Schlagwort-Archive: mindestlohn

klau|s|ens hört aus der berliner politik nur leier um leier um leier – www.klausens.com

klau|s|ens, man kann es nicht mehr hören.

man konnte es schon all die wochen vor der wahl nicht hören.

kaum ist die wahl vorbei, geht es einfach so weiter.

es sind sprachhülsen, die im stakkato abgefeuert werden.

„bildungpolitik und familienpolitik“.

„steuerpolitik und energiepolitik“.

„arbeitsmarktpolitik und verkehrspolitik“.

und … und … und …

mit diesen wenigen globalworten werden 1000 talkshows bestritten.

es wird nichts gesagt, und doch dreht sich dann ein karussell sinnloser worte und leerer sprachfetzen.

das ist politik.

die reporter/-innen fragen dann wie der pseudo-sherlock-holmes und versuchen durch (huch wie tolle!) tricks was herauszulocken: „was würden Sie sagen, wenn die CDU erklärt, bei einem mindestlohn können wir höchstens bis 7,50 euro gehen?“

die frage ist sinnlos, die antwort dann sowieso.

aber so beschäftigen die sich tag für tag: wortbrei, der nichts sagt, der nichts bedeutet.

aber dennoch kommt meldung um meldung: tag für tag.

die SPD spricht dann immer vom „politikwechsel“, den sie unbedingt erreichen will.

lächerlich: mit der partei, der sie bislang vorwarf, den politikwechsel zu verhindern, soll dieser nun in einer koalition erreicht werden.

steinbrück sprach immer vom „stillstand“ im wahlkampf, weil er den „reformstau“ von westerwelle von jahren zuvor aus dem wahlkampf nicht nochmals nehmen wollte. alles lächerlich!

wir werden damit ununterbrochen beschallt.

auch vermeintlich seriöse sender wie der deutschlandfunk füllen ihr programm ununterbrochen mit solchen interviews und solchen meldungen.

in allem steckt nichts drin, nur luft.

und dann ist da plötzlich die spekulation: „die maut kommt doch!“

das ist dann ein spaß: alle spekulieren mit. das kann man noch am ehesten verstehen, obwohl es mit politik nichts zu tun hat.

das ist dann unterhaltung!

unterhaltung ist es auch, dass ich das wort „mindestlohn“ in den letzten wochen 1 million mal pro tag höre.

alle wollen nun den mindestlohn, alle.

früher war es nur DIE LINKE.

nun wollen ihn alle, den mindestlohn. und die SPD tut so, als hätte sie den mindestlohn in die politische debatte gebracht … und nicht DIE LINKE, von der die SPD so trist nur noch abkupfert.

der mindestlohn wird dann zu DEM angelpunkt der koalition, so glaubt man.

alles ist so perfide, und wir werden verdummt und zugemüllt.

mit politik hat das doch nichts zu tun!

doch, weil so die politik ist. man schlägt schaum, und wir sollen denken, da steckt inhalt hinter.

glaubst du es denn?

nein!

wählst du sie denn?

nein. aber wir beide sind keine normalen deutschen, zweitklausens.

und alle anderen sind so blöd, klau|s|ens?

irgendwo müssen die stimmen ja herkommen. irgendwoher.

und dann berichten sie noch genauso über das wetter, diese medien, weil die worthülsen aus der politik nicht reichen.

ja, das wetter bietet sich dann auch wieder für die klassischen berichte an: sonnenbadende am rhein, eisessende auf dem kuhdamm, draußen biertrinkende in schwabing.

ich liebe das wetter, ich liebe die politik … und vor allem liebe ich den oktober, wenn die sonne scheint … und man ganz ohne medien draußen sitzt.

klausens-die-zeichnung-oktober-tag-sonne-22-10-2013-700-pix-breit-mal-1000-pix

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Zum Nur-Noch-Wahlverein CDU äußert sich KLAUSENS

klau|s|ens, die CDU ändert nach und nach alles ab.

das finde ich gut: ich mag die kernenergie nicht …. und ich bin für mindestlöhne! wenn die CDU das kapiert: bitte! gern!

wirst du sie wählen?

die CDU?

ja.

ich weiß nicht. man will sich ja zuhause fühlen, in einer partei.

das war früher so.

du hast recht: eine partei ist heute ein opportunistischer verein.

die CDU allemal.

das ist nicht mehr das gefühl: da gehöre ich hin.

viele jäger fühlten sich bei der CDU wohl.

das stimmt: das jägermilieu und das CDU-milieu … das passte.

oder rechte menschen, die immer nur sicherheit und sicherheit und sicherheit wollen.

und bewachte wohnviertel!

innere sicherheits-prediger … die fühlten sich in der CDU auch wohl.

es gab viele menschen, die waren bei der CDU, weil es einfach ihren sozialen rahmen abdeckte.

die CDU war eine heimat. auch die kirche, die katholische, die war der CDU eine heimat – und umgekehrt. alles hat mit kultur zu tun, mit traditionen, mit gefühlen.

aber alles das verschwindet.

die CDU hat heute strichlisten.

ich weiß:
minimallohn: ja / nein
AKW: ja /nein
embryo-gen-versuche: ja / nein
NPD-verbot: ja / nein
usw. ANKREUZEN / ABKREUZEN / WEGKREUZEN

und dann?

dann guckt man sich an, wie die gesellschaft tickt.

aha.

wenn die gesellschaft sich ändert, ändert sich auch die CDU.

dann ist die CDU opportunistisch?

ja, es gibt keine echte überzeugung, kein gesamtpaket, kein programm im eigentlichen, keine vision von welt … sondern nur eine anversammlung von praktikabilitäten.

das ist aber eine sache für sich.

so ändert sich die politik. du bist nicht in einer partei, sondern in einem wahlverein.

der wahlverein führt listen und ändert dauert seine auffassungen.

der wahlverein guckt sich die menschen an und macht, was diese wohl mögen würden, also die masse.

denn nur die masse garantiert den wahlerfolg.

wahlerfolg heißt ja nicht 52 %, sondern nur „stärkste partei“.

eben: mehr ist nicht drin.

das muss man aber verteidigen, wenn man den bundeskanzler oder die -kanzlerin stellen will.

das will die CDU.

das will zuerst frau merkel, aber auch leute wie röttgen oder „unsere“ arbeitsministerin, die eines tages der merkel mal nachfolgen wollen.

dann ist eine partei also keine partei mehr?

nein, eine partei ist keine „heimat“, auch die SPD nicht. bei der SPD findet man kaum noch arbeiterschweiß. auch die FDP betont die „soziale marktwirtschaft“, meint aber die „freie und ungehemmte marktwirtschaft“, und selbst da muss sie sich der forderung nach regulierung der banken beugen. alle parteien beugen sich den anforderungen der praxis.

keine partei ist noch partei.

genau das: und die alten parteimitglieder leiden.

die guten, alten zeiten sind vorbei.

die sprecher der JUNGEN UNION sehen immer noch wie söhne aus mittelreichen elternhäusern samt JURA-studium oder BWL-studium aus. diese gesichter bleiben uns noch etwas erhalten.

insgesamt ist alles nur auf den erfolg ausgerichtet.

die partei ist wie ein unternehmen. die wählerstimmen sind das kapital, mit dem man die karriere und den parteiapparat und alles andere am laufen hält. (ideologie stört da.)

das alles lernen wir von der CDU.

bei der CDU ist alles ganz rabiat. sie sollte sich nicht mehr christlich nennen, das ist falsch.

was denn?

wenn sie klug ist, nennt sie sich humanistisch, oder humanoistisch, ja, ja, humano… oder humanorientiert, dann hat sie alle optionen offen und kann jeden tag das machen, was sie für vernünftig hält.

ist die CDU denn human?

wir wissen es nicht, aber sie hat viele alte zöpfe abgeschnitten. sie ist ein wahlverein, der mit dem wahlverein der SPD in konkurrenz steht.

und ideologien? alles das? religionen?

das ist alles murks von gestern. heute zählt nur der pragmatismus des erfolges. das geht zack-zack.

und dann?

dann kann eines tages eine neue piratenpartei auf 25 % kommen und 5 jahre später bei unter 2 % wieder gelandet sein. politik ist ein einziges auf und ab.

alles wird unberechenbar.

aber alle ziehen mit, zumindest bei der CDU in leipzig auf dem parteitag.

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com