 1,8 Promille Auto.

– Er ist für mehr Liberalität im Alltag, aber verflucht vermeintliche Schwule in seinem Fußballverein.

– Sie ist für den Frieden, demonstriert auch dafür, raunzt aber ständig ihre Tochter wegen Nichtigkeiten an.

– Er kann alles am besten, angeblich aber absolut nicht aufräumen.

– Sie schreibt nicht gerne Briefe, kann aber Kochrezepte stundenlang von Hand in eine Kladde eintragen.

– Er mag Briefträger und die Post nicht, bestellt aber ununterbrochen bei Internetanbietern.

– Sie ist für mehr Ökologie, bestellt aber dauernd Schuhe und Jacken und Parfüm bei Shoppingsendern, um dann 80 % der per Auto ankommenden Ware wieder zurückzuschicken.

– Er ist prinzipiell für mehr Bildung, möchte aber nicht einmal für den nächsten Spanisch-Urlaub ein paar Grundkenntnisse pauken.

– Sie liebt ihn, aber nur wenn er sie auch liebt.

– Er hasst Hunde, nennt aber seinen Goldfisch „Rex“.

– Sie weint sehr viel, beklagt aber zugleich den hohen Taschentuchverbrauch der Bundesrepublik.

– Er ruft ständig sehr laut im Treppenhaus, möchte aber ein Flugverbot wegen der Lärmbelästigung.

– Sie hat immer schlechte Laune, beklagt sich aber über die unhöflichen Kontrolleure im öffentlichen Nahverkehr.

– Er ist für die religiöse Toleranz, kann aber den Anblick von Buddhastatuen und Moscheen nicht ertragen.

– Sie schwärmt von den USA, ist aber für ein Verbot von Fastfood.

– Er ist gegen Autobahnen, fährt aber 3 x pro Jahr „just for fun“ von Bielefeld bis nach Salzburg.

– Sie tanzt sehr gerne, möchte aber die Zulassungszahl von Diskotheken begrenzen lassen.

– Er bedauert demonstrativ die Obdachlosen, ist aber für ein radikales Verbot des Herumlungerns im öffentlichen Raum.

– Sie ist gegen das Rauchen, stemmt sich aber einem Verbot von offenen Kaminen in Wohnungen entgegen.

– Er ist gegen Parteien und Verbände und Vereine, hat aber schon 3 Bürgeriniativen begründet.

– Sie zerstampft Kleinstspinnen auf der Terrasse, ist aber gegen das Schächten von Schafen zu religiösen Zwecken.

– Er mag keinerlei Chemie in seiner Wohnung, ist aber als Geschäftsführer für das illegale Verklappen von Altöl in einem Nebenfluss verantwortlich.

– Sie will nichts mit Geld zu tun haben, gibt aber ununterbrochen genau dieses aus.

– Er mag angeblich kein Fleisch, bestellt sich aber immer wieder Schnitzel.

– Sie findet sich zu dick, kauft aber immer wieder Chips und Erdnüsse für die Fernsehabende.

– Er träumt vom Paradies, verpestet aber die Nachbarschaft, indem er seinen Motor immer wieder mindestens 15 Minuten im Standbetrieb laufen lässt.

– Sie ist gegen Exzentriker, trägt aber nur rote Hosen und bunte Haarbänder.

– Er wählt CDU, denkt aber wie ein FDP-ler.

– Sie wählt SPD, ist aber gegen die Erfindung und Einführung von Hartz IV.

– Er schreibt selber viele lange Texte, hasst aber wortreiche Diskussionen.

– Sie mag lange Naturwanderungen, protestiert aber nie gegen neue Trassen, die die Landschaft weiter verschandeln.

– Er hört gerne Musik, weigert sich aber zum Ohrenarzt zu gehen.

– Sie hat Sehnsüchte, erlaubt aber anderen nicht von den eigenen Sehnsüchten zu sprechen.

– Er spielt Schach, findet Logiker aber saublöde.

– Sie pokert, ärgert sich aber über Männer, die keine Miene verziehen.

– Er hat ein dickes Bankkonto durch eine Erbschaft, ist aber für die Einführung von Zwangsarbeit für alle Sozialhilfe-/HARTZ-IV-Empfänger.

– Sie kennt Stalin nicht, ist aber gegen den Stalinismus.

– Er hat noch nie von H. Hesse gehört, will aber seinen Urlaub in Hessen machen.

– Sie kann überhaupt nicht zeichnen, träumt aber von einer Karriere als Malerin.

– Er schimpft über die „Neger“, ist aber selber Kind einer farbigen Mutter.

– Sie ist Sozialistin, will aber ihr Mittagessen im Betrieb mit niemandem teilen.

– Er ist arm, massiert aber sein Bein.

– Sie ist gegen den Machbarkeitswahn, kauft aber jedes Jahr woanders eine grauenvolle Ferienwohnung an einer grauenvoll verbauten Küste.

– Er kann nicht skifahren, möchte aber partout keinen Kurs machen.

– Sie kann nicht schwimmen, beklagt sich aber über die hilflosen Menschen bei einem Fähruntergang auf dem Viktoriasee.

– Er ist für Afrika, ist aber nicht bereit, afrikanisch essen zu gehen.

– Sie spricht immer von „Ehre“ und „Anstand“, lässt sich aber jeden Tag von ihrem Mann demütigen.

– Er weiß angeblich alles von der Welt, kann aber nicht sagen, was der Kern des Hinduismus ist.

– Sie ist angeblich furchtbar gebildet, will aber alle Erdbeben verbieten lassen.

– Er ist kein Neonazi, möchte aber dennoch die Prügelstrafe für alle Ausländer.

– Sie wählt den linken Ausgang aus dem Park, obwohl der rechte Ausgang genauso aussieht.

– Er will den Druck auf alle Arbeitslosen erhöhen, hat aber als dauerhaft Arbeitsunfähiger die letzten 12 Jahre nicht mehr gearbeitet.

– Sie will eine schönere Umwelt, kauft aber für den Garten grauenvoll hässliche Sichtelemente im Baumarkt.

– Er schwärmt von der Lebensart in Südfrankreich, lässt aber jeden Zentimeter seines Grundstückes pflastern oder mit Platten belegen.

– Sie hat von nichts Ahnung, behauptet aber, unheimlich viel zu wissen.

– Er hat von nichts Ahnung, möchte aber unbedingt zum Abteilungsleiter ernannt werden.

– Sie kann die Handyrechnung nicht bezahlen, möchte aber trotzdem noch einen weiteren Vertrag abschließen.

– Er glaubt an Jesus Christus, ist aber dennoch für die Todesstrafe.

– Sie glaubt an nichts und niemanden, geht aber dennoch sonntags zur Kirche.

– Er singt im Chor, möchte aber Gesangswettbewerbe im Fernsehen verbieten.

– Sie geht zu jedem Casting, beklagt sich aber über die vielen, oberflächlichen Film- und Fernsehproduktionen.

– Er nahm nie Schauspielunterricht, möchte aber trotzdem die Hauptrolle in der Laienspielgruppe bekommen.

– Sie nahm nie Drogen, behauptet das voller Stolz, ist aber dafür tablettensüchtig.

– Er hasst Heroinsüchtige, ist aber selber Alkoholiker.

– Sie mag keinen Sex, ist aber dennoch 1 x im Monat im Swingerclub.

– Er spricht für die Moral auf der Rednertribüne im Parlament, geht aber seit 12 Jahren fremd.

– Sie mag keine Ausländer, isst aber Pizza und trinkt französischen Rotwein.

– Er sagt, er ist nicht spielsüchtig, trifft sich aber mit seinen Freunden 3 x die Woche in der Spielothek.

– Sie findet das Internet blöd, surft aber jeden Tag mindestens 3 Stunden.

– Er hält nichts vom Internet, hat aber genau darüber seine Frau kennengelernt.

– Sie kennt keine Krabben, isst aber mit Vorliebe Scampis.

– Er mag keine Waffeln, bestellt aber immer wieder Eierkuchen.

– Sie möchte nicht so fettreich essen, bestellt aber mehrmals in der Woche „Pommes mit Mayo“.

– Er mag Tahiti, verflucht aber die exotischen Kostüme mancher Karnevalisten.

– Sie ist lesbisch, kann aber Frauen, die sich in der Öffentlichkeit küssen, nicht ausstehen.

– Er hat nichts gegen Schwule, wettert aber mit, wenn in der Kneipe böse Witze über diese gemacht werden.

– Sie will keine Einführung von Schulgeld, hat aber bei der Einführung der Studiengebühren applaudiert.

– Er kann nicht tanzen, hasst aber „Hänger“ aller Art.

– Sie mag Frau Müller nicht, grinst der aber dauernd ins Gesicht.

– Er liebt Frau Legewies, zeigt ihr dies aber nicht.

– Sie möchte gerne mal „hart genommen werden“, schreibt aber Ratgeber für sanften Sex.

– Er versteht die Welt nicht, will aber Universitätsrektor werden.

– Sie ist Managerin, weiß aber nicht, wie sie das Fahrrad mit dem Plattfuß vom Bahnhof zurück zu ihrer Wohnung bekommt.

– Er ist Notar eines Großunternehmens, klaut aber immer wieder Schnapsflaschen zu 2,20 Euro in der Tankstelle.

– Sie ist doof, hält sich aber für intelligent.

– Er hält sich für intelligent, ist aber doof.

– Sie hat keine Ahnung, muss aber allen möglichen Menschen stundenlange Vorträge halten.

– Er wüsste, zu allem etwas zu sagen, schweigt aber wie ein Fisch.

– Sie hört schlecht, will aber unbedingt als Souffleuse arbeiten.

– Er macht im Prinzip ein sehr gutes Gulasch, will es aber niemals kochen.

– Sie ist magersüchtig, will aber keine Werbung für Essen im Fernsehen haben.

– Er guckt gerne Fernsehen, mag aber die Werbung nicht.

– Sie pocht auf Anstand, läuft aber sehr oft mit offener Hose durch die Stadt.

copyright klau|s|ens in allen schraibwaisen und schreibweisen, u.a. als klausens oder klau(s)ens oder klau“s“ens, im märz 2010 und ff. (begonnen schon am 12.3.2010)

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Die Sonne begrüßt KLAUSENS

oh, klau|s|ens, was sagt der große philosoph?

die menschen sehnen sich nach sonne. und nach frühling.

warum versteckst du dich hinter den „menschen“?

du hast recht. du hast recht. ich ja auch. ich sehne mich auch.

na, also. endlich mal ein beitrag zur neuen ehrlichkeit!

ich habe die sonne sogar heute LIVE gesehen.

na, super: endlich kommen die worte klar und bekennend.

und es war schön! wunderschön!!!

warum versteckst du dich jetzt hinter „es“? sprich doch mal von „ich“ oder „mir“. sei doch mal ganz direkt! schriftsteller können schon nerven.

ich find‘ dich übrigens blöd, zweitklausens. du kommst mir zumindest verdammt blöd vor.

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Teil der Kunstaktion „Ausrufezeichen“ bzw. „Exclamation Mark“ in Bonn ist KLAUSENS

holla, klau|s|ens, wie wird man teil eines kunstwerkes?

ein künstler sucht menschen – und man gehört als gefundener dann dazu. gesucht, mitmachend, gefunden.

aber du bist doch nie einfach nur „teil eines kunstwerkes“?

das stimmt: ich habe als (menschliches) teil oder element des kunstwerkes LIVE gedichtet, fotos gemacht, videos gemacht.

du hast also „kunst in der kunst“ gemacht?

so kann man es sagen, ja, ja – aber das ist ja sowieso meine berufung. „kunst in der kunst“ ist eine meiner vielen variationen, die ich bespiele.

worum ging es bei der kunst?

es ging um ein großes ausrufezeichen, um ein exclamation mark, oder auch: „earthclamation mark“ … wenn man so will.

worum? und warum? und wurum?

wurum? – in bonn tagen sie wieder mal, wegen dem klima, in vorbereitung zur copenhagen-konferenz (cop15) im dezember – und es geht wie immer darum, druck auszuüben. gegen die mächtigen der welt. – und nun sind eben diese ewigen happenings aller art enstanden. alles hat mit dem globus und dem klima zu tun, und überall gibt es kunst oder künstlerisch-spielerische aktionen, die die welt – zum guten – ändern sollen.

und gestern?

gestern sollte eben ein großes ausrufezeichen geschehen. dazu mussten wir uns in einen weißen overall kleiden und uns dann auf die markierungen am nassen boden legen. zwischendurch hörte man rufe wie „climate justice now!“ oder „yes we can!“.

und so entstand ein zeichen?

ein zeichen aus menschen. oben war der kranwagen mit dem korb, und in dem saßen dann die fernsehteams und durften filmen.

und das war dann die kunst?

oder es war der protest! oder beides! diese ganzen aktionen nutzen sich gegenseitig natürlich ab. in der fülle der phantasie liegt bisweilen auch ihre armut. immer ist es „fünf vor zwölf“. – in meinem leben war es schon zu oft „fünf vor zwölf“. ich kann es nicht mehr ernst nehmen, obwohl die lage der erde natürlich sehr ernst ist.

aber es ist geschehen?

ja, es ist geschehen, das kunstwerk, und ich als künstler aller kunst war – von innen – dabei.

schön!

ich habe davon LIVE gedichtet, im liegen, nass, das papier nass, der kuli schrieb kaum noch.

was denn?

z.b.:

IN DER SCHÖPFUNG ERFÜLLT

Nie war Regen
Schöner als
Wenn jemand
Nass davon
Schreibt

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau(s)ens oder Klau&s&ens oder Klau?s?ens, am 6.6.2009, Samstag, LIVE, Bonn, Rheinauen, am Rhein, Wiese, Nähe Skaterbahn, Martin-Luther-Straße, liegend, im Regen, im weißen Overall geschrieben, bei der Kunstaktion „Ausrufezeichen“ des Künstlers John Quigley. Auf nassem Papier.

es wird eine gedichte-seite folgen?

gewiss: http://www.klausens.com/live-gedichte-zu…

und SERIELLOs?

ja. ja. auch das. – die videos sind bei SEVENLOAD. z.b. http://de.sevenload.com/videos/ySWr8X4-K…

und alles ein bisschen erläuternd?

ich probiere mal: hier sehen wir, wie das kunstwerk von john quigley sich am 6.6.2009 im entstehen und vergehen befindet. jenes AUSRUFEZEICHEN oder EXCLAMATION MARK, welches für ein GLOBALES KLIMASCHUTZABKOMMEN etwas bewirken soll, weil in bonn 3000 delegierte aus rund 200 Ländern ihre vorbereitungsgespräche (für das UN-klimaschutzabkommen beim UN-klimagipfel in Kopenhagen – cop15 – im dezember) am 2.6.2009 begonnen haben. Im MARITIM-hotel. — die projekte Earthclamationmark Campaign und Copenhagen-Earthwalk werden als Planetact-Vorhaben von dem kalifornischen aerialart-künstler john quigley (www.spectralq.com) geleitet und kooperieren mit den internationalen initiativen tcktcktck (www.tcktcktck.org) und 350 (www.350.org). die grassroots-basis des vorhabens bilden planetact-projektsekretariat und internet-dynamics-workshop in dortmund mit basis-aktions-workshop in duisburg. weitere aktionsworkshops in los angeles, vancouver und ottawa.

also: den letzten teil vom text habe ich kaum noch verstanden.

ich weiß, ich weiß: das habe ich aus einer homepage. ich verstehe es selber kaum. so redet man heute bei umweltaktionisten. alles ist verzahnt und verknüpft. eine hochmoderne dynamik von aktionen, campagnen und homepages. immerzu kreativ.

hoffentlich nimmt die umwelt keinen schaden.

du meinst die „hygiene der menschlichen kommunikation“! – aber das musst du mit der moderne ausdiskutieren. nicht mir mir.

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